Gottfried Keller Kleider machen Leute

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Inhaltsangabe zu „Kleider machen Leute“ von Gottfried Keller

Text und Kommentar in einem Band. In der Suhrkamp BasisBibliothek erscheinen literarische Hauptwerke aller Epochen und Gattungen als Arbeitstexte für Schule und Studium. Der vollständige Text wird ergänzt durch anschaulich geschriebene Kommentare.

Die Mini-Leserunde hat viel Spaß gemacht!

— MsPleasant
MsPleasant

Ein Klassiker der Weltliteratur, dessen Sprache ich immer noch sehr genieße. Schade, dass die Epoche vergangen ist.

— hausknechthilde
hausknechthilde

Die Geschichte des Schneidergesellen Wenzel Strapinski, den man für einen polnischen Grafen hält ...

— mojstrovka
mojstrovka

Erst etwas schwer zu verstehen, dann einfach schön.

— flori_epans
flori_epans

Ist halt Schullekküre

— keinplan
keinplan

sehr langweilig, aber gute botschaft

— Lulina
Lulina

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  • Ein Klassiker der Weltliteratur, dessen Sprache ich immer noch sehr genieße. Schade, dass die Epoche

    Kleider machen Leute
    hausknechthilde

    hausknechthilde

    23. November 2016 um 01:10

    Ein Klassiker der Weltliteratur, dessen Sprache ich immer noch sehr genieße. Schade, dass die Epoche vergangen ist.

  • Don't judge a book by it's cover.

    Kleider machen Leute
    mojstrovka

    mojstrovka

    17. October 2016 um 21:44

    Machen Kleider tatsächlich Leute? Wenzel Strapinski, der aufrichtige Schneidergeselle aus Schlesien, wird ohne sein zutun zum polnischen Grafen, als er sich auf Wanderschaft begibt.

    Eine Geschichte aus dem Novellenzyklus von Gottfried Keller (Die Leute von Seldwyla), die sich am Ende zum Guten wendet.

  • Klassiker aber naja

    Kleider machen Leute
    keinplan

    keinplan

    05. October 2014 um 12:27

    Es gibt nicht viel zu sagen wir müssen es in dder schule lesenwie erwartet ist es nicht sonderlich spannen und auch der schreibstil ist für 15 jährige nicht wirklich schön zu lesen, ich muss mich zwingen es zu lesen aber , es wirklich ein Klassiker. Dennoch finde ich ist es kein muss

  • Kleider machen Leute

    Kleider machen Leute
    GothicQueen

    GothicQueen

    05. April 2013 um 22:43

    Dieses Buch haben wir schon in der Mittelstufe gelesen. Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich es unglaublich gern gelesen habe und mir der Deutschunterricht dazu gefallen hat. Die Klausur ist damals glaube ich auch entsprechend ausgefallen, wie es nun mal ist, wenn einem ein Thema gefällt, bemüht man sich mehr, weil es einem Spaß macht. Die Geschichte war echt schön und was mir besonders gefallen hatte, war, dass die Grundidee hinter der Geschichte echt auf alle Jahrzehnte übertragbar ist. Das Buch ist immer aktuell und daher nur empfehlenswert. 

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  • Rezension zu "Kleider machen Leute" von Gottfried Keller

    Kleider machen Leute
    Tintenklecks98

    Tintenklecks98

    23. January 2013 um 20:29

    Und wiedermal ein Buch, oder eine Novelle, welche die schöne Schulzeit hervorbringt. Ich habe schon viele Leute über das Buch klagen hören, wobei ich es ehrlich gesagt nicht so schlimm finde. Nun gut, der Lesespaß begrenzt sich auch auf 39 Seiten. Ich finde die Worterklärungen am Ende des Buches sehr brauchbar (diese sind bei meiner Ausgabe vorhanden). Die Sprache ist wahrlich nicht so einfach, doch das beweist, dass das Buch Zeit möchte. Der Leser soll sich anstrengen um am Ende mit der Moral zu entschwinden: Kleidung verändert die Leute von außen, doch im Inneren bleibt alles beim Alten.(Das zumindest ist meine Auffassung)

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  • Rezension zu "Kleider machen Leute" von Gottfried Keller

