Vintage

von Grégoire Hervier 
4,5 Sterne bei79 Bewertungen
Vintage
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Daniel_Allertseders avatar

Ein wirklich guter Roman!

kingofmusics avatar

Fürchterlich...Großartig! *g*

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Inhaltsangabe zu "Vintage"

Einem jungen Gitarristen und Journalisten bietet sich der große Deal und die Story seines Lebens: eine Million, wenn er beweisen kann, dass die ›Gibson Moderne‹, die legendärste Gitarre aller Zeiten, tatsächlich existiert hat. Auf seiner Suche begegnet er besessenen Musikliebhabern, leidenschaftlichen Sammlern, zwielichtigen Gestalten und sagenumwobenen Instrumenten. Eine faszinierende Reise quer durch Amerika und die goldenen Jahre von Blues und Rock. Ob Freak oder Liebhaber, ›Vintage‹ ist eine Geschichte, bei der in jedem eine Saite erklingt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783257244502
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:Diogenes
Erscheinungsdatum:28.11.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Daphne1962s avatar
    Daphne1962vor 2 Monaten
    Sammlerleidenschaften

    Seine Leidenschaft zur Rockmusik war wohl der Grund für  den  Roman "Vintage", den der französische Autor  Grégoire Hervier hier  geschrieben hat.

    Es beginnt in Paris, in der Rue de Douai, in einem kleinen  Laden für  Musikinstrumente, namens "Prestige Guitars".  Thomas Dupré, ein  junger Gitarrist und Musiker repariert und  restauriert dort liebevoll  Gitarren. Zwar nur als Aushilfe, aber  nebenbei bespricht er noch  Konzerte.

    Eines Tages schickt sein Chef ihn nach Schottland zu einem sehr reichen Kund en, eine äußerst wertvolle Gitarre zu überbringen. Es gibt viel, was  der Mensch sammeln kann. In diesem Buch geht es um das Sammeln  von Vintage-Gitarren. Es sind äußerst alte und mit besonderer 
    Sorgfalt hergestellte Elektro-Gitarren. Für berühmte Rockstars hergestellte  haben einen enormen Sammlerwert. Vor allem, wenn es nur noch einzelne  Stücke gibt oder ein einziges Exemplar. Mit einem neuen Auftrag  macht sich Thomas auf den Weg, eine Gitarre zu suchen von dem
    niemand wirklich genau weiß, ob es sie überhaupt gibt. Es handelt sich  um eine Gibson Moderne.  

    Von nun an führt es Thomas in der Weltgeschichte herum. Hierbei erfährt  der Leser so einiges über die Geschichte der Blues und Rockmusik. Von  solchen Büchern sollte es mehr geben. Es beinhaltet Rock- und Musikgeschichte,  Krimi, Reisebericht, Gitarrenkunde und zu guter Letzt auch noch spannende  Unterhaltung. Man sollte auch ruhig ein Musikfan von Rock und Pop und  Blues Musik sein. Da macht das Lesen doppelt Spaß. Mich hat dieses  Buch begeistert.
    Man ist geneigt, seine alten Platten wieder rauszukramen. 

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    Daniel_Allertseders avatar
    Daniel_Allertsedervor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein wirklich guter Roman!
    Ein wirklich guter Roman!

    Meine Meinung

     

