Die letzten Tage der Nacht

von Graham Moore 
4,3 Sterne bei10 Bewertungen
Die letzten Tage der Nacht
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Ascari0s avatar

Exzellente Lesung, aber die Geschichte konnte mich nicht durchgehend fesseln ...

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Inhaltsangabe zu "Die letzten Tage der Nacht"

"Eine geniale Reise in die Vergangenheit" The Washington Post

New York, 1888. Thomas Edison hat mit seiner bahnbrechenden Erfindung der Glühbirne ein Wunder gewirkt. Die Elektrizität ist geboren, die dunklen Tage der Menschheit sind Vergangenheit. Nur eine Sache steht Edison und seinem Monopol im Weg, sein Konkurrent George Westinghouse. Zwischen den beiden Männern entbrennt ein juristischer Kampf, es geht um die Milliarden-Dollar-Frage: Wer hat die Glühbirne wirklich erfunden? Und wer hat also die Macht, ein ganzes Land zu elektrifizieren?

Der NEW YORK TIMES-Bestseller jetzt auf deutsch und als Hörbuch!

Graham Moore, der für sein Drehbuch für den Film "Imitation Game" mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, ist mit "Die letzten Tage der Nacht" ein packender historischer Roman gelungen, der auf wahren Ereignissen beruht.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783785754849
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Audio CD
Verlag:Lübbe Audio
Erscheinungsdatum:16.02.2017
Das aktuelle Buch ist am 16.02.2017 bei Bastei Entertainment erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    NiWas avatar
    NiWavor einem Jahr
    Elektrisierender Krieg

    Der Kampf gegen die Dunkelheit ist gewonnen seit die Glühbirne erfunden ist. Doch damit bricht in den USA ein elektrisierender Krieg zwischen George Westinghouse und Thomas Alva Edison aus, der sich um die Frage dreht, wer der wahre Erfinder der Glühbirne ist.

    Erfindungen verändern die Gesellschaft. Während sie manchmal nur träge ihren Platz im Alltag einnehmen, bringen andre von einem Moment auf den anderen Licht in die Dunkelheit. Zwar kann man sich vorstellen, dass ein Erfinder seine Wunder vollbringt, allerdings kaum, welcher Wirbel damit - zumindest bei der Glühbirne - einhergegangen ist.

    Graham Moore verpackt in diesem historischen Roman die Stromgiganten des 19. Jahrhunderts, denen wir nach wie vor verdanken, dass uns in den Abendstunden ein Licht aufgeht.

    Die Geschichte wird aus der Perspektive von Paul Cravath erzählt. Er ist ein junger Anwalt, der von George Westinghouse angeheuert wird. Von seinem Können überzeugt, widmet er sich hingebungsvoll der neuen Aufgabe, die ihn mitten ins elektrisierende Geschehen um Edison, Westinghouse und sogar Nikola Tesla wirft.

    Der Autor hat mit der Figur Cravath eine gute Perspektive gewählt, um Licht auf die beteiligten Personen zu werfen. Durch den Einsatz des Anwalts und der Ich-Perspektive schafft es Moore, ihn als Drehscheibe der Ereignisse zu verwenden, indem er in ins Zentrum der Erzählung rückt. Dabei hat es mir seine persönliche Entwicklung weniger angetan. Man merkt ihm an, dass er eben seine Rolle im Gesamtbild zu erfüllen hat und nur darin seine Existenzberechtigung als Figur liegt.

    Besonders gut hat mir hingegen die Darstellung von Nikola Tesla gefallen. Er wird als wirrer, genialer Geist geschildert, dem man trotz seiner chaotischen Art einfach ins Herz schließen muss.

    Die Erzählung umfasst mehrere Jahre und ist schon fast im epischen Stil angelegt. Manchmal wurden mir zu lange Zeitspannen übersprungen, worunter die Spannung und vor allem die Atmosphäre gelitten hat. Denn so ganz konnte ich den Erfindergeist, die Begeisterung und die feindliche Gesinnung nicht spüren, obwohl sie im Roman selbst immer wieder zur Sprache kommen.

    Ich fand es allerdings sehr spannend von den Hintergründen des Stromdebakels zu erfahren. Westinghouse und Edison haben sich eine ordentliche Schlacht geliefert und dabei sogar unfaire Mittelchen eingesetzt. Außerdem wird beleuchtet, welche weiteren technischen Errungenschaften auf diese beiden Herren zurückzuführen sind und wie damals Ideen-Fabriken aus der Taufe gehoben wurden.

