Graham Swift Das helle Licht des Tages

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Inhaltsangabe zu „Das helle Licht des Tages“ von Graham Swift

Ein gefährlich guter Roman über die Trennlinie zwischen Liebe und Mord. »Das schlichteste, aber auch unglaublichste Buch dieser Saison.« Thomas Steinfeld in der ›Süddeutschen Zeitung‹»Nur ein Schritt. Aber es ist ein anderes Land, eine andere Welt, wir überschreiten eine Grenze, wir machen eine Tür auf, von deren Vorhandensein wir vorher nichts gewusst haben.« Ein Satz, der die tastend-neugierige Erzählhaltung des Autors ebenso kennzeichnet wie diesen überragenden Roman, der alle Ingredienzien des klassischen Detektivromans besitzt und doch etwas ganz anderes und viel mehr ist: Da sind der suspendierte Polizist, den das Leben gezeichnet hat und der jetzt als Privatdetektiv meist in Eheangelegenheiten ermittelt, die betrogene Ehefrau aus guten Verhältnissen, eine Tatwaffe mit Blut- und Petersilienspuren und ein Mord. – Ein Mord als unerhörte Begebenheit, die den Hintergrund bildet für die Ereignisse eines einzigen Novembertags, »sehr klar, sehr kalt, sehr schön«, an dem der Ermittler George Webb ins Gefängnis fährt, um eine Mörderin zu besuchen – acht Jahre noch, zweimal im Monat. – Einst war sie seine Klientin, heute liebt er sie. Eines Tages war Sarah Nash in seinem Büro aufgetaucht, hatte ihn gebeten, nur ein einziges Mal ihren Mann zu beschatten, dann nämlich, wenn er seine durch den Bürgerkrieg im ehemaligen Jugoslawien zur Asylantin gewordene Geliebte, der das Paar einst Unterschlupf bot, zum Flughafen bringt, um damit eine leidenschaftliche Affäre endgültig zu beenden. