Graham Norton Ein irischer Dorfpolizist

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Inhaltsangabe zu „Ein irischer Dorfpolizist“ von Graham Norton

Duneen liegt wirklich am Arsch der Welt, ganz unten im Süden Irlands. Große Dramen finden in dem schmucken, kleinen Ort nicht statt, und trotzdem könnten viele Leute hier ein bisschen glücklicher sein. Sergeant PJ Collins war nicht immer so dick. Brid Riordan hat früher nicht so viel getrunken. Und auch Evelyn Ross glaubte einmal, ihr Leben könnte einen Sinn haben. Dann bricht der Tag an, als auf dem Grund der Burke-Farm Knochen gefunden werden. Menschliche Knochen. Und es ist vorbei mit der Ruhe, für PJ und einige andere in Duneen. Alte Wunden brechen auf, Lügen kommen ans Licht, neue Konflikte entbrennen. Während PJ zum ersten Mal einen richtigen Fall zu lösen versucht, überrascht er viele, die ihn zu kennen glaubten – am meisten sich selbst.

Gute Geschichte, schlechte Wahl des Erzählers.

— queen_omega
queen_omega

Eine Mischung aus Krimi und Gesellschaftsstudie, stellenweise etwas ausufernd, aber sehr bewegende Schicksale und 3 Leichen ;-).

— hasirasi2
hasirasi2

Ruhig und dennoch spannend. Facettenreiche Figuren. Interessanter Plot in angenehmen Schreibstil.

— Rosa1508
Rosa1508

Der Fund alter Knochen weckt ein ganz es Dorf - was ist vor vielen Jahren geschehen?

— Rolchen
Rolchen

Eine nette Mischung aus Krimi und Roman mit bewegenden Einzelschicksalen und dem Schwerpunkt auf interessanten Biographien.

— Gelegenheitsleseratte
Gelegenheitsleseratte

Ein Krimi, der weniger durch Gänsehaut, denn durch seine schön ausgearbeiteten Figuren besticht. Ein Buch mit viel Ambiente.

— Kirsten_E
Kirsten_E

Hervorragende Charakterzeichnung und recht unterhaltsam, aber die Spannung fährt mit angezogener Handbremse.

— DunklesSchaf
DunklesSchaf

Tolles Buch wenn man weiß dass es kein Krimi ist.

— Alinescot
Alinescot

Insgesamt ein nicht ganz überzeugender Vortrag eines nicht ganz überzeugenden Krimis, der ja vielleicht auch gar keiner ist...

— parden
parden

Ruhiger Krimi - Hinter dörflicher Idylle lauern traurige Schicksale

— allegra
allegra

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    Ein irischer Dorfpolizist
    vanhattem

    vanhattem

    22. September 2017 um 11:35

    Ich liebe Charly Hübner, ich liebe Irland – auf dieses Hörbuch habe ich mich richtig gefreut. Doch während der ersten von sechs CDs war ich noch etwas skeptisch. Es werden viele Protagonisten vorgestellt und Herr Hübner schafft es leider nicht (im Gegensatz zu Hörbuchleserinnen wie beispielsweise Hannelore Hoger), jeder Person eine eigene Stimme zu geben. Ich musste also höllisch aufpassen, um alles mitzubekommen, was bei einem Hörbuch ohnehin schwieriger ist, als bei einem Buch, in dem man vor- und zurückblättern kann, wenn man etwas nicht ganz verstanden hat. Aber insgesamt gefiel mir die Geschichte von Anfang an und da der Autor, Graham Norton, auf allzu viele Dialoge verzichtet, kam ich mit Herrn Hübners lakonischer Art zu lesen, immer besser zurecht. Spätestens bei der dritten CD deckte sich meine Vorstellung von ihm und der Hauptperson, dem irischen Polizisten, den ich daraufhin regelrecht ins Herz schloss. Was den Plot anbelangt: Es werden Knochen von einem Toten gefunden und alle wissen sofort, um wen es sich hier handeln könnte. Aber dann ist der Tote doch jemand ganz anderes. Oder doch nicht? Eine ungewöhnliche Geschichte, gesäumt von ungewöhnlichen Charakteren – mir hat Graham Nortons Erstling sehr gut gefallen. Eine klare Kaufempfehlung mit dem Tipp, sich für die erste CD mehr Zeit und ein bisschen Ruhe zu gönnen!  

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  • Tolles Hörbuch!

    Ein irischer Dorfpolizist
    Bookart

    Bookart

    20. September 2017 um 01:36

    „Ein irischer Dorfpolizist“ ist ein absolut empfehlenswerter Kriminalroman!! Er ist nicht blutrünstig, deshalb aber nicht weniger spannend. Der Sprecher Charly Hübner liest mit tiefer, weicher Stimme, da ist es mir sehr leicht gefallen zuzuhören und zu folgen. Er betont sehr schön und hat ein angenehmes Sprechtempo. Seine ruhige, aber gar nicht langweilige Art vorzulesen passt sehr gut zu dem verschlafenen Ort Duneen, der Schauplatz der Geschichte ist. Hinter der unspektakulären Fassade liegen dort jedoch einige Geheimnisse begraben... Die einzelnen Protagonisten werden nicht zu schnell eingeführt: Deren Charakter wird zunächst grob umrissen und nach und nach deutlicher beschrieben. So fällt es leicht sich die Namen zu merken. Durch Beschreibungen der Umgebung und humorvolle Szenen bekommt die Geschichte Lebendigkeit, der Leser kann sich gut in sie einfühlen. Inhaltlich geht es um einen Leichenfund in dem kleinen irischen Ort Duneen, aufgrund dessen der hiesige Polizist PJ Collins die Leute im Dorf befragt und versucht die Identität der Leiche zu klären, sowie die Umstände des Todes herauszufinden. Neben den Ermittlungen kommen die Geschichten „drumherum“ allerdings nicht zu kurz. Neben einem spannenden Fall, spielt auch das Privatleben der Figuren eine Rolle. Der Autor Graham Norton zeichnet seine Akteure schonungslos mit all ihren Macken/ Schwächen sowie dunklen Geheimnissen der Vergangenheit aber auch ihre positiven Seiten kommen wunderbar zum Ausdruck. Dabei kommen Geheimnisse ans Licht, die fast 30 Jahre zurück liegen. Parallel zur aktuellen Handlungsebene, werden immer wieder Ereignisse der Vergangenheit durch die Erinnerungen der Protagonisten erzählt. Die Geschichte spielt also auf zwei Ebenen. Insgesamt hat mir das Hörbuch sehr sehr gut gefallen, denn ich als Zuhörer konnte immer mitraten, oft stellte sich sich sogar heraus, dass ich gar nicht so weit von der Wahrheit entfernt war...eben dies hat mir jedoch sehr gefallen, denn auf die ganze Geschichte konnte man dann doch nicht kommen; so blieb es bis zum Schluss spannend! Absolut empfehlenswert!!

