Gordon Griffin

Lebenslauf von Gordon Griffin

absolvierte seine Schauspielausbildung am »Rose Bruford College«. Er arbeitet für Funk und Fernsehen, ist Sänger, schreibt Theaterkritiken und unterrichtet Aussprache, Theater und Schauspiel. Gordon Griffin hat mehr Hörbücher gesprochen als jede*r andere Sprecher*in Europas. Derzeit sind es 340 Titel von renommierten Autor*innen wie Donna Leon, David Lodge, Andrew Miller, Nikolai Gogol oder William Thackeray. Er wurde mehrfach ausgezeichnet.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Gordon Griffin

Cover des Buches A Christmas Carol in Prose (ISBN: 9783833737824)

A Christmas Carol in Prose

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Erschienen am 13.10.2017
Cover des Buches The Murders in the Rue Morgue (ISBN: 9783833740954)

The Murders in the Rue Morgue

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Erschienen am 20.09.2019
Cover des Buches The Murders in the Rue Morgue, Audio-CD (ISBN: 9783833718724)

The Murders in the Rue Morgue, Audio-CD

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Erschienen am 29.03.2007

Neue Rezensionen zu Gordon Griffin

Cover des Buches The Murders in the Rue Morgue (ISBN: 9783833740954)danielamariaursulas avatar

Rezension zu "The Murders in the Rue Morgue" von Edgar Allan Poe

Der Beginn eines Genres!
danielamariaursulavor 2 Jahren

Es beginnt mit einer Einführung des Ich-Erzählers in die Regeln der Ermittlung, der Kombination, der Erinnerung, des Schach, des Logischen Denkens... um dann zu erläutern, dass der Ich-Erzähler sich eine Zeit in Paris gönnte und weil es um seine finanziellen Mittel nicht ganz so desaströs gestellt war, wie um die seines neuen Bekannten den verarmten Adeligen Auguste Dupin, mietete er ein altes Haus von zweifelhaften Ruf an und ließ den jungen Mann mit dem messerscharfen Verstand bei ihm wohnen. Sie tauschen Gedanken und Beobachtungen aus und als ein skandalöser, unerklärlicher Mord die Zeitungen füllt, ist ihre Neugier geweckt: Aus dem privaten Stockwerk eines Privathauses, das nur von einer Witwe und deren Tochter bewohnt wird, gellen entsetzliche Schreie. Die Tür ist versperrt und als die gewaltsam geöffnet wird, finden die herbei gelaufenen Zeugen ein Bild des Schreckens vor. Beide Frauen wurden massakriert, doch wie konnte dies geschehen, bei einer von innen abgeschlossenen Tür und verriegelten Fenstern? Mit Logik und Beobachtungsgabe erläutert Dupin seinem Freund, was sich ereignet haben muss, nachdem er alle Fakten gesammelt und das Unmögliche ausgeschlossen hat. Somit bleibt ein unwahrscheinliche Lösung, die aber als Einzige alle Fakten erklärt und sich letztendlich als wahr erweist.



Dieses Hörbuch erzählt die erste Detektivgeschichte der Weltliteratur, noch Jahre vor Eröffnung der legendären Amerikanischen Pinkerton Detektei und setzte somit Standards, sowohl was die Art der Erzählung als auch die Art der Ermittlung angeht, welche sowohl Sir Arthur Conan Doyle als auch Agatha Christie aufgriffen. So ich der Ich-Erzähler wie Dr. Watson der Zuhörer für die logischen Schlüsse und Argumentationen von Auguste Dupin. Seine Herangehensweise hingegen erinnert allzu oft an Hercule Poirot. Das ist literaturhistorisch sehr interessant. Da sie aber bereits aus dem Jahre 1841 stammt, ist das Vokabular nicht immer das Alltäglichste. Die Vokabelliste, die man aus dem Internet herunterladen kann, ist da definitiv hilfreich. Da die Geschichte wie gesagt recht unwahrscheinlich ist, sind es auch nicht immer die Begriffe, die man in einem Krimi erwartet, es bedarf also schon einer deutlichen Konzentration beim Zuhören. Dies umso mehr, als mit Gordon Griffin ein preisgekrönter Sprecher gewählt wurde, der als Schauspieler die Rollen wirklich lebt. Er macht es exellent, nur muss man bedenken, dass Edgar Allan Poe diese Kurzgeschichte nicht für den Englischunterricht schrieb. So sprechen einige der Zeugen, die hier zitiert werden mit starken fremdländischen Akzenten, die ein Hören nebenbei erschweren. Andererseits macht es es auch besonders lustig, wenn diese Menschen mit allerlei lokaler Spracheinfärbung, über den vermeintlichen Akzent des Täters spekulieren, den sie durch die geschlossene Tür gehört haben wollen. Auch wenn der Autor Amerikaner war, so spricht Gordon Griffin reinstes Britisch. Wunderschön zu hören und zu genießen, aber wie gesagt, auf Grund des Alters der Geschichte, nicht unbedingt leichte Kost.


