Gottfried Keller Spiegel, das Kätzchen

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Inhaltsangabe zu „Spiegel, das Kätzchen“ von Gottfried Keller

Kellers modernes Märchen erzählt von Spiegel, dem Kätzchen, einem respektablen Nachfahr des gestiefelten Katers oder des Kater Murr. Spiegel ist ein selbstbewusster und philosophischer Katzenherr in den besten Jahren - wie aber wird es ihm ergehen, als er in die Hände des Stadthexenmeisters Pineiß gerät? (Quelle:'Flexibler Einband/01.01.1986')

tolle Geschichte

— MyrnaMinkoff
MyrnaMinkoff

Spiegel ist ein interessanter Held, obwohl man ihn vielleicht nicht als solchen bezeichnen sollte.

— Jari
Jari

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  • Gottfried Keller - Spiegel das Kätzchen

    Spiegel, das Kätzchen
    Jari

    Jari

    26. April 2017 um 15:57

    Die Fabel um Spiegel das Kätzchen bildet den Abschluss des ersten Bandes um die Leute aus Seldwyla. Dabei unterscheidet sich diese Geschichte meiner Meinung nach stark von den anderen beiden, die ich bisher gelesen habe. Nicht nur, dass hier ein stattlicher Kater (also eigentlich gar kein Kätzchen mehr) als Protagoist auftritt, sondern auch Kellers Erzählsprache hat sich verändert. Hat er die Helden aus „Der Schmied seines Glücks“ und „Kleider machen Leute“ eher wohlwollend und mit einer gewissen Portion Humor betrachtet, ist Spiegels Geschichte ernsthafter erzählt. Zwar kommt auch bei Spiegel zum Schluss wieder der auktoriale Humor durch, aber es scheint als sei Keller Spiegel gegenüber kritischer eingestellt. Auch der Sprachrhythmus ist ein anderer und ich hatte mit „Spiegel das Kätzchen“ etwas mehr Mühe beim Lesen als noch bei den anderen Erzählungen. Trotzdem ist auch diese Geschichte lesenswert. Vor allem, da sie so anders und deshalb ungewohnt neu ist. Spiegel ist ein interessanter Held, obwohl man ihn vielleicht nicht als solchen bezeichnen sollte. Denn Spiegel ist tatsächlich das, was er ist: eine Katze. Etwas durchtrieben, aber doch so, dass man ihm einfach nicht böse sein kann. Keller stellt hier die Frage nach Recht und Unrecht und dies ziemlich direkt. Ist Spiegels Verhalten rechtens oder nicht? Immerhin hat er einen legalen Vertrag mit dem Hexenmeister. Und hat letzterer sein schlussendliches Schicksal tatsächlich verdient? Um das zu beurteilen müsste man mehr über den Hexenmeister wissen. Auf jeden Fall gibt das Büchlein zu denken und trotz der geringen Seitenzahl auch Diskussionsstoff. Es war eine ab und zu etwas zähe, aber dennoch lohnenswerte Lektüre. Keller ist sogar innerhalb seines eigenen Zyklusses sehr vielfältig und so entdeckt man mit jedem Reclam-Heftchen eine neue Seite des idyllischen Dorfes Seldwyla. Es wird bestimmt nicht lange dauern, bis ich mich wieder dorthin begeben werde.

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  • Ein philosophischer Kater

    Spiegel, das Kätzchen
    Magena

    Magena

    19. August 2015 um 14:15

    Spiegel, das Kätzchen handelt von einem schlauen, philosophierenden Kater, der durch den Tod seines Frauchens sein Heim und damit alle Behaglichkeit verliert. Als hungernder Streuner gerät er in die Fänge des "Hexers" der Stadt, der ihm einen Vertrag anbietet: "all-inclusiv" Behaglichkeit für den Kater mit rundum Versorgung und nach gewisser Zeit anschließend das Schmer (= das Fett) des Katers für den Stadthexenmeister. Wird sich Spiegel, das Kätzchen aus den Vertrag winden können, als es dann soweit ist? Eine tolle, kurze Novelle mit sicherlich nicht mehr sehr gebräuchlichen Phrasen und Begrifflichkeiten. Doch gerade diese leichte Altmodischkeit und sehr gehobene Sprache haben mir sehr gefallen. Das Lesen der Novelle war ein leichter, fröhlicher Schmaus! Gekommen bin ich auf diese Novelle über Walter Moers Roman "der Schrecksenmeister", der an diese Novelle anlehnt. So hat es natürlich auch Spaß gemacht, die Parallelen zwischen den beiden Handlungen zu entdecken. Das Original glänzt aber auch zweifelsohne für sich allein - wie das spiegelglatte Fell des Kätzchen.

