Goran Petrovic Die Villa am Rande der Zeit

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Inhaltsangabe zu „Die Villa am Rande der Zeit“ von Goran Petrovic

Der Belgrader Student Adam erhält ein ungewöhnliches Angebot: Er soll ein Jahrzehnte zuvor erschienenes Buch umarbeiten. Ein scheinbar harmloser Auftrag. Doch bei der Lektüre macht Adam eine sonderbare Erfahrung: Unversehens findet er sich mitten in dem Roman wieder und begegnet anderen Lesern, die über dieselbe Gabe verfügen. Nicht alle haben ein unschuldiges Interesse an dem Buch. Als ein Mord geschieht, muss Adam sich entscheiden: Will er seinen Auftrag erfüllen oder verhindern, dass dieser imaginäre Zufluchtsort unwiederbringlich verloren geht?»Eine wundervolle Variation über die Verflechtung von Vergangenheit und Gegenwart, von Traum und Wirklichkeit.« Lire»Ein im Wortsinn bezauberndes Buch« Doris Akrap, ›taz‹ Ausgezeichnet mit dem NIN-Preis, dem bedeutendsten serbischen Literaturpreis.

Ein wunderschönes Sprachjuwel. Selten so etwas schönes und stimmungsvolles gelesen. Absolut empfehlenswert!!!!

— buchhase
buchhase

Ein sprachliches Juwel mit einer ganz besonderen Stimmung, das viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätte!

— Maggi
Maggi

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  • Rezension "Die Villa am Rande der Zeit" von Goran Petrovic

    Die Villa am Rande der Zeit
    secretworldofbooks

    secretworldofbooks

    08. June 2017 um 15:17

    Deckblatt:Der Belgrader Student Adam erhält ein ungewöhnliches Angebot: Er soll ein Jahrzehnte zuvor erschienenes Buch umarbeiten. Ein scheinbar harmloser Auftrag. Doch bei der Lektüre macht Adam eine sonderbare Erfahrung: Unversehens findet er sich mitten in dem Roman wieder und begegnet anderen Lesern, die über dieselbe Gabe verfügen. Nicht alle haben ein unschuldiges Interesse an dem Buch. Als ein Mord geschieht, muss Adam sich entscheiden: Will er seinen Auftrag erfüllen oder verhindern, dass dieser imaginäre Zufluchtsort unwiederbringlich verloren geht?Inhalt:Um etwas Geld für seine Miete dazu verdienen zu können, nimmt der Student Adam einen Auftrag an der nicht so einfach scheint. Er soll ein Buch umschreiben . Als er anfängt  es zu lesen bemerkt er das sich etwas Merkwürdiges ereignet. Er kann in das Buch hinein und die Handlung in echt erleben. Fasziniert davon ,taucht er immer wieder und für längere Zeit in die Geschichte ein. Darunter leidet sein echtes Leben und er bekommt es nicht mit. Er fragt sich ob er diesen Auftrag überhaupt erledigen kann.Meinung:Neugierig auf diesen Roman machte mich die interessante Handlung, wer würde nicht in die Story eines Buches reinhüpfen können ,wenn er die Gelegenheit dazu hat. Auch fand ich das Cover mit der blauen Feder und dem Tintenfaß schön. Leider kam ich am Anfang nicht in die Geschichte rein. Das dauerte ein ganzes Stück, aber dann entfaltete sich auch bei mir der Zauber dieser Geschichte und ich wollte unbedingt weiter lesen.Schön fand ich auch die einzelnen Kapitel.

