Glenn Meade Die letzte Zeugin

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Inhaltsangabe zu „Die letzte Zeugin“ von Glenn Meade

Nach einem Massaker in einem bosnischen Gefangenenlager wird ein junges Mädchen gefunden. Sie hält ein Tagebuch umklammert und ist so traumatisiert, dass sie kein Wort über die Lippen bringt. Sie ist die einzige Zeugin der Gewaltverbrechen im Lager. Zwanzig Jahre später begibt sie sich auf die Jagd. Sie will ihren verschollenen Bruder finden. Und die Scheusale, die ihr Leben zerstört haben. Doch die tun alles, um anonym zu bleiben, fest entschlossen, die einzige Zeugin für immer zum Schweigen zu bringen.

Emotional, ergreifend und fesselnd bis zum Schluss.

— Mary-and-Jocasta
Mary-and-Jocasta

Lesenswerter Thriller!

— Jare
Jare

Mitreissender Thriller zu einem dunklen Thema der europäischen Geschichte

— ech
ech

Ein hervorragender und spannender Krimi, den ich nur weiter empfehlen kann !

— Arietta
Arietta

Spannend und erschütternd, aber doch etwas unglaubwürdig, vor allem was das Finale betrifft. Operation Schneewolf fand ich viel besser.

— antonmaria
antonmaria

Eine spannende und schreckliche Geschichte die mich gefesselt hat.

— luan
luan

Menschenverachtende Grausamkeit, die unvorstellbar erscheint - und doch auch die Hoffnung, dass ein Teil der Familie überlebt haben könnte.

— faanie
faanie

Realistisch, authentisch, grausam, nach einem wahren Hintergrund - nur für Leser mit starken Nerven.

— makama
makama

Den Thriller muss man lesen. Und hat man ihn gelesen, vergisst man ihn nie wieder. Eins der besten Bücher von Glenn Meade. Empfehlenswert.

— klaraelisa
klaraelisa

Der beste Thriller den ich seit langem gelesen habe. Authentisch, realistisch, spannend und grausam. Nur für Leser mit starken Nerven.

— aftersunblau
aftersunblau

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  • Ein meisterhafter Roman!

    Die letzte Zeugin
    Sonnenwind

    Sonnenwind

    20. December 2016 um 14:49

    In jeder Hinsicht ausgewogen: sprachlich, stilistisch und vor allem inhaltlich. Vor dem Hintergrund des Jugoslawien-Krieges wird eine Geschichte erzählt, die zum großen Teil auf Tatsachen beruht. Lana stammt aus Jugoslawien und verliebt sich in David, einen Amerikaner. Die beiden haben zwei Kinder, die bei Kriegsausbruch noch recht klein sind, und sie schaffen es nicht, rechtzeitig aus dem Land zu fliehen.Deshalb müssen sie alles durchmachen, was dort geschieht, und das erinnert fatal an die braune Macht in Deutschland – manche behaupten sogar, es sei viel schlimmer gewesen. Die ganze Familie wird verschleppt, der Vater von Frau und Kindern getrennt. Am Ende überlebt nur die Tochter Carla. Sie wächst bei ihren Großeltern väterlicherseits in den USA auf und glaubt, ihre Eltern seien bei einem Autounfall ums Leben gekommen.Beim Lesen gehen die Gefühle mit einem durch. Zwar wußte ich vieles – eine Jugoslawin, die bei Ausbruch des Krieges bei uns war, konnte nicht mehr zurück und mußte von Deutschland aus hilflos mit ansehen, was in ihrer Heimat passiert –, aber so wie hier erzählt wußte ich doch nicht, was dort alles geschehen ist. Erschütternd! Wenn Schicksale persönlich werden, so wie hier, nimmt es einen einfach viel mehr mit.Carla kommt so traumatisiert bei ihren Großeltern in den USA an, daß sie sich an nichts mehr erinnert. Als sie dann als Erwachsene beginnt zu forschen, was aus ihrer Familie geworden ist, wird es auf einmal gefährlich: Ihr Mann wird ermordet und sie selbst entgeht ein paarmal nur knapp einem Anschlag auf ihr Leben. Hochspannung pur, und das mit realem Hintergrund! Dazu bietet der Autor außerordentlich plastische Charaktere und auch Carlas Entwicklung vom Kind zur Erwachsenen ist sehr überzeugend.Sprachlich ist dieses Buch ein Leckerbissen. Sogar der Unterschied von “das” und “was” (das ist das, was ich Dir sagen wollte) ist hier bekannt – was man heute nur noch bei liebevoll sprachlich geschulten Autoren findet. Hochachtung! Interessant war für mich auch der psychologische Teil: Wie wirken sich traumatische Erlebnisse aus und welche Folgen haben sie? – an verschiedenen Beispielen verdeutlicht. Einfach klasse – und das bei Lübbe!Ein Buch für Leute, die glauben, ein Krieg könnte auch nur irgendetwas verbessern! Unbedingte Leseempfehlung!

