Graham Greene Das Herz aller Dinge

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Inhaltsangabe zu „Das Herz aller Dinge“ von Graham Greene

Eine dramatische Dreiecksgeschichte um Liebe und Schuld Major Scobie hat fünfzehn Jahre Dienst in einer kleinen westafrikanischen Hafenstadt hinter sich und wird bei der Beförderung wieder einmal übergangen. Das trifft seine Frau Louise tiefer als ihn. Scobie liebt seine Frau nicht mehr, behandelt sie jedoch mit Respekt. Als Louise nach Südafrika reist, lernt Scobie Helen Rolt kennen. Ihr Dampfer war von einem U-Boot torpediert worden, und sie gehört zu den überlebenden Passagieren. Das Mitleid, das Scobie für Helen empfindet, wandelt sich in Liebe, und der gläubige Katholik gerät in ein unauflösliches Dilemma.

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  • Literarischer Giftpfeil, der nicht tödlich ist, sondern süchtig macht

    Das Herz aller Dinge
    kingofmusic

    kingofmusic

    "Scobie sollte nie vergessen, wie man sie in sein Leben trug - auf einer Krankentrage, die Augen fest geschlossen und ein Briefmarkenalbum umklammernd." (S. 157) Graham Greene (1904-1991) war ein literarischer Giftmischer, dessen Gift zwar langsam, aber dafür sicher und nachhaltig wirkt. Nein, natürlich NICHT im Sinne einer klassischen (tödlichen) Vergiftung. Eher á la Gabriel Garcia Marquez: je mehr ich von ihm lese, umso höher steigt er in meiner Gunst. Graham Greene hat definitiv keine Bücher für "eben mal so zwischendurch" geschrieben. Davon zeugt schon "Das Herz aller Dinge", einem Roman, dem ich durch Zufall begegnet bin. Als ich noch jung und literarisch unbedarft war und ich in der hiesigen Buchhandlung gearbeitet habe, war ich schon einmal über Graham Greene und sein "Schlachtfeld des Lebens" gestolpert. Damals konnten wir jedoch keine Freunde werden. Aber so ist das mit dem Alter und der Weisheit bla bla bla *g*. So, nun aber zurück zu "Das Herz aller Dinge": es braucht so ziemlich genaus bis zur Hälfte des Buches, um das zentrale Ereignis, nämlich, dass sich der "Held der Story" neu verliebt und so unweigerlich seinem (selbstverschuldetem) Untergang entgegen geht, stattfinden zu lassen. Deswegen sind die vorhergehenden 156 und die nachfolgenden Seiten nicht minder spannend. Man lernt die verschiedenen Charaktere relativ genau kennen, fühlt mal mit der einen, dann mit der anderen Figur mit, denkt sich an mancher Stelle vielleicht auch "Mh, wann beginnt die Story denn richtig?" und merkt erst am Schluss, dass man die ganze Zeit mittendrin war. Denn alle Puzzleteile, mögen sie auch noch so unbedeutend, langatmig und langweilig erscheinen, ergeben beim "Grand Finale", dass es einem übrigens unmöglich macht, das Buch aus der Hand zu legen, ein faszinierendes? Bild einer Gesellschaft kranker Seelen, die mit sich, ihrem Leben und ihrem Glauben hadern und genau an dieser Mixtur scheitern. Dieser Roman ist ein literarischer Giftpfeil, der sein Ziel (das Herz des Lesers) langsam, aber zielgenau trifft und es so zu einem weiteren literarischen Highlight in einem schon nicht gerade Highlight-armen Jahr macht.

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