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  • Ungewöhnlicher und zauberhafter serbischer Roman

    Die Villa am Rande der Zeit
    Maggi

    Maggi

    Goran Petrović legt mit diesem Roman eine Geschichte zu einem meiner Lieblingsthemen vor, Büchern, in denen sich alles oder fast alles um die Welt der Bücher, Literatur, Worte und Poesie dreht und die Liebe zum geschriebenen Wort, den besonderen Zauber, das einzigartige Flair, welches Bücher erschaffen können. Also ließ mich das Sujet zu ließ dem Buch greifen, denn ich hatte zuvor noch nie von diesem Autoren gehört. Nach der Lektüre nun weiß ich, dass Goran Petrović zu unrecht bei uns so unbekannt ist. In Serbien, seinem Heimatland, ist er ein literarischer Star, der schon zahlreiche Preise bekam. Nun zur Geschichte: Hauptfigur ist der Belgrader Student Adam, der neben seinem Studium als Journalist für ein Heimatmagazin arbeitet. Eines Tages bekommt er einen merkwürdigen Auftrag: er soll ein Buch umschreiben. In dem Buch geht es eigentlich nur um die Beschreibung einer besonderen, großen Villa, sowie den sie umgebenden Garten und die Landschaft drumherum. Adam wundert sich, wer wohl ein solches Buch lesen wollen würde, so ganz ohne Handlung, nur mit Beschreibungen der Umgebung und des Hauses. Doch dann geschieht etwas merkwürdiges... er findet sich plötzlich mitten in dem traumhaften, weitläufigen Garten wieder und kann auch das Haus besuchen und alle Zimmer erkunden. Auch merkt er, dass er nicht alleine in dem Buch ist. Er begegnet einer alten, tauben Köchin, die fürderhin für sein leibliches Wohl während seiner Aufenthalte sorgt, einem merkwürdigen Professor, der den Glaspavillon im Garten bewohnt, einer Familie, die vor ihren eigenen Schatten auf der Flucht zu sein scheint und auch mürrischen Charakteren, zum Beispiel dem Gärtner. So macht er sich daran, an der Villa und dem Garten Veränderungen vorzunehmen, während er in der richtigen Welt weiterhin seinen normalen Alltagspflichten gerecht wird. Es ist also nicht wie in so manchem anderen Buch dieses Genres, in dem der Protagonist komplett in der Buch-Welt verschwindet, sondern Adam kann zwischen beiden Welten wechseln. Diese Verschmelzung der Welt im Roman und der äußeren Welt ist sehr gut gelungen und sorgt dafür, dass die Spannung erhalten bleibt. Denn mal ist es in der richtigen Welt spannender, mal in der Buchwelt und die Verflechtung der Lebensläufe der Figuren in der Realität – die übrigens fast das ganze 20. Jahrhundert umspannen – sowie den Begegnungen in dem mysteriösen Buch, sind sehr eng und bedingen einander. So erhält man als Leser einerseits eine spannende Geschichtsstunde über die Entwicklung Serbiens im 20. Jahrhundert und die verschiedenen Einflüsse, denen es ausgesetzt war, beispielsweise russischen und französischen Einflüssen, solchen aus dem Habsburgerreich und vor allem auch Russland und andererseits versteht man mehr und mehr die Faszination, die von dem anfangs scheinbar uninteressanten Buch ausgeht. Natürlich erfährt man auch, warum das Buch keine Handlung aufweist, sondern nur wunderbare, ausführliche Beschreibungen. In mir wurde durch die fühlbare Verzauberung, die der Roman in mir hervorrief und die besondere Stimmung des Buches das Bedürfnis und der Wunsch geweckt, selbst leibhaftig in Büchern spazieren gehen zu können. Andererseits habe ich auch viel geschichtliches über Serbien erfahren, was sehr interessant war, ist es doch ein Land, zu dem man in der Regel nicht so viel weiß. Die verschiedenen Biographien durch mehrere Jahrzehnte hindurch lassen einen die handelnden Personen immer besser verstehen und auch die Verbindungen, die sie, meist unbewusst, zueinander haben. So entblättert sich mehr und mehr die Tragik in den meisten Lebensläufen und auch die Handlung im Buch spitzt sich zu, als ein rätselhafter Mord geschieht. Und dann stellt Adam sich die Frage, ob dieser Mord auch in der realen Welt geschehen ist, ob diese Person in beiden Welten ausgelöscht worden ist. Er begibt sich auf Recherche und gerät damit in ernsthafte Gefahr. Dieses Buch ist einerseits eine Hommage an die eine große Liebe, die ein Mensch, wenn er Glück hat, im Leben haben darf. An die Freude und auch das Leid, das damit einhergehen kann. Andererseits ist es ein spannender und aufschlussreicher Spaziergang durch die serbische Geschichte. Insgesamt bleibt leider manchmal die Spannung zugunsten der Verzauberung, die das Buch zu wecken vermag, zurück, daher bekommt es schlussendlich ein Stern abzug von mir. Insgesamt war es aber eine außergewöhnliche und sehr schöne Lektüre und ich empfehle das Buch gerne weiter.