    Kleider machen Leute
    funne

    funne

    26. October 2012 um 15:02

    Wenzel Strapinski ist nichs anderes als ein armes Schneiderlein, auch wenn sein edles Aussehen und seine recht teuren aber alten Klamotten etwas anderes sagen. Von außen wirkt er tatsächlich wie ein reicher Mann und sein Aussehen ist ihm sowieso sehr wichtig. Dem Irrtum seines Äußeren verfällt auch ein Wirt, der Strapinski sofort für einen reichen Grafen hält und ihn sich nicht einmal erklären lässt, sondern ihm sofort einiges an Essen auftischt, das der "Graf" eigentlich gar nicht bezahlen kann. Doch schließlich gibt Strapinski auf und spielt den Grafen. Ob das mal gutgeht? Meine Meinung: Der Anfang war wirklich todlangweilig, außerdem kommt man bei der alten Schreibweise gar nicht wirklich mit - hä? Grade waren sie doch noch...? Versteht ihr? So ungefähr. Aber ich bin sicher, das kennt ihr alle. Wenn man die Geschichte dann aber etwas besser kennenlernt und versucht, sie nicht gleich von Anfang an pessimistisch zu sehen, ist sie eigentlich doch ganz sympathisch. Da ich jetzt nicht spoilern will, sage ich nur, dass mir das Romantische in der Geschichte gefällt. Außerdem wird der Sinn der Geschichte klar, was ja auch sein sollte: Kleider machen Leute. Dazu muss ich sagen, 40 Seiten sind für eine Schullektüre/Novelle ziemlich wenig. Außerdem, lest euch doch mal die Beschreibung Strapinskis durch: schwarzer Anzug, romantisches Aussehen, lange schwarze und gepflegte Haare, blasse aber regelmäßige Gesichtszüge... klingt das nicht nach einem heißen Mann? xD Trotzdem bekommt es weder vier noch fünf Punkte, da ich die Geschichte unmöglich mit Büchern wie Tintenherz, Twilight etc. vergleichen kann.

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  • Rezension zu "Kleider machen Leute" von Gottfried Keller

    Kleider machen Leute
    Faunee

    Faunee

    06. October 2012 um 20:32

    irgendwie unglaubwürdig und nicht wirklich nachvollziehbar...

  • Rezension zu "Kleider machen Leute" von Gottfried Keller

    Kleider machen Leute
    LeKu

    LeKu

    01. November 2011 um 14:23

    "Kleider machen Leute" von Gottfried Keller ist vielen vielleicht als Klassiker aus dem Deutschunterricht bekannt. Wenzel Strapinski ist ein amer Schneider, der vor seinem Meister geflohen ist und von einem Kutscher mitgenommen wird. Als dieser ihn vor einem Gasthof absetzt, denkt der Wirt aufgrund seiner Kleideung und der Kutsche, der Schneider sein ein Graf. So wird Strapinski gegen seinen Willen wie ein Graf behandelt, was durch eine Aneinaderkettung von Zufällen sein Leben verändert. Dieses Buch wird oftmals als Klassiker der deutschen Literatur angepriesen, ich persönlich fand die Geschichte doch recht flach. Wer einen Klassiker in altem Stil lesen will, ist hiermit gut bedient, wenn man über den etwas faden Mittelteil hinwegsehen kann, was bei 39 Seiten meiner Meinung nach möglich ist.

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  • Rezension zu "Kleider machen Leute" von Gottfried Keller

    Kleider machen Leute
    Erinnye

    Erinnye

    19. May 2011 um 11:41

    Wenzel Strapinski ist ein armer Schneider und wandert umher um wieder Arbeit zu finden. Da er viel Wert auf seine Kleidung legt und zufällig auch noch von einer vorbeifahrenden Kutsche mitgenommen wird, wird er im nächsten Gasthaus prompt für einen Grafen gehalten und dementsprechend hofiert. Und wer würde dem süßen Leben schon widersprechen wollen? Diese Geschichte zeigt auf ein wenig übertriebene Art und Weise wie sehr man die Qualitäten und die Herkunft eines Menschen an seiner äußeren Erscheinung festmacht. Dabei ist es egal, ob man die rhetorischen Fähigkeiten dazu mitbringt oder nicht, denn die Leute sehen nun einmal, was sie sehen wollen. Dass Gottfried Keller dies an einem Positivbeispiel zeigt -armer Schneider wird Graf- finde ich sehr erfreulich, denn natürlich wäre auch die Darstellung des reichen Mannes in Lumpen denkbar gewesen. Wer diese Geschichte langweilig oder altbacken findet hat sie entweder nicht verstanden oder ist im Gegenteil vollständig in die heutige Welt integriert, denn das Thema ist aktueller denn je. Auch heutzutage wird man an seinem Äußeren gemessen und dementsprechend schnell als Streber, Punk, Freak oder Langweiler eingestuft. Niemand kann ernsthaft behaupten, dass die Thematik, die Gottfried Keller hier aufgreift vergessen ist. Dies macht die Lektüre der Geschichte umso interessanter, denn sie zeigt: manche Dinge scheinen sich wirklich niemals zu ändern. Fazit: Lehrreiche Geschichte, bei der man sich selbst an die Nase fassen sollte und sein eigenes Verhalten bezüglich der Kleidung anderer einmal genauer anschauen sollte. Positivster Aspekt der Geschichte: die Liebe sieht über Kleidung und Stand hinweg und schafft es auch so! Macht leider die Kürze der Geschichte nicht wett, ist aber trotzdem toll.

