Kleider machen Leute

von Gottfried Keller 
3,1 Sterne bei470 Bewertungen
Kleider machen Leute
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Positiv (147):
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Eine sehr interessante Geschichte, die ich in einem Rutsch gelesen habe.

Kritisch (127):
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Schullektüre.Für mich sehr sehr langweilig.

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Inhaltsangabe zu "Kleider machen Leute"

Das literarische Motiv des Hochstaplers, die Verdeckung des Seins durch den schönen Schein - dies dient Keller zum Grundstoff seiner berühmten Erzählung, in der er den Umschlag vom romantischen-haltlosen Schein zu einer lebensgerechteren Humanität vorführt. Text aus Reclams Universal-Bibliothek mit Seitenzählung der gedruckten Ausgabe.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783159600291
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:72 Seiten
Verlag:Reclam Verlag
Erscheinungsdatum:18.07.2012
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.10.2004 bei HörGut! Verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Nelebookss avatar
    Nelebooksvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine sehr interessante Geschichte, die ich in einem Rutsch gelesen habe.
    eine sehr interessante Geschichte

    Inhalt: "„Ich bin nicht ganz so, wie ich scheine!“ Der arme, schüchterne Schneider Strapinski kleidet sich gerne geschmackvoll und edel. Das wird ihm auf einer Reise zum Verhängnis: Man hält ihn für einen Grafen und er kommt nicht dazu, die Verwechslung aufzuklären. Als er sich verliebt, droht seine Situation durch einen Nebenbuhler zu eskalieren…"

    Cover: Ich habe nicht genau diese Ausgabe gelesen, doch finde ich passt dieses Cover recht gut zu der Geschichte.

    Meinung: Ich bin recht gut in die Geschichte hinein gekommen. Strapinski ist mir recht sympathisch. Die Entwicklung der Geschichte fand ich wirklich sehr interessant zu beobachten. Auch ist das erschreckend, wenn man bedenkt, wie leicht sich Leute beeinflussen lassen, gerade durch Oberflächlichkeiten. Da steckt somit für mich auch eine Moral dahinter. Liebe spielt hier auch eine Rolle, wobei sie nicht im Vordergrund steht. Das Ende hat mir sehr gut gefallen.

    Fazit: Eine sehr interessante Geschichte, die ich in einem Rutsch gelesen habe.

    (c) Nelebooks

    Kommentare: 1
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    Jaris avatar
    Jarivor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Einfacher und schlichte, aber dennoch schönen Sprache.
    Gottfried Keller - Kleider machen Leute

    Das Buch wurde mir damals noch für die Ausbildung zur Buchhändlerin vorgelegt, natürlich sollte man als Schweizer ein paar Titel der grossen Autoren unseres Landes kennen. Gelesen habe ich es dann doch nie - bis jetzt.

    Das Reclam-Büchlein hat mit Anhang etwas mehr als 70 Seiten - Stoff also, den man an einem Nachmittag weglesen kann. Aufgrund Kellers einfacher und schlichter, aber dennoch schönen Sprache ist dies auch kein Problem, man kann sich ohne Mühe in Wenzels Abenteuer vertiefen.
    Das Thema der Geschichte ist selbstverständlich ein altbekanntes und wurde bereits vor Gottfried Keller bedient. Dennoch gefiel mir die Art und Weise, wie er die Geschichte erzählt und vermittelt. Wenzel stolpert da in etwas hinein, das er bald nicht mehr steuern kann, er scheint oft ein schwächlicher Charakter zu sein, doch macht ihn das auch menschlich. Vielleicht können wir die Geschichte im Hinterkopf behalten und uns danach richten, sollten wir einmal in eine ähnliche Situation geraten.
    "Kleider machen Leute" gehört zur Novellensammlung der "Leute von Seldwyla", von denen es noch weitere Geschichten zu erzählen gibt. Zum Glück habe ich noch ein paar davon auf dem SUB, denn tatsächlich hat mir dieses Buch viel Spass und Freude bereitet.

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    Sillivs avatar
    Sillivvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Schullektüre, da gab es mal einen Film? Erinnere mich dunkel.
    Schullektüre

    Wie immer langweilig, die Gedanken an Heinz Rühmann hat es ein bisschen erträglicher gemacht. Den Film hatte ich ja schon gesehen.
    Deutsch, nie ein Lieblingsfach von mir.