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    • 3
  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher
    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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    • 8480
  • Die Geschichte in der Geschichte, die Zeit in der Zeit...

    Die Villa am Rande der Zeit
    The iron butterfly

    The iron butterfly

    08. June 2015 um 23:00

    In Belgrad hält sich der Slawistik Student Adam mit Korrekturen der Artikel der Zeitschrift „Die Schönheiten unseres Landes“ über Wasser. Die Interpunktion, der korrekte Gebrauch der Wörter, aber auch die Stimmigkeit der Inhalte liegen ihm am Herzen und so schreckt er auch nicht davor zurück die Leitartikel des Chefredakteurs zu verbessern. Hoffentlich kostet ihn das nicht das dringend benötigte Honorar, denn der gewiefte Vermieter Mojsilovic wird ihm keinen weiteren Aufschub gewähren. Da kommt der neue Auftrag gerade zur rechten Zeit. Adam soll für ein Ehepaar einen Roman überarbeiten. Soweit wäre der Auftrag nicht ungewöhnlich, jedoch ist der Roman bereits vor Jahrzehnten erschienen und Adam kann nicht einschätzen, was seine Auftraggeber in diesem Fall von ihm erwarten. Als Adam die Lektüre von „Mein Vermächtnis“ beginnt, geschieht Sonderbares, denn plötzlich findet er sich mitten in der Geschichte wieder. Er trifft auf andere Leser, erhält in der Geschichte seinen ersten Auftrag und macht sich an die Arbeit. Zuerst zweifelt er nicht an der Rechtmäßigkeit der beauftragten Veränderungen und beschreibt wortgewandt auf Wunsch alle Details. Je länger er sich jedoch im Roman aufhält, umso mehr Zweifel kommen Adam. Er beginnt über das Buch und dessen Autor Anastas Branica zu recherchieren. Goran Petrovics‘ Geschichte „Die Villa am Rande der Zeit“ ist ein kleines Schatzkästchen der Fantasie. Sprachlich so reichhaltig wie die Beschreibungen seines Autors in der Geschichte, gespickt mit Melancholie und einer großen Portion unerfüllter Liebe, bettet Petrovic Landesgeschichte, Historie und interessante Charaktere ein. Die Geschichte in der Geschichte, die Zeit in der Zeit, trägt den Leser fort und fesselt ungemein, denn es geht nicht nur um Literatur und Kultur, sondern auch um Spionage und Politik und um gesellschaftliche Konventionen, die immer wieder verhindern, dass Liebe möglich wird. Besonders einfallsreich wurden die einzelnen Kapitel, Lektüren, mit einer stichwortartigen Beschreibung der bevorstehenden Geschehnisse versehen. Sehr poetisch anmutend, feinfühlig mit viel Charme und Fantasie präsentiert Petrovic sich und seine Erzählkunst. Wer die Bücher von Carlos Ruiz Zafón mag, wird auch Petrovic nicht mehr aus den Händen legen können.

