Gottfried Schatz

 4.3 Sterne bei 8 Bewertungen
Autor von Postdoc, Urknall, Sternenasche und ein Fragezeichen und weiteren Büchern.
Gottfried Schatz

Lebenslauf von Gottfried Schatz

GOTTFRIED SCHATZ, geb. 1936, forschte als Biochemiker in Wien und New York. 1968 emigrierte er in die USA, wo er eine Professur an der Cornell University (Ithaca, NY) übernahm. 1974 übersiedelte er an das Biozentrum der Universität Basel, das er zeitweise leitete. Nach seiner Emeritierung präsidierte er den Schweizerischen Wissenschafts- und Technologierat. Zahlreiche hochrangige Preise und zwei Ehrendoktorate. Essayist, Buchautor und Konzertmoderator.

Alle Bücher von Gottfried Schatz

Postdoc

Postdoc

 (6)
Erschienen am 12.01.2015
Urknall, Sternenasche und ein Fragezeichen

Urknall, Sternenasche und ein Fragezeichen

 (1)
Erschienen am 02.03.2016
Feuersucher

Feuersucher

 (1)
Erschienen am 23.02.2011
Zaubergarten Biologie

Zaubergarten Biologie

 (0)
Erschienen am 14.03.2012
Jenseits der Gene

Jenseits der Gene

 (0)
Erschienen am 14.03.2012
Jenseits der Gene

Jenseits der Gene

 (0)
Erschienen am 22.10.2008
Jeff's View

Jeff's View

 (0)
Erschienen am 05.07.2011

Neue Rezensionen zu Gottfried Schatz

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Jaris avatar

Rezension zu "Urknall, Sternenasche und ein Fragezeichen" von Gottfried Schatz

Gottfried Schatz - Urknall, Sternenasche und ein Fragezeichen
Jarivor 2 Jahren

Ein unscheinbares Büchlein, über das ich im Geschäft gestolpert bin. Doch es fühlte sich gut und richtig an, ich war neugierig auf den Inhalt. Also habe ich es kurzerhand mit nach Hause genommen.

Je länger desto mehr interessiere ich mich für die Wissenschaft. Nun taste ich mich langsam an entsprechende Literatur heran und dieses Büchlein war ein Glücksgriff. Kurz und knapp gibt Gottfried Schatz hier seine Meinungen und Entdeckungen kund. Dabei beschäftigt er sich mit dem Leben und dem Tod.

„Urknall, Sternenasche und ein Fragezeichen“ habe ich ganz kurz nach den gesammelten Werken von Hans Blumenberg gelesen und obwohl beide studierte Menschen sind, könnte der Unterschied nicht grösser sein. Ich hatte erwartet, dass Schatz sich ebenfalls gehoben und gewählt ausdrückt, ähnlich wie Blumenberg. Aber dem war nicht so!
Schlicht und einfach erklärt er uns, was es mit der Sternenasche auf sich hat, spricht sich fürs Impfen aus und zeigt auf, woher Alzheimer kommt. In seinen Essays erklärt sich auch, weshalb Schatz, der auch als Professor tätig war, sich eben genau nicht dieser wirklichkeitsfernen Sprache bedient. Denn der Universitätsbetrieb kommt bei Gottfried Schatz nicht gut weg. In seinen Erklärungen fand ich sogar eigene Erfahrungen im schulischen/gymnasialen Betrieb wieder und kann ihm deshalb nur zustimmen.
Es ist ein kurzes Werk und leider viel zu schnell vorbei. Gerne hätte ich diesem klugen, aufgeklärten Mann noch weiter zugehört. Bei ihm lesen sich wissenschaftliche Arbeiten wie Märchen. Und ich sass stauend da und liess mir das Universum erklären. Oder stellte sich vor, wie sich Ablagerungen in einem Hirn festsetzen, was mir einen Schauer über den Rücken gejagt hat. Wie in einer Geschichte von Stephen King, nur dass das hier Realität ist und jederzeit passieren könnte.

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Kerrys avatar

Rezension zu "Postdoc" von Gottfried Schatz

"Warum sprächen wir so gerne mit den Toten und sind so stumm vor den Lebenden?" (S. 58)
Kerryvor 4 Jahren

"Postdocs" werden sie genannt, sind aber eigentlich Postdoktoranden. Dr. Antal von Némethy ist ein solcher Postdoc. Der aus Österreich stammende Antal macht sein Postdoktorand im renommierten "Baruch and Hannah Levinson Cancer Center" in New York. Im Frühling des Jahres 1975 zog der 29-jährige in die Metropole, aber heimisch, heimisch ist er in dieser Stadt nicht, wobei er sich noch nirgendwo, weder in Österreich, noch in Frankreich, jemals "heimisch" gefühlt hat. Doch er ist zufrieden mit seinem Leben, auch wenn er noch nicht wirklich weiß, wohin es ihn führt, aber er hat ein Ziel vor Augen: Ein Heilmittel gegen Krebs entwickeln, dessen Forschung ihn schon einige Jahre beschäftigt.


An einem Junimorgen ändert sich jedoch alles für Antal. Ihm wird der Zugang zum Institut von der Polizei verwehrt, denn es wurde in einem der Laboratorien eine Leiche gefunden. Es handelt sich um Ilona Kováčová, wobei noch nicht klar ist, ob es sich um Mord oder Selbstmord handelt. Sicherlich keine schöne Situation, wenn ein Kollege tot aufgefunden wird, doch für Antal war Ilona mehr als eine Kollegin - sie war seine Geliebte. Es war kein Geheimnis, dass sie kein gutes Verhältnis zum Leiter des Institutes, Dr. Cherascu, hatte, doch hatte dieser Umstand etwas mit ihrem Tod zu tun?


