Heirate nie in Monte Carlo

von Graham Greene 
3,9 Sterne bei14 Bewertungen
Heirate nie in Monte Carlo
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

ANATALs avatar

Ein kleine Liebesgeschichte, und noch etwas mehr. Wundervoll!

Alle 14 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Heirate nie in Monte Carlo"

Von allen Städten auf der Welt ist und bleibt Monte Carlo sicherlich eine der mondänsten. Dass es Bertrand und Cary zum Heiraten ausgerechnet dorthin verschlagen hat, anstatt in ein beschauliches englisches Städtchen, liegt an Bertrands geheimnisvollem Chef. "Der Gam" aus dem achten Stock macht ihm ein Angebot, das er nicht ausschlagen kann. Aber dann taucht am Hafen von Monte Carlo nicht wie verabredet dessen Yacht auf, das Paar kann die Hotelrechnung nicht bezahlen, das Hochzeitsessen reduziert sich auf Brötchen und Kaffee, und so bleibt nur ein Ausweg: Spielen. Spielen mit System. Bertrand, ein Mathematiker, denkt lange nach, verliert mit Maß, gewinnt im Übermaß und geht seiner frischgebackenen Ehefrau im Handumdrehen verlustig. Aber nur beinahe. Verspielt, heiter und diesmal sogar mit einem Happy End zeigt der weitgereiste Schwerenöter Graham Greene hier seine romantische Seite und lässt den Leser an die Moral dieses Märchens glauben, denn allen Unkenrufen zum Trotz The Loser takes all.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783803113092
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:120 Seiten
Verlag:Wagenbach, K
Erscheinungsdatum:03.03.2015

Rezensionen und Bewertungen

Neu
3,9 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne2
  • 4 Sterne8
  • 3 Sterne4
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    ANATALs avatar
    ANATALvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein kleine Liebesgeschichte, und noch etwas mehr. Wundervoll!
    Heirate nie in Monte Carlo

    Ach wie wunderbar ist dieses kleine Büchlein! Es erzählt die Geschichte eines Paares die Ihre Flitterwochen eher etwas ungewollt im Monte Carlo der Fünfziger Jahre verbringen. Und weil sie schon mal dort sind, versuchen die beiden Ihr Glück im Spiel und verspielen dabei vielleicht Ihre Liebe. Graham Greene erzählt einfach wunderbar schnörkellos, ohne große Ausschmückungen, aber eben genau richtig um dem Leser die entsprechenden Bilder und Stimmungen zu vermitteln. Ich werde mir bei Gelegenheit ein weiteres Buch von ihm zulegen, weil es mir wirklich Spaß gemacht hat diesen Roman zu lesen.

    Kommentieren0
    5
    Teilen
    JoBerlins avatar
    JoBerlinvor 4 Jahren
    Loser takes it all

    Glück im Spiel, Pech in der Liebe – um diese vielzitierte Redensart dreht sich dieser kleine Roman Graham Greenes. In den 1950er Jahren geschrieben, liegt das Büchlein jetzt in einer Neuveröffentlichung des Wagenbach Verlags vor, leider wurde der sperrige Titel „Heirate nie in Monte Carlo“ beibehalten. Wie viel besser, wie viel treffender ist da das Original „Loser takes it all“. Denn darum geht es: Ein junges Paar gewinnt am Roulette-Tisch und verspielt dabei beinahe das Liebesglück. Hört sich langweilig an? Ist es aber nicht. Und das liegt am Meister Graham Greene. Er schreibt ganz wunderbar, pointiert, spannend …. leider viel zu kurz. Kann es ein besseres Lamento geben? In einer Rezension wohl kaum. 

    Kommentieren0
    20
    Teilen
    BTOYAs avatar
    BTOYAvor 10 Jahren
    Rezension zu "Heirate nie in Monte Carlo" von Graham Greene

    Bertrand, ein kleiner Beamter, und seine Braut Cary wollen ihre Flitterwochen in dem preiswerten Badeort Bornemouth verbringen. Völlig unerwartet werden sie jedoch von Bertrands Chef zu einer Mittelmeerfahrt auf dessen Jacht eingeladen. In Monte Carlo tauchen sie ein in eine Welt von Luxus und Reichtum - eine Herausforderung für die junge Beziehung.

    Zum Autor:
    Graham Greene (* 2. Oktober 1904 in Berkhamsted, Hertfordshire, Großbritannien; † 3. April 1991 in Vevey, Schweiz; eigentlich Henry Graham Greene) war ein britischer Schriftsteller. Er gilt als der Autor von Weltruf mit den meisten Nominierungen überhaupt für den Literaturnobelpreis, erhielt ihn aber letztendlich doch nicht. Greenes jüngerer Bruder war Sir Hugh Carleton Greene (1910–1987).

    Greene hatte als Sohn eines Schuldirektors eine schwierige Kindheit, weil er zwischen der Loyalität zu seinem Vater und der zu seinen Mitschülern hin- und hergerissen war. Er war früh begeistert von Joseph Conrad, aber auch von den Spionageromanen von John Buchan (Die 39 Stufen). Für seine spätere Entwicklung als Schriftsteller sind auch Robert Louis Stevenson (ein entfernter Verwandter von Greene) und Henry James wichtig.

    Greene studierte Geschichte am Balliol College in Oxford. Als Jugendlicher spielte er gelegentlich Russisches Roulette und kam in psychiatrische Behandlung. Nach dem Studium arbeitete er einige Jahre als Journalist.

    1926 konvertierte er mit 22 Jahren zur Überraschung seiner anglikanischen Umgebung zum katholischen Glauben, unter anderem um seine Frau, eine überzeugte Katholikin, heiraten zu können. Das Paar trennte sich nach dem Zweiten Weltkrieg wegen Greenes zahlreicher Affären (er war unter anderem ein häufiger Gast in Bordellen), blieb aber bis zu seinem Tod verheiratet. Zeitlebens war er ein Kritiker der Amtskirche; eines seiner Bücher, Die Kraft und die Herrlichkeit (The Power and the Glory), landete gar zeitweilig auf dem vatikanischen Index der „Verbotenen Bücher“, obwohl es eine einzigartige Darstellung der besonderen Berufung des katholischen Priesters ist.

    In den 1930er Jahren schrieb er für mehrere britische Zeitungen Filmkritiken (in denen er Alfred Hitchcock regelmäßig verriss). Einige Äußerungen über den US-Kinderstar Shirley Temple führten zu einem Verleumdungsprozess, der die Zeitschrift Night and Day in den Ruin trieb. In dieser Zeit begann auch seine Leidenschaft für das Reisen, die er zeitlebens beibehielt; so war er beispielsweise als junger Mann kurze Zeit Mitglied der Kommunistischen Partei, weil er hoffte, so umsonst nach Russland reisen zu können.

    Während des Zweiten Weltkrieges war er beim britischen Außenministerium, genauer beim Auslandsgeheimdienst angestellt, wo er dem legendären Spion Kim Philby unterstellt war. Daher stammen seine genauen Kenntnisse der verborgenen Seiten des Diplomatischen Korps, die er in seinen Romanen (etwa Unser Mann in Havanna) so genussvoll ironisierend darstellt.

    Seine zum Teil außerordentlich erfolgreichen Romane thematisieren immer wiederkehrend zentrale Punkte der human condition wie Schuld, (Un-)Glaube und Verrat im äußeren Gewand von Abenteuergeschichte, spy story und Krimi, sodass auch die nach spannender Unterhaltung suchenden Leser das ihre darin fanden. Greene war unter anderem ein vehementer Kritiker des Kolonialismus und seiner Auswüchse. Greene selbst unterteilte seine Werke lange in novels (die ernsten Romane wie Schlachtfeld des Lebens, 1934) und entertainments (die Unterhaltungsromane wie Jagd im Nebel, 1939), gab diese Unterscheidung aber später auf, weil er ebenso wie viele Leser entdeckte, dass die entertainments wie A Gun For Hire zu seinen besten Romanen gehören. Besonders in seinen frühen Romanen herrscht eine schäbige, triste Atmosphäre, in der die Menschen Erlösung suchen (bis Ein ausgebrannter Fall, 1960). Im englischen Sprachgebrauch etablierte sich für diese Atmosphäre der Begriff Greeneland. In seinen späteren Romanen, etwa ab Die Reisen mit meiner Tante (1969), verband er seine traditionellen Themen wie Religion und Verbrechen zunehmend mit einem grotesken, makabren Sinn für Humor (wie in Dr. Fischer aus Genf oder Die Bombenparty).