    Sprecher David Nathan leiht der Hörbuchversion seine Stimme, die in gewohnter Qualität fesselnd und angenehm zu hören ist.

    Graham Moore hat mit „Die letzten Tage der Nacht“ einen historischen Blick auf die Vergangenheit geworfen, die nach wie vor den Alltag unserer Gegenwart prägt. Meiner Meinung nach handelt es sich trotz der genannten Abstriche um ein bemerkenswertes (Hör-) Buch, das bei Interesse unbedingt gelesen werden muss.

    Kommentare: 10
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    awogflis avatar
    awogflivor einem Jahr
    Ein leider überperfektionierter Hörgenuss

    Inhaltlich habe ich das Buch bereits begeistert besprochen zu meiner Rezension geht es hier.

    Das Hörbuch ist sehr detailgetreu umgesetzt und mit wundervoll sonorer Stimme des Synchronsprechers David Nathan vorgetragen. Er leiht seine Stimme unter anderem Johnny Depp. Leider hat mich das etwas affektierte Theaterdeutsch des Sprechers dann doch ein bisschen genervt, aber das kann daran liegen, dass mein Idiom aus Österreich kommt, und ich mit eispickelhart ausgesprochenen Konsonanten, rrrollendem Theater-RRRRR und pathetischem Redestil so prinzipiell meine kleinen Problemchen habe. 🙂

    Kennt Ihr das, wenn bei einem Rockkonzert die Töne gar zu perfekt sitzen? Dann wirkt es irgendwie unecht und synthetisch. Eben weil es so perfektionistisch ist, ist es eben nicht ganz so gut. Genauso ging es mir ein bisschen mit dem Hörbuch.

    Kommentare: 2
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    Simi159s avatar
    Simi159vor einem Jahr
    Es werde Licht

    New York 1880.

     Die Elektrizität wurde gerade für den Hausgebrauch handelbar gemacht. Thomas Edison trug mit seiner Erfindung der Glühbirne dazu bei. Die dunklen Tage scheinen Vergangenheit.

    Nur ist Edison nicht der Einzige der den elektrischen Strom in die Haushalte der Amerikaner bringt. Edison hat einen Konkurrenten, George Westinghouse, und der steht Edisons Monopol im Weg.

    Beide Männer kämpfen einen erbitterten juristischen Kampf um die Frage: Wer hat die Glühbirne erfunden?

    Und der junge, unerfahrene Anwalt Paul Crawlt soll für und mit Westinghouse diesen Kampf gewinnen. Mit allen juristischen und sonstigen legalen, wie illegalen Mitteln.

    Fazit: Der Begriff „Stromkrieg“ ist einem im Geschichtsunterricht schon mal begegnet. Und genau diesen Streit nimmt der Autor, Graham Moore, auf mit all seinen historischen Hintergründen, handelten Personen und strickt….pardon schreibt daraus eine so spannende Geschichte, der man sich, einmal angefangen nicht mehr entziehen kann.

    Der „Stromkrieg“ ist der Streit zwischen Thomas Alva Edison und George Westinghouse über Gleichstrom (Edison) versus Wechselstrom (Westinghouse).

    Der Schreibst von Graham Moore ist so bildhaft, dass das Kopfkino sofort angeht und man nebenbei die technischen wie physikalischen Grundlagen erklärt bekommt. So haben auch Leser, die mit Naturwissenschaften nicht so viel zu tun haben, sehr viel Spaß an dem Buch.

    Paul Cravath ist dabei der Charakter und dass Vehikel, das dem Leser all das Wissen beibringt, denn er hat am Anfang seines Mandates weder eine Ahnung von Physik, noch von Strom und so gut wie gar keine Wissen zum Thema Technik. Und so lernt der Leser mit Paul alles, was er zum Verständnis des Themas der Geschichte braucht.

    Die Charaktere sind eine Mischung aus historischen, wirklich involvierten Personen, bei denen der Autor sich an Tatsachen wie auch die belegten Zeitschienen gehalten hat. Moore hat es an der ein oder andere Stelle durch Fiktives ergänzt, damit die Geschichte etwas runder wird.

    Dem Thema, der Spannung und das Tempo der Geschichte leidet darunter nicht.

