Die letzten Tage der Nacht

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Inhaltsangabe zu „Die letzten Tage der Nacht“ von Graham Moore

New York, 1888. Thomas Edison hat mit seiner bahnbrechenden Erfindung der Glühbirne ein Wunder gewirkt. Die Elektrizität ist geboren, die dunklen Tage der Menschheit sind Vergangenheit. Nur eine Sache steht Edison und seinem Monopol im Weg, sein Konkurrent George Westinghouse. Zwischen den beiden Männern entbrennt ein juristischer Kampf, es geht um die Millarden-Dollar-Frage: Wer hat die Glühbirne wirklich erfunden? Und wer hat also die Macht, ein ganzes Land zu elektrifizieren?

Mein Frühlings.Highlight! Bösewicht oder Besessener? Genie oder Wahnsinn? Geschäft oder Fortschritt? Definitiv! :-)

— SABO
SABO

Für mich schon jetzt ein Highlight meines Lesejahres 2017!

— Nicky_G
Nicky_G

Solider Krimi, interessant primär für diejenigen, denen der Stromkrieg zwischen den großen Erfindern und Tesla unbekannt ist

— ichundelaine
ichundelaine

Spannender historischer Wirtschaftskrimi um reale Personen, flüssig erzählt - absolut filmreif!

— Ginevra
Ginevra

Graham Moore schafft es historische und physikalische Fakten in einem spannenden Buch zu verpacken und überzeugt mit seinem Schreibstil

— Azalee
Azalee

Ein leichtfüßiger Ritt durch die Zeit, in der Edison, Tesla und Westinghouse den Wettlauf um den besten Strom ausfochten. Etwas lovelastig.

— franzzi
franzzi

Stromkrieg, Wissenschaft kurzweilig verpackt.die Liebesgeschichte hat mir nicht gefallen, nimmt aber nur wenig Raum ein.solide Unterhaltung

— Gwendolina
Gwendolina

Ein spannender Roman über Erfindergeist, strategische Kriegsführung und dass gewinnen nicht immer erfreulich ist. Fast ein Thriller!

— miro76
miro76

Ein Lesehighlight des Jahres! Ein toller Roman über den Erfinderstreit um die Glühbirne am Ende des 19. Jahrhunderts in den USA! Genial!

— Talitha
Talitha

Wer hat die Glühbirne erfunden? Der hochinteressante Patentrechtsstreit von Edison vs. Westinghouse in Romanform - definitiv lesenswert!

— miah
miah

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  • Leserunde zu "Die letzten Tage der Nacht" von Graham Moore

    Die letzten Tage der Nacht
    aba

    aba

    "Er vollbringt Wunder! Blitze in einer Glasflasche. Stimmen in einem Kupferdraht. Welcher Mensch vermag denn so etwas?""Ein reicher." Wir haben die Nacht besiegt. Wir bezwingen sie sogar ständig. Für uns im 21. Jahrhundert gibt es nichts Einfacheres: Einen kleinen Lichtschalter umlegen und schon haben wir die Nacht zum Tag gemacht! Es wundert sich keiner mehr, das gehört zur Normalität. Aber könnt ihr euch vorstellen, dass die Erfindung der Glühbirne gegen Ende des 19. Jahrhunderts einem Wunder gleichkam? Vor allem bedeutete diese Erfindung ein riesiger Schritt in der Entwicklung der Menschheit und für den Erfinder Ruhm und Reichtum. Der Oscar-Gewinner Graham Moore hat dieses interessante Thema in seinem Buch "Die letzten Tage der Nacht" behandelt. Das Ergebnis: ein faszinierendes Porträt zweier US-amerikanischer Erfinder und deren Kampf um die Macht, die Welt zu verändern. Wenn ihr Fans anspruchsvoller Literatur seid, dann dürft ihr diese Leserunde zu Graham Moores Roman auf keinen Fall verpassen! Wir freuen uns sehr, euch mit "Die letzten Tage der Nacht" einen weiteren Titel im LovelyBooks Literatursalon vorstellen zu dürfen, in dem euch literarische Neuerscheinungen und spannende Spezialaufgaben erwarten. Zum Inhalt New York, 1888. Thomas Edison hat mit seiner bahnbrechenden Erfindung der Glühbirne ein Wunder gewirkt. Die Elektrizität ist geboren, die dunklen Tage der Menschheit sind Vergangenheit. Nur eine Sache steht Edison und seinem Monopol im Weg, sein Konkurrent George Westinghouse. Zwischen den beiden Männern entbrennt ein juristischer Kampf, es geht um die Milliarden-Dollar-Frage: Wer hat die Glühbirne wirklich erfunden? Und wer hat also die Macht, ein ganzes Land zu elektrifizieren?Der NEW YORK TIMES-Bestseller jetzt auf Deutsch! Lust auf eine spannende Leseprobe? Zum Autor Graham Moore gewann 2015 den Oscar für das beste Drehbuch. "The Imitation Game" wurde mit Benedict Cumberbatch und Keira Knightley verfilmt und von der internationalen Kritik gefeiert. Moore lebt in Los Angeles. Möchtet ihr dabei sein, wenn der Kampf zwischen den zwei großen Erfindern entbrennt? Zusammen mit Eichborn verlosen wir 30 Exemplare von "Die letzten Tage der Nacht" unter allen, die sich über diesen besonderen Roman im Rahmen einer Leserunde austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchten. Seid ihr neugierig? Dann bewerbt euch * über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bis zum 26.02. und antwortet auf folgende Frage: Welche ist für euch die wichtigste Erfindung der Menschheit und warum? Wir freuen uns auf eure Antworten und wünschen euch viel Glück! Im Rahmen des LovelyBooks Literatursalons könnt ihr in dieser Leserunde ein weiteres Literatursalon-Lesezeichen erlesen! Ihr seid noch kein Literatursalon-Mitglied? Ihr könnt jederzeit eintreten. Alle Infos dazu findet ihr hier. * Bitte beachtet vor deiner Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.