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  • Rezension zu "Kleider machen Leute" von Gottfried Keller

    Kleider machen Leute
    Gilfaen

    Gilfaen

    21. February 2011 um 17:35

    Gottfried Kellers Novelle „Kleider machen Leute“ spiegelt eine heute noch moderne Art des Umgangs miteinander wieder. Alles besteht nur aus Schein und Sein, Macht und Schwäche, Geld und Schulden. Wer will nicht heute wie ein Popstar behandelt werden, der in großen Autos unterwegs ist, mit goldenen Gliedern behangen wird und nebenher mit der schönsten Frau liiert ist? Wer will nicht auch einmal in den Genuss dessen kommen, was unsere heutige Konsumgesellschaft demjenigen verspricht, der den finanziellen Hintergrund hat? „Dir wird alles gegeben, alles aufgetragen, nur entlohne uns auch brav dafür. Wenn du dies tust, ist dir unsere Freundschaft sicher!“ So oder ähnlich kann das Verhältnis zwischen Wenzel Strapinski, einem armen Schneider, umherziehend um eine neue Anstellung zu finden, und dessen neuen Kumpanen, angesehenen Geschäftsleuten aus Goldach und Seldwyla beschrieben werden. Sie sonnen sich in seinem Glanz, bereut ihm Treue zu schwören, um ihn genau dann diese Treue zu entsagen, wenn er sie nötig hat. Es geht nur um das, was man in der Hand halten kann, Geld z.B., und nicht um Gefühle. Auch Nettchen, die „betrogene Braut“ wendet sich, wenn auch nur kurz, ab nach der „verhängnisvollen Offenbarung“, um ihn nachzureisen, ihn zu beleben und zu heiraten. Und so ist die Thematik der 1866 erstmals erschienen Novelle des Schweizer Autors Gottfried Keller aktueller und moderner denn je. Und doch, die Aufbereitung dieses Stoffes bleibt dröge, bleibt starr, nur oberflächlich emotional und ohne jede Form von Tiefe. Die Charaktere wirken allesamt blutleer, Strapinski in seinem Handeln moralisch fragwürdig, aber Identifikationsmöglichkeiten bietet er denn noch nicht, ist doch dem Leser nicht immer klar, warum er trotz seiner so groß empfundenen Schande nicht das Weite sucht. Ausgeschaltet wird der vermeintliche Graf von seinem Nebenbuhler, seine Braut haben wollend, die ihm jedoch trotz seiner „persönlichen Schande“ folgt und trotz des androhenden sozialen Abstiegs bei ihm bleibt. Kein Klischee lässt Keller aus, oder vielleicht bildet die Geschichte sogar den neuen Stoff, den sich heute zahlreiche Nackenbeißer und Groschenromane gewidmet haben – Die Geschichte eines Paares, welches nur durch Zufall zusammen findet, trotz ständischer, sozialer und finanzieller Unterschiede, sogar den eigentlich besseren Kandidaten als Heiratspartner ablehnend und somit sogar eine soziale Ächtung in Kauf nehmend. Die Frage nach dem Realitätsgehalt dieser Geschichte stellt meiner einer nicht, ist Literatur doch nicht immer ein Abbild der Wirklichkeit, sondern nur eine Imagination einer scheinbaren Wirklichkeit und doch bleibt die Geschichte, auch in ihrer sprachlichen Ausführung, zweifelhaft. Keller umschreibt die Welt der Natur, lässt uns teilhaben an dem Leben in der kleinen Stadt Goldach, an dem Leben der Bauers- und Handwerksleute, aber er lässt uns nicht teilhaben an den Intentionen, den Emotionen, den Gedanken seiner Figuren, die Ausgangspunkt wären für eine „logische“ Handlung. Er bietet Naturbilder, Städtebilder, aber keine Menschenbilder, die für die Handlung wichtig wären. Wie Pappkameraden wirken seine Figuren – jederzeit umwerfbar, jederzeit austauschbar. Identifikationsmöglichkeiten oder auch nur das Gefühl die Figur zu verstehen sind nicht gegeben. Und so bleibt am Ende eine Novelle, die einen gute Diskussionsmöglichkeit bieten würde, wäre nicht die Umsetzung dieses Stoffes zweifelhaft, unlogisch, kurzum nicht den ästhetischen Maßstäben meiner Wenigkeit entsprechend. Es bleibt eine brave, leicht überromantische Geschichte ohne viel Form und Gehalt.