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  • Leserunde zu "Frauen und Bücher" von Stefan Bollmann

    Frauen und Bücher
    DieBuchkolumnistin

    DieBuchkolumnistin

    Frauen und Bücher - eine Leidenschaft mit Folgen Wussten Sie, dass Marilyn Monroe eine passionierte Leserin war und eines ihrer Lieblingsbücher der »Ulysses« von James Joyce? Dass der Studienabbrecher Friedrich Gottlieb Klopstock 1750 die Dichterlesung erfand, als er einer Schar junger Frauen seine Oden vortrug und dafür Küsse kassierte? Dass Jane Austen nur Frauen für voll nahm, die Romane lieben? Oder dass vor 150 Jahren Eugenie Marlitt, eine entlassene Vorleserin, zur ersten Bestsellerautorin der Welt aufstieg? Diese und eine Fülle anderer Begebenheiten lässt Stefan Bollmann in einem unterhaltsam geschriebenen Panorama lebendig werden, das von Klopstocks Zeit bis in die Gegenwart führt und von aktuellen Phänomenen wie Fanfiction und "Shades of Grey" berichtet. Zugleich erzählt er eine überraschend andere Geschichte des Lesens, seiner Macht und Magie. Lesen kann Leben und Lieben verändern. Ein Buch für Frauen, die leidenschaftlich gern lesen – und aus dem Männer erfahren, was ihre Frauen meinen, wenn sie sagen: »Jetzt nicht! Ich lese!« Leseprobe Viel mehr muss ich zu diesem wunderbaren neuen Buch von Sachbuchautor Stefan Bollmann wohl nicht schreiben - es könnte kaum besser zu LovelyBooks und uns Leserinnen passen. Gemeinsam mit der DVA suchen wir 25 Testleserinnen, die "Frauen und Bücher" gemeinsam mit uns studieren, es diskutieren, in den Seiten schwelgen und natürlich eine Rezension dazu schreiben. Für Eure Bewerbung vollendet einfach folgenden Satz: Ich liebe Lesen, weil ... Stefan Bollmann, geboren 1958, promovierte nach einem Studium der Literatur, Geschichte und Philosophie über Thomas Mann. 1998 vertauschte er den Beruf des Hochschullehrers mit dem des Lektors in Publikumsverlagen. Stefan Bollmann hat zahlreiche Bücher veröffentlicht. Mit seinen Bestsellern „Frauen, die lesen, sind gefährlich“ (2005) sowie „Frauen, die lesen, sind gefährlich und klug“ (2010), beide erschienen im Elisabeth Sandmann Verlag, ist er dem Wandel der Lesekultur nachgegangen und hat den Boom des Themas mit angestoßen. Seine Bücher wurden in 16 Sprachen übersetzt und verkauften sich annähernd eine halbe Million Mal.

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  • Rezension zu "Die Villa am Rande der Zeit" von Goran Petrovic