    Greene selbst wurde von dem ewigen Gefühl der Langeweile getrieben, dem er entkommen wollte (wie er in seiner Autobiographie Ways of Escape erzählt). Das führte ihn zum Alkohol (der in vielen seiner Romane eine große Rolle spielt, so beim „Schnaps-Priester“ in Die Kraft und die Herrlichkeit und in der entscheidenden Szene von Unser Mann in Havanna), in alle Krisengebiete seiner Zeit, in viele Affären und zu einer großen Produktivität: außer als Romancier und Journalist arbeitete er als Dramatiker (sein erstes Stück, The living-room, war ein großer Erfolg) und Drehbuchautor (z. B. bei Der dritte Mann und Die Stunde der Komödianten). In dem Film Die amerikanische Nacht von François Truffaut hat er eine stumme Rolle. Er war auch ein gefürchteter Verfasser von Leserbriefen.

    Große Verbreitung fanden einige seiner Romane in Deutschland, als sie in den 1950er Jahren als preiswerte Taschenbücher im Rowohlt-Verlag herauskamen.

    Seine weltweite Beliebtheit zeigt sich auch an den zahlreichen Verfilmungen fast aller seiner Romane durch Regisseure wie John Ford, Otto Preminger, Joseph L. Mankiewicz, Neil Jordan und Carol Reed (Der dritte Mann, Unser Mann in Havanna), und in den letzten Jahren vor allem Das Ende einer Affäre mit Julianne Moore und Ralph Fiennes und Der stille Amerikaner mit Michael Caine und Brendan Fraser.

    Zu seinem großen Freundeskreis gehörten der Schriftsteller Evelyn Waugh (ein katholischer Konvertit wie Greene selbst), Omar Torrijos, der Präsident von Panama, und der Filmproduzent Alexander Korda. In seinen späten Jahren wurde Greene zu einem scharfen Kritiker der US-Außenpolitik und unterstützte die Politik von Fidel Castro. Er wurde von François „Papa Doc“ Duvalier, dem Staatschef von Haiti, nach dem kritischen Buch Die Stunde der Komödianten, in dem Greene das Terrorregime der Tontons Macoutes dargestellt hatte, mit Verleumdungen verfolgt (so bezeichnete Duvalier Greene in einer Broschüre als „Folterer“).

    So präsent wie Greene in der Öffentlichkeit über 40 Jahre lang auch war, liebte er es doch, sich möglichst geheimnisvoll und bedeckt zu geben, was sein eigenes Privatleben betraf. Das führte dazu, dass auch nach seinem Tod heftige Diskussionen über ihn geführt werden, etwa was die Frage betrifft, ob er seine Arbeit für den Geheimdienst wirklich nach dem Zweiten Weltkrieg beendet hatte.

    Mit 86 Jahren starb Graham Greene am 3. April 1991 in Vevey in der Schweiz. Er ist auf dem Friedhof von Corseaux begraben. (Wikipedia)

    Kommentieren0
    20
    Teilen
    bahes avatar
    bahe
    Milagros avatar
    Milagro
    Ein LovelyBooks-Nutzer
    Aliknechts avatar
    Aliknechtvor 2 Jahren
    Pelippas avatar
    Pelippavor 2 Jahren
    lotharwalters avatar
    lotharwaltervor 3 Jahren
    HarIequins avatar
    HarIequinvor 3 Jahren

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks