Graeme Simsion Der Mann, der zu träumen wagte

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Inhaltsangabe zu „Der Mann, der zu träumen wagte“ von Graeme Simsion

Was wäre, wenn deine große Liebe nach langen Jahren wieder auftaucht? Darfst du alles riskieren für einen Traum? Für das ganz große Glück? Adam Sharp gefällt sein Leben: Er lebt mit Claire zusammen, arbeitet als IT-Berater in London und gewinnt beim Pub-Quiz alle Musikfragen. Aber ab und zu überkommt ihn die Erinnerung an Angelina Brown. Vor über 20 Jahren, im sonnigen Melbourne, erlebte er mit ihr, was es bedeutet, wenn man die Liebe findet – und sie verliert. Wie wäre sein Leben verlaufen, wenn er sie damals nicht hätte gehen lassen? Völlig überraschend meldet sich Angelina bei ihm. Was will sie? Haben die Songs doch recht, die von der ewigen Liebe erzählen? Sie lädt ihn in ihr Landhaus nach Frankreich ein. Adam muss sich fragen: wieviel Risiko darf man eingehen, wenn Träume auf einmal wahr werden könnten? Der große Roman über die Mitte des Lebens und das Gefühl, noch jung zu sein, übers Begegnen und Auseinanderleben, und eigentlich darüber, ob in der Liebe gestern und heute zusammenpassen.

Ich liebe die Bücher von Simsion! Angelina, Adam Sharps früherer Schwarm meldet sich nach langer Zeit wieder bei ihm....

— UlliAnna
UlliAnna

Langweilige Geschichte und zuviel Erzählungen über Musik.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Super tolles Buch.. Werde ich definitiv nochmal lesen ❤

— Julchen210
Julchen210

Ein interessanter Ansatz, trotzdem konnte mich die Geschichte nicht überzeugen!

— Bambisusuu
Bambisusuu

Leider enttäuschend ...

— Jeco01
Jeco01

Alles bleibt wie es ist, auch wenn es einen Mann in der Story gab, der zu träumen wagte und dennoch nichts gewonnen hat.

— MelE
MelE

Gut pointiert, kurzweilig, voller erotischer Spannungen und sehr unterhaltsam

— hasirasi2
hasirasi2

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    Der Mann, der zu träumen wagte
    Mary-and-Jocasta

    Mary-and-Jocasta

    21. September 2017 um 20:43

    Adam Sharp gefällt sein Leben: Er hat in Claire die perfekte Gefährtin gefunden, arbeitet als IT-Berater in London und gewinnt beim Pub-Quiz alle Musikfragen. Aber ab und zu überkommt ihn die Erinnerung an Angelina Brown. Vor über 20 Jahren, im sonnigen Melbourne, erlebte er mit ihr, was es bedeutet, wenn man die Liebe findet – und sie verliert. Wie wäre sein Leben verlaufen, wenn er sie damals nicht hätte gehen lassen? Völlig überraschend meldet sich Angelina bei ihm. Was will sie? Haben die Songs doch recht, die von der ewigen Liebe erzählen? Und wieviel Risiko darf man eingehen, wenn Träume auf einmal wahr werden könnten? Nachdem ich seine ersten beiden Bücher, Das Rosie-Projekt und Der Rosie-Effekt sofort ins Herz geschlossen habe, habe ich mich natürlich unheimlich auf den neuen Roman von Graeme Simsion gefreut. Ich war gespannt, ob Der Mann, der zu träumen wagte dieselbe Portion spritzigen Humors enthielt und ob es Simsion ein zweites Mal gelungen ist, so charmante wie eigenwillige Charaktere zu erschaffen. Im Endeffekt war es ganz anders als das, was ich erwartet hatte, aber dennoch ein typischer Simsion-Roman. Aber von vorn: Adam Sharp ist eigentlich der völlige Durchschnittstyp – Informatiker mit einer Passion für Musik und einer zugegebenermaßen sehr melancholischen Ader. Mit fast jeder seiner Erinnerungen an seine große Liebe Angelina verbindet er auch einen Song, weshalb sich am Ende des Romans schließlich auch eine ausführliche Playlist befindet, die man sich vor dem Lesen zurechtlegen kann. Ich persönlich bin ja nicht der Typ Mensch, der gern beim Lesen Musik hört, zumal ich viele der Lieder nicht kannte, aber ich könnte mir vorstellen, dass es mit der Playlist noch ein Stück emotionaler wird. Aber auch ohne Playlist wird schnell klar – Musik spielt in diesem Roman eine außergewöhnlich große Rolle, spiegelt sie doch all jede glücklichen und traurigen Momente wieder, die Adam vor Jahrzehnten mit Angelina verbracht hat. Denn diese Momente sind schließlich auch der Grund, Adam zu einer Wende in seinem Leben zu überreden, ihn ins Zweifeln und Wanken zu bringen. Weiterlesen?