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  • Mein erstes Buch von Glenn Meade...

    Die letzte Zeugin
    Mary-and-Jocasta

    Mary-and-Jocasta

    18. July 2016 um 12:05

    ... und ich bin begeistert!Ein wahnsinnig spannender und emotionaler Thriller, der mitreißt. Glenn Meade hat einen tollen Hauptcharakter in einer absolut fesselnden Geschichte erschaffen. Indem er Carla Lane nicht auf eine Seite - Gut oder Böse - stellt, sondern beides in ihr vereint, wirkt sie authentisch und menschlich. Man kann ihre Handlungen und Emotionen sehr gut nachvollziehen und mit ihr mitfiebern.Auch die Story hat es in sich. Grundsätzlich besteht der Thriller aus zwei Handlungssträngen, wobei einer Carlas Vergangenheit, der andere ihre Gegenwart behandelt. Die Vergangenheit wird vor allem in Tagebucheinträgen ihrer Mutter geschildert, die natürlich sehr persönlich sind und nahe an die Charaktere heranführen. Man lernt die Familie, besonders die Mutter Lana kennen und lieben und bekommt zumindest Vorstellungen des Leids, das sie ertragen (verstehen kann es sicherlich niemand, der nicht dabei war). Dieser Teil ist also sehr emotional, berührend und war für mich persönlich auch ziemlich aufwühlend (Ich war, als ich es gelesen habe, in ebendiesem Kriegsgebiet. Auch Jahrzehnte nach dem Krieg sieht man noch die verbrannten Ruinen und die Einschusslöcher in den Hauswänden). Er regt zum Nachdenken an und geht, nicht zuletzt, da Glenn Meade hier eine wahre Geschichte verarbeitet, unter die Haut.Der Teil  der in der Gegenwart spielt, ist dagegen mehr auf Action und Spannung ausgelegt. Man kann Carlas Gedanken und Handlungen wie gesagt sehr gut nachvollziehen und hofft und leidet auf der Suche nach ihrer Familie mit ihr. Es gibt einige unerwartete Wendungen und obwohl man teilweise durch den Perspektivwechsel mehr weiß, als die Charaktere selbst, hält sich die Spannung bis zum Schluss.Gerade durch die Kombination dieser beiden Handlungsstränge, bringt Meade hier also Abwechslung in die Story. Von "tief berührt" zu "vor Spannung ganz hibbelig" schickt er den Leser auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle (besonders im Vergangenheits-Teil), wo sich Emotion, Action und Spannung gleichermaßen wiederfinden und die zum Nachdenken anregt.Absolute Leseempfehlung!

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  • Fulminanter Thriller mit kleinen Schwächen!

    Die letzte Zeugin
    Jare

    Jare

    29. June 2016 um 20:29

    Das Leben von Carla Lane gerät komplett aus den Fugen. Bei einem Attentat kommt ihr Ehemann, ein bekannter Pianist, ums Leben. Traumatisiert durch dieses Ereignis, erinnert sich Carla an Ereignisse, die tief in ihrem Innersten geschlummert haben. Als junges Mädchen hat sie ein Massaker in einem bosnischen Gefangenenlager überlebt. Jetzt will sie ihren verschwundenen Bruder finden und ist dabei auch fest entschlossen, die Mörder ihrer Eltern zu suchen.  Der irische Autor Glenn Meade legt mit „Die letzte Zeugin“ seinen neunten Roman vor. Dafür hat er sich ein besonders düsteres Kapitel der jüngeren Vergangenheit ausgesucht: den Krieg in Jugoslawien. Glenn Meades Thriller sind immer dann richtig gut gewesen, wenn er seine Handlung mit geschichtlichen Aspekten verknüpft. Von daher war meine Erwartung an diesen Roman recht groß. Nach der Lektüre kann ich sagen, dass Glenn Meade diese fast erfüllt hat.  Mit „Die letzte Zeugin“ ist ihm ein spannender, berührender, packender Thriller gelungen, der bei aller Fiktion sehr eindringlich aufzeigt, dass die Weltbevölkerung im Jugoslawienkrieg wieder einmal nur weggeschaut hat. Sehr bewegend schildert er die Zustände in dem bosnischen Gefangenenlager, die denen in Auschwitz sehr nahe kommen.  Aber natürlich ist dies ein Unterhaltungsroman und der soll in erster Linie eine spannende Geschichte erzählen und den Leser unterhalten. Beides macht er auf wirklich gutem Niveau. Zwar ahnen geübte Thrillerfans schon, wie die Auflösung sein wird, und letztlich sind die von Glenn Meade benutzten Motive auch nicht wirklich neu. Trotzdem gelingt ihm ein spannender Roman, der sehr unterhaltsame und spannende Lesestunden garantiert. Fazit: An seine Meisterwerke „Operation Schneewolf“ und „Mission Sphinx“ reicht Glenn Meade mit diesem Roman nicht ganz heran. Doch sind diese zumindest in Sichtweite. „Die letzte Zeugin“ ist ein spannender Thriller mit einem Thema, dass recht unverbraucht ist und das von Glenn Meade mit dem nötigen Feingefühl dargestellt wird. Das Ende ist dann ein wenig klischeehaft und vorhersehbar, aber insgesamt kann ich durchaus eine Empfehlung für diesen Thriller aussprechen.

