Gotthold Ephraim Lessing

 3,5 Sterne bei 2.421 Bewertungen
Autor von Nathan der Weise, Emilia Galotti und weiteren Büchern.
Autorenbild von Gotthold Ephraim Lessing (©Gemeinfrei, Bild von Anna Rosina de Gasc)

Lebenslauf von Gotthold Ephraim Lessing

Gotthold Ephraim Lessing wurde 1729 als eines von 10 Kindern geboren. Durch eine Stipendium wurde es Lessing ermöglicht eine höhere Schule in Meißen zu besuchen. Er immatrikulierte sich in Leipzig und studierte Theologie und anschließend Medizin. 1770 ging er nach Wolfenbüttel und wurde dort Bibliothekar. 1780 wurde er Mitglied der Hamburger Freimaurerloge, besuchte diese allerdings nie wieder, schätzte sie aber sehr hoch! 1776 heiratete er Eva König, diese starb ein Jahr später mit ihrem Sohn an Kindbettfieber. Lessing starb am 15. Februar 1781 in Braunschweig an Brustwassersucht.

Neue Bücher

Cover des Buches Der Freigeist (ISBN: 9783150142332)

Der Freigeist

Erscheint am 08.10.2021 als Taschenbuch bei Reclam, Philipp.

Alle Bücher von Gotthold Ephraim Lessing

Cover des Buches Nathan der Weise (ISBN: 9783960550907)

Nathan der Weise

 (1.106)
Erschienen am 26.01.2016
Cover des Buches Emilia Galotti (ISBN: 9783518188446)

Emilia Galotti

 (876)
Erschienen am 06.05.2009
Cover des Buches Minna von Barnhelm, oder das Soldatenglück (ISBN: 9783150193129)

Minna von Barnhelm, oder das Soldatenglück

 (137)
Erschienen am 16.03.2016
Cover des Buches Miss Sara Sampson (ISBN: 9783872912480)

Miss Sara Sampson

 (75)
Erschienen am 01.01.2018
Cover des Buches Emilia Galotti (ISBN: 9783159606255)

Emilia Galotti

 (38)
Erschienen am 01.10.2014
Cover des Buches Die Juden (ISBN: 9783150076798)

Die Juden

 (21)
Erschienen am 01.01.2002

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Gotthold Ephraim Lessing

Cover des Buches Emilia Galotti (ISBN: 9783159606255)

Rezension zu "Emilia Galotti" von Gotthold Ephraim Lessing

Bürgerlichkeit und Adel treffen auf Intrigen und Empfindsamkeit
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Monaten

Es gibt andere Stücke von Lessing, die mir mehr zusagen.

Insgesamt erscheinen mir die Figuren zu holzschnittartig, v. a. die Empfindungen von Emilias Vater konnte ich kaum nachvollziehen. Erst lässt er seine Tochter stehen, weil er es zu eilig hat; am Schluss erlöst er sie von ihrem Leiden, in den Händen eines Entführers gefangen zu sein.
Marinelli intrigiert über die ganze Zeit hinweg und der Prinz scheint sehr wankelmütig, außer in seiner Entschlossenheit Emilia für sich zu besitzen zu sein.

Alles in allem nicht mein Ding.

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Cover des Buches Nathan der Weise (ISBN: 9783960550907)beccariss avatar

Rezension zu "Nathan der Weise" von Gotthold Ephraim Lessing

Die Suche nach der Wahrheit
beccarisvor 5 Monaten

Gotthold Ephraim Lessing, einer der bedeutendsten Schriftsteller der Aufklärung und des Humanismus hat mit diesem Drama ein Lehrgedicht verfasst, welches bis in die heutige Zeit an Aktualität nicht verloren hat.


Die Figuren verkörpern Intoleranz, Fanatismus, politische Herrschaftsansprüche und werden durch Nathan den Weisen auf den Weg des Menschseins geführt. Dies gelingt ihm nicht durch moralisierendes Lehren sondern durch vorbildliche Taten. Durch subjektives Handeln und nicht durch schriftliche Bekenntnisse oder den Verweis auf die Bibel soll der Mensch seine Pflicht erfüllen, sich vor Gott und den Menschen beliebt zu machen. Die echte Religion findet sich im Herzen der Menschen und nicht in den Texten. Dies zu verdeutlichen, hilft das Kernstück des Textes: die Ringparabel. Die friedlich-tolerante Koexistenz der drei grossen Religionen und die Frage nach der Wahrheit stehen dabei im Zentrum.


Das Theaterstück ist im Blankvers geschrieben, der nach anfänglicher Gewöhnungszeit sehr schön zu lesen ist. Es empfiehlt sich, auch das Bühnenstück zu sehen, um den Klang der Sprache noch mehr zu verinnerlichen.

