Gordon Ferris Galgenfrist für einen Toten

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Inhaltsangabe zu „Galgenfrist für einen Toten“ von Gordon Ferris

1946. Der frühere Polizist Douglas Brodie kehrt in seine schottische Heimat zurück, gezeichnet und traumatisiert von den Kriegserlebnissen an der Front.
Dort erreicht ihn ein Hilferuf: Hugh Donovan, ein Freund aus Kindertagen, sitzt im Gefängnis und wartet auf seine Hinrichtung. Ihm wird der Mord an einem kleinen Jungen vorgeworfen. Hugh beteuert seine Unschuld, aber die erdrückende Beweislast spricht gegen ihn.
Gemeinsam mit der Anwältin Samantha stößt Brodie schnell auf Widersprüche. Nicht nur die Glasgower Unterwelt, auch Justiz, Polizei und sogar die Kirche versuchen ihre grausamen Geheimnisse zu verbergen.
Und als weitere Leichen auftauchen, wird Brodie von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt.

Daily Mail: 'Offenbar haben wir einen neuen Ian Rankin gefunden.'

Scotsman: 'Der neue Star der schottischen Literatur.'

Val McDermid: 'Gordon Ferris erzählt sehr bewegend und mit einem grandiosen Tempo.'

Ein hervorragend geschriebenes Buch, ein sympathischer Protagonist mit Ecken und Kanten, dazu Spannung satt...top!

— Creed

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  • Galgenfrist für einen Toten

    Galgenfrist für einen Toten

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Gordon Ferris´ Galgenfrist für einen Toten ist ein kleines Phänomen: schon Bestseller, bevor es auf den Markt kam. Als E-Book nämlich stand es wochenlang beim britischen amazon oben in den Verkaufscharts, freilich begünstigt durch einen konkurrenzlos niedrigen Preis und nicht zu vergessen einem Hammer-Zitat von Val McDermid, die es über den grünen Klee lobte. Das machte so neugierig, dass renommierte Print-Medien wie derIndependent oder der Observer den Krimi als gedrucktes Buch überaus positiv besprachen. Laut Daily Mail haben wir es bei Gordon Ferris gar mit einem neuen Ian Rankin zu tun. Das trifft es zwar nicht, dennoch istGalgenfrist für einen Toten ein großer Wurf und vielversprechender Auftakt für eine neue Serie. Gordon Ferris hat trotz anders lautender Rezensionen von den britischen Inseln wenig mit Ian Rankin oder Stuart MacBride zu tun – das ergibt sich allein durch die Zeit, in der seine Brodie-Reihe spielt. Glasgow ist per se dreckiger, vom »Proletariat« und der Montanindustrie viel mehr geprägt als Edinburgh, wo Rankins Rebus-Reihe spielt. Selbst MacBrides Aberdeen ist ein wunderbares Fleckchen Erde dagegen. Auch hält sich der Humor in Grenzen. Ganz auf Sarkasmus verzichtet Ferris nicht, doch behält er eine Ernsthaftigkeit bei, die anderen schottischen Krimi-Autoren manchmal fehlt. Sein Brodie-Erstling ist noir, teilweise traurig bis zur Verzweiflung. Dass er konsequent das unter den Schotten so beliebte Motiv des Jekyll & Hyde fortführt, macht ihn nicht einzigartig, sondern sicher im Stil. Natürlich, man hätte es ahnen können: Wer einem Roman ein Chandler-Zitat voranstellt, geht klar in die Richtung hardboiled und der Protagonist kann eigentlich nichts anderes sein, als ein Marlowe aus einer anderen Feder. Wie Brodie. Gerechtigkeitsfanatiker im Kampf für das Gute, dabei aber auch regelmäßg selbst zu den Waffen des Bösen greifend. Sein Rachefeldzug im letzten Viertel des Romans ist demzufolge fast ein bisschen »too much«, wenngleich an Action kaum zu überbieten. Brodie lässt es darauf ankommen, koste es, was es wolle. Und bleibt dabei ganz in der Tradition der Romantik eines Philip Marlowe: In diesem Moment fragte ich mich, wie viele Chancen ein Mann in seinem normalen Leben erhielt, gemeinsam mit der Sonne gen Westen zu segeln – auf einer wunderschönen Jacht und mit einer bildhübschen Blondine an seiner Seite? So hat Gordon Ferris auch wirklich wenig zu tun mit Ian Rankin & Co. Vielmehr erinnert er in seiner Schreibe und der von ihm kreierten Atmosphäre an William McIlvanney, David Peaces Red-Riding-Quartett oder Ken Bruens Jack-Taylor-Reihe. Galgenfrist für einen Toten – bitter, düster, voller Tempo und Action. Ein Kriminalroman in bester, alter Schule. Mehr davon!

