Gordon R. Dickson

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Lebenslauf von Gordon R. Dickson

Gordon Rupert Dickson † 31. Januar 2001 in Richfield, Minnesota

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Rezension zu "Charlies Planet / Utopia Classics Taschenbuch" von Gordon R. Dickson

Nicht Pandorra, kein Mond, sondern ein Planet - aber eine Vorlage für "Avatar"
GilbertvonLuckvor einem Jahr

"Hier sangen früher Vögel", "Die Cadwall-Chroniken/Station Araminta", "Das Wort für Welt ist Wald" sind mir bekannte Öko-Sf-Klassiker, die allesamt teilweise inhaltlich, gewiss aber von der Botschaft her, als Vorlage für den Sf-Film "Avatar" gedient haben könnten.
 "Charlies Planet" darf dieser Reihe fraglos zugeordnet werden.

Dieser Roman stammt aus der Zeit, in der Menschen sich Gedanken über ihr Verhältnis zu ihren Umwelten machten (1973). Man könnte ihn m.E. sogar in die großen Zukunftsvisionen von "1984" oder "Schöne neue Welt" einreihen - doch ist der Handlungshintergrund ein ganz anderer:
Nicht der Menschheit Schicksal oder Überleben steht auf dem Spiel, sondern das einer intelligenten Spezies auf einem fernen Planeten. Die menschlichen Siedler erkennen die Intelligenz der Xeno-Otter nämlich nicht. Ein Mann steht vor der überwältigenden Aufgabe, sein Wissen um deren Intelligenz zu verdeutlichen. Gelingt es ihm nicht, wird der Planet industrialisiert und in eine drittwertige Industriewelt verwandelt, in der die intelligente Spezies kaum eine Überlebenschance besitzt. Über die Aufnahme des zur Industrialisierung nötigen Kredits entscheidet eine Volksabstimmung.

Interplanetare Geschäftemacher stehen gegen verwurzelte Siedler, die Schönheit des Planeten und die bescheidenen, aber befriedigenden Lebensmöglichkeiten der Menschen gegen Urbanisierung, Industrialisierung und ein Leben in Konsumnotwendigkeit, Abhängigkeit und "geregelter Armut".
Parallelen zur Situation in heutigen "Schwellenländern" drängen sich auf.
Dabei zeichnet der Autor ein Naturgemälde voller Einfühlungsvermögen in eine erdachte Welt, auf einem Planeten, der so viel Schönes und Eigenartiges enthält wie wohl jeder Planet, der entwickeltes Leben tragen könnte. Die Darstellungen reichen bis ins Melancholische, ja Elegische, berühren das Herz und reißen den geneigten Leser mit sich.
Doch am Ende entsteht Hoffnung.
Könnten wir sie in unserer Welt nur nachempfinden!

"Charlies Planet" ist mehr als Science fiction - oder eben Science fiction im eigentlichen, wirklichen Sinne. Nichtkenner des Genres sind oftmals irritiert, wenn sie solche Romane lesen, die gar nicht der Mediendarstellung der SF mit "Stargate" oder "Raumschiff Enterprise" entsprechen.

Ich habe das Buch beim Lesen nicht mehr aus der Hand legen können, zum einen, weil mich die Brisanz des Inhalts faszinierte, zum anderen, weil der Handlungsverlauf so spannend ist und in einer Weise ans Herz geht, dass es vor Hoffen fast zerspringt.



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Rezension zu "Nichts für Menschen - Science Fiction" von Gordon R. Dickson

Fantastisches Kleinod.
JimiAntiloopvor 4 Jahren

In Amerika besitzt das Buch durchaus Kultstatus. In Deutschland ist es weitgehend unbekannt, wie es scheint. Im Original lautet der Titel "Necromancer". Die Story ist sehr philosophisch in ihren Details und bietet in meinen Augen alle Element die es zum nachgrübeln, über Realität(en) braucht. Thematisch ist es wohl für Otto-Normal-Denker nur Durchschnitt. Ich meine hier lässt sich eine ganz große weitreichende Geschichte entdecken. Rezensent "Rallus" hat wohl eher keinen Plan.

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Rezension zu "Nichts für Menschen - Science Fiction" von Gordon R. Dickson

Rezension zu "Nichts für Menschen - Science Fiction" von Gordon R. Dickson
rallusvor 10 Jahren

Die ursprüngliche Rolle der Maschine begann ungefähr zur Zeit der industriellen Revolution pervertiert zu werden.
Mehr und mehr wurde die Maschine nicht als ein Mittel zum Zweck betrachtet, sondern als Teil des Zweckes selbst.
Der Mensch verlangte ständig mehr und neue Dienstleistungen von der Technologie, und dieses gab sie ihm auch - aber immer um den Preis weiterer Teile der Individualität und Selbstgenügsamkeit des Menschen.
Und unsere Abhängigkeit hat uns bereits so sehr geschwächt, daß wir uns einreden, es sei die einzig mögliche Art zu leben, es gebe keine andere Art menschenwürdigen Daseins.
ZERSTÖRUNG lautet deshalb die Parole der Gilde, in der sich alle diejenigen zusammengeschlossen haben, die um die "alternativen Gesetze" wissen und über Psi- Fähigkeiten verfügen, ZERSTÖRUNG DER TECHNISCHEN ZIVILISATION.
Doch als Paul Formain, das größte ihrer Talente, auf den Plan tritt, werden die Mitglieder der Gilde enttäuscht, denn ZERSTÖRUNG ist nur ein erster Schritt der getan werden muss!
1962 geschrieben ist es leider ein schwächeres Buch von Dickson der ein altes Thema nicht bis zum Ende verfolgt und in einem nichtssagendem Brimborium endet.

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Gordon R. Dickson wurde am 01. November 1923 in Edmonton, Alberta (Kanada) geboren.

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