Der stille Amerikaner

von Graham Greene 
4,3 Sterne bei41 Bewertungen
Der stille Amerikaner
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Spannend, klug und elegant geschrieben - und ganz nebenbei lernt man über die Ursprünge des Vietnamkriegs! Absolutes Muss!

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Der Name spiegelt sich auch im Buch selbst wieder: "Der stille Amerikaner" ist ein stilles Buch. Inhaltlich ist es aber umso brisanter.

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Inhaltsangabe zu "Der stille Amerikaner"

Graham Greenes berühmter Vietnam-Roman wieder im Programm: Ein desillusionierender und zugleich spannender Klassiker, der soeben verfilmt wurde.

»Mit den Menschen, wie sie nun mal waren, mochten sie kämpfen, mochten sie lieben, mochten sie morden: Ich wollte nichts damit zu tun haben.« Der englische Journalist Thomas Fowler sieht den Kolonialkrieg der Franzosen in Vietnam mit kühler Distanz. Er interessiert sich mehr für seine vietnamesische Geliebte Phuong und die asiatische Lebensart als für Politik.
Der Amerikaner Aldon Pyle dagegen arbeitet angeblich für eine Wirtschaftshilfe-Organisation und will, scheinbar naiv, sendungsbewußt und demokratiegläubig, etwas Gutes tun: »… einem Land, einem Kontinent, einer Welt«. Erstaunlicherweise benutzt er Plastikbomben dazu.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423131292
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:01.05.2003

Rezensionen und Bewertungen

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    Jaris avatar
    Jarivor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Der Name spiegelt sich auch im Buch selbst wieder: "Der stille Amerikaner" ist ein stilles Buch. Inhaltlich ist es aber umso brisanter.
    Graham Greene - Der stille Amerikaner

    In der Schule haben wir vor einigen Jahren im Englischunterricht Greenes "Our Man in Havanna" gelesen. Da mir das Buch sehr gut gefallen hat, vor allem auch Greenes Ausdruckskraft, nutzte ich sogleich die Chance "Der stille Amerikaner" zu lesen.

    Der Name spiegelt sich auch im Buch selbst wieder: "Der stille Amerikaner" ist ein stilles Buch. Inhaltlich ist es aber umso brisanter.

    Vordergründig ist eine Dreiecksbeziehung, doch beschäftigt man sich eingehender damit, zeigt sich, dass Greene hier ein sehr kluges Buch über den Ersten Indochinakrieg geschrieben hat. Dieser setzte sich als das fort, was wir gemeinhin als "Vietnamkrieg" kennen.

    Es ist ein Buch über die Liebe, über den Krieg und über Entscheidungen. Wir haben alle Positionen vertreten: den Engländer, die Vietnamesin und den jungen Amerikaner. Ob Greene bereits den Vietnamkrieg vor Augen hatte, als er dieses Werk schrieb?

    Dieses Buch hat eine enorme Ausstrahlung, dezent und zurückhaltend, dennoch bekommt man es nicht mehr aus dem Kopf. Fast schon asiatisch, könnte man es nennen. Mit dem eingangs erwähnten Titel kaum zu vergleichen, nur Greenes Fähigkeit, alles zu durchschauen und leicht verkleidet zu offenbaren zeigt, dass beide Bücher aus derselben Feder stammen.

    "Der stille Amerikaner" läuft fast über vor Lebensweisheit und klugen Zitaten - meine Ausgabe ist ein einziges Durcheinander von Post-its und rasch hingekritzelten Notizen. Dabei wird Greene aber keineswegs lehrerhaft oder angeberisch, wie das bei anderen Autoren rasch passieren kann. Eher liest es sich, als ob Greene ganz direkt in die Köpfe seiner Protagonisten (vor allem Fowler) schaut und alles hervorzieht, was dort so von statten geht.

    Das Verhalten der Figuren, vor allem das von Pyle, mag seltsam anmuten, wenn man ihre Handlungen ohne Kontext betrachtet. Doch man darf diesen hier keinesfalls ausser Acht lassen. Die Charaktere handeln vor dem Hintergrund ihrer Herkunft und der politischen Rolle, die sie in der Geschichte und auch in unserer Realität spielen.

