Gordon Ferris

 4.1 Sterne bei 19 Bewertungen
Autor von Mord ist nur ein Spiel, Galgenfrist für einen Toten und weiteren Büchern.

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Gordon FerrisGalgenfrist für einen Toten
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Galgenfrist für einen Toten
Galgenfrist für einen Toten
 (9)
Erschienen am 26.03.2013
Gordon FerrisMord ist nur ein Spiel
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Mord ist nur ein Spiel
Mord ist nur ein Spiel
 (9)
Erschienen am 06.06.2013
Gordon FerrisMord ist nur ein Spiel: Der 1. DANNY McRAE Thriller
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Mord ist nur ein Spiel: Der 1. DANNY McRAE Thriller
Gordon FerrisThe Hanging Shed (Douglas Brodie series Book 1)
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The Hanging Shed (Douglas Brodie series Book 1)
Gordon FerrisPilgrim Soul
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Pilgrim Soul
Pilgrim Soul
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Erschienen am 01.08.2013
Gordon FerrisThe Unquiet Heart
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The Unquiet Heart
The Unquiet Heart
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Erschienen am 01.11.2012
Gordon FerrisMoney Tree
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Money Tree
Money Tree
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Erschienen am 30.07.2014
Gordon FerrisThe Hanging Shed
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The Hanging Shed
The Hanging Shed
 (0)
Erschienen am 20.09.2011

Neue Rezensionen zu Gordon Ferris

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Rezension zu "Mord ist nur ein Spiel" von Gordon Ferris

Verhängnisvoller Gedächtnisschwund ...
Meteoritvor 3 Jahren

Rezension ,,Mord ist nur ein Spiel" von Gordon Ferris


,,Mord ist nur ein Spiel" ist der erste Danny-McRae-Thriller von Gordon Ferris. Er ist mit 352 Seiten am 06.06.13 im Festa Verlag erschienen.

Inhalt:

London, 1945. In den Ruinen der zerbombten Stadt treibt ein brutaler Killer sein Unwesen. Er tötet immer mehr Prostituierte. Der private Ermittler Danny McRae soll eigentlich für eine reiche Klientin nach ihrem verschwundenen Ehemann suchen, doch schon bald stößt er auf rätselhafte Verbindungen zu den Hurenmorden. Danny macht zudem seine eigene Vergangenheit und Erinnerungslücken zu schaffen: Hat er als Soldat in Paris tatsächlich eine junge Widerstandskämpferin getötet? Er zweifelt selbst an seiner Unschuld. Und deshalb verfolgt ihn auch Inspector Wilson: Er glaubt, dass Danny der Serienkiller ist ... (Klappentext)

Cover:

Das Cover passt total gut. Es zeigt die Verwüstung des schrecklichen Krieges und mittendrin einen Mann, der auf den Ganzen Schutt schaut. Die leichte gelbe ,,Verdreckung" an der Seite passt zu dem im Jahre 1945 spielenden Thriller.

Charaktere:

Mit der Hauptperson Danny McRae haben wir einen typischen gebrochenen Typ, wie man ihn so oft in Krimis/Thrillern findet. Er ist Privatdetektiv, trinkt gerne mal etwas und verdaut die schrecklichen Momente des Krieges. Als wenn das nicht schon genug wäre, hat er auch noch das Konzentrationslager in Dachau überlebt.
Eines Tages kommt eine Klientin zu ihm und er stößt auf Verbindungen zu den Hurenmorden und zuletzt auch zu sich selbst, denn er möchte endlich wissen, was damals wirklich geschah ... und warum ihn diese schrecklichen Erinnerungen/Träume von einer verbluteten Frau plagen.

Dann wäre da noch Val, eigentlich Valerie, eine total sympathische Frau, die jedoch ein wenig mysteriös immer auftaucht und wieder abhaut. Das Ende offenbart, was es mit Val auf sich hat.

Dann sind da noch verschiedene weitere Charaktere. Inspector Wilson ist noch nennenswert, nicht von der Art her, aber Gordon Ferris hat mit ihm einen richtig fiesen Polizisten erschaffen. Brutal und unfair.