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  • Mitreissender Thriller zu einem dunklen Thema der europäischen Geschichte

    Die letzte Zeugin
    ech

    ech

    29. September 2015 um 14:49

    Wieder einmal gelingt es Glenn Meade historische Ereignisse (hier den Krieg im ehemaligen Jugoslawien und die dabei verübten ethnischen Säuberungen) in einem spannenden und mitreissenden Thriller zu verarbeiten. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die ehemalige Staatsanwältin Carla Lane, die sich nach dem Mord an ihrem Mann ihrer Vergangenheit stellen muss. Sie ist in Jugoslawien geboren und als Kind zusammen mit ihrer Familie in einem der vielen Gefangenenlager gelandet und hat (scheinbar) als einzige überlebt. Aufgewachsen ist sie bei ihren Großeltern in den USA, mit Unterstützung eines Psychiaters wurden ihre Erinnerungen an die schrecklichen Ereignisse unterdrückt. Mit Hilfe des Tagebuches ihrer Mutter kehrt die Erinnerung jetzt nach und nach zurück. Nun setzt sie alle Hebel in Bewegung, um das Schicksal ihrer Familie zu klären und die Täter von damals aufzuspüren ... Man merkt dem Buch die aufwendige Recherche des Autoren an. In relativ kurzen Kapiteln, die aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben sind, treibt er die Handlung voran. Die Haupt- und Nebenpersonen werden gut charakterisiert. Nur am Ende trägt er nach meinem Geschmack vielleicht etwas zu dick auf. Beim Lesen bleiben gerade die Passagen mit den Tagebuchaufzeichnungen von Carlas Mutter nachhaltig in Erinnerung. Viele der grausamen und brutalen Ereignisse in dem Lager werden nicht direkt geschildert, das Grauen spielt sich hier eher im Kopf ab. 

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  • Spannend und grauenvoll

    Die letzte Zeugin
    luan

    luan

    03. July 2015 um 17:37

    Die schwangere Carla verliert ihren Mann,ein bekannter Pianist,durch einen Autobombenanschlag.Carla leidet unter ihren Albträumen und auf Rat ihrer Großmutter begibt sie sich in therapeutischer Behandlung.Durch Dr.Leon erfährt sie,dass sie als 11 Jährige schon bei ihm in Behandlung war.Carla hat all ihre Erinnerung an ihre Kindheit verloren.Der Therapeut gibt Carla das Tagebuch ihrer Mutter,das ihr helfen soll sich an ihre Vergangenheit zu erinnern "Wenn die Welt nicht aus der Geschichte lernt,ist sie für immer dazu verdammt,die Sünden ihrer Vergangenheit zu wiederholen" David,der nach einem Streit mit seinem Vater in den Süden fährt,lernt die hübsche Kellnerin Lana in Dubrovnik kennen.Als der Krieg auf dem Balkan ausbricht,will er mit ihr nach Amerika flüchten.Lana jedoch beschließt,ihren kranken Vater zu holen um ihm mitzunehmen.Ein Verhängnis für Beide,was den Traum einer glücklichen Familie zerstört. Die Geschichte erzählt den Balkankrieg der sich in den 90er Jahren ereignet hat.Vom Gefangenenlager Omarska,die Vergewaltigungen an Frauen und Kinder,Massentötung an unschuldige Zivilsten die von den Serben verübt wurden. Was mich negativ zum stocken gebracht hat;der Autor schreibt,das die Serben nach dem Ehrenkodex besa und das Gewohnheitsgesetz kanun leben.Das muss ich hier jedoch korrigieren,denn der Besa und der Kanun stammt von den Albanern ab! Da hätte der Autor besser recherchieren müssen.Für mich ist es ein absolutes Unding,denn zwischen den Serben und Albanern herrscht bis heute noch Unruhen,das solche Fehler nicht einfach nicht passieren dürfen! Bis auf diesen genannten Patzer hat mich die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und kann es mit 4 Sterne weiter empfehlen.