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  • Rezension zu "Spiegel, das Kätzchen" von Gottfried Keller

    Spiegel, das Kätzchen
    Colette

    Colette

    26. January 2011 um 19:15

    Spiegel, ein schwarzer Kater mit glänzendem Fell, lebt bei einer alleinstehenden Frau. Er macht ihr keinen Kummer und sie lässt ihn sein Leben führen. Sie leben in Harmonie miteinander. Eines Tages Stirbt sein Frauchen und Spiegel ist allein. Die Erben wollen ihn nicht und ignorieren ihn gänzlich. So fristet Spiegel sein Leben, nahe dem Hungertod. Bedingt durch den Hunger lässt auch Spiegels geistiger Zustand zu wünschen übrig. War er früher doch ein gescheiter, philosophischer Kater, so entglitten ihm nun diese Wesenszüge. In dieser Not findet ihn der Stadthexenmeister Pineiß und bietet ihm einen Handel an. Spiegel bekommt so viel feines Essen wie er will, aber nur bis zu dem Zeitpunkt an dem er fett genug ist. Dann überlässt Spiegel dem Hexenmeister das Fett (und somit auch sein Leben). Spiegel geht auf diesen Handel ein. Wird der Kater am Ende als fette Katze enden und dem Hexenmeister den Schmer geben? Oder kommt er nochmal mit dem Leben davon? Und welche Rolle wird die fromme Frau von gegenüber noch spielen? Wird sie Spiegel retten? Fazit: Der Reclam-Verlag bezeichnet dieses Werk als modernes Märchen. Nun ja, durch den Gebrauch von nicht mehr sehr geläufigen Wörtern wie Schmer, Begine usw. werden (junge) Leser schon abgeschreckt. Auch ich hatte meine Bedenken, nachdem ich, wie ich zugeben muss, jahrelang keine Klassiker gelesen hatte, ob ich so einfach mich in diese Geschichte hinein lesen kann. Zu meinem Erstaunen hat es sehr gut funktioniert. Allerdings schiebe ich das auf die Tatsache, dass ich bereits als Jugendliche zu gerne Goethe, Schiller und Shakespeare gelesen habe und ich mit diese Art von Werken aufgewachsen bin. Die Satzstellungen waren gegenüber anderen Werken recht einfach und verständlich – auch wenn hier Herr Keller teilweise sehr lange Sätze konstruierte. Auch hält sich die Anzahl der alten, fremden Wörter in Grenzen, so dass man auch ganz gut ohne ein Übersetzungsbuch oder auch ohne die Im anhang sich befindenen Übersetzungen auskommt. Zum Schluss möchte ich noch anmerken, dass es wirklich Spaß gemacht hat mal wieder ein gutes altes Werk zu lesen und ich sollte dies definitiv öfter tun!

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  • Rezension zu "Spiegel, das Kätzchen" von Gottfried Keller