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    hausknechthildes avatar
    hausknechthildevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Klassiker der Weltliteratur, dessen Sprache ich immer noch sehr genieße. Schade, dass die Epoche vergangen ist.
    Ein Klassiker der Weltliteratur, dessen Sprache ich immer noch sehr genieße. Schade, dass die Epoche

    Ein Klassiker der Weltliteratur, dessen Sprache ich immer noch sehr genieße. Schade, dass die Epoche vergangen ist.

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    mojstrovkas avatar
    mojstrovkavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Die Geschichte des Schneidergesellen Wenzel Strapinski, den man für einen polnischen Grafen hält ...
    Don't judge a book by it's cover.

    Machen Kleider tatsächlich Leute? Wenzel Strapinski, der aufrichtige Schneidergeselle aus Schlesien, wird ohne sein zutun zum polnischen Grafen, als er sich auf Wanderschaft begibt.

    Eine Geschichte aus dem Novellenzyklus von Gottfried Keller (Die Leute von Seldwyla), die sich am Ende zum Guten wendet.

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    renies avatar
    renievor 3 Jahren
    Ein Klassiker in einem modernen Gewand

    Die Erzählung von Gottfried Keller ist erstmalig im Rahmen seines Novellenzyklus "Die Leute von Seldwyla" im Jahre 1874 erschienen. Es ist also eine Geschichte, die schon einige Jährchen auf dem Buckel hat. Und trotzdem hat sie nichts von ihrer Aktualität und Originalität eingebüßt.

    Worum geht es?
    Der Schneidergeselle Wenzel Strapinski verliert seinen Job, begibt sich auf Wanderschaft und wird unterwegs - quasi als Anhalter - von einer prunkvollen Kutsche mitgenommen. Bei diesem Gefährt handelt es sich eindeutig um die Kutsche eines wohlhabenden Mannes. Beim Halt im nächsten Ort (Goldach) kommt, was kommen muss: Jeder hält Wenzel für einen reichen Mann. Denn seine Kleidung (als Schneider hat er schon immer Wert auf gepflegte Kleidung gelegt) und die Tatsache, dass er mit einer prächtigen Kutsche reist, sind Beweis genug, dass es sich bei einem Mann seines Auftretens mindestens um einen Grafen handeln muss. Und so buhlen die Goldacher um seine Gunst, jeder möchte mit dem "Grafen" Freundschaft schließen und für seine Zwecke einspannen. Er wird verköstigt, erhält eine angemessene Unterkunft. Fehlende finanzielle Mittel bekommt er geliehen. Er wird mit Geschenken und Nettigkeiten überschüttet, seine Schulden kann er später begleichen. Er ist schließlich von "Adel" und ein "Ehrenmann", der seine Schulden nicht vergisst. Wenzel schafft es einfach nicht, das Missverständnis aufzuklären. Er hat sich auch an seinen vermeintlichen Status und die Bequemlichkeiten, die dieser Status mit sich bringt, gewöhnt. Aber, wie sollte es anders sein? Irgendwann fliegt der Betrug auf...

    "Nun wurde die Forelle aufgetragen, mit grünem bekränzt, und der Wirt legte ein schönes Stück vor. Doch der Schneider, von Sorgen gequält, wagte in seiner Blödigkeit nicht, das blanke Messer zu brauchen, sondern hantierte schüchtern und zimperlich mit der silbernen Gabel daran herum. Das bemerkte die Köchin, welche zur Türe hereinguckte, den großen Herren zu sehen, und sie sagte zu den Umstehenden:'Gelobt sei Jesus Christ! Der weiß noch einen feinen Fisch zu essen, wie es sich gehört, der sägt nicht mit dem Messer in dem zarten Wesen herum, wie wenn er ein Kalb schlachten wollte. Das ist ein Herr von großem Hause, darauf wollt' ich schwören, wenn es nicht verboten wäre! Und wie schön und traurig er ist! Gewiss ist er in ein armes Fräulein verliebt, das man ihm nicht lassen will! Ja, ja, die vornehmen Leute haben auch ihre Leiden!'" (S. 127)

