Gonzalo Giner

 3.5 Sterne bei 55 Bewertungen
Autor von Der Heiler der Pferde, Der Reiter der Stille und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Gonzalo Giner

Der Heiler der Pferde

Der Heiler der Pferde

 (30)
Erschienen am 19.12.2011
Der Reiter der Stille

Der Reiter der Stille

 (13)
Erschienen am 20.10.2014
Die letzte Reliquie

Die letzte Reliquie

 (12)
Erschienen am 13.11.2008
Die letzte Reliquie [sx2h]

Die letzte Reliquie [sx2h]

 (0)
Erschienen am 01.01.2007
La Cuarta Alianza / The Fouth Alliance

La Cuarta Alianza / The Fouth Alliance

 (0)
Erschienen am 30.11.2006

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TigorAs avatar

Rezension zu "Der Reiter der Stille" von Gonzalo Giner

Abwechslungsreich
TigorAvor 3 Jahren

Darum geht es:

Andalusien im Jahr 1522: Isabel, die Kammerzofe einer reichen Weingutbesitzerin wird verbotenerweise schwanger und bringt heimlich im Pferdestall einen Sohn zur Welt. Zuerst sieht es so aus, als wäre es zu spät und der kleine Junge tot zur Welt gekommen. Doch dann nähert sich ihm eines der Pferde, beschnuppert ihn und leckt ihn ab. Durch diese Massage kehrt der Kleine ins Leben zurück und die überglückliche Mutter tauft ihn Yago. Anschließend bringt sie ihn zu ihrer Schwester Aurelia in die Stadt, damit diese sich um ihn kümmert und die Hohen Herrschaften nichts davon mitbekommen. Doch Isabel kehrt danach nicht zurück zu ihrem Sohn und Aurelia muss sich allein um den Jungen kümmern. Was sich jedoch als sehr schwierig gestaltet, denn Yago ist anders. Er meidet soziale Kontakte, wirkt als würde er in seiner eigenen Welt leben, kann kaum sprechen und bekommt bei jeder Veränderung in seiner Umgebung einen panischen Anfall. Heillos überfordert weiß sich Aurelia nicht anders zu helfen, als Yago komplett wegzusperren. Glücklicherweise wird er eines Tages gefunden und zu Kartäusermönchen ins Kloster gebracht. Dort nimmt Yagos Schicksal seinen Lauf und auch sein besonderes Band zu den Pferden tritt immer deutlicher zu Tage.


So fand ich es:

Auf dieses Buch habe ich mich total gefreut, da ich die Thematik unglaublich interessant finde. Ein Junge mit Autismus / Asperger-Syndrom als historischer Pferdeflüsterer? Das Ganze dann noch in Spanien? Klang für mich nach einer interessanten und richtig schönen Geschichte. Was ich letztendlich bekommen habe, war im Grunde auch genau das, nur mit noch viel mehr Handlung und Nebenhandlung drumherum gestrickt. 

Die Nebenhandlungsstränge haben jedoch leider auch dazu beigetragen, dass es ein paar Längen gab und einfach auch zwischendrin immer mal wieder etwas passiert ist, was mich nicht so fesseln konnte. Am Interessantesten war eben für mich wirklich Yagos Schicksal und was ihm alles wiederfährt und wie er die Dinge wahrnimmt vor allem. Diese Stellen im Buch fand ich auch wirklich wunderbar rüber gebracht und spannend. Yago ist in jeder Hinsicht ein besonderer Junge und ich habe sehr mit ihm mitgelitten und mitgefiebert, denn zur damaligen Zeit war es für Menschen mit so einer Krankheit natürlich besonders schwierig das Leben zu bestreiten. Was ihm alles widerfährt und wie die Leute mit ihm umgehen, hat mich teilweise echt erschüttert. Einen Freund findet Yago zum Glück nicht nur in seinen geliebten Pferden, sondern auch in dem Kartäusermönch Camilo, den ich auch schnell ins Herz geschlossen habe, da er einfach so herzlich und offen ist.

