Govert Schilling

 4,3 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor*in von Der Elefant im Universum, Einsteins Ahnung und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Govert Schilling zählt zu den international bekanntesten Wissenschaftsjournalisten. Er hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht. Außerdem schreibt er regelmäßig für Magazine wie die weltweit führende Astronomie-Zeitschrift „Sky & Telescope“.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Govert Schilling

Cover des Buches Einsteins Ahnung (ISBN: 9783492057424)

Einsteins Ahnung

(2)
Erschienen am 02.11.2017
Cover des Buches Der Elefant im Universum (ISBN: 9783440177198)

Der Elefant im Universum

(2)
Erschienen am 18.03.2024
Cover des Buches Astronomie - Die größten Entdeckungen (ISBN: 9783440115381)

Astronomie - Die größten Entdeckungen

(1)
Erschienen am 07.08.2009
Cover des Buches Galaxien (ISBN: 9783440161098)

Galaxien

(1)
Erschienen am 04.10.2018
Cover des Buches Das Universum twittern (ISBN: 9783423249553)

Das Universum twittern

(0)
Erschienen am 01.02.2013
Cover des Buches Der Elefant im Universum (ISBN: 9783440508909)

Der Elefant im Universum

(0)
Erschienen am 18.03.2024
Cover des Buches Sternenbilder (ISBN: 9783440168332)

Sternenbilder

(0)
Erschienen am 12.03.2020

Neue Rezensionen zu Govert Schilling

Cover des Buches Der Elefant im Universum (ISBN: 9783440177198)
Bluesky_13s avatar

Rezension zu "Der Elefant im Universum" von Govert Schilling

Bluesky_13
Die dunkle Materie, ein großes Rätsel

MEINE MEINUNG

Die dunkle Materie ist und bleibt ein Rätsel. Dennoch ist es sehr interessant, wie viel Bücher es zu diesem Thema gibt.

Auch dieser Autor entführt uns wieder in den Bereich des Kosmos, wo es so manches Rätsel gibt.


Der Autor beschreibt die dunkle Materie so ausführlich, das es für einen Laien unter Umständen schwierig zu lesen sein könnte. Diese vielen wissenschaftlichen Begriffe und Beschreibungen wird jeder Leser unterschiedlich auffassen.

Ich bin der Meinung, das man dieses Buch nur dann lesen sollte, wenn einen dieses Thema auch interessiert, denn dann wird man das Buch als aufregend und interessant empfinden.


So wie der Autor uns hier alles beschreibt, hat man das Gefühl, das man direkt an des Autors Seite sitzt und Teil dieser ganzen Untersuchung und Forschung ist.

Ich fand das Buch stellenweise sehr informativ und auch aufregend, aber dennoch muss ich hier einen Stern abziehen, denn an manchen Stellen ist das ganze doch etwas in die Länge gezogen.


Also von mir gibt es hier gerne 4 Sterne und für alle wissenschaftlich Interessierten auch gerne eine Leseempfehlung.




Cover des Buches Einsteins Ahnung (ISBN: 9783492057424)
M

Rezension zu "Einsteins Ahnung" von Govert Schilling

M.Lehmann-Pape
Bestens und überaus verständlich erläutert

Bestens und überaus verständlich erläutert

„Also können wir beschreiben und visualisieren, wie die Krümmung der Raumzeit dazu führt, dass Lichtstrahlen gebeugt werden und die Zeit schneller oder langsamer fließt“.

Und tatsächlich, das ist das eigentlich erstaunliche vor allem für interessierte Leser, die, was allgemeine Physik, allgemeine und spezielle Relativitätstheorie mitsamt dem erst 2015 gelungenen praktisch-experimentelle und nachgemessene Nachweis der Existenz von Gravitationswellen angeht, von Schilling so eloquent, einfach und klar im Buch erläutert werden, dass es tatsächlich so gut wie jeder Leser nun verstehen und nachvollziehen kann.

Ist vor Beginn der Lektüre doch eine gewissen Sorge vielleicht vorhanden, mit abstrakten Gedanken, kaum deutbaren mathematischen Formeln und Ausflügen in die reine Theorie konfrontiert zu werden, so löst sich diese Sorge bereits nach der Einleitung, spätestens nach dem ersten Fachkapitel („Ein Raum-Zeit Appetitmacher“ übertitelt) völlig auf und einer anregenden, klaren, verständlichen, in Teilen gar spannenden und, vor allem, hoch informativen Lektüre über die „Grundbefindlichkeiten allen Lebens“ steht nichts mehr im Weg.

Dass alles Leben im Kern aus drei Bausteinen besteht, dass das Leben nicht dreidimensional, sondern vierdimensional angelegt ist, dass wirklich alles, auch die Zeit selbst, relativ ist. Dass, gegen alle Annahmen der Newtonschen Gravitätslehre auch Sterne von zig bis hundertfacher Sonnenmasse existieren, dass im Kern eines schwarzen Loches solch hohe Gravitationskräfte wirken (wobei Gravitation an sich eher eine „schwache Kraft“ darstellt), all das vermag Schilling konzentriert, aber in Ton und Sprache spielerisch anmutend, dem Leser näherbringen.