    Spiegel, das Kätzchen
    rumble-bee

    rumble-bee

    17. May 2010 um 10:45

    Es gab mehrere Gründe, warum ich diese Novelle gelesen habe. Erstens, ich war verschnupft und hatte keine Lust auf einen langen Roman. Zweitens, ich hatte gerade eine Anthologie mit klassischen deutschen Erzählungen griffbereit. Und, drittens, was gerade bei dieser Novelle eine nicht unerhebliche Rolle spielt, ich wusste, dass sie als literarische Vorlage gedient hat für "Der Schrecksenmeister" von WalterMoers. Und da ich mir den "Schrecksenmeister" immer noch als Geschenk wünsche (Freunde und Verwandte aufgepasst!), wollte ich unbedingt vorher wissen, worauf sich Moers eigentlich bezieht. Zunächst einmal: auch als Novelle "an und für sich" ist dieses Stück deutscher Literatur lesenswert! Es ist eigentlich eher ein Märchen, ein Märchen für Erwachsene. Eine kleine verwaiste Katze wird von einem Hexenmeister aufgenommen, und zwar unter der Bedingung, er wolle sie füttern, bis sie fett sei, und sie überlässt ihm im Gegenzug dafür ihr Fett für einen Zaubertrank. Man kennt die Lage aus diversen deutschen Märchen, nicht unähnlich "Hänsel und Gretel", wo ja auch jemand gemästet werden soll, oder auch vergleichbar mit Motiven aus dem "Rumpelstilzchen", dem "Schlaraffenland" oder dem "Räuber Hotzenplotz" - immerzu geht es in der deutschen Literatur um Schauer-Elemente, einen bösen Zauberer, der die Einhaltung eines perfiden Kontrakts fordert, und der vorgibt, für das Wohl des Helden zu sorgen. Gottfried Keller hat sich aber interessante Abweichungen von diesem Muster einfallen lassen. Erstens einmal ist der "Held" eine Katze, genannt Spiegel, die mit einer guten Portion Intelligenz ausgerüstet ist. Die Geschichte wird halb aus ihrer, halb aus der Autoren-Perspektive erzählt. Zweitens hat er, wenngleich auch unterschwellig, stark gesellschaftskritische Momente einfließen lassen. An der Katze sieht man beispielsweise sehr schön, dass "erst das Fressen, dann die Moral" kommt. zweitens, der Zauberer! Hier muss man schon sehr genau hinlesen, aber er verkörpert für mich einen Typus, den es auch heute noch gibt: nur zu gerne sind wir Menschen ja bereit, einer Person alle unangenehmen Aufgaben, wie unser heil und unsere Unterhaltung, zuzuschreiben, und dieser Person dafür dann Pöstchen und gesellschaftlichen Rang zu verleihen. Und auch die Beschreibung seines Hangs, immer einen "unrechtlichen" Haken auch an seine "rechtmäßigen" Aktivitäten zu knüpfen, das hat mich sehr schmunzeln lassen! Kommt mir auch heute noch sehr bekannt vor! ja, und schließlich diese verknöcherte alte Jungfer, die heimliche Hexe, die "Begine" (weiß jemand, was dieses altertümliche Wort eigentlich heißt??). Das strotzte nun nur so vor kritischen Seitenhieben! Nach vorne hin streng und weiß, gestärkte Schürze und ernste Miene. nach hinten heraus aber, oh weh, da ist ihr Haus dunkel, düster, verdreckt und geheimnisvoll. Eine perfekte, und sehr böse Beschreibung gesellschaftlicher Bigotterie! Der Schreibstil an sich ist, trotz der teils altertümlichen Ausdrücke, auch heute noch gut zu lesen. Das liegt zum Beispiel daran, dass der Autor eine gute Balance hält zwischen Beschreibungen, inneren Gedankengängen und spritzigen Dialogen. Ganz zu schweigen natürlich von der letztendlichen Moral, die vermittelt wird: hier siegt einmal der vermeintlich Schwache, und zwar dadurch, dass er einen heimlichen "wunden Punkt", eine heimliche Gier des vermeintlich Stärkeren provoziert und dann ausnutzt. Es hat mir insgesamt wirklich gut gefallen, weil ich bei Keller fühle, dass er auf ganz grundlegende Tendenzen im menschlichen Charakter anspielt. Aber auf die Parallelen zu Walter Moers MUSS ich einfach noch eingehen! ich bin wirklich sehr froh, diese Novelle ZUERST gelesen zu haben. Von der Handlung her, vom handlungsgerüst, hat sich Moers wirklich nahezu alles übernommen, wie es scheint. Aber er wäre nicht Walter Moers, hätte er nicht die Charaktere dabei gründlich verulkt. Sehen wir uns ein paar offensichtliche Dinge an. Bei Keller heißt die Katze "Spiegel", bei Moers "Echo" (aha!), der Zauberer heißt bei Keller "Pineiß", bei Moers "Eißpin" (oho!), die Stadt, in der das ganze spielt, heißt bei Keller "Seldwyla", bei Moers "Sledwaya" (hihi!), und nicht zuletzt der Titel des Bösewichtes, bei Keller "Hexenmeister", bei Moers "Schrecksenmeister" (huhu!). Natürlich kann ich zum Ende des Buches von Moers noch nichts sagen, mich würde es aber nicht wundern, hätte er auch hier eine kreative Abweichung gefunden. In diesem Sinne, finde ich, ist diese Novelle von Gottfried Keller gleich für zwei Arten von lesern geeignet: erstens für Liebhaber klassischer deutscher Texte, denn in dieser Hinsicht ist sie ein wahres Meisterstück. Zweitens für alle Fans von Walter Moers, auch und gerade diejenigen, die mit dem "Schrecksenmeister" ein wenig unglücklich waren. Denn im Vergleich zur "wahren" Vorlage werden sie feststellen, dass Moers auch hier wie gewohnt kreativ und waghalsig gewesen ist!