Das die anderen Handlungsstränge uninteressant oder nicht wichtig gewesen wären, möchte ich an dieser Stelle allerdings auch nicht behaupten. Auch wenn sie sich deutlich zäher für mich als Leserin gestaltet haben, gab es aber auch hier durchaus lesenswerte Aspekte. So geht es hier beispielsweise auch um das Streben des jungen Adligen Don Luis nach noch mehr Macht und Reichtum, indem er die besten Pferde seiner Zucht nach Amerika verschifft, was zu damaliger Zeit wohl in höchstem Maße illegal war, gerade auch, weil es eben nur sehr wenige gute Pferde im eigenen Land gab. So kommt es auch, dass sich das Setting nicht nur auf Spanien beschränkt, sondern einige Begebenheiten auch auf Jamaika und bei der beschwerlichen Überfahrt auf dem Meer stattfinden. 
Neben Don Luis gibt es hier auch noch Fabián, einen Inspektor, der solche Vergehen wie die von Don Luis versucht aufzudecken. Und später auf Jamaika stößt auch der deutsche Offizier Volker von Wortmann zum Geschehen hinzu. Letzteren habe ich auch gerne verfolgt, weil er sehr sympathisch wirkt und auch so einige Erkenntnisse hinzugewinnt. Mit Fabián und Don Luis konnte ich dafür nur sehr wenig etwas anfangen.
.
Der eigentliche Kern der Geschichte, bzw. was ich mir vom Klappentext versprochen habe, nämlich Yagos Einsatz als Pferdeflüsterer, gewann dafür leider erst im letzten Viertel des Buches so richtig an Bedeutung. Natürlich kommt seine besondere Begabung mit den Tieren immer mal wieder zum Vorschein, doch der Weg dahin ist für ihn sehr weit und beschwerlich. Sehr oft kreist die Geschichte auch um das Thema Sklaverei, um den Handel zur damaligen Zeit, den Glauben und natürlich um Medizin. Ich hatte mir das irgendwie ein wenig anders vorgestellt, konnte aber letztendlich mit dem was ich bekommen habe gut umgehen und habe das Buch trotzdem sehr gerne gelesen. Nicht zuletzt auch, weil der Schreibstil wunderbar flüssig und ausdrucksvoll ist.


Mein Fazit:

Mal wieder ein historischer Roman, in dem die verschiedensten Handlungsstränge miteinander verwoben und viele Dinge gleichzeitig thematisiert werden. Einige Aspekte waren zwar weniger fesselnd als andere und es gab dadurch ein paar Längen, aber im Großen und Ganzen hat es mir super gefallen. Gerade Yagos Schicksal hat mich nicht kalt gelassen und ich habe seine Entwicklung gerne verfolgt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Aleshanees avatar

Rezension zu "Der Reiter der Stille" von Gonzalo Giner

Manchmal langatmig, aber auch sehr beeindruckend!
Aleshaneevor 3 Jahren

3,5 Sterne

Zum Inhalt

Andalusien, 1522

In einem Stall entbindet die unverheiratete Magd den kleinen Yago, entsprungen aus einem sehr flüchtigen Verhältnis mit dem angesehenen Plantagenbesitzer Luis Espinosa. Doch ebenso wie die Umstände seiner Geburt ist auch sein weiteres Leben von Schmerz und Enttäuschungen geprägt.
Durch die grausame Erziehung seiner Tante und seinem daraus folgenden Unvermögen, sich anderen Menschen mitzuteilen, ist Yago ein nahezu unmenschlicher Weg bereitet worden, der ihn an den Rand der Gesellschaft drängt und der Willkür seiner Mitmenschen aussetzt.
Ein paar kleine, zarte Lichtblicke schaffen es jedoch, ihn aus seiner in sich zurückgezogenen Welt hervorzulocken und die enge Verbundenheit zu Pferden rettet ihm nicht nur mehrfach das Leben, sondern zeigt ihm auch eine Chance zu entdecken, wer er wirklich ist.

Meine Meinung

Ich muss ja gestehen, dass ich hier im ersten Moment von dem Cover total begeistert war. Die Farben und das Arrangement haben mich sofort angesprungen und auch die Geschichte hat sich spannend angehört.

Der Klappentext verrät leider meiner Meinung nach etwas zuviel. Deshalb war ich am Anfang etwas enttäuscht, weil ich nicht mit so einer ausführlichen "Vorgeschichte" gerechnet hatte. Ich konnte mich dann aber recht schnell darauf einstellen und fand gerade die Passagen um Yago faszinierend, gleichzeitig aber auch erschreckend. Was er hier erleben muss ist an Grausamkeiten kaum noch zu überbieten und ich habe sehr mit ihm mitgelitten. Umso beeindruckender fand ich, wie er es trotz seines Autismus immer wieder schafft, zaghafte Verbindungen mit der "Außenwelt" zu knüpfen und sich einer Normalität anzunähern, die ihm seit seiner Geburt verwehrt worden ist.
In Einsamkeit und ohne Liebe aufzuwachsen, misshandelt und gefangen in beständiger Angst und Hilflosigkeit - ein Schicksal unter vielen zur damaligen Zeit, dass der Autor hier mit viel Feingefühl und Anschaulichkeit erzählt hat.