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  • Fiktiver Thriller nach wahren Begenheiten --- grausam und realistisch

    Die letzte Zeugin
    makama

    makama

    05. June 2015 um 14:57

    Die 10 jährige Carla wächst bei ihren amerikanischen Großeltern auf, angeblich hat sie ihre Eltern durch einen schweren Verkehrsunfall verloren.... sie weiß nichts mehr über die Zeit vor.... Sie hat einen starken Gerechtigkeitssinn und wird Staatsanwältin, heiratet einen Pianisten, wird schwanger und ist glücklich.... Da fällt ihr Mann, der aus dem ehemaligen Jugoslawien stammt, einem Bombenattentat zum Opfer. In dieser Situation erhält sie von ihrer Großmutter, das nicht ganz vollständige Tagebuch ihrer Mutter.... und erfährt die grausame Wahrheit ihrer Kindheit. Carlas Mutter erzählt, wie sie ihren Mann, einen Amerikaner kennengelernt hat und wie sie die ersten Jahre glücklich mit Carla und ihrem kleinen Bruder in Dubrovnik gelebt haben ..... bis der grausame Krieg alles zerstört hat und sie in einem Gefangenenlager untergebracht wurden, getrennt vom Vater. Ich liebe harte Thriller, aber von den Grausamkeiten, die im Tagebuch geschildert wurden, habe ich doch häufig eine Gänsehaut bekommen - vor allem weil die Grausamkeiten sehr realistisch geschildert wurden... Man fragt sich wozu Menschen fähig sind. Carlas Erinnerungen kehren nach und nach zurück und sie macht sich auf die Suche ihrer vermissten Familie. Und sie will Rache.... wird zur Jägerin, aber auch zur Gejagten, denn die Bestien von damals wollen sie für immer zum Schweigen bringen. Das ist kein gewöhnlicher Thriller, Glenn Miller ist es gelungen ein bitteres Stück Geschichte, dass sich hier in Europa, quasi vor unseren Augen ereignet hat zu thematisieren.  und das ganze ist erst gut 20 Jahre her..... Alles hätte genauso passieren können. Er hat Informationen von einer Frau, die dort war und die Grauen selbst erlebt hat. Diese Infos sind in das Buch eingeflossen. Selten hat mich ein Thriller so mitgenommen, alle Charaktere kommen gut und realistisch rüber. Sie sind authentisch und nicht immer nur gut und böse. Man kann den inneren Konflikt von einigen miterleben und gut nachvollziehen. Das Buch ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite  und es gibt eine eindeutige Leseempfehlung --- allerdings braucht man für das Buch starke Nerven. Von mir gibt volle 5 Sterne, die eigentlich zu wenig sind.....

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  • Realistisch mit Gänsehautfaktor

    Die letzte Zeugin
    aftersunblau

    aftersunblau

    01. May 2015 um 12:38

    Eins vorweg, dies ist der beste Thriller den ich seit langer, langer Zeit gelesen habe. In dem Glauben das ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind wächst die traumatisierte zehnjährige Carla bei ihrer Großmutter in Amerika auf. 20 Jahre später ist sie glücklich verheiratet und schwanger als ihr Mann, ein berühmter. Konzertpianist, bei einem Anschlag ums Leben kommt. Carla begibt sich in Therapie und erhält dort das Tagebuch ihrer Mutter, das die ganze Wahrheit ans Licht bringt. Nach und nach kommen die Erinnerungen an ihre Kindheit zurück. In dem Tagebuch erzählt Carlas Mutter wie sie ihren Mann kennen gelernt hat und wie glücklich sie waren bis der furchtbare Krieg im ehemaligen Jugoslawien begonnen hat. Dies ist kein gewöhnlicher Thriller nach dem Muster "Gut und Böse jagen sich", er ist ein Appell an die Menschen sich auf Menschlichkeit zu besinnen, fernab von kulturellen und religiösen Unterschieden. Beim Lesen der Tagebucheinträge hatte ich immer wieder eine Gänsehaut und musste mich fragen wie grausam Menschen eigentlich sein können. Die Vorgänge über Schikane, Misshandlungen, Vergewaltigungen und Mord im Lager wurden so authentisch beschrieben das alles wie ein Film vor meinen Augen abgelaufen ist. Glenn Meade ist es gelungen ein Stück Weltgeschichte mit einer fiktiven Geschichte zu verknüpfen und dies auf eine sehr realistische Weise. Viele seiner Informationen hat er von einer Frau, die selbst ähnliches erleben musste. Die Charaktere wurden sehr gut herausgearbeitet und dabei wurde der innere Konflikt zwischen Gut und Böse sehr deutlich. Die Story war von Anfang bis Ende spannend und hat mich gefesselt, wenn es mir auch manchmal auf Grund der Grausamkeiten schwer gefallen ist weiter zu lesen. Als Carla am Ende das Versprechen ihrer Mutter eingelöst hat, habe ich dann doch kurz feuchte Augen bekommen. Ich kann das Buch an alle die nicht gerade schwache Nerven haben weiterempfehlen. Es lehrt dass manchmal auch das Gute über das Böse siegen kann, auch wenn es das Böse nicht ungeschehen macht. Fünf Sterne sind für dieses Buch definitiv zu wenig.