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  • Rezension zu "Spiegel, das Kätzchen" von Gottfried Keller

    Spiegel, das Kätzchen
    Anita27a

    Anita27a

    28. October 2009 um 08:52

    Schönes Märchen mit allem was dazu gehört: Schlauer Kater, gehörnter Zauberer, wunderschöne Hexe.Genau richtig für gemütliche Winterabende.

  • Rezension zu "Spiegel, das Kätzchen" von Gottfried Keller

    Spiegel, das Kätzchen
    Kathchen

    Kathchen

    25. July 2009 um 15:16

    Das Kätzchen Spiegel lebte jahrelang bei seiner Herrin, wo es ihm gut geht. Er fing Mäuse, worüber sich seine Herrin freute, oder er trieb sich gerne draußen herum. Doch eines Tages starb seine Herrin an Altersschwäche und somit war es mit dem schönen Leben nun um. Spiegel saß auf der Straße und selbst die Erben wollten das Kätzchen nicht. Eines Tages kam der Hexenmeister Pineiß vorbei und sah Spiegel einsam und verlottert sitzen. Er machte ihm ein Angebot. Spiegel solle mit ihm kommen und Pineiß würde Spiegel viel leckeres zum Essen machen. Doch im Gegenzug wollte der Hexenmeister dafür das Fett von Spiegel, dass er sich bis zum nächsten Vollmond angefressen hätte… Spiegel ist zwar skeptisch, aber dennoch willigt er ein. Pineiß bereitet ihm die leckersten Speisen zurecht und als Spiegel endlich wieder was auf den Rippen hat, wird ihm bewusst, auf was er sich da eingelassen hat und er versucht sich, irgendwie aus den Klauen des Hexenmeisters zu befreien… “Spiegel, das Kätzchen” ist ein sehr schönes Märchen. Ich liebe Katzen und so war ich von Spiegel sofort entzückt und ich habe das Buch schnell durchgehabt. Bei 60 Seiten ist das auch kein Kunststück. Von der ersten Seite an, war ich von Spiegel gefangen genommen. Auch wenn das Buch schon ziemlich alt ist, lässt es sich doch flüssig und angenehm lesen. In meiner Reclam-Ausgabe gibt es hinten noch zwei Seiten mit Worterklärungen, die ich sehr hilfreich fand, denn trotz der angenehmen Sprache, gab es das ein oder andere veraltete Wort, das ich noch nicht kannte. Von Gottfried Keller habe ich bisher noch nichts gelesen. “Spiegel, das Kätzchen” war meine erste Novelle von ihm. Doch ich kann jetzt schon mit Sicherheit sagen, dass es sicherlich nicht, das einzige Werk von ihm war.

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  • Rezension zu "Spiegel, das Kätzchen" von Gottfried Keller

    Spiegel, das Kätzchen
    lunimi

    lunimi

    11. February 2009 um 12:34

    Quasi der Nachtisch oder die Vorspeise zu Walter Moers - der Schrecksenmeister.