Gord Rollo Amputiert

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Inhaltsangabe zu „Amputiert“ von Gord Rollo

Michael Fox ist im Begriff, Selbstmord zu begehen, als ihm ein Fremder zwei Millionen Dollar anbietet. Alles, was er dafür will, ist Fox’ rechter Arm … Doch das ist erst der Anfang. Die Pläne des geheimnisvollen Chirurgen gehen weit über einen schlichten Arm hinaus. Und Fox ist nicht der einzige ›Spender‹. Gefangen hinter den Türen des Operationssaals muss Fox feststellen, dass er einem Wahnsinnigen in die Falle gegangen ist … und es kein Entrinnen gibt.

Hatte mir mehr erhofft als aufgewacht, Arme weg, aufgewacht, Beine weg, irgendwie war mir das Ganze zu langweilig

— Virginy
Virginy

außer splatter nichts gewesen. Hatte mir mehr erhofft. Die Handlung kommt erst nach der Hälfte richtig in Fahrt

— harakiri
harakiri

Hart, brutal und blutig. Nichts für Mimosen. Genial geschrieben.

— brigitte_kammerer
brigitte_kammerer

Für jeden, der es gerne einmal blutiger mag... ich hab's regelrecht verschlungen und konnte es kaum mehr aus der Hand legen :D

— Sevotharte
Sevotharte

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    Amputiert
    Susi180

    Susi180

    25. February 2016 um 12:53

    Michael Fox ist im Begriff, Selbstmord zu begehen, als ihm ein Fremder zwei Millionen Dollar anbietet. Alles, was er dafür will, ist Fox’ rechter Arm. Doch das ist erst der Anfang. Die Pläne des geheimnisvollen Chirurgen gehen weit über einen schlichten Arm hinaus. Und Fox ist nicht der einzige Spender. Gefangen hinter den Türen des Operationssaals muss Fox feststellen, dass er einem Wahnsinnigen in die Falle gegangen ist ... und es kein Entrinnen gibt. Der Autor. Gord Rollo wurde 1967 im schottischen St. Andrews geboren. Im Alter von vier Jahren emigrierte er nach Kanada; die Familie ließ sich in Dunnville, einer Kleinstadt in der Provinz Ontario, nieder. Dort wuchs Rollo auf. Er studierte am Sheridan College in Oakville, Ontario, Betriebswirtschaft. Nach eigener Auskunft schrieb Rollo schon in frühen Jahren. Er bevorzugte Genre-Unterhaltung und hier Horror und Science Fiction. Zunächst veröffentlichte er Kurzgeschichten und edierte 2001 und 2002 selbst zwei Storysammlungen. 2006 veröffentlichte Rollo „Crimson“, seinen Debütroman, in einem Kleinverlag. Seit „The Jigsaw Man“ (dt. „Amputiert“) interessieren sich auch große Verlage für die Werke Rollos, der seit einiger Zeit zusätzlich versucht, als Drehbuchautor Fuß zu fassen. Meine Meinung: Als erstes möchte ich anmerken das mir der Schreibstil hier richtig gut gefallen hat. Der Autor schreibt flüssig und sehr anschaulich. Als ich mit der Geschichte begonnen habe, hat sie mich sofort in ihren Bann gezogen. Durch die kurzen Kapitel sind die Seiten nur so gezogen. Die Thematik in dieser Geschichte hat mir sehr gefallen und ich war gespannt wie es weitergeht. Doch schnell kristalisierte sich raus wohin diese Geschichte führt. Die Charaktere haben mir sehr gefallen. Sie waren sympathisch und gut ausgearbeitet und dennoch musste ich das Buch ab der Hälfte abbrechen. Ich hatte mir etwas anderes von der Geschichte versprochen. Die Richtung in die es dann ging hat mich als Leser nicht befriedigt. Es war mir dann doch zu weit hergeholt. Ich konnte keine logischen Schritte mehr finden und leider hat dann auch die Spannung bei mir nachgelassen. An sich hat die Geschichte wirklich Potenzial aber leider mir zu phantastisch. Für alle Liebhaber des abnormalen Horror sicher ein gelungenes Buch. Es ist allein durch seinen Stil dennoch weiter zu empfehlen, weil es fesselt und die Grundidee echt gut ist. Wem es nichts ausmacht, etwas zu lesen was nicht möglich ist und sich konplett auf die Geschichte einlassen kann, für den absolut eine Empfehlung. Für alle die aber so wie ich immer das logische suchen nicht geeignet.

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  • Nicht wirklich mitreißend...

    Amputiert
    Virginy

    Virginy

    Zum Inhalt wurde hier ja schon genug gesagt, also verzichte ich mal darauf. Ich bin beim Stöbern im Netz auf das Buch gestoßen, hab den Klappentext gelesen und dachte, hey, das klingt mal wieder nach blutiger Unterhaltung, also her damit und ein bißchen gruseln und ekeln. Die Story selber ist ja auch ganz nett, der irre Arzt der über Leichen geht (ist ja nix neues, aber verursacht doch immer wieder ein leichtes Gänsehautgefühl), aber immer an den interessanten Stellen wird abgeblendet, da der Ich-Erzähler alles verschläft dank Narkose. Beim ersten Mal wacht er auf, statt einem Arm sind beide weg und es wird beschrieben, wie schwer es doch ist, so die Balance zu halten. Aber ist es das, was ich lesen wollte? Nicht wirklich. Im Endeffekt geht es eher mal wieder um das gute alte Thema, einer gegen alle und mag er noch so zerstückelt sein, er ist der große Held... Für mich war das Buch eine Enttäuschung, ich hab etwas anderes erwartet. Ja, es war böse und wenn man darüber nachdenkt, das manche Dinge wahrscheinlich nicht so weit hergeholt sind, ist es schon erschreckend, andererseits kann ich mir nicht vorstellen, das man den Menschen so als Baukasten mißbrauchen kann.

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    • 2
  • Wie viel würdest du für deinen rechten Arm verlangen?