Meine Meinung:

Die Geschichte fängt ganz ruhig an, man sympathisiert mit Danny McRae, fühlt mit ihm. Bis seine Erinnerungen den Leser aus der Bahn werfen. Weiß er mehr über die Morde in seiner Gegend? Und wieso bekommt er dauernd Kopfschmerzanfälle, bei denen nicht selten danach eine weitere tote Person gefunden wird?
Plötzlich scheint nicht mehr alles gut zu laufen, und man rätselt, ob Danny der Täter sein könnte. Eigentlich scheint er doch ganz nett zu sein ...

Gordon Ferris hat einen tollen Schreibstil, bildhaft und fesselnd. Gerade die Beschreibungen der Nachkriegszeit und der Konzentrationslager sind aufwühlend, was wiederum den Krimi zu etwas Besonderem macht.

Eigentlich hatte ich genug von den kaputten Typen in Büchern. Immer diese Polizisten, die viel Schreckliches erleben, meist Whisky trinken, rauchen und Frauen abschleppen. Immer das gleiche, doch irgendwie ist Danny anders. Er scheint sympathisch, vielleicht auch wegen dem, was er erlebt hat.

Ich dachte einfach mal, ich probiere die Festa-Crime-Reihe aus, nun überzeugt mich gleich der erste Krimi. Schade ist jedoch, dass außer diesen beiden Büchern wohl kein weiteres Buch von Ferris im Festa Verlag erscheinen wird. Zumindest las ich das in dem Forum. Scheinbar trifft Ferris nicht den Geschmack der Masse, was ich wiederum nicht verstehen kann.

Fazit:
Letztendlich muss ich sagen, dass mich der Krimi überzeugen konnte. Er bietet eine ungewöhnliche Atmosphäre zu einer Zeit, in der das Leben schwer gewesen sein muss, mit Ereignissen, die man nicht (mit-)erleben will.
Manchmal flammte eine kleine Langatmigkeit auf, und die Spannung hielt sich manchmal in Grenzen, sodass ich 4 Sterne gebe.

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Rezension zu "Galgenfrist für einen Toten" von Gordon Ferris

Galgenfrist für einen Toten
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren

Gordon Ferris´ Galgenfrist für einen Toten ist ein kleines Phänomen: schon Bestseller, bevor es auf den Markt kam. Als E-Book nämlich stand es wochenlang beim britischen amazon oben in den Verkaufscharts, freilich begünstigt durch einen konkurrenzlos niedrigen Preis und nicht zu vergessen einem Hammer-Zitat von Val McDermid, die es über den grünen Klee lobte. Das machte so neugierig, dass renommierte Print-Medien wie derIndependent oder der Observer den Krimi als gedrucktes Buch überaus positiv besprachen. Laut Daily Mail haben wir es bei Gordon Ferris gar mit einem neuen Ian Rankin zu tun. Das trifft es zwar nicht, dennoch istGalgenfrist für einen Toten ein großer Wurf und vielversprechender Auftakt für eine neue Serie.

Gordon Ferris hat trotz anders lautender Rezensionen von den britischen Inseln wenig mit Ian Rankin oder Stuart MacBride zu tun – das ergibt sich allein durch die Zeit, in der seine Brodie-Reihe spielt. Glasgow ist per se dreckiger, vom »Proletariat« und der Montanindustrie viel mehr geprägt als Edinburgh, wo Rankins Rebus-Reihe spielt. Selbst MacBrides Aberdeen ist ein wunderbares Fleckchen Erde dagegen.

Auch hält sich der Humor in Grenzen. Ganz auf Sarkasmus verzichtet Ferris nicht, doch behält er eine Ernsthaftigkeit bei, die anderen schottischen Krimi-Autoren manchmal fehlt. Sein Brodie-Erstling ist noir, teilweise traurig bis zur Verzweiflung. Dass er konsequent das unter den Schotten so beliebte Motiv des Jekyll & Hyde fortführt, macht ihn nicht einzigartig, sondern sicher im Stil.