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  • Rezension zu "Kleider machen Leute" von Gottfried Keller

    Kleider machen Leute
    Janine_96

    Janine_96

    04. January 2011 um 22:00

    Da ich das Buch für die Schule lesen musste, habe ich nicht viel von dem Buch erwartet, doch eigentlich ist die Geschichte gar nicht so Schlecht. Es ist teilweise etwas langweilig erzählt, doch ich habe schlimmeres erwartet.

  • Rezension zu "Kleider machen Leute" von Gottfried Keller

    Kleider machen Leute
    Penelope1

    Penelope1

    12. November 2010 um 08:53

    In dieser Novelle von Gottfried Keller geht es um einen jungen Schneider, der Wert auf seine Kleidung legt und demzufolge eines Tages irrtümlicherweise für einen polnischen Grafen gehalten wird. Dementsprechend wird er auch von den Bewohnern des kleinen Dorfes Seldwyla behandelt und hofiert und der arme Wenzel schafft es nicht, denn Irrtum richtigzustellen. Im Gegenteil: alles, was er tut oder nicht tut, wird als Zeichen seines adligen Standes gehalten und bestätigt die Leute in ihrer Annahme. Wenzel wird von Zweifeln geplagt, als er sich dann auch noch in die Amtstochter verliebt, bleibt ihm fast schon keine andere Wahl mehr, als das unfreiwillige Spiel weiterzuspielen und das Missverständnis nicht aufzuklären. Doch als die Wahrheit ans Licht kommt - ausgerechnet an seiner und Nettchens Verlobungsfeier - flieht er und glaubt sich am Ende... Eine Novelle, in der es um Schein und Sein geht und die verdeutlicht, wie sehr sich die Menschen von Äußerlichkeiten täuschen lassen. Der Mensch wird leider zu oft nach seinem äußeren Erscheinungsbild beurteilt und die Gefahr besteht, dass man diese "Macht" - egal ob bewusst oder unbewusst - ausnutzen kann. Leider ist die Gesellschaft auch zu schnell bereit, nur das zu sehen, was sie sehen möchte, was auch erklärt, warum selbst Wenzel's Fehlverhalten noch zu seinen Gunsten ausgelegt wird... Doch immerhin: es gibt auch Menschen, die darüber hinwegschauen und für die die inneren Werte auf Dauer doch mehr zählen, z.B. für Nettchen. Eine Novelle, die unterhaltsam und ein wenig ironisch ist, aber dennoch zum Nachdenken anregt und die man gelesen haben sollte...!

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  • Rezension zu "Kleider machen Leute" von Gottfried Keller