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  • AC/DC

    Die letzten Tage der Nacht
    SABO

    SABO

    23. March 2017 um 18:45

    Graham Moore - Die letzten Tage der Nacht - EichbornNew York City, N.Y., 1888"New York, 1888. Thomas Edison hat mit seiner bahnbrechenden Erfindung der Glühbirne ein Wunder gewirkt. Die Elektrizität ist geboren, die dunklen Tage der Menschheit sind Vergangenheit. Nur eine Sache steht Edison und seinem Monopol im Weg, sein Konkurrent George Westinghouse. Zwischen den beiden Männern entbrennt ein juristischer Kampf, es geht um die Milliarden-Dollar-Frage: Wer hat die Glühbirne wirklich erfunden? Und wer hat also die Macht, ein ganzes Land zu elektrifizieren?"Der Inhaber des Patents Nr 223.898,Thomas Alva Edison hat die Glühbirne erfunden. Hat er? Hat er nicht? Hunderte von Klagen strengt er an, er will sein Imperium, die EGE - Edison General Electrics, sein Bollwerk an Erfindungen, schützen. Koste es was es wolle. Sein Name ist ihm mehr wert, als all das ganze Geld, das er durch seine Erfindungen angehäuft hat. Die 5th Avenue ist sein Unternehmenssitz, eine Fabrik, die Probleme löst. In diesem Labor der Technik-Träume wir so lange herumentwickelt, bis eine neue Innovation das Licht der Welt erblickt. Viele haben zur gleichen Zeit den schöpferischen Einfall, doch nur derjenige, der zuerst das Patent anmeldet, gilt als Erfinder. Alexander Graham Bell war mit seinem Telefonapparat der Schnellere, dies hat ihm Edison niemals verziehen und überhäüfte ihn mit über 400 Klagen. George Westinghouse entwickelte ebebfalls eine Glühbirne, um vor seinem Konkurrenten zu bestehen, sucht er den jungen Anwalt Paul Cravath auf. Edison hat die Presse und das öffentliche Amt im Rücken. Der unerfahrene Jurist gegen den Stromgiganten, seine Naivität wird im Kampf, David gegen Goliath, zermürbt.Kein geringer, als Nikola Tesla und , wird sein Freund und Paul und seine neue Klientin Agnes Huntington und kein geringer als Nikola Tesla werden Freunde der Not. Was verbindet einen jungen Advokaten, eine gefeierte Opernsängerin und ein Erfinder-Genie? Die beiden werden seine stärkste Waffe gegen Edison. Die geheimnisvolle Agnes ist mit allen Wassern gewaschen und Tesla ist ein visionärer Rebell. Edison, der Gleichstromverfechter, wollte Teslas Wechselstrom nicht anerkennen und veranstaltet Hetzkampagnen, er verteufelt den Wechselstrom als gefährlich und ist sich sogar nicht zu grausamen Demonstrationen zu schade. (Elektrischer Stuhl) Bösewicht oder Besessener? Genie oder Wahnsinn? Geschäft oder Fortschritt?Definitiv!Graham Moores Bestseller ist eine packende historische Fiction, die auf wahren Ereignissen und Charakteren beruht. Obwohl man sich der vergangenen Ereignisse bewusst ist, ist das Buch spannend wie ein Krimi. Nostalgischer Wissenschaftsroman, der eine hohe Dichte an Erkenntnissen liefert und so ganz nebenbei, sehr unterhaltsam ist.Frühlings-Highlight des Jahres 2017."Müsste Edison eine Nadel im Heuhaufen finden, würde er einer fleißigen Biene gleich Strohhalm um Strohhalm untersuchen, bis er das Gesuchte gefunden hat.“Nikola Tesla "Was diese Kraft ist, kann ich nicht genau sagen; auf jeden Fall weiß ich, daß sie existiert und dass sie einem Menschen verfügbar wird, wenn er genau weiß, was er will und entschlossen ist, nicht aufzugeben, bis er es erreicht hat."Alexander Graham Bell"Jede große Institution ist der verlängerte Schatten eines einzelnen Menschen."Thomas Alva Edison

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  • Die letzten Tage der Nacht – Mitreißender Roman über den Stromkrieg zwischen Edison und Westinghouse

    Die letzten Tage der Nacht
    Nicky_G

    Nicky_G

    23. March 2017 um 13:47

    1888: Paul bekommt das Angebot seines jungen Anwaltlebens: er soll George Westinghouse in seinem Prozess gegen niemand geringeren als Thomas Alva Edison vertreten. Geschmeichelt sagt er zu, ohne zu ahnen, wie sehr sein Leben auf den Kopf gestellt werden wird. Schon der erste Satz zieht den Leser in die Geschichte hinein: „An dem Tag, an dem er Thomas Edison zum ersten Mal begegnen sollte, sah Paul im Himmel über dem Broadway einen Mann bei lebendigem Leib verbrennen.“ Was für ein Auftakt. Das ist nicht nur spannend, sondern auch skurril. Deshalb kann man sich dem Sog kaum entziehen; man muss einfach weiterlesen. Die Sprache ist dabei besonders auffällig, nicht dass sie effektheischend oder plakativ wäre, genau das Gegenteil ist der Fall. Sie ist wie ein ruhiger Strom, der einen beruhigend schaukelnd dahintreiben lässt, fast mühelos und scheinbar ohne ein Ziel zu haben. Beschreibungen wie die von Agnes Huntington („Sie war alles andere als ein Porzellanpüppchen, sondern eher ein weit entfernter Gletscher…“, S. 112) sind nicht altbacken oder abgenutzt, sondern präzise und anders. Zudem gibt es kluge Sätze wie „wie diese Mutter diese Tochter hatte bekommen können, war eine Frage für Mr. Darwin.“, S. 112, die beim Lesen einfach Spaß machen. Die juristischen Feinheiten und ausgeklügelten Strategien von Paul sind zuweilen etwas ausufernd, aber nicht unverständlich. Man muss sich ebenfalls nicht fürchten, wenn man in der Schule in Physik versagt hat, denn es ist alles so deutlich erläutert, dass man selbst als Laie gute Einblicke in die Gesetze der Stromerzeugung erhält. Zudem werden zahlreiche Details beschrieben, wie zum Beispiel eine Hummerzubereitung, die das damalige Leben anschaulicher machen und auch die Grenzen der Gesellschaftsschichten aufzeigen. Die Aufmachung an sich gefällt mir bei dem Buch ausgesprochen gut: angefangen mit der Karte von New York, in die alle relevanten Plätze eingezeichnet sind, bis zu den Zitaten, die teilweise aus modernerer Zeit stammen, aber auf technischen Fortschritt und Erfindergeist anspielen. Ein gutes Crossover. Das Nachwort des Autors runden die Informationen zu den Figuren sowie zu den historischen Ereignissen ab. Für mich schon jetzt ein Highlight meines Lesejahres 2017!

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  • Stromkrieg

    Die letzten Tage der Nacht
    Ginevra

    Ginevra

    21. March 2017 um 17:49

    New York, 1888:George Westinghouse, Erfinder und Betreiber eines Elektro-Großkonzerns, steckt in großen Schwierigkeiten. Sein ewiger Widersacher ist kein geringerer als Thomas Alva Edison, der sich als "Erfinder der Glühbirne" preist und Millionen verdient - mit minderwertiger, veralteter Technologie, wie Westinghousebehauptet. Doch darf Westinghouse seine weiterentwickelten Glühbirnen verkaufen, solange die Patentrechte in Edisons eiserner Hand liegen? Wer erfand die Glühbirne wirklich? Von dieser Frage hängen Millionen, wenn nicht Milliarden Dollars ab, sowie die Beherrschung des immer weiter expandierenden Strommarkts.Westinghouse ist dabei, alles zu verlieren, denn Edisons Name ist in den USA fest etabliert.Da sich kein namhafter Anwalt einen solch aussichtslosen Fall antun will, wählt Westinghouse den ebenso unerschrockenen wie unerfahrenen Paul Cravath als seinen Hauptanwalt. Eine riesige Chance, wie auch ein gigantisches Risiko. Cravath setzt alles auf eine Karte und versucht, den skurrilen Erfinder Nikola Tesla, der gerade den Wechselstrom entdeckt hat, für Westinghouses Firma zu gewinnen. Mit Teslas Hilfe könnte Westinghouse sein Unternehmen retten und weiter ausbauen. Doch Tesla macht es seinen Mitmenschen nicht leicht - und am allerwenigsten sich selbst...Graham Moore (*1981) ist ein US-amerikanischer Roman- und Drehbuchautor, der bereits mehrere Preise erhielt, zuletzt den Oscar für das beste Drehbuch ("The imitation game").Mir hat diese spannende, kurzweilig erzählte Zeitreise sehr viel Spaß gemacht - das Buch war zu keinem Zeitpunkt langweilig, da zwischen all den Machtkämpfen und Streitigkeiten auch eine ungewöhnliche Liebesgeschichte ihren Lauf nimmt. Meine Lieblingsfigur ist auf jeden Fall der  geniale, aber psychisch labile Erfinder Nikola Tesla, der seinen eigenbrötlerischen Lebensstil nicht aufgibt und sich durch (fast) kein Millionenangebot bestechen lässt. Die Dialoge und die Kapitelabschnitte enden oft mit einem witzigen oder spannenden Cliffhanger, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte und viel zu schnell durchgelesen hatte... aber es kommt ja bald eine Verfilmung auf uns zu, auf die wir uns freuen dürfen!Besonders gelungen fand ich auch die kurzen Sinnsprüche bekannter Erfinder und Wirtschaftsbosse (wie Bill Gates, Steve Jobs, T.A. Edison...), die jedes Kapitel einleiten. Sie regen zum Nachdenken an und geben Einblick in das Denken von Menschen, die sich nicht so leicht mit dem nahe Liegenden zufrieden geben.Fazit: ein fesselnder, modern erzählter und gar nicht angestaubter historischer Krimi - 5 von 5 Sternen!

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  • Im Dunkeln

    Die letzten Tage der Nacht
    JoBerlin

    JoBerlin

    21. March 2017 um 16:58

    Es werde Licht – so könnte der Untertitel zu Graham Moores Roman um die Elektrifizierung New Yorks in den Jahren 1888-1890 heißen. Den Schwerpunkt legt Moore, Oscar-prämierter Drehbuchautor und Sohn eines Anwalts, dabei auf den Rechtsstreit der beiden zur Herstellung von elektrischer Beleuchtung gegründeten Unternehmen Westinghouse Electric Corporation und Edison General Electric. Und es ging um viel. Den Zuschlag zu erhalten bedeutete für die beiden Erfinder und ihre Investoren Ruhm und Reichtum, Monopol und Macht. Moore nennt das Buch "ein Werk historischer Fiktion", er recherchierte dazu in Biografien, Briefen und sonstigen Dokumenten. Erzählt wird aus der Perspektive des jungen Anwalts Paul Cravath - und er hat recht viel und detailreich zu berichten. Das gelingt nicht immer zufriedenstellend. Zwar ist das Buch einfach und flüssig zu lesen, die literarische Verarbeitung der tatsächlichen historischen Ereignisse ist jedoch misslungen. Fernab der innovativen Kraft der Kontrahenten Edison / Westinghouse bleibt der Autor in einem recht hausbackenen Stil verfangen, Dialoge sind das Mittel seiner Wahl, dabei wird an Belanglosigkeiten und Details nicht gespart - dies gestaltet den Fortlauf der Story streckenweise zäh und geht zu Lasten einer tiefergehenden Charakterisierung seines Buchpersonals.  Moore vergibt dabei auch die Chance auf Belebung seines Romans durch den ungewöhnlichen – und daher besonders interessanten – kroatischen Physiker Nikola Tesla. Diesem charakterstarken, schillernd-tragischem Mann wird Moore- durch nur schwache Ausformung als Randfigur in einer seicht-überflüssigen Liebesgeschichte - nicht gerecht und auch die interessanten Lebens- und Schaffenswege der genialen Erfinder Edison und Westinghouse bleiben auch nach der Lektüre von immerhin satten 464 Seiten im Dunkeln. Schade.

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  • Der Stromkrieg - Edison vs. Westinghouse

    Die letzten Tage der Nacht
    Buecherwurm1973

    Buecherwurm1973

    21. March 2017 um 15:44

    Das Buch beschäftigt sich mit dem Stromkrieg zwischen Thomas Alva Edison und George Westinghouse. Am Anfang dieses Kriegs steht die Patentklage von Edison gegen Westinghouse. Edison macht darin klar, dass er die Glühbirne erfunden hat. Somit steht die zentrale Frage im Raum: Hat Edison DIE Glühbirne erfunden oder EINE Glühbirne? Daraus folgt der Kampf um die Elektrifizierung Amerikas – Gleichstrom (Edison) oder Wechselstrom (Westinghouse). Diese Geschichte wird aus der Sicht von Paul Cravath erzählt. Ohne grössere Berufserfahrung wird er von George Westinghouse als Anwalt engagiert. Er kämpft mit allen Mitteln gegen den Widersacher seines Auftragsgebers. Spannend wie ein Krimi und lehrreich wie ein Physikbuch. Nebenher erhält man eine leicht verständliche Lehrstunde in Sachen Elektrizität. Das Buch wurde von Graham Moore geschrieben. Er ist nicht irgendein Autor. Er gewann einen Oscar für das Drehbuch zu „The Imitation Games“. Das Buch liest sich wie ein Film. Als Leser hat man das Gefühl neben den Figuren zu stehen und alles hautnah mitzuerleben. Apropos Figuren, sie sind alle historische Personen, die wirklich gelebt haben. Neben den Genannten tauchen auch J.P. Morgan, Nikola Tesla und Alexander Graham Bell auf. Auch Paul Cravath hat wirklich gelebt. Im Nachwort macht der Autor darauf aufmerksam, dass er sich die Geschichte ausgedacht hat, obwohl die meisten Ereignisse stattgefunden haben.   Ich lese viele Historische Romane. Aber selten habe ich so ein eindrückliches Buch gelesen. Es hat genau das getan, was ich so liebe an Historischen Romane, mich in eine andere Zeit entführt, die ich nur aus den Büchern und der Schule kenne. Nicht oft hatte ich danach das Gefühl, ich hätte ein Stück Geschichte miterlebt. 

