Gottfried Benn Sämtliche Gedichte. Künstlerische Prosa

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Inhaltsangabe zu „Sämtliche Gedichte. Künstlerische Prosa“ von Gottfried Benn

Mit diesen beiden sorgfältig gestalteten und edierten Büchern gewinnt man einen fundierten Einblick in eines der größten schriftstellerischen Werke des vergangenen Jahrhunderts. Der Gedichtband versammelt neben den zu Lebzeiten veröffentlichten Gedichten Benns auch diejenigen aus dem Nachlass sowie die mittlerweile berühmten »Poetischen Fragmente«. Der Prosaband enthält die »novellistische« und »essayistische« Prosa Benns, von den fulminanten Texten der Jahre bis zum Ersten Weltkrieg, den »Rönne-Novellen« des jungen Arztes über »Weinhaus Wolf« aus der Phase der inneren Emigration bis hin zu dem »Roman des Phänotyp«, dem »Ptolemäer«, der Selbstcharakterisierung »Doppelleben« und Szenen, die von Benn nicht für das Theater geschrieben wurden.
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  • Rezension zu "Sämtliche Gedichte. Künstlerische Prosa" von Gottfried Benn

    Sämtliche Gedichte. Künstlerische Prosa
    moustaireman

    moustaireman

    14. December 2007 um 17:03

    ACHTUNG! Ich muss hier zuerst am anderen Ende des Stranges ansetzen. Ein Gottfried Benn, auch bekannt als der große Dichter des deutsche Ekels ist gleich Lesestoff für den Ottonormallyrikfreund. ja, gut das ist keine Lyrik, aber vorallem Benn nicht. Seine Größe kann man nicht bestreiten, sein Talent anzweifeln, doch ihn aus der deutsche Literatur streichen kann man ihn nicht. Als Dichter des deutschen Ekels steht er in seiner eigenen makaberen Tradition. Seine Gedichte sind morbid, seine Sprache schweift auch schon mal ins vulgäre ab. Nicht, dass dies etwas schlimmes wäre, doch auch diese Sammlung zeigt Benns unschönes Gesamtwerk, dass doc das potential hat, einen mit großer Konträrfaszination für diesen Schrecken zu begeistern. Benn ist auch keiner der alltagslyriker, die man so in sich rein liest. Hier muss man feingefühl zeigen und eben auch seine Worte zeitweise kritisch beleuchten. Benn nimmt man nicht hin, mit ihm setzt man sich auseinander und kann auch hier ein, im wahrsten Wortsinne, entrücktes Talent im Formen und verformen von Wörtern betrachten. Lesenswert, aber kein muss. Und doch ist es ein wenig magisch.

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