    Die Villa am Rande der Zeit
    tedesca

    tedesca

    15. June 2012 um 12:26

    Vergangenheit und Gegenwart treffen sich in einem fiktiven Garten, in einer Villa, die ausserhalb der Zeit existiert. Geschaffen von einem Mann, der über die Gabe verfügt, in die Welt der Bücher einzutauchen, in ihnen spazieren zu gehen, sie auch zwischen den Zeilen zu erforschen. Und selbst so eine Welt zu erschaffen, als idealen Lebensraum für sich und seine Geliebte, die über die selbe Fähigkeit verfügt, die ihn aber im echten Leben nicht erkennen kann. Der junge Student Adam erhält von einem geheimnisvollen Paar den Auftrag, diese mystische Welt nach dessen Vorstellungen umzugestalten, aufzuräumen, zu modernisieren. Immer tiefer gerät er in einen Gewissenskonflikt, immer mehr ersetzt diese fiktive Welt seine reale. Serbien, ein vom Lauf der Geschichte geschütteltes Land, viele Kriege, viel Leid. All das erfährt auch der "normale" Leser zwischen den Zeilen, aus den Erlebnissen der Protagonisten, aus ihren Lebensläufen. Das Buch hat eine wunderbare Atmosphäre, beim Lesen ergreift einen immer wieder eine leichte Melancholie, die man dem Balkan ja auch oft zuschreibt. Wie ein Lied mit trauriger Melodie geht einem diese Geschichte über unerfüllte Liebe und Sehnsucht direkt ans Herz. Sprachlich und inhaltlich lassen sich durchaus Paralellen zu Márquez finden oder auch zu Ruiz Zafón. Wenn man bereit ist, sich auf Dinge einzulassen, die nicht alle zu 100% klar und eindeutig sind, sondern sich auch hinter einem feinen Schleier verbergen können, erwartet einen ein magisches Leseerlebnis, aus dem man wie nach einem schönen Traum erwacht, der noch den ganzen Tag leise nachschwingt. "Lesemomente sind die längsten Augenblicke der Welt. Jeder einzelne ist eine kleine Ewigkeit wert." (Goran Petrovic)

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  • Rezension zu "Die Villa am Rande der Zeit" von Goran Petrovic

    Die Villa am Rande der Zeit
    rumble-bee

    rumble-bee

    20. May 2011 um 20:25

    Als Michael Ende verstarb, war ich am Boden zerstört und traurig. Denn niemals mehr, so dachte ich damals, würde es einen Autor geben, der auf dieselbe gekonnte und poetische Art und Weise eine "fantastische" Handlung in und um Bücher erfindet, der mit Wahrheit und Fiktion spielt, der doppelte Böden einzieht, der Menschen in komplette Welten entführt und sie sich dort auch gerne mal verlieren lässt. Die "Unendliche Geschichte" war für mich über viele Jahre das Buch der Bücher schlechthin. Doch mit Goran Petrovic scheint Michael Ende nun einen würdigen Nachfolger gefunden zu haben. Doch, je mehr ich darüber nachdenke, fallen mir mehr und mehr Parallelen auf. Und an einer Stelle im Buch von Goran Petrovic kommt sogar genau dieser Ausdruck vor: es handele sich um eine "Unendliche Geschichte"... Zufall? Etliche Elemente aus der "Unendlichen Geschichte" finden sich hier wieder. Auch hier haben wir eine Rahmen- und eine Binnenhandlung (die allerdings einen kleinen Seitenarm hat). Auch hier handelt es sich um einen eher einsamen jungen Mann, der per Zufall in ein Buch stolpert, und sich darin zu verlieren beginnt. Auch hier beginnen die verschiedenen Realitätsebenen, sich gegenseitig zu beeinflussen. Und auch hier gibt es etliche tragische Elemente - nämlich gleich drei mehr oder weniger unglückliche Liebesgeschichten, die auch noch gekonnt in die Geschichte Serbiens eingebettet werden. Ich möchte mich aber auch nicht zu sehr auf diesen Vergleich versteifen. Dieses Buch hat eine ganz eigene Atmosphäre - es ist sozusagen Balkan-Romantik pur! Sicherlich wird es in der Mitte ein wenig melancholisch, was dem auf Handlung bedachten Leser zäh vorkommen mag. Doch ich fand die mittleren Abschnitte, sobald ich mich darauf eingelassen hatte, einfach nur schön, tragisch, und romantisch. Das las sich fast wie ein "Buch im Buch" - der Leser erlebte hautnah mit, wie die Entstehungsgeschichte des geheimnisvollen Buches verlief, welches der Student Adam in der Rahmenhandlung lektorieren muss. Und wie könnte es anders sein - da wir uns auf dem Balkan befinden. ist die Ursache eine letztlich unerfüllte Liebe. Der Autor Anastas Branica kann sich nur auf Buchseiten mit seiner Geliebten treffen - im wahren Leben ist ihnen ein Zusammensein verwehrt. Und um seine Angebetete möglichst oft und lange für sich zu haben, beginnt er, ein Buch ohne Handlung zu schreiben, ein Buch, das nur aus Landschaft, Park und Villa besteht. Und genau dies ist die titelgebende "Villa am Rande der Zeit". Das Motiv der unerfüllten Liebe spiegelt sich noch zweimal im Buch, und diese Elemente sind ausgesprochen kunstvoll mit den verschiedenen Zeitebenen verschränkt. So wird dem Leser sehr subtil eine Botschaft überbracht, es wird ihm verdeutlicht, dass Literatur eben auch mit Leidenschaft zu tun hat, dass sich in Büchern Welten und Sehnsüchte ausdrücken können. Wundervoll, grandios und einmalig erdacht, geplottet und beschrieben! Doch das ultimative Kunststück des Autors Goran Petrovic besteht für mich darin, das Ganze auch noch vor der Kulisse der Geschichte Serbiens im 20. Jahrhundert ablaufen zu lassen. Und zwar so, dass es nicht überladen, und auch nicht trocken wirkt. Mir wurde eine Region mit ihrer Mentalität und bewegten Vergangenheit nahegebracht, von der ich auch nach dem Zuklappen des Buches gerne mehr wissen würde. Als "Sahnehäubchen" oder "Salz in der Suppe" fungieren dann noch die zahlreich über das Buch verstreuten Elemente des "magischen Realismus". Ein wenig "Blechtrommel-Feeling" kommt auf: da gibt es einen Mann, der sich eines Tages einfach nicht mehr bewegt, und somit auch schon mal nassgeregnet wird. Oder ein Haus, das mitten entzwei gebombt wird - und in dem die Menschen wohnen bleiben! Oder eine Familie, die unter ihrem traurigen Schatten leidet, und vor ihm auf einen Baum flüchtet. Und und und. Unglaublich originell. Ich kann wirklich keinen einzigen negativen Punkt an diesem Buch finden! Sicherlich muss man erst einmal in diesen Schreibstil einsteigen, und sicherlich werden dem Leser nicht alle Fragen auf dem Silbertablett serviert und beantwortet. Doch bei diesem Buch muss das eindeutig so sein! Das ist hier so gewollt, und unterstreicht die leicht fantastische Stimmung. Das Buch beschreibt sich selbst am besten - Goran Petrovic verdanken wir eines der wundervollsten Zitate über das Lesen überhaupt: "Lesemomente sind die längsten Augenblicke der Welt. Jeder einzelne ist eine kleine Ewigkeit wert."

