Glenna Thomson

 4.1 Sterne bei 15 Bewertungen
Autorin von Der Blaubeergarten.

Lebenslauf von Glenna Thomson

Die schönsten Dinge im Leben findet man da, wo man sie nicht erwartet: Glenna Thomson ist auf einer australischen Apfelplantage aufgewachsen, bevor sie in die Stadt zog. Sie arbeitete jahrelang als Pressereferentin und schließlich in der Wirtschaft, bevor sie sich zur Ruhe setzte und sich dem Schreiben widmete. Heute lebt sie im Nordosten von Victoria auf einer Rinderfarm. Gemeinsam mit ihrem Mann pflegte sie mehrere Jahre einen Blaubeergarten, der sie zu ihrem ersten Roman, „Blueberry“, inspiriert hat, der 2017 erschien. In Deutschland erschien das Buch im Sommer 2018 unter dem Titel „Der Blaubeergarten“. Darin geht es um Greer, deren Leben plötzlich völlig aus den Fugen gerät. Sie wagt einen Neuanfang und zieht au ein Landhaus mit Blaubeergarten, das sie in einer Zeitungsannonce sieht. Doch vor Ort erfährt sie, dass der Vorbesitzer, der 81-jährige Charlie, sich weigert, das Haus zu verlassen. Währen Greer zunächst wenig begeistert von Charlie und der vielen Arbeit im Haus und im Garten ist, lernt sie bald, dass sie von dem alten Mann Einiges lernen kann. Zwischen den beiden entsteht eine einzigartige, unwahrscheinliche Freundschaft, die das Leben beider auf ungeahnte Weise bereichert.

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Der Blaubeergarten

Der Blaubeergarten

 (15)
Erschienen am 10.08.2018

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Rezension zu "Der Blaubeergarten" von Glenna Thomson

Vielversprechender Anfang
Lesebrille67vor 2 Monaten

Die Geschichte hatte mich eigentlich sehr interessiert. Greer, eine junge Frau verliert ihren Job, nachdem sich auch schon ihr Lebensgefährte verabschiedet hat. Und sie beginnt mit ihrer kleinen Tochter ein neues Leben, weit weg von der Stadt auf einer Blaubeerplantage. Verständlich, dass da am Anfang einiges schief läuft und sie große Probleme bekommt. Nicht nur mit mit der Plantage, sondern auch mit dem alten Vorbesitzer, der sich weigert zu gehen. Das Ganze erinnerte mich sehr an einen Film mit Diane Keaton, die mit ihrem "geerbten" Baby auf eine Apfelplantage zieht und später daraus ein gut gehendes Unternehmen entstehen lässt. Aber leider erscheinen die Figuren im "Blaubeergarten" nicht so liebenswert, sondern etwas blass. Ihre Einstellungen und Entscheidungen sind schwer nachzuvollziehen, wie z. B. die Feindseligkeiten von Charlies Sohn Greer gegenüber oder das schwankende Interesse des Tierarztes. Hier hätte ich mir mehr pralles Leben gewünscht.

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Rezension zu "Der Blaubeergarten" von Glenna Thomson

Der Blaubeergarten
Klusivor 3 Monaten

Greer, die allein erziehende Mutter, hat gewaltige Probleme damit, Job, Privatleben und Kind zu organisieren und unter einen Hut zu bringen. Daneben muss sie erleben, dass sie sich auch auf „gute Freunde“ nicht verlassen kann, wenn es darum geht, ihre kleine Tochter versorgt zu wissen, während sie ihrem Job gerecht zu werden versucht. Auch die eigenwilligen Kunden, die auf Biegen und Brechen ihre Wünsche durchsetzen wollen, sind nicht dazu angetan, Greer das Leben zu erleichtern, im Gegenteil. Diese Wünsche gehen teilweise bis in Greers Privatsphäre, und ich habe mich anfangs wirklich gewundert, wieso die junge Frau alles so mit sich machen ließ. Aber sie war zu diesem Zeitpunkt auf ihr Gehalt angewiesen, da der Vater ihres Kindes sie verlassen hat, um sich selbst zu verwirklichen. Greer ist sich dessen bewusst und geht so manchen (faulen) Kompromiss ein. Als sie dann die Anzeige für ein altes Haus und eine Blaubeerplantage entdeckt und sich gleich darauf stürzt, wurde mir schon angst und bange, wie sie das denn überhaupt bewerkstelligen will, denn vom Blaubeeren-Anbau hatte sie bis dahin keinen blassen Schimmer. Dass sie den Mut aufbringt, sich in dieses Abenteuer zu stürzen, fand ich bewundernswert. Anfangs habe ich mir mit Greer ein wenig hart getan, denn mir fiel es schwer, sie einzuschätzen. Sie wirkte ein wenig emotionslos auf mich. Inzwischen bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass ihr Verhalten die direkte Antwort auf ihre damalige Lebenssituation war. Als sie dann mit Sophie in das alte Haus zieht und Charlie kennen lernt, wird Greer endlich sie selbst. Wie sich das Verhältnis zwischen ihr und dem früheren Besitzer entwickelt, hat mir sehr gut gefallen. Obwohl sie viel Neues lernen muss und obwohl sich rund um die Plantage und das Haus viele Probleme ergeben, wächst Greer über sich hinaus und kümmert sich liebevoll um den alten, kauzigen und schwer kranken Charlie. Greers Neuanfang, ihre finanziellen Sorgen und ihre Probleme, die der völlig fremde Alltag mit sich bringt, das alles schildert die Autorin sehr lebendig und realistisch. Die Art und Weise, wie die junge Frau mit Charlie umgeht und sich dabei auch nicht von seiner oft etwas ruppigen Art abschrecken lässt, hat mir die Protagonistin sehr sympathisch gemacht. Auch alle anderen Charaktere sind in ihrer Wesensart fein ausgearbeitet und so detailliert beschrieben, dass ich sie bildlich vor mir sehen konnte. Die Art, wie Glenna Thomson ihrer Geschichte Atmosphäre verleiht, wie sie die Schauplätze so farbenfroh und authentisch beschreibt, gefällt mir außerordentlich gut. Spätestens ab dem Umzug zur Plantage waren meine anfänglichen Vorbehalte ihr gegenüber völlig vergessen, und ich habe regelrecht mitgefiebert, ob alles nach Plan laufen wird. Der Roman hat mich nicht einfach nur unterhalten, sondern er hat mich emotional mitgenommen und mir bis zur letzten Seite keine Ruhe gelassen. Einerseits ist es ein kurzweiliger Wohlfühl-Roman, aber er hat auch ernste Seiten. Hier geht es nicht nur um einen Neuanfang, der alles andere als ein Honigschlecken ist, sondern daneben auch um eine verlorene Liebe, um Enttäuschungen, Existenzängste und darum, alten, kranken Menschen ihre Würde zu bewahren. Die Autorin bringt die ernsten und die leichten Themen ihres Romans gekonnt unter einen Hut und hat am Ende auch noch ein paar Überraschungen bereit. Die ausgiebigen Erklärungen zum Anbau und zur Ernte der Blaubeeren lassen ein großes Fachwissen bei der Autorin erahnen, was sich auch bestätigt, wenn man ihren Lebenslauf betrachtet, denn sie weiß genau, wovon sie schreibt. Alles in allem ist ihr hier ein außerordentlich schöner Debütroman gelungen, mit Protagonisten, die sich langsam aber sicher in mein Herz geschlichen haben.

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Rezension zu "Der Blaubeergarten" von Glenna Thomson

Unterhaltung mit Tiefgang
SusanneSH68vor 3 Monaten

Greer O'Reilly muss ihr Leben ändern: Mann weg, Job weg und keine Zeit für Tochter Sophie. Als Greer in der Zeitung von einem Landhaus mit Blaubeergarten liest, glaubt sie die Lösung gefunden zu haben. Doch was in der Annonce so idyllisch aussah, entpuppt sich als baufälliges Haus, das einen eigensinnigen Bewohner hat: Der 81-jährige Vorbesitzer Charlie weigert sich, den Ort zu verlassen, an dem er mit seiner verstorbenen Frau glücklich war. Greer steht plötzlich vor zwei ungelösten Fragen: Wie bewirtschaftet man Blaubeerfelder und wie bewegt man einen kauzigen alten Mann zum Auszug? Doch je länger sie zusammen wohnen, desto klarer wird Greer, wie wichtig Charlie für ihr Leben ist. Und dass sie von ihm viel über Freundschaft lernen kann.

Das Buch hat mich sehr positiv überrascht. Ich hatte leichte Unterhaltung erwartet. „Junge naive Frau übernimmt Blaubeerplantage und trifft auf kauzigen Vorbesitzer ihres Hauses“, so meine Erwartung. Aber das war nicht alles. Wie Greer sich um den schwerkranken Charlie kümmert und es ihm entgegen dem Willen seines Sohnes ermöglicht, an dem Ort zu bleiben, wo er seinen Lebensabend verbringen möchte, das hat mich schon sehr berührt und hatte für mich eine gewisse Tiefe in der Handlung gebracht. Daneben erfährt man einiges über Blaubeerplantagen und merkt, dass die Autorin weiß, worüber sie schreibt. Die Beschreibungen über die Arbeit auf der Plantage und die Erfahrungen mit den Erntehelfern, haben dann wieder einen gewissen Unterhaltungswert. Auf jeden Fall ist das Buch sehr gut lesen und vom Inhalt absolut lesenswert.

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