Gottfried Keller Der grüne Heinrich

(2)

Lovelybooks Bewertung

  • 0 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(1)
(1)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Der grüne Heinrich“ von Gottfried Keller

Der Schweizer Autor Gottfried Keller (1819-1890) erzählt in seinem bekanntesten Roman eine stark autobiographisch geprägte Kindheits- und Jugendgeschichte. Die Welt der Phantasie ist der Reichtum des Knaben Heinrich Lee, aber auch die Quelle seiner Gefährdungen. Lange bevor die Freudsche Psychoanalyse Allgemeingut wurde, schildert Keller minutiös und mit feinem Humor den Seelenzustand des Kindes und Jugendlichen. Kaum einer, der sich in diesem Meisterwerk des poetischen Realismus nicht selbst wiederfindet! Längst vergessene oder auch verdrängte Gefühlsregungen werden wach, wenn Keller mit treffenden Worten die Freuden und Sehnsüchte, aber auch die Selbstzweifel und Schuldgefühle des Heranwachsenden schildert. In seiner psychologischen Feinfühligkeit hat Kellers Roman zeitlose Gültigkeit. "Der grüne Heinrich" erzählt vom schwierigen Weg ins Leben. Nach dem frühen Tod des Vaters fehlt es dem jungen Heinrich an einer beständigen, zuverlässigen Leitung. Seine Kindheit und Jugend in der Schweizer Heimat führt nicht zur Integration. Von der Schule verwiesen, verbringt er wertvolle Jahre ohne Perspektive. Die Entwicklung des jungen Heinrich, seine Zerrissenheit zwischen der zart-sanften Anna und der sinnlichen Judith, seine künstlerischen Ambitionen als Maler in der Fremde - "der grüne Heinrich" ist einer der großartigsten und offenherzigsten Bildungsromane in deutscher Sprache. Insbesondere in seiner zweiten, endgültigen Fassung besitzt dieser Roman die Reife und Vollkommenheit, die wohl nur ein Werk haben kann, an dem Jugend und Alter gemeinsam gewirkt haben. Der Schauspieler und Sprecher Rolf Boysen ist einem breiten Publikum bekannt durch sein langjähriges Wirken am Münchner Staatstheater sowie durch zahlreiche Rollen in Film und Fernsehen. Mit einer ganz eigenen Sprachmelodie beleuchtet er den untergründigen Humor Kellers, der - immer auch mit einem Hauch Vergänglichkeit gepaart - hier eine kongeniale Interpretation gefunden hat.

Einer der wichtigsten Bildungsromane im deutschen Sprachraum.

— Alira

Immer noch aktuelle Weltliteratur

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Stöbern in Klassiker

Jenseits von Afrika

Richtig schöne Ausgabe eines lesenwerten Klassikers

Buchina

Oliver Twist

Natürlich zurecht ein Klassiker, allerdings mit einigen Logikfehlern, Inkonsequenzen und Übertreibungen. Dennoch sozialkritisch u. humorvoll

Schmiesen

Momo

So eine wunderschöne Geschichte für Kinder und Erwachsene, die einen zum Nachdenken bringt!

BettinasBuechereck

Der Kleine Prinz

Naja ganz ok

teretii

Die unendliche Geschichte

Eine unglaublich fantastische Geschichte, die jeder Buchliebhaber einmal gelesen haben sollte!

booklovingballerina

1984

Ein Klassiker schon allein wegen der Thematik, der mich aber nicht komplett überzeugt hat!

sweetpiglet

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • 18 Stunden Lesefutter

    Der grüne Heinrich

    Alira

    31. August 2014 um 16:02

    Vorweg: Dieses Buch wurde in die ZEIT-Bibliothek der 100 Bücher aufgenommen. Darauf aufmerksam wurde ich jedoch durch die Rezension des nunmehr gelöschten Benutzers unterhalb meiner Besprechung (= der von mir sehr geschätzte Medienfreund). Es hat einige Seiten gedauert, bis ich mich mit der Sprache Gottfried Kellers zurechtgefunden habe, wobei der Stil nicht unoriginell ist: Das Buch beginnt mit der Beschreibung der Lebensumstände der 1850er Jahre, und auf Position 272 (von 11880) des eBooks heißt es: „... Er ließ seine Frau mit einem fünfjährigen Kind allein zurück, und dies Kind bin ich.“ (Das "Holzbuch" hat ca. 900 Seiten.) Im nächsten Kapitel geht es um das Gemälde eines wunderschönen Mädchens, das einen Totenkopf mit einer weißen Rose in den Händen hält: Dabei handelt es sich um das „Mägdelein Meret“, das Gebetsbücher zerreißt und „vorgab, sich vor dem schwarzen Manne auf der Kanzel zu fürchten“. Damit das Kind “von dieser unerklärlichen Abart“ abgebracht wird, kommt es von seiner reichen Familie zu einem „wegen seiner Strenggläubigkeit berühmten Pfarrherrn in Pflege“. Dass Meret trotz allem noch Menschen (den Maler des Gemäldes und den großen, starken Müllerhans) findet, die für sie eintreten, macht sie umso mehr zur Hexe. Und als der junge Schulmeister, "dieser Tropf", den Pfarrherrn zu verklagen droht, wird er „alsogleich arretiert und zum Landvogt geführt“. Schließlich stirbt „das Meretlein“ durch die „Erziehungsmethoden“ des Pfarrherrn. Aber ich bin vom eigentlichen Thema abgekommen: Der Tod ist zur Zeit Gottfried Kellers zwar dauernd präsent, Grundthema dieses autobiografischen Romans ist jedoch der scheiternde Künstler. Und ein zweites Thema war für mich erkennbar: Wenn die Zeit Gottfried Kellers auch von Bigotterie und Obrigkeitshörigkeit geprägt war, so gab es doch immer wieder Menschen, die gegen den Strom gedacht und gehandelt haben. „Der grüne Heinrich“ ist zwar ein Werk mit viiielen Längen, aber trotzdem kein Buch, das man schnell oder zwischendurch liest - dafür ist die Sprache zu komplex und der Inhalt zu anspruchsvoll. PS: Als E-Book und Klassiker kann „Der grüne Heinrich“ gratis bei Kindle heruntergeladen werden.

    Mehr
  • Bücherkiste

    Der grüne Heinrich

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Gelegentlich begebe ich mich gerne auf die „alten grünen Pfade der Erinnerung“ (siehe letzte Zeile des rezensierten Buches von Keller). Meist werde ich auch belohnt. Gottfried Kellers biografisch gefärbtes Werk hat das in nicht erwartetem Maße bestätigt. Obschon der Schreibstil inzwischen gravierenden Veränderungen unterlegen ist, spricht „Der grüne Heinrich“ immer noch an. Wegen seines Realismus, seiner psychologisierenden Gedanken, aber auch wegen romantisierender Gefühle. Letztere vielleicht verursacht durch Kellers ungeliebte Ehelosigkeit. So verwundert nicht, dass im grünen (welche Farbe offensichtlich für unreif genommen werden darf) Heinrich drei Frauenspersonen, die Jugendliebe Anna, Judith und Dortchen, neben den Ereignissen, Erlebnissen und Erfahrungen eine wesentliche Rolle spielen. Mit noch größerem Interesse habe ich seine ideologischen und politischen Ansichten verfolgt. Sind sie nicht immer noch aktuell?    

    Mehr
    • 7
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks