Graham Greene Der dritte Mann

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Inhaltsangabe zu „Der dritte Mann“ von Graham Greene

Wien in der Nachkriegszeit: Die vier Besatzungsmächte haben die Stadt aufgeteilt, der Schwarzmarkt blüht. Einer der mysteriösesten Schieber ist Harry Lime, der seinen Jugendfreund und Schriftsteller Rollo Martins nach Wien einlädt. Doch bei seiner Ankunft kommt er nur noch rechtzeitig zu Limes Bestattung. Angeblich ist dieser Opfer eines Autounfalls geworden. Martins beginnt nachzuforschen und stellt fest, dass Harry kein Kleinganove war, sondern der Kopf einer skrupellosen Schmugglerbande. Und immer wieder kreuzt ein ominöser dritter Mann seine Wege … Greenes faszinierender Thriller, kongenial verfilmt von Carol Reed mit Orson Welles und Joseph Cotton, erscheint jetzt in exzellenter Neuübersetzung.

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    Der dritte Mann

    Liebes_Buch

    30. August 2017 um 22:20

    An den Film erinnere ich mich natürlich hauptsächlich wegen der hervorragend gefilmten Szenen der Verfolgungsjagd.Aber ich kann mich nicht an einen besonderen Witz erinnern.Deshalb bin ich ziemlich überrascht, dass die Erzählung einen britischen Humor aufweist, der der Geschichte Schwung verleiht.Der arglose Schundromanautor Rollo Martins reist ins besetze Nachkriegs-Wien, um seinen früheren Schulfreund zu treffen.Doch der kam bei einem Autounfall ums Leben. Nach und nach findet Martins heraus, was wirlich passierte...An dieser Geschichte liebe ich, wie jemand traurigen Wahrheiten über seinen Freund ins Auge blicken und sich neu entscheiden muss, ob es sich wirklich um Freundschaft handelt oder nicht.Graham Green hatte nur wenige Anfangssätze in der Schublade liegen, als Regisseur Alexander Korda ihn um Stoff bat. "Der dritte Mann" wäre fast eine ungenutzte Idee geblieben, die jahrelang herumliegt...

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  • Wer ist der dritte Mann?

    Der dritte Mann

    NiWa

    21. May 2017 um 17:39

    Nachkriegszeit in Wien. Die Stadt ist in vier Besatzungszonen eingeteilt, notwendigste Güter sind rar und es ist genau die richtige Zeit, um sich am Schwarzmarkt eine goldene Nase zu verdienen. Rollo Martins wird von seinem Freund Harry Lime in dieses Wien eingeladen, allerdings kommt er nur mehr zu dessen Begräbnis zurecht.„Der dritte Mann“ ist ein Filmklassiker, den viele allein aufgrund der berühmt-berüchtigten Filmmusik - der Zither-Melodie - kennen. Deshalb hat es mich gejuckt, zur Buchvorlage zu greifen und dem Tod von Harry Lime auf den Grund zu gehen.Tragende Themen sind natürlich die Nachkriegszeit, der Schwarzmarkt, die Besatzer und welche Konsequenten diese Konstellation für die Menschen bedeuten. Denn für Gauner und Ganoven sind Zeiten des Mangels die Gelegenheit, um als Schieber am eigenen Vermögen zu arbeiten. Gepaart mit einem Hauch Agenten-Charme und einer Prise Emotion ergibt sich daraus ein interessanter Krimi, der sich nicht nur sehen sondern auch lesen lässt.Rollo Martin kommt also nach Wien, um seinen Freund Harry Lime aufzusuchen. Allerdings ist Harry Lime zu diesem Zeitpunkt schon tot und wird am Wiener Zentralfriedhof beigesetzt. Der schockierte Rollo Martin kann den Unfalltod seines besten Freundes nicht einfach so hinnehmen und geht eine eigene Untersuchung an. Schnell stellt sich heraus, dass ein mysteriöser dritter Mann beteiligt war, den Rollo unbedingt finden will.Besonders gut gefällt mir, wie Graham Greene das komplizierte Wesen dieser Zeit einfängt. Wien ist von Amerikanern, Briten, Franzosen und Russen besetzt, und allein die Verständigung der Alliierten untereinander ist eine wahre Herausforderung. Ermittlungstätigkeiten sind meist nur in der eigenen Zone möglich, Kooperationen werden rigoros abgelehnt, es wird der eigene Wille durchgesetzt und wenn es hart auf hart kommt, wird lapidar die Sprachbarriere mit einem Schulterzucken als Ursache vorgeschoben. In diesem Wien versucht Rollo Martin den Tod seines Freundes aufzuklären, weil er nicht fassen kann, dass dieser nicht mehr am Leben ist. Dabei kommt er Schmugglern auf die Spur und landet kurzerhand selbst in der Gefahrenzone.Außerdem nimmt die Handlung sehr charmante Züge an, weil Rollo Martin in interessante Situationen schlittert, die er für sich nutzen kann.Leider merkt man diesem Buch an, dass es von Vornherein als Filmvorlage geschrieben wurde. Es ist zwar nicht unbedingt als Drehbuch verfasst, trotzdem sind mir viele Passagen zu skizzenhaft. Graham Greene geht nur auf Schlüsselszenen besonders ein, die Umgebung wird großteils vernachlässigt und die Tiefe der Figuren ist teilweise mangelhaft. Meist habe ich es als Aneinanderreihung von Filmszenen empfunden, obwohl die Geschichte an sich großartig ist. Greene geht schon im Vorwort auf diesen Umstand ein, sodass der Erzählstil eigentlich keine Überraschung ist:„Der dritte Mann wurde nicht geschrieben, um gelesen, sondern nur, um gesehen zu werden.“ (S. 9)Ich finde es sehr schade, dass „Der dritte Mann“ dadurch an Atmosphäre und Tiefe verliert, weil es eine wahnsinnig gute, spannende Geschichte ist. Sie lebt von der Nachkriegszeit, dem Agenten-Charme und von der Wiener Szenerie, wobei die Stadt an sich nicht unbedingt gut wegkommt:„Ich habe Wien zwischen den Kriegen nicht gekannt, und ich bin zu jung, um mich an das alte Wien mit seiner Strauß-Musik und seinem verlogenen oberflächlichen Charme zu erinnern; für mich ist es einfach eine Stadt aus würdelosen Ruinen …" (S. 16)Nichtsdestotrotz kann ich diese Buchvorlage zu „Der dritte Mann“ jedem ans Herz legen, der diesen Filmklassiker im ganz persönlichen Kopfkino erleben will, weil sie trotz mancher Abstriche durch und durch lesenswert ist. 

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    • 11
  • Rezension zu "Der dritte Mann" von Graham Greene

    Der dritte Mann

    marcelsarman

    In der turbulenten Nachkriegszeit ist Wien in 4 Besatzungszonen aufgeteilt und der Schwarzmarkt mit Waren aller Art blüht. Rollo Martins, ein als Benjamin Dexter leidlich erfolgreicher Verfasser von Wild-West- Schundromanen, macht sich auf den Weg nach Wien, um seinen Freund Harry Lime zu besuchen. Doch er kommt zu spät und kann nur noch der Beerdigung von Harry Lime beiwohnen. Anschließend erleidet Martins noch einen weiteren Schock, er wird von der Polizei damit konfrontiert, dass sein Freund Harry Lime in dunkle Machenschaften verwickelt war und sein Geld mit dem Handel mit verunreinigten Medikamenten verdient hat. Rollo Martins beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen und bleibt vorerst in Wien, um auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen. Harry soll nach Augenzeugenberichten von einem Jeep überfahren worden sein, der es nicht mehr geschafft hat, rechtzeitig zu bremsen. Für diesen tragischen Unfall soll es zwei Zeugen geben, ein Herr Koch meint allerdings drei Männer gesehen zu haben. Martins hält Koch für glaubwürdig und beginnt nach dem geheimnisvollen dritten Mann zu forschen. Als Koch allerdings kurze Zeit später ermordet wird, gerät Martins, als sein letzter Besucher in Verdacht etwas mit Kochs Ermordung zu tun zu haben. Rollo Martins irrt fortan durch Wien und möchte die rätselhafte Geschichte endlich aufklären. Eines Nachts bemerkt er, dass er verfolgt wird. Er kann seinen Verfolger zunächst nicht erkennen, doch plötzlich fällt ein Lichtschein auf das Antlitz seines Verfolgers. Rollo Martins ist wie erstarrt vor Schreck - denn er glaubt seinen vermeintlich toten Freund Harry Lime zu erkennen. Kurze Zeit später ist dieser aber wie vom Erdboden verschluckt. Eine genaue Nachforschung kann das plötzliche Verschwinden rational erklären und Martins muss in einem dramatischen Finale um sein Leben kämpfen. Bewertung: Eine spannende Geschichte ohne überflüssige Nebenhandlungen oder Experimente. Die Einblicke in das Wien der Nachkriegszeit sind sehr interessant und gut beschrieben. Der Moralist Graham Greene schreibt sehr nüchtern und es kommt ein pessimistisches Menschenbild zum Vorschein: Menschen handeln, besonders in Extremsituationen, nur eigennützig. An einigen Stellen wirken die Formulierungen etwas umständlich und altbacken, trotzdem ein gutes Buch: 4 Sterne.

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    • 2

    Arun

    08. February 2015 um 17:10
  • Frage zu "Das Hotel New Hampshire" von John Irving

    Das Hotel New Hampshire

    abfallkorb

    Ich fahre demnächst nach Wien und suche Literatur dazu. Allerdings keine Reiseführer, sondern Beletristik. Habt ihr Vorschläge für Krimis, historische Romane oder andere Romane, die in Wien spielen und die Stadt auch mit einbeziehen?

    Was ich bereits gelesen habe, um mal ein Beispiel zu nennen, ist "Hotel New Hampshire" von John Irving.

    • 15

    esmerabelle

    12. July 2011 um 10:30
  • Rezension zu "Der dritte Mann" von Graham Greene

    Der dritte Mann

    Monsignore

    20. March 2010 um 21:11

    Ja, ich weiß - "Der dritte Mann" ist ein hervorragender weltberühmter Film und durch nichts zu toppen. Der Film ist so gut, dass allein der Gedanke daran, nach dem Film auch noch das Buch zu lesen, schlichtweg abwegig ist. Einzige Rettung für das Buch: Es ist von Graham Greene geschrieben, dem Meister spannenden Erzählens in dichter Atmosphäre. Und der Plot ist wie geschaffen für Graham Greene: Kalter Krieg, Wien unter Viermächtebesatzung, eine zerstörte Stadt, Zentrum der Geheimdienste .,.. was will man mehr? - Nun, das Buch ist gänzlich anders als der Film. Graham Greene erzählt ruhig, läßt sachte seine Bilder entstehen. Der Leser braucht keinen Nebel und keine Musik.

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  • Rezension zu "Der dritte Mann" von Graham Greene

    Der dritte Mann

    Beagle

    16. August 2008 um 09:36

    Ein lesenswerte Geschichte, trotz der, meiner Meinung nach oft zu langatmigen Sätze

  • Rezension zu "Der dritte Mann" von Graham Greene

    Der dritte Mann

    Aprilscherz

    25. April 2007 um 15:06

    Spionageromane waren für mich immer wie Krimis - spannend, aber nicht mehr. Außerdem bringe ich sie immer mit dem film noir in Verbindung. "Der dritte Mann" passt zwar wunderbar in mein Weltbild hinein, aber die Geschichte hat es geschafft, meine Lust auf den Film zu wecken. (Das Buch wirkte auf mich auch gar nicht so "unfertig", wie der Autor es selbst sagt.)

  • Rezension zu "Der dritte Mann" von Graham Greene

    Der dritte Mann

    Berit

    14. April 2007 um 23:32

    Wien im Winter 1945. In der von drei Siegermächten besetzten Stadt versucht der englische Schriftsteller Rollo Martins herauszufinden, ob sein angeblich bei einem Unfall umgekommener Freund Harry Limes Mitglied eines Schmuggler-Ringes war. Eine sehr spannende Geschichte, die unerwartet endet.
    Greene schrieb das Buch zunächst als Vorlage für den gleichnamigen Film.

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