    Amputiert
    Krimifee86

    Krimifee86

    29. April 2014 um 13:05

    Inhalt: Michael Fox ist im Begriff, Selbstmord zu begehen, als ihm ein Fremder zwei Millionen Dollar anbietet. Alles, was er dafür will, ist Fox rechter Arm Doch das ist erst der Anfang. Die Pläne des geheimnisvollen Chirurgen gehen weit über einen schlichten Arm hinaus. Und Fox ist nicht der einzige Spender. Gefangen hinter den Türen des Operationssaals muss Fox feststellen, dass er einem Wahnsinnigen in die Falle gegangen ist und es kein Entrinnen gibt. Cover: Das Cover ist sehr einfach und schlicht gestaltet und dadurch umso besser. Ich hoffe, ihr wisst, was ich meine, aber es gibt einfach Schriftarten, die sehen gruselig aus und dazu gehört die hier verwendete. Manchmal bedarf es einfach auch nicht mehr als einer guten Schriftart und ein bisschen roter Farbe, um ein gutes Cover hinzubekommen. Gefällt mir sehr gut! Schreibstil: Der Schreibstil ist eigentlich gut. Zumindest was die Darstellung der Charaktere betrifft, die ich mir im Großen und Ganzen sehr gut vorstellen konnte. Etwas undurchsichtig blieben für mich der Doktor und Andrew, großartig hingegen vor allem Charlie und Rotbart. Besonders die emotionalen Szenen mit den beiden haben mir so gut gefallen, dass mir teilweise schon fast die Tränen gekommen sind. Nicht so gut gefallen hat mir, dass ich mich für ein Horrorbuch viel zu wenig gegruselt habe. Es fehlte ein wenig an Spannung und einem gewissen Angst-Gefühl. Das war echt schade. Mitunter hätte die Erzählperspektive des dritten Erzählers hier vielleicht etwas retten können. Die Story: Die Idee der Geschichte ist doch einfach mal herrlich! Und hat mich auch direkt zum Nachdenken gebracht: Würde ich meinen rechten oder auch meinen linken Arm verkaufen? Für zwei Millionen Dollar? Ich denke, jeder würde mit einem entsetzten „Nein“ antworten, weil es einfach eine total hypothetische Frage ist. Aber was, wenn einem wirklich jemand ein solches Angebot machen würde? Gut, nach der Lektüre von „Amputiert“ würde ich es auch nicht mehr machen, weil ich weiß, was noch so alles passieren kann. Aber vorher… Nun denn. Ich finde die Idee der Geschichte jedenfalls echt genial, die Ausführung allerdings nur in Ordnung. Ich habe es mir irgendwie spannender vorgestellt, stellenweise habe ich mich ein wenig gelangweilt. Fazit: Ich denke drei Punkte sind fair. An sich hat mir das Buch gut gefallen, von der Geschichte her, wirklich eine großartige Idee. Es fehlte aber einfach an Spannung und dem Gruselerlebnis. Teilweise habe ich mich sogar einfach nur gelangweilt. Das war wirklich schade. Dem Buch hätte meiner Meinung nach die Erzählperspektive der dritten Person besser gestanden.

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  • Horrortrip

    Amputiert
    brigitte_kammerer

    brigitte_kammerer

    09. May 2013 um 12:28

    Was für ein Buch. Man fiebert mit, man ist dabei. 

    Eine fesselnde, albtraumhafte Geschichte über einen Mann, der in die Fänge eines wahnsinnigen, mit Körperteilen experimentierenden, irren Arztes gerät.


    Meine Meinung: Horror von seiner besten Seite. Sehr gut geschrieben und viel Kopfkino. Einfach Klasse.

  • Rezension zu "Amputiert" von Gord Rollo

    Amputiert
    Buecher-Wahn-Sinn

    Buecher-Wahn-Sinn

    27. August 2012 um 14:59

    Frankenstein der Moderne? Der Protagonist Michael (Mike) Fox ist tief gesunken. Von einem Familienvater ging es nach dem Tod seines Sohnes und seiner Frau bergab. Seine Tochter möchte nichts mehr von ihm wissen. Mike ist mittlerweile Obdachlos und hat keine Freude mehr am Leben. Er möchte auf den Gleisen Selbstmord begehen, um wenigstens noch so etwas Gutes für seine Tochter tun zu können. Nach seinem Tod würde sie das Geld seiner Lebensversicherung beziehen. Vielleicht würde sie ihn so ein Stück weniger hassen. Als Mike auf den Bahngleisen steht, macht ihm ein Fremder ein unglaubliches Angebot. 2 Millionen Dollar für seinen rechten Arm. Mike willigt ein, die Aussicht schon in ein paar Tagen Millionär zu sein, bringt ihn schnell von seinem Vorhaben ab. Umbringen konnte er sich zur Not später immer noch. Doch da hatte Mike sich geirrt. Er wurde mit drei anderen Männern in eine scheinbar gut situierte Privatklinik gebracht. Dr. Nathan Marshall scheint eine Koryphäe seines Fachs zu sein. Er hat es ermöglicht einzelne Körperteile von Menschen nach der Amputation „am Leben“ zu halten, so dass sie transplantiert werden können. Der große Schritt, der ihm gelungen sei ist, dass die Körperteile zu fast 100 % funktionstüchtig sein werden. Die vier Männer sollen, laut Aussage des Arztes, je ein Körperteil spenden, welches er für seinen gelähmten Sohn benötige. Am Ende würden sie 2 Millionen Dollar erhalten und hätten einem Menschen geholfen. Doch der Schein trügt und so beginnt das Grauen. Die Geschichte ist nichts für zartbesaitete Leser. In dem Buch geht es blutig und grausam zu. Extremitäten werden abgeschnitten, eine Entlohnung gibt es für die Spender nicht. Wenn das erste Körperteil entfernt wurde, wird dem Spender schon bald das nächste Abgenommen. Über bleiben verstümmelte Menschen, ohne Extremitäten, welche fortan in der hauseigenen Blutbank als Spender fungieren. Mike durchlebt in dieser Geschichte die Hölle auf Erden. Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Form. Der leichte Schreibstil und die alltägliche Sprache ermöglichen dem Leser einen schnellen Zugang zu Mike. Leider fehlen mir durch die „Schlag-auf-Schlag“-Variante an manchen Stellen die Emotionen. Mir wurde teilweise das Gefühl vermittelt, der Protagonist müsse durch diese Situation durch, ungeachtet seiner Gefühle und Handlungsweisen, damit die Geschichte fortgesetzt werden kann. Die heutige Transplantationsmedizin ist bereits sehr fortgeschritten. Mir stellt sich, nach dem Lesen dieses Buchs die Frage, was wäre, wenn die Medizin eines Tages wirklich so weit wäre, wie es hier dargestellt wird? Diese Frage wird auf grausame Weise in diesem Buch beantwortet.