Aufgelockert zudem durch immer wieder biographische Exkurse in die Geschichte der Physik und ihrer Protagonisten, allen voran Albert Einstein, dem „größten Physiker aller Zeiten“. Denn was sonst könnte man am Ende demütig über diesen Mann sagen, der all das, was über einhundert Jahre (und bis heute nicht abgeschlossen) mit einem „Watermann-Fülle“ einem Notizblock und, vor allem, seinem Kopf als alleinige Hilfsmittel theoretisch bedacht und über Jahrzehnte durchgerechnet hat, was sich mehr und mehr und immer wieder dann in praktischen Beobachtungen, Messungen und Experimenten bewahrheitet hat?

Wobei auch das Schilling klar und redlich verbleibt und verdeutlicht (ebenfalls sehr verständlich), dass auch diese physikalischen Großtaten nicht der Wissenschaft letzte Worte bleiben werden, sondern neue Fragen am Horizont der Quantenmechanik auftauchen, die neue, andere Ergebnisse noch nach sich ziehen werden.

Wobei Schilling sich, klugerweise, auf die Erkenntnisse Einsteins konzentriert und die „LIGO“ Messungen von Gravitationswellen riesiger, kollabierender Massen in Entfernungen von Milliarden von Lichtjahren als eine Art roten Faden durch sein Werk sich ziehen lässt.

Anhand dessen allgemeinverständlich der Leser am Ende verstanden hat, was „Raumzeit“ eigentlich ist, wie diese gekrümmt wird, woraus das Universums im Kern seines „Lebens“ besteht und eine Ahnung vermittelt, trotz noch unabsehbar vieler offener Fragen der Wissenschaft, wie das alles zusammenhängt.

Wobei es auf diesem Weg nicht ganz einfach wird für den Leser. Nicht, weil Schilling sich nicht einfach und präzise genug ausdrücken würde, sondern weil immer noch gilt, dass das „Bauchgefühl“ des Menschen, seine intuitive und von ihm als „richtig“ gesetzte Auffassung der Welt und der Abläufe des Lebens zum einen eben nicht der physikalischen Erkenntnisse entsprechen und zum Zweiten definitiv nicht weiterführen in der Frage nach Ursprung, Bausteinen und Vernetzung des Universums.

Hat man aber seine festgefügten „Meinungen“ erst einmal beiseitegelegt und folgt den nackten Erkenntnissen der Wissenschaft, tun sich tatsächliche ganz neue Gedanken- und Verstehenswelten im Rahmen der Lektüre auf. Bis dahin, den Blockbuster „Interstellar“ mit ganz anderen Augen zu sehen. Wenn man weiß, dass einer der führenden Physiker der Gegenwart als Berater engagiert war, mit dem Film Phänomene visualisierte, die dem heutigen Erkenntnisstand entsprechen und im Nachgang des Filmes über die technischen Aspekte, die dargestellt werden, den ein oder anderen „Bestseller“ noch verfasst hat.

Eine hervorragende Lektüre, die jedem wärmsten empfohlen werden kann, der verstehen will, was die Grundlagen des Universums und des (erwiesenen und möglichen) Lebens darin sind.

"Der weitaus größte Teil des Universums ist ein ungelöstes Rätsel." (145)

Gewöhnlich können wir uns nur das vorstellen, was sich im Rahmen unserer Erfahrungswelt abspielt. Deshalb ist zu befürchten, dass wir zwar die Ausdehnungen des Universums zur Kenntnis nehmen, sie aber nicht wirklich begreifen können. Ganz zu schweigen von den Dimensionen, die die darin waltenden Kräfte besitzen.

Dieser Bildband hilft uns ein wenig dabei, den kleinen Ausschnitt zu erfassen, den die Menschheit bislang vom Universum kennt. Beginnend mit der Entdeckung von Kratern und Gebirgen auf dem Mond durch Galileo Galilei am 30. November 1609 beschreibt es die wichtigsten astronomischen und astrophysikalischen Erkenntniszuwächse bis ins Jahr 2007, als Udry die Existenz eines wahrscheinlich bewohnbaren Planeten in einer Umlaufbahn um den Roten Zwerg Gliese 581 bekannt gab. Leider schwebt Gliese 581 mehr als 20 Lichtjahre von uns entfernt durchs All.

Das Buch im Format und mit dem Gewicht eines Bildbandes ist einfach aufgebaut. Auf jeweils einer Doppelseite wird in Bildern und mit einem relativ ausführlichen Text die gerade zur Diskussion stehende Entdeckung erläutert. Der Autor bemüht sich dabei um eine verständliche Sprache, auch wenn selbstverständlich nicht immer auf wichtige astronomische Details oder Erläuterungen verzichtet werden kann, die vielleicht nicht jeder auf Anhieb versteht.

Der Band erweist sich als ein lehrreiches und gut aufgemachtes Werk, das an der Zeitlinie die Geschichte der Astronomie der letzten 400 Jahre kurz und prägnant entwickelt. Dadurch kann man sich einen ersten Überblick über die großen Entdeckungen und Themen dieser Wissenschaft verschaffen.

Wer mehr über Gamma-Blitze, dunkle Materie, dunkle Energie, die Struktur von Galaxien oder ähnliche Dinge erfahren möchte, der kann sich nach dieser ersten zeitlichen Einordnung und Erklärung mit speziellerer Literatur, die ein thematisches Konzept besitzt, in die tieferen Zusammenhänge einlesen, die der Text schon allein wegen der Fülle der Entdeckungen in den letzten Jahren nicht bieten kann.

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