Graeme Macrae Burnet

 4.3 Sterne bei 83 Bewertungen
Autor von Sein blutiges Projekt, Der Unfall auf der A35 und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Graeme Macrae Burnet

Graeme Macrae Burnet, geboren 1967 in Kilmarnock, Schottland, studierte Englische Literatur in Glasgow. Er schreibt seit seiner Jugend und wurde 2013 mit dem Scottish Book Trust New Writer’s Award ausgezeichnet. Mit seinem einzigartigen historisch-literarischen Krimi »Sein blutiges Projekt« schaffte er 2016 den Sprung auf die Shortlist des renommierten Man Booker Preis und gehört seitdem zu den außergewöhnlichsten Stimmen der internationalen Krimiszene. Er lebt und schreibt in Glasgow. Seine Bücher wurden bislang in über zwanzig Sprachen übersetzt.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Graeme Macrae Burnet

Cover des Buches Sein blutiges Projekt9783958900554

Sein blutiges Projekt

 (72)
Erschienen am 08.02.2017
Cover des Buches Der Unfall auf der A359783958901544

Der Unfall auf der A35

 (7)
Erschienen am 02.03.2018
Cover des Buches Das Verschwinden der Adèle Bedeau9783958901704

Das Verschwinden der Adèle Bedeau

 (1)
Erschienen am 29.06.2018
Cover des Buches Das Verschwinden der Adèle Bedeau9783442718078

Das Verschwinden der Adèle Bedeau

 (0)
Erscheint am 08.03.2021
Cover des Buches Sein blutiges Projekt9783958901285

Sein blutiges Projekt

 (0)
Erschienen am 20.02.2017

Neue Rezensionen zu Graeme Macrae Burnet

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Rezension zu "Sein blutiges Projekt - Der Fall Roderick Macrae" von Graeme Macrae Burnet

Historische Real Crime-Literatur: Ein ungewöhnliches Buch, das mich zwiegespalten zurücklässt
AUSGEbuchT-PetraMolitorvor 3 Monaten

Das Buch/Der Autor: 

„Sein blutiges Projekt – Der Fall Roderick Macrae“ von Graeme Macrae Burnet erschien im Februar 2017 erstmals auf Deutsch im Europa-Verlag. Drei Jahre später wurde der Kriminalroman vom btb-Verlag neu aufgelegt. Neben der Taschenbuchausgabe mit 352 Seiten zum Preis von 10,00 Euro ist ebenfalls eine E-Book-Version erhältlich. 

Graeme Macrae Burnet wurde 1967 in Kilmarnock/Schottland geboren und ist ein britischer Schriftsteller. Graeme Macrae Burnet studierte Literatur an der Glasgow University und ging danach als Lehrer nach Frankreich, in die Tschechoslowakei und nach Portugal, Nach einem weiteren Studium an der University of St. Andrews arbeitete er für das Fernsehen. Macrae Burnet erhielt für sein erstes Buch The Disappearance of Adèle Bedeau den New Writers Award des Scottish Book Trust. Sein zweites Buch His Bloody Project (Sein blutiges Projekt) kam 2016 auf die Shortlist des Man Booker Prize.

Wie es aussieht: 

Recht unspektakulär. Das Cover der Erstausgabe wurde komplett übernommen, es wurde lediglich die Titelfarbe verändert. Das Titelbild ist nicht schlecht, passt zur Handlung und wirkt auch leicht dramatisch, mich reißt es allerdings nicht zu Begeisterungsstürmen hin. 

Worum es geht (Klappentext des Verlages): 

August 1869: Ein verschlafenes Bauerndorf an der Westküste Schottlands wird von einem brutalen Dreifachmord erschüttert. Der Täter ist rasch gefunden. Doch was trieb den 17-jährigen Roderick Macrae, Sohn eines armen Landwirts, dazu, drei Menschen auf bestialische Weise zu erschlagen? Während Roddy im Gefängnis auf seinen Prozess wartet, stellen die scharfsinnigsten Ärzte und Ermittler des Landes Nachforschungen an, um seine Beweggründe aufzudecken. Ist der eigenbrötlerische Bauernjunge geisteskrank? Roddys Schicksal hängt nun einzig und allein von den Überzeugungskünsten seines Rechtsbeistandes ab, der in einem spektakulären Prozess alles daransetzt, Roderick vor dem Galgen zu bewahren.