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  • Rezension zu "Die Villa am Rande der Zeit" von Goran Petrovic

    Die Villa am Rande der Zeit
    walli007

    walli007

    11. May 2011 um 19:19

    Ein Garten der Sehnsucht Ein Buch soll er lektorieren, obwohl es schon erschienen ist. Seine Frau werde ihn erwarten, erklärt der Auftraggeber. Was es mit dem Buch auf sich hat, fragt sich Adam. Als Student steht er kurz vor dem Examen und versucht sich durch die Mitarbeit bei einem Zeitschriften ein Zubrot zu verdienen. Da kommt dieser Auftrag, der ihm die Sorge um das Lebensnotwendige für eine Weile nimmt, gerade recht. Doch was für ein eigenartiges Buch und wieso soll eine Frau erwarten? So eine tolle Idee, ein Buch über ein Buch, in das die Leser eintauchen können und sich mit anderen Lesern austauschen und treffen. Eine tragische Liebesgeschichte, eigentlich mehrere tragische Liebes- oder Lebensgeschichten, die im Serbien des 20. Jahrhunderts spielen. Und doch hat mich das Buch nur in Teilbereichen überzeugt. Einige Schilderungen wie Adam mit dem Buch umgeht, wie er Erfahrungen mit anderen Büchern hat. Dieses langsame Hereintreten in das Buch, es gar nicht mehr verlassen wollen, kommt wirklich sehr schön rüber, regt die Vorstellung an, so das man das Geschriebene fast miterleben kann. Doch schweift der Autor meiner Meinung nach manchmal zu weit von dem ab, was ich als die eigentliche Geschichte verstanden hätte. Dadurch wurde ich dazu gebracht, etwas quer zu lesen, weil ich den Eindruck hatte, da mich die Beschreibungen zu sehr vom Weg ablenkten.