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  • Mord und Totschlag in Schottland

    Galgenfrist für einen Toten

    Creed

    14. April 2015 um 20:14

    Mein erstes Buch von Festa Crime...und gleich ein absoluter Volltreffer! "Galgenfrist für einen Toten" ist mal wieder eines der Werke, bei denen wirklich alles stimmt... Erstens das Wichtigste, nämlich der Plot: Gut durchdacht, spannend, immer wieder überraschend und unerwartet düster, beinahe schon nihilistisch. Zweitens die Charaktere: Der Hauptprotagonist und Ich-Erzähler Douglas Brodie ist sympathisch, besitzt jedoch Ecken und Kanten, hadert mit seinem Schicksal, aber nicht so übertrieben wie in vielen schwedischen Krimis. Die Anwältin Samantha Campbell ist eine Frauengestalt, die zum Glück nicht zum üblichen schmückenden Beiwerk gehört, sondern vielmehr hart im Nehmen ist und auch austeilen kann. Und die Bösen sind nicht albern, sondern wirklich böse. Drittens die Atmosphäre: Realistisch wird die Situation im Schottland des Jahres 1946, kurz nach dem Krieg dargestellt. Ferris streut geschickt ab und zu geschichtliche Informationen ein, ohne die Handlung zu behindern; im Gegenteil, Story und historischer Hintergrund bilden eine stimmige Einheit. Und ganz wichtig: Das Buch hält über die ganze Distanz von 440 Seiten die Spannung, ist rasant ohne Durchhänger...Qualitäten, die man weiß Gott nicht von jedem Krimi mit dieser Seitenzahl gewöhnt ist. Endgültig gewonnen hat das Buch bei mir wegen vieler zynischer Kommentare und Dialoge, die herrlich ironisch sind und trotzdem den Ernst der Geschichte nicht verwässern. Zum Teil erinnerte mich die Erzählung des Hauptcharakters an den beissenden Schreibstil Raymond Chandlers. Wohl nicht von ungefähr hat Ferris seinem Buch ein Zitat aus Chandlers Roman "Der lange Abschied" vorangestellt. In England und Schottland ist im letzten Jahr der vierte und letzte Teil der Douglas Brodie-Thriller erschienen, und ich hoffe inständig, dass sämtliche Roman Gordon Ferris' im Festa-Verlag erscheinen werden. Wieder einmal schulde ich Verleger Frank Festa großen Dank für das Publizieren eines weiteren hervorragenden, bei uns bislang unbekannten Schriftstellers... Fazit: Ein rundum gelungenes, großartiges Buch! Sehr spannend, toller Schreibstil, düsterer Plot und ein sympathischer Hauptcharakter. Bestimmt einer meiner späteren Jahresfavoriten!

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  • Douglas Brodie, die schottische Antwort auf Philip Marlowe und Jerry Cotton