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  • Rezension zu "Amputiert" von Gord Rollo

    Amputiert
    lord-byron

    lord-byron

    20. August 2012 um 21:07

    Michael Fox führt ein ganz normales Leben bis zu dem Tag an dem er mit seinen Freunden in der Kneipe feiert und einen Anruf von der Polizei bekommt. Er hatte seine Frau gebeten ihn abzuholen, weil er viel zu betrunken ist und sie war auf der Fahrt zur Kneipe von der Straße abgekommen. Seine Frau und sein kleiner Sohn sind sofort tot, seine Tochter überlebt schwer verletzt. Er kommt mit dem Leben nicht mehr zurecht und rutscht ab in Obdachlosigkeit, Alkohol und Drogen. Seine Tochter hasst ihn dafür und wächst bei einer Tante auf. Er selbst findet keinen Grund mehr noch länger am Leben zu bleiben und will sich vor einen Zug stürzen, als plötzlich eine Limousine neben ihm hält. Darin sitzt Mr. Drake, der ihm 2 Millionen Dollar verspricht, wenn er seinem Chef, einem brillianten Neurochirurgen, seinen rechten Arm verkauft. Mike denkt über das Angebot nach und da er Linkshänder ist, willigte er schließlich ein. So kann er seiner Tochter ein schönes Leben bieten und sie würde ihm vielleicht sogar eines Tages verzeihen. Doch kaum in der Klinik angekommen muss Mike feststellen, dass er in der Hölle gelandet ist und dass Genie und Wahnsinn nahe beieinander liegen. Was für ein krasses Buch. Am Anfang habe ich mir etwas schwer getan, weil es so viele medizinische Erklärungen gab, die für die Geschichte nicht unbedingt relevant sind. Ich will schließlich nicht meinen Doktor machen. Aber dann nimmt die Story immer mehr an Fahrt auf, wird immer abstruser und erschreckender, so dass ich kaum noch zum Luft holen kam. Gord Rollo hat sich hier wirklich ein ganz besonderes Horrorszenario ausgedacht, das alle meine Urängste angesprochen hat. Mike ist der typische Antiheld, der hier in eine Sache rutscht, die er sich nicht in seinen schlimmsten Träumen vorstellen konnte, doch er versucht immer wieder das Beste daraus zu machen, ohne zum Superhelden zu mutieren. Er bleibt sich immer selbst treu und wirkt dadurch sehr authentisch und sympathisch. Man leidet mit ihm und immer wenn man denkt, jetzt kann es nicht mehr schlimmer werden, setzt der Autor noch eins drauf. Ja ich bin begeistert und meine derzeitige Vorliebe für Splatterszenen wurde vollkommen befriedigt. Doch trotz der heftigen Szenen kommt auch die Handlung nicht zu kurz. Das Buch ist definitiv nichts für schwache Mägen und Gemüter und kann bei unsachgemäßem Konsum zu Alpträumen führen.

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  • Rezension zu "Amputiert" von Gord Rollo

    Amputiert
    Seitenakrobatin

    Seitenakrobatin

    05. June 2012 um 00:28

    Zum Inhalt (Klappentext): Michael Fox ist im Begriff, Selbstmord zu begehen, als ihm ein Fremder zwei Millionen Dollar anbietet. Alles, was er dafür will, ist Fox rechter Arm Doch das ist erst der Anfang. Die Pläne des geheimnisvollen Chirurgen gehen weit über einen schlichten Arm hinaus. Und Fox ist nicht der einzige Spender. Gefangen hinter den Türen des Operationssaals muss Fox feststellen, dass er einem Wahnsinnigen in die Falle gegangen ist und es kein Entrinnen gibt. Meine Meinung zum Buch: Ich habe mir einige Rezensionen angesehen und dachte mir – die fallen gut aus, muss ich mir kaufen. Gesagt, getan. Und ich kann nur sagen, ein unglaubliches Buch. Ein Buch das ich nicht so schnell vergessen konnte und das auch andere bestimmt zum Nachdenken bewegt. Die Einführung war eher ruhig und für mich ergreifend. Zu lesen was ausreicht um eine Person aus der Bahn zu werfen und was dies alles für Ausmaße annehmen kann, war erschreckend und nicht all zu unrealistisch, im Gegenteil. Was Michael im Buch wiederfährt, geschieht fast jeden Tag auf Amerikanischen Boden (und nicht nur dort). Interessant fand ich, dass der Autor viel Wert darauf lag ihn so menschlich wie möglich zu präsentieren und auch so viel wie möglich über seine Geschichte zu erzählen. Das macht Michael zu einem normalen, sympathischen Typen, mit seinen kleinen Ecken und Kannten. Nachdem Michael Fox in der Burg angekommen ist, mit weiteren Patienten, steigerte sich mein Interesse an >Amputiert<. Die Videopräsentation, die den vier Männern gezeigt wurde versprach, dass noch einiges auf mich zukommen wird und ich habe mich nicht geirrt. Es war grausam. Ich habe an so vielen Stellen stocken und schlucken müssen, dass ich mit dem geschriebenen nicht zurecht kam und das Buch für eine gewisse Zeit zur Seite legen musste um das gelesene zu verdauen. Was ich bemängeln muss, sind die Seiten die zum Ende hinführen. Ich fand diese Situation in die Michael gedrängt wurde nicht besonders ansprechend. Es kam mir so vor als ob Gord Rollo sein ganzes Pulver für die vorherigen Seiten verschossen hatte. Nicht falsch verstehen. Es ist immer noch gut, trotzdem fehlt das gewisse Etwas. Das (nicht) happy end ist mal was anderes. Hatte ich so auch noch nicht. Ob es nun ein schlechtes oder gutes Ende hat, lasse ich offen. Es wird von Leser zu Leser bestimmt unterschiedlich aufgefasst. Mein Fazit: Ein Thriller den ich mit guten Gewissen empfehlen kann.