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2017

    LovelyBooks Spezial
    Marina_Nordbreze

    Marina_Nordbreze

    Die Themen-Challenge geht 2017 in eine weitere Runde und jeder ist herzlich eingeladen, dabei zu sein! Wenn ihr eine besondere Leseherausforderung sucht, dann seid ihr bei dieser Challenge genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach:Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich (Marina) oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt dazu eine persönliche Nachricht hier auf LovelyBooks an mich mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2017 bis 31.12.2017. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man schon vor der Anmeldung zur Challenge im Jahr 2017 gelesen hat.Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen:Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt.Hier findet ihr eine Themen-Übersicht zum Ausdrucken :) Ein Buch, in dem der Protagonist ein Haustier hat Ein Buch, auf dessen Cover ein Fahrzeug zu sehen ist (Flugzeug, Auto, Zug, etc.) Ein Buch, welches in einem Land spielt, in dessen Name kein "a" vorkommt Ein Buch eines bereits verstorbenen Autors Ein Buch, dessen Titel mit demselben Buchstaben beginnt und endet Ein Buch über eine wahre Begebenheit Ein Buch, das einer deiner Freunde bei LovelyBooks in seiner Bibliothek als bereits gelesen gelistet und auch zumindest mit Sternen bewertet hat. (Wenn du noch keine Freunde hast, findest du hier in der Challenge bestimmt ganz schnell welche :-)) Ein Buch, dessen Autor aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz kommt Ein Buch, welches in der Stadt spielt, in der du wohnst (bzw. in der nächstgrößeren Stadt oder in einer Stadt, in der du 2017 mehrmals warst) Ein Buch, dessen Cover vorrangig grün ist Ein Buch, das hauptsächlich in den USA spielt, jedoch nicht in New York Ein Buch, auf dessen Cover die untere Hälfte einer Person abgebildet ist (Beine oder Füße) Ein Buch, welches eine Landkarte enthält Ein Buch, das mindestens 500 Seiten lang ist Ein Buch, dessen Autor im selben Jahr geboren ist wie du Ein Buch, das mindestens 50 LovelyBooks-Mitglieder in ihrer Bibliothek haben. (Du findest die Anzahl, wenn du auf der Buchseite oben mit der Maus über die Sternebewertung fährst.) Ein Buch eines Literatur-Nobelpreisträgers Ein Buch, das du 2016 begonnen, aber nicht zu Ende gelesen hast Ein Buch, das der jeweilige Autor als erstes veröffentlicht hat - das Debüt des Autor Ein Buch, dessen Titel eine Zahl (ausgeschrieben oder in Ziffernform) enthält Ein Buch, dessen Titel nur aus einem Wort besteht Ein Buch, das nicht in unserer Welt spielt (sondern in einer Fantasy-Welt, im Weltraum, etc.) Ein Buch, das maximal 3 cm dick ist Ein Buch, das noch keine einzige Sterne-Bewertung auf LovelyBooks hat. (Auf der Buchseite sind in diesem Fall die Sterne oben grau und nicht gelb.) Ein Buch, das von zwei oder mehr Autoren geschrieben wurde Ein Buch, bei dem Vor- und Nachname des Autors mit demselben Buchstaben beginnt. Ein Buch, bei dem ein Wort (Gegenstand) aus dem Buchtitel auch auf dem Cover abgebildet ist Ein Buch, das du in einer stationären Buchhandlung zum regulären Preis gekauft hast. (Nicht online oder als Mängelexemlar) Ein Buch, das du als E-Book gelesen oder als Hörbuch gehört hast Ein Buch, das auf LovelyBooks mit durchschnittlich 4 Sternen bewertet ist. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch, das höher als 22 cm ist Ein Buch, auf dessen Cover mehrere Streifen zu sehen sind Ein Buch aus einem Verlag, aus dem du 2017 bisher noch kein Buch gelesen hast Ein Buch, dessen Titel nur in Großbuchstaben geschrieben ist Ein Buch, dessen Titel kein "e" enthält Ein Buch, dessen Verfilmung 2017 ins Kino kommt Ein Buch, zu dem es eine Leserunde auf LovelyBooks gibt, an der ihr auch teilgenommen habt (mindestens 5 Beiträge in Leseabschnitten wurden geschrieben). Ein Buch, dessen Hauptfigur über 50 Jahre alt ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 5 Wörtern besteht Ein Buch, in dessen ISBN (ISBN-13) eine Zahl genau 4-mal vorkommt Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen:* Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt!* Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung* Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen.* Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden.* Wichtig ist, dass man das Buch 2017 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal (außer bei Aufgabe 18).* Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com* Jedes Buch kann nur bei einem Thema genutzt werden Wer sein Jahresziel erreicht hat, schreibt bitte kurz eine persönliche Nachricht dazu an mich und gibt auch die Anzahl der geschafften Themen mit an. Teilnehmerliste: A AberRushAcida-2Adujaadventurouslyaga2010AglayaAgnes13AleidaaljufaAlondriaANATALandymichihellianna1911AnnaboAnnaKatharinaKathiAnne42AnneMayaJannikaAnni04Ann-KathrinSpeckmannAnrubaapfelkindchen123Arachn0phobiAArgentumverdeAspasiaatsabhasi2Azalee B ban-aislingeachbandmaedchenBeaSurbeckBecky_BloomwoodBeeLubellast01Bellis-Perennisbeyond_redemptionBiancaWoebine174B_iniBioinaBirkentochterblack_horseBlacksallyBluebell2004BlueSunsetbookgirlbook_lover_6booksaremybestfriendsBosniBrixiaBuchgespenstBuechermomente C Caillean79capcolacarathisCarigosCaroasChattysBuecherblog (20/20)CherryGraphicsChrissisBücherchaosChucksterClaudia-MarinaCode-between-linesConnyKathsBookscrimarestricrimesscrumbCWPunkt D daneegoldDarcydaydreamindia78DieBertadiebuchrezensiondigraDion (20/20)divergentDonnaVividownblackangelDreamcatcher13dreamily1Dubdadda E Ela_FritzscheEldfaxiElkeel_loreneelmidiEmotionenEngelchen07engineerwifeEnysBookserazer68Ernie1981Even F _franziiiiiii_faanieFantwordFairy-KittenFeniFjordi93FlamingoFornikafranzziFreelikeaBirdFrenx51Fulden G GelisglanzenteGluehsternchenGrOtEsQuEgst H hannelore259hannipalannihappytannyHenny176Herbstmondhexe959753HeyyHandsomehisterikerHisuiHaruHortensia13 I IamEveIcelegsichundelaineIgelmanu66imago_magistriIMG_1001Isar-12isipisi J Jacky_JollyJadrajala68JamiijanakaJanina84Janna_KeJasBlogjasaju2012Jashrinjenvo82Johanna_TorteJosy-Jule16JulesWhethetherJulia_liestjuli.buecherJulie209 K kalestrakalligraphinKarin_KehrerKasinkatha_strophekatjalovesbookskattiiKayvanTeeKerstinThkingofmusicKleine1984kleinechaotinkleine_welleKleinerKometKnoppersKnorkekn-quietscheentchenKodabaerkornmuhmeKuhni77Kurousagi L LaDragoniaLadyIceTeaLadyMoonlight2012LadySamira091062LaLectureLaMenschLandbieneLarii-MausiLarryPiLaurax3lehmaslenicool11LeonoraVonToffiefeelesebiene27LeseJetteLese-KrissiLeseratz_ 8Lesezirkelleyaxlieberlesen21LilawandelLilli33LimitLesslinda2271lLissyLit-TripLiz_MacSharylizzie123LooooraLostHope2000louella2209Lovely90LrvtcbLuilineLuzi92lyydja M mabuereleMali133marpijemartina400MarveyMary2Mary-and-Jocastamelanie1984MelEMelvadjamia0503miahMiamouMichicornMimasBuchweltMinniMira20MiracleDaymiramiepMiriSeemisanthropymisery3103MissErfolgmiss_mesmerizedMissMoonlightMissSnorkfraeuleinMissStrawberryMissSweety86mistellormondymrc0Mrs_Nanny_OggMurphyS91 N NachtorchideenaninkaNelebooksnemo91NewspaperjunkieNightflowerniknakNisnisnoitaNookinordbrezeNynaeve04 O once-upon-a-timeOnlyHope1990Ophiuchus P Pachi10pamNpardenPaulamybooksandmepeedeePhilipPhiniPiiPinkie31PinocaPippo121PMelittaMPucki60 Q QueenelyzaQueenSize R rainbowlyRitjaRoni88 S sakuSakukosameaSanjewelSarah9070schafswolkeScheckTinaSchlehenfeeSchluesselblumeSchneeeule129SchnutscheschokokaramellSeelensplitter (Blog) (20/20)ShineOnSickSikalSkybabesolveigSomeBodysommerleseSnordbruchSophiiiespozal89StarletStaubfinger12StefanieFreigerichtstefanie_skySteffi1611SteffiZiStehlbluetensteinchen80sternblutsunlightSuskaSxndy_03 T TalathielTalliannaTaluziTamileinTanja13TatsuThe iron butterflyTheBookWormthelauraverseTina2803Tine13Tini_STiniSpeechlesstintentraumweltToniarwTraubenbaerTraumTante U ulrikeu V Valabevalle87vb90Veritas666Vivy_navk_tairenVroniMarsVucha W wampyWaschbaerinwerderanerWermoewewidder1987WilliaWolly X Y YaBiaLinaYolandeYvetteH Z zazzleszessi79

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  • Physik für Dummies - Der Stromkrieg einfach erklärt