    Musik. Musik und Gitarren. Musik, Gitarren und ein Hauch von Vintage. Das ist das Thema von Grégoire Hervier's Roman "Vintage", der bei Diogenes erschienen ist. Der junge Autor hat ein Faible für alte, besondere Gitarren – so viel ist gesagt. Ebenso ist sicher, was uns der Schriftsteller vermitteln möchte: Nicht nur eine spannende Geschichte, sondern auch die Vielfältigkeit und Besonderheit alter und seltener Gitarren. "Vintage" ist hierbei das schlichte, aber ausschlaggebende Wort, die alleserklärende Definition, die das Buch und die Geschichte prima beschreibt: Die aufregende Suche nach einer seltenen Gitarre, eine Hauptfigur, die in einem außergewöhnlichen Gitarrenladen arbeitet und eine lange Reise, die den Protagonisten zu den entlegensten Orten dieser Welt führt. Unsere Hauptfigur nämlich, Thomas, hat einen speziellen Auftrag, der umgehend und für viel Bares umgesetzt werden muss. Sein Auftraggeber, ein alter Mann des Adels, der sehr an seiner seltenen Gitarre hängt, und die ihm unglücklicherweise gestohlen wurde, schickt ihn an, diese seltene Gitarre wiederzubeschaffen. Diese Reise, diese Suche nach der "Modernen" - so heißt die Gitarre, die im Übrigen wirklich existiert(e) - wird von einem starken und wirklich bildgewaltigen Schreibstil geführt. Der Autor schickt uns Leser nicht nur auf eine abenteuerliche, sondern auch literarische Reise, die – so froh dürfen wir sein – so schnell nicht endet. Eine ausgereifte und hervorragend konzipierte Geschichte wird uns auf dem Silbertablett präsentiert - mit guten Wendungen und dynamischen Szenen. Der Stil von Monsieur Hervier ist hierbei ein lockerleichter, ein leicht schwebender – nicht zu anspruchsvoll, auch nicht zu einfach. Er arbeitet mit viel Sarkasmus, was mich als humorvoller und schwer zu überzeugender Leser sofort begeistern konnte. Auch spielen Metaphern und Ironie eine große Rolle; nicht nur wegen diesen tollen Figuren, sondern auch wegen den zahlreichen Sichtungen der "Moderne", die Thomas ganz verrückt machen, und die sich zu einer aussichtslosen Spirale des Findens bilden. Der Spannungsverlauf im Roman ist – hingegen des Sprachstils und der Ausarbeitung der Figuren – mehr träge als explosionsartig. Im Generellen ist die Frequenz des Dramatischen kaum ersichtlich, und der Roman schleicht ein wenig vor sich hin. Wichtig ist auch noch anzudeuten, dass die Zielgruppe durch diese Story, die vom Faible für alte Gitarren und der guten alten Rock-Musik geprägt ist, ein wenig eingeschränkt ist. Mir hat das Buch gefallen, ja, lediglich Abwechslung hätte dem Roman sicherlich gutgetan! 

    Fazit

     

    Ein empfehlenswerter, sehr gut geschriebener Roman über eine alte Gitarre mit hohem Wert und einer Hauptfigur, die überzeugt und ans Herz wächst. Einziger, kleiner Kritikpunkt: Träger Spannungsverlauf, dem ein wenig Frische gutgetan hätte.  

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    kingofmusics avatar
    kingofmusicvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Fürchterlich...Großartig! *g*
    Rock´n Roll will never die!

    Dank eines seeehr lieben Menschen (♥) bin ich in den Besitz von “Vintage” des Schriftstellers Gregoire Hervier gekommen.


    Da ich mich momentan in einer etwas turbulenten Lebensphase befinde, kann ich mich nicht so auf das Lesen konzentrieren, wie eigentlich angestrebt. Aber gut, Zeiten sind dafür da, sich zu ändern und somit stirbt die Hoffnung zuletzt, dass es auch wieder aufwärts geht.


    Um den Lesefluss wieder anzukurbeln und für die (zugegeben) nicht immer leicht zu konsumierende bevorzugte Lektüre wieder Schwung zu kriegen, habe ich mich also vor kurzem dazu entschlossen, o. g. Buch zu lesen.
    Und siehe da: die Geschichte hat ihre Wirkung nicht verfehlt! Ich bin zwar noch weit von meiner eigenen alten „Kondition“ entfernt, aber der erste Schritt in die richtige Richtung ist getan.


    Worum geht´s in „Vintage“? Der Ich-Erzähler Thomas Dupré soll einem schottischen Lord eine besonders wertvolle Gitarre persönlich überbringen. Im Laufe des Treffens erhält Thomas einen weiteren Auftrag, der ihn zunächst nach Australien und dann nach Amerika führt. Dort soll er die legendäre „Moderne“ (eine von drei neuartigen Gitarrenmodellen von Gibson aus dem Jahr 1957) bzw. den Beweis für die Existenz dieser Gitarre finden. Als Belohnung winkt ihm eine beachtliche Summe Geld…
    Damit beginnt für Thomas eine „Tour de Force“, die ihn (und so auch den Leser) immer tiefer in die Geschichte der „Moderne“, von Gibson und vor allem in die Geschichte des Blues und seinem Stellenwert und Einfluss in der Musikszene führt. Die (fiktive) Story um den Albino-Musiker Li Grand Zombi Robertson, der Ende der 50iger Jahre einen wahrhaft progressiven Song aufnimmt, wird ummantelt von wahren Geschichten und Anekdoten aus der „History of Rock“ respektive des Blues. Mir ist bei (fast) allen im Buch genannten Musikern und Songs warm ums Herz geworden, was dazu geführt hat, dass ich momentan wieder mehr Blues, Bluesrock und solche Sachen wie Led Zeppelin, Jimi Hendrix usw. höre.


    Spannend fand ich auch (obwohl ich (noch) kein Musiker bin *g*), die Beschreibung der Aufnahmetechniken in den 1960er Jahren und mit welchen Tricks damals schon gearbeitet wurde, um einen bestimmten Sound zu kreieren. Wofür man heute meist nur noch wenige Knopfdrücke braucht, war damals eine „Einstellung“ von mehreren Wochen oder Monaten…


    Ich bin jedenfalls noch ganz gefangen von „Vintage“, von der Musik und den dort beschriebenen Gitarren.


    Also Leute, wenn ihr zufällig noch ´ne „Moderne“ auf dem Dachboden oder im Keller habt und ihr nicht wisst, was ihr damit anfangen sollt…*g*

    Kommentare: 3
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    Belladonnas avatar
    Belladonnavor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Dieses Buch macht Lust auf längst vergangene Tage, gute Rock- und Bluesmusik und auf einen spontanen Trip in die USA!
    Meine Rezension zu "Vintage"

    Beschreibung

    Der junge Journalist Thomas Dupré lebt in Paris und träumt davon eines Tages ein erfolgreicher Musiker und Gitarrist zu werden. Bisweilen jobbt er in Alain de Chévignés Laden “Prestige Guitars”, in dem alte Vintage-Gitarren zum Verkauf angeboten werden. Bei einem außergewöhnlichen Botengang macht er die Bekanntschaft mit einem reichen Lord dem die legendäre ›Gibson Moderne‹ gestohlen wurde. Das Angebot den Spuren dieser sagenbehafteten Gitarre nachzuspüren und dafür noch eine Menge Geld zu bekommen kann Thomas nicht widerstehen…

    Meine Meinung

    Grégoire Herviers Roman “Vintage” hat mich sozusagen auf den ersten Blick wie magisch angezogen. Denn ich liebe alte Dinge und auch Geschichten die mich in eine andere Zeit entführen. Herviers Geschichte spielt nicht nur in Paris, sondern nimmt den Leser mit auf einen spannenden Roadtrip durch die Vereinigten Staaten Amerikas.

    "Für mich ist Prestige Guitars der schönste Gitarrenladen in Paris. Um nicht zu sagen der schönste Laden überhaupt in Paris." (Vintage, Seite 12)

    “Vintage” ist der erste Roman den ich von dem mir bisher unbekannten Autor gelesen habe und ich muss sagen, dass mir sein Erzählstil auf Anhieb zusagte. Schritt für Schritt lernt man die agierenden Persönlichkeiten kennen und während Thomas Roadtrip spinnt sich ein immer weiter ansteigender Spannungsbogen fort. Hoch anrechnen möchte ich dem Autor, dass er mich für etwas begeistern konnte mit dem ich bisher überhaupt keine Berührungspunkte hatte: alte Gitarren! Seine Liebe zu diesen prachtvollen Musikgegenständen funkelt durch die Zeilen mindestens genauso stark wie seine Liebe zu Musiklegenden wie z. B. Elvis Presley, Jimmy Hendrix und Co.

    Die Mystik die diese Personen und vor allem ihre Musikinstrumente umgeben kommt wunderbar zum tragen und hat mich vollkommen in den Bann gezogen. Es kommen zwar einige für mich als Laie unbekannte Namen (vor allem von Gitarrenmodellen) vor, aber das fand ich überhaupt nicht störend, es bietet vielmehr die Möglichkeit diese Stellen nochmals nachzuschlagen und sich genauer mit den einzelnen Modellen zu beschäftigen. “Vintage” ist daher ein Buch für Gitarren- und Musikliebhaber und solche die dies vielleicht erst werden möchten.