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  • Rezension zu "Amputiert" von Gord Rollo

    Amputiert
    Tialda

    Tialda

    08. May 2012 um 11:38

    x Autor: Gord Rollo x Titel: Amputiert x Originaltitel: The Jigsaw Man x Genre: Thriller/Horror x Erscheinungsdatum: Januar 2011 x 336 Seiten x Otherworld Verlag x ISBN: 3800095386 x Erste Sätze: Prolog. Der Grund. Drummond Brothers Rock and Bowl, North Tonawanda, New York. Das Drummonds war mal ein tolles Lokal, eine altmodische, familiengeführte Bowlingbahn, allerdings leidet es in letzter Zeit an einer Identitätskrise. Die gemütlichen Holztische und -stühle sind durch hässliche, schwarze Plastikhocker mit glänzenden Chrombeinen ersetzt worden; das sanfte Neonlicht an der Decke durch in den Augen brennende violette und rote Spots; die beruhigende Hintergrundmusik durch basslastigen, trommelfellerschütternden, harten alternativen Rock. Klappentext: Was würden Sie für zwei Millionen Dollar tun? Michael Fox ist bereit, dafür einen Arm zu verkaufen. An einen reichen, brillianten Chirurgen. Was kann dabei schon schiefgehen? Mehr, als er sich in seinen schlimmsten Albträumen ausmalen könnte … Rezension: Gord Rollos Werk erregte schon wegen des Titels, “Amputiert”, mein Interesse. Für mich hat das Wort eine harte und grausame Bedeutung. Ein Wort, das in Zusammenhang mit Verlust und Schmerz steht – körperlich wie emotional. Wenn plötzlich ein Körperteil fehlt bedeutet das in so gut wie allen Fällen eine extreme Umstellung des Lebens – ich stelle es mir absolut grausam und schrecklich vor. Bei diesem Buch ist es nicht nur so, dass der Titel am besten beschreibt worum es geht – die ganze Geschichte bildet einen permanenten Klos im Hals des Lesers. Man ist schockiert, der Hergang der Dinge schlägt einem gnadenlos in den Magen, es bleibt die Luft weg und trotzdem kann man nicht aufhören zu lesen. Aber das ist wohl typisch für Fans des Thriller- und Horrorgenres. Die Sucht nach Fassungslosigkeit und völlig makaberer Perversion und damit wird man in “Amputiert” auf jeden Fall bedient. Das Motiv eines Albtraums – ein verrückter Arzt spielt Frankenstein und du kannst dich nicht wehren – jedes Mal wenn du erwachst, fehlt ein weiterer Teil deines Körpers… Gord Rollos Schreibstil lässt, zumindest bei mir, keine Wünsche offen. Die in fünf Teile aufgegliederte Geschichte ist leicht zu lesen und mit einem sympatischen Protagonisten, nämlich dem obdachlosen Michael Fox, welcher sehr sarkastisch und mit einer angenehmen Waghalsigkeit ausgestattet ist, besetzt. Ein alles andere als perfekter Mensch, der aber trotzdem viel menschlicher ist, als viele “normale” Mitglieder unserer Gesellschaft – ein Mann, der das Herz am richtigen Fleck trägt. Ganz klar muss gesagt werden, dass das Buch nichts für zartbesaitete Leser ist und wohl besser auch erst ab einem Alter von 18 Jahren gelesen werden sollte. Fazit: Eine fesselnde, alptraumhafte Geschichte über einen Mann, der in die Fänge eines wahnsinnigen, mit Körperteilen experimentierenden Arztes gerät.

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  • Rezension zu "Amputiert" von Gord Rollo

    Amputiert
    gurke

    gurke

    14. September 2011 um 21:40

    Michael Fox steht bisher nicht gerade auf der Sonnenseite im Leben. Er hat nicht nur kein Geld, sondern lebt auch noch auf der Straße. Er sieht sich zwar nicht als Penner, ist aber mit sich und seiner Gesamtsituation verständlicherweise so unglücklich, dass er beschließt dem Ganzen ein Ende zu setzen. Gerade als er diesen Entschluss gefasst hat, erhält er ein unglaubliches Angebot. Er hat die Chance auf zwei Millionen Dollar. Alles was er dafür tun muss, ist seinen rechten Arm amputieren zu lassen. Ist das in seiner aktuellen Situation zu viel verlangt? Dass er auf diesen kuriosen Handel eingeht, muss wahrschenlich nicht extra erwähnt werden. Doch als er in der Luxusklinik die Operation durchführen lässt, tun sich die schlimmsten Abgründe überhaupt auf. Denn Michael ist in die Fänge eines verrückten und grausamen Psychopathen geraten... Kann er sich und seine Mitinsassen aus der Klinik vor dem abartigen Verbrecher retten? Bevor man sich das Buch kauft, sollte man sich im klaren sein, dass man richtig starke Nerven und einen unempfindlichen Magen braucht. In "Amputiert" geht es nämlichl richtig ekelhaft zur Sache. Es wird rasant, brutal, blutig und grausam. Kurz: einfach abartig und auch wahnsinnig abgedreht. Der Schreibstil von Gord Rollo ist flüssig und wird permanent von einem ironischen Unterton und schwarzem Humor begleitet. Er nimmt wirklich kein Blatt vor dem Mund. Das macht es leicht, den Thriller innerhalb kürzester Zeit wegzulesen. Die Geschichte selbst ist so fesselnd und bizarr, dass es für Fans diese Genres schwierig sein wird "Amputiert" auch nur eine Sekunde aus der Hand zu legen. Der Protagonist war mir persönlich äußerst sympathisch. Er ist zwar nicht immer der Klügste und trifft nicht immer die schlauesten Entscheidungen, überzeugt aber durch sein Mitgefühl von Anfang an. Er ist überhaupt nicht egoistisch und denkt zunächst an Andere, bevor er sich selbst rettet. Seine Fähigkeiten waren allerdings des öfteren ein wenig zu unrealistisch. Das störte mich und den Lesefluss überhaupt nicht. Ich selbst bin ein sehr hartgesottener Thrillerfan, dem nichts zu ekelhaft oder zu grausam sein kann. Doch bei dieser Geschichte musste selbst ich schlucken. Die Handlung war für mich in dieser Art etwas völlig neues und ich habe das Buch trotz aller Härte regelrecht eingeatmet. einen Kritikpunkt kann ich für meinen Teil nicht geben. Im Gegenteil, ich hoffe auf viele weitere Bücher des Autors. Ihr sucht etwas Neues und euch kann es gar nicht heftig genug abgehen? Dann kommt ihr an Gord Rollos Thriller auf keinen Fall vorbei! Zartbesaiteten Lesern muss ich leider hier vom Kauf des Buches abraten...