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  • Leider nur recht durchschnittlich ...

    Der Mann, der zu träumen wagte
    engineerwife

    engineerwife

    22. August 2017 um 13:24

    Naja, das war jetzt nicht schlecht aber auch nicht soooooooooo der Hit. Wie schon x-mal erwähnt, kein Vergleich zum Rosie-Projekt. Es gibt eine Redensart, die da lautet: Das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite des Zaunes und genauso scheint Adam zu denken. Obwohl er in keiner schlechten Beziehung lebt, sehnt er sich nochmal nach der großen Liebe oder zu mindestens das, was er dafür hält. Er trifft sich mit Angelina, die große Liebe aus seiner Sturm- und Drangzeit, doch diesmal ist auch ihr Mann dabei und die Geschichte nimmt eine eigenartige Wendung … Das Buch ist flüssig aber nicht sehr spannend geschrieben und am Ende steht eine Art Happy End. Aber ich denke, es wird mir nicht lange im Gedächtnis bleiben. Geschichtenschreiben geht auch noch besser.   

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  • eBook Kommentar zu Der Mann, der zu träumen wagte von Graeme Simsion

    Der Mann, der zu träumen wagte
    Lissy

    Lissy

    30. July 2017 um 22:48 via eBook 'Der Mann, der zu träumen wagte'

    Genial. Konnte ich nicht aus der Hand legen.

  • Geschichte konnte mich nicht überzeugen

    Der Mann, der zu träumen wagte
    Bambisusuu

    Bambisusuu

    19. May 2017 um 15:47

    Der Liebesroman "Der Mann, der zu träumen wagte" ist von dem bekannten Bestseller-Autor "Graeme Simsion" und ist im "Fischer Verlag" erschienen.Adam Sharp ist mit seinem Leben zufrieden. Er hat eine tolle Frau und arbeitet erfolgreich als IT-Berater in London. Vor ca. 20 Jahren begegnete er seiner ersten großen Liebe Angelina Brown, an die er bis heute noch gerne zurückdenkt. Eine plötzliche Nachricht von ihr lässt alte Erinnerungen aufsteigen. Nach einer so langen Zeit hätte Adam Sharp damit nicht gerechnet und ist überrascht. Ein Treffen soll Klarheit verschaffen. Wie wäre sein Leben verlaufen, wenn er sie damals nicht hätte gehen lassen?Eine E-Mail von Angelina Brown verändert in Adams Leben alles. Beide sind vor über 20 Jahren getrennte Wege gegangen und haben sich ein komplett neues Leben geschaffen. Die E-Mails zwischen Angelina und Adam lassen die alten Erinnerungen aufblühen und wecken ihre Gefühle. Da beide sehr eingespannt in die Arbeit sind, kommt es vorerst nicht zu einem Treffen. Adam wartet zwar sehnsüchtig auf ein Wiedersehen, trotzdem ist er nervös und stellt sich viele Fragen. Werden seine Träume am Ende noch war?Graeme Simsion ist mir als Autor durch das Buch "Das Rosie-Projekt" bekannt. Ungewöhnlich wählt er männliche Hauptprotagonisten in seinen Liebesromanen, was ich sehr interessant finde. Die Perspektive eines Mannes in einer Beziehung zu sehen wird nur in wenigen Büchern angewendet. Der Hauptprotagonist Adam Sharp ist ein Mann, der an seine Träume glaubt. Schnell fühlt er sich zu Angelina Brown wieder hingezogen. Adam Sharps Gefühle werden durch die Ich-Perspektive besonders deutlich und geben dem Leser die Authentizität. Der Schreibstil hingegen hat mich bei diesem Roman enttäuscht. Die Handlung wird kaum umschmückt und wirkt traurig und trist. Außerdem war sie bis zur Hälfte sehr zäh und hat keine Spannung erzeug. Die Höhen und Tiefen werden kaum verstärkt, sodass das Lesen langweilig und die Handlung unnötig in die Länge gezogen wurde. Dabei habe ich gemerkt, dass man das Buch ruhig um 200 Seiten hätte kürzen können. Vielleicht hätte dann die Geschichte für Unterhaltung gesorgt und wäre schneller zum Höhepunkt gekommen.Die Geschichte umrundet der Autor mit vielen Liedern bzw. Songs, die das Empfinden von Adam verdeutlichen sollen. Die Lieder spiegeln seine Gefühle wieder und werden mit den Erinnerungen seiner Vergangenheit geknüpft. Da mir die meisten Lieder unbekannt waren, konnte ich die Stimmung kaum spüren. Jedes Lied dann zu recherchieren hätte meiner Meinung nach die Leseatmosphäre zerstört.Die Idee hinter der Geschichte finde ich interessant, jedoch konnte mich das Endergebnis nicht überzeugen. Mit dem Schreibstil komme ich nicht zurecht, sodass ich wahrscheinlich kein Buch mehr von Graeme Simsion lesen werde!

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  • Interessante Story, aber mit Längen

    Der Mann, der zu träumen wagte
    Lilli33

    Lilli33

    10. May 2017 um 20:34

    Gebundene Ausgabe: 400 Seiten Verlag: FISCHER Krüger (23. Februar 2017) Sprache: Deutsch ISBN-13: 978-3810530318 Originaltitel: The Best of Adam Sharp Preis: 19,99€ auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich  Interessante Story, aber mit Längen Inhalt: Als 26-Jähriger arbeitete Adam Sharp für einige Monate in Australien und verliebte sich in die junge Schauspielerin Angelina. Doch ihre Beziehung sollte keine Zukunft haben. Nun lebt er schon seit vielen Jahren mehr oder weniger glücklich mit seiner Lebensgefährtin Claire in Norwich, England. Nach 22 Jahren Funkstille erreicht Adam eine E-Mail von Angelina: „Hi.“ Was erwartet Angelina als Antwort? Was will sie nach so langer Zeit von Adam? Bedeutet Angelina ihm noch irgendwas? Dies sind die Fragen, denen sich Adam im Folgenden stellen muss. Meine Meinung: Ich hatte mich sehr auf den neuen Roman von Graeme Simsion gefreut, denn die Rosie-Dilogie hat mich restlos begeistert. Natürlich habe ich hier nicht dasselbe in Grün erwartet, aber auch nicht diesen krassen Gegensatz. Die Rosie-Bücher sprühen vor Witz und Charme – beides sucht man hier vergeblich. Der Protagonist Adam Sharp erzählt in der Ich-Form, und das kommt recht trocken rüber, so nach dem Motto: Ich machte dies, dann machte ich das. Obwohl man dem Protagonisten ganz nahe und die Story eigentlich sehr von Gefühlen geprägt sein sollte, vermisste ich hier ebendiese Gefühle. Da kam einfach nichts bei mir an. Hier muss ich anmerken, dass mir weder Adam noch Angelina und auch nicht die Partner der beiden wirklich sympathisch waren. Auf eine gewisse Weise wirkten alle Beteiligten irgendwie berechnend auf mich und nicht offen und ehrlich. So konnte mich der Autor also leider nicht durch seinen Schreibstil fesseln. Die Handlung ist da schon besser. Die Beziehungskonstellationen sind nicht gerade alltäglich. Und auch wenn ich mit einigen unmoralischen Handlungsweisen nicht einverstanden bin, konnte ich sie doch nachvollziehen. Interessant waren diese Interaktionen auf jeden Fall, und mit der ein oder anderen Wendung konnte Simsion mich auch kurz überraschen. Musik spielt eine große Rolle in diesem Roman, und der Autor empfiehlt, die im Anhang aufgelisteten Songs beim Lesen zu hören. Es sind Songs, die zur jeweiligen Situation passen und die Emotionen widerspiegeln sollen. Da mir die meisten der Lieder bekannt sind, habe ich meinen Lesefluss lieber nicht ständig unterbrechen wollen. Im Nachhinein denke ich, ich hätte es vielleicht doch besser gemacht, um die Gefühle, die ich beim puren Lesen vermisste, an mich herankommen zu lassen. ★★★☆☆

