Gottfried Wenzelmann

 3,8 Sterne bei 6 Bewertungen

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Träume biblisch-seelsorgerlich deuten

Dieses Buch befasst sich damit wie Träume gedeutet werden. Anders als rein psychologische Ratgeber, befasst es sich vor allem mit der biblisch-therapeutischen Seelsorge und sorgt für einen umfassenden Blick auf das Thema.  Hilfreich für alle, die sich näher mit dem Thema befassen und Träume nicht nur abtun oder sie sehr einseitig deuten wollen. Das Buch gibt zunächst eine Erklärung darüber warum es wichtig ist die Traumdeutung nicht allein den Psychologie zu überlassen, sondern wie wichtig die Träume auch für Christen sind. Es geht auf biblische Träume ein und zeigt auf, wann Träume religiöser Natur sind.   Der christliche Autor hat sich als christlicher Seelsorger intensiv mit dem Thema befasst und bringt Praxisbeispiele. Einen breiten Raum nehmen zunächst die unterschiedlichen psychologischen Richtungen ein, wobei sich der Autor auf die drei großen Psychologen  Freud,   Adler und Jung sowie auf den mir bis daher unbekannten Fritz Perl beschränkt. 


Der Autor geht dann auf posttraumatische Belastungsstörungen, sowie Angststörungen ein, die oft Ursache für schlimme Albträume sind und die in der therapeutischen Seelsorge eine große Rolle spielen. Als Laie hätte ich mir das Buch etwas praktischer gewünscht, manches blieb für mich etwas schwer verständlich und abstrakt. 


Daher denke ich, dass das Buch vor allem für biblisch-therapeutische Seelsorger und christliche Psychologen geeignet ist. Diesen empfehle ich das Buch und bewerte es mit 4 von 5 Sternen.

Wenn man mehr über seine Träume erfahren möchte ....

Dem Autor geht in seinem sehr informativen Buch der überaus interessanten Frage nach, welche ungenutzten Chancen die Traumdeutung für die Seelsorge bietet. Eine in diesem Zusammenhang ungemein treffende Aussage entnimmt er dazu dem Talmud, in dem es an einer Stelle heißt, dass ein ungedeuteter Traum wie ein ungeöffneter Brief ist. Und wer in die Lage versetzt wird, diesen Brief zu lesen, durchaus auch mit professioneller Unterstützung, wird im Alltag, vor allem in belastenden Situationen, die nachweislich in Träumen verarbeitet werden, von einer (möglichen) Traumdeutung profitieren.

Die verschiedenen Wege der Traumdeutung werden mit Hilfe der bekannten Psychologen Sigmund Freud, Alfred Adler, Carl Gustav Jung und Fritz Perls dargestellt. Darüber hinaus nehmen die psychologischen Erschließungskategorien im Umgang mit Träumen großen Raum ein. wobei eine äußerst interessante Darstellung des Verständnisses und deren Bedeutung für Träume vermittelt wird.

Auch der praktische Umgang mit Träumen wird sehr informativ dargestellt und zeigt darüber hinaus konkrete Schritte einer psychologischen Traumdeutung auf. 

Im längsten Abschnitt des Buches wird umfangreich und sehr informativ auf Träume und christlichen Glauben eingegangen. Wobei auch die bereits in der Bibel enthaltenen Träume, sowohl im Alten wie auch im Neuen Testament beleuchtet werden. Dabei erfährt im Alten Testament natürlich der "Träumer" Josef eine besondere Bedeutung.

Ein sehr aufschlussreiches, informatives Buch. Es lässt sich teilweise sehr flüssig lesen, wobei eine Vielzahl von Fallbeispielen für ein besseres Verständnis sorgen. Allerdings gibt es auch Abschnitte, zu denen ein Zugang als Laie nicht so leicht gelingt. 

   


Anleitung zum Umgang mit Träumen

„Ein ungedeuteter Traum ist wie ein ungeöffneter Brief“ (Talmud).

Pfarrer Gottfried Wenzelmann hat diverse Traumseminare besucht und sich so ein umfassendes Wissen angeeignet, das er in diesem Buch an seine Leser weitergibt. Er ist davon überzeugt: „Das Träumen ist unerlässlich für die Aufrechterhaltung des seelischen Gleichgewichts.“ (Seite 39)

Nach einer recht theoretischen Einführung zeigt er an praktischen Beispielen, wie man sich seinen Träumen nähern kann. Dabei fiel mir allerdings auf, dass es ohne Hilfe von außen kaum möglich ist, sich der Aussage eines Traumes zu nähern. Und das, obwohl Träume es lieben, zu übertreiben.

In insgesamt acht Kapiteln äußert sich der Autor zu diversen psychologischen Traumdeutern und ihren Schulen, um schließlich auf den göttlichen Aspekt der Träume einzugehen. Auch Tipps, sich Träume in die Realität zu holen, hat er auf Lager.

Trotz meines Interesses mich mit diesem Buch meinen eigenen Träumen zu nähern, hat mich das Buch nicht erreicht. Ich habe mich zwischendurch regelrecht durch die Zeilen gequält. Der Schluss hat mich allerdings wieder mit dem Buch versöhnt:

„Die Verantwortung für wichtige Lebensentscheidungen sollte nicht auf die Träume abgeschoben werden. Sie mögen in einem anstehenden Klärungsprozess einen wichtigen Impuls geben, aber die Verantwortung für das Lesben lässt sich nicht an Träume delegieren.“ (Seite 235)

Hilfreich ist das Buch sicherlich für alle, die anderen helfen wollen, ihre Träume zu interpretieren.


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