Graham Greene Unser Mann in Havanna

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Inhaltsangabe zu „Unser Mann in Havanna“ von Graham Greene

Mr. James Wormold, ein harmloser, biederer, englischer Kaufmann in mittleren Jahren, der in Kuba - kurz vor der Machtergreifung Castros - eine Staubsauger-Vertretung leitet, wird vom britischen Geheimdienst angeworben, das "karibische Agentennetz" aufzubauen. Er läßt sich darauf ein, unter anderem, um den extravaganten Lebensstil seiner Tochter Seraphina, genannt Milly, zu finanzieren. Weil er jedoch keine Ahnung hat, wie ein Spionagering funktioniert und keine verwertbaren Informationen besitzt, erfindet er diese, schickt fingierte Berichte nach London: Über die Zuckerindustrie, über Unruhen in der Marine, gepfefferte Details aus dem Privatleben hoher Regierungsbeamter. Unverschämt und fröhlich zugleich kassiert er so viele Spesen wie nur möglich, auch jene von erfundenen Agenten. Sein Meisterstück jedoch ist eine Planskizze militärischer Anlagen im Dschungel, die nichts anderes darstellt als einen enorm vergrößerten Staubsauger.§ Als seine phantastischen Erfindungen schließlich aufgedeckt werden, gerät unglücklicherweise Mr. Wormolds Phantasiewelt sehr bald mit der Wirklichkeit in Konflikt. Um einer internationalen Blamage zu entgehen, stellt der britische Geheimdienst ihn letztlich zur Fortbildung seiner Mitglieder ein.

Anders ... auf eine angenehme Art und Weise. Habe selten so oft Geschmunzelt wie bei diesem Buch. Ein unerwarteter Glücksgriff.

— Hannarr
Hannarr

Eine spritzige Polit-Satire die den britischen Gehemdienst auf’s Korn nimmt.

— Belladonna
Belladonna

Klassiker. Den ich gerne jedes Jahr einmal lese!

— xhybrid23x
xhybrid23x

Gut, aber manchmal echt verworren.

— ANATAL
ANATAL

Beim Gebaren der Geheimdienste kann man schon kaum mehr zwischen Satire und Realität unterscheiden.

— karl-hermann
karl-hermann

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    Unser Mann in Havanna
    Hannarr

    Hannarr

    07. December 2016 um 01:10

    Ich habe "Unser Mann in Havanna" durch einen anonymen Büchertausch per Post erhalten und hätte unter anderen Umständen wohl nie zu diesem Klassiker gegriffen. Obwohl weder das Genre noch die Art des Erzählens zu meiner bevorzugten Lektüre gehören, bin ich doch sehr von dem Buch begeistert. Zu Beginn war ich sehr zögerlich und konnte mit dem Schreibstil nicht sehr viel anfangen und war an einen alten Hollywood-Krimi erinnert, der unter den Technologien moderner Filme begraben wird. Doch je mehr ich las, desto neugieriger wurde ich und genoss diesen so anderen Schreibstil ganz besonders. Das Buch konnte mit wenigen Worten eine komplexe Handlung darstellen und glänzte mit unterschwelligem Humor, der garantiert nicht jedem Leser ersichtlich ist. Obwohl das Buch auf den ersten Blick sehr simpel zu sein scheint, versteckt jeder Satz bei genauerer Analyse zahlreiche Hinweise zur Geschichte und eine schwarz-weiß Analyse ist kaum möglich. Manchmal habe ich, zugegebenerweise, ein wenig den Faden verloren, oder musste eine Passage zweimal lesen, aber das hat dem Lesespaß keinen großen Abbruch getan. Wie auch immer man dem Schreibstil gegenübersteht schafft der Autor Charaktere und Ereignisse, die interessant genug sind, um immer wieder zum Buch zu greifen und gespannt weiterzulesen. Das Einzige was mit ein wenig gefehlt hat, war die persönliche und innige Verbindung zum Protagonisten. Ansonsten kann ich das Buch sehr empfehlen und hoffe, dass es noch viele weitere Leser ebenso oft zum Schmunzeln bringt, wie mich.