    "»Muss man sehen, um zu glauben, oder glauben, um zu sehen?«"  (Vintage, Seite 33)

    Sollte man kein Interesse an dem ganzen Gitarrenkram haben, bietet die Handlung jede Menge Verstrickungen und eine gute Portion Spannung. Außerdem strömt aus den Seiten das Lebensgefühl der Rock ‘n’ Roll- und Bluestage über die Buchfläche hinweg direkt aufs Lesesofa in das Ohr. Obwohl mich der Roman wirklich begeistern konnte fand ich den Plot zum Ende hin nicht mehr ganz so realistisch und passend. Trotzdem gibt es von mir eine Lesempfehlung mit guten 4 von 5 Grinsekatzen.

    Fazit

    Dieses Buch macht Lust auf längst vergangene Tage, gute Rock- und Bluesmusik und auf einen spontanen Trip in die USA!

    ---------------------------------------------------------

    © Bellas Wonderworld; Rezension vom 25.03.2018

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    umivankebookievor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Eine spannende Reise durch die Musikgeschichte!
    Spannend und interessant!

    Neugierig geworden durch das Cover und den Titel, das ich bei der lieben Sarah Ricchizzi entdeckte, fragte ich es beim schönen Diogenes Verlag an und erhielt es auch gleich nach wenigen Tagen. An dieser Stelle: Vielen dank an den Verlag!*

    Bevor ich mit der Lektüre begann, blätterte ich auf den ersten Seiten und war schon von dem Inhaltsverzeichnis angetan, denn das Buch war aufgebaut wie ein Song! Ein unglaublich vielversprechender Start noch bevor ich viel über den Inhalt wusste, was mich aber ab diesem Zeitpunkt schon begeisterte.

    Der Einstieg fiel mir leicht: Ich wurde in einen Gitarren – Geschäft in Paris geworfen, wo ich den Besitzer Alain de Chévigné und dem temporär jobbenden Verkäufer Thomas Dupré kennen lernte. Beide haben ein unglaubliches Wissen über die Beschaffenheiten verschiedenster Gitarren sowie darüber, Originale von nicht gleichwertigen Kopien zu unterscheiden. Zwischendurch googelte ich die verschiedene E-Gitarren, von denen die Rede war und fand es total spannend, dass der Autor nicht nur umfassende Informationen zu diesen unglaublichen Instrumenten gibt. Sondern auch dem Leser eine Bandbreite an Erläuterungen über die Geschichte des Rockmusik bietet, was ich sehr interessant fand. Wenn dann Namen wie Jimmy Hendrix oder Elvis Presley fielen, stimmte ich in die Begeisterung von Thomas mit ein, in welchen ich mich gut hineinversetzen konnte. Auch wenn ich nicht über viel Wissen bezüglich der einzelnen Etappen der Rockgeschichte verfüge, konnte mich die Begeisterung des Protagonisten mitreißen und damit auch die Lektüre verschönern.

    Auch die anderen Charaktere, auf welche Thomas während seiner Reise trifft, finde ich überwiegend authentisch, da wäre vor allem Lord Winsley zu nennen, der den jungen Gitarristen auf eine interessante Reise durch die ganze Welt schickt, um (salopp formuliert) Detektivarbeit für ihn zu erledigen. Auf seiner Reise besucht er nebenher auch Orte, die in direktem Zusammenhang mit der Musikgeschichte stehen, wie z.B Graceland, Tenessee, wo Elvis Presleys‘ Anwesen, welches heute gleichzeitig Museum und Mausoleum des den King of Roch ’n Roll ist. Obwohl ich kein großer Fan von Krimis bin, hielt sich der detektivische Part im Buch in Grenzen. Einige Passagen empfand ich aber doch als etwas in die Länge gezogen, aber in einem Rahmen, bei dem ich (entgegen meiner anfänglich aufkommenden Befürchtung) nicht das Interesse an der Geschichte verlor und die Lektüre trotzdem die meiste Zeit über genießen konnte.

    Der Schreibstil des Autors ist sehr angenehm, so dass sich das Buch in einem guten Tempo lesen lässt und auch die Spannung, neben den vielen, aber nicht überladenden Informationen, konstant bleib. Wann immer ich das Buch in die Hand nahm, konnte ich nicht nur einige Seiten lesen, sondern es packte mich für eine Weile, so dass ich mehrere Stunden in die Geschichte eintauchte und es auch dabei belassen wollte.

