Giwi Margwelaschwili nutzt ein Poem des romantischen Dichters Washa-Pschawela. Im Original gerät der Held in Bedrängnis, da er sich zwischen Stammesehre und Schutz eines Fremden hin- und hergerissen sieht. In Margwelaschwilis Adaption hinterfragt der Held, die Zwänge seiner Traditionen und überwindet nicht nur die kulturellen Abgrenzungen. Das Konzept der sich auflehnenden Buchmenschen ist recht einzigartig und lässt zahlreiche Gedankenspiele zum Leser-Protagonisten-Verhältnis zu. Ebenso erhält der Leser Einblicke in die Lebenswelten der Bergvölker. Kulturinteressierte Leser werden Freude an diesem Werk haben.
Giwi Margwelaschwili
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Giwi Margwelaschwili
Officer Pembry
Das Leseleben
Die Medea von Kolchis in Kolchos
Vom Tod eines alten Lesers
Fluchtästhetische Novelle
Zuschauerräume
Der Kantakt
Neue Rezensionen zu Giwi Margwelaschwili
Im Schwarzen Meer bei Pizunda, dem antiken Kolchos, ragt eine riesenhafte Skulptur aus dem Meer. Es ist die Medea von Kolchis, die dem untreuen wegsegelnden Janson nachweint und dann in ihrer maßlosen Wut ihre beiden kleinen Söhne ermordet. Aber die Aufmerksamkeit des Lesers richtet sich erst in zweiter Linie auf die Riesin, da sie von einem vielarmigen Staubsauger, dem Polyp Polymat umflogen wird. Erzählt wird die Geschichte von einem künstlichen Leser, den der reale Autor Wakusch sich auch ausgedacht hat. Und wieder einmal nimmt uns der deutsch-georgische Autor Giwi Margwelaschwili in seine fabelhafte Buchwelt mit. In jene Welt also, die wir als Leser bei der Lektüre eines Buches betreten und die ein zentrales Thema im Werk dieses Schriftstellers ausmacht.
Das ist am Anfang alles etwas verwirrend, aber Margwelaschwili schreibt so gut, dass man weiterlesen muss, um der Sache auf den Grund zu gehen. Der die Geschichte erzählende Wakusch, ist ein künstlicher Leser, der auftauchen muss, wenn eine Geschichte keine realen Leser mehr findet. Sonst müsste nämlich die Hauptfigur des Buches, die Buchfigur Wakusch an Leseschwindsucht sterben. (Ausführlicher könnt ihr es bei www.dievorleser.blogspot.de lesen
Hatte mir mehr vom Buch versprochen, denn das Thema an sich ist im wahrsten Sinne "unglaublich".
Leider beginnt sich die Handlung ab Mitte des Buches soooo zu ziehen... Schade.
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