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  • Der Soundtrack eines Lebens in D - Dur

    Der Mann, der zu träumen wagte
    MelE

    MelE

    31. March 2017 um 18:19

    Leider konnte "Der Mann, der zu träumen wagte" nicht an den Erfolg des "Der Rosie - Effekt" oder "Das Rosie - Projekt" anknüpfen. Wo der Autor mich zuvor begeistert hat, hat er mich in seinem neusten Roman leicht gelangweilt zurück gelassen.  Ein Mann, der sich in seiner Ehe unwohl fühlt, bricht aus und trifft sich erneut mit seiner großen Jugendliebe. Nichts anderes als sexuelle Anziehungskraft lässt Adams Handeln rechtfertigen. Ich konnte mich leider wenig mit dieser Oberflächlichkeit anfreunden. Lediglich manche kurz eingeblendeten Songtexte oder Titel diverser Songs zauberte mir ein Lächeln ins Gesicht, denn auch für mich spielt Musik eine große Rolle. Für Adam ist es "Alles", denn sein Leben ist in D-Dur geschrieben. Eine Playlist ist auf Spotify verfügbar -> HIER!  Für jede Situation in Adams Leben gibt es einen Song, der auch zu passen scheint. Vielleicht hätte es tatsächlich geholfen die Songs während des Lesens zu hören wie vom Autor vorgeschlagen? Der Roman ist komplett in Ich - Form geschrieben und daher wirkt Adam sehr lebendig, dennoch wurde ich nicht warm mit ihm, ebenso wenig wie mit Angelina seiner Jugendliebe, die sich mit einem "Hi" in sein Leben zurück schleicht. Ob man tatsächlich da anknüpfen kann, wo man vor 20 Jahren aufgehört hat? Mich hinterlässt der Roman zwiespältig, da ich mit Ehebruch und Untreue nichts anfangen kann, zumal diese von Angelinas Ehemann geduldet wird. Dieser ist sich seiner Frau absolut sicher, denn er kann ihr all das bieten, was Adam nicht kann und daher bekommt der Roman einen bitteren Nachgeschmack. Leidenschaft die Leiden schafft oder ein Neuanfang mit Claire ergibt?  "Der Mann, der zu träumen wagte" hat  ich leider eher enttäuscht als begeistert. Für mich war es nach Rosie und Don Tillman ein Buch, welches auf meiner Wunschliste ganz oben gestanden hat und auch nur kurz im Buchregal Platz nahm, da ich sehr neugierig auf die Story war. Es war nur leider nicht das, was ich mir erhofft hatte, Mir fehlte der Witz und der Charme der vorherigen Bücher. Vielleicht schlich sich deshalb schnell Langeweile ein? Da Bücher Geschmackssache sind, sollte sich jede/r selbst ein Bild machen. Von mir gibt es allerdings eine eingeschränkte Leseempfehlung, da ich mich zwischendurch wirklich durch den Roman gequält habe und auch das Ende nicht wirklich als gut gelungen empfunden habe, obwohl sich alles darauf hin konzentrierte, dass alles bleibt wie es ist, auch wenn es einen Mann in der Story gab, der zu träumen wagte und dennoch nichts gewonnen hat. 

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  • Über Entscheidungen im Leben und deren Konsequenzen

    Der Mann, der zu träumen wagte
    Girdie

    Girdie

    24. March 2017 um 21:23

    „Der Mann, der zu träumen wagte“ im gleichnamigen Buch von Graeme Simsion heißt Adam Sharp, ist Jahrgang 1963 und wohnt als IT-Berater in London. Vor 22 Jahren war er in Melbourne/Australien eine Zeit mit der Schauspielerin Angelina Brown liiert, während er für seinen Arbeitgeber einen Auftrag dort vor Ort zu erledigen hatte. Doch Bedenken auf beiden Seiten für eine feste Bindung führten zum Ende der Beziehung. Vergessen hat er sie nie.Eines Tages sitzt er zu Recherchezwecken vor seinem Computer als er eine E-Mail erhält. Es ist nur ein schlichter einsilbiger Gruß, aber er ist von Angelina. Inzwischen lebt Adam seit vielen Jahren mit seiner Freundin Claire zusammen. Beide sind durch ihre Berufe stark eingebunden und haben unter anderem dadurch ihre Differenzen. Die E-Mail gibt Adam jetzt die Möglichkeit den Kontakt wieder aufleben zu lassen. Er zögert mit einer Antwort, macht sich Gedanken darüber, warum sie ihm geschrieben hat. Schließlich antwortet er ihr. Erinnerungen werden wach bei ihm und eine gewisse Melancholie über die damalige Trennung. Dann schreibt Angelina ihm von ihrem bevorstehenden Urlaub, den sie gemeinsam mit ihrem Ehemann im eigenen Ferienhaus in Frankreich verbringen wird und lädt ihn dazu ein! Wie wird Angelina nach so langer Zeit auf ihn reagieren? Wäre es möglich ihre Liebe von damals nicht nur auf- sondern auch weiterleben zu lassen? Träumen darf man, aber wie viel ist Adam bereit, für seinen Traum aufzugeben?Adam stammt aus einer zerrütteten Ehe, daher hat er Bindungsängste. Er selbst spielt leidenschaftlich gern Klavier, obwohl sein strenger Vater ihn früher zum Üben anhalten musste. Ich vermute, dass der Graeme Simsion ein großer Musikfan ist, denn der ganze Roman ist mit Musik durchzogen. Für jede Situation kennt der Protagonist einen Song. Bedeutsam dafür ist auch, dass er Angelina in einer Bar kennengelernt hat, während er dort Klavier spielte. Adam erscheint manchmal unsicher, aber in der Musik kann er seine Gefühle ausdrücken. Die Idee der Einbindung von Musik in eine Geschichte finde ich grundsätzlich interessant. Am Ende des Buchs hat der Autor eine Playlist zusammengestellt. Einige der Lieder kenne ich, leider aber nicht alle. Und so konnte ich manchmal die damit verbundenen Empfindungen leider nicht nachvollziehen.An den beiden vorigen Romanen von Graeme Simsion habe ich vor allem die amüsanten Situationen geschätzt, die durch die Auslegung bestimmten Verhaltens durch den Protagonisten entstanden. Diese vergnüglichen Szenen habe ich hier vermisst. Adam Sharp ist ein durch sein Elternhaus geprägter Charakter, der betrübt darüber ist den Möglichkeiten die das Leben ihm bisher geboten hat, nicht nachgekommen zu sein. Dabei zweifelt er, ob sie die bessere Wahl gewesen wären. Bei der ihm nun dargebotenen Chance lebt er seine Gefühle auf eine solche Weise aus, die moralisch anzuzweifeln ist. Mir ist die Figur dadurch auch nicht nahe gekommen genauso wenig wie Angelina. Dennoch muss ich dem Roman eine geschickte Konstruktion zuschreiben, verbunden mit einem leicht und gut lesbaren Schreibstil. Durch die Erzählung in der Ich-Form des Protagonisten verbleibt der Leser an der Seite von Adam, erfährt dessen Gedanken und kann sich so selbst ein Urteil über sein Verhalten bilden.„Der Mann, der zu träumen wagte“ ist ein romantisch geschriebener Roman über zwei Menschen, die sich nach Jahren wiedersehen und sich über das Ausleben ihrer Gefühle und den Konsequenzen daraus klar werden müssen. 3,5 Sterne

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  • Hat mich nicht mitgerissen

    Der Mann, der zu träumen wagte
    Talathiel

    Talathiel

    15. March 2017 um 22:01

    Was wäre, wenn deine große Liebe nach langen Jahren wieder auftaucht? Darfst du alles riskieren für einen Traum? Für das ganz große Glück? Adam Sharp gefällt sein Leben: Er lebt mit Claire zusammen, arbeitet als IT-Berater in London und gewinnt beim Pub-Quiz alle Musikfragen. Aber ab und zu überkommt ihn die Erinnerung an Angelina Brown. Vor über 20 Jahren, im sonnigen Melbourne, erlebte er mit ihr, was es bedeutet, wenn man die Liebe findet – und sie verliert. Wie wäre sein Leben verlaufen, wenn er sie damals nicht hätte gehen lassen? Völlig überraschend meldet sich Angelina bei ihm. Was will sie? Haben die Songs doch recht, die von der ewigen Liebe erzählen? Sie lädt ihn in ihr Landhaus nach Frankreich ein. Adam muss sich fragen: wieviel Risiko darf man eingehen, wenn Träume auf einmal wahr werden könnten? Der große Roman über die Mitte des Lebens und das Gefühl, noch jung zu sein, übers Begegnen und Auseinanderleben, und eigentlich darüber, ob in der Liebe gestern und heute zusammenpassen. (Klappentext)Um ehrlich zu sein, hätte ich mir von diesem Buch mehr erwartet, da ich von den beiden Rosie-Bänden bisher eigentlich nur gutes gehört hatte, auch wenn ich sie leider noch nicht selbst gelesen habe. Von diesem Buch hier war ich allerdings ein wenig enttäuscht. „Der Mann, der zu träumen wagte“ ist nicht grundsätzlich schlecht, der Schreibstil lässt sich gut und flüssig lesen und die Ereignisse sind in sich schlüssig. Aber so wirklich packen konnte es mich leider nicht. Das mag vielleicht an den Protagonisten liegen, also an Adam Sharp. Adam geht es eigentlich gut, er hat durchaus viel erreicht, aber er trauert noch immer seiner verflossenen Liebe nach, nämlich der Schauspielerin Angelina Brown, die er mit Mitte zwanzig in Australien kennen gelernt hat. Die schreibt ihn nach 22 Jahren mit dem simplen Wort „Hi“ an und schon dreht der arme Kerl gefühlsmäßig durch, denn ist Angelina wirklich seine wahre Liebe? So macht sich Adam eben auf die Suche danach, was er wirklich will und aus seiner scheinbaren Unzufriedenheit und seinem Wunsch mehr zu haben als seine Frau Claire, entwickelt sich ein Drama, dass gezeichnet ist von Untreue, Lust und Leidenschaft. Ungewöhnlich war die Erzählung mit vielen Liedern aus den vergangen 50 Jahren, damit konnte ich leider nicht immer viel anfangen und vieles ging hier an mir vorbei. Ich liebe es zwar Musik zu hören, aber Adam Sharps Gefühlswelt, seine ganzen Emotionen, spielen sich in Musik ab. Dadurch blieben mir seine Gefühle sowie seine Handlungen fremd, obwohl ich die Idee dazu recht originell finde, wenn sie wohl auch nicht ganz ist. Leider landet dieses Buch nicht unbedingt auf meiner Hitlist des Jahres, da mir der Protagonist einfach fremd blieb und die Geschichte leider auch zu keinen Punkt besonders überraschen kann. Den Schreibstil fand ich allerdings ok, sodass es sich insgesamt noch gut lesen lässt.