    Galgenfrist für einen Toten

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. July 2013 um 14:39

    Meine Sperre gegenüber Titelreihenvorhersagen wie "Der ERSTE Douglas Brodie Thriller" überwindend, habe ich zu diesem Roman gegriffen und es, soviel vorweg, nicht gänzlich bereut. Einen Plot 1946 im Nachkriegsschottland anzusiedeln hat literarisch durchaus Vorzüge, da getrost alle Errungenschaften der modernen Technik und Forensik außer Acht gelassen werden können. Keine Handys, Navis, keine Spusi stören die dadurch erfreulich puristische Erzählung. Das Hauptaugenmerk liegt auf den Menschen, die sich, nebenbei in einem großartigen Setting, in ihrer Charaktervielfalt mit samt ihrer Ecken und Kanten relativ glaubhaft entwickeln können. Der Showdown ist in Wild-West-Manier etwas überzeichnet, vielleicht sogar menschenverachtend geraten und mag, ähnlich dem respektlosen Schubladensortiment Polizei und Kirche, die eine oder andere moralische Frage aufwerfen. Gut, wenn man das erkennt und in den Topf der Fiktion werfen kann - so bleibt letztlich doch eine Quintessenz unterhaltsamer Krimifreude. MEINE Freude wurde jedoch sprachlich dadurch eingetrübt, dass die Übersetzung des originalen Heimatslangs der West Central Lowlands in einen Dialektmix aus berlinerisch und rheinländisch gepresst wurde, der streckenweise nur qualvoll zu ertragen war. "Nich von hia ... Säufa ... eima (einmal) ... se sin doch nich bei de Polizei, oda?" Bei aller Liebe, wenn die Originalvorgabe des Autors ellenlange Passagen dieses Stils schon SO vorsah, hätte spätestens das Lektorat schon um Hilfe rufen müssen! Der Hinweis auf einen starken Dialekt hätte den fantasiebegabten Lesern ausgereicht. Ist nur der Verlag in Leizig angesiedelt oder auch das Übersetzungsbüro (Einraumwohnung, Stube und Co.)? Zwar weiß ich es keineswegs besser, aber mit gefühltem, zeitgemäßen Junkie-Jargon hatte ich auch Probleme mit: "Zeug verticken, gedealt, Schuss setzen ..." (1946?). Kurz: Spannende Zeitreise, aber ein sprachlich enttäuschender Thriller. Meinetwegen müssten auch nicht immer, immer wieder Reihen initiiert werden. Wenn man was zu sagen hat, soll man ein Buch schreiben - nicht weil nach dem ERSTEN Fall ein ZWEITER kommen muss. Gerade erschien von Gordon Ferris auch der ERSTE Danny McRae Thriller. Wird jedes Buch von ihm nun der ERSTE ... Thriller oder handelt es sich nur um eine Marketingstrategie des deutschen Verlages (den Originalausgaben fehlt das Attribut)? (T)

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  • Einem Hilferuf folgend

    Galgenfrist für einen Toten

    dark_angel

    16. April 2013 um 08:57

    1946. Gezeichnet von den Kriegserlebnissen an der Front kehrt der ehemalige Polizist Douglas Brodie zurück in die schottische Heimat. Hugh Donovan, sein bester Freund aus Kindheitstagen, sitzt im Gefängnis und wartet auf seine Hinrichtung. Er soll einen kleinen Jungen ermordet haben. Obwohl die Beweislast erdrückend ist, beteuert er seine Unschuld. Gemeinsam mit Donovans Anwältin stößt Brodie schnell auf Widersprüche. Und dabei hat nicht nur die Unterwelt in Glasgow ihre Finger im Spiel, sondern auch die Polizei und Justiz... Die Presse feiert Gordon Ferris als neuen Ian Rankin. Zurecht? Nun, dies muss der Leser selbst entscheiden. Auf jeden Fall überrascht die Kulisse, in der der Leser in die Nachkriegszeit katapultiert wird, so dass es zu einem historischen Krimi/Thriller mutiert - anders als Rankins Bücher, die in der Gegenwart spielen. Doch dies ist nichts Negatives. Es ist sogar ein erfrischender Ansatz. Der Hauptcharakter schleppt durch seine Kriegserlebnisse allerhand Traumata mit sich herum und dass er dem Alkohol nicht gänzlich abgeneigt ist, weist einige Parallelen zu Rankins John Rebus auf. Doch das sollte an Vergleichen reichen, denn "Galgenfrist für einen Toten" soll für sich stehen und kein Vergleichsbuch sein. Gordon Ferris entwirft eine authentische Kulisse der Nachkriegszeit, so dass man gleich das Gefühl hat, sich mittendrin zu befinden. Wo es erforderlich ist, geizt er nicht an historischen Details und Erklärungen. Aber er hat auch ein sehr gutes Gespür dafür, das Tempo der Geschichte nicht außer acht zu lassen. Denn schnell wird klar, dass Douglas Brodie in ein Wespennest gestochen hat, kaum dass er sich bereit erklärt, seinem ehemals besten Freund zu helfen. Spätestens von da an gibt es kein Halten mehr und das Buch wird nur ungern zur Seite gelegt. Temporeich, spannend und mit einer nicht alltäglichen Kulisse weiß Gordon Ferris zu überzeugen und legt einen vielversprechenden ersten Teil der Douglas-Brodie-Reihe hin. Man darf also gespannt sein, wie es mit Brodie weiter geht.

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