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Gräfin von CarnarvonLady Almina und das wahre Downton Abbey
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Lady Almina und das wahre Downton Abbey
Lady Almina und das wahre Downton Abbey
 (14)
Erschienen am 04.10.2013
Gräfin von CarnarvonLady Almina und das wahre Downton Abbey: Das Vermächtnis von Highclere Castle
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Lady Almina und das wahre Downton Abbey: Das Vermächtnis von Highclere Castle

Neue Rezensionen zu Gräfin von Carnarvon

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Rezension zu "Lady Almina und das wahre Downton Abbey" von Gräfin von Carnarvon

Die Wahrheit über das wahre Dowton Abbey
Ambermoonvor 2 Monaten

Als die bürgerliche Almina im Alter von 19 Jahren den Grafen von Carnarvon, Herr von Highclere Castle, heiratet und in die Kriese des Adels aufsteigt, scheint ihr Leben perfekt. Als Erbin eines immensen Vermögens und Frau eines Adeligen feiert sie rauschende Feste und hüllt sich in teure Kleider. Doch mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs nimmt Lady Alminas Schicksal eine unerwartete Wendung und sie muss beweisen, was wirklich in ihr steckt.

Seit 2010 die erste Folge von Downton Abbey in Großbritannien ausgestrahlt wurde, ist das Kostümdrama zu einem TV-Hit geworden. Von der Kritik gefeiert und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, wurde die Serie schnell auch international zu einem Erfolg. Mithilfe von Tagebüchern, Briefen und Fotografien aus dem Archiv von Highclere Castle erzählt die aktuelle Lady von Carnarvon die faszinierende Geschichte von Lady Almina und Schloss Highclere, welches sowohl als Kulisse als auch als Inspiration für Downton Abbey dient... (Klappentext)

♛♛♛♛♛

"Dieses Buch handelt von einer außergewöhnlichen Frau namens Alina Carnarvon,
von der Familie, in die sie einheiratete, von dem Herrensitz, der ihr Zuhause wurde,
von den Menschen, die dort arbeiteten,
und nicht zuletzt von der Verwandlung des Anwesens in ein Lazarett für verwundete Soldaten in der Zeit des Ersten Weltkriegs."
(S. 9 - Vorwort)

Nahezu jeder kennt die historische Serie "Dowton Abbey", doch nur wenige wissen, dass die Serie teils auf wahren Begebenheiten beruht. Das Highclere Castle ist nicht nur der Grundstein für die Geschichten dieser TV-Serie, sondern fungierte gleichzeitig auch als Schauplatz für "Dowton Abbey".
Die wahre Geschichte von dem wahren Dowton Abbey, ergo dem Highclere Castle, und seinen Herrschaften wird in diesem Buch erzählt. Dies erfolgt von der derzeitigen Herrin, Countess of Carnarvon, höchstselbst. Diese stellt bereits im Vorwort klar, dass dieses Buch weder Biografie, noch ein Roman ist. Es ist eine Erzählung über die Geschichte dieses Hauses, welche durch Briefe, Haushalts- und Tagebücher rekonstruiert wurde.

Im Mittelpunkt steht hier Lady Almina, die uneheliche Tochter und Erbin des berühmten Bankiers Alfred de Rothschild. Sie heiratete den 5. Earl of Carnarvon, welcher für die Entdeckung des Grabes von Tutanchamun, gemeinsam mit Howard Carter, bekannt war und noch immer ist. Und mit ihr beginnt die Geschichte des Highclere Castle.

♛♛♛

Kapitel:

Glanz und Gloria Willkommen im Highclere Almina, die Debütantin Ein Triumph für ihre Ladyschaft Das Leben im unteren Stockwerk Festlichkeiten Ägypten zur Zeit Edwards VII. Das Ende des Goldenen Zeitalters Der Sommer 1914 Der Ruf zu den Waffen Das verlorene Paradies Kriegshelden Ei Krankenhaus im Umbruch Tod in den Schützengräben Dunkle Zeiten Das ersehnte Ende Vom Krieg zum Frieden Zurück zu Glanz und Gloria "Wunderbare Dinge" Der Vorhang fällt Erbe Epilog Danksagung Niederschrift der Briefe Bildnachweise Bibliografie

♛♛♛


Der Anfang des Buches gestaltete sich für mich eher holprig. Hier wird nämlich, neben der Geschichte von Alminas Einzug und verschiedenen Familienverstrickungen, auch unheimlich viel aufgezählt und dabei ins Detail gegangen - welche Kleidung Almina wann trug und wie diese genau ausgesehen hat, Blumenarrangements und Menüpläne. Ich hatte das Gefühl einem monoton daher sprechenden Moderator bei einer Royalen Hochzeit zuhören zu müssen.
Erst ab dem 5. Kapitel wurde es interessanter. Hier erhält man Einblick in das Leben der Bediensteten - von der Hierarchie angefangen, bis hin zu deren Aufgaben.