Wie es mir gefallen hat: 

Neben dem Lesen ist Schottland eine meiner großen Leidenschaften. Von daher sprang mir „Sein blutiges Projekt“ in der Büchervorschau des Verlages natürlich direkt ins Auge und musste, gelesen werden. Ich war schon mehrfach in Schottland unterwegs und kenne die Landschaft und ihre Geschichte recht gut. Das hat es mir leicht gemacht, mich auf die diesbezüglichen Schilderungen  des Autors einzulassen. Er hat seine Sache gut gemacht, seine Darstellungen von Natur und Menschenschlag sind absolut gelungen, sehr authentisch und atmosphärisch dicht. 

Das Buch wird als Kriminalroman bezeichnet, obwohl der Autor behauptet, dass es sich um die realen Erlebnisse eines seiner Vorfahren handelt. Damit der Leser dies besser versteht hat er der eigentlichen Handlung in einem Vorwort einige Anmerkungen zur Erklärung vorangestellt. Laut seiner Aussage handelt es sich um die Aufzeichnungen eines jungen Mannes namens Roderick Macrae, die dieser vor rund 150 Jahren in einem Gefängnis in Inverness in den Highlands verfasst haben soll. Ob dies nun der Realität entspricht oder ein geschickt gewähltes literarisches Stilmittel ist hat sich mir nicht wirklich erschlossen. Fiktion oder Realität? Ich weiß es nicht. 

Roderick Macrae ist eigentlich kein schlechter Bursche, im Gegenteil, er gilt sogar als überdurchschnittlich intelligent. Leider interessiert diese Tatsache kaum jemanden, sein Lebensweg ist von Geburt an vorgezeichnet, er wird wie sein Vater ein Crofter, ein Bauer, der das Land eines Lords bewirtschaftet. Es herrschen harte Zeiten im Schottland des 19. Jahrhunderts. Menschen werden unterdrückt, ausgebeutet und gedemütigt, wo immer es geht. Immer dann, wenn jemand sich anmaßt, über anderen zu stehen, entstehen Hass und Gewalt. Gut gegen Böse, das ist ein Thema so alt wie die Menschheit. Roderick Macrae und seine eh schon vom Pech verfolgte ganze Familie müssen vieles ertragen und einstecken. Es ist abzusehen, dass sich die lange unterdrückte Wut irgendwann mit voller Wucht entlädt. Dass dies schlussendlich den Tod von drei Menschen zur Folge hat, ist tragisch und verstörend. Trotzdem fühlt man mit dem Täter, der eigentlich auch Opfer ist. 

Obwohl gut und spannend geschrieben, konnte mich „Sein blutiges Projekt“ nicht komplett überzeugen. Emotional haben mich das Buch und seine Protagonisten nicht wirklich erreicht. Während das Buch über einige Längen verfügt, kommt das Ende doch irgendwie etwas zu schnell und konstruiert daher. Auch wenn ich ein großer Fan von True-Crime-Geschichten bin, vergebe ich für „Sein blutiges Projekt“ nur drei von fünf Sternen. 

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D

Rezension zu "Sein blutiges Projekt" von Graeme Macrae Burnet

4 Sterne
Daniela_Latzelvor 4 Monaten


Erste Buch vom Autor  und ich muss sagen  , ich mag es.


Der Schreibstil  ist fesselnd und dennoch leicht.

Der Spannungsbogen ist zum richtigen Zeitpunkt fest gespannt und lockert sich an passender Stelle.


Die Sozialkritik find ich hier überaus gelungen und erwähnenswert. 


Am Ende habe ich noch einige Fragen, die wahrscheinlich dazu beigetragen haben das ich die Story spannend fand. Man muss ja  nicht immer alles auflösen.


Von mir 🌟🌟🌟🌟/5


⭐ Eure Dani ⭐

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Rezension zu "Der Unfall auf der A35" von Graeme Macrae Burnet

Sehr französich, sehr gut!
PMelittaMvor einem Jahr

Bertrand Barthelme verunglückt tödlich auf der A35, zwischen Straßburg und Saint Louis, wahrscheinlich ein Unfall, ein paar Ungereimtheiten und die Bitte der Witwe veranlassen den Polizeichef des elsässischen Saint Louis, George Gorski, aber dennoch zu Ermittlungen. Diese gestalten sich nicht immer leicht und Gorski hat zudem mit privaten Problemen zu kämpfen.

Raymond, der 17jährige Sohn des Verstorbenen begibt sich auf seine Weise auf die Spuren seines Vaters. Ein Zettel in der Schreibtischsch Eine große Rolle im Leben Raymonds spielt Satre und sein Werk.

Der Autor hatte mich bereits mit seinem Roman „Sein blutiges Projekt“ überzeugt und ich freute mich auf weitere Lektüre aus seiner Feder. Dass der Brite seine Geschichte nach Frankreich verlegt, und wieder ein anderer als ursprünglicher Autor herangezogen wird, ist eine kleine Überraschung, dass er aber auch sehr „französisch“ schreibt, gefällt mir richtig gut. Auch ist die Geschichte (wieder) nicht in der Gegenwart angesiedelt, sondern einige Jahrzehnte in der Vergangenheit, was man in manchem merken kann, z. B. in der Abwesenheit von Handys. Tatsächlich ist es bereits der zweite Roman, der sowohl dem anderen Autor, Raymond Brunet zugerechnet wird, als auch Georges Gorski ermitteln lässt, nun, laut Vorwort gab es ja auch zwei Manuskripte von diesem (woraus man leider schließen muss, dass keine weiteren Romane mit Georges Gorski zu erwarten sind).

Krimileser könnten von der Geschichte enttäuscht sein, sie ist in meinen Augen weniger Krimi als eine Art psychologischer Studie eines Todes und seiner Folgen. Vor allem Raymonds Umgang mit dem Tod seines Vaters steht im Mittelpunkt der Handlung – im Nachwort wird überlegt, inwieweit der „Autor“ Raymond Brunet hier biografisch erzählt, und inwieweit es sich um eine wahre Geschichte handelt, ja sogar, inwieweit Romane überhaupt wahr sein müssen – hier bezieht sich der Autor auf Satre und dessen Werk, das auch für Raymond große Bedeutung hat.

Aber auch Gorski erhält viel Raum, und zwar nicht nur Dienstliches sondern auch Privates, und auch hier ist es mehr der Umgang mit dem „Fall“ und weniger ernsthafte Ermittlungsarbeit, die man zu lesen bekommt. Spekulieren kann man trotzdem ein bisschen und auch eine gewisse Spannung ist vorhanden. Der Autor erzählt wieder sehr eingängig, so dass man zügig vorankommt. Ich las den Roman sehr interessiert und fühlte mich mitgenommen ins Geschehen. Interessant ist auch der Blick auf die Kleinstadt Saint Louis, die gleichsam mit portraitiert wird, und nicht gerade gut wegkommt. Auch mit dem Ende wird mancher seine Probleme haben, ich finde es aber sehr passend und habe den Roman zufrieden zugeklappt.

Man muss sich auf die Erzählweise einlassen und sollte keinen typischen Kriminalroman erwarten. Mich hat Burnet wieder voll und ganz überzeugt, ganz sicher werde ich weitere Romane von ihm lesen und bin gespannt wo und wie er seinen nächsten Roman ansiedelt. 4,5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die nicht nur Mainstream-Kriminalromane bevorzugen.

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