Grace Greene Cub Creek: A Virginia Country Roads Novel

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Inhaltsangabe zu „Cub Creek: A Virginia Country Roads Novel“ von Grace Greene

In the heart of Virginia, where the forests hide secrets and the creeks run strong and deep ~ Libbie Havens doesn’t need anyone. She’s fine on her own. When she chances upon the secluded house on Cub Creek she purchases it. She’ll show her cousin Liz, and other doubters, that she can rise above her past and live happily and successfully on her own terms. Libbie has emotional problems born of a troubled childhood. Raised by a grandmother she could never please, Libbie is more comfortable not being comfortable with people. She knows she’s different from most. She has special gifts, or curses, but are they real? Or are they products of her history and dysfunction? At Cub Creek Libbie makes friends and attracts the romantic interest of two local men, Dan Wheeler and Jim Mitchell. Relationships with her cousin and other family members improve dramatically and Libbie experiences true happiness—until tragedy occurs. Having lost the good things gained at Cub Creek, Libbie must find a way to overcome her troubles, to finally rise above them and seize control of her life and future, or risk losing everything, including herself.

Überzeugende Hauptfigur- eine Geschichte, die unter die Haut geht - super emotional

— takaronde
takaronde
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  • Vergangenheit beeinflusst ein ganzes Leben (eigentlich zwei)

    Cub Creek: A Virginia Country Roads Novel
    takaronde

    takaronde

    28. September 2014 um 12:07

    Libbie Havens ist eine Einzelgängerin, aber daran ist sie nicht Schuld. Es liegt an ihrer Kindheit und an ihrer Familie. Mit 5 Jahren wurde sie zur Waise als ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben kamen. Da sie in Liz eine nahezu gleich alte Cousine hatte, nahm man an, dass sie zu ihrem Onkel und dessen Familie gebracht würde. Doch die Tante weigerte sich das 5 jährige Mädchen aufzunehmen und so landete Libbie bei ihrer Großmutter. Jene Frau, die meiner Meinung nach die Hauptverantwortung für Libbie's Persönlichkeit trägt. Einer alten Frau, die der Enkelin die Schuld am Tod ihres Sohnes gab und von einer unglaublichen Gefühlskälte umgeben ist. Das Libbie nach deren Tod eine Psychotherapie brauchte ist verständlich und sollte der Heilung zugetan sein, doch auch der Therapeut verrät sie... Jahre später beginnt dieses Buch. Libbie ist eigentlich auf dem Weg zu ihrer Cousine Liz, die sie besuchen wollte, als sie sich verfährt. Sie landet vor einem alten Haus, das sie magisch anzieht. Genau in diesem Moment ist der Makler, der es verkaufen will vor Ort und führt sie durch die Umgebung. Die Räumlichkeiten des Hauses erforscht Libbie auf eigener Faust und ihr ist gleich klar, hier will sie bleiben. Sie kauft kurzerhand das Haus. In und um das Haus ranken sich Geschichten. Angeblich ist es verwunschen oder zumindest von Geistern heimgesucht. Doch für Libbie ist es der "Perfect Place" - ihr absoluter Ort, an dem sie sich wohl fühlt wie schon seit Jahren (besser Jahrzehnten) nicht mehr. Ganz alleine beginnt sie mit dem Renovieren, streicht hier eine Wand, richtet da etwas und erobert sich so Raum für Raum. Dabei arbeitet sie ihre Vergangenheit auf, lernt neue Menschen kennen und entdeckt Geheimnisse, die die kleine Ortschaft schon seit Jahren versteckt... Was mir an diesem Buch besonders gut gefällt, ist die Hauptfigur Libbie. Sie sieht die Welt pragmatisch. Versucht sich überall möglichst herauszuhalten, keine Beziehungen einzugehen und verhält sich relativ neutral. All das geboren aus ihrer Vergangenheit und den Erfahrungen, dass Beziehungen sie nur verletzen. Das klingt alles sehr simpel, aber durch die Art wie Grace Greene es beschreibt, lernt man zu verstehen, warum Libbie gerade so agiert und gar nicht anders kann. sie lebt quasi in ihrer eigenen Welt und merkt gar nicht wie zum Beispiel ihre Cousine Liz sie immer wieder manipuliert. Sei es durch das Anschleppen, von Dekorateuren, die Vorhänge ausmessen und später auch anbringen, obwohl Libbie diese gar nicht wollte. Man erkennt schnell, dass Liz übergriffig ist und ihre Massstäbe auf Libbie projeziert. Libbie ihrerseits versucht wie Liz zu sein, kann dies aber nicht, da sie emotional viel reifer und ausgeglichener ist. Es ist faszinierend, wie man als Leser durch die Erinnerungen von Libbie, viel mehr versteht als Libbie selbst, die nur die Erinnerung wiedergibt und zum Schluss des Buches stellt man fest, dass es auch drei lebende Menschen gibt, die für Libbies Verhalten verantwortlich sind: der Psychiater, der sie betrog; Liz, die übergriffig Libbie in die ihr gefällige Richtung schubst und die Tante, die durch ihre Anrufe immer wieder die schlechten Erinnerungen und durch das, was sie sagt Depressionen bei Libbie auslöst. Ein phantastisches Buch, das mir unglaublich nahe ging und das mich tief berührt hat. Gleichzeitig hat es mich in Erstaunen versetzt wie sehr die Leben von Tom und Libbie durch ihre Umgebung (und damit meine ich die Personen um sie herum) gebprägt und ihr Verhalten dauerhaft beeinflusst wurde. Denn letztlich trägt jeder von ihnen das lebenslang mit sich herum Ich würde mir wünschen dass dieses Buch auf Deutsch erscheint, denn ich kenne eine Menge Leute, denen ich eine deutsche Version davon schenken würde.

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