    Martin Krusche, der diese Graphic Novel illustriert hat, hat aus einer Geschichte, die aufgrund ihres ursprünglichen Sprachstils in die Jahre gekommen ist, eine moderne und damit ansprechende Variante gemacht. Er siedelt die Geschichte in unserer Zeit an: Wenzel sitzt im Supermarkt an der Kasse, verliert seinen Job und seine Wohnung, wird als Anhalter von einer Stretch-Limousine mitgenommen und gerät in ein identisches Szenario wie der Schneidergeselle Wenzel vor 140 Jahren. Er hat halt das Auftreten eines Hipsters - schicke Klamotten, gepflegtes Äußeres, das obligatorische Tatoo, das zusammen mit den Sneakers, die er zum Anzug trägt, die notwendige Lässigkeit eines Underdogs vermitteln.

    Bei Martin Krusches Figuren fällt auf, dass alle in irgendeiner Form ein Schmuddel-Element an sich haben. Dadurch betont er deren Oberflächlichkeit und vermittelt mehr Schein als Sein. Die typischen Statussymbole sind überall präsent: Handy, dickes Auto, Schmuck, reichlich gutes Essen und Trinken. Es wird mit Geld um sich geschmissen, als ob zu jedem wohlhabenden Haushalt eine Gelddruckmaschine gehört. Und trotz allem Wohlstands wirken die Figuren ungepflegt und derb: dicke Bäuche, unrasierte Gesichter, grobe Gesichtszüge.

    Die Illustrationen, die in Grau/Schwarz-/Rot- und Blautönen gehalten sind, sind sehr detailliert und verleiten den Leser, bei einigen Zeichnungen länger zu verweilen. Es gibt halt sehr viel zu sehen und zu entdecken. Beispiel gefällig? Martin Krusche begnügt sich z. B. nicht damit eine Unterbuxe zu zeichnen. Er verpasst ihr auch direkt ein putziges Ankermuster.

    Die Texte sind natürlich auf unsere Zeit angepasst. Martin Krusche siedelt Seldwyn - also den Herkunftsort von Wenzel, wo dieser gelebt und als Kassierer gearbeitet hat - in Berlin an. Die Menschen in Wenzel's Heimat berlinern. Sie kommen aus sozial schwachen Verhältnissen bzw. leben am Rand der Gesellschaft. Also Berlinern und sozial schwach - das ist doch sehr klischeehaft! Ich bin mir nicht sicher, ob Leser, die aus Berlin kommen, ihren Spaß daran haben. Vielleicht sind sie es aber auch gewohnt ;-)

    Für diejenigen, die die Geschichte "Kleider machen Leute" nicht mehr parat haben, gibt es im hinteren Teil dieses Buches die Ursprungsversion von Gottfried Keller. Ich habe Keller's Version zuerst gelesen und somit mein Gedächtnis aufgefrischt. Im Anschluss habe ich mich dann in die illustrierte Version von Martin Kruschel gestürzt. Und dieser direkte Vergleich hat sehr viel Spaß gemacht.

    Fazit:
    Ich bin Laie auf dem Gebiet der Graphic Novel, bin eigentlich auch nicht in der Lage, Illustrationen angemessen zu bewerten. Daher gebe ich nur das wieder, was ich gesehen, gelesen und dabei empfunden habe. Ich finde das Prinzip, einen Klassiker in einer modernen Version zu präsentieren sehr ansprechend. Martin Krusche ist es gelungen, eine Geschichte, die schon manchen Schüler zur Verzweiflung gebracht hat, zu entstauben und durch seine Adaption auf die Gegenwart wieder zu neuem Glanz zu verhelfen.

    © Renie

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    Yoyomauss avatar
    Yoyomausvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eigentlich ein sehr schönes Werk
    Eigentlich ein sehr schönes Werk

    Der arme Schneider Stapinski kleidet sich stets vornehm, sodass man ihm seinen eigentlichen Stand nicht ansieht. Als er mit einem polnischen Grafen verwechselt wird, kann er sich nicht rechtzeitig genug aus der Affaire ziehen, denn kurz bevor er fliehen will, trifft er eine junge Dame von gutem Stand und die beiden verlieben sich ineinander. So spielt Strapinski seine Rolle weiter, bis er von einem Rivalen entlarvt wird und  flüchtet. Seine Verlobte indes sucht nach ihm, findet ihn und bekennt sich schließlich zu ihm.

