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MelE

vor 8 Monaten

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Leider konnte "Der Mann, der zu träumen wagte" nicht an den Erfolg des "Der Rosie - Effekt" oder "Das Rosie - Projekt" anknüpfen. Wo der Autor mich zuvor begeistert hat, hat er mich in seinem neusten Roman leicht gelangweilt zurück gelassen.  Ein Mann, der sich in seiner Ehe unwohl fühlt, bricht aus und trifft sich erneut mit seiner großen Jugendliebe. Nichts anderes als sexuelle Anziehungskraft lässt Adams Handeln rechtfertigen. Ich konnte mich leider wenig mit dieser Oberflächlichkeit anfreunden. Lediglich manche kurz eingeblendeten Songtexte oder Titel diverser Songs zauberte mir ein Lächeln ins Gesicht, denn auch für mich spielt Musik eine große Rolle. Für Adam ist es "Alles", denn sein Leben ist in D-Dur geschrieben. Eine Playlist ist auf Spotify verfügbar -> HIER!  Für jede Situation in Adams Leben gibt es einen Song, der auch zu passen scheint. Vielleicht hätte es tatsächlich geholfen die Songs während des Lesens zu hören wie vom Autor vorgeschlagen? 
Der Roman ist komplett in Ich - Form geschrieben und daher wirkt Adam sehr lebendig, dennoch wurde ich nicht warm mit ihm, ebenso wenig wie mit Angelina seiner Jugendliebe, die sich mit einem "Hi" in sein Leben zurück schleicht. Ob man tatsächlich da anknüpfen kann, wo man vor 20 Jahren aufgehört hat? 
Mich hinterlässt der Roman zwiespältig, da ich mit Ehebruch und Untreue nichts anfangen kann, zumal diese von Angelinas Ehemann geduldet wird. Dieser ist sich seiner Frau absolut sicher, denn er kann ihr all das bieten, was Adam nicht kann und daher bekommt der Roman einen bitteren Nachgeschmack. Leidenschaft die Leiden schafft oder ein Neuanfang mit Claire ergibt?  "Der Mann, der zu träumen wagte" hat  ich leider eher enttäuscht als begeistert. Für mich war es nach Rosie und Don Tillman ein Buch, welches auf meiner Wunschliste ganz oben gestanden hat und auch nur kurz im Buchregal Platz nahm, da ich sehr neugierig auf die Story war. Es war nur leider nicht das, was ich mir erhofft hatte, Mir fehlte der Witz und der Charme der vorherigen Bücher. Vielleicht schlich sich deshalb schnell Langeweile ein? Da Bücher Geschmackssache sind, sollte sich jede/r selbst ein Bild machen. Von mir gibt es allerdings eine eingeschränkte Leseempfehlung, da ich mich zwischendurch wirklich durch den Roman gequält habe und auch das Ende nicht wirklich als gut gelungen empfunden habe, obwohl sich alles darauf hin konzentrierte, dass alles bleibt wie es ist, auch wenn es einen Mann in der Story gab, der zu träumen wagte und dennoch nichts gewonnen hat. 

Autor: Graeme Simsion
Buch: Der Mann, der zu träumen wagte
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