    Schade, dass der Indochina- und auch der Vietnamkrieg hierzulande im Geschichtsunterricht und im Allgemeinen eher wenig Beachtung findet. "Der stille Amerikaner" kann ich mir gut als Lektüre für die Oberstufe vorstellen, denn dieses dünne Büchlein bietet inhaltlich mehr als man auf den ersten Blick denken mag.

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    SwissCouchPotatos avatar
    SwissCouchPotatovor 2 Jahren
    Der stille Amerikaner

    Starke Dialoge, starke Charakterzeichnung der beiden Hauptpersonen, während die Vietnamesin Phuong nicht viel mehr als ein Objekt in den unterschiedlichen Lebensplänen des Engländers Fowler und des Amerikaners Pyle ist. Alden Pyle ist eine Art Personifizierung der amerikanischen Aussenpolitik, die auch nach mehr als 60 Jahren noch bestürzend aktuell ist.

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    KatalinMaerzs avatar
    KatalinMaerzvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Natürlich "große Literatur", aber für meinen Geschmack auch voller Klischees
    Vietnamkrieg, persönlich gesehen

    Der alternde englische Reporter Thomas Fowler berichtet über seine Zeit als Korrespondent während des Vietnamkrieges. Er wohnt in Saigon, hat eine schöne, junge, vietnamesische Geliebte und will in allen Angelegenheiten seine distanzierte Haltung bewahren. Das ändert sich, als er Pyle kennenlernt. „Der stille Amerikaner“ schnappt ihm die Geliebte weg und sein Aufenthalt in Vietnam hat offensichtlich einen anderen Grund als humanitäre Hilfe. Fowler muss sich entscheiden, ob und wie er handeln soll.

    Graham Green ist unbestritten ein großer Schriftsteller. So ist „Der stille Amerikaner“ gut geschrieben. Keine Frage. Interessant ist auch das Thema des Buches: Soll man sich heraushalten oder doch Stellung beziehen, wenn man als Einziger das Wissen und die Möglichkeit hat, etwas gegen Unrecht zu tun? Der Autor hat auch die Diskrepanz zwischen den gelangweilten Journalisten, die aufgrund der Zensur oder dem Desinteresse ihrer Zeitungen eh nicht die Wahrheit schreiben können, und dem menschenverachtenden Krieg gut dargestellt.  Allerdings fand ich das Setting ganz subjektiv langweilig. Ein alternder Mann hat in Vietnam natürlich eine schöne, junge Geliebte, die natürlich von dem jüngeren Mann ebenso begehrt wird. Alles aus der Sicht der Männer geschrieben. Die Frau scheint so einfach gestrickt zu sein, dass es auf ihren Standpunkt nicht ankommt. Gefühle scheint die Asiatin keine zu haben. Klischee über Klischee. Mich lassen die „Seelenqualen“ dieser rein egoistisch denkenden Männer kalt.

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    Vampi_77s avatar
    Vampi_77vor 7 Jahren
    Rezension zu "Der stille Amerikaner" von Graham Greene

    klassiker, indochina

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    oblo99s avatar
    oblo99vor 10 Jahren
    Rezension zu "Der stille Amerikaner" von Graham Greene

    Eigentlich baut sich die ganze Geschichte um eine Frau auf (wie so häufig) Dabei zeigt das Buch aber gut, den Konflikt in Vietnam vor dem Eingreifen der Amerikaner und auch wenn es nur ein Roman ist, zeigt es doch gut die verschiedenen Rollen der Nationen auf!
    Das Buch fesselt nicht unbedingt duch Spannung, mehr durch eine gute Geschichte.

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    WordLovervor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend, klug und elegant geschrieben - und ganz nebenbei lernt man über die Ursprünge des Vietnamkriegs! Absolutes Muss!
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    H
    hurenkindvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Dreiecksbeziehung vor politisch-zeithistorischem Hintergrund mit einem Hauch Exotik.
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    Gulans avatar
    Gulanvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Krimi, ein Thriller, eine Dreiecks-Liebesgeschichte. Ganz große Literatur. Und Greene nimmt das Desaster in Vietnam vorweg.
    bahes avatar
    bahe
    Boriss avatar
    Boris

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