Glenway Wescott Der Wanderfalke

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Inhaltsangabe zu „Der Wanderfalke“ von Glenway Wescott

Frankreich, Ende der zwanziger Jahre. Der junge Schriftsteller Alwyn Tower zieht sich zu seiner Freundin aufs Land zurück. Da tauchen plötzlich die Cullens auf, exzentrische Landadelige aus Irland. Mrs Cullen ist eine leidenschaftliche Jägerin. Wo immer sie ist, führt sie ihren Jagdfalken Lucy mit sich. Sie liebt den Vogel abgöttisch, ihr Mann hasst ihn zutiefst.

Der schneidende Blick des Falken provoziert eine ganze Serie von spannungsgeladenen Auseinandersetzungen: in immer neuen Variationen bereden die Bewohner des Landsitzes Liebe und Treue, Leidenschaft und Betrug. Wunden brechen auf, Dramen nehmen ihren Lauf.

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  • Rezension zu "Der Wanderfalke" von Glenway Wescott

    Der Wanderfalke

    -sabine-

    10. February 2013 um 16:37

    Die Novelle spielt in Frankreich, Ende der 20er Jahre und handelt von den Geschehnissen eines Nachmittags: Das irische Ehepaar Cullen besucht den amerikanischen Ich-Erzähler und seine Freundin auf ihrem Landsitz. Mit dabei ist der Falke Lucy, denn Mrs. Cullen ist leidenschaftliche Jägerin. Lucy wird zum Angelpunkt aller Gespräche, löst Auseinandersetzungen aus, bringt Gefühle in Wallung und wird letztlich zum Sinnbild für Liebe und Treue, Leben und Tod. Sehr gut gefallen hat mir der Schreibstil – er ist ungewöhnlich, pointiert und treffsicher. In der ersten Hälfte der Geschichte passiert eigentlich nicht viel, dennoch macht es Freude zu lesen durch die scharfsinnigen Beobachtungen und ironischen Bemerkungen. Immer wieder habe ich innegehalten, um nachzudenken, genauer hinzusehen und zu schmunzeln. In der zweiten Hälfte des Buches kommt dann doch Bewegung in die Geschichte bis zu dem unerwarteten Ende, das den Ich-Erzähler und seine Freundin erst mal ratlos zurücklässt. Dass Lucy, der Falke, eigentlich den ganzen Nachmittag bestimmt und zum Mittelpunkt des Treffens wird, hat mir leider nicht gefallen. Der Vogel löst Kontroversen aus und lässt Gefühle aufwallen, zeigt die Liebesbeziehung der Cullens als Dreiecksgeschichte, aus der keiner auszubrechen wagt und scheint auch noch Symbol einer selbstgewählten Gefangenheit. Das alles war mir zu allegorisch, zu bildhaft und hat mich nicht gut unterhalten. Daher von mir leider nur 3,5 Sterne.

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