Der Reiter der Stille

von Gonzalo Giner 
4,0 Sterne bei13 Bewertungen
Der Reiter der Stille
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Teils sehr langatmig, gespickt mit Fachbegriffen, aber trotzdem fesselnd; haben mich die letzten beiden Seiten zum Heulen gebracht.

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Schöne, abenteuerliche Geschichte mit vielen Hochs und Tiefs. Sprachlich jedoch an manchen Stellen gewöhnungsbedürftig.

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Inhaltsangabe zu "Der Reiter der Stille"

Die packende Geschichte des ersten Pferdeflüsterers der Welt

Andalusien, 1522. In einem Stall wird heimlich ein Kind geboren. Ein Pferd beschnuppert es und haucht ihm den ersten Atem ein ... So beginnt das unvergleichliche Leben Yagos, eines Mannes, der sich mit einer Gabe über alle Schicksalsschläge hinwegsetzt: seinem Gespür für Pferde. Auf einem Kartäusergestüt erlebt Yago den Beginn der Zucht der Andalusier, doch dann verschlägt ihn ein Überfall an Bord eines Schiffes in die Kolonien. Auf seiner Reise durch eine Welt im Aufbruch erwartet ihn sein größtes Abenteuer: die Liebe.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442383993
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:768 Seiten
Verlag:Blanvalet
Erscheinungsdatum:20.10.2014

Rezensionen und Bewertungen

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    TigorAs avatar
    TigorAvor 3 Jahren
    Abwechslungsreich

    Darum geht es:

    Andalusien im Jahr 1522: Isabel, die Kammerzofe einer reichen Weingutbesitzerin wird verbotenerweise schwanger und bringt heimlich im Pferdestall einen Sohn zur Welt. Zuerst sieht es so aus, als wäre es zu spät und der kleine Junge tot zur Welt gekommen. Doch dann nähert sich ihm eines der Pferde, beschnuppert ihn und leckt ihn ab. Durch diese Massage kehrt der Kleine ins Leben zurück und die überglückliche Mutter tauft ihn Yago. Anschließend bringt sie ihn zu ihrer Schwester Aurelia in die Stadt, damit diese sich um ihn kümmert und die Hohen Herrschaften nichts davon mitbekommen. Doch Isabel kehrt danach nicht zurück zu ihrem Sohn und Aurelia muss sich allein um den Jungen kümmern. Was sich jedoch als sehr schwierig gestaltet, denn Yago ist anders. Er meidet soziale Kontakte, wirkt als würde er in seiner eigenen Welt leben, kann kaum sprechen und bekommt bei jeder Veränderung in seiner Umgebung einen panischen Anfall. Heillos überfordert weiß sich Aurelia nicht anders zu helfen, als Yago komplett wegzusperren. Glücklicherweise wird er eines Tages gefunden und zu Kartäusermönchen ins Kloster gebracht. Dort nimmt Yagos Schicksal seinen Lauf und auch sein besonderes Band zu den Pferden tritt immer deutlicher zu Tage.


    So fand ich es:

    Auf dieses Buch habe ich mich total gefreut, da ich die Thematik unglaublich interessant finde. Ein Junge mit Autismus / Asperger-Syndrom als historischer Pferdeflüsterer? Das Ganze dann noch in Spanien? Klang für mich nach einer interessanten und richtig schönen Geschichte. Was ich letztendlich bekommen habe, war im Grunde auch genau das, nur mit noch viel mehr Handlung und Nebenhandlung drumherum gestrickt. 

    Die Nebenhandlungsstränge haben jedoch leider auch dazu beigetragen, dass es ein paar Längen gab und einfach auch zwischendrin immer mal wieder etwas passiert ist, was mich nicht so fesseln konnte. Am Interessantesten war eben für mich wirklich Yagos Schicksal und was ihm alles wiederfährt und wie er die Dinge wahrnimmt vor allem. Diese Stellen im Buch fand ich auch wirklich wunderbar rüber gebracht und spannend. Yago ist in jeder Hinsicht ein besonderer Junge und ich habe sehr mit ihm mitgelitten und mitgefiebert, denn zur damaligen Zeit war es für Menschen mit so einer Krankheit natürlich besonders schwierig das Leben zu bestreiten. Was ihm alles widerfährt und wie die Leute mit ihm umgehen, hat mich teilweise echt erschüttert. Einen Freund findet Yago zum Glück nicht nur in seinen geliebten Pferden, sondern auch in dem Kartäusermönch Camilo, den ich auch schnell ins Herz geschlossen habe, da er einfach so herzlich und offen ist.

    Das die anderen Handlungsstränge uninteressant oder nicht wichtig gewesen wären, möchte ich an dieser Stelle allerdings auch nicht behaupten. Auch wenn sie sich deutlich zäher für mich als Leserin gestaltet haben, gab es aber auch hier durchaus lesenswerte Aspekte. So geht es hier beispielsweise auch um das Streben des jungen Adligen Don Luis nach noch mehr Macht und Reichtum, indem er die besten Pferde seiner Zucht nach Amerika verschifft, was zu damaliger Zeit wohl in höchstem Maße illegal war, gerade auch, weil es eben nur sehr wenige gute Pferde im eigenen Land gab. So kommt es auch, dass sich das Setting nicht nur auf Spanien beschränkt, sondern einige Begebenheiten auch auf Jamaika und bei der beschwerlichen Überfahrt auf dem Meer stattfinden. 
    Neben Don Luis gibt es hier auch noch Fabián, einen Inspektor, der solche Vergehen wie die von Don Luis versucht aufzudecken. Und später auf Jamaika stößt auch der deutsche Offizier Volker von Wortmann zum Geschehen hinzu. Letzteren habe ich auch gerne verfolgt, weil er sehr sympathisch wirkt und auch so einige Erkenntnisse hinzugewinnt. Mit Fabián und Don Luis konnte ich dafür nur sehr wenig etwas anfangen.
    .
    Der eigentliche Kern der Geschichte, bzw. was ich mir vom Klappentext versprochen habe, nämlich Yagos Einsatz als Pferdeflüsterer, gewann dafür leider erst im letzten Viertel des Buches so richtig an Bedeutung. Natürlich kommt seine besondere Begabung mit den Tieren immer mal wieder zum Vorschein, doch der Weg dahin ist für ihn sehr weit und beschwerlich. Sehr oft kreist die Geschichte auch um das Thema Sklaverei, um den Handel zur damaligen Zeit, den Glauben und natürlich um Medizin. Ich hatte mir das irgendwie ein wenig anders vorgestellt, konnte aber letztendlich mit dem was ich bekommen habe gut umgehen und habe das Buch trotzdem sehr gerne gelesen. Nicht zuletzt auch, weil der Schreibstil wunderbar flüssig und ausdrucksvoll ist.


    Mein Fazit:

    Mal wieder ein historischer Roman, in dem die verschiedensten Handlungsstränge miteinander verwoben und viele Dinge gleichzeitig thematisiert werden. Einige Aspekte waren zwar weniger fesselnd als andere und es gab dadurch ein paar Längen, aber im Großen und Ganzen hat es mir super gefallen. Gerade Yagos Schicksal hat mich nicht kalt gelassen und ich habe seine Entwicklung gerne verfolgt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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    Aleshanees avatar
    Aleshaneevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Hier war ich sehr hin- und hergerissen zwischen beeindruckenden Szenen und langatmigen Passagen
    Manchmal langatmig, aber auch sehr beeindruckend!

    3,5 Sterne

    Zum Inhalt

    Andalusien, 1522

    In einem Stall entbindet die unverheiratete Magd den kleinen Yago, entsprungen aus einem sehr flüchtigen Verhältnis mit dem angesehenen Plantagenbesitzer Luis Espinosa. Doch ebenso wie die Umstände seiner Geburt ist auch sein weiteres Leben von Schmerz und Enttäuschungen geprägt.
    Durch die grausame Erziehung seiner Tante und seinem daraus folgenden Unvermögen, sich anderen Menschen mitzuteilen, ist Yago ein nahezu unmenschlicher Weg bereitet worden, der ihn an den Rand der Gesellschaft drängt und der Willkür seiner Mitmenschen aussetzt.
    Ein paar kleine, zarte Lichtblicke schaffen es jedoch, ihn aus seiner in sich zurückgezogenen Welt hervorzulocken und die enge Verbundenheit zu Pferden rettet ihm nicht nur mehrfach das Leben, sondern zeigt ihm auch eine Chance zu entdecken, wer er wirklich ist.

    Meine Meinung

    Ich muss ja gestehen, dass ich hier im ersten Moment von dem Cover total begeistert war. Die Farben und das Arrangement haben mich sofort angesprungen und auch die Geschichte hat sich spannend angehört.

    Der Klappentext verrät leider meiner Meinung nach etwas zuviel. Deshalb war ich am Anfang etwas enttäuscht, weil ich nicht mit so einer ausführlichen "Vorgeschichte" gerechnet hatte. Ich konnte mich dann aber recht schnell darauf einstellen und fand gerade die Passagen um Yago faszinierend, gleichzeitig aber auch erschreckend. Was er hier erleben muss ist an Grausamkeiten kaum noch zu überbieten und ich habe sehr mit ihm mitgelitten. Umso beeindruckender fand ich, wie er es trotz seines Autismus immer wieder schafft, zaghafte Verbindungen mit der "Außenwelt" zu knüpfen und sich einer Normalität anzunähern, die ihm seit seiner Geburt verwehrt worden ist.
    In Einsamkeit und ohne Liebe aufzuwachsen, misshandelt und gefangen in beständiger Angst und Hilflosigkeit - ein Schicksal unter vielen zur damaligen Zeit, dass der Autor hier mit viel Feingefühl und Anschaulichkeit erzählt hat.

    Es gab aber auch noch andere Handlungsstränge, die mich nicht alle gleichermaßen begeistern konnten

    - Das Leben von Yagos Vater, Luis Espinosa, der sich dem Ziel von Reichtum und Macht verschrieben hat und dazu über Leichen geht.
    - Fabián Mandrago, ein Inspekteur, der Luis Machenschaften auf der Spur ist
    - Der Kartäusermönch Camilo, der durch sein Mitgefühl eine große Rolle in Yagos Leben spielen wird und
    - Volker von Wortmann, ein deutscher Offizier und Kommandant der Leibgarde des Vizekönigs von Neapel, der eine große Wandlung durchmacht.

    Das sind nur einige, denn auf Yagos Reise begegnen ihm noch viele weitere Figuren, die ihn in die tiefsten Abgründe der menschlichen Hölle führen, aber auch einige, die ihn wieder daraus hervorlocken.

    Viele Themen wurden in der Handlung angeschnitten; die Pferdezucht, der Glaube, die Seefahrt, die Sklaven, Krankheiten und Medizin, die Regierung, die Musik, die Kunst ... ein wirklich vielfältiges Spektrum, das aber sehr gut aufeinander abgestimmt war und sich auch wunderbar miteinander verwoben hat. Trotzdem waren mir einige Abschnitte zu langatmig und ich musste mich beim Lesen doch manchmal überwinden. Manche Wendungen und Verläufe sind mir zu umständlich gewesen und es gab auch sehr viele Zufälle, auch wenn sie geschickt kaschiert worden sind.
    Manchmal hatte ich den Gedanken, dass es etwas zu viel war, was Yago in seinem Leben passiert ist, das soviel Unglück einem einzelnen Menschen gar nicht passieren kann! Dadurch war es aber auch umso realistischer, denn die damalige Zeit ist eben auch in vielerlei Hinsicht genau so gewesen.

    Die Bewertung ist mir hier sehr schwer gefallen, weil gerade der Lebensweg von Yago mir imponiert hat und eindrucksvolle Momente geschaffen wurden; demgegenüber aber auch vieles andere streckenweise zäh und für mich leider auch langweilig war. Am liebsten würde ich die Sterne komplett weglassen - aber da ich es auf anderen Plattformen eh angeben "muss", hab ich mich für eine Zwischenlösung entschieden. Wirklich zufrieden bin ich damit aber auch nicht.

    Fazit

    Beeindruckende und gut recherchierte Geschichte um Yago, der kaum Chancen hatte, ein menschenwürdiges Leben zu führen. Sein besonderes Gespür zu Pferden hat ihm jedoch einen Ausweg gezeigt, der ihm immer wieder den Mut gegeben hat, weiterzumachen und seinen Weg zu finden.

    © Aleshanee
    Weltenwanderer

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    Hanny3660s avatar
    Hanny3660vor 4 Jahren
    Rezension: Der Reiter der Stille

    Titel: Der Reiter der Stille

    Autor: Gonzalo Giner

    Verlag: blanvalet

    Genre: Historischer Roman

    Seiten: 768

    Einband: Taschenbuch

    Preis: 9,99

    Bestellen ? Hier








    Für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares danke ich dem blanvalet !



    Buch

    Es geht um eine Region auf der Welt mit der ich bis her noch nicht in Kontakt gekommen bin, weder mit Büchern / Geschichten oder anderen Sachen, dem nach weiß ich noch garnicht ob es etwas für mich ist. Trotzdem bin ich gespannt, weil ich die Gesellschaftlichen Regeln dieser Zeit noch nicht kenne.


    Autor






    Der spanische Bestsellerautor Gonzalo Giner wurde 1962 in Madrid geboren. Seit der praktizierende Tierarzt vor einigen Jahren seine Leidenschaft für das Schreiben entdeckte, erfreut er Leser wie Kritik mit spannenden Historienromanen. In "Der Reiter der Stille" verleiht er dabei seiner Liebe für Pferde und seinem Interesse an der Geschichte Spaniens Ausdruck. In Deutschland veröffentliche Gonzalo Giner zuletzt sehr erfolgreich den Roman "Der Heiler der Pferde", der ebenfalls bei Blanvalet erschien.


    (Vita blanvalet)





    Inhalt

    Klappentext:

     

    Der erste Pferdeflüsterer der Geschichte zwischen Liebe und Abenteuer Andalusien, 1522. In einem Stall wird heimlich ein Kind geboren. Ein Pferd beschnuppert es und haucht ihm den ersten Atem ein ... So beginnt das unvergleichliche Leben Yagos, eines Mannes, der sich mit einer Gabe über alle Schicksalsschläge hinwegsetzt: seinem Gespür für Pferde. Auf einem Kartäusergestüt erlebt Yago den Beginn der Zucht der Andalusier, doch dann verschlägt ihn ein Überfall an Bord eines Schiffes in die Kolonien. Auf seiner Reise durch eine Welt im Aufbruch erwartet ihn sein größtes Abenteuer: die Liebe.


    Meine Meinung

    Der Anfang hat mich nicht so sehr gefangen wie man es sich eigentlich vorstellen kann, es fehlt das Gefühl für die Situation. Es sind zwar Emotionen an der passenden Stelle, aber es ist eben nur eingeschoben und so kamen mir die restlichen 750 Seiten vor wie ein Berg den man nie bewältigen kann. Es ist seit langem mal  wieder ein Buch von einem Männlichen Autor und ich kam ins grübeln, liegt diese probiert im Schreibst die ich am Anfang von "Reiter der Stille" empfunden habe von dem Unterschied zwischen männlichen und erblichen Autoren ? Macht das Geschlecht einen Unterschied beim schreiben aus ? 



    Man begleitet Yago Wort wörtlich vom Beginn an. Auf den ersten Seiten wird Yago geboren, da beginnen die außergewöhnlichen Ereignisse. Desweiteren liest man über die Jahre lange Misshandlung des Jungen. Etwas was ich kaum ertragen kann. Sein Vater tötet seine Mutter. 

    Wie die Menschen mit Yago umgehen ist für mich einfach grauenvoll.

    Der Schreibstil ist wirklich deprimierend und hat keinen Schwung um einen durch dieses traurige Schicksal des Jungen zu führen. Es fehlt die Motivation. Ich würde am liebsten das Buch abbrechen, aber ich schlage mich für euch weiter durch.

     Es ist wirklich ein Buch mit viel Drama, Gewalt gegen über Tier und Kind. Gerade das und der Schreibstil der nicht im geringsten dazu beiträgt durch ein so schweres Thema führen kann.

    Für mich ist es einfach ein schreckliches Buch, es zieht sich so eintönig durch, das ich nicht verstehen kann wie ich es bis zum ende geschafft habe.

    Spanien und die Zeit in der die Geschichte spielt liegen mir nicht und scheinbar auch nicht die Ansichten des spanischen Autors. Wie ein Tierarzt so über Pferde schreiben kann ist mir unverständlich, dazu kommt das ich mit der Spanischen Geschichte nicht so vertraut bin. Das ich sagen könnte ob manche Sachen seiner Fantasy entspringen oder damals so waren.

    Es gibt allerdings auch die andere Seite im Buch, in der Yago nicht leiden muss und gequält wird, das war etwas die Entschädigung zu dem gegenteiligen das man erlebt. Das der am Anfang kleine Junge aus der Höhle , doch Leute findet die ihn mögen helfen und lieben, hätte ich nicht gedacht. Doch es lässt mich nicht vergessen was der Autor scheinbar in anderen Menschen gesehen hat.

    Für das schlichte schöne Cover gibt es von mir noch einen kleinen Bonuspunkt und so komme ich in meiner Rechnung leider nur auf 2 von 5 Punkten.


    Fazit

    Man lernt die Menscheid von einer Seite kennen die ich mehr als bestürzend und bedrückend finde und auch so nie vorgestellt habe, man sollte sich zweimal überlegen ob das Buch was für einen ist. Für mich leider nicht, den der Schreibstil ist für mich zu trocken und unpersönlich und kann mich nicht mitreißen. Für Fan´s der spanischen Geschichte noch etwas oder für Leute die mit dieser Langatmigkeit gut zurecht kommen. Da eben alle verschiedene Geschmäcker habe will ich das Buch niemanden madig machen.

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    Klusis avatar
    Klusivor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein fesselnder historischer Roman, von einem besonderen Jungen, der den Pferden in die Seele schauen konnte.
    Der Reiter der Stille

    Die Geschichte beginnt im Jahr 1522, im südlichen Spanien. In einem Pferdestall kommt ein Kind zur Welt. Es handelt sich um den Protagonisten des Romans. Seinen ersten Atemzug tut der kleine Yago in Gegenwart eines Pferdes, und zu diesen edlen Tieren hat er auch von Anfang an eine ganz besondere Beziehung. Im Roman begleitet man Yago fast drei Jahrzehnte auf seinem Lebensweg, und dieser ist nicht einfach. Der Junge ist anders, denn schon frühzeitig zeigen sich bei ihm autistische Züge. Autismus war zur damaligen Zeit noch völlig unbekannt, und so wurde Yago schon im Kindesalter als sehr sonderbar, sogar als schwachsinnig, betrachtet. In den ersten Jahren lernt er keine Liebe oder Zuneigung, sondern nur Einsamkeit und Leid kennen, und da er es nicht anders kennt, hält er es für normal. Erst die Begegnung mit dem Kartäusermönch Camilo zeigt dem Jungen, dass das Leben auch ganz anders sein kann. Durch Camilo erfährt er Zuneigung und Freundschaft, aber immer wieder treten Ereignisse in seinem Leben ein, die ihn einem ungewissen, elenden Schicksal ausliefern und mit Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit erfüllen. Es dauert sehr lange, bis Yago seine Bestimmung und seinen Platz im Leben findet und erkennt, dass auch er geliebt und gebraucht wird.

    Mit Yago hat dieser Roman einen außergewöhnlichen Helden, der einerseits, bedingt durch seine autistischen Züge, oft auf Hilfe und Unterstützung angewiesen ist, der aber auch mit jedem Schicksalsschlag, den er erleidet, stärker wird. „Der Reiter der Stille“ ist für mich nicht nur ein historischer Roman, sondern ich betrachte ihn auch als Entwicklungsroman, denn es ist faszinierend, Yago bei seinen Erfahrungen zu begleiten und zu sehen, wie er sein Leben meistert. Auch sonst hat die Geschichte viele interessante Charaktere zu bieten, positive wie auch negative. Yago findet Menschen, die Verständnis für ihn haben, ja er erfährt sogar, was Liebe ist. Aber es gibt auch die andere Seite im Roman, wo Herzlosigkeit und Brutalität an der Tagesordnung ist, wo ohne Skrupel Menschen gequält und vermarktet werden. In Yagos Leben sieht es lange Zeit so aus, als würden die schlimmen Erfahrungen überwiegen. Einzig bei den Pferden findet er immer Zuflucht und Trost. Er verfügt über die einzigartige Fähigkeit, diesen Tieren in die Seele zu blicken. Ich muss gestehen, dass ich mich mit Pferden bisher kaum beschäftigt habe und auch nicht auskenne, worauf es bei der Zucht und Dressur dieser Tiere ankommt. Hier merkt man sehr klar, dass der Autor praktizierender Tierarzt ist und weiß, wovon er schreibt. Wie er die Verhaltensweisen und Wesensarten der verschiedenen Rassen erklärt, ist für mich gut nachvollziehbar und interessant dargestellt. Auch die historischen Hintergründe sind mit einer Fülle von Informationen ausgeführt. Das Zeitalter der Renaissance, wo man Pferde nicht mehr nur nach ihrem Nutzen sondern auch aufgrund ihrer Schönheit und Anmut betrachtete und würdigte, wird hier sehr lebendig und farbenprächtig geschildert. Nicht zuletzt das Thema Autismus, mit dem sich der Autor sehr intensiv auseinandersetzt, macht diesen Roman zu einem fesselnden Leseerlebnis. Auf über 700 Seiten ist die Vielfalt menschlicher Taten und Erkenntnisse ausgebreitet. Da geht es um Liebe und Treue, um Ehre und Mut, aber auch um Verrat, Intrigen und Gewalt. Der geradlinige, unkomplizierte Schreibstil und die vielfältige, packende Handlung machen das Buch zu einem mitreißenden Pageturner.   

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    Mone80s avatar
    Mone80vor 5 Jahren
    Der Reiter der Stille

    Yago wird heimlich und unter schlechten Bedingungen im Stall geboren. Als man glaubte er sei tot, hauchte ihm ein Pferd Leben in den kleinen Körper und von dem Zeitpunkt an, hatte er eine intensive Bindung zu diesen Tieren. Doch sein Leben ist ein ständiger Kampf, ein Kampf nach Liebe und Ruhe. Diese findet er bei dem Mönchen Camilo, doch schon bald, steht sein Leben erneut vor dem Scheiterhaufen und alles was ihm bleibt, ist die besondere Bindung zu den Pferden.