Es ist wie gesagt der Ur-Vater aller Detektivgeschichten und wurde seither weiterentwickelt, wobei sich in späteren Zeiten vor allem das Erzähltempo erhöht. Die einführenden Gedanken zu Logik und Gedächtnis, Schach und Whist-Spiel sind mir etwas zu ausschweifig, es hätte mir gereicht, Dupins Deduktionen bei der Arbeit zu belauschen. Die Ermittler bleiben hier als Charaktere noch im Hintergrund, es kommt vorallem auf den herausragenden logischen Verstand Dupins an. Seine Persönlickeit ist noch etwas wenig ausgearbeitet. Seine Schlüsse sind logisch, eine derartige Lösung fände ich heutzutage aber als zu weit hergeholt sehr unbefriedigend. So interessant ich diese Aufnahme aus literarischer Sicht finde, desto mehr gerade ich ins Grübeln, ob Poe vielleicht zu Lebzeiten mehr insbesondere finanziellen Erfolg erlebt hätte, wenn er seinen Protagonisten mehr Seele und Emotionen verliehen hätte und dafür seine theorethischen Ausführungen verkürzt hätte. Wahrscheinlich aber nicht, da diese Ausdrucksmittel damals noch sehr beliebt waren.


Gordon Griffin zu lauschen ist ein Genuss, sowohl sprachlich, als auch von seinem Ausdrucksvermögen her. Er klingt so herrlich nach Aristokratie und vergangenen Zeiten. Eine sehr passende Wahl. Dies war meine zweite Kurzgeschichte von Edgar Allan Poe und wie schon zu Schulzeiten, werden wir wohl nie die engsten Freunde....


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Cover des Buches A Christmas Carol in Prose (ISBN: 9783833737824)danielamariaursulas avatar

Rezension zu "A Christmas Carol in Prose" von Charles Dickens

Love is the message...
danielamariaursulavor 5 Jahren

Ebenezer Scrooge ist ein alter zynischer Geizkragen, der es selbst an Weihnachten bedauert, seinen Angestellten frei geben zu müssen. Er kann Weihnachten nicht leiden und lehnt sogar die wohlwollende Weihnachtseinladung seines Neffen barsch ab. Bettler verscheucht er beleidigend, für Bittsteller jeder Art hat er nichts übrig. Doch in dieser Weihnacht erhält er Besuch von den Geistern der Weihnacht, der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftiger. Diese führen ihm vor Augen, wie seine Weihnachtsfeste waren, es aktuell ist und wie es künftig wird, sollte er sich nicht ändern. Ebenso werden ihm die Feste bei seinem geduldigen Neffen und der Familie Cratchit, die trotz großer Armut und schwerer Sorgen ein liebevolles und glückliches Fest feiern.