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  • Meine Rezension zu Unser Mann in Havanna

    Unser Mann in Havanna
    Belladonna

    Belladonna

    09. October 2016 um 12:20

    Beschreibung Mr. James Wormold lebt mit seiner Tochter Milly in Kuba und verdient sich seinen Lebensunterhalt als Staubsauger-Vertreter. Als er eines Tages vom britischen Geheimdienst angeworben wird, ergreift er die sich ihm bietende Chance beim Schopf, und wird als Spion tätig. Denn nur mit diesem zusätzlichen Verdienst ist es ihm möglich, die Wünsche seiner geliebten Tochter zu erfüllen. Allerdings verfügt Mr. Wormold über keinerlei Informationen, die für den Geheimdienst von Bedeutung sein könnten. So kommt er zu dem Entschluss rein erfundende Geschichten nach London zu liefern, ja sogar Unteragenten nur auf Papier zu erschaffen und für diese auch noch Spesen zu kasieren. Doch schon bald gerät die Phantasiewelt von Mr. Wormold ins wanken und er droht aufzufliegen… Meine Meinung Eigentlich bin ich davon ausgegangen mit „Unser Mann für Havanna“ von Graham Greene einen Politthriller in Händen zu halten. Doch nach der ersten Verwirrung war schnell klar – hier handelt es sich definitiv um eine Satire (und was für eine!)! Mit viel Humor und einer ordentlichen Portion Phantasie erzählt Graham Greene eine recht außergewöhnliche Geschichte, und zu so einer Geschichte passen die charismatischen Protagonisten von Mr. Wormold, seinem lanjährigen Kumpanen für den morgendlichen Daiquiri und natürlich nicht zu vergessen Milly und Sekretärin Beatrice! Obwohl ich etwas gebraucht habe um in das Buch einzutauchen, würde ich es auf jeden Fall weiterempfehlen. Es hat mich einfach gut unterhalten und mich zum schmunzeln gebracht! Vor allem die liebevoll gestalteten Charaktere polarisieren gegenüber dem doch sehr vorhersehbaren Plot. Etwas mehr Spannung hätte es für mich aber auf jeden Fall sein dürfen (auch wenn es sich um eine Polit-Satire handelt)! Da alles andere stimmig war, vergebe ich dennoch gute 4 von 5 Grinsekatezen. Über den Autor Der britische Schriftsteller (Henry) Graham Greene wurde am 2. Oktober 1904 in Berkhamsted (Großbritannien) geboren und starb am 3. April 1991 in Vevey (Schweiz). Es wurden bereits zahlreiche Romane und Theaterstücke des Autors verfilmt. Fazit Eine spritzige Polit-Satire die den britischen Gehemdienst auf’s Korn nimmt.----------------------------------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 09.10.2016

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  • Das Damespiel als Symbol der Selbstironie der Machenschaften des brit. Geheimdienstes

    Unser Mann in Havanna
    Wordmicroscope

    Wordmicroscope

    15. September 2016 um 19:40

    Kurz vor der Revolution Castro`s in Kuba, rekrutiert der britische Geheimdienst James Wormold, Vater und Staubsaugerverkäufer, als Spion in und für Havanna. Weil er Geld benötigt und die Rolle als "Mann in Havanna" nicht wirklich ernst nimmt, erfindet er Geschichten, Agenten und Landkarten für England. Der Autor Greene hebt Stück für Stück hervor, wie der Geheimdienst getäuscht werden kann und dass Menschen aufgrund erfundener Geschichten getötet werden. Das Absurde wird allzu deutlich in der perfekten Beschreibung des Damespiels zwischen ihm und dem Polizeichef. Amüsantes und ironisches Buch. (http://www.wordmicroscope.com/)

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  • Mein Fundstück des Jahres