    Durch mehrere Handlungstränge entsteht ein ständiger Wechsel in diesem Buch. Yago ist dabei einer der Hauptprotagonisten, der so viel durchmachen muss. Während seiner Zeit in Spanien wird er gehänselt, missbraucht, verachtet und durch als er durch Umstände auf Jamaika landet, wird er versklavt. Der Autor beschreibt auf schockierende Weise, die Versklavung und das Leben der Sklaven auf einer Plantage.
    "Yago wusste nicht, dass er Indioland betreten hatte- Sklavenland." (Seite 256)
     
    Dann gibt es noch Don Luis Espinosa, einer der fragwürdigen Gestalten. Ein Mensch der auf Macht aus ist und vor nichts zurückschreckt. Ihm Gegenüber wird der junge Mann Fabián Mandrago gestellt, der sich für das Recht einsetzt und von den Machenschaften von Don Luis und seinen Freunden erfährt. Doch bevor er diese aufdecken kann, wiederfährt ihm Schlimmes und nach Jahren, bekommt er seine Chance auf Rache.
    "Ohne zu wissen, hatte dieser Mann gerade dafür gesorgt, dass er ein gutes Stück schneller zu seiner Rache kam." (Seite 151)

    Die Personen werden so gut beschrieben, dass man sie sich immer sehr gut vorstellen kann. Ob mit guten oder schlechten Absichten ist dem Leser schnell klar. Nur bei einigen offenbart sich das wahre Gesicht erst später und dies gibt dann einen kleinen Schockeffekt. Durch die detallierte Schilderung der Umgebung, reift nach kurzer Zeit ein Film im Kopf an und man vergisst die Zeit während des Lesens. Leider sind diese Stellen auch manchmal ein wenig langatmig und das nimmt dann die Spannung. Besonders an Stellen, wo man es kaum erwartet, reißt die Spannung durch eine genaue Personenbeschreibung ab. Manchmal ist weniger mehr.

    Das Leben von Yago ist bildhaft beschrieben. Von der ersten Minute an können wir ihn heranwachsen sehen und bekommen mit, welch eine Odyssee er in jungen Jahren schon durch machen muss. Schnell war mir beim Lesen klar, dass Yago ein Autist ist und mir wurde es ganz schwer ums Herz, wenn man dann liest, wie mit ihm umgegangen ist. Erst durch das Auftauchen von Bruder Camilo ändert sich etwas in seinem Leben. Er nimmt sich seiner an und Yago scheint ihm einen Platz in seiner Welt zu schaffen.

    "Yago, ich glaube, wir beide werden gute Freunde."(Seite 146)

    Die Worte von Bruder Camilo taten so gut beim Lesen, denn Yago hat bis zu diesen Worten nur Leid erfahren. Sei es körperliche Züchtigung oder psychische Misshandlungen. Bruder Camilo war auch eine meiner Lieblingsfiguren, bei der ich mich immer freute, wenn sie wieder aufgetaucht ist. Er ist ein grundehrlicher und gutmütiger Charakter, den man von Anfang an einfach gern haben muss. Aber auch Carmen und Volker sehen in Yago mehr und erkennen sein Talent, mit Pferden umzugehen.

    Das Buch ist ein richtiger Schmöker und man kann sich dank der Dicke in der Geschichte verlieren und erlebt somit einige wunderbare Lesestunden. Die Geschichte ist mitreißend und der Autor schafft es geschickt, Fiktion mit wahren Begebenheiten zu verknüpfen. Es ist eine Geschichte, die über Jahre hinweg andauert. In verschiedene Schauplätze (Stille, Staunen, Einsamkeit, Verzweiflung, Entdeckung, Überwindung und Gefühle) gegliedert, die einen neuen Abschnitt einleiten, verliert man als Leser nicht den Überblick in diesem Roman und die Einteilung ist gelungen und beschreibt mit nur einem Wort, was mit Yago in diesem Abschnitt passiert.

    Nachdem ich das Buch gelesen hatte, konnte ich es rundum zufrieden zuklappen. Es fehlte diesem Buch an nichts und für mich ist es ein Highlight. Es ist ein Buch, dass mir in Erinnerung bleiben wird.

    Fazit:

    Ein historischer Schmöker, der alles beinhaltet: Spannung, Intrigen und viel Gefühl.