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  • Wenig Krimi, viele tiefgründige Charakteren

    Ein irischer Dorfpolizist
    queen_omega

    queen_omega

    18. September 2017 um 15:57

    „Ein Irischer Dorfpolizist“ von Graham Norton, gelesen von Charly Hübner.PJ Collins ist Polizist in dem winzigen Dorf Duneen, irgendwo im Süden von Irland. Zu seinen Highlights des Tages zählen Falschparker und geschwätzige Bewohner. Bis man in einer Baustelle plötzlich auf Knochen stößt. Wer ist der Tote? Wie kam er dorthin? Wer brachte ihn um? Fragen über Fragen, die das Dorfleben völlig durcheinander bringen und dunkle Geheimnisse an die Oberfläche befördern.Ich hatte das Glück bei einer Hörrunde zu diesem Krimi teilnehmen zu können. Dazu muss ich sagen, dass dies mein erstes Hörbuch überhaupt war. Die Geschichte an sich gefiel mir äußerst gut, auch mit interessanten Wendungen hier und da. Graham Norton vermag es allerdings seinen Figuren wirklich Leben und Tiefe einzuhauchen. Man kann sich das Dorf und seine Bewohner wirklich bestens vorstellen.Dies geht allerdings manchmal auch auf Kosten der Spannung. Teilweise plätschert die Geschichte vor sich hin wie ein laues Bächlein.Mit dem Sprecher Charly Hübner konnte ich nicht viel anfangen. Er passt zwar zu dem gemütlichen PJ Collins, aber ich bin mehr als einmal eingeschlafen durch die monotone und langweile Erzählweise. Ich hätte mir Emotion gewünscht, vor allem an den spannenden Stellen. Es fehlten für mich einfach die „WOW-Momente“, in denen man die Luft anhält, um nichts zu verpassen.Alles in allem ein gutes Hörbuch für gemütliche Stunden vor dem Kamin mit einer Tasse Tee.Allerdings sollte man keinen blutrünstigen oder psychischen Krimi erwarten.

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  • Hörrunde zu "Ein irischer Dorfpolizist" von Graham Norton

    Ein irischer Dorfpolizist
    m_exclamationpoint

    m_exclamationpoint

    Vergessene Leichen in Irland Sergeant PJ Collins hat schon lange seinen polizeilichen Spürsinn verloren, denn im irischen Duneen gibt es schon seit Jahren keine Aufregung, keine Neuigkeiten und erst recht keine Verbrechen! Das ändert sich aber schlagartig als menschliche Überreste in der Umgebung gefunden werden. Plötzlich dreht sich das gesamte Stadtgespräch nur noch um die gefundenen Knochen und alle Augen sind auf PJ gerichtet.Finde in dieser Hörrunde zu "Ein irischer Dorfpolizist" von Moderator und Entertainer Graham Norton, genial gesprochen von Schauspieler Charly Hübner, heraus ob Sergeant PJ Collins es schafft sein fast vergessenes Ermittlergespür wieder auszugraben und die zerstreuten Puzzlestücke der Vergangenheit zusammen zu setzen, um wieder Ruhe und Ordnung nach Duneen zu bringen. Mehr zum HörbuchDuneen liegt wirklich am Arsch der Welt, ganz unten im Süden Irlands. Große Dramen finden in dem schmucken, kleinen Ort nicht statt, und trotzdem könnten viele Leute hier ein bisschen glücklicher sein. Sergeant PJ Collins war nicht immer so dick. Brid Riordan hat früher nicht so viel getrunken. Und auch Evelyn Ross glaubte einmal, ihr Leben könnte einen Sinn haben. Dann bricht der Tag an, als auf dem Grund der Burke-Farm Knochen gefunden werden. Menschliche Knochen. Und es ist vorbei mit der Ruhe, für PJ und einige andere in Duneen. Alte Wunden brechen auf, Lügen kommen ans Licht, neue Konflikte entbrennen. Während PJ zum ersten Mal einen richtigen Fall zu lösen versucht, überrascht er viele, die ihn zu kennen glaubten – am meisten sich selbst. Mehr zum AutorGraham Norton ist Großbritanniens bekanntester Talkmaster, mit zahlreichen Preisen und einer internationalen Fangemeinde. Ein irischer Dorfpolizist, sein erster Roman, war ein großer Kritikererfolg und schoss sofort in die britischen Top Ten. Eine Fernsehserie ist in Vorbereitung.Mehr zum SprecherCharly Hübner ist der Ire unter den Norddeutschen, macht Comedy in Ladykracher, steht auf der Bühne, führt Regie und brilliert in Filmen wie Das Leben der Anderen und Bornholmer Straße oder im Krimi Polizeiruf 110.Gemeinsam mit dem Argon Verlag vergeben wir 25 Hörbuchexemplare von "Ein irischer Dorfpolizist" an alle Hörbuchfans und solche, die es noch werden wollen. Was du dafür tun musst? Bewirb dich bis zum 16.08.2017 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* und beantworte folgende Frage:Wenn du nach Irland reisen würdest, wohin würde es dich verschlagen? In die lebhaften Pubs der Großstädte oder zu den kleinen vergessenen grünen Landschaften und rauen Küsten? Ich bin schon gespannt auf eure Antworten und wünsche euch viel Eroflg! * Bitte beachtet unsere Richtlinien zur Teilnahme an Hörrunden und Hörbuchverlosungen