"Einige der jüngeren Dienstmädchen teilten sich ein Zimmer zu zweit.
Die Schlafzimmer waren nur zum Übernachten da, denn für die Freizeit gab es einen Gesinderaum und ein gemeinschaftliches Wohnzimmer,
Privatsphäre wurde der Dienerschaft nicht zuerkannt."
(S. 59)

Der Schreibstil ist flüssig und die verschiedenen Erzählungen interessant - Erzählungen über den Tod Königin Victorias und den Wechsel in das Edwardianische Zeitalter, über die Leidenschaft des Earl of Carnarvon zu Automobilen und der Geschwindigkeit dieser, sowie dessen Autounfall von dem er sich nie ganz erholte, von den unzähligen Reisen der Carnarvons nach Ägypten und die Ausgrabungen, viele davon mit Carter und schließlich der Entdeckung des Grabes Tutanchamuns. Über das politische Engagement Alminas, bei dem sie sich für die Rechte der Armen stark machte, sowie ihr Interesse an der Krankenpflege und der Medizin im Allgemeinen. Sie wurde sogar Schirmherrin des Cold Ash Hospitals. Als der Erste Weltkrieg England erreichte, wurde Highclere Castle kurzerhand in ein modernes Lazarett verwandelt.
Hochzeiten, Festlichkeiten, Geburten und Tode - das Haus hat viel gesehen.
Dies und noch viel mehr erfährt der Leser und dabei entdeckt man einige Geschichten, welche vom Regisseur von "Downton Abbey" aufgegriffen wurden.

"Als sie am 25. Juli in London eintrafen, hatten sie eine Zeitung im Gepäck,
die von dem Ultimatum berichtete, das Österreich nach der Ermordung des Erzherzogs Serbien gestellt hatte,
Winifred schrieb an Lord Carnarvon, es sei
>>Der letzte Sonntagmorgen der alten Welt<< gewesen."
(S. 120)

Es wird auch allgemein etwas auf historische Ereignisse eingegangen, die Einfluß auf Highclere Castle hatten. Vor allem der Erste Weltkrieg nimmt viel Raum ein (ganze 8 Kapitel!), welche ich anfangs noch interessant fand, doch nach unzähligen Seiten wurde es doch sehr ermüdend. Da gibt es andere Bücher, die dies ausführlicher und wesentlich interessanter an den Leser bringen. Ich bin normalerweise absolut keine Querleserin, aber hier wird man zuweilen regelrecht dazu animiert. Die heutige Lady Carnarvon hat nämlich, wie schon anfangs erwähnt, eine Vorliebe alles mögliche aufzuzählen und zu beschreiben, sei es die Blumenarrangements, Kleidung, 10-Gänge Menüs und vor allem Personen. Wenn bei einem Ereignis 20 Personen beteiligt waren, so werden diese natürlich auch alle aufgezählt. Personen die im Grunde völlig unwichtig sind, da diese nie wieder im Buch auftauchen. Da die Carnarvons natürlich sehr viele Personen kannten (vermutlich waren das damals durchaus wichtige Personen und die Erben sind es wohl noch heute) und beliebt waren, kam dies leider nur allzu oft vor.

Die Autorin scheint durchaus viel recherchiert zu haben und fördert dadurch interessante Fakten und Begebenheiten zu Tage, leider schweift sie auch nur allzu gerne ab. Ich musste mich manchmal regelrecht dazu zwingen in diesem Buch zu lesen, da es nie lange dauerte, bis langatmige Stellen oder absatzlange Aufzählungen auftauchten.