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  • Rezension zu "Die Villa am Rande der Zeit" von Goran Petrovic

    Die Villa am Rande der Zeit
    laurana

    laurana

    22. April 2011 um 22:40

    war nicht so, wie ich es erwartet hatte! die atmosphäre war gut und vereinnahmend, die sprache auch, die idee reizvoll, nur etwas zu wenig "erklärt", mir blieben zu viele fragen offen.
    die grundstimmung erinnerte mich an "die schlafende stadt", allerdings ohne die - unerfreulichen- klischees!

  • Rezension zu "Die Villa am Rande der Zeit" von Goran Petrovic

    Die Villa am Rande der Zeit
    serendipity3012

    serendipity3012

    Wenn Leser sich in Büchern treffen Ein Student, der beauftragt wird, ein schon herausgegebenes und gedrucktes Buch zu korrigieren. Eine alte Dame, die mit ihrer jungen Gesellschafterin in identischen Exemplaren des gleichen Buches liest. Ein junger Autor, der einen Roman schreibt, der völlig ohne Handlung auskommt, dafür aber Beschreibungen einer Villa und eines Gartens aufweist. Sie alle finden sich beim Lesen in der Geschichte wieder und begegnen dort anderen Lesern. In Goran Petrovics Roman „Die Villa am Rande der Zeit“ ist genau dies möglich: nicht nur kann der Leser in das gerade zu lesende Buch „einsteigen“, auch kann er dort alle anderen, die zur gleichen Zeit das gleiche Buch lesen, treffen. Die Welt, in der dies möglich ist, schafft Petrovic mit einer selbstverständlichen Leichtigkeit und indem er seinem Leser diese erzählte Welt als natürlich präsentiert. Seine Figuren, die er in verschiedenen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts jeweils für kurze Zeit begleitet, sind sehr lebendig. Der Roman ist vor allem eine Geschichte über die Liebe – und darüber, wie die Protagonisten sich die Bücher zunutze machen, um dort ihrer Liebe nahe zu sein, da sie in der Realität nicht zusammen sein können, oder da sie sich ihr im wahren Leben nicht zu offenbaren trauen. Nur einige wenige Menschen haben ein nicht so unschuldiges Interesse an dieser erzählten Welt… Außerdem ist „Die Villa am Rande der Zeit“ auch eine Geschichte Jugoslawiens im 20. Jahrhundert, seine Politik und seine Menschen. Ein Roman, der sofort in seine ganz eigene Welt hineinzieht, der den Leser mit seinen zumeist liebenswerten Charakteren mitfiebern lässt, in einer poetischen, angenehmen Sprache verfasst, so dass das Lesen des Romans ein echtes Vergnügen ist.

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  • Rezension zu "Die Villa am Rande der Zeit" von Goran Petrovic

    Die Villa am Rande der Zeit
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. January 2011 um 19:27