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Cover des Buches Nathan der Weise (ISBN: 9783596900480)Monika_Brigittes avatar

Rezension zu "Nathan der Weise" von Gotthold Ephraim Lessing

Ein Gleichnis der Humanität
Monika_Brigittevor 8 Monaten

„Wir haben beide/ uns unser Volk nicht auserlesen, Sind/ Wir unser Volk? Was heißt denn Volk?/ Sind Christ und Jude eher Christ und Jude,/ als Mensch? Ah! Wenn ich einen mehr in Euch/ Gefunden hätte, dem es g’nügt ein Mensch/ Zu heißen!“ (S. 59)

NATHAN DER WEISE – ein Ruf nach Brüderlichkeit, ein Gleichnis der Humanität! Sind wir im Grunde nicht alle ein Volk, eine Familie? Egal woher wir kommen, wer unsere Vorfahren waren, welcher Glaubensüberzeugung wir sind –Eines eint uns: Wir sind alle Menschen!

Ok, genug des Pathos. Aber wirklich, es gibt kaum einen Klassiker, der heute noch so aktuell ist wie der Nathan, vielleicht „Die Physiker“ von Dürrenmatt oder „Das Leben des Galilei“ von Brecht über die Verantwortlichkeit der Wissenschaft. Aber was noch?

Glaubenskriege –seit eher rechtfertigen Völker Massenmord, Verfolgung und Folter durch den Verweis auf ihren „wahren“, Glauben. Die Vernichtung der indigenen Bevölkerung Amerikas durch die Europäer, die Eroberung Konstantinopels durch den Osmanen Mehmed II., die Inquisition der römisch-katholischen Kirche, der Holocaust des Dritten Reichs, der islamistische Terror –unzählige Opfer von ideologischer Gewalt.

Die Ringparabel

In Lessings 1779 veröffentlichtem Versdrama klärt die Ringparabel die Frage nach der „wahren“ Religion. Lessing lässt seine Hauptfigur, den Juden Nathan dem Sultan Saladin eine Geschichte erzählen: Der eine Ring (ganz wie in Tolkins   „Der Herr der Ringe“) wird von allen begehrt. Er macht seinen Träger vor Menschen und Gott angenehm. Über Generationen wird er vererbt, immer dem liebsten und besten Sohn (Religion: schon immer eine Männerwelt) überreicht. Nun geschieht es, dass einem Vater seine drei Söhne gleich lieb und teuer sind. Er lässt zwei weitere identische anfertigen und bittet jeden seiner Söhne vor seinem Tod zu sich. Als er stirbt streiten sich die drei Söhne, der Richter kann den echten Ring nicht ausfindig machen und rät jedem der Söhne seinen für diesen zu halten, die Kraft des Ringes werde sich in der Zukunft schon zeigen. Dieses Gleichnis lässt sich auf die drei Hauptreligionen des Abendlandes übertragen- Judentum, Christentum und Islam.

G. E. Lessing

Ein Autor, der Wegweisendes für die deutsche Literatur geschaffen hat. Durch ihn wurde der Blankvers (fünfhebiger Jambus) mithilfe des Nathans zum Standard –Schillers Maria Stuart, Goethes Faust oder Kleists Zerbrochener Krug –alles im Blankvers.

Was noch? – Auch in diesem Stück finden sich wieder Ursprünge: So heißt es am Ende:

„Das Blut, das Blut allein/ Macht lange noch den Vater nicht!“ (S.151)

Woran erinnert uns das? Richtig: Schillers Die Räuber: „Nicht Fleisch und Blut, das Herz macht uns zu Vätern und Söhnen.“ Eine Hommage an Lessings Humanität.

Diese Ausgabe

Zuerst, das Cover finde ich sehr gelungen! Dazu findet sich im Anhang neben einem Lebenslauf von Lessing der Werkbeitrag aus dem Kindler, eine informative Analyse des Werks. Hier ein Satz, bei dem ich wünschte, ich hätte ihn so treffend formuliert:

„Zwischen fundierter Utopie und illusionärer Märchenwelt, zwischen dem vorbildlichen Gebrauch der Vernunft und des Reichtums einerseits und dem naiven Glauben an die weltbewegende Macht der guten unpolitischen Tat des Einzelnen andererseits bewegt sich Lessings Drama. (S. 173)

Fazit

NATHAN DER WEISE von Gotthold Ephraim Lessing ist ein erzählendes Gedicht, ein Versdrama in Blankvers, mit zeitloser Thematik. Humanistisch, didaktisch und menschlich brilliert es mit Vernunft und Intelligenz. Diesen Klassiker sollte jeder lesen!

Nathan der Weise| Gotthold Ephraim Lessing| Fischer Taschenbuch Verlag| Fischer Klassik Edition| 2008| 174 Seiten| 5,50€

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Gotthold Ephraim Lessing wurde am 21. Januar 1729 in Kamenz (Deutschland) geboren.

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