    Vintage von Grégoire Hervier konnte mich mit seiner spannenden Geschichte durch die Musikgeschichte und die vielen verschiedenen Gitarrenmodelle überzeugen, wozu die authentischen Protagonisten sowie das Setting insgesamt beitragen konnten. Da Krimis leider nicht zu meinen Favoriten gehören, empfand ich einige Textabschnitte als ein wenig in die Länge gezogen, was der Geschichte als Ganzes aber nichts abtut. Bewerten möchte ich es gerne mit der Kategorie Tauchgenuss und kann es vor allem Musikfans sowie musizierenden Buchfans sehr ans Herz legen, aber auch allgemein allen wärmstens weiterempfehlen, die mal eine etwas andere Geschichte lesen möchten.

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    Ricchizzis avatar
    Ricchizzivor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Mit Vintage serviert uns Grégoire Hervier eine wahrhaftige Rockkomposition getarnt als Roman ab.
    Musikalisch. Abenteuerlich. Leidenschaftlich.

    Grégoire Hervier hat mit Vintage einen intensiven Roman über die Leidenschaft zur Rockmusik niedergeschrieben. Dabei ist es ihm auf eine wirklich beeindruckende Art gelungen, unfassbar viele Informationen hinsichtlich der Musikgeschichte in die eigentliche Handlung unterzubringen. Je weiter sich die Geschichte vertieft, desto mehr erfahren wir über die Schaffensart von Gitarren, die Wichtigkeit derer im Verlauf der Rockgeschichte und wie sie zu spielen sind. Dabei vollbrachte es Hervier, ungemein viele Fakten mit einer beeindruckenden Genauigkeit in eine prosaische Ummantelung zu verpacken.

    „Keinen Erfolg gehabt?“
    „Kann man so sagen.“
    „Haben Sie auch eigene Stücke geschrieben?“
    „Ja.“
    „Musik, die Ihnen gefiel, oder Musik, von der Sie glaubten, sie könnte gut ankommen?“
    „Hm. Gute Frage… Ich würde sagen, eher Musik, die mir gefiel.“
    – Thomas | Vintage – Grégoire Hervier | Seite 28

    Durch die Fülle an Informationen garantiert dieser Roman absolut keine Langeweile. Ich glaube zuvor ist mir noch keine Geschichte untergekommen, die so viel Input lieferte, dass ich zwischendurch versucht war, Schrift zu führen. Es geschieht so viel, dass ich manchmal langsam weiterlesen musste, um der Handlung auch wirklich folgen zu können. Wie selbstverständlich schilderte der Autor eine Hintergrundgeschichte nach der anderen, über bekannte Rockmusiker und Gitarrenbauten. Die Fülle war derart beachtlich, dass der Roman schon fast als Weiterbildung im Bereich Musik gelten könnte, und sei es nur, um etwas Blut in dem Bereich zu lecken.

    „Ob man, wie in Ihrem Beispiel, Musik machen will, zu der man nur selbst Zugang hat, oder Musik, die einen Teil des Planeten berührt.“
    | Vintage – Grégoire Hervier | Seite 29

    Hinter jedem Satz ist die Leidenschaft des Protagonisten deutlich spürbar. Die Musik bestimmt sein Leben, sie nimmt es derart umfassend ein, dass ihm jegliche Mittel auf seinem Weg recht sind, um allem auf den Grund zu gehen. Seine Leidenschaft zur Musik wirkt ansteckend. Nicht selten schlug ich Musiker und Songs nach, über die er in Ekstase verfiel, um selbst nachvollziehen zu können, was ihn reizt und vorantreibt. Dieser Roman ist mehr als eine Geschichte. Es führt den Leser auf eine Entdeckungsreise durch die Musikgeschichte.

    „Was nützte mir das Geld, wenn ich nicht einmal die Musik machen kann, um die es mir geht?“
    – Seite 269 | Vintage – Grégoire Hervier

    In seiner Leidenschaft zur Musik steuerte Grégoire Hervier allerdings die Handlung mitunter in wirklich fragwürdige Richtungen. Was zu Beginn noch nach einer wohl durchdachten Reise klang, auf die er uns mitnehmen wollte, wurde mit der Zeit zu einer Verkettung von Ereignissen, die etwas zu bewusst platziert schienen, um schließlich zum Schluss zu gelangen. Wo Hervier bei der Musik an Details keineswegs sparte, ließ er die eigentliche Handlung eher skurril verlaufen. Gerade das Ende empfand ich etwas merkwürdig und zu gestellt, um es wirklich nachvollziehen zu können, obwohl es mir gleichzeitig ein Schmunzeln abverlangte.