Die Weihnachtsgeschichte von Dickens ist ein Klassiker, der auch in der Weihnachtszeit in verschiedenen Produktionen im Fernsehen ausgestrahlt wird u.a. von den Muppets oder mit Patrick Stewart. Es ist also eine Geschichte, die den meisten bekannt ist, oder mit der sie sich in kurzer Zeit schnell vertraut machen können, was es deutlich erleichtert, der inzwischen nicht mehr ganz modernen, aber dennoch wunderschönen Sprache zu folgen. Ebenezer Scrooge ist auch heute noch im Englischen das Sinnbild für absoluten Geiz, aber auch für die Möglichkeit eines Menschen sie zu verändern und seinen Charakter und sein Leben aus eigenen Stücken zum Besseren zu ändern, durch die Kraft der Liebe zu seinen Mitmenschen. Das geht jederzeit nicht nur zum Fest der Liebe und so kann man diesen Klassiker auch sehr gut außerhalb der Weihnachtszeit hören, denn die Geschichte ist wunderschön. Die Kraft der Liebe ist es die uns glücklich macht und kein Geld der Welt. Geschäftskontakte ersetzen keine Familie und keine Freunde.

Da sowohl victorianische Literatur, als auch Hörverständnisübungen zum Lehrplan sämtlicher Oberstufen Englisch-Kurse gehören dürfte, empfand ich das Hörbuch als super Vorbereitung furs Abitur. Das liegt zwar hinter mir, ich wollte einfach mal Dickens hören und die Weihnachtsgeschichte ist für Dickens Verhältnisse ja sehr kurz. Dieses Hörbuch richtet sich ganz bewußt an alle die Englisch lernen wollen und schon ein fortgeschrittenes Niveau haben. Für diese gibt es eine Vokabelliste zum Downloaden im Internet. Dafür bin ich zwar normalerweise zu faul, ich mag es lieber, wenn die Vokabeln mitgeliefert werden, aber als ich es dann dennoch tat, stellte ich fest, daß diese Liste die Track für die Track die heute ungebräuchlichsten oder nicht zwangsläufig bekannten Vokabeln auflistet auch Erklärungen enthält, wie ich sie von meinen Schullektüren her kenne. Z.B.

“Track 04

….want: Mangel, Entbehrung

Union workhouses:

1834 wurde den einzelnen Gemeinden die Armenfürsorge entzogen. Größere Verwaltungseinheiten schlossen sich zusammen und errichteten Armenhäuser

Treadmill: Tretmühle

Poor Law:

1834 wurde ein neues Armengesetz verabschiedet, das Bedürftigen jegliche staatliche Unterstützung mit Ausnahme der Einweisung in Armenhäuser versagte“

 

Das ist dann selbst bei den Begriffen hilfreich und informativ, die man bereits kennt, aber vielleicht nicht ihre genaue Bedeutung zur Zeit Dickens, das hat mir sehr gut gefallen. Damit man auch schön im Englischen drin bleibt, sind selbst die Informationen zu Autor und Sprecher auf Englisch verfasst, aber gut verständlich. Ansonsten beschränkt sich die Ausstattung auf eine umfangreiche Trackliste mit den Anfangsworten des Tracks.

 

Native Speaker Gordon Griffin ist schon etwas älter, was stimmlich sehr gut zu Scrooge und den Geistern der Weihnacht passt, Doch auch Tiny Tim und Scrooge Neffen weiß er zu meistern. Es ist unüberhörbar, daß er als Schauspieler große Hörbucherfahrung hat (über 700 Audiobooks hat er eingesprochen) und einige Preise für seine Produktionen gewonnen unter anderem für Dickens „A Tale of Two Cities“. Er spricht klarstes Oxbridge Englisch, sehr gut verständlich und schaffte es auch die Gefühle zu transportieren, durch Ironie und Wärme.

Charles John Huffam Dickens wurde 1812 in der Nähe von Portsmouth geboren und arbeitete kurz als Parlamentsreporter, ehe er Anfang zwanzig anfing Romane zu schreiben. Bereits sein Erstlingswerk „The Pickwick Papers“ wurde erfolgreich. Sein Werk ist unter anderem für seine gesellschaftskritische Schilderung der Armut und der Ungleichheit in der Viktorianischen Gesellschaft bekannt. Er starb 1870.

 

Knapp 3 Stunden feinster englischer Hörgenuß auf einer MP3 mit 50 Tracks, die in kurzen Abständen gesetzt sind, so daß man schnell auf die Vokabelliste schauen kann.

 

Ein wirklich gutes Konzept die Reihe „The sound of the language“, die vor allem Klassiker der englischen Literatur vertont, die es verdienen nicht vergessen zu werden.

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