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    Saphir610s avatar
    Saphir610vor 6 Jahren
    Fesselnde historische Geschichte

    Yago kommt in Andalusien im Jahr 1522 zur Welt. Heimlich entbindet seine Mutter ihn in einem Pferdestall. Und ein Pferd haucht ihm auch seinen Atem ein. Schon da beginnt Yagos bemerkenswerte Gabe, sein Gespür für Pferde. Doch bis er sich mit Pferden und seiner Gabe voll entfalten kann vergeht einige Zeit und ein langer Leidensweg für Yago. Denn in seiner Art grenzt er sich von den anderen Menschen ab, fällt auf, und muss einiges erdulden. Dennoch gibt einige wenige Menschen, die ihn so nehmen und mögen wie er ist. Während Yagos mühsamen Weg mit seinem Andersein zu leben und seinem Mitwirken bei der Zucht zu den uns heute bekannten Andalusiern.
    Begleitet wird Yagos Geschichte von Intrigen und Machenschaften reicher, einflussreicher und skrupelloser Männer, die vor nichts zurück schrecken um ihren Reichtum zu mehren.
    In diesem umfangreichen historischen Roman verknüpft der Autor die fiktive Geschichte Yagos mit vielen historischen Details. Dazu wird die heute unter der Bezeichnung Asperger Syndrom bekannte Form des Autismus mit viel Gefühl behandelt.
    Ein gelungenes, gut zu lesendes Buch, in dem viele Handlungsstränge zusammen laufen, miteinander zu tun haben, um zu einem ergreifenden Ende zu führen.
    Sicherlich eine schriftstellerische Arbeit mit viel Herzblut von Seiten des Autors. Schon "Der Heiler der Pferde" hat mir gefallen, und doch hätte ich gerne noch mehr über Yagos Arbeit mit den Pferden gelesen. Doch so ist dieser Roman einer breiteren Leserschaft zugängig, auch wenn sie nicht so ein großes Interesse an Pferden haben. Somit, gelungen.
    Zudem ist das Coverbild wunderbar gestaltet, so richtig was für das Auge.

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    Die_Buecherfressers avatar
    Die_Buecherfresservor 6 Jahren
    Rezension zu "Der Reiter der Stille" von Gonzalo Giner

    "Mitreißende Geschichte um den Jungen Yago, der die Seele der Pferde sieht …"

    **

    Inhalt:
    Als Yago auf die Welt kommt, erhält er den Segen eines Pferdes, was sein Leben sehr beeinflussen wird. Er wächst unter schweren Bedingungen auf, zieht sich zurück und lebt in seiner eigenen Welt. Es dauert Jahre bis er bei Camilo endlich einen wahren Freund zu finden scheint. Schnell wird der Mönch Camilo zu einer Art Vaterersatz, doch das rettet Yago nicht davor schreckliches in seinem Leben zu durchfahren. Nur die Pferde sind es immer wieder, die Yago zu verstehen scheinen … Wir er jemals sein Glück finden?

    **

    Handlung 4/5
    Spannung 4/5
    Charaktere 5/5
    Thematik 5/5
    Umsetzung 5/5

    **

    Meinung:
    „Der Reiter der Stille“ ist ein historischer Roman, der in Spanien und auf Jamaika spielt. Die Geschichte erzählt Yagos Leben von Geburt an und wie er zu einer Art Pferdeflüsterer wird.

    **

    Die Geschichte beginnt 1522 in Andalusien. Yago kommt unter erschwerten Bedingungen zu Welt und erhält dabei nicht nur den Segen seiner Mutter, sondern auch eines Pferdes. Doch mit ihm wurde Yago ein schweres Schicksal in die Wiege gelegt, denn er scheint anders zu sein, lebt zurück gezogen in seiner eigenen Welt. Aus diesem Grund kommen seine Mitmenschen nicht mit ihm zurecht. Er wird weiter gereicht, versteckt, lebt ein schreckliches Leben voller Angst und Misstrauen. Erst der Mönch Camilo sieht in ihm einen guten Menschen. Doch das kann Yago nicht vor weiteren schlimmen Schicksalsschlägen schützen, ehe er endlich seine Verbindung zu den Pferden spürt. Yago scheint zu wissen was sie im erzählen …

    **

    Gerade als er vom Hof reiten wollte, kam ein junger Stallbursche mit zwei kastanienbraunen Stuten am Zügel vorbei. Instinktiv warf er einen Blick auf ihre Hinterhand, und es traf ihn wie der Blitz, als er das Brandzeichen sah.
    (Seite 81)

    **

    Bei Yago handelt es sich um den Protagonisten der Geschichte. Der Leser ist bei seiner Geburt dabei und folgt seinem Leben danach. Seine Mitmenschen können oft nichts mit Yago anfangen, sehen ihn als einen Verrückten. Dabei wird beim Lesen schnell deutlich, dass Yago unter Autismus leidet. Ob fantastisch oder Gespür durch den Autismus, kann Yago Pferde förmlich spüren, in ihre Seele blicken. Allerdings dauert es lange, bis diese Fähigkeit von ihm erkannt wird. Davor erlebt er viel Schlimmes. Er wird versteckt, beleidigt, als Sklave verkauft, bettelt … Sein Leben ist voller Grauen, das erst durch den Mönch Camilo, Carmen und Volker ein Ende findet, denn sie erkennen seine gute Seele, sein Talent mit den Pferden.