Es gab aber auch noch andere Handlungsstränge, die mich nicht alle gleichermaßen begeistern konnten

- Das Leben von Yagos Vater, Luis Espinosa, der sich dem Ziel von Reichtum und Macht verschrieben hat und dazu über Leichen geht.
- Fabián Mandrago, ein Inspekteur, der Luis Machenschaften auf der Spur ist
- Der Kartäusermönch Camilo, der durch sein Mitgefühl eine große Rolle in Yagos Leben spielen wird und
- Volker von Wortmann, ein deutscher Offizier und Kommandant der Leibgarde des Vizekönigs von Neapel, der eine große Wandlung durchmacht.

Das sind nur einige, denn auf Yagos Reise begegnen ihm noch viele weitere Figuren, die ihn in die tiefsten Abgründe der menschlichen Hölle führen, aber auch einige, die ihn wieder daraus hervorlocken.

Viele Themen wurden in der Handlung angeschnitten; die Pferdezucht, der Glaube, die Seefahrt, die Sklaven, Krankheiten und Medizin, die Regierung, die Musik, die Kunst ... ein wirklich vielfältiges Spektrum, das aber sehr gut aufeinander abgestimmt war und sich auch wunderbar miteinander verwoben hat. Trotzdem waren mir einige Abschnitte zu langatmig und ich musste mich beim Lesen doch manchmal überwinden. Manche Wendungen und Verläufe sind mir zu umständlich gewesen und es gab auch sehr viele Zufälle, auch wenn sie geschickt kaschiert worden sind.
Manchmal hatte ich den Gedanken, dass es etwas zu viel war, was Yago in seinem Leben passiert ist, das soviel Unglück einem einzelnen Menschen gar nicht passieren kann! Dadurch war es aber auch umso realistischer, denn die damalige Zeit ist eben auch in vielerlei Hinsicht genau so gewesen.

Die Bewertung ist mir hier sehr schwer gefallen, weil gerade der Lebensweg von Yago mir imponiert hat und eindrucksvolle Momente geschaffen wurden; demgegenüber aber auch vieles andere streckenweise zäh und für mich leider auch langweilig war. Am liebsten würde ich die Sterne komplett weglassen - aber da ich es auf anderen Plattformen eh angeben "muss", hab ich mich für eine Zwischenlösung entschieden. Wirklich zufrieden bin ich damit aber auch nicht.

Fazit

Beeindruckende und gut recherchierte Geschichte um Yago, der kaum Chancen hatte, ein menschenwürdiges Leben zu führen. Sein besonderes Gespür zu Pferden hat ihm jedoch einen Ausweg gezeigt, der ihm immer wieder den Mut gegeben hat, weiterzumachen und seinen Weg zu finden.

© Aleshanee
Weltenwanderer

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Hanny3660s avatar

Rezension zu "Der Reiter der Stille" von Gonzalo Giner

Rezension: Der Reiter der Stille
Hanny3660vor 4 Jahren

Titel: Der Reiter der Stille

Autor: Gonzalo Giner

Verlag: blanvalet

Genre: Historischer Roman

Seiten: 768

Einband: Taschenbuch

Preis: 9,99

Bestellen ? Hier








Für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares danke ich dem blanvalet !



Buch

Es geht um eine Region auf der Welt mit der ich bis her noch nicht in Kontakt gekommen bin, weder mit Büchern / Geschichten oder anderen Sachen, dem nach weiß ich noch garnicht ob es etwas für mich ist. Trotzdem bin ich gespannt, weil ich die Gesellschaftlichen Regeln dieser Zeit noch nicht kenne.


Autor






Der spanische Bestsellerautor Gonzalo Giner wurde 1962 in Madrid geboren. Seit der praktizierende Tierarzt vor einigen Jahren seine Leidenschaft für das Schreiben entdeckte, erfreut er Leser wie Kritik mit spannenden Historienromanen. In "Der Reiter der Stille" verleiht er dabei seiner Liebe für Pferde und seinem Interesse an der Geschichte Spaniens Ausdruck. In Deutschland veröffentliche Gonzalo Giner zuletzt sehr erfolgreich den Roman "Der Heiler der Pferde", der ebenfalls bei Blanvalet erschien.


