Graciano Rocchigiani , Ralf Grengel Rocky - Meine 15 Runden. Die Autobiographie

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Inhaltsangabe zu „Rocky - Meine 15 Runden. Die Autobiographie“ von Graciano Rocchigiani

GRACIANO "ROCKY" ROCCHIGIANI Auf der Straße groß geworden, zu einem der streitbarsten deutschen Sportidole gereift. 20 Jahre lang stand Rocky als Profi im Boxring, begeisterte die Massen durch sein nicht zu bändigendes Kämpferherz. Die TV-Übertragungen seiner Ringschlachten zogen in den 90er Jahren bis zu 19 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme. Weltmeister. Streetfighter. Häftling. Das Leben des »wahren« Rocky gleicht einer Achterbahnfahrt, ist aufregender und spektakulärer als das des gleichnamigen Filmhelden. Aufgewachsen in der damals noch geteilten Stadt Berlin, wird der Sohn eines sardischen Eisenbiegers im Alter von 24 Jahren jüngster deutscher Profiboxweltmeister aller Zeiten. Rocky schreibt Geschichte, er ist der letzte Champion der Box-Historie, der seinen Titel in einem Kampf über 15 Runden verteidigt. Zehn lange Jahre später kann er sich den WM-Gürtel nochmals umschnallen. Ein Comeback, das ihm kaum jemand zugetraut hat. Jetzt kehrt Rocky erneut zurück. Mit seiner Autobiographie. Kraftvoll und schlagfertig. Wie in seinem Boxerleben eben. Rocky gilt als ehrliche Haut. Immer offen und geradeheraus, sich mit seiner frechen Berliner Schnauze nicht nur Freunde machend. So landet er nicht nur auf dem Boxolymp, sondern auch im Knast. Zahlreiche Prozesse bescheren ihm neben der harten Zeit in der Zelle aber auch den größten Sieg seiner Karriere. Vor einem New Yorker Gericht zwingt er den weltgrößten Boxverband, den WBC, in die Knie und bekommt im September 2002 in einem aufsehenerregenden Geschworenenprozess 31 Millionen US-Dollar zugesprochen. Die Funktionäre hatten ihm seinen Weltmeistertitel im Halbschwergewicht gestohlen und nicht mit seinem Mut gerechnet, sich gerichtlich zu wehren. Ein Urteil, das die Boxwelt erbeben lässt. Aber auch seine Kämpfe im Ring sind einzigartig: Der gegen Alex Blanchard, den er auf einem Auge gewinnt. Der gegen Henry Maske, in dem er den »Gentleman« entzaubert und sich endgültig in die Herzen der Fans fightet. Und auch der Kampf gegen Dariusz Michalczewski, mit dem er 25.000 Zuschauer am Hamburger Millerntor von den Stühlen reißt und den er am Ende trotzdem verliert. Allerdings nur am grünen Tisch. Doch Rocky kämpft nicht nur im Ring und vor den Gerichten, sondern auch mit sich selbst. Mit seinem Sturkopf, Drogen und immer wieder Alkohol bringt er sich selbst zu Fall. Es bleiben Skandale, Schlagzeilen, Millionenbörsen. Und seine Erfolge. In den längsten und härtesten »15 Runden« lässt er nun sein Leben noch einmal Revue passieren. Sex, Drugs und harte Fäuste. Ein Buch, auf das (nicht nur) die Boxszene gewartet hat. Die einen voller Sorge, die anderen voller Vorfreude.

Schöner Schreibstil und es wirkt ehrlich. Allerdings für Menschen, die Rocky nicht kennen, etwas chaotisch.

— Ann-KathrinSpeckmann
Ann-KathrinSpeckmann

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    Rocky - Meine 15 Runden. Die Autobiographie
    Ann-KathrinSpeckmann

    Ann-KathrinSpeckmann

    03. July 2016 um 17:55

    Vorweg:Ich bin 20 und kannte Rocky nicht. Die Biographie stand im regal von meinem Papa und ich war neugierig. Das heißt, ich kenne nur das, was Rocky (bzw. seine Co-Autoren) geschrieben hat.Aufbau:Hier findet sich direkt einer meiner beiden Kritikpunkte: Zu mindestens jemand, der Rocky nicht kennt, ist es recht unübersichtlich. Bei Biographien ist es immer schwierig: Soll der Inhalt nach Themen oder chronologisch oder anders sortiert werden. Hier wurde sich für das 2. entschieden und als Metapher, die 15 Runden gewählt, die man dann auch voll bekommen wollte. Das passt für jemanden aus der Generation meines Vaters bestimmt hervorragend, denn dann hat man ja zu allen Bereichen das Vorwissen. Wenn aber Namen auftauchen, die später erst eingeführt werden, ist es doch für andere schwer zu verstehen und später die richtigen Zusammenhänge zu setzen. Gleichzeitig gab es so einige Wiederholungen."Gejammer":Und damit sind wir bei meinem zweiten Kritikpunkt, den ich jetzt mal ganz provokativ "Gejammer" nenne. Nicht falsch verstehen: Ich kann seinen Frust nachvollziehen über die Fehlentscheidungen. Aber das wird sooft angeschnitten, dass ich nur noch seine verlorenen Kämpfe im Kopf habe. Ich weiß zwar, dass er auch sehr viele Siege zu verbuchen hat, aber benennen könnte ich nach dieser Biographie keinen, weil sie leider nie im Vordergrund standen. Nicht einmal im Kapitel "Meine Siege".Zum zweiten "Gejammer" möchte ich hier einen Kommentar verlieren. Und zwar geht es um die Gefängnisstrafen, die hauptsächlichen wegen Alkohol an Steuer zustande gekommen sind. Sorry, aber dieses Argument "Andere machen doch viel schlimmere Sachen", finde ich einfach nur armselig. Die Fahrten, wie er sie beschrieben hat, sind höchstwahrscheinlich nur wegen Glück ohne Tote ausgegangen. Und normalerweise gibt es ja auch nur Bewährung. Wenn man den gleichen Mist aber mehrfach abzieht, ist man selber Schuld. (Und ich bin absolut kein Fan von dem deutschen Strafrechtssystem und dem Gefängnis.)Das letzte gibt aber keine Minuspunkte in der Bewertung. Es lag mir nur auf der Zunge.Stil:An dieser Stelle ein riesen Lob an alle drei Beteiligten. Der Stil ist sehr einheitlich und passt perfekt zu dem, was gesagt wird. Und das obwohl Rocky laut eigener Aussage nicht selbst geschrieben hat. Übrigens finde ich es auch toll, dass das so offen gesagt und nicht heimlich ein Ghostwriter engagiert wurde.Inhalt:Ich glaube, dass auch die Auswahl des Inhalts sehr gut getroffen wurde. Der Überblick ist umfänglich, auch wenn ich nicht immer mitgekommen bin, da ich so gar kein Vorwissen hatte. Ich bin absolut nicht Rockys Meinung in unzähligen Dingen. Aber ich finde es trotzdem gut, wie offen er mit seiner Meinung umgeht und, dass er sie nicht massentauglich macht.Fazit:Ich habe großen Respekt vor dem Boxer, was seine Disziplin im Training angeht und kann das Buch weiterempfehlen.

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  • Rezension zu "Rocky - Meine 15 Runden. Die Autobiographie" von Graciano Rocchigiani

    Rocky - Meine 15 Runden. Die Autobiographie
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. October 2010 um 22:07

    Mit echter Berliner Schnauze erzählt Rocky seine Geschichte, berichtet über Erfolge und Misserfolge. Große Begeisterung rief bei mir der konkrete Vorschlag des “Oldie-Boxens als Samstagabendunterhaltung” hervor: " Es gibt insgesamt drei Boxabende bei diesem Viererturnier (Henry Maske, Sven Ottke, Tiger (Darius Michalczewski) und natürlich Rocky). Zum Beispiel einen in München, einen in Hamburg und einen in Berlin. Jedes Mal stehen zwei Kämpfe auf dem Programm. so dass im Rahmen des Turniers jeder gegen jeden boxen kann. … … Der Sieger eines Kampfes bekommt in der Turniertabelle drei Punkte gutgeschrieben, endet ein Kampf unentschieden, gibt´s für jeden einen Punkt. Der Punktbeste ist nach drei Monaten der große Oldie-Champion. … … Und über Sieg oder Niederlage entscheidet ein bunter Mix aus Experten: * Nummer eins ein Profiboxer * Nummer zwei ist ein Journalist vom Fach * Nummer drei ist ein Promi-Experte * Nummer vier ist einer der Trainerfüchse und * Nummer fünf ist das TV-Publikum Und ich gebe Graciano recht: Knallhartes Oldie-Boxen mit einer launigen Portion Show, das würde zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr garantiert funktionieren. Sehr interessant fand ich den Blick hinter die Kulissen. Was oft vermutet, aber nie offen ausgesprochen wurde: Gerade im Boxsport regiert Geld die Welt. Für dieses Buch gibt es von mir ein AUSGEZEICHNET.

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