    **

    Natürlich gibt es auch negative Gestalten in „Der Reiter der Stille“. Nicht nur Yago erlebt viel Leid, sondern auch seine Mitmenschen. Dabei geht es eine Zeit weg von Spanien, nach Jamaika, wo der Autor ziemlich brutal und gleichzeitig realistisch die Sklaven Verhältnisse im 16 Jhr. schildert.
    Dazu kommt noch Don Luis Espinosa, der wie Yago eine bedeutende Rolle in der Geschichte spielt. Die Geschichte geht über viele Jahre, wo bestimmte Charaktere immer wieder auftauchen, andere dagegen schnell sterben, in einer recht düsteren Welt.

    **

    Als sie zum größten Pferdestall gelangten, stand Yago gerade bei einem herrlichen Rappen. Der Hengst beschnupperte seine Kie, während Yago ihm liebevoll über den Rücken strich. Volker spürte, wie es ihn mit aller Macht zu den beiden hinzog.
    (Seite 322)

    **

    Die Umsetzung ist meiner Meinung nach sehr gelungen. Der Autor ist detailreich, gibt historische Fakten um nicht zu fiktiv zu bleiben und schreibt authentisch. Zu diesem historischen Aspekt gesellen sich dann die Pferde, ein Thema, das mich besonders interessiert hat. Es geht um die spanische Pferdezucht, um Veredelung. Es geht nicht nur um Pferde, sondern um das perfekte spanische Pferd, darum das Yago es findet und Spanien vor Stolz strotzt. Meiner Meinung nach hätte ruhig mehr Pferd in der Geschichte vorkommen können.

    **

    Alles in allem finde ich „Der Reiter der Stille“ mitreißend. Yago hat mich gefesselt, vor allem sein durchweg tragisches Schicksal. Dazu kommt ein historischer Flair, einige Nebenhandlungen und die iberische Pferderasse. Insgesamt ein historischer Roman der etwas anderen Art, der von mir 5 Sterne erhält.

    **

    »Er hat recht!«, kam Francesca Yago zur Hilfe. Ihre Wangen röteten sich, doch sie ließ sich nicht entmutigen. »Die Pferde reagieren viel besser auf Belohnung, man gewinnt sie nicht für sich, wenn man sie schlägt.«
    (Seite 573)

    **

    Der Schreibstil ist flüssig zu lesen, wenn auch detailreich. Immerhin ist das Buch 768 Seiten lang und somit ein wahrer Wälzer. Der Erzähler ist allwissend, sodass man viele unterschiedliche Nebenhandlungen erlebt, die zu einem Handlungsstrang verschmelzen.

    **

    Das Cover und die gesamte Aufmachung des Buchs sind wirklich hübsch. Der Titel passt ausgesprochen gut. Zudem gibt es zu dem Unterkapitel auch eine grobe Zeiteinteilung, die immer durch das Bild eines Pferdes symbolisiert wird.

    **

    Er sah nach links. Rund ein Dutzend Männer, die ehr Skeletten glichen, vollführten jene anstrengende und ermüdende Bewegung, die schon so viele zugrunde gerichtet hatten, wieder und wieder. Sein Blick fiel auf einen, den die Erschöpfung übermannt zu haben schien — er war über dem Ruder zusammengebrochen.
    (Seite 730)

    **

    Fazit:
    „Der Reiter der Stille“ ist ein etwas anderer historischer Roman. Von mir gibt es 5 Sterne für eine mitreißende Geschichte, einen beeindruckenden Protagonisten und ein Flair voller Spanien, iberische Pferde und Intrigen.

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    FeFus avatar
    FeFuvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Teils sehr langatmig, gespickt mit Fachbegriffen, aber trotzdem fesselnd; haben mich die letzten beiden Seiten zum Heulen gebracht.
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    satineroses avatar
    satinerosevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Schöne, abenteuerliche Geschichte mit vielen Hochs und Tiefs. Sprachlich jedoch an manchen Stellen gewöhnungsbedürftig.
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    sameas avatar
    sameavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Interessantes, aber etwas langatmiges Buch.
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