Gottfried Keller Der grüne Heinrich

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Inhaltsangabe zu „Der grüne Heinrich“ von Gottfried Keller

Ein verspäteter Romantiker, der unbedingt Künstler werden will; einer, der vor lauter Sehnsucht und Ambition nicht die bürgerliche Kurve kriegt; ein ganz attraktiver Kerl zwar, aber einer, der sich nicht entscheiden und schon gar keine Verantwortung übernehmen will – nein, das ist nicht die Beschreibung eines Mittdreißigers der Generation Praktikum. Es ist die Hauptfigur aus Gottfried Kellers großem Roman ›Der grüne Heinrich‹. Der vorliegenden Ausgabe liegt nicht die ›erwachsenere‹ Spätfassung, sondern die viel ›grünere‹, sprich: wildere Erstfassung aus dem Jahr 1854/55 zugrunde. Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon. Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK.

Leider ziemlich langatmig und langweilig.

— Grossstadtheldin

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  • Rezension zu "Der grüne Heinrich" von Gottfried Keller

    Der grüne Heinrich

    Sarii

    30. November 2009 um 20:41

    Der Roman ,,Der grüne Heinrich” von Gottfried Keller thematisiert die Biographie des Heinrich Lee von seiner Jugend bis zu seinem Tod. Das Werk ist in verschiedene Epochen aufgeteilt, die in den 4 Büchern realisiert wurden. Der chronologische Aufbau fehlt, da der Leser direkt mit dem Auszug des jungen Heinrichs aus der Schweiz konfrontiert wird und erst im Laufe der Erzählung alle Mosaikstücke zusammeln puzzeln kann. Besonders Heinrichs Jugendgeschichte, die im Buch selbst als eigenes Buch präsent ist, lässt den Leser in dessen Welt und Charakter eintauchen und somit auch die Entwicklung des Charakters miterleben. Man wird quasi wirklicher Zeuge des Erwachsenwerdens von Heinrich und bildet sich selbst ein Urteil über dessen handeln. Der junge Lee erscheint daher als realer Mensch mit Ecken und Kanten, aber auch als naiver Junge, der sich selbst erst einmal finden muss. Ein Hauptteil der Erzählung thematisiert seine Liebe zur Kunst und auch den Wunsch Maler zu werden, selbst jene Leidenschaft unterliegt einer Achterbahnfahrt. Jedoch auch seine familiären Verhältnisse und seine erste große Liebe werden angesprochen. Eine herausragende Position hat seine Mutter inne, die versucht Heinrich alles zu ermöglichen, obwohl sie nach dem frühen Tod ihres Mannes alleine ist. Selbst als ihr Sohn auf Abwäge gerät unterstützt sie ihn mit Leibeskräften, fraglich ist nur ob Heinrich diese Liebe zu schätzen weiß. Der Leser wird durch all die einzelnen Erzählstränge Teil seines Lebens und begleitet jenen durch alle Höhen und Tiefen. Ich persönliche habe mich irgendwann als Wegbegleiter Heinrichs verstanden. Gottfried Keller, ein schweizer Dichter, (1819-1890) hat mit diesem Roman ein kleines Meisterwerk geschaffen, zum einen durch die Geschichte des Heinrich selbst (die Parallelen mit der Biographie des Autors vorweist) und zum anderen durch die brillante Darstellung und das sprachliche Kunstwerk. Die vorliegende Ausgabe ist die erste Fassung des ,,grünen Heinrichs” ( 1 bis 3 Band veröffentlicht 1854 und der 4 Band 1855), die zweite Fassung (1979/ 1890) wurde von Keller selbst gestaltet und unterscheidet sich in vielen Aspekten von der Ersten. Meiner Meinung nach ist der ,,grüne Heinrich” lesenswert und zu Recht ein Klassiker (unberechtigter Weise etwas in Vergessenheit geraten). Leider waren einige Passagen etwas zäh, diese wurden jedoch von anderen und spannenderen wieder ausgeglichen.

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  • Rezension zu "Der grüne Heinrich" von Gottfried Keller

    Der grüne Heinrich

    glowinggloom

    31. January 2009 um 23:09

    Der Roman liefert eine umfassende Schilderung der Verhältnisse in der deutschsprachigen Schweiz um 1850. Das hohe sprachliche Niveau, die, mittlerweile leicht antiquiert wirkende, ausgeklügelte Ausdrucksweise, erinnern an den Schreibstil von Thomas Mann. Keller schreibt hier auch eine ausführliche, wissenschaftliche Religionskritik. Sehr bewegend schildert er die Episode des "Hexenkindes" Meret, die von einem sadistischen Pfarrer zu Tode gequält wird. Hier ein Beispiel für Kellers, meiner Meinung nach, sehr schönen Sprachstil (ein kleiner Junge beim Versuch, sich eine Sammlung von Insekten anzulegen): "Die lebendigen Schmetterlinge aber, welche ich fing, wie die glänzenden Käfer, machten mir saure Mühe mit dem Töten und dem unversehrten Erhalten; denn die zarten Tiere behaupteten eine zähe Lebenskraft in meinen mörderischen Händen, und bis sie endlich leblos waren, fand sich Duft und Farbe zerstört und verloren, und es ragte auf meinen Nadeln eine zerfetzte Gesellschaft erbarmungswürdiger Märtyrer."

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  • Rezension zu "Der grüne Heinrich" von Gottfried Keller

    Der grüne Heinrich

    hartel

    09. December 2008 um 16:36

    als Jugendlicher verschlungen

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