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    Neil Jungs avatar
    Neil Jungvor 8 Monaten
    Guns'n'Roses

    Im Auftrag eines misteriösen englischen Lords (der auf dem ehemaligen Landsitz von Jimmy Page residiert) macht sich ein französischer Jourmalist und Hobbygitarrist auf die Suche nach der legendären Gibson Moderne. Inhaltlich für Gitarrenfans noch leidlich interessant, ist der Roman literarisch weitgehend doch eher Guns'n'Roses als Led Zeppelin.

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    liesdochmaleinbuchs avatar
    liesdochmaleinbuchvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Rasanter Rockroman, mit vielen Fakten rund um den Mythos Gitarre. Eine unterhaltsame Lektüre!
    Lautstarker, actionreicher Musikkrimi für Gitarrenfans

    Wow, was für ein geniales Cover. Ein Gitarrenkopf auf rotem Samt, darauf der Titel des Romans - "Vintage". Und damit ist die Ausgangssituation im Wesentlichen schon beschrieben: Thomas ein passionierter Gitarrist, der im Gitarrenladen jobbt, soll sich für den geheimnisvollen Lord Winsley auf die Suche nach der sagenumwobenen Gitarre "Moderne" machen und sie finden, koste es, was es wolle. 
    Das Abenteuer führt Thomas nach Schottland, Singapur und die USA, dem Heimatland vieler Rockgrößen und natürlich des Gibson-Werks, denn dort soll die "Moderne" hergestellt worden sein - sollt es sie je gegeben haben. 
    Auf seinem absurden Roadtrip trifft Thomas immer wieder skurrile Gestalten. Zwischenzeitlich gleitet der Roman ins Surreale über - was der Geschichte eher zuträglich und zwischenzeitlich höchst amüsant ist. 
    Das furiose Finale ist ein Spektakel, auf das so mancher Hollywood-Action-Streifen neidisch werden könnte. Mir war es ein bisschen zu laut und zu viel von allem. 
    Alles in allem war der Roman ein guter Urlaubsbegleiter, eine leichte Lektüre, die Spaß macht und nebenbei auch noch einige Fakten zum Thema Gitarre und Rockmusik bereithält!

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    literatantes avatar
    literatantevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein rasanter Roadtrip zu den Wurzeln des Blues und Rock. Nicht nur für Musikbesessene ein ganz großes Lesevergnügen!
    Ein musikalischer Roadtrip

    Mit dem Begriff Vintage werden alte, hochwertige Musikinstrumente bezeichnet, die als besonders wertvoll gelten und bei Sammlern äußerst begehrt sind. Gerade bei Gitarren aus den 50er und 60er Jahren wird dieser Begriff gerne genutzt, denn diese Gitarren zeichnen sich durch höchste handwerkliche Qualität aus.

    Gibson und Fender waren mir natürlich Begriffe, aber so richtig Ahnung von Gitarren hatte ich nicht. Nach der Lektüre von Vintage von Grégoire Hervier hat sich das nun geändert.

    Thomas Dupré ist ein junger Gitarrist und Journalist, der in einem renommierten Pariser Gitarrenladen arbeitet. So recht weiß er noch nicht, wohin es mit ihm gehen soll und da kommt es ihm sehr gelegen, als ihn sein Chef nach Schottland schickt. Ein reicher Sammler hat eine Gitarre gekauft und möchte, dass die Les Paul Goldtop von 1954 persönlich bei ihm abgeliefert wird.

    So macht sich Thomas auf den Weg nach Schottland und ist vollkommen überwältigt, als er das Anwesen Lord Winsleys betritt. Das Anwesen gehörte einst Jimmy Page, dem Gitarristen von Led Zeppelin. Doch damit nicht genug! Als Thomas die Gitarrensammlung Lord Winsleys sieht, ist er im Himmel. Denn Lord Winsley besitzt einfach jede Gitarre, so selten sie auch sein mag. Jede? Oh nein. Eine Gitarre wurde ihm angeblich gestohlen: Die legendäre Gibson Moderne. Die Existenz dieser mythenumrankten Gitarre ist unbewiesen, doch Lord Winsley beauftragt Thomas das zu ändern. Er soll Beweise finden, dass es die Gibson Moderne wirklich gegeben hat. Der Lohn: Eine Million Euro.