    Die letzten Tage der Nacht
    Azalee

    Azalee

    20. March 2017 um 20:32

    Ich war zuerst sehr skeptisch, ob ich dieses Buch wirklich lesen sollte, mich dann aber doch dazu entschlossen. Ich habe es nicht bereut. Graham Moore schildert in "Die letzten Tage der Nacht" den Krieg zwischen zwei Giganten und erklärt Physik auf verblüffend einfache Weise.SCHREIBSTIL: Ja, er schreibt detailliert. Und manchmal ist es durchaus etwas zu detailliert. Gestört hat mich das meist nicht, der Autor hat es trotzdem geschafft mich in den Bann zu ziehen, auch weil er die meisten seiner recht kurzen Kapitel mit einem Cliffhanger enden lässt. Phyiskalische Fakten werden in dem Buch so erklärt, dass es praktisch jeder versteht, Vorwissen braucht man also nicht. Für den Schreibstil gibt es von mir 5/5 Sterne.HANDLUNG: Nun, was soll ich groß zur Handlung sagen? Im Prinzip ist alles ja größtenteils so geschehen. Graham Moore allerdings hat die Ereignisse, wie er im Nachwort schreibt, verdichtet und auch ein bisschen an der Chronologie geschraubt. Enstanden ist ein Buch, das es schafft juristische Streitereien und physikalische Fakten spannend darzustellen.Grob gesagt geht es um einen Patentstreit zwischen Thomas Edison - der ja heute meistens bekannt ist als der Erfinder der Glühbirne - und seinem Konkurrenten George Westinghouse. Westinghouse möchte Glühbirnen verkaufen, darf das aber nicht, weil Edison das erste Patent darauf hat. Und so besorgt Westinghouse sich einen Anwalt - den Emporkömmling Pau Cravath. Der Streit entpuppt sich als komplexer als gedacht, Nikola Tesla mischt mit, es geht um die Todesstrafe und eine ganze Menge Intrigen. Außerdem gibt es auch eine Liebesgeschichte, die mir allerdings etwas zu überflüssig und platt war (das Nachwort hat mich in der Hinsicht aber wieder besänfigt). Für die Handlung gebe ich 5/5 Sterne.FIGUREN: Paul Cravath ist unser Protagonist. Am Anfang bleibt er relativ platt, aber nach und nach gewinnt er an Tiefe. Sein Motiv ist klar: gewinnen. Getrieben wird er von seinem Ehrgeiz.Das sind auch seine Gemeinsamkeiten mitThomas Edison und George Westinghousen. Edison war mir meist durchweg unsympathisch - ein Einzelkämpfer, der sein Ziel um jeden Preis erreichen will. Westinghouse dagegen will auch gewinnen und es stellt, sich bald heraus, dass auch er bereit ist, alles zu geben. Und dann gibt es noch Nikola Tesla. Der war von allen meine Lieblingsfigur, ich hatte wirklich Mitleid mit ihm. Im Grunde wird er zum Spielball der anderen, immer dafür benutzt, wozu sie ihn gerade brauchen. Ebenfalls ein bisschen so ergeht es Agnes. Die Sängerin mit der düsteren Vergangenheit. Auch sie fand ich relativ gut dargestellt. Für die Figuren gibt es von mir 4/5 Sterne, weil sie teilweise alle doch recht platt bleiben. FAZIT: Das Buch ist für alle geeignet, die auch mal gerne etwas mit historischen Fakten oder einem komplizierten Rechtsstreit lesen (und das klingt jetzt bei weitem langweiliger als es ist :D) wen ein teilweise recht detaillierter Schreibstil nicht stört, sollte sich auf keinen Fall vom Thema abschrecken lassen. Moore schafft es wirklich Begeisterung für den Streit bei seinen Lesern zu wecken. Deshalb bekommt das Buch von mir 5/5 Sterne.

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    • 2
  • Der Wettlauf um den Strom

    Die letzten Tage der Nacht
    franzzi

    franzzi

    20. March 2017 um 18:41

    "Leise sagte Edison: 'Versuchen Sie's nur, wenn sie denken, Sie könnten mich aufhalten. Aber Sie werden es im Dunkeln tun müssen.'" New York, Ende des 19. Jahrhunderts. Die Welt überschlägt sich vor neuen Erfindungen und Innovationen. Es ist ein goldenes Zeitalter. Auf der anderen Seite des Weltmeeres erlebt das britische Empire seine Hochzeit, das viktorianische Zeitalter. Doch auch in den USA geht es golden zu. Mittendrin: Der "Zauberer" getaufte Erfinderstar Thomas Edison - und seine erbitterten Widersacher Nikola Tesla und George Westinghouse. Es geht um den Einzug ins Geschichtsbuch, um Macht und Geld - und um die Kardinalsfrage Gleich- oder Wechselstrom. Und: Wer hat eigentlich die Glühbirne erfunden?Das ist das Zeitalter, in das Graham Moores Roman "Die letzten Tage der Nacht" wirft. Mittenrein. Den sogenannten Stromkrieg erzählt er aus dem Blickwinkel eines mittelbar Beteiligten: dem jungen und unerfahrenen Anwalt Paul Cravath, der im Industriegiganten Westinghouse seinen ersten und zunächst einzigen Mandanten findet. Das gibt Moore die unschätzbare Gelegenheit, die scheinbar auserzählte Geschichte Edison vs. Westinghouse aus einer neuen Perspektive zu erzählen - und dem Leser gleichzeitig das nötig physikalisch-technische Rüstzeug ohne große Verrenkungen mitzuliefern. Eingebettet in die Dialoge und dabei mitunter wunderbar situationskomisch klingt das etwa so:"Wie ein Wilder machte sich Westinghouse Notizen in sein Buch. Überall im Hörsaal waren Dutzende von Ingenieuren in ählniche Gespräche und den Versuch verstrickt, sich einen Reim auf diese Vorführung zu machen. 'Was ist Wechselstrom?', hakte Paul nach. 'Etwas in mir empfindet fast ein gewisses Maß an Befriedigung, dass sie mich endlich um etwas naturwissenschaftliche Bildung bitten. Aber der Großteil von mir will einfach nur, dass sie den Mund halten.'" Westinghouse erklärt es dem wissbegierigen und aufstrebenden Anwalt kurz darauf tatsächlich. Auch an anderen Stellen halten die großen Denker und Unternehmer, die Moore der Wirklichkeit entliehen hat, als Erklärer und Erklärbeispiele gleichermaßen her. Dabei hat Moore sich in seinem Roman sehr genau an realen Personen und Ereignissen entlang gehangelt. Dass die Geschichte dennoch neu und leichtfüßig daher kommt, ist Moores Erzähltalent, der Perspektive und der Tatsache geschuldet, dass er den Bogen aufzieht. Denn nur auf den ersten Blick erzählt der Autor vom Wetteifern Edison vs. Westinghouse - um nahezu jeden Preis.In einer weiteren Ebene legt er Grundprinzipien von wirtschaftlichen Innovationen, von Wettbewerb und verschiedenen Erfinder- und Unternehmertypen frei. Es geht um die Mechanismen hinter der Geschichte, um archetypische Muster, die sich in der Weltgeschichte immer wieder heraus ziselieren lassen. Zu denken ist beispielsweise an Newton und Leibniz, die einander schon lange vor der Erfindung des Patentschutzes um mathematische Errungenschaften, Zeitmessungsfragen, Philosophie, Theologie und den Rang im Geschichtsbuch battelten (auch wenn sich Moore auf dieses Duo nicht einmal implizit bezieht). Es geht um bis heute wirkende Mechanismen von persönlicher Abneigung aufgrund wirtschaftlichen Wettbewerbs, wie ihn etwa Microsoft-Erfinder Bill Gates und Apple-Übervater Steve Jobs zelebrierten (worauf Moore schon sehr explizit in von ihm gewählten Zitaten hinweist, die er jedem einzelnen Kapitel voranstellt). Dazu schält Moore geschickt und unaufdringlich die Methoden und Herangehensweisen von Forschern heraus, macht den Leser auf vorherrschende Forschungs- und Denkmethoden aufmerksam. Damit bekommt der Stromkrieg und die Geschichte, die Moore davon erzählt, etwas Universelles.Dabei baut er genügend Finten und Plotwendungen ein, um den Leser nicht nur des reinen Effektes wegen zu überraschen, sondern ihm gleich noch das mit der konstruierten Wirklichkeit nahezubringen, die sich je nach persönlichem Wissenstand und der Betrachterperspektive ganz unterschiedlich darstellt. Das ist ganz wunderbar. Ein bisschen schade ist, dass ausgerechnet die beiden Hauptprotagonisten - und spannendsten Charaktere - etwas blass bleiben. Weder von Edison noch von Tesla erzählt das Buch vielmehr, als man auch schon grob vorher wusste. Das wiederum ist der Makel der eigentlich klug gewählten Erzählperspektive: Denn Moore rutscht ganz nah an das Leben und Streben des jungen Anwalts Paul heran, irgendwann so nah, dass eine scheinbar aussichtslose Liebesgeschichte die Erfinder-Showdown-Handlung fast überlagert. Das ist ein kleiner Wermutstropfen. Aber wirklich nur ein kleiner. 

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    • 2
  • Ein wahrhaft historisches Buch

    Die letzten Tage der Nacht
    yesterday

    yesterday

    20. March 2017 um 01:08

    Seinen Beruf als Drehbuchautor merkt man Graham Moore in diesem so faszinierenden Roman zwar an, aber er setzt seinen eigenen Stil so ein, dass er die Geschehnisse ganz wunderbar unterstreicht und die Geschichte eine eigene Magie bekommt. Die Geschichte dreht sich im Wesentlichen um den „Stromkrieg“, ein jahrelanger Rechtsstreit gegen Ende des 19. Jahrhunderts, dessen Ausgang nicht nur Millionen von Leuten auf der ganzen Welt nachhaltig beeinflussen sollte, sondern er beeinflusste in vielschichtiger Weise das Leben der direkt Beteiligten. Dies stellt Moore hier dar, in dem er die Handlung aus Sicht des jungen Anwalt Paul Cravath erzählt, dessen erster und wohl größter (geldträchtigster) Mandant George Westinghouse ist, der von Thomas Edison verklagt wird und beweisen muss, dass seine „Glühfadenlampen“ dessen Patent nicht verletzen. In einer extrem gelungenen Mischung aus belegten Tatsachen, vermuteten Begebenheiten und eigener Fiktion schickt der Autor den Leser durch eine Welt der Gaslampen, der explodierenden Birnen und elektrifizierenden Ideen zahlreicher namhafter Erfinder wie eben Edison oder Westinghouse. Auch ein gewisser Nikola Tesla spielt seinen Part und ganz nebenbei macht Moore es möglich, dass Physikunterricht wieder interessant erscheint. Egal, welche Vorkenntnisse jemand haben möge oder nicht, in diesem Roman werden zahlreiche schwierige wissenschaftliche Erkenntnisse, Erfindungen, Tatsachen und Prinzipien fast „wie nebenbei“ erklärt, auf eine Weise, die zum Nachdenken anregt, aber nicht überfordert. Um alles in ein Buch packen zu können, weicht Moore an manchen Stellen bewusst ein wenig von den tatsächlichen Abfolgen und Zeiträumen ab, aber er erklärt sich am Ende des Romans ausführlich und nachvollziehbar. Und obwohl er das Buch nicht als Dokumentation oder Ähnliches sieht, ist doch verblüffend, was alles wirklich passierte. Dazu auch ein sehr interessanter Link zur Homepage des Autors, wo die Ereignisse Roman – Wirklichkeit gegenübergestellt werden: https://mrgrahammoore.com/books/the-last-days-of-night/historical-timeline/ Trotz aller Widrigkeiten und bösen Blutes schafft es Moore auch, die Charaktere insgesamt relativ neutral zu beschreiben. Niemand ist perfekt, jeder hat so seine dunklen Momente, aber bis auf ein paar unleidliche Personen kann sich der Leser schlussendlich mit den meisten gut arrangieren, sie verstehen und – wie die handelnden Figuren – gewissermaßen seinen Frieden mit ihnen schließen. Die Reise, bis man so weit kommt, muss jeder für sich selbst erleben – sie ist es wert!

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  • Das Literatursalon Plauderthema

    Literatursalon
    aylareadsbooks

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    Hereinspaziert und herzlich willkommen im Literatursalon! Ihr lest gerne besondere belletristische Bücher und seid auf der Suche nach außergewöhnlichen Neuerscheinungen? Dann tretet gleich in den LovelyBooks Literatursalon ein! Hier habt ihr ab sofort das ganze Jahr über die Gelegenheit, Lektüre-Hochkaräter zu entdecken, euch in spannenden Leserunden mit Gleichgesinnten über Literatur auszutauschen und an spannenden Spezialaufgaben teilzunehmen.  Da wir die Liebe zum gedruckten Buch im Literatursalon feiern, bekommt ihr als Mitglied zwar ein schickes Abzeichen auf eurem Profil. Sammeln könnt ihr dieses Mal aber ganz reale Lesezeichen, die wir euch in regelmäßigen Abständen per Post zukommen lassen (bitte hinterlegt dafür eure Adresse im Profil oder verratet sie uns über die Eingabemaske des Literatursalons). Und zusammengelegt ergeben diese dann ein tolles Plakat für euer Bücherzimmer! Ein literarischer Hauptgewinn wartet natürlich auch auf euch - dazu aber in Kürze mehr! Damit wir den Überblick behalten, wer wann welches Abzeichen erspielt bzw. erlesen hat, erstellt bitte einen Sammelbeitrag, wie ihr es auch schon vom Wichteln her kennt. Diesen verlinke ich dann hier zu eurem Namen. Das Besondere: ihr müsst nicht an jeder Aufgabe zwangsläufig teilnehmen. um zu gewinnen! Wer bis zum Ende des Jahres mindestens 12 Abzeichen gesammelt hat, nimmt automatisch an der großen Verlosung teil! * Aktuell findet die erste Literatursalon-Leserunde zu T.C. Boyles "Die Terranauten" statt. Ihr könnt hier mit eurem eigenen Exemplar mitlesen! Wer am Ende den Link zu seiner Rezension hier verlinkt, bekommt das erste Leserunden-Lesezeichen des Literatursalons zugeschickt! EURE SAMMELBEITRÄGE: _0lisa0_ 9angelika63 AberRush abuelita  AdrienneAvaAkantha akoya Aleida alinarsAmbermoonandy123 andymichihelli Angie*AnisheAnnika_70 Antonella anushka Areti Arietta Arizona banshee Barbara62 BeeLu Betsy Beust Blackfairy71  black_horse blauerklaus blessedBlubb0butterfly BlueSunset book2pia BookfantasyXY  bookgirl BooksWillTurnYouOn BonnieParker Bosni Brina britta70 buchbunt Buchfee81 BuchinaBuchstabenliebhaberin BuecherDanny Buecherwurm1973Burgkelfe CathyCassidy calimero8169Carameli Carlosia Caroas Cattie Ceciliasophie ChattysBuecherblog CherryGraphics Chirise clary999  conny  connychaos Corsicana Curin Crazy-Girl6789 cyrana dani_eb Dion DieBerta Dreamworxdreijungsmama ech elafisch elane_eodain Elektronikerin  Ella1411 Emotionen-emwa- erinrosewell Estel90 Estrelas Even fairybooksFanti2412 Farbwirbelfasersprosse Fauchi2206   Federfee FederzauberFilzblume Flamingo Flocke86 Floh  Fornika FrauSchafski Galladan Gela_HK genihaku Gina1627 Gruenente gst  Gwendolina Harlequin hasirasi2 Henny176 Herbstmädchen Himmelfarb histeriker Hortensia13 Igelmanu66 Insider2199  Irve Isaopera iur83 janaka Janinasmind Jari Jashrin jenvo82  JessSpa81 JoBerlin Johanna_JayJokersLaugh Josetta jrr510 Jule89 JuLe_81 JulesWhethether JuliB JulieMalie   Kady Kaito kalestra kalligraphinKapri_ziös Kartoffelschaf katha_strophe KatykateKellerbandewordpresscom kingofmusic Kirschbluetensommer KlaasHarbour KleineElfe12Knusperflocke Kodabaer kornmuhme  krimielse KruemelGizmo Kuhni77 LadyIceTea  LadyOfTheBooks LadySamira091062 Larii-MausiLeenChavette lenicool11 leseleaLeseMaus Lesezeichen16 letzchen Leuchtturmwaerterin leucoryx  LiberaceLibriHolly LimaKatze LimitLess Linker_Mops Lit-Trip littlebanshee  LostHope2000 Makaria  maria1   Maria135 marpije MartinchenMax0103 Melli274 Mercadomesumiah MichicornMilagro milkshakee Minky  misanthropyMissErfolg MissGoldblatt MissStrawberrymiss_mesmerized mistellor mona_lisas_laecheln Mondenchild monethiMrslaw mylittlebookworld MurphyS91   Nabura Nane_M naninka  Narr  Nele75 Nelebooks Nerissa Newspaperjunkie Nicky_G NiWa NiQue  Nooki nordfrau once-upon-a-time Orisha    Pagina86  papaschluff PapierVagabund parden  pat_meeresbrise  Petris Ping PinocaPippo121 Plush  PMelittaM PostbotePucki60 querleserin_102 RAMOBA79 Raven raveneye   ReadratRebekkaT Ritja Runa961 sabatayn76Sabine_Hartmann SaintGermain sajo1606  sakusamantha_se sanjasar89SarahJanina Schmiesen SchnapsprinzessinSchneefalkeSchnuck59 Schnuffelchen  schokoloko29  Schugga  seschat Seehase1977 Shira-Yuri SigiLovesBooks Sikal  smayrhofer sofie solveigSolvejg SomeBody sommerlese Starlet StefanieFreigericht  sternchennagel stravaganzasunlight suppenfee sursulapitschi suryaSweetheart_90 sweetyx99   Talathiel tanlin_11 TanyBee  Tapsi0709 tardy TheUjulala thora01 TigerkatziTina2803 tinstamp TochterAlice tootsy3000  TortumeeTouchTheSky Treat2402 tschulixx twentytwo   Valabe  vanessabln vielleser18   Wedma werderaner widder1987 WordART worldwanderer wortjongleurwusl xDropsyx Xirxe Yolande  YuyunYwikiwi   Zaramee 

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    • 521
  • Unterhaltsam, aber nicht außergewöhnlich

    Die letzten Tage der Nacht
    LeonoraVonToffiefee

    LeonoraVonToffiefee

    19. March 2017 um 23:10

    New York 1888: Paul Cravath ist ein aufstrebender Anwalt, als er den wohl größten Auftrag seiner jungen Karriere bekommt: Er soll George Westinghouse in dessen Rechtsstreit gegen Thomas Edison vertreten und es geht um nichts weniger als um die Erfindung der Glühbirne, eine Erfindung, die das ganze Land verändert hat. Paul gerät zwischen die Fronten zweier mächtiger Männer und wird immer tiefer hineingezogen in ein schmutziges Spiel.Das Buch ist eine sehr interessante Mischung aus juristischen Spitzfindigkeiten, technischem Fortschritt, Physikstunde, Charakterporträt von dreien berühmten Wissenschaftlern und einer Gesellschaftsstudie vom damaligen New York. Das Buch ist unglaublich facettenreich. Das Tempo ist hoch, auf wenigen Seiten passiert sehr viel, Spannung ist da. Leider konnte mich das Buch erst wirklich im zweiten Teil mit dieser Spannung packen. Der erste Teil war eher langwierig für mich, der Funke, die Elektrizität ist bei mir nicht ganz angekommen. Erst zum Schluss fügte sich die Geschichte besser zusammen und ich war wirklich gepackt vom Geschehen.Dieses Buch enthält natürlich viele reale Personen und Ereignisse. Der Rechtsstreit, die auftretenden Personen - neben Cravath, Edison und Westinghouse auch Nikola Tesla, Alexander Graham Bell, J.P. Morgan und Agnes Huntington - , die beschriebenen Erfindungen - sie alle gab es wirklich. Was darüber hinausgeht, einzelne Details und besonders die Charakter der jeweiligen Personen, wurde für diese Geschichte dem Geschehen angepasst. Moore versucht hier ein ganz genaues Bild von Edison und den anderen zu kreieren, das man doch vielleicht mit Vorsicht genießen sollte. Keinesfalls sollte man dieses Buch als blanke Tatsachen ansehen, wer an der genauen und wahrheitsgetreuen Darstellung der Ereignisse interessiert ist, sollte wohl eher zu einem Sachbuch greifen. Und genau damit habe ich mich wohl ein bisschen schwergetan: Etwas fiktives zu lesen, das auf wahren Ereignissen beruht und diese aber stellenweise verzerrt. Zudem waren mir beinahe alle Charaktere sehr unsympathisch. Die Personen waren realistisch dargestellt, sie hatten Emotionen und haben sich nicht wirklich beliebt gemacht. Ich hatte das Gefühl, Zuschauer eines abgekarteten Spiels zu sein, in der jeder mit beinahe allen Mitteln kämpft. Es hat zu Erfolg geführt für den einen oder anderen, aber Sympathiepunkte hat kaum einer gesammelt.Das Buch liest sich schnell, besonders Dank der kurzen Kapitel. Es ist unterhaltsam, abwechslungsreich, mitunter lehrreich, aber mich konnte es nicht ganz mitnehmen. Ich habe mich nicht unbedingt gelangweilt, aber ganz großes Kino war es auch nicht. Der Autor ist gefeierte Drehbuchautor, aber vielleicht liegt ihm das besser als Romane zu schreiben. Ich kann mich der großen Begeisterung um dieses Buch leider nicht ganz anschließen, für mich war es zwar unterhaltsam aber keineswegs herausragend der gar außergewöhnlich. 

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  • Mein bisheriges LesehighLIGHT des Jahres!

    Die letzten Tage der Nacht
    Talitha

    Talitha

    19. March 2017 um 21:05

    New York, 1888: Der junge und unerfahrene Anwalt Paul Cravath vertritt im Streit um das Patentrecht an der Glühbirne den Industriellen Westinghouse gegen den Erfinder Edison. Daneben sind noch zu klären: Wer bekommt den Erfinder Tesla unter seine Kontrolle, der soeben den wirkungsvollen Wechselstrom entdeckt hat? Wer versorgt in Zukunft Amerika mit Strom und kann Milliarden einnehmen? Bald stellt sich heraus, dass Edison mit allen Wassern gewaschen ist und es für alle Beteiligten gefährlich werden kann, sich mit ihm anzulegen... Ein spannender Roman um den Wettlauf der Elektrifizierung der USA!Das Buch ist in positivem Sinne perfekt durchkomponiert: Die Kapitel sind eher kurz, das Erzähltempo angemessen hoch, die Handlung geschickt präsentiert, so dass beim Leser keine Langeweile aufkommt. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand nehmen, was sonst eher selten passiert. Dafür sorgen die abwechselnden Szenen mit ihren Cliffhangern, die häufigen Wendungen und Überraschungen in der Story und die gelunge Beschreibung der USA und ihrer Bewohner am Ende des 19. Jahrhunderts, bei denen man den Umbruch in ein neues Zeitalter wirklich spüren kann. Auch die Kontroversen zwischen Traditionen und Neuerungen, dazu der Einfluss der Presse und des Kapitals auf die öffentliche Meinung werden sehr realistisch dargestellt.Auch wirklich krasse Szenen sind beschrieben, die alle historisch belegt sind, wie z. B. eine Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl.Daneben gibt es wundervoll beschriebene Szenen mit dem schrulligen Erfinder Tesla und eine hollywoodreife Liebesgeschichte zwischen Cravath und einer Sängerin mit einer dunklen Vergangenheit.Mein Fazit: Ich habe selten ein so überzeugendes, perfektes Buch gelesen, was mich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt hat. Ich bin wirklich positiv überrascht, wie gelungen dieser Roman ist, da das Thema für eine naturwissenschaftliche Niete wie mich eigentlich nicht einfach war. Meine absolute Leseempfehlung! Das Buch ist für 2017 bislang mein Lesehighlight, im wahrsten Sinne des Wortes. :-) 

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  • Die letzten Tage der Nacht

    Die letzten Tage der Nacht
    miah

    miah

    19. March 2017 um 18:49

    Inhalt: Wer hat die Glühbirne erfunden? In dem Patentrechtsstreit zwischen Thomas Edison und George Westinghouse geht es im Grunde genommen genau darum. Der junge und noch unerfahrene Anwalt Paul Cravath wird von Westinghouse engagiert, um Edisons Flut an Klagen abzuwehren. Die Lage scheint aussichtslos. Denn Edison scheint ihm immer einen Schritt voraus zu sein. Aber Paul gibt nicht auf. Denn er will unbedingt gewinnen.   Meine Meinung: Schon der erste Satz zieht den Leser mitten in die Geschichte hinein. Ein grandioser Auftakt. Graham Moore hat einen wunderbaren Schreibstil. Sehr flüssig, emotional mitreißend und bildhaft, aber dennoch ruhig und mühelos. Ich hatte häufig das Gefühl, mittendrin zu sein. Man fühlte sich wie im Film. Es hat wirklich Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen, auch wenn einige Szenen sehr grausam waren, die man sich lieber nicht vorstellt. Die Länge der Kapitel ist sehr angenehm. Jedes beginnt mit einem Zitat, die jeweils sehr gut gewählt und interessant sind. Kleine Cliffhänger am Ende der Kapitel sorgen dafür, dass man immer weiterlesen will. Die Geschichte steckt voller technischer und juristischer Informationen, aber sie werden zum Teil so beiläufig vermittelt, dass es den Lesefluss zu keiner Zeit stört. Auch länger Passagen, in denen Paul rechtliche Fragen zu klären versucht, sind gut verständlich und nachvollziehbar. Das gleiche gilt für die technischen Details zu den Erfindungen. Alles ist zwar anspruchsvoll, aber sehr interessant und spannend. Es fügt sich wunderbar in den Roman ein. Ganz nebenbei lernt man viel dazu. Die Charaktere sind mir allerdings nicht sonderlich sympathisch gewesen. Weder Edison noch Westinghouse. Edison wird nach und nach immer unsympathischer. Er erkauft sich Investoren und lässt nichts unversucht, um Westinghouse schlecht dastehen zu lassen, mit dem Ziel, ihn zu ruinieren. Aber auch Westinghouse fand ich nicht so toll. Ich habe ihm seine selbstlose Art nicht wirklich abgekauft. Auch den merkwürdig erscheinenden Nikola Tesla lernt man kennen. Er ist schon ein komischer Typ. Ich fand es gut, dass man seine gesprochene Sprache genauso auch zu lesen bekommt. Obwohl er in der Realität einfach nur einen sehr starken Akzent hatte und ansonsten fehlerfrei gesprochen hat (das lässt sich natürlich nur schwer in der Schriftsprache abbilden), gefiel mir, dass Moore Teslas Sprachniveau verschlechterte. Denn es war für andere schwer, ihn zu verstehen. Durch diese Anpassung wirkt er genauso auch auf den Leser. Der junge Anwalt Paul dagegen scheint so liebenswert, dass man ihm hier und da einige Fehler und fragwürdige Taten verzeiht. Es ist schon frustrierend zu sehen, wie sehr sich Paul bemüht und doch immer wieder scheitert. Ich habe immer sehr mit ihm mitgefiebert. Aber mir gefiel auch seine kritische Selbstreflektion. Während seiner Arbeit lernt Paul die berühmte Sängerin Agnes Huntington kennen. Die Geschichte zwischen den beiden hat mir sehr gefallen. Sie nahm nicht so viel Raum ein, denn der Rechtsstreit stand zu jeder Zeit im Fokus und forderte die gesamte Aufmerksamkeit sowohl von Paul als auch die des Lesers. Nicht nur den Streit zwischen Edison und Westinghouse hat es wirklich gegeben, sondern sehr viele der Ereignisse in diesem Buch. Im Nachwort erläutert Moore seine Quellen, was wirklich geschehen ist und was er für seinen Roman angepasst hat. Ich finde diese Klarstellung wichtig, da das Buch viele Fakten beinhaltet und damit sehr lehrreich war. Es ist gut zu wissen, was davon auch wirklich stimmt. Es lohnt sich also, das Nachwort am Schluss noch zu lesen.

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  • Es werde Licht!

    Die letzten Tage der Nacht
    miro76

    miro76

    16. March 2017 um 22:04

    Wusstet ihr, dass im Jahre 1888 ein regelrechter Krieg ausbrach, um die Vorherrschaft über die Elektrizität. Der „Stromkrieg“.Für mich war das neu und deshalb umso spannender zu lesen: Edison hat die Glühbirne erfunden und endlich gelingt es, auch Innenräume elektrisch zu erhellen. Das Licht ist wesentlich heller, als die herkömmlichen Gaslampen. Eine bahnbrechende Erfindung! Doch die Glühbirne funktioniert noch nicht so richtig und es versuchen auch andere schlaue Köpfe hier mitzumischen.Während Edison zahlreiche Wissenschaftler in seinem Labor Versuche durchführen lässt, hat Nikola Tesla ein völlig neues System erschaffen – den Wechselstrom. Georg Westinghouse, der ebenfalls Glühbirnen herstellt nimmt Tesla unter Vertrag und ein erbitterter Kampf um den Strom endbrandet. Was ist besser: Edisons‘ Gleichstrom oder Westinghouse’s Wechselstrom? Die beiden Gegner kämpfen mit harten Bandagen. Die Öffentlichkeit wird manipuliert, Politiker geschmiert, die Wissenschaftler ausspioniert, ausgenutzt und bedroht. Inmitten dieses Kriegsschauplatzes steht Paul Cravath, ein junger Anwalt, der für Westinghouse den Prozess führt und in seinem Fach ebenfalls ein Erfinder ist. Er revolutioniert den Anwaltsberuf. Graham Moore schafft es, dieses Kapitel Weltgeschichte so anschaulich zu erzählen, das wir uns mittendrin wähnen. Wir fiebern mit Paul, dem absoluten Sympathieträger dieser Geschichte, wir verurteilen Edison, weil er scheinbar zu unfair kämpft, wir hoffen mit Westinghouse, weil er der Gute ist in dem ganzen Spiel. Der Autor verwirrt, lässt uns im Dunklen tappen. Doch er schafft es gekonnt, hier niemanden rein schwarz oder weiß zu zeichnen. Es gibt keinen strahlenden Held, denn jeder muss seine Schmutzwäsche waschen. Alle Protagonisten tragen auf ihre mehr oder weniger unsaubere Art zu Kriegsführung bei. Interessant ist, dass der Ausgang des Ganzen eigentlich auch den Verlierern hilft. Jetzt ist endlich wieder Zeit sich dem eigentlichen Handwerk zu widmen, denn es gibt noch viel zu erfinden! „Wer erfand die Glühbirne? Mit dieser Frage war die ganze Geschichte ins Rollen gekommen.Sie alle zusammen waren es gewesen. Nur gemeinsam hatten sie es schaffen können, dieses System zur Welt zu bringen, das schon jetzt das Knochengerüst der Vereinigten Staaten bildete. Niemand hätte das ganz allein vollbringen können. Um ein solches Wunder zu erschaffen, so viel war Paul mittlerweile klar, braucht die Welt Männer wie sie, und zwar jeden einzelnen von ihnen. Visionäre wie Tesla. Handwerker wie Westinghouse. Und Geschäftsleute wie Edison.“              (S. 446)

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