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MelE

vor 3 Jahren

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"Das Rosie - Projekt" geht in die nächste Runde. Ich freute mich riesig in einer Leserunde "Der Rosie - Effekt" zu lesen und fühlte mich gleich nach den ersten Sätzen wieder tief mit Don Tillman verbunden. Um das Buch in seiner Einzigartigkeit zu verstehen, sollte man zuerst "Das Rosie - Projekt" lesen, um manche Hintergründe zu verstehen. Natürlich kann man auch beide Bände getrennt voneinander lesen, aber ich vermute dann bleibt hier und da der AHA-Effekt aus. Es macht einfach Spaß Don in seinen Analysen zu begleiten, denn Emotionen sind Dinge die ihm fremd sind und auch schwer fallen. Dieses ist ein Grund dafür, dass er sich von Rosie entfernt (und Rosie von ihm) und seine Ehe zu scheitern droht. Auch ein Baby kann nicht retten, was schon immer schwierig war. Don ist chaotisch, analytisch und absolut liebenswert, aber sind dies Eigenschaften, die für eine Ehe von Vorteil sind? Leider ist Rosie in diesem Buch eher blass beschrieben und Gene nimmt quasi ihren Platz ein, denn er zieht in die gemeinsame Wohnung von Don und Rosie. Was nur für den Übergang geplant ist, führt dazu, dass sich Don und Rosie immer mehr voneinander entfernen. Selbst Rosies Schwangerschaft wird analysiert und die Kacheln im Bad als Whiteboard genutzt. Manchmal wäre es mir lieber gewesen Rosie hätte mehr geredet, als sich nur ihrem Medizinstudium zu widmen. Don ist zwar einzigartig in seinen Forschungen, aber wenn man ihn nicht anstupst, wird er manche Dinge, die für uns völlig selbstverständlich sind, nicht sehen können. Sagte ich schon, das es ihm schwer fällt zwischen den Zeilen zu lesen oder Gefühle in der Mimik seines Gegenübers zu lesen? Auch wenn Asperger Autismus nie wirklich diagnostiziert wurde,sehe ich vieles, was dafür sprechen würde. Don baut aufgrund seiner wirklich genialen Eigenschaften einigen Bockmist, den er vor Rosie zu verbergen versucht. Eigentlich traurig, wenn der Autor es nicht verstanden hätte, seinen eigenen Humor einzubauen. "Der Rosie - Effekt" ist ein Buch mit Schmunzelgarantie. Ich habe es genossen und kann es wirklich weiterempfehlen. Don redet sich manchmal wirklich um Kopf und Kragen, auch wenn es Sinn und Verstand hat, immerhin ist er Genetiker, aber da oft das Emotionale, Menschliche fehlt, wirkt er auf sein Gegenüber doch eigentümlich. Das ist er sicherlich auch, aber er ist auch ein Mann zum Pferde stehlen und das ist, was ihn so Besonders macht. Auch von "Der Rosie - Effekt" bin ich sehr begeistert und hätte mir trotzdem gewünscht mehr von Rosie zu lesen, die hier leider nur eine Nebenrolle gespielt hat. Es war wunderbar erneut in das Standardmahlzeitenprogramm, das Berechnen des BMI und das geschätzte Alter einzutauchen. Mir war nicht bewusst, wie sehr ich Don vermisst hatte ☺

Autor: Graeme Simsion
Buch: Der Rosie-Effekt
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