"Im Schloss und auf dem Gut leben heute Familien, die hier schon seit Generationen ihr Zuhause haben.
Sie sind die Hüter der Geschichten ihrer Vorfahren."
(S. 274)

Fazit:
Als Dowton Abbey-Fan fand ich viele Erzählungen durchaus interessant und fesseln, doch nur allzu oft tauchen langatmige Stellen mit Abschweifungen und/oder Aufzählungen auf (Gütiger Himmel - diese Aufzählungen...arrgh!), die mein Lesevergnügen beeinträchtigten oder überhaupt in den Keller sacken ließen. Weniger ist eben oft mehr.
Trotzdem habe ich so manche Passagen genossen und habe wieder Lust bekommen "Downton Abbey" zum wiederholten Male anzusehen, nur um herauszufinden, welche Parallelen sich darin noch zu Highclere Castle verstecken.

© Pink Anemone (inkl. Bilder, Leseprobe und Autoren-Info)

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ellyfortunes avatar

Rezension zu "Lady Almina und das wahre Downton Abbey" von Gräfin von Carnarvon

Ein Einblick in das wahre Downton Abbey
ellyfortunevor einem Jahr

Ich bin ein großer Downton Abbey Fan und dann war es natürlich auch eine Überraschung das ich mir diese Buch kaufe. Zu Anfang das Buch ist sehr gut geschrieben und bringt einen tollen Einblick in das wahre Downton Abbey und den ersten Weltkrieg. Was mich vor allem fasziniert hat war Lord Carnarvons Zusammenarbeit mit Howard Carter und den Fund des Garbs Tutanchamun. 


Nun aber zum negativ Part, in den ersten beiden Kapiteln werden so viele Namen genannt das man davon regelrecht erschlagen wird. Das lässt zwar mitten drin etwas nach aber es werden immer wieder neue Namen genannt. 
Ebenfalls ein kleiner Negativ Punkt sind die Zeitsprünge. Zu Anfang des Kapitels noch ist es das Jahr 1922, doch in manchen Abschnitten ist von 1917 die Rede. 


Es kommt oft zu ein paar Verwirrungen aber im Großen und Ganzen ist es ein interessantes Buch für alle Downton Abbey Fans. 

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page394s avatar

Rezension zu "Lady Almina und das wahre Downton Abbey" von Gräfin von Carnarvon

Informativ – eigentlich fast schon zu informativ...
page394vor einem Jahr

Als großer Fan der Serie Downton Abbey musste ich natürlich nicht lange überlegen, ob ich dieses Buch lesen sollte. Schließlich interessiere ich mich nicht nur für die Serie, sondern allgemein für den alten britischen Adel. 

Im Großen und Ganzen gibt es nichts zu meckern: Hier wurde anscheinend gründlich recherchiert, man bekommt einige Einblicke in das damalige gesellschaftliche Leben, Downton-Fans erkennen auch einige Parallelen, über die ich persönlich sehr in Verzückung geraten bin.

Dennoch haben mich zwei Dinge sehr gestört – daher gab es auch zwei Sterne Abzug.

Zum einen ist das Buch einfach zu überladen mit Informationen. Es kommen unglaublich viele Personen vor, die größtenteils nur für einen Satz von Bedeutung sind oder deren Schicksale mich – bei allem Interesse für das Thema des Buches – einfach nicht interessieren. Auch das Thema Krieg wurde zu sehr in die Länge gezogen; teilweise mit Details, die auch eine sehr geschichtsbegeisterte Leserin wie mich etwas gelangweilt haben. Die ein oder andere Anekdote hätte einfach wegfallen können, dafür hätte ich mir mehr allgemeine Infos zum Leben des Adels damals gewünscht.

Außerdem war die Darstellung von Almina recht einseitig, sie wurde in meinen Augen nahezu glorifiziert. Man sollte doch nicht vergessen, dass auch die Autorin die ehemalige Countess nicht gekannt hat; dennoch wird sie so beschrieben, als sei sie deren beste Freundin gewesen. Hier hätte man meiner Meinung nach etwas mehr mit vagen Beschreibungen arbeiten können, so wie es auch bei den anderen Personen der Fall war. Sollte Almina tatsächlich genau so wie im Buch beschrieben gewesen sein: Glückwunsch, Ihr wart eine nahezu perfekte Frau, mylady.

Dennoch gibt es zwischen so manch langatmiger Beschreibung immer noch viele interessante Infos, für die es sich lohnt, das Buch zu lesen. Ein Roman oder zu viel Spannung sollten aber nicht erwartet werden. 

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