    Schon mal so tief in dein Buch eingetaucht, dass du glaubtest, du würdest in der Geschichte mitspielen, die Protagonisten direkt vor dir sehen und die geschilderten Gegenstände berühren können? In "Die Villa am Rande der Zeit" können das einige Leser; Eintauchen in die Seiten und in den sich eröffnenden literarischen Welten flanieren. Oder selber neues beschreiben, etwas aufbauen und dann darin leben. Goran Petrovic erzählt verschachtelt die Geschichten einiger dieser Leserinnen und Leser, deren Schicksale sich kreuzen in den parallelen Leben der Literatur und Realität. Denn wer im Buch stirbt tritt aus beiden Welten. So erfahren wir von tragischen, romantischen und erfolgreichen Liebenden, von politischen Intrigen und Überwachung. Im Gegensatz zu ähnlichen Büchern, wie die "Unendliche Geschichte", belässt es der Autor jedoch bei realistischen Schilderungen und schreibt keinen Fantasy-Roman. Petrovic nutzt dabei eine anspruchsvolle, zum Teil zauberhafte Sprache, aber allzu sehr verliebt er sich selbst in die Idee, eine Welt zu schaffen, in der man leben könnte. Dadurch geraten die Beschreibungen oft zu ausschweifend, lange Aneinanderreihungen ermüden mich. Gelegentlich ertappe ich mich dabei, Passagen zu überspringen, zu langatmig sind sie geraten. Petrovic fabuliert und erzählt viele kleine Geschichten, jedoch teilweise zu genau und ziellos. Die Mitte der Erzählung wird dadurch zur Langeweile, erst gegen Ende wird mein Interesse wieder geweckt. "Die Villa am Rande der Zeit" hat viele gute Ideen und Ansätze, kann insgesamt jedoch leider nicht überzeugen.

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  • Rezension zu "Die Villa am Rande der Zeit" von Goran Petrovic

    Die Villa am Rande der Zeit
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    16. January 2011 um 17:49

    Der Traum jedes Bücherwurms ist es, wirklich in ein Buch eintauchen zu können. Nicht nur so, dass man beim Lesen seine Umgebung vergisst, sondern indem man tatsächlich Teil der Umgebung und Handlung des Buches wird. Dieser Traum erfüllt sich für den serbischen Studenten Adam Lozanic, der einen seltsamen Auftrag erhält. Er soll Lektor eines Buches werden, das schon längst erschienen ist. Statt wie gewohnt ein Manuskript zu bekommen, erhält Adam eine in Safranleder eingebundene Ausgabe. Was soll er daran noch verändern? Was ist das überhaupt für ein seltsamer Roman, der nur aus Beschreibungen einer Villa und eines Gartens besteht, in dem weder Personen, noch eine Handlung vorkommen? Schnell merkt Adam, dass es sich um ein besonderes Buch handelt. Man kann wirklich in das Buch eintreten und auf die anderen Leser treffen. Die im Buch beschriebene Umgebung lässt sich durch Worte verändern. Genau dafür wurde Adam eingestellt. Aber sind seine Auftraggeber überhaupt berechtigt, Veränderungen am Buch vorzunehmen? Adam forscht heimlich über den Autor Anastas Branica nach, der ein sehr abgeschiedenes Leben führte und Selbstmord begangen hat. Von seinem Buch existieren nur wenige Exemplare. Anastas Branica hat das Buch für die Frau geschrieben, die er liebt, und mit der er sich in der Villa am Rande der Zeit getroffen hat. Aber die Liebe hat keine Chance; die virtuelle Liebe im Buch verhindert die Liebe im realen Leben. Aber auch im realen Leben der ihm nahestehenden Personen hat die Liebe keinen Platz. Goran Petrovic verknüpft die verschiedenen Handlungsstränge in der Gegenwart, Vergangenheit und in der Villa am Rande der Zeit sehr geschickt. Trotzdem bin ich nicht so richtig warm geworden mit diesem Buch. Zu viele Fragen blieben offen. Woher kam diese Fähigkeit des „vollständigen Lesens“? War das jedem möglich? Warum hat Anastas keinen Versuch unternommen, seine Geliebte im realen Leben zu treffen, obwohl sie in derselben Stadt wohnten? Die Charaktere blieben mir irgendwie fern, mir fehlte die Herzenswärme. Das Buch ist nicht schlecht, aber es hat mich einfach nicht wirklich berührt.

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