Graham Bowley Kein Weg zurück

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Inhaltsangabe zu „Kein Weg zurück“ von Graham Bowley

Der K2 ist der zweithöchste Achttausender, doch ungleich gefährlicher und anspruchsvoller als der Everest. Im August 2008 machten sich 30 Bergsteiger unterschiedlichster Nationalitäten in verschiedenen Teams an die Besteigung. 18 Bergsteiger erreichten den Gipfel. Im Abstieg dann kam es durch Eisschlag zur Katastrophe, als mehrere Bergsteiger sowie die Seilversicherungen in die Tiefe gerissen wurden und die übrigen Expeditionsteilnehmer zum ungesicherten Abstieg gezwungen waren. Am Ende des viertägigen Kampfes hatte der K2 elf Menschenleben gefordert – eine der schwersten Bergtragödien überhaupt. Minutiös rekonstruiert der Autor den Ablauf der Expedition, Hoffnungen und Träume der Alpinisten, und was letztlich zum Drama am K2 führte.
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  • Rezension zu "Kein Weg zurück" von Graham Bowley

    Kein Weg zurück
    Schiller-Buchhandlung

    Schiller-Buchhandlung

    29. April 2011 um 18:48

    Im August 2008 waren mehrere Expeditionen und Einzelbergsteiger im Basislager des K 2, um den zweithöchsten Berg der Erde zu besteigen. Neben Norwegern und Amerikanern, waren auch Serben, Franzosen, Niederländer und Südkoreaner gekommen, um den Berg zu erobern. Angesichts der großen Menge an Menschen gab es einen gemeinsamen logistischen Plan, der es am 1. August 24 Bergsteigern ermöglichen sollte, den Gipfel zu erreichen. An der Schlüsselstelle jedoch, dem sogenannten Flaschenhals, über dem ein gefährlicher Gletscherbruch hängt, gerät die Karawane ins Stocken und 2 Bergsteiger verunglücken tödlich. Durch den Stau im Flaschenhals erreicht ein Großteil der Teams den Gipfel erst gegen Abend, während sich am Flaschenhals eine weitere Tragödie ereigent: Aus dem Gletscher löst sich eine Eislawine, unter der der norwegische Bergsteiger Rolf Bae begraben wird, der zurückgeblieben ist, und nun auf seine Frau gewartet hat. Verhängnisvoll: Es gehen auch die Fixseile verloren, die den Absteigenden Halt und Orientierung geben sollten...... Akribisch und auf Basis vieler Gespräche, die er mit Überlebenden und Angehörigen führte, trägt der amerikanische Journalist Graham Bowley die Einzelheiten zusammen, die zu dem tragischen Unglück führten, bei dem letztendlich 11 Bergsteiger ihr Leben ließen und zwei weitere unter dramatischen Umständen in letzter Minute gerettet wurden. So läßt er uns teilhaben an der Faszination, die der Berg ausübt, aber auch an der Unbarmherzigkeit der Natur. Manches bleibt offen, da die Schilderungen der Vorfälle sich teilweise nicht decken - kein Wunder, ist doch das menschliche Gehirn in über 8000 m Höhe nur eingeschränkt funktionsfähig. Dieses Buch ist wirklich sehr spannend geschrieben - der Vergleich mit Jon Krakauers Bergklassiker "In eisige Höhen" drängt sich auf. Ähnlich wie bei der Tragödie am Everest führt auch hier eine Mischung aus menschlicher Selbstüberschätzung, Leichtsinn und Naturgewalt zu den tragischen Todesfällen. Krakauers Buch war dadurch, daß der Autor selbst an der Expedition beteiligt war, sicher noch emotionaler. Aber Graham Bowley’s Bericht muss den Vergleich nicht scheuen - wer sich für Bergexpeditionen interessiert wird dieses Buch verschlingen! (MA)

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