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  • Rezension zu "Amputiert" von Gord Rollo

    Amputiert
    Sternenwanderer-01

    Sternenwanderer-01

    26. June 2011 um 13:12

    Persönliches Fazit: Wow. Das fällt mir spontan zu dem Buch ein. Es war grausam, eklig, blutig und irgendwie faszinierend. Denn die Idee des Chirurgen ist ja wirklich nicht so schlecht. Allerdings bei der Umsetzung kommt seine sadistische und kranke Ader zum Vorschein. Aber nun zur Geschichte. Das Buch ist in 5 Teile eingeteilt, und das ganze hat einen wichtigen Protagonisten: Michael Fox, genannt Mike, ist obdachlos. Er verbringt seine Zeit mit Saufen, und lebt mit seinem Freund Blue in einem alten Abfallcontainer. Er vegetiert so vor sich hin, und trägt seit geraumer Zeit einen Selbstmordgedanken mit sich herum. Doch irgendwann wird er zur Realität und als er schon dort steht und es zu Ende bringen will, hält plötzlich eine Limousine neben ihm an. Der Typ (Statur und Gesicht wie ein Türsteher) macht ihm ein sehr kurioses Angebot. Welches? Er könnte einem brillianten Chirurgen seinen Arm verkaufen. Äußerst skeptisch lehnt Mike das Angebot erstmal ab. Doch als er die Summe von ZWEI MILLIONEN Dollar hört, braucht es nicht viel Überlegung. Zwei Millionen für einen Körperteil?? Warum nicht, immerhin wäre er dann Millionär. Mike willigt ein und somit beginnt für ihn eine unvorstellbar grausame und eklige Leidensgeschichte. Und das nicht nur für Mike, sondern noch einige andere Obdachlose. Mitten im Nichts, auf einer Burg, befindet sich die Privatklinik des Arztes. Was würdet ihr tun, wenn ihr aufwacht, und es fehlen ein paar Körperteile??? Oder der ganze Körper??? Oder ihr hättet ... Nein das wäre zuviel verraten. Aber dieses Buch kann ich wirklich allen empfehlen, die gerne Horror und Psycho lesen. Allein schon bei der Vorstellung solch grauenhafter Dinge, kriege ich eine Gänsehaut. Wenn ihr also wissen wollt, was aus Mike und seinen Kumpels wird. Buch lesen. Gord Rollo beschreibt alles bis ins Detail, knallhart und ohne lange drumherum zu reden. So richtig spannend wird es ab dem dritten Teil Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar von der Verlagsgruppe Ueberreuter/Otherworld erhalten und möchte hiermit nochmals herzlich bedanken.

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  • Rezension zu "Amputiert" von Gord Rollo

    Amputiert
    Claudias-Buecherregal

    Claudias-Buecherregal

    05. June 2011 um 17:06

    Michael Fox lebt seit ein paar Jahren auf der Straße und plant seinen Selbstmord. Quasi in letzter Sekunde erhält er ein merkwürdiges Angebot: Jemand bietet ihm 2 Millionen Dollar für seinen rechten Arm. Nach kurzem Zögern nimmt Michael den Deal an und erfährt kurz darauf, dass er nicht der einzige Spender sein wird. Ein brillanter Chirurg hat mehrere Männer in seine Privatklinik gebracht und erzählt ihnen die Beweggründe, warum er diese Körperteile benötigt. Alle erklären sich, natürlich unter Berücksichtigung der 2 Millionen Dollar, bereit ihm bei seinem Vorhaben zu unterstützen und willigen der OP ein. Aber dann wird Michael misstrauisch, was steckt wirklich hinter der Geschichte und kann er dem Chirurgen trauen? Der Roman beginnt mit einer kurzen Einleitung über das bisherige Leben von Michael Fox. Diese ist ausreichend, damit der Leser nach und nach erfährt, wie Michael in seine verzweifelte Lage kam und warum er zustimmte, seinen rechten Arm für 2 Millionen Dollar zu verkaufen. Seine Geschichte wird durchgängig aus der Ich-Erzählperspektive geschildert, welche das ganze Geschehen sehr glaubhaft wirken lässt und den Leser noch stärker berührt. "Dieser brillante Mann kämpfte seit Jahrzehnten gegen die Grenzen der Wissenschaft an [...]." (Seite 87) Der größte Teil des Romans spielt sich in der Privatklinik des Chirurgen ab, der zwar ein genialer Wissenschaftler ist, aber dem Wahnsinn verfallen zu sein scheint. Er kennt keine Grenze mehr bzgl. Ethik und Anstand und versucht alles um sich seinen größten Wunsch selbst zu erfüllen. Dieses Buch ist definitiv nichts für schwache Nerven oder Leser mit einem empfindlichen Magen. Es strotzt vor grausamen Taten und abgetrennten Körperteilen. Immer wenn ich dachte, was soll denn jetzt noch Geschehen - schlimmer, grauenhafter kann es doch nicht mehr werden, hat mich der Autor überrascht und noch eins oben drauf gesetzt, in dem das Grauen doch noch steigern konnte. Der Roman verleiht dem Leser fast durchgängig ein beklemmendes Gefühl und vermittelt eine düstere Atmosphäre, die besonders durch den Ich-Erzähler noch verstärkt wird und präsenter wirkt. Die Handlung ist schockierend und brutal. Immer mehr unfassbare Details werden bekannt gegeben und teilweise schreibt der Autor wirklich an der Ekelgrenze. "Es heißt, das Frühstück sei die wichtigste Mahlzeit des Tages. Das mag sein, aber es ist auch die nervenaufreibendste, wenn man dabei versucht, ein Pokergesicht zu wahren, während dem Gastgeber bekannt ist, dass jemand am Tisch mehr weiß, als er zugibt." (Seite 105) Der Schreibstil ist einfach, aber gut. Er fesselt den Leser an die Geschichte und vermittelt eine Vielzahl an Gefühlen wie Trauer, Mitleid, Ekel und Angst. Der Roman ist als tolle Klappbroschur erschienen, deren Titel so geprägt ist, dass man ihn erfühlen kann. Der Roman zwingt den Leser zum Nachdenken, ob er bereit wäre ein Körperteil für so viel Geld herzugeben oder ob das Geschehen wirklich so abstrus und realitätsfern ist. Ich fürchte nämlich, dass zumindest Ansätze davon gar nicht so abwegig sind. Wer gerne ekelerregende, grausame Bücher liest, wird sich bei diesem Buch sicherlich nicht langweilen, allerdings ist der Roman meiner Meinung nach erst ab 18 Jahren geeignet, Jugendliche würde ich es nicht lesen lassen. Fazit: Ein erschreckender Roman, der an die starken Nerven des Lesers appelliert. Broschiert: 336 Seiten Verlag: Otherworld (Januar 2011) Sprache: Deutsch ISBN-13: 978-3800095384