Natürlich, man hätte es ahnen können: Wer einem Roman ein Chandler-Zitat voranstellt, geht klar in die Richtung hardboiled und der Protagonist kann eigentlich nichts anderes sein, als ein Marlowe aus einer anderen Feder. Wie Brodie. Gerechtigkeitsfanatiker im Kampf für das Gute, dabei aber auch regelmäßg selbst zu den Waffen des Bösen greifend. Sein Rachefeldzug im letzten Viertel des Romans ist demzufolge fast ein bisschen »too much«, wenngleich an Action kaum zu überbieten. Brodie lässt es darauf ankommen, koste es, was es wolle. Und bleibt dabei ganz in der Tradition der Romantik eines Philip Marlowe:

In diesem Moment fragte ich mich, wie viele Chancen ein Mann in seinem normalen Leben erhielt, gemeinsam mit der Sonne gen Westen zu segeln – auf einer wunderschönen Jacht und mit einer bildhübschen Blondine an seiner Seite?

So hat Gordon Ferris auch wirklich wenig zu tun mit Ian Rankin & Co. Vielmehr erinnert er in seiner Schreibe und der von ihm kreierten Atmosphäre an William McIlvanney, David Peaces Red-Riding-Quartett oder Ken Bruens Jack-Taylor-Reihe.

Galgenfrist für einen Toten – bitter, düster, voller Tempo und Action. Ein Kriminalroman in bester, alter Schule. Mehr davon!

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Rezension zu "Mord ist nur ein Spiel" von Gordon Ferris

Mord ist nur ein Spiel
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren

Mord ist nur ein Spiel beginnt wie ein wandelndes Cliché, wiegt seine Leser mit einer vertrauten Situation in scheinbarer Sicherheit, um ihnen – und vor allem dem Protagonisten – peu a peu den Boden unter den Füßen wegzureißen. Die Welt gerät aus den Fugen und Danny McRae befindet sich mitten in einem Strudel, in dem auf nichts mehr Verlass ist, schon gar nicht auf die eigene Erinnerung. Als ob es nicht reichte, als Kriegsheimkehrer in einer Umgebung zu leben, die knapp der Zerstörung entronnen ist, geplagt von der Erinnerung an Grausamkeit, Wahnsinn und Tod, in einer Zeit, die von Entbehrungen geprägt ist.

Gordon Ferris lässt die Zeit der letzten Kriegswirren und des beginnenden Wiederaufbaus nach dem zweiten Weltkrieg wie durch einen düsteren Spiegel betrachtet, wiederauferstehen. Er betreibt keine plakative Zurschaustellung historischer Tableaus, sondern nutzt das Zeitgeschehen geschickt zur Entwicklung einer vielschichtigen, außerordentlich spannenden Erzählung. Die Hauptfigur steht mit dem Rücken zur Wand, zur ganzen Welt, pendelt zwischen Jäger und Gejagtem mit nur einer sicheren Erkenntnis: Sicherheit existiert nicht.

Zwischen Wahn und Wirklichkeit pendelnd, zwischen realen Gräueln und fiktiven Morden, ist die Welt in der sich Privatdetektiv Danny McRae bewegt, eine finstere. Politische und private Obsessionen als Fundament manischer Zerstörungswut. Ferris erzählt davon, leidenschaftlich und mit dramatischer Wucht, mit einer Präzision, der geschwätzige Übertreibung fremd ist. Im Fokus immer die Opfer der (realen) Gewalt, nahegebracht durch einen Erzähler, der selbst eines ist. Und sich vehement gegen diesen Umstand wehrt.

Mord ist nur ein Spiel beherrscht die klassischen Vorgaben des Hardboiled, nutzt sie mit einem Zwinkern, um die kommende Schwärze erträglicher zu machen, durch die der Protagonist nahezu ohne Atempause und unter stetig steigender Anspannung taumelt. Ergibt einen fein austarierten Roman: Hochspannend und nachdenkenswert zugleich. Ein weiterer Treffer der insgesamt äußerst lobenswerten Festa-Crime-Reihe.

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