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    • 583
  • Ein Krimi im weniger klassischen Sinne, der dennoch nett unterhält

    Ein irischer Dorfpolizist
    bibliophila93

    bibliophila93

    15. September 2017 um 16:44

    Inhalt Der Schauplatz ist das irische Dörfchen Duneen, in dem buchstäblich der Hund begraben liegt.  Spannendes passiert hier in der Regel nicht, jedoch scheint ein jeder der Bewohner*innen sein*ihr Päckchen zu tragen haben, so z.B. Sergeant P.J. Collins, seines Zeichens Dorfpolizist, der früher mal dünner war und der es mit den Frauen auch nicht wirklich leicht hat. Doch plötzlich gibt es doch so etwas wie Spannung und Aufgeregtheit im verschalfenen Duneen: Auf einer Farm werden menschliche Knochen gefunden. Schon bald ruft dieser Fund vergangene Begebenheiten hervor und das damalige Verschwinen von Tommy Burke wird neu aufgerollt - das war es dann für's Erste mit der Ruhe vor P.J. Collins und er setzt alles daran, seiner Profession Ehre zu machen.MeinungIch war nie ein wirklicher Krimifan und mit Grahams Roman habe ich für mich einen neuen VErsuch gewagt, mich doch noch mit dem Genre anzufreunden. Führt man sich einen Krimi zu Gemüte, so hat man im Vorfeld direkt Assoziationen wie Spannung, Nervenkitzel, ene äußerst fesselnde Geschichte etc. Zumindest ging es mir so, und daher war ich zuerst...etwas überrascht mit der Erzählart und dem Verlauf dieses Romans. Die Art des Erzählens ist eher ruhig und die Spannung bleibt aus - dennoch hat die Geschichte auf ihre Art trotzdem gefesselt und vermutlich war es gerade das Ausbleiben dieser erwarteten Aspekte, die mich motiviert hatten, der Geschichte weiter zu folgen..Teilweise plätscherte die Handlung für mich ein wenig zu träge dahin, jedoch wurde dieser Aspekt durch die Darstellung der vielen Charaktere wieder aufgewertet, die meiner Ansicht nach der größe Pluspunkt dieses Hörbuchs sind: Divers, anschaulich beschrieben und jede*r weist eine gewisse Tragik (und Groteske) in seiner*ihrer Rolle auf. Auch der Protagonist, der Dorfpolizist P.J. Schön war mir sympathisch und hat mein Interesse beim Hören gestärkt. Anfangs vermochte ich nicht recht zu sagen, ob Charly Hübner als Synchronspecher die passende Besetzung sei, doch nun, abschließend, bin ich mir dessen sicher; seine Art des Erzählens hat in jedem Fall zur Geschichte und ihrer gewissen Atmoshäre beigetragen. Das Zuhören war dadurch sehr angenehm. Ich bin mir nur nicht ganz sicher, ob ich beim Lesen der Romanvorlage einen ähnlich positiven Eidnruck gehabt hätte, wie gesagt, die Handlung hat durchaus ihre langatmigeren Szenen.. Was ich ein wenig schade fand und in welchem Punkt der Roman meine Erwartung enttäuscht hat, war der Handlungsort Irland. Ich hätte mir gewünscht (was bei meinen Vorredner*innen ja auch schon etwas anklang), mehr vom irischen Charme und der Atmoshäre einfangen zu können. Dennoch lässt sich sagen, dass ich mich, trotz besagter Längen, ganz gut unterhalten gefühlt habe (und das als Nich-Krimifan, aber wie gesagt, als klassichen Krimi würde ich "ein irischer Dorfpolizist" auch nicht unbedingt bezeichen). Fazit: Drei Sterne!

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  • Ein netter, gemütlicher Krimi

    Ein irischer Dorfpolizist
    Cellissima

    Cellissima

    13. September 2017 um 19:24

    Duneen ist ein kleines, verschlafenes Nest im Süden Irlands. Hier geht es ruhig und gemächlich zu - mit der Idylle ist es jedoch vorbei, als menschliche Knochen auf dem Gelände der Burke-Farm gefunden werden. Nun muss Sergeant PJ Collins, der Tee und Scones über alles liebt und bisher als Dorfpolizist nicht wirklich gefordert wurde, seine Qualitäten unter Beweis stellen.Nichts ist so wie es einmal schien in Duneen ...******Bei "ein irischer Dorfpolizist" handelt es sich ohne Frage um einen sehr gemütlichen Krimi. Es geht keineswegs nur um den eigentlichen Fall und die Ermittlungen, sondern auch um dieses Dorf, seine Bewohner, ihren Alltag, ihre Schicksale.Die Figuren bleiben nicht blass, sondern sind zumeist interessant und gut gezeichnet, haben Höhen und Tiefen hinter sich, man baut als Hörer zu vielen, doch nicht zu allen eine Verbindung auf.Stellenweise blitzt ein wenig Humor auf, doch manchmal ist diese Geschichte auch fast schon zu bedrückend bzw. gibt es auch Längen und plätschert alles ein wenig vor sich hin. Zum Ende hin überschlugen sich die Ereignisse hingegen schon fast.Insgesamt ist es aber eine nette Geschichte, die gut unterhält und die man sich gerne anhört.Das Ende macht neugierig darauf, wie es wohl bspw. mit PJ und Brid weitergehen und ob es eine Fortsetzung geben wird ...Mit Charly Hübner konnte der perfekte Sprecher für dieses Hörbuch gewonnen werden - er hat eine sehr angenehme Stimme, liest weder zu schnell noch zu langsam, erweckt die Figuren zum Leben, vermittelt die Atmosphäre Duneens und Irlands.

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  • Ein gelungenes Hörbuch - mit Potenzial...