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  • Rezension zu "Amputiert" von Gord Rollo

    Amputiert
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. May 2011 um 11:44

    Kurzbeschreibung: Michael Fox ist im Begriff, Selbstmord zu begehen, als ihm ein Fremder zwei Millionen Dollar anbietet. Alles, was er dafür will, ist Fox' rechter Arm. Doch das ist erst der Anfang. Die Pläne des geheimnisvollen Chirurgen gehen weit über einen schlichten Arm hinaus. Und Fox ist nicht der einzige "Spender". Gefangen hinter den Türen des Operationssaals muss Fox feststellen, dass er einem Wahnsinnigen in die Falle gegangen ist ... und es kein Entrinnen gibt. Zum Autor: Gord Rollo wurde 1967 in Schottland geboren. 1971 wanderte seine Familie nach Kanada aus und ließ sich in Dunnville, Ontario, nieder. Am Sheridan College in Oakville, Ontario, studierte er Betriebswirtschaft, Hauptfach Marketing. Zu schreiben begann er bereits in sehr jungen Jahren, ermutigt von seinem talentierten Vater. Er ist Mitglied der Horror Writer's Association. Sein Hauptinteresse gilt Horror und Science-Fiction, in letzter Zeit widmet er sich auch dem Verfassen von Filmdrehbüchern. Rezension: Michael Fox ist seit dem Tod seiner Frau und seines Sohnes bei einem Autounfall auf der schiefen Bahn und lebt als Obdachloser. Seine Tochter, die den Unfall überlebt hat, hat sich von ihm abgewandt und lebt seitdem bei ihrer Tante. Da Michael keinen anderen Ausweg aus seinem unwürdigen Dasein weiß, will er sich vor einen Zug werfen. Doch kurz bevor dies geschehen kann, bekommt er das Angebot seines Lebens: Ein Mann bietet ihm zwei Millionen Dollar im Gegenzug zu seinem rechten Arm. Trotz einiger Bedenken geht Michael auf den Deal ein, denn er hofft, mit dem Geld nicht nur sich sondern auch die Beziehung zu seiner Tochter retten zu können. Doch kaum auf dem Anwesen von Dr. Marshall angekommen, stellt Michael fest, dass er nicht der einzige ist, den man geködert hat. Denn noch mehr Männer sind bereit, verschiedene Gliedmaßen an den Doktor zu verkaufen. Und bald beginnt ein lebendig gewordener Albtraum für die Männer, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint... Michael Fox als Protagonist des Romans ist ein typischer Anti-Held. Er lebt in der Gosse und fristet sein Dasein. Als er das verlockende Angebot bekommt, kann man als Leser gut nachvollziehen, wie sehr ihn dieses reizt, denn es würde ihm ermöglichen, alles Dagewesene hinter sich zu lassen und seine Situation deutlich zu verbessern. Seine Entwicklung vom mitleiderregenden Obdachlosen zum wahren Helden gestaltet sich langsam aber stetig und wird authentisch und fesselnd geschildert. Die Figur des Dr. Nathan Marshall, der zu Beginn an noch den Eindruck einer Koryphäe seines Fachs macht, sich aber mehr und mehr als wahnsinniger Wissenschaftler herauskristallisiert, wirkt ebenso angsteinflößend wie seine rechte Hand Drake, ein Schlägertyp, der fieser nicht sein könnte. Gord Rollo nimmt in seinem Werk "Amputiert" kein Blatt vor den Mund. Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte besser die Hände von diesem Roman lassen. Das Thema an sich ist nicht neu, denn wer kennt nicht "Frankenstein", die Kreatur, die aus verschiedenen Körperteilen neu erfunden wurde. "Amputiert" wird aus der Sicht von Michael Fox erzählt, so dass der Leser nicht anders kann, als hautnah bei jeder noch so hartgesottenen Szene dabei zu sein und mit ihm mitzufiebern, ob er es schaffen wird, aus den Händen Dr. Marshalls zu entkommen. Doch ist "Amputiert" nicht nur eine reine Aneinanderreihung von brutalen, mitunter ekelerregenden Szenen sondern wechseln sich diese immer mal wieder auch mit ruhigeren Teilen ab, die zum Nachdenken anregen. Die Sprache ist recht einfach gehalten und die 42 Kapitel recht kurz. Unterteilt sind diese noch jeweils in 5 Teile, "Die Brücke", "Das Angebot", "Die Burg", "Das Monster" und "Das Ende". Zur Gestaltung des Buchs: Das Cover ist in verschiedenen Grautönen gehalten. Der Buchtitel in blutrot wurde in Spotlackoptik hervorgehoben. Fazit: "Amputiert" ist nichts für schwache Nerven. Gord Rollo erinnert mich mit seinem Buch an die Werke Richard Laymons. Also Achtung: Wer einen schwachen Magen hat, sollte dieses Buch lieber nicht in die Hände nehmen. Fans von blutigen und mitunter sehr hartgesottenen Szenen werden daran sicherlich ihre Freude haben.

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  • Rezension zu "Amputiert" von Gord Rollo