    Für mich ist „Die letzten Tage der Nacht“ von Graham Moore eine gelungene Mischung aus historischen Tatsachen und Fiktion.

    Das Hörbuch wird gesprochen von David Nathan, der Synchronstimme von Johnny  Depp. Nathan gibt gekonnt den unterschiedlichen Charakteren seine Stimme und  gibt den Figuren wie auch der Geschichte noch mehr Tiefe.

    Vor allem der etwas verrückte Tesla, der neben einem russischen Akzent auch eine etwas verdrehte Sprache hat, bleibt einem neben der spannenden Geschichte im Gedächtnis.

    6 CD´s mit einer Laufzeit von 7 Stunden und 2 Minuten.


    Von mir gibt es 5 STERNE.

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    MissWatson76s avatar
    MissWatson76vor einem Jahr
    Kann ich nur empfehlen

    Bei diesem Buch bzw. Hörbuch wusste ich nicht so genau, worauf ich mich da einlasse. Literarisch oder nicht?! Dann hatte ich was gehört von Edison und seiner Glühlampe. Also egal, drauf einlassen. Anfangs war es nicht ganz einfach, lag vielleicht doch am Hörbuch, wäre mir dem Buch evt. einfacher gewesen. Aber später war ich mittendrin und auch ganz begeistert.

    Das Cover von Buch und Hörbuch gefällt mir super und passt einfach genau. Der Sprecher war mir sehr wohl bekannt und ich kenne ihn aus verschiedenen Hörbüchern. Und mit David Nathan kann man einfach nichts verkehrt machen.

    Der Inhalt hat mir auch sehr gut gefallen. Das was für uns total bekannt und eigentlich nicht mehr wegzudenken ist, ist für die Zeit und die Menschen damals noch ganz neu und sie kennen die Gefahren, aber auch die Annehmlichkeiten noch nicht. Sie tasten sich gewissermaßen langsam da ran. Und es geht hier aber auch um die Hintergründe, um Edison selbst, um Patente, um Gerichtsverfahren und die Menschen und Firmen drumherum. Ich fand das alles sehr spannend und gut beobachtet und rechieriert. Vor allem als dann die Geschichte um den Elektrischen Stuhl kommt, hat man doch ein komisches Gefühl dabei.

    Also vom Inhalt her, ein tolles Buch, aber auch als Hörbuch genial und gut gelesen, ein sehr gutes Tempo.
    Kann ich nur empfehlen.


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    Ascari0s avatar
    Ascari0vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Exzellente Lesung, aber die Geschichte konnte mich nicht durchgehend fesseln ...
    Der erste Wirtschaftskrieg der Geschichte ...

    Obwohl von David Nathan sehr, sehr gut gelesen, habe ich nach dem ersten Drittel den Anschluss ein wenig verloren ... Die wirtschaftlichen Intrigen, die offensichtlich schon im 19. Jahrhundert gang und gäbe waren, haben mich vor allem in der zweiten Hälfte etwas angestrengt. Trotzdem ist es eine faszinierende Geschichte. Das Verhalten der betroffenen Parteien hätte auch genauso gut heute stattfinden können - nicht umsonst sind am Anfang Zitate von Steve Jobs und Bill Gates zu finden :).

    Ich schätze, ich hätte die Geschichte auch etwas mehr genießen können, wenn ich nicht schon im Vorfeld gewusst hätte, wie der sogenannte "Stromkrieg", dessen Geschichte hier erzählt wird, ausgegangen ist (Kommt davon, wenn man einen Techniker zum Freund hat). Die Idee, den Rechtsanwalt als Erzähler fungieren zu lassen, hat mir ebenfalls gut gefallen - und er ist keine rein fiktive Figur, wie ein Blick bei Google bewiesen hat.

    Fazit: Wer sich mit unterhaltsam erzählter Wirtschaftsgeschichte beschäftigen möchte, kann mit diesem Buch bzw. Hörbuch bestimmt nichts falsch machen. Ich empfehle aber auf jeden Fall, nicht im Vorfeld nachzulesen, wie der Stromkrieg ausgegangen ist ;).

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    M
    mirilovesbooksvor einem Jahr
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    Yoginevor einem Jahr
    S
    Schwester2001vor einem Jahr
    Laecheln86s avatar
    Laecheln86vor einem Jahr
    ginger369s avatar
    ginger369vor einem Jahr

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