    Ein irischer Dorfpolizist
    Rosa1508

    Rosa1508

    13. September 2017 um 09:40

    Das Hörbuch hat mir sehr gut gefallen. Es war auch gleichzeitig meine erste Hörrunde und ich bin nicht enttäuscht worden. Die Geschichte war spannend, teilweise auch lustig und die Figuren wurden sehr gut beschrieben, wodurch ich mich leicht in das Geschehen einfinden konnte. Es ist eine gute Mischung aus Roman, Drama und Krimi. Der Titel hat meine Erwartungen auch in diese Richtung gelenkt und dadurch ist es für mich stimmig. Mir ist es immer wichtig, dass ich die Figuren "sympathisch" finde. Und damit meine ich nicht, dass ich alle Personen mag, sondern eher, dass sie Charakter haben und authentisch sind. In dieser Story war das nach meinem Empfinden der Fall. Auch inhaltlich war die Länge des Romans für mich genau richtig. Es war weder zu kurz noch zu lang. Ich habe mich nie durch lange Passagen gelangweilt gefühlt, aber auch nicht "gehetzt", es ist ja glücklicherweise auch eine ungekürzte Fassung. Mir haben die kurzen Abschnitte der Tracks gut gefallen, weil es das Zuhören angenehmer macht. Ich konnte mich dadurch leichter entscheiden, ob ich noch einen Track höre oder eine Pause einlege. Und auch das Wiederholen eines Tracks, um nach einer Unterbrechung wieder reinzukommen, war dadurch problemlos. Charly Hübner hat mir als Sprecher sehr gut gefallen. Er hat klar genug gesprochen und dennoch klang es stets natürlich. Pausen und Betonungen waren für mich immer passend. Und das leicht melancholische in seiner Stimme hat die Atmosphäre des Krimis unterstrichen. Ich würde mir auch künftig gerne wieder ein Hörbuch anhören, das er eingesprochen hat. Ob ich eine Fortsetzung hören würde kann ich dennoch nicht sicher sagen. Zwar fällt meine Kritik durchweg positiv aus, dennoch war es nicht ganz so fesselnd und stellenweise hat es sich der Autor meiner Meinung nach doch zu einfach gemacht, was das Konzept des Plots angeht. Da jedoch der Rest rund für mich ist, sehe ich darüber hinweg. Für eine Fortsetzung würde ich mir wünschen, dass mehr von der irischen Kultur und Mentalität transportiert wird, denn das kam meiner Meinung nach kaum bis gar nicht rüber. Fazit: ein gelungenes Hörbuch...mit Potenzial.

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  • Ein verschlafenes Dörfchen wacht auf

    Ein irischer Dorfpolizist
    Rolchen

    Rolchen

    11. September 2017 um 05:44

    Ein kleines verschlafenes Dörfchen wird plötzlich aus seinem Trott geweckt, als bei Bauarbeiten Knochenreste gefunden werden. Handelt es sich um den vor Jahren verschwundenen Tommy? Besonders 2 Frauen, die Tommy damals sehr geliebt haben, sind sehr aufgeregt. Und auch PJ, der Polizist des Dorfes, fühlt sich plötzlich gebraucht. Wir lernen die Geschichten der beiden Frauen kennen, deren Leben beim Verschwinden von Tommy irgendwie stehen geblieben scheint. Nur was ist damals wirklich geschehen? Das Dörfchen der Geschichte kann es so sicher überall auf der Welt geben. Es ist spannend, zu sehen, wie es samt seinen Bewohnern erwacht. Für mich war es das erste Hörbuch, das ich gehört habe und es steht fest, ich möchte mehr! Lediglich der Sprecher war an der einen oder anderen Stelle nicht wirklich mein Fall. Die Stimme ist angenehm, aber die Betonung beim Lesen. fand ich nicht immer passend.

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  • Bewegende Schicksale -eingebettet in ein kleines irisches Dörfchen

    Ein irischer Dorfpolizist
    Gelegenheitsleseratte

    Gelegenheitsleseratte

    09. September 2017 um 19:02

    PJ Collins ist das Gegenteil von einem erfolgreichen Polizist im Außeneinsatz. Statt 24 h Verbrecherjagd in einer Großstadt, Mordfällen und Drogendelikten, und Action den ganzen Tag lang besteht sein Leben daraus, in dem kleinen Dörfchen Duneen Tag aus Tag ein die Stellung zu halten. Nichts aufregenderes als Essen und etwas Tratsch. Bis Knochen ausgegraben werden. Plötzlich hat er es mit einem Mordfall zu tun, oder doch nicht?! Und um das herauszufinden gräbt er nicht nur Knochen aus, sondern bewegende und dramatische Schicksale...Graham Norton schreibt sehr angenehm und lockert seinen Schreibstil durch etwas Humor auf. Auch der Sprecher liest sehr angenehm vor und man kann ihm gut folgen. Die Art wie er liest passt gut zur Geschichte und ich konnte wirklich stundenlang zuhören.Auch die Geschichte fesselt. Zwar ist sie anfangs etwas zäh, kommt aber schnell in Fahrt und der Autor hat spannende Wendungen eingebaut, die nicht so ohne weiteres vorhersehbar sind.Die Personen sind anfangs etwas schwer auseinander zu halten, aber der Autor hat für jede Person einen tiefgründigen Charakter erarbeitet. Der Krimi kommt durch die teilweise recht ausführlich erzählten und recht zentralen Schicksale etwas zu kurz und Action gibt es quasi nicht, allerdings ist es trotzdem spannend und bewegend, da der Autor es beherrscht, die Situationen sehr gut zu schildern und den Leser/Hörer in das kleine Duneen zu holen. Die Handlung war gut durchdacht und wurde auch stimmig aufgelöst. Auch das Cover finde ich gut gelungen und die CD-Hülle ist wirklich schön gestaltet.Alles in Allem finde ich es ein sehr unterhaltsames Hörbuch. Wer eher klassische Krimis mit Action, nervenzerreißende Spannung und so weiter sucht, ist von dem Hörbuch wahrscheinlich eher enttäuscht. Wer allerdings gerne tief in die Schicksale der Betroffenen eintaucht, dem kann ich das Buch nur empfehlen!ich gebe 4 von 5 Sternen, solide Handlung, tolle Personen, schönes Cover, angenehmer Schreib/Vorlesestil