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  • Mitlife-Crises oder Jugendliebe?

    Der Mann, der zu träumen wagte
    hasirasi2

    hasirasi2

    23. February 2017 um 11:08

    Ich muss gleich zu Beginn sagen, dass ich nach dem Klappentext etwas völlig anderes erwartet hatte. Einen glücklichen, gebundenen Mann, der nach Jahren wieder etwas von seiner Jugendliebe hört und sich entscheiden muss, ob er sie wiedersehen will. Bekommen habe ich den zynischen Protagonisten Adam, der schon seit langem nur noch aus Gewohnheit mit seiner Freundin Claire zusammen lebt. Sie haben sich auseinander entwickelt. Seit einiger Zeit schlafen sie sogar in getrennten Zimmern. Vor 22 Jahren hatte er in Australien eine Affäre mit der verheirateten Angelina – sie hat ihm von vornherein klar gemacht, dass es nie mehr werden wird. Und trotzdem hatte er darauf gehofft. Im ersten Teil des Buches geht um die schwierige Beziehung zwischen Angelina und Adam. In Rückblenden erinnert er sich an ihr Kennenlernen, ihren damaligen Mann und den schmerzlichen Abschied. Er hat sie nie vergessen, zehrt von den Erinnerungen. Und plötzlich, nach 22 Jahren schreibt sie ihm eine Mail mit nur einem Wort „Hi“. Sofort ist das Gefühlschaos wieder da. Die Mails werden verfänglicher und bald lädt sie ihn ihr Landhaus nach Frankreich ein – nur ihn, nicht Claire. Von Claire hat er sich nämlich getrennt. Im zweiten Teil geht es um den Urlaub in Frankreich - er fährt natürlich und das Bizzeln zwischen ihm und Angelina ist sofort wieder da. Die erotische Anziehung ist fast noch stärker als damals – und ihr Mann Charlie scheint nichts dagegen zu haben. Denn auch in ihrer Bilderbuchbeziehung ist nicht alles Gold, was glänzt.   Ich habe Graeme Simsions romantische Romane „Das Rosie-Projekt“ und „Der Rosie-Effekt“ verschlungen und hatte ein ähnlich gelagertes Buch erwartet – gut die Protagonisten sind älter, reifer, aber mit Jugendliebe assoziiere ich natürlich auch Romantik. Bekommen habe ich zwei desillusionierte Männer in der Mitlife-Crisis und den „Vamp“ Angelina, welche anscheinend den Luxus hat, sich zwischen ihnen entscheiden zu können, wenn denn beide mitspielen. Dabei ist Angelina gar nicht so platt, wie sie auf den ersten Blick rüberkommt. Sie ist intelligent, hat einen verantwortungsvollen Job und 3 Kinder mit Charlie. Bis zum Wiedersehen mit Adam dachte sie nicht, dass er ihr gefährlich werden kann. Doch dann kochen die Gefühle hoch. Schnell wird klar, dass sie (nur für diesen Urlaub?) aus der Eheroutine und den gegenseitigen Abhängigkeiten ausbrechen will.   Die Situationen wirken zwar oft überspitzt und ich habe mich mehr als einmal gefragt, ob das „normalen Menschen“ wirklich so passieren könnte, aber die Handlung war gut pointiert, kurzweilig, voller erotischer Spannungen und sehr unterhaltsam. Da Adam in seiner Freizeit in Kneipen Klavier spielt, wird ein Großteil der Geschichte durch Musik unterstützt, das hat sie sehr lebendig gemacht. Leider kam mir das Ende etwas übereilt vor und nicht alle Beweggründe waren für mich klar nachvollziehbar. Aber es war trotzdem logisch und hat gepasst.

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