    Und so begibt sich Thomas auf einen rasanten Roadtrip, der ihn durch die Tiefen des Internets nach Sydney und schließlich in die USA, zu den Wurzeln des Blues und Rock führt. Unterwegs trifft er so einige verrückte und musikbesessene Gestalten und gerät in manch skurrile und auch gefährliche Situation. Ob Begegnungen mit gewalttätigen Elvis-Imitatoren oder vergessenen Musikgenies, die Reise stellt Thomas gesamtes Leben auf den Kopf.

    Romane über Musik verbinden meine beiden großen Leidenschaften und dieser Roman hat mich völlig begeistert zurückgelassen. Grégoire Hervier schafft es Fakten und Fiktion so wunderbar zu verweben, dass eine abgefahrene Geschichte entstanden ist, die trotzdem genau so passiert sein könnte. Das Buch erschafft eine so wohlige Atmosphäre, die Lust auf eine Reise nach Memphis und ins Land des Blues macht. Und irgendwie auch darauf, verschollene Vintage-Gitarren zu entdecken und die größte Gitarrensammlung überhaupt aufzubauen.

    Nachdem ich das Buch ausgelesen hatte, musste ich es erstmal meinem Vater in die Hand drücken, der ebenfalls völlig musikverrückt ist. Mit der Folge, dass er sich in Literatur über Musikinstrumente vergraben hat und sich nun von Monsieur Hervier noch einen Roman über die Geschichte der Orgel und des Schlagzeugs wünscht.

    Ein wahres Lesevergnügen für Musikliebhaber, Krimifreunde und Fernwehhabende.

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    ConnyKathsBookss avatar
    ConnyKathsBooksvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannende Suche nach einer legendären Gitarre und eine gelungene musikalische Zeitreise.
    Faszinierender Mix aus Rockgeschichte, Roadmovie, Krimi und Thriller

    "Muss man sehen, um zu glauben, oder glauben, um zu sehen?" (S. 33)

    Thomas Dupré, ein 25jährige Pariser Gitarrist und Journalist, steht vor dem Deal seines Lebens. Wenn er beweisen kann, dass die Gibson Moderne, die legendärste Vintage-Gitarre aller Zeiten, tatsächlich existiert und gebaut wurde, winken ihm eine Million Dollar. Sofort begibt er sich auf Spurensuche und auf eine musikalische Zeitreise in die goldenen Jahre des Blues und Rock 'n' Roll.

    "Vintage" stammt aus der Feder von Grégoire Hervier. Der französische Autor legt hier einen faszinierenden Mix aus Rockgeschichte, Roadmovie, Krimi und Thriller vor und verbindet dabei gekonnt Fakten mit Fiktion.

    Alles dreht sich um die Gibson Moderne - die wohl seltenste, rätselhafteste und teuerste E-Gitarre der Welt. Der Heilige Gral aller Vintage - Gitarren. Im Jahr 1957 entwickelt die Gibson Guitar Corporation drei futuristische Modelle - die Flying V, die Futura bzw. Explorer und die besagte Moderne. Doch während die ersten beiden kurz darauf in Serie gingen, blieb die Moderne ein Prototyp, bis 1982 eine limitierte Auflage erschien. Aber von dem ursprünglichen Prototyp fehlt bis heute jede Spur - kein Wunder, dass sich viele Legenden darum ranken.

    Ich spiele zwar selbst ein wenig Akustikgitarre, doch von Vintage-Gitarren und ihren Besonderheiten hatte ich bislang nicht viel Ahnung. So fand ich das Buch in dieser Hinsicht nicht nur äußerst interessant, sondern auch sehr lehrreich. Dazu kommen die vielen Querverweise zu Größen des Blues, Rock und auch Heavy Metal und zu legendären Gitarristen wie Jimmy Page, Les Paul, Muddy Waters, Robert Johnson, Jimi Hendrix, Billy Gibbons oder Eric Clapton. Eine kurzweilige musikalische Zeitreise in die Fünfziger und Sechziger Jahre,  die jeden Musikfan begeistern wird.