    Kleider machen Leute
    Heike110566

    Heike110566

    05. October 2010 um 16:18

    Kleider machen Leute - dieses Phänomen, dass es auch in unserer heutigen Zeit immer wieder gibt, scheint es zu allen Zeiten gegeben zu haben. Gottfried Keller (1819 bis 1890) bietet uns hier eine Version einer solchen Begebenheit, wo das Verkleiden zum tragenden Element für sozialen Status wurde. Die Novelle stammt aus dem Zyklus "Die Leute von Seldwyla 2", der im Jahre 1874 erschien. Ein armer Schneidergeselle aus Seldwyla verläßt das Örtchen, um in die Welt hinausziehen, da er in Seldwyla keine Perspektive mehr sieht. Er hat nur das, was er am Leibe trägt und einen Fingerhut in der Tasche, statt einer Münze, mit dem er spielt, während er seine Hände in der Hosentasche wärmt. Als er da so auf der Landstraße geht, begegnet ihm ein Fuhrwerk, ein prächtiger Vierspänner. Der Kutscher fährt ihn für seinen Herrn zu einem bestimmten Ziel. Der Kutscher hat Mitleid mit dem Wanderer und läßt ihn einsteigen. Sie kommen in Goldach an. Der Waagwirt wittert gute Geschäfte, als er die Kutsche sieht und heißt sie willkommen. Und seine Euphorie steigt noch, als er sieht, was für ein edler Mann ihr entsteigt. Dass der, der da das Reisegefährt verläßt, nur ein armer Schneider ist, ahnt er nicht, denn der Schneider ist fein gekleidet, ja gehoben, wie ein Graf. Dies ist eine Marotte von ihm. - Der Wirt umgarnt ihn und auch die eintreffenden Honoratioren der Stadt. Denken sie doch alle, dass dies nicht der Schneider Wenzel Strapinski, sondern der Graf Strapinski sei, denn als solchen gab der Kutscher ihn aus, bevor er selbst weiterfuhr. - Strapinski wird reich bewirtet, schmaust gräflich. Ist sich bewusst, dass die Enttarnung nicht lange auf sich warten lassen wird. - Aber gefehlt. Bei einem Fest, dass der Amtsrat gibt, lernt der Schneider dessen Tochter Nettchen kennen. Sie sind sich sympathisch. - Es gibt aber auch einen Nebenbuhler: den Buchhalter Böhni, der kurz zuvor um die Tochter des Amtmannes angehalten hat und von ihr abgewiesen wurde. Böhni sieht auch hinter Strapinskis Fassade, erkennt die von den Nadeln zerstochenen Hände, schweigt aber. Erstmal. Der arme Schneider ist sich seiner Untat bewusst und will auch fliehen, aber als er aus Goldach gerade heraus ist, da begegnet ihm Nettchen, die mit ihrem Pferd an ihm vorbeigaloppiert. Statt fortzugehen, kehrt er nun um, zurück in die Stadt Goldach. Kann das gut gehen? Es ist eine schöne, unterhaltsame, zum Schmunzeln animierende Geschichte. Es macht Spaß sie zu lesen. Aber daneben ist es auch eine Geschichte um Schein und Sein. Und es ist auch eine Erzählung, die moralische, gesellschaftliche und soziale Fragen aufwirft. Literaturgeschichtlich ist diese Novelle vom poetischen Realismus geprägt. Ausführlichst, bis ins Detail werden Personen, das Umfeld und auch Geschehnisse dargestellt. Sein Schreibstil ist unterhaltsam, humorvoll, leichtfüßig. Gute, gedankenanregende Unterhaltung.

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  • Rezension zu "Kleider machen Leute" von Gottfried Keller

    Kleider machen Leute
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. September 2010 um 17:33

    Da ich wie die meisten das Buch in der Schule lesen musste, habe ich sowieso nicht viel erwartet. Aber das es wirklich so schlimm ist... Die Hauptperson ist ein armer Schneider der seine Arbeit verliert, in eine andere Stadt geht und dort wegen seiner prachtvollen Kleidung für einen Grafen halten wird. Für manche (so wars jedenfalls bei den meisten aus meiner Klasse) nicht so leicht zu lesen, da es ja auch 150 Jahre alt ist und auch sonst nicht so toll.

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  • Rezension zu "Kleider machen Leute" von Gottfried Keller

    Kleider machen Leute
    M. Glass

    M. Glass

    Eine sprachliche Wucht: Aber statt der früheren plebejisch-gemütlichen Konkurse und Verlumpungen, die sie untereinander abspielten, gibt es jetzt vornehme Accommodements mit stattlichen auswärtigen Gläubigern, anständige besprochene Schicksalswendungen, welche annäherungsweise wie etwas Rechtes aussehen, sodann Wiederaufrichtungen, und nur selten muss noch einer vom Schauplatz abtreten. Nicht abschrecken lassen... Der Großteil ist für Jedermann verständlich und die Geschichte um "Kleider machen Leute" wurde wirklich kellerhaft in Szene gesetzt. Kurz, aber gut.

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    M. Glass

    M. Glass

    08. June 2010 um 21:24
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