    Amputiert
    Schattenkaempferin

    Schattenkaempferin

    19. April 2011 um 20:16

    «Ich wusste es. Ich wusste einfach, dass Sie der Richtige sind, Mike. Darum bin ich heute hier – um Ihnen zurück auf die Beine zu helfen. Auf meine Empfehlung hin ist Dr. Marshall bereit, Ihnen eine stattliche Summe dafür zu bieten, dass Sie ihm bei der Fortführung seiner Forschungen unterstützen. Was er von Ihnen möchte, ist völlig legal, und niemand bekommt Schwierigkeiten. Alles, was Sie verloren haben, können Sie zurückhaben – und mehr. Sie können alles haben, was Sie sich je erträumt oder gewünscht haben. Es ist ganz einfach, Mike. Wenn Sie bereit sind, Dr. Marshall zu geben, was er will, ist er bereit, Sie reich zu machen.» (Seite 40) Vor drei Jahren verlor Michael Fox bei einem Autounfall seine Frau und seinen Sohn. Seitdem ist er in den Sumpf der Obdachlosigkeit gerutscht, seine Tochter hat sich von ihm abgewandt und er selbst empfindet nur noch Todessehnsucht. Auf dem Weg in den Freitod wird ihm in nahezu letzter Sekunde ein unglaubliches Angebot unterbreitet: Zwei Millionen Dollar für seinen rechten Arm. Obwohl ihn von Anfang an ein seltsames Gefühl beschleicht, lässt er sich schließlich von der Menge des Geldes überzeugen, das nicht nur sein eigenes Leben wieder auf eine gerade Spur befördern, sondern auch seine Tochter zu ihm zurück bringen könnte. Doch bei der Ankunft auf Dr. Marshalls Anwesen stellt Mike fest, dass er nicht der Einzige ist, dem eine bestimmte Summe für eine Gliedmaße angeboten wurde. Neben ihm werden drei weitere Männer, die ebenfalls zu der Obdachlosen-Szene der Stadt gehören, in die Privatklinik gebracht und das mulmige Gefühl verstärkt sich immer weiter. Ein erklärender Vortrag des Chirurgen beruhigt Mike ein wenig, aber schon bald muss er feststellen, dass er nicht den Weg in ein neues Leben, sondern in seinen ganz persönlichen Alptraum gefunden hat. Ein Alptraum, den unzählige andere Männer mit ihm teilen. Gord Rollo greift in seinem Roman Amputiert die bereits wohlbekannte Idee des Frankenstein auf und holt sie in unsere moderne Welt: Die Erschaffung eines künstlichen Menschen, der trotzdem lebensfähig ist. Hierbei bedient er sich nicht nur Grauen erregenden Bildern, die er geschickt an den Leser bringt, sondern auch mitunter unblutigen und gerade dadurch so tiefgehenden Szenen. Obwohl die Idee selbst keine neue ist, stellt der vorliegende Roman keinen billigen Abklatsch dar, sondern verspricht trotz schlichtem Cover überaus spannende und fesselnde Unterhaltung. Dass dabei zwar der Held der Story eher blass rüberkommt und nicht zu hundert Prozent überzeugen kann, wird durch den fiesen und geisteskranken Doktor und seine Schergen mehr als ausgeglichen. In Amputiert glänzen die Bösen mehr als die Guten und gerade das macht das Buch so überaus erfrischend. Angepasst an die Idee wird auch sprachlich ein wenig experimentiert, ohne zu sehr auf Risiko zu spielen. Leicht verständlich, aber trotzdem tiefgehend schafft Gord Rollo zumindest zeitweise eine Atmosphäre, die düster und beklemmend auf den Leser wirkt und sehr gut zum dunklen Gemäuer von Marshalls Anwesen passt. Der Autor nimmt kaum Rücksicht auf schwache Nerven, sodass zartbesaitete Leser das Buch wohl des Öfteren zur Seite legen müssen, um ihren Magen wieder zur Ruhe kommen zu lassen. Und auch Hartgesottene dürften das eine oder andere Mal mit ihrem Schluckreflex zu kämpfen haben, denn leicht verdaulich ist Amputiert mit Sicherheit nicht. Dass der Otherworld-Verlag sich nicht am Originalcover orientiert hat, kann man mit zwiespältiger Meinung betrachten. Denn so wird der Leser zwar durch den Titel, jedoch nicht durch die doch eher schlichte Covergestaltung auf die ihn erwartende Geschichte vorbereitet. Abzuwarten bleibt, was der deutsche Buchmarkt noch von Gord Rollo zu Gesicht bekommen wird – mit diesem Start sichert er sich allerdings auf Anhieb einen festen Platz in dem einen oder anderen Regal von Lesefreunden. Fazit: Amputiert mag auf den ersten Blick wie ein Frankenstein-Imitat wirken und tatsächlich sind einige Parallelen erkennbar. In die moderne Welt gezogen bewirkt diese Geschichte beim Leser vor allem eins: Beklemmung, da sie eine erschreckende Realität inne hat und in der heutigen Zeit gar nicht so abwegig erscheint. Wertung: Handlung: 4/5 Charaktere: 3,5/5 Lesespaß: 4/5 Preis/Leistung: 4/5

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  • Rezension zu "Amputiert" von Gord Rollo

    Amputiert
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. April 2011 um 10:32

    Ein kurzer Moment und sein ganzes Leben änderte sich. Eben noch amüsierte er sich mit seinen Freunden, war auf dem guten Weg sich ordentlich zu betrinken, als ihn die Schreckensnachricht erreicht: Seine Frau und sein Sohn kamen bei einem Autounfall ums Leben. Sie haben sich bei diesem miesen Wetter ins Auto gesetzt und die schwere Fahrt auf sich genommen weil sie IHN abholen mussten. Nach diesem Abend ist nichts mehr wie es war. Michael Fox, genannt Mike, sieht keinen Sinn mehr in seinem Leben, er rutscht vollkommen ab und landet auf der Straße. Zu seiner Tochter hat er keinen Kontakt mehr, sie will ihn nicht mehr sehen. Und plötzlich wird ihm ein Angebot gemacht, mit dem endlich wieder etwas gutmachen könnte. Ein fremder Mann spricht ihn an und bietet ihm Geld. Viel Geld. Für seinen rechten Arm. Was hat Meik schon zu verlieren, er lebt auf der Straße und lebt nur noch von Tag zu Tag. Was würde es schon ausmachen einen Arm zu verlieren, aber dafür sein Leben wieder auf die Reihe zu bekommen? Doch es kommt alles anders… Spannend, derb, schockierend, fesselnd, schrecklich, unfassbar, erschreckend, ekelhaft, furchtbar, grauenhaft. Das sind Wörter die mir während des Lesens von diesem Buch immer und immer wieder im Kopf umherschwirrten. Diese Geschichte hat mich vollauf gepackt und nicht mehr losgelassen, denn sie war schockierend und Gänsehaut erzeugend, sie macht fassungslos und ist gleichzeitig extrem spannend und einfach nur toll erzählt. Das einzige Wort das mir zusammenfassend dazu einfällt ist: krass. Diese Geschichte hat es wirklich in sich. Langsam geht es los, man lernt Meik in seiner Umgebung unter anderen Obdachlosen kennen und erfährt nach und nach wie es zu seinem Leben auf der Straße gekommen ist. Und schließlich lernt man den reichen Mann kennen, der ihm das verlockende Angebot macht und endlich erfährt man, was die Hintergründe dieses sonderbaren Angebotes sind. Schon dieser Teil ist mehr als spannend und sehr flüssig geschrieben, so dass man gespannt darauf wartet, wie es weiter geht und ob Meik wirklich den Sprung aus seinem Leben als ‚Penner‘ schaffen wird. War die Geschichte jedoch bis dahin noch einfach nur spannend, gibt es bald schon einen Punkt in der sie straff anzieht und los geht die wilde Achterbahnfahrt. Plötzlich stürzen all die oben genannten Eindrücke auf einen ein und man bleibt erst mal völlig sprachlos zurück. Diese Geschichte weiß es zu entsetzen, ganz nach meinem Geschmack. Auch das Ende hat es in sich und bietet einen sehr gelungenen Abschluss der anders gar nicht hätte ausfallen dürfen, ohne der Geschichte ihre Glaubhaftigkeit zu nehmen und einfach nur grausam und unvorstellbar zu sein. Besonders gefallen hat mir, dass sich Gord Rolle sehr mit dem Thema der Amputation beschäftigt zu haben scheint und so dem Leser bis ins kleinste Detail alle medizinischen Dinge erklären und verständlich machen kann. Außerdem bringt er einem auf sehr gelungene Art und Weise das Leben der Obdachlosen näher und greift einige Vorurteile diesen gegenüber auf, die den Leser zum Nachdenken anregen können. Zum Nachdenken regt natürlich auch die Geschichte selbst an. Immer wieder habe ich mich gefragt, ob ich für viel Geld auch eins meiner Körperteile hergeben würde. Mein erster Gedanke war ganz klar: Nein! Aber wie sieht es aus, wenn man sich in Mikes Position befindet und man nichts mehr hat, für das es sich zu leben lohnt? Zwar konzentriert sich die Geschichte vorwiegend auf Mike, schließlich ist sie aus seiner Sicht geschrieben, jedoch lernt man durch ihn auch noch andere, auf der Straße lebende, Menschen kennen, denen ebenfalls ein solches Angebot gemacht wurde. Gord Rollo hat eine Art Personen zu beschreiben, in nur kurzen knappen Sätzen und doch hat man das Gefühl die Personen danach zu kennen bzw. einschätzen zu können, was für eine Art von Mensch sie sind. So konnte ich mir ziemlich schnell die verschiedenen Persönlichkeiten im realen Leben vorstellen, ich konnte mich gut in sie und die jeweiligen Situationen hineinversetzen. Einziger Kritikpunkt für mich ist ein Teil des Endes. Zu oft fand man das Wort ‚Glück‘ in einem Satz wieder und so wurde es doch ein klein wenig unrealistisch dass Meik so viel Glück hatte. Alles in allem kann ich das Buch aber jedem empfehlen, der nach einem wirklich gelungenen und spannenden Thriller sucht. Ich war vollauf begeistert.

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  • Rezension zu "Amputiert" von Gord Rollo

    Amputiert
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. March 2011 um 14:39

    Michael Fox ist am Ende. Seine Frau tot, sein Sohn tot und er , er ist für seine Tochter schon lange tot. Als "Penner" lebt er mit seinen Kumpels unter einer Brücke. Pillen, Alkohol und billiger Sex mit Junkies bestimmen seinen tristen Alltag. Einzig sein Tot kann vielleicht noch etwas gutes vollbringen... Als er also auf dem Gleis steht und nur noch darauf wartet, vom Zug erfasst zu werden, damit seine Tochter seine Lebensversicherung erhält, wird er plötzlich angesprochen. Als er ins Auto steigt, erhält er ein interessantes Angebot: 2 Millionen für seinen Arm... Viel Geld, dass ihm die Sorgen leichter machen kann... ihn aber auch in seine ganz eigene Hölle bringt... Nein, bei diesem Buch habe ich es nicht mit einem Fundstück zu tun, dass mich auf böse Art zum Lachen brachte, sondern mit einem Roman, der berührt. Er berührt wirklich jedes Gefühl von Ekel bis Trauer, von Mitleid bis Angst. Michael Fox erzählt uns seine Geschichte, dabei lässt er einen an allem teilhaben, seiner Angst, seinen Schmerzen, wenn das Skalpell in seine Haut sticht und an seinem Mut, aber auch seiner Mutlosigkeit. Wer hier nur nach einer "Ekelbefriedigung" sucht, ist leider fehl am Platze. Gord Rollo ist mit seinem Buch einen schmalen Grad entlanggegangen. Wie weit konnte er seine "Ideen" ausbreiten, ohne, dass es wirklich pervers wird? Er war manchmal schon an der Grenze, hat sie aber nie überschritten. Dennoch finde ich die "ab 18 Empfehlung" des Verlages wirklich angemessen. Schließlich entsteht hier schon ein packendes Kopfkino, bei dem sich so mancher Drehbuchautor noch Ideen holen kann. Der Arzt, der hinter allem steckt (und nicht Frankenstein heißt ;-) ) hat so seine ganz eigenen Mittel und Methoden um die Perfektion zu erreichen, kurz: ihm ist jedes Mittel recht. Michael, der ja nun wirklich nichts mehr zu verlieren hat, wird zusammen mit weiteren Obdachlosen in eine Klinik gesperrt und nach einiger Zeit, die die Geschichte zum anlaufen braucht, erlebt er dann wirklich bizarre Operationen und er merkt, dass er schon noch etwas hat, was er verlieren kann: seine Körperteile. Vor kurzem lief ein Tatort, der über die Thematik des Organhandels "aufklärte." Amputiert kann man da ruhig neben stellen, es ist nicht weniger unterhaltend, hat aber auch einen "Aha - Faktor". Ich finde man merkt, besonders wenn man das Buch beendet hat, dass der Autor hier seine eigenen Qualen verarbeitet hat und sie mit seiner Fantasie noch um einiges ausgeschlachtet hat. Warum sollte man also dieses Blutbad lesen wollen? Zum einen, weil die Geschichte um Michael Fox und seine Verzweiflung einen noch lange begleiten wird, zum anderen, weil vielleicht auch diese Geschichte nicht so weit hergeholt ist und Schlussendlich, weil es ein verdammt guter Thriller ist!

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