Als Antal wenige Tage nach Ilonas Tod einen Brief von ihr erhält, klärt sich einiges auf, doch hinterlässt dieser Brief mehr Fragen, als er beantwortet. Durch Zufall stößt Antal auf eine Spur in die Vergangenheit Ilonas und beschließt, dieser zu folgen. Privat muss er kurzfristig zurück in seine österreichische Heimat und dort begegnet er Ilonas Vergangenheit in Form von Ildikó, Ilonas Zwillingsschwester. Doch dies ist erst der Beginn einer Reise in die Vergangenheit ...



"Warum sprächen wir so gerne mit den Toten und sind so stumm vor den Lebenden?" (S. 58) Der Plot wurde realistisch und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass bis zum Schluss nicht feststand, wo genau das Buch den Leser hinführt und wie die Geschichte für Antal enden wird. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Mein Herz habe ich im Besonderen an die Figur des Antal verloren, denn dieser ist, egal wo er lebt, nicht heimisch, doch dies hat wenig mit den Orten zu tun, an denen er lebt, nein, vielmehr mit seiner Abstammung, sodass diese Unruhe, diese Nicht-Ankommen, ihn schon sein Leben lang begleitet. Den Schreibstil empfand ich als packend zu lesen, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Obwohl dieses Buch nicht durch Action besticht, hat die Geschichte etwas, dass mich als Leser in ihren Bann gezogen hat und mir keine Ruhe ließ, bis ich wusste, wo Antals Reise enden wird und ich muss sagen, dieses Buch hat mich auf Grund seines Plots, seiner Figuren und des Schreibstils förmlich berauscht zurückgelassen.


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steffis-und-heikes-Lesezaubers avatar

Rezension zu "Postdoc" von Gottfried Schatz

war ganz ok.....
steffis-und-heikes-Lesezaubervor 4 Jahren

Kurzbeschreibung Der junge Biochemiker Antal von Némethy ist am Ziel seiner Träume: Er arbeitet als Postdoc in einer renommierten New Yorker Forschungseinrichtung an einem neuen Krebsmedikament. Doch dann begeht Ilona, seine Kollegin und Geliebte, Selbstmord. Auf der Suche nach den Gründen trifft Antal in Wien auf ihre Zwillingsschwester Ildikó, auf die Schatten in Ilonas Vergangenheit und einen unfassbaren Verrat. Gottfried Schatz verknüpft gekonnt die dunklen Kapitel des 20. Jahrhunderts in Österreich und Ungarn mit einer mitreißenden Erzählung um Liebe, Freundschaft und die Faszination wissenschaftlicher Forschung. Antal bewegt sich in einer Welt im Umbruch. Obwohl in der Steiermark geboren, ist er immer noch von der Vergangenheit seines ungarischen Vaters geprägt und bleibt wie dieser ein Fremder zwischen zwei Welten. Der Tod des Vaters und das Scheitern seines Experiments stürzen den jungen Wissenschaftler schließlich in eine tiefe Krise. Und eine neue Krankheit, die später als Aids bekannt werden sollte, erschüttert seinen Glauben in den wissenschaftlichen Fortschritt.
Meinung Dies war mein erstes Buch des Autors Gottfried Schatz, den ich vorher leider auch noch nicht kannte. Ich war ganz gespannt darauf, vor allem weil ich den Klappentext ganz ansprechend fand.
Die Handlung begann ganz spannend und versprach interessant zu werden. Leider war ich dann nach einigen Seiten doch etwas genervt. Der Selbstmord von Ilona gerät irgendwie in den Hintergrund und ich erfuhr nur viel literarische Wissenschaft. Auch wenn Herr Gottfried diese, da er ja selber Wissenschaftler ist, recht verständlich rüber gebracht hat, blieben mir einige Sachen einfach unverständlich. Es ging immer nur um Machttrieb, Verrat und Intrigen. Jeder wollte jeden in die Pfanne hauen und seinen Profit abschlagen. Wo blieb da das menschliche? Mir ist schon aufgefallen, das Gefühle und Emotionen nur selten im Buch vorkommen und deswegen kam es manchmal so richtig kalt rüber. Außerdem hatte ich so in einigen Passagen meine Schwierigkeiten mit dem „Steirer“ Dialekt. Dies hemmte meinen Lesefluss etwas.
Die Charakteren wurden gut dargestellt, auch wenn ich mir noch etwas mehr Informationen über jeden einzelnen gewünscht hätte. Die Ortsbeschreibungen waren auch ganz gut bildlich vorstellbar.
So, nun zum Ende. Ich muss sagen, ich war einfach nur genervt und fand es einfach nur „blöd“. So ein Schluss ist wirklich sehr ärgerlich und unverständlich. Es blieben sehr viele Fragezeichen bei mir übrig.
Der Schreibstil des Autors war angenehm, aber auch anspruchsvoll. Aber durch die vielen wissenschaftlichen Einschübe, brauchte ich diesmal etwas länger zum Lesen, auch wenn das Buch nicht viele Seiten hatte. Schriftgröße und Kapitellänge waren ok.
Cover Das Cover ist in Brauntönen gehalten, mit einer Skyline im Hintergrund und dem Postdoc schwarz im Vordergrund. Nichts weltbewegendes, aber ganz ok.
Fazit „Postdoc“ ist ein solider und interessanter Roman, bei dem man sich doch etwas mehr für das Wissenschaftliche interessieren sollte. Mir fehlten die Emotionen. Er hat mich jetzt nicht ganz so vom Hocker reißen können, war aber ganz ok. Deshalb vergebe ich 3 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung.

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