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  • Ein ganz ruhiger Krimi

    Ein irischer Dorfpolizist
    EifelBuecherwurm

    EifelBuecherwurm

    09. September 2017 um 17:58

    Inhalt: Duneen liegt wirklich am Arsch der Welt, ganz unten im Süden Irlands. Große Dramen finden in dem schmucken, kleinen Ort nicht statt, und trotzdem könnten viele Leute hier ein bisschen glücklicher sein. Sergeant PJ Collins war nicht immer so dick. Brid Riordan hat früher nicht so viel getrunken. Und auch Evelyn Ross glaubte einmal, ihr Leben könnte einen Sinn haben. Dann bricht der Tag an, als auf dem Grund der Burke-Farm Knochen gefunden werden. Menschliche Knochen. Und es ist vorbei mit der Ruhe, für PJ und einige andere in Duneen. Alte Wunden brechen auf, Lügen kommen ans Licht, neue Konflikte entbrennen. Während PJ zum ersten Mal einen richtigen Fall zu lösen versucht, überrascht er viele, die ihn zu kennen glaubten – am meisten sich selbst. Design: Das Cover finde ich sehr gelungen. Auch wenn ich farblich bei Irland irgendwie im grünen Bereich unterwegs bin, finde ich die Gestaltung mit den blau-grauen Tönen sehr schön. Es verdeutlicht, dass die Situation nachts abgebildet wurde. Besonders ansprechend finde ich auch den kleinen Pub, der meine Aufmerksamkeit immer wieder auf sich zieht. Das sieht so schön typisch irisch aus. Aber vom Pub springt mein Blick immer wieder zu dem beleuchteten Fenster mit der Silhouette. Dort steht scheinbar ein kräftiger, großer Mann. Sofort wurde in mir die Vermutung geweckt, dass es sich um einen Krimi handelt. Die Gestaltung des Titels in der Farbe der beleuchteten Fenster gefällt mir auch sehr gut. Es ist ein sanftes Gelb, das nicht zu aufdringlich ist. Insgesamt gefällt mir das Cover sehr, sehr gut. Ich wüsste nichts, was ich auf Anhieb ändern würde.  Meine Meinung: Dieses Hörbuch habe ich bei Lovelybooks gewonnen und dort dann bei einer Leserunde teilgenommen.  Als ich es aus dem Briefkasten und der Verpackung befreit hatte, war ich ein wenig enttäuscht, dass es sich nur um eine Pappverpackung handelt. Ich habe bisher tatsächlich nur "richtige" CD-Verpackungen aus Plastik in meiner Sammlung. Da passiert nichts, die CDs fallen nicht raus und die Verpackung bekommt keine Kitschen und Dellen. Denn das wird bei der Pappe auf jeden Fall passieren! Ich hatte direkt Angst das Hörbuch ins Auto zu legen, weil die CDs so einfach oben raus rutschen können.Da ich das Hörbuch gewonnen habe, werde ich das nicht negativ werten. Allerdings hätte es mich im Laden vermutlich vom Kauf abgehalten und ich hätte eher zur digitalen Variante über audible gegriffen.  Das Buch hat im Großen und Ganzen drei Hauptcharaktere: Sergeant PJ Collins, Brid Riordan und Evelyn Ross. Er ist der Polizist des Dorfes Duneen in Irland, in dem sich Fuchs und Hase abends "Gute Nacht" sagen. Das ändert sich erst, als bei einer Baustelle menschliche Überreste auftauchen und sich der Verdacht erhärtet, dass es sich um den jungen Mann handelt, für den beide Frauen in ihrer Jugend Gefühle hegten. Der Spannungsbogen baut sich nur sehr, sehr langsam auf. Erst auf CD 5-6 hatte ich eine Stelle, die ich als so spannend empfand, dass ich kurz überlegte länger im Auto sitzen zu bleiben. Aber dann war es doch nicht so spannend, also habe ich erst am nächsten Tag weitergehört. Es ist eine ruhigere Geschichte, die zwischendurch etwas langatmig ist. Eigentlich soll sich die Handlung vor allem um PJ drehen, doch erleben wir viele Situationen auch aus dem Blickwinkel anderer Personen der Geschichte. Das fand ich sehr gut, denn eine dauerhafte Schilderung aus seiner Sicht hätte ich vermutlich nicht ausgehalten.  Ich empfinde ihn als etwas dümmlich. Lieb und nett, aber total überfordert mit der Situation. Er hat sich einfach so sehr vom alltäglichen Leben abgekapselt, dass er mit anderen Menschen nur schwer zurecht kommt. Es gab immer und immer wieder Stellen im Hörbuch, bei denen ich mir an den Kopf gefasst habe vor Fassungslosigkeit, wie begriffsstutzig er ist. Er hat das Herz am richtigen Fleck, aber zum Ermittler taugt er nichts. Die Stimme von Herrn Hübner finde ich auch jetzt noch sehr angenehm. Ich kann mir vorstellen, dass philosophische Texte von ihm vorgelesen auch sehr toll wären. Seine Stimme ist nicht zu monoton und doch gleichbleibend genug um eine gewisse Ruhe zu vermitteln. Leider hat ihm dies jedoch ein Bein gestellt als es um die Streitgespräche ging - diese wurden nicht dynamisch genug vermittelt, sodass das Gefühl dafür nicht bei mir ankam. Große Spannung wurde auch nicht erzeugt, dies liegt jedoch nicht am Sprecher, sondern am Buch. Ich würde Herrn Hübner dennoch eher in die Kategorie "Gute-Nacht-Geschichten-Sprecher" einsortieren und keine richtigen Krimis von ihm hören wollen. Er hat eine Feel-good-Stimme, bei der man sich einkuschelt und einen heißen Kakao trinkt. Ich bin derzeit im Irlandfieber und lese unterschiedlichste Bücher, die sich dort abspielen. Leider muss ich sagen, dass es für mich in keinster Weise ersichtlich oder bemerkbar war, dass dieser Roman in Irland spielt. Höchstens die Erwähnung von einem Pub und den Klippen ist eine kleine Anspielung. Ansonsten hätte es auch an (fast) allen anderen Orten spielen können. Das finde ich persönlich sehr schade, da ich mich gerade auf ein Stückchen Irland gefreut habe. Jedenfalls bin ich fest davon ausgegangen, gerade auch wenn man den Titel beachtet. Fazit: Das Hörbuch hat mich gut unterhalten. Dennoch hat es einige Schwächen und ich habe mehr erwartet. Ich kann mir vorstellen, es mit einigem Abstand noch einmal zu hören, da es recht entspannend war. Ob ich weitere Fälle von PJ verfolgen wollen würde weiß ich nicht, da ich mit ihm einfach nicht warm geworden bin. Daher vergebe ich drei Sterne.

