Einsteins Ahnung

von Govert Schilling 
4,5 Sterne bei2 Bewertungen
Einsteins Ahnung
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Ein gelungenes Buch über ein kompliziertes Wissenschaftsgebiet- gut verständlich erklärt.

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Inhaltsangabe zu "Einsteins Ahnung"

Anfang des 20. Jahrhunderts sagte Albert Einstein mit seiner Allgemeinen Relativitätstheorie voraus, dass Gravitationswellen existieren. Diese Krümmung des Raum-Zeit-Geflechts konnte jedoch nie bewiesen werden – bis zum Jahr 2016, als Forschern in den USA die wissenschaftliche Sensation gelang, hundert Jahre nachdem Einstein seine Theorie aufgestellt hatte.
Der Wissenschaftsjournalist Govert Schilling schildert in diesem Buch die packende Jagd auf den Nachweis der Gravitationswellen. Dabei zeichnet er die Geschichte und Genese dieses internationalen Forscherprojekts nach, erklärt allgemein verständlich, worum es bei dieser Jahrhundertentdeckung eigentlich geht, und nimmt die Leser mit auf eine verblüffende Reise durch Raum und Zeit.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492057424
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:432 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:02.11.2017

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    Buchraettinvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ein gelungenes Buch über ein kompliziertes Wissenschaftsgebiet- gut verständlich erklärt.
    Ein gelungenes Buch über ein kompliziertes Wissenschaftsgebiet- gut verständlich erklärt.

    Rezi von meinem Mann

    Der Nachweis von Gravitationswellen als Bestätigung von Albert Einsteins Relativitätstheorie ist ein hochkomplexes und spezielles Gebiet der Wissenschaft, welche nur wenige außerordentliche Forscher wirklich in seiner Kenntnis verstehen.
    Der Autor versteht es allerdings dieses Thema dem interessierten Leser gut verständlich nahe zu bringen.
    Wie entwickelte sich die Forschung sind den letzten 100 Jahren. Bis hin zu den Einrichtungen, mit denen man diese Nachweise der Gravitationswellen erbringen konnte.
    Was gab es schon an Erkenntnissen als Albert Einstein noch zur Schule ging? Und wie mündete dieses Wissen in seinen bekannten Formulierungen und denen seiner Nachfolger.
    Für mich ein gelungenes und gut zu lesenden Buch, da es sich nicht rein auf die Theorie fixiert ist, sondern auch die Geschichten darum herum erzählt.
    So kommt der Autor ohne mathematische Formeln aus außer der bekannten Formel. Es gelingt ihm die komplizierten Sachverhalte, durch bildhafte Veranschaulichung zu erklären.
    Nur zum Teil wird der Text durch einige Schwarz- Weiß Bilder aufgelockert. Hier hätte ich mir noch mehr gewünscht.
    Dafür gibt es im Anhang für den interessieren Leser der weitergehende Informationen sucht, ein sehr umfangreiches Literaturverzeichnis.
    Ein gelungenes Buch über ein kompliziertes Wissenschaftsgebiet, welches dem interessierten Leser ohne große Vorkenntnisse gut verständlich erläutert wird und einen guten Überblick bietet.

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    M
    michael_lehmann-papevor 10 Monaten
    Bestens und überaus verständlich erläutert

    Bestens und überaus verständlich erläutert

    „Also können wir beschreiben und visualisieren, wie die Krümmung der Raumzeit dazu führt, dass Lichtstrahlen gebeugt werden und die Zeit schneller oder langsamer fließt“.

    Und tatsächlich, das ist das eigentlich erstaunliche vor allem für interessierte Leser, die, was allgemeine Physik, allgemeine und spezielle Relativitätstheorie mitsamt dem erst 2015 gelungenen praktisch-experimentelle und nachgemessene Nachweis der Existenz von Gravitationswellen angeht, von Schilling so eloquent, einfach und klar im Buch erläutert werden, dass es tatsächlich so gut wie jeder Leser nun verstehen und nachvollziehen kann.

    Ist vor Beginn der Lektüre doch eine gewissen Sorge vielleicht vorhanden, mit abstrakten Gedanken, kaum deutbaren mathematischen Formeln und Ausflügen in die reine Theorie konfrontiert zu werden, so löst sich diese Sorge bereits nach der Einleitung, spätestens nach dem ersten Fachkapitel („Ein Raum-Zeit Appetitmacher“ übertitelt) völlig auf und einer anregenden, klaren, verständlichen, in Teilen gar spannenden und, vor allem, hoch informativen Lektüre über die „Grundbefindlichkeiten allen Lebens“ steht nichts mehr im Weg.

    Dass alles Leben im Kern aus drei Bausteinen besteht, dass das Leben nicht dreidimensional, sondern vierdimensional angelegt ist, dass wirklich alles, auch die Zeit selbst, relativ ist. Dass, gegen alle Annahmen der Newtonschen Gravitätslehre auch Sterne von zig bis hundertfacher Sonnenmasse existieren, dass im Kern eines schwarzen Loches solch hohe Gravitationskräfte wirken (wobei Gravitation an sich eher eine „schwache Kraft“ darstellt), all das vermag Schilling konzentriert, aber in Ton und Sprache spielerisch anmutend, dem Leser näherbringen.

    Aufgelockert zudem durch immer wieder biographische Exkurse in die Geschichte der Physik und ihrer Protagonisten, allen voran Albert Einstein, dem „größten Physiker aller Zeiten“. Denn was sonst könnte man am Ende demütig über diesen Mann sagen, der all das, was über einhundert Jahre (und bis heute nicht abgeschlossen) mit einem „Watermann-Fülle“ einem Notizblock und, vor allem, seinem Kopf als alleinige Hilfsmittel theoretisch bedacht und über Jahrzehnte durchgerechnet hat, was sich mehr und mehr und immer wieder dann in praktischen Beobachtungen, Messungen und Experimenten bewahrheitet hat?

    Wobei auch das Schilling klar und redlich verbleibt und verdeutlicht (ebenfalls sehr verständlich), dass auch diese physikalischen Großtaten nicht der Wissenschaft letzte Worte bleiben werden, sondern neue Fragen am Horizont der Quantenmechanik auftauchen, die neue, andere Ergebnisse noch nach sich ziehen werden.

    Wobei Schilling sich, klugerweise, auf die Erkenntnisse Einsteins konzentriert und die „LIGO“ Messungen von Gravitationswellen riesiger, kollabierender Massen in Entfernungen von Milliarden von Lichtjahren als eine Art roten Faden durch sein Werk sich ziehen lässt.

    Anhand dessen allgemeinverständlich der Leser am Ende verstanden hat, was „Raumzeit“ eigentlich ist, wie diese gekrümmt wird, woraus das Universums im Kern seines „Lebens“ besteht und eine Ahnung vermittelt, trotz noch unabsehbar vieler offener Fragen der Wissenschaft, wie das alles zusammenhängt.

    Wobei es auf diesem Weg nicht ganz einfach wird für den Leser. Nicht, weil Schilling sich nicht einfach und präzise genug ausdrücken würde, sondern weil immer noch gilt, dass das „Bauchgefühl“ des Menschen, seine intuitive und von ihm als „richtig“ gesetzte Auffassung der Welt und der Abläufe des Lebens zum einen eben nicht der physikalischen Erkenntnisse entsprechen und zum Zweiten definitiv nicht weiterführen in der Frage nach Ursprung, Bausteinen und Vernetzung des Universums.

    Hat man aber seine festgefügten „Meinungen“ erst einmal beiseitegelegt und folgt den nackten Erkenntnissen der Wissenschaft, tun sich tatsächliche ganz neue Gedanken- und Verstehenswelten im Rahmen der Lektüre auf. Bis dahin, den Blockbuster „Interstellar“ mit ganz anderen Augen zu sehen. Wenn man weiß, dass einer der führenden Physiker der Gegenwart als Berater engagiert war, mit dem Film Phänomene visualisierte, die dem heutigen Erkenntnisstand entsprechen und im Nachgang des Filmes über die technischen Aspekte, die dargestellt werden, den ein oder anderen „Bestseller“ noch verfasst hat.

    Eine hervorragende Lektüre, die jedem wärmsten empfohlen werden kann, der verstehen will, was die Grundlagen des Universums und des (erwiesenen und möglichen) Lebens darin sind.

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