    Da ich das Buch als Pflichtlektüre in der Schule hatte, ist ein bitterer Beigeschmack zu der Geschichte geblieben. Obwohl sie eigentlich gar nicht so schlecht ist, kann ich ihr nicht mehr als drei Sterne geben, da sie mich als Jugendlichen wirklich gequält hat. Trotzdem finde ich, lohnt es sich, das Buch zu lesen. Es regt zum nachdenken an. Ganz nach dem Motto: Der Schein kann auch trügen. Eine kleine Lebensweisheit quasi.

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    Lena205s avatar
    Lena205vor 4 Jahren
    Gute Novelle mit einigen Macken

    Die Novelle handelt von einem armen Schneider, der gerne schicke Kleidung trägt. Dadurch und durch einige Zufälle wird er mit einem Grafen verwechselt. Er fühlt sich in dieser Rolle am Anfang nicht wohl, weil er von den Menschen verwöhnt wird und diese ihm Sachen schenken, und hat vor zu fliehen, bis ein Mädchen in seinem Leben auftaucht. Die Lage spitzt sich zu und er fliegt auf. Trotzdem gibt es ein Happy End.
    Die Geschichte der Novelle hat mir überraschend gut gefallen, obwohl ich am Anfang sehr skeptisch war, da wir dieses Buch im Deutschunterricht gelesen haben. Das Buch ist teilweise etwas schwierig zu verstehen, ich hatte aber keine Probleme in diese etwas alte Sprache reinzukommen. Einige meine Mitschüler hatten mehr Probleme und haben einige Szenen völlig falsch verstanden, da teilweise ein Wort unterschiedlich zu interpretieren war. Die Hauptfigur Wenzel Strapinski hat mir gut gefallen, da ich mich gut in ihn hineinversetzen konnte. Zuerst weigert er sich seine Rolle anzunehmen, dann fühlt er sich ganz wohl, verurteilt sich aber selbst dafür.

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    keinplans avatar
    keinplanvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ist halt Schullekküre
    Klassiker aber naja

    Es gibt nicht viel zu sagen wir müssen es in dder schule lesenwie erwartet ist es nicht sonderlich spannen und auch der schreibstil ist für 15 jährige nicht wirklich schön zu lesen, ich muss mich zwingen es zu lesen aber , es wirklich ein Klassiker. Dennoch finde ich ist es kein muss

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    BooksAreBetterThanRealitys avatar
    BooksAreBetterThanRealityvor 4 Jahren
    Schullektüre..

    ..und trotzdem nicht wirklich langweilig.
    Wenzel verliert seinen Beruf als Schneider und zieht mit einem edlen Frack in die weite Welt hinaus.Er hat kein Geld&keine wirkliche Berufsperspektive.

    Nun kommt es aber zu so vielen Zufällen, dass er für einen Grafen gehalten wird und in einem Gasthaus in Goldach nächtigt.
    Dort wird ihm feines Essen serviert und schnell macht er Bekanntschaft mit vielen Goldacher Händlern, die ihn für einen mysteriösen Grafen aus Russland halten.
    Irgendwann kommt dann, wie abzusehen, eine Frau ins Spiel.
    Aber was passiert wenn dieses Missverständnis auffliegt?Was wenn jeder erfährt, dass Wenzel ein einfacher Schneider ist?

    ->Nachdem man sich in die etwas alte Sprache eingefunden hat (meiner Meinung nach nicht sonderlich schwer) liest sich diese Novelle recht gut.
    Keller hat sich viel Mühe mit den Gedanken&Gefühlen von Wenzel gegeben.
    Die verzwickte Situation ist recht amüsant und auch die Liebesgeschichte zwischen Wenzel und x (keine Spoiler) ist schön zu verfolgen.
    Alles in Allem sollte man diesen Klassiker auf jeden Fall lesen, vor allem da man nun wirklich nicht lange dafür braucht (ungefähr eine Stunde).

    Ich habe jedoch nur 4Sterne gegeben, weil das Ende meiner Meinung nach ziemlich berechenbar war.

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