    Unser Mann in Havanna
    BuzziReads

    BuzziReads

    04. April 2016 um 16:28

    Der alleinerziehende Mr. Wormold beschließt, sein Einkommen auf ungewöhnliche Art und Weise zu verbessern, um seiner Tochter Milly ein neues Hobby zu ermöglichen: Der Staubsaugervertreter aus Havanna wird für den britischen Geheimdienst aktiv. Da er nicht weiß, wie er die Vorgaben erfüllen soll, folgt er dem Rat seines langjährigen Kompagnons bei den täglichen Morgendaiquiris: „Sie brauchen nur ein bisschen Phantasie… sonst nichts“ und erfindet Geheiminformationen und angeworbene Agenten. Im Gegenzug kassiert er deren Spesen und Monatsgehälter, um Milly’s Pferd und ihre Mitgliedschaft im Country Club zu finanzieren. Seine Betriebsamkeit bleibt nicht unbemerkt und führt unweigerlich zu Komplikationen, in die sich Mr. Wormold immer mehr verstrickt.Was von Graham Greene selbst als „Märchen“ bezeichnet wird und sich als schwungvolle Agentenkomödie mit pointierter Sprache entpuppt, hat mich persönlich sehr überrascht, denn tatsächlich ist es eine politische Satire, die mit Kuba, dem Geheimdienst und vielem mehr abrechnet.

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  • Leserunde zu "Der grüne Blitz" von Jules Verne

    Der grüne Blitz
    Mare_Verlag

    Mare_Verlag

    Wir möchten wieder eine mare-Leserunde mit Euch starten, und zwar diesmal mit einem echten Klassiker. Denn am 24. September erscheint in unserem Verlag die Neuübersetzung von Der grüne Blitz, dem einzigen Liebesroman von Jules Verne! Zum Buch: Die hübsche Helena wächst auf dem schottischen Landsitz ihrer »Zieheltern« Onkel Sam und Onkel Sib auf, die sich nicht nur eine Schnupftabakdose teilen, sondern auch stets die Sätze des jeweils anderen vollenden. Als Helena achtzehn wird, beschließen die beiden, sie mit dem hochseriösen Gelehrten Aristobulus Ursiclos zu verheiraten, der ihnen als Garant für das Glück ihrer Nichte erscheint. Doch diese fordert Bedenkzeit: Aus der Zeitung hat sie vom »grünen Blitz« erfahren, einem seltenen Naturphänomen, das nur an besonders klaren Tagen bei Sonnenuntergang am Meer beobachtet werden kann. Wer den grünen Blitz gesehen hat, wird sich, so besagt die Legende, in Gefühlsdingen nicht täuschen. Mit ihren Onkeln und deren Wunschkandidat im Schlepptau begibt sich Helena auf eine Reise entlang von Schottlands Westküste, auf der Suche nach dem grünen Blitz – und der großen Liebe. Dank dieser Schmuckausgabe liegt Jules Vernes einziger Liebesroman, 1882 im Original erschienen und gut hundert Jahre später von Eric Rohmer als »Das grüne Leuchten« fürs Kino adaptiert, endlich in einer modernen deutschen Übersetzung vor. Mit humorvollem Understatement und hinreißender Leichtigkeit entführt uns der Autor auf diese abenteuerliche Entdeckungsreise, die schließlich eine Entdeckungsreise des Herzens ist. Hier geht's zur Leseprobe Möchtet Ihr zu den 15 Gewinnern gehören*? Dann bewerbt Euch gleich und beantwortet dazu bis zum 22. September 2013 diese Frage: Welche Klassiker habt Ihr zuletzt gelesen? Welcher steht noch auf Eurer „Leseliste“? Wir freuen uns wie immer auf viele Bewerbungen! Euer mareverlag * Bedingung dabei ist, dass Ihr Euch im Gewinnfall zeitnah am Austausch in allen Leseabschnitten beteiligt und abschließend eine Rezension zum Buch schreibt.