(Vita blanvalet)





Inhalt

Klappentext:

 

Der erste Pferdeflüsterer der Geschichte zwischen Liebe und Abenteuer Andalusien, 1522. In einem Stall wird heimlich ein Kind geboren. Ein Pferd beschnuppert es und haucht ihm den ersten Atem ein ... So beginnt das unvergleichliche Leben Yagos, eines Mannes, der sich mit einer Gabe über alle Schicksalsschläge hinwegsetzt: seinem Gespür für Pferde. Auf einem Kartäusergestüt erlebt Yago den Beginn der Zucht der Andalusier, doch dann verschlägt ihn ein Überfall an Bord eines Schiffes in die Kolonien. Auf seiner Reise durch eine Welt im Aufbruch erwartet ihn sein größtes Abenteuer: die Liebe.


Meine Meinung

Der Anfang hat mich nicht so sehr gefangen wie man es sich eigentlich vorstellen kann, es fehlt das Gefühl für die Situation. Es sind zwar Emotionen an der passenden Stelle, aber es ist eben nur eingeschoben und so kamen mir die restlichen 750 Seiten vor wie ein Berg den man nie bewältigen kann. Es ist seit langem mal  wieder ein Buch von einem Männlichen Autor und ich kam ins grübeln, liegt diese probiert im Schreibst die ich am Anfang von "Reiter der Stille" empfunden habe von dem Unterschied zwischen männlichen und erblichen Autoren ? Macht das Geschlecht einen Unterschied beim schreiben aus ? 



Man begleitet Yago Wort wörtlich vom Beginn an. Auf den ersten Seiten wird Yago geboren, da beginnen die außergewöhnlichen Ereignisse. Desweiteren liest man über die Jahre lange Misshandlung des Jungen. Etwas was ich kaum ertragen kann. Sein Vater tötet seine Mutter. 

Wie die Menschen mit Yago umgehen ist für mich einfach grauenvoll.

Der Schreibstil ist wirklich deprimierend und hat keinen Schwung um einen durch dieses traurige Schicksal des Jungen zu führen. Es fehlt die Motivation. Ich würde am liebsten das Buch abbrechen, aber ich schlage mich für euch weiter durch.

 Es ist wirklich ein Buch mit viel Drama, Gewalt gegen über Tier und Kind. Gerade das und der Schreibstil der nicht im geringsten dazu beiträgt durch ein so schweres Thema führen kann.

Für mich ist es einfach ein schreckliches Buch, es zieht sich so eintönig durch, das ich nicht verstehen kann wie ich es bis zum ende geschafft habe.

Spanien und die Zeit in der die Geschichte spielt liegen mir nicht und scheinbar auch nicht die Ansichten des spanischen Autors. Wie ein Tierarzt so über Pferde schreiben kann ist mir unverständlich, dazu kommt das ich mit der Spanischen Geschichte nicht so vertraut bin. Das ich sagen könnte ob manche Sachen seiner Fantasy entspringen oder damals so waren.

Es gibt allerdings auch die andere Seite im Buch, in der Yago nicht leiden muss und gequält wird, das war etwas die Entschädigung zu dem gegenteiligen das man erlebt. Das der am Anfang kleine Junge aus der Höhle , doch Leute findet die ihn mögen helfen und lieben, hätte ich nicht gedacht. Doch es lässt mich nicht vergessen was der Autor scheinbar in anderen Menschen gesehen hat.

Für das schlichte schöne Cover gibt es von mir noch einen kleinen Bonuspunkt und so komme ich in meiner Rechnung leider nur auf 2 von 5 Punkten.


Fazit

Man lernt die Menscheid von einer Seite kennen die ich mehr als bestürzend und bedrückend finde und auch so nie vorgestellt habe, man sollte sich zweimal überlegen ob das Buch was für einen ist. Für mich leider nicht, den der Schreibstil ist für mich zu trocken und unpersönlich und kann mich nicht mitreißen. Für Fan´s der spanischen Geschichte noch etwas oder für Leute die mit dieser Langatmigkeit gut zurecht kommen. Da eben alle verschiedene Geschmäcker habe will ich das Buch niemanden madig machen.

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