Goran Petrovic

 4 Sterne bei 33 Bewertungen

Alle Bücher von Goran Petrovic

Die Villa am Rande der Zeit

Die Villa am Rande der Zeit

 (32)
Erschienen am 01.06.2012
Ein Sternenzelt aus Stuck: Roman

Ein Sternenzelt aus Stuck: Roman

 (1)
Erschienen am 24.05.2013
Ein Sternenzelt aus Stuck

Ein Sternenzelt aus Stuck

 (0)
Erschienen am 01.06.2013

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Rezension zu "Die Villa am Rande der Zeit" von Goran Petrovic

Rezension "Die Villa am Rande der Zeit" von Goran Petrovic
secretworldofbooksvor 2 Jahren

Deckblatt:


Der Belgrader Student Adam erhält ein ungewöhnliches Angebot: Er soll ein Jahrzehnte zuvor erschienenes Buch umarbeiten. Ein scheinbar harmloser Auftrag. Doch bei der Lektüre macht Adam eine sonderbare Erfahrung: Unversehens findet er sich mitten in dem Roman wieder und begegnet anderen Lesern, die über dieselbe Gabe verfügen. Nicht alle haben ein unschuldiges Interesse an dem Buch. Als ein Mord geschieht, muss Adam sich entscheiden: Will er seinen Auftrag erfüllen oder verhindern, dass dieser imaginäre Zufluchtsort unwiederbringlich verloren geht?



Inhalt:


Um etwas Geld für seine Miete dazu verdienen zu können, nimmt der Student Adam einen Auftrag an der nicht so einfach scheint. Er soll ein Buch umschreiben . Als er anfängt  es zu lesen bemerkt er das sich etwas Merkwürdiges ereignet. Er kann in das Buch hinein und die Handlung in echt erleben. Fasziniert davon ,taucht er immer wieder und für längere Zeit in die Geschichte ein. Darunter leidet sein echtes Leben und er bekommt es nicht mit. Er fragt sich ob er diesen Auftrag überhaupt erledigen kann.


Meinung:


Neugierig auf diesen Roman machte mich die interessante Handlung, wer würde nicht in die Story eines Buches reinhüpfen können ,wenn er die Gelegenheit dazu hat. Auch fand ich das Cover mit der blauen Feder und dem Tintenfaß schön. Leider kam ich am Anfang nicht in die Geschichte rein. Das dauerte ein ganzes Stück, aber dann entfaltete sich auch bei mir der Zauber dieser Geschichte und ich wollte unbedingt weiter lesen.Schön fand ich auch die einzelnen Kapitel.

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Rezension zu "Ein Sternenzelt aus Stuck: Roman" von Goran Petrovic

Das Leben eines kleinen Kinos
kleinechaotinvor 2 Jahren

Die treffende Beschreibung für das Buch ist in meinen Augen folgende - "Ein Sternenzelt aus Stuck" erzählt die Geschichte eines kleinen Sutjeska-Kinos in Kraljevo, einer serbischen Kleinstadt. Man begleitet es vom Bau bis zur letzten Vorstellung im Zeitrahmen von 1939 bis 1980. 


Liebevoll wird erzählt, wie der Schuhmacher Laza Jovanovic mit einer List zu Geld kommt und das Wirtshaus "Zum Pflug" abreißen lässt und an dessen Stelle das Hotel Jugoslavija bauen lässt, welches nicht nur einen Ballsaal, sondern auch das erste Kino der Stadt beherbergt. Es wird das schönste und prunkvollste Hotel der Umgebung - bis Laza nicht mehr zufrieden war und das Hotel zersplittert verpachtet wird.


Das Buch wurde in der Ich-Perspektive verfasst, wobei man den Erzähler nie zu Gesicht bekommt und demnach nicht näher kennen lernt. Er ist wie ein unsichtbarer Kommentator, fast so als gäbe er dem Kino eine Stimme. 


Im Verlauf des Buches erfährt man, wer das Kino besucht und was die Besucher in ihren Leben erlebt haben und wie sie empfinden. Die letzte Veranstaltung im Jahr 1980 wird jäh unterbrochen - doch warum?


Das Buch war ganz anders als erwartet. Mich hat das Cover und der Klappentext angesprochen und ich musste es einfach mitnehmen. Und ich bin sehr froh darüber - das Buch bedient sich einer wunderschönen Sprache und zeichnet dem Leser ein vorstellbares Bild des Lebens in der kleinen serbischen Stadt Kraljevo. Es ist anders als erwartet, aber wirklich gut geschrieben. 



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Rezension zu "Die Villa am Rande der Zeit" von Goran Petrovic

Die Geschichte in der Geschichte, die Zeit in der Zeit...
The iron butterflyvor 4 Jahren

In Belgrad hält sich der Slawistik Student Adam mit Korrekturen der Artikel der Zeitschrift „Die Schönheiten unseres Landes“ über Wasser. Die Interpunktion, der korrekte Gebrauch der Wörter, aber auch die Stimmigkeit der Inhalte liegen ihm am Herzen und so schreckt er auch nicht davor zurück die Leitartikel des Chefredakteurs zu verbessern. Hoffentlich kostet ihn das nicht das dringend benötigte Honorar, denn der gewiefte Vermieter Mojsilovic wird ihm keinen weiteren Aufschub gewähren. Da kommt der neue Auftrag gerade zur rechten Zeit. Adam soll für ein Ehepaar einen Roman überarbeiten. Soweit wäre der Auftrag nicht ungewöhnlich, jedoch ist der Roman bereits vor Jahrzehnten erschienen und Adam kann nicht einschätzen, was seine Auftraggeber in diesem Fall von ihm erwarten.

Als Adam die Lektüre von „Mein Vermächtnis“ beginnt, geschieht Sonderbares, denn plötzlich findet er sich mitten in der Geschichte wieder. Er trifft auf andere Leser, erhält in der Geschichte seinen ersten Auftrag und macht sich an die Arbeit. Zuerst zweifelt er nicht an der Rechtmäßigkeit der beauftragten Veränderungen und beschreibt wortgewandt auf Wunsch alle Details. Je länger er sich jedoch im Roman aufhält, umso mehr Zweifel kommen Adam. Er beginnt über das Buch und dessen Autor Anastas Branica zu recherchieren.

Goran Petrovics‘ Geschichte „Die Villa am Rande der Zeit“ ist ein kleines Schatzkästchen der Fantasie. Sprachlich so reichhaltig wie die Beschreibungen seines Autors in der Geschichte, gespickt mit Melancholie und einer großen Portion unerfüllter Liebe, bettet Petrovic Landesgeschichte, Historie und interessante Charaktere ein. Die Geschichte in der Geschichte, die Zeit in der Zeit, trägt den Leser fort und fesselt ungemein, denn es geht nicht nur um Literatur und Kultur, sondern auch um Spionage und Politik und um gesellschaftliche Konventionen, die immer wieder verhindern, dass Liebe möglich wird.

Besonders einfallsreich wurden die einzelnen Kapitel, Lektüren, mit einer stichwortartigen Beschreibung der bevorstehenden Geschehnisse versehen. Sehr poetisch anmutend, feinfühlig mit viel Charme und Fantasie präsentiert Petrovic sich und seine Erzählkunst. Wer die Bücher von Carlos Ruiz Zafón mag, wird auch Petrovic nicht mehr aus den Händen legen können.

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