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  • Erschreckend!

    Die letzte Zeugin
    angi_stumpf

    angi_stumpf

    20. April 2015 um 14:40

    Die Geschichte: Carla Lane ist eine sehr glückliche Frau: verheiratet mit einem wundervollen Mann und seit Kurzem schwanger. Doch dann bricht ihre heile Welt jäh auseinander und nichts wird je wieder so sein wie vorher. Sie erfährt von ihrer Großmutter, bei der sie aufwuchs, dass ihre Eltern nicht – wie immer behauptet – bei einem Unfall ums Leben kamen, sondern dass die ganze Familie Opfer eines schrecklichen Krieges wurden. Im jugoslawischen Bürgerkrieg erlebte Carla die Hölle und hat aufgrund ihres schweren Traumas die Ereignisse komplett verdrängt. Erst zwanzig Jahre später versucht sie mit Hilfe eines Psychologen, die Vergangenheit aufzuarbeiten. Der alte vergessene Hass gegen ihre Peiniger flammt wieder auf und sie schwört Rache. Außerdem will sie ihren verschollenen Bruder finden, von dem sie denkt, er könnte ebenfalls überlebt haben. Doch die Kriegsverbrecher von damals leben versteckt und haben weiterhin ungeheure Macht: sie verfolgen ihrerseits Carla, doch sie sind ihr dabei immer einen Schritt voraus. Eine unbarmherzige Jagd beginnt … Meine Meinung: Glenn Meades Bücher liebe ich immer sehr, denn er verknüpft oft authentische Ereignisse mit einer fiktiven Story. So auch hier bei “Die letzte Zeugin”: es geht um den unglaublich grausamen Bürgerkrieg in Jugoslawien, auch “Balkankonflikt” genannt, der erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts für weit mehr als 100.000 Menschen den Tod bedeutete. Unvorstellbare Gräueltaten waren an der Tagesordnung und unzählige Menschen versuchten zu fliehen. Der Autor hat viele Eckdaten einer realen Geschichte in sein Buch einfließen lassen: Carlas Erlebnisse basieren auf den Erzählungen einer Frau, die wirklich Ähnliches erlebt hat. Das macht diesen Thriller schon grundsätzlich fesselnd und lässt alles in einem sehr düsteren Licht erscheinen. Doch auch die fiktive Story sorgt noch zusätzlich für Spannung und kann mit vielen Überraschungen und Wendungen aufwarten. Die Charaktere wurden sehr gut beschrieben und Glenn Meade hat es vortrefflich geschafft, den inneren Konflikt zwischen Gut und Böse bei einigen Figuren sehr glaubwürdig darzustellen. Carlas Verhalten konnte ich zwar nicht immer nachvollziehen, aber insgesamt war sie schon eine recht sympathische Protagonistin. Bisher habe ich Glenn Meades Bücher immer als gekürzte Hörbücher genossen und auch bei diesem Thriller hatte ich das Gefühl, dass man wenige Passagen noch etwas hätte straffen können. Aber Langeweile kommt trotzdem garantiert nicht auf, eher im Gegenteil. Die Spannung hält sich auf einem sehr hohen Niveau. Das Ende hat mir auch sehr gut gefallen, denn wir dürfen noch einen kleinen Blick in die Zukunft werfen und so was mag ich total gerne. Fazit: Der erschreckende, reale Hintergrund sorgt alleine schon für Gänsehaut, hinzu kommt noch eine toll durchdachte fiktive Story … hat mir bestens gefallen. Für Leute mit starken Nerven auf jeden Fall empfehlenswert!

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