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  • Cosy Crime mit viel Ambiente und schönen Figuren

    Ein irischer Dorfpolizist
    Kirsten_E

    Kirsten_E

    08. September 2017 um 10:53

    Schauplatz dieses Krimis ist das verschlafene Dorf Duneen, ganz im Süden Irlands, in dem der übergewichtige und etwas behäbige Dorfpolizist Sergeant PJ Collins für Recht und Ordnung sucht. Wobei er nicht viel zu tun hat, denn hier, am Ende der Welt, passiert nichts. So lange nicht, bis plötzlich bei Bauarbeiten ein Skelett zu Tage gefördert wird, das offensichtlich bereits über zwanzig Jahre auf dem Grundstück eines ehemaligen Bauernhofs vergraben war. Und plötzlich kommt nicht nur Leben in die Dorfgemeinschaft, sondern es werden eine ganze Reihe von Geheimnissen und Lebenslügen aufgedeckt. Da ist Brid Riordan, die zu viel trinkt und schon lange unglücklich ist in ihrer Ehe. Da sind die etwas eigenartigen Ross-Schwestern, die sich nach dem Tod ihrer Eltern für ein Leben zu dritt entschieden haben. Und dann gibt es noch Thommy Burke, der vor langer Zeit Brid die Ehe versprochen und gleichzeitig ein Auge auf Evelyne Ross geworfen hatte, bevor er bei Nacht und Nebel in einen Bus stieg und verschwand. In dem kleinen Dorf ist plötzlich eine Menge los und es wird noch turbulenter, als einige Monate später das Skelett eines Säuglings gefunden wird. Irgendwie scheinen fast alle Dorfbewohner etwas zu verbergen haben und PJ Collins muss sich schon mächtig ins Zeug legen, um der Sache auf den Grund zu gehen. Wer Action, blutrünstige Morde oder Gänsehaut braucht, der sollte dieses Buch besser links liegen lassen.Hier geht es weniger um die Leichen, die zufällig gefunden werden, sondern vielmehr um die Bewohner des kleinen verschlafenen irischen Dorfs und ihres Dorfpolizisten PJ Collins. Schön skizzierte Figuren, deren Leben von viel Tragik geprägt sind. Besonders gut gefallen hat mir, dass jeder mit seinem Schicksal anders umgeht, der eine eben besser, der andere schlechter. Das ist sehr lebensnah, ohne jedoch belehrend zu wirken. Die Figuren sind alle ein wenig skurril, wirken jedoch nie albern. Charly Hübner trifft Ton und Tempo der Geschichte gut und liest ebenso behäbig, wie Sergeant Collins daher kommt. Mir persönlich ist das ein klein wenig zu sehr wie der gute Märchenonkel und hin und wieder schludert er ein wenig mit den Satzenden oder trifft die Betonung nicht ganz. Aber im Großen und Ganzen ist Charly Hübner eine gute Besetzung für dieses Hörbuch.Alles in allem empfehlenswert.

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  • In der Ruhe liegt die Kraft

    Ein irischer Dorfpolizist
    Maddinliest

    Maddinliest

    07. September 2017 um 21:24

    Patrick James Collins ist Polizist in dem kleinen irischen Dorf Duneen. Die Gemeinde wirkt eher verschlafen und Verbrechen scheint es hier nicht zu geben. Daher wird der korpulente aber dennoch unauffällige PJ so gut wie gar nicht wahrgenommen. Eines Tages werden aber bei Bauarbeiten menschliche Knochen gefunden. Die seit Jahren vergrabenen Knochen weisen sich als männliches Skelett heraus und schnell werden Erinnerungen an den in der Vergangenheit plötzlich verschwundenen Tommy Burke wach. Kann es sich bei dem Toten um den jungen Farmer handeln? Was ist damals geschehen? Hat es wohlmöglich einen Mord in der Gemeinde gegeben? PJ ist nun gefordert zu zeigen, dass doch ein guter Ermittler in ihm steckt...Graham Norton hat in "Ein irischer Dorfpolizist" hervorragend die gemütliche Atmosphäre eines kleinen verschlafenen Dorfes eingefangen. Er erzählt die Geschichte in einem bildreichen und sehr ruhigen Schreibstil, welcher dem Buch seinen Charme verleiht. Allerdings entstanden aus meiner Sicht daraus auch gerade zu Beginn des Buches einige Längen, die es zu überstehen galt. Spannend und interessant ist der Charakter des Hauptprotagonisten Patrick James Collins als Dorfpolizist. Im Verlaufe des Buches findet eine Entwicklung der Person von einem unsicheren und zurück-gezogenen Mann zum engagierten Ermittler mit der Sehnsucht nach Anerkennung innerhalb seiner Gemeinde statt. Das Rätsel um die aufgefunden Knochen bringt einige Geheimnisse in Duneen ans Tageslicht, die immer wieder ein Umdenken zu den vermeintlichen Hintergründen einfordern. Der Spannung wird somit Rechnung getragen, obwohl es sich bei "Ein irischer Dorfpolizist" gar nicht um einen Kriminalroman handelt.Mit Charly Hübner, den ich auch als Schauspieler sehr schätze, konnte aus meiner Sicht eine sehr geeignete Stimme für die Hörbuchfassung gewonnen werden. Gerade seine ruhige und tiefe Stimme passt hervorragend zu der getragenen und verschlafenen Stimmung des irischen Dorfes.Insgesamt handelt es sich aus meiner Sicht bei "Ein irischer Dorfpolizist" um einen gelungen Roman, der vom Argon Verlag passend in eine Hörbuchfassung umgesetzt wurde. Ich kann diese nach dem Hören durchaus  weiterempfehlen und bewerte sie mit vier von fünf Sternen.