    Der Roman liest sich angenehm flüssig und wird recht humorvoll aus der Ich-Perspektive von Thomas erzählt. Die einzelnen Kapitel sind dabei mit Intro, Strophe, Refrain, Solo usw. benannt - ein orgineller und gelungener Einfall. Thomas spannende Recherche führt ihn dabei über Schottland nach Australien bis hin nach Amerika und mitten hinein in solch glanzvolle Orte der Musikgeschichte wie Memphis, Tennessee. Dabei begegnet er Musikliebhabern, Sammlern und zwielichtigen Gestalten wie den Elvis-Imitator Bruce und entdeckt bald eine heiße Spur zum geheimnisvollen Gitarristen Li Grand Zombi Robertson. Doch das Ganze erweist sich als ziemlich gefährlich und auch sein Auftraggeber, ein mysteriöser Lord, hat einiges zu verbergen. Die eingebauten Thrillerelemente sind zwar manchmal etwas unglaubwürdig, dennoch fühlte ich mich stets ausgesprochen gut unterhalten. Zudem wird alles sehr anschaulich beschrieben, gerade was den Sound der einzelnen Gitarren und die Musikstücke betrifft - ein literarisches Klangerlebnis.

    Insgesamt kann ich daher "Vintage" empfehlen. Ein unterhaltsamer und gut geschriebener Gitarren-Krimi, der ein ganz besonderes Lesevergnügen bietet. Ich freue mich schon auf weitere Romane des Autors! 5 Sterne von mir.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    abas avatar

    Mythos oder Realität?

    Hat die Gibson Moderne wirklich existiert?
    Wenn man kein Musik-Fan ist, wird man sehr wahrscheinlich nicht wissen können, worum es sich dabei handelt. Zur Erklärung: Die Gibson Moderne ist eine Gitarre, um die sich viele Legenden ranken.
    Jetzt muss Thomas beweisen, dass es diese Gitarre wirklich gegeben hat, denn es geht nicht nur um viel Geld: Die Gibson Moderne wäre die teuerste Gitarre aller Zeiten, und ihre Existenz eine absolute Sensation in der Geschichte des Rock 'n' Roll!
    Thomas ist der junge Held von "Vintage", dem neuen Roman des französischen Autors Grégoire Hervier.
    Wenn ihr Musik liebt, ist dieses Buch genau das Richtige für euch. Und wenn nicht … dann werdet ihr garantiert nach dem Lesen eine neue Leidenschaft haben!

    Zum Inhalt
    Einem jungen Gitarristen und Journalisten bietet sich der große Deal und die Story seines Lebens: eine Million, wenn er beweisen kann, dass die Gibson Moderne, die legendärste Gitarre aller Zeiten, tatsächlich existiert hat. Auf seiner Suche begegnet er besessenen Musikliebhabern, leidenschaftlichen Sammlern, zwielichtigen Gestalten und sagenumwobenen Instrumenten. Eine faszinierende Reise quer durch Amerika und die gol­denen Jahre von Blues und Rock. Ob Freak oder Liebhaber, "Vintage" ist eine Geschichte, bei der in jedem eine Saite erklingt.

    Leseprobe gefällig?

    Zum Autor
    Grégoire Hervier, geboren 1977 in Villeneuve-Saint-Georges, hat eine Schwäche für Rockmusik, Science-Fiction-Filme und Karate. "Vintage", in dem wahre Fakten in eine raffinierte Erzählung hineinverwoben sind, ist sein dritter Roman.

    Let's Rock 'n' Roll!
    Zusammen mit Diogenes verlosen wir 25 Exemplare von "Vintage" unter allen, die sich im Rahmen unserer Leserunde über diesen spannenden Roman austauschen und eine Rezension schreiben möchten. Bewerbt euch* über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bis zum 23.08. und antwortet auf folgende Frage:

    Wer von euch ist ein echter Musik-Liebhaber? Spielt ihr vielleicht sogar ein Instrument? Welche besondere Bedeutung hat Musik für euch?

    Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche viel Glück!

    Möchtet ihr noch mehr über Grégoire Hervier und seinen rockigen Roman erfahren? Das Special zu "Vintage" bietet nicht nur viel Hintergrundinformation zu der Gibson Moderne, da könnt ihr auch an einem Gewinnspiel teilnehmen und euch den Soundtrack zum Buch anhören, der von Grégoire Hervier persönlich zusammengestellt wurde!

    Viel Spaß!

    Und alle, die nicht genug von Diogenes haben können, sollten die Leserunde zu "Palast der Finsternis" von Stefan Bachmann, nicht verpassen!

    * Bitte beachtet vor deiner Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.
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