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  • Rezension zu "Unser Mann in Havanna" von Graham Greene

    Unser Mann in Havanna
    Stephanus

    Stephanus

    29. June 2012 um 09:41

    Nachdem ich zunächst die ersten Seiten des Buches mit ein wenig Skepsis gelesen hatte und dachte, dass ein Krimi mit mäßiger Spannung und vorhersehbarer Handlung vor mir liegt, wurde ich sehr bald vom Gegenteil überzeugt. Graham Greene entfaltet mit den detailreich ausgearbeiteten Figuren eine vortreffliche Kriminal-Satire, die sich kurzweilig und frisch und spritzig durch das ganze Buch zieht. Bereits die Grundkonzeption mit einem Staubsaugervertreter, der den selbstgefälligen und völlig mit sich selbst beschäftigten Britischen Geheimdienst an der Nase herumführt und entlarvt kann schlicht als brilliant bezeichnet werden. Neben den detialreich und dicht ausgearbeiteten Figuren entfaltet sich eine spannende Handlung, die das Buch zu einem Lesevergnügen machen. Ganz nebenbei wird dann auch noch ein einzigartiges Bild von der Karibik und insbesondere Kuba der 1950er Jahre beschrieben. Daher ein absolut lesenswertes Buch.

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  • Rezension zu "Unser Mann in Havanna" von Graham Greene

    Unser Mann in Havanna
    damentennis

    damentennis

    07. December 2010 um 19:45

    jetzt bin ich überfragt. was schreibt man denn über so ein buch? schon allein, dass ich es gelesen habe, wundert mich. das buch hat ja alles: jede menge handlung, wendungen, einen plot, clevere ideen. mit derartigen dingen kann ich ja gar nicht umgehen, eigentlich meide ich so etwas weitgehend. diesmal aber nicht. ich wollte graham greene lesen. und habe das auch getan. und schreibe jetzt eine rezension! ich schreibe jetzt über "irrungen und wirrungen" des romans, der vielleicht "kapriolen schlägt", aber ich weiß eben nicht, was das heißt. schön ist jedenfalls, dass hier in diesem buch alle handlung auf einem großen missverständnis basiert. einem missverständis, das nur deshalb entsteht, weil kein missverständnis entstehen darf. wie im film "burn after reading". um ein missverständnis bildet sich schnell ein gut funktionierendes system, das seinen ursprung nicht mehr in frage stellen kann. das ist lustig, das ist auf der welt oft so, das kommt vor, vielleich in havanna, vielleicht auch nur in einem buch. ist ja auch egal, eine schöne geschichte ist es allemal, wenn da jemand ein agent wird, ohne zu wissen, wie das geht. woher soll er das auch wissen? er ist ja mensch, nicht held, und agent will gelernt sein, das ist ja auch ein ausbildungsberuf. also muss der mensch so tun, als wüsste er, was zu tun ist. dabei zweifelt er immer mehr an sich selbst als es sein umfeld tut. das alles ist schön und normal, sehr gut ist sowas, ein regelkreis mit menschen drin. und das macht es mir dann auch wieder einfacher, handlung zu ertragen: wenn es dafür nämlich keinen urheber gibt, außerdem dem zufall und dem missverständnis.

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  • Rezension zu "Unser Mann in Havanna" von Graham Greene

    Unser Mann in Havanna
    Schmonie

    Schmonie

    03. June 2009 um 13:28

    Dieses Buch nicht nur ein Spionageroman, sondern auch eine Liebesgeschichte, ein Drama, eine Komödie. Es werden moralisch komplexe Themen angeschnitten: Wie weit darf man andere Menschen in Gefahr bringen, um für sich einen materiellen Vorteil herauszuschlagen? Ist es gerechtfertigt beim Mord an einem guten Freund Selbstjustiz zu üben? Natürlich geschieht dies alles nicht steif, sondern mit der nötigen Prise Humor. Amüsant ist vor allem, wie lächerlich die großen und seriösen Geheimdienste dargestellt werden: Sie lassen sich von einem einfachen, technisch eher unbegabten Staubsaugerverkäufer an der Nase herumführen. Auch Freunde des britischen Sarkasmus werden durch den Stil des Autors bedient werden.

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