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  • Gemach, gemach: Ein irischer Dorfpolizist - Graham Norton

    Ein irischer Dorfpolizist
    DunklesSchaf

    DunklesSchaf

    06. September 2017 um 20:16

    „Es war in der Einwohnerschaft von Duneen weitgehend akzeptiert, dass, sollte ein Verbrechen geschehen und es Sergeant Collins gelingen, den Täter festzunehmen, dieser Verhaftung wohl kaum eine Verfolgung zu Fuß vorausginge. Die Leute mochten ihn durchaus, und es gab im Grunde keine Beschwerden, aber es sorgte dennoch für einige Beunruhigung, dass die Sicherheit im Dorf von einem Mann abhing, dem schon beim Gang zur Kommunion der Schweiß ausbrach.“ (S. 9) Sergeant PJ Collins ist dick. Nur mit Mühe und Not hat er überhaupt die Polizeiprüfung bestanden, doch die Arbeit in einem Team von Polizisten war ihm zu viel. Er konnte sich nicht einfügen und seine Kollegen wollten das auch nicht. So kommt es, dass Collins sich nach Duneen versetzen lässt. Ein kleines Dorf, welches nur einen Polizisten nötig hat, so dass Colllins sich hier mit keinen Kollegen rumschlagen muss. Und ganz ehrlich, viel passiert hier eh nicht. Verkehrsunterricht an der Schule, Nachbarschaftsstreitigkeiten, vielleicht mal eine Prügelei im örtlichen Pub. So hat er es sich in Duneen gemütlich gemacht, mit drei warmen Mahlzeiten, serviert von Mrs. Meany, die nicht nur ihn sondern auch die Polizeistation versorgt. Doch dann werden beim Bau einer Neubausiedlung Knochen ausgebuddelt, menschliche Knochen. Ungefähr 20 Jahre alt fällt sofort der Name Tommy Burke. Dieser ist damals urplötzlich verschwunden, nachdem sich zwei Mädchen seinetwegen geprügelt hatten. Doch ist Tommy Burke das Opfer – oder der Mörder? Dieser Fund bringt PJ Collins völlig aus dem Gleichgewicht. Zum einen freut er sich, endlich etwas sinnvolles mit seiner Ausbildung anzufangen, zum anderen aber fürchtet er, der Belastung nicht stand zu halten, zumal er das Rätsel ja nicht alleine lösen darf. Natürlich rücken die Experten an, allen voran Linus Dunne, ein versnobter Detective aus dem nahe gelegenen Cork. Nichtsdestotrotz stürzt er sich in die Arbeit und von ein paar Schnitzern und Fettnäpfchen abgesehen, macht er dabei gar keine schlechte Figur. Den Hauptplatz im Buch muss er sich allerdings mit ein paar Damen im Dorf teilen. Hier wären zum einen die beiden Frauen, die sich damals um Tommy Burke gestritten haben. Evelyn Ross lebt gemeinsam mit ihren beiden Schwestern, alle unverheiratet, auf dem Gut der Familie, welches weitestgehend verpachtet ist. Brid Riordan hingegen hat sich in einer unglücklichen Ehe verfangen, die sie täglich zur Weinflasche greifen lässt. Seit damals herrscht eisiges Schweigen zwischen den beiden und beide verdächtigen jeweils die andere, als Collins an ihre Tür klopft. Dann ist da noch Mrs. Meany, Collins Haushälterin, die sich seit dem Knochenfund verdächtig still und wortkarg verhält und Collins quasi hungern lässt. Die Charakterzeichnung gelingt dem Autor, Graham Norton – im Übrigen ein bekannter Fernsehmoderator (der mir leider gar nichts sagt) – wirklich hervorragend. Alle Charaktere sind bis in die kleinsten Details liebevoll gezeichnet und bringen Abwechslung. Von den eigenbrötlerischen Schwestern bis zu PJ Collins, der sich ständig unwohl fühlt und unsicher ist. Das lange verschüttete Geheimnis liegt in den Händen dieser Frauen und PJ ist derjenige, der dieses lüften muss – Linus Dunne hat da andere Sorgen als die Ermittlung in dem kleinen Kaff um die paar alten Knochen. Die Ausführlichkeit der handelnden Personen nimmt dem Krimi die Schnelligkeit, er läuft behäbig dahin, fast schon angepasst an den ermittelnden Sergeant – und wäre der Sergeant nicht dabei könnte man den Krimi definitiv als Cosy Crime bezeichnen. Aber auch langsam kommt man ans Ziel und so kann auch PJ Collins letztendlich das Geheimnis lüften, am Ende sogar mit einer nervenaufreibenden Autofahrt. Eines muss man allerdings noch erwähnen, denn der Krimi mag zwar in Irland spielen, doch ebenso gut hätte er in einem verschlafenen Nest in England spielen können. Ein wenig mehr irisches Flair hätte hier gut getan. Oberflächlich betrachtet, mag der Krimi ein recht behäbiger Dorfkrimi sein, mit einem lange gehüteten Geheimnis, welches Jahrzehnte später herausbricht und die sorgsam gepflegte Dorfidylle aus dem Gleichgewicht bringt. Doch hintergründig zeigt der Krimi, wie wenig sich manche Menschen über Taten und Entscheidungen Gedanken machen, die das Leben von mehreren Leuten aber immens beeinflusst und steuert. Ein Schmetterlingseffekt, in diesem Fall kann man vielleicht fast schon von einem Schneeballeffekt sprechen, der zeigt, wie sich eine Kleinigkeit zu einer Katastrophe entwickelt. Fazit: Ein Mann wie ein Krimi: behäbig, aber zielsicher löst PJ Collins seinen ersten Mordfall im verschlafenen Örtchen Duneen. Ein unterhaltsamer Krimi mit hervorragender Charakterzeichnung, der allerdings mit angezogener Handbremse fährt.

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  • keine Helden, einfach Menschen

    Ein irischer Dorfpolizist
    Gabiey

    Gabiey

    05. September 2017 um 11:12

    Einen Krimi enthält dieses Buch eher nicht, obwohl man das vielleicht wegen des Klappentexts vermuten könnte. Vielmehr ist der Knochenfund ein Auslöser um die einzelnen Schicksale der Dorfbewohner zu beleuchten und aufzuzeigen, wie unterschiedlich Menschen mit ihrem Leben umgehen. Insgesamt präsentiert sich die Geschichte schon eher trist, denn niemand scheint so richtig glücklich zu sein in diesem kleinen irischen Dorf. Der Dorfpolizist nicht und auch die Bewohner, die nach und nach in den Focus der Ermittlungen geraten nicht. Die Ermittlungen entwickeln sich nur langsam und auch P.J. der ermittelnde Polizist ist ungeübt und ungeschickt bei seiner Herangehensweise. Die vielen Fehler und Ecken und Kanten der einzelnen Protagonisten haben jedoch ihren eigenen Charme. Weiße Ritter in strahlender Rüstung und Superhelden sucht man hier vergeblich. Aber das ist OK so und zieht sich stimmig durch das ganze Buch. Im Mittelpunkt stehen die einzelnen, teilweise sehr tragischen Schicksale der Protagonisten. Mich haben nicht alle davon berührt, aber ich konnte doch mit den Personen fühlen. Insgesamt eine unterhaltsame Geschichte, die auch viel durch den Erzählstil und die detaillierten Beschreibungen des Autors lebt. Aber kein Buch, das mir vor lauter Spannung nicht mehr aus der Hand will.   Charly Hübner liest der langsamen und bedächtigen Entwicklung des Romans angemessen ruhig und gleichmäßig. Allerdings hätte ich mir manchmal etwas mehr Emotion in seiner Vortragsweise gewünscht.   Insgesammt ein stimmiges Buch, das sich durchaus zu lesen lohnt.

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  • Kein Krimi!

    Ein irischer Dorfpolizist
    Alinescot

    Alinescot

    05. September 2017 um 09:53

    Als im beschaulichen Örtchen Duneen in einer Baugrube menschliche Knochen gefunden werden, freut sich der Dorfpolizist PJ fast ein wenig darüber. Denn endlich hat er mal etwas anderes zu tun als Papiere auszustellen oder Geschwindigkeiten zu überprüfen. Und sollte er den Fall klären, sehen ihn die Dorfbewohner dann vielleicht sogar mit anderen Augen...Das Buch hat mir richtig gut gefallen.Aber ein Krimi war das jetzt nicht. Es gibt zwar einen Toten und einen Superintendent und Ermittlungen, aber die rücken teilweise so weit in den Hintergrund dass man die Polizeiarbeit überm lesen fast vergisst.In dem Roman geht es eher um die Entwicklung der Figuren.Jeder im Dorf weiß eigentlich wessen Knochen da in der Baugrube liegen. Oder sie "glauben" es zu wissen. Alte Geschichten kommen dadurch ans Tageslicht, alte Wunden werden aufgerissen, alte Geheimnisse aufgedeckt. Die teils dramatischen Ereignisse aus den Vergangenheiten der Hauptdarsteller werden ausgeleuchtet. Es gibt häufige Perspektivwechsel sodass der Leser in alle Köpfe "hineinschauen" kann.Es ist auch kein Krimi weil der Dorfpolizist nicht gerade ein Blitzmerker ist. Wenn ich ganz fies wäre, könnte ich behaupten das PJ für den Kriminalfall total unwichtig ist. Er stellt zwar die richtigen Fragen und weiß meistens auch wen er Fragen muss, aber den Fall "lösen" kann er nur weil jemand geredet hat.Spannung ist zwar vorhanden, aber anders als man sie bei einem Krimi erwarten würde. Da der Autor sein Augenmerk hauptsächlich auf die Entwicklung der Figuren gelegt hat, und manche von ihnen zwar sehr charmant aber etwas "kaputt" rüber kommen, will man immer wissen wie es mit ihnen weiter geht.Den Humor, besonders am Anfang, fand ich göttlich. Bereits auf der ersten Seite musste ich auflachen:ZitatDie Leute mochten ihn durchaus, und es gab im Grunde keine Beschwerden, aber es sorgte dennoch für einige Beunruhigung, dass die Sicherheit im Dorf von einem Mann abhing, dem schon beim Gang zur Kommunion der Schweiß ausbrach.Aus "Ein irischer Dorfpolizist" von Graham Norton, Seite 9Auch die Dorfbewohner fand ich toll. Die Klatschbase die die Frauen vom Dorf im Laden von Mrs. O'Driscoll mit Gerüchten unterhält und alle aufhält, sodass keine Geld ausgeben kann. Oder, zufällig die gleiche Klatschbase, die draußen, während sie ihre Einfahrt schrubbt, innehält, um mitzuhören wie viele Weinflaschen Brid Riordan in die Tonne fallen lässt. Sechzehn! Schämte sich diese Frau denn gar nicht...Tolle Details!Wie gesagt, tolles Buch wenn man weiß dass es kein Krimi ist und keinen erwartet. Ich würde mich über eine Fortsetzung freuen, dann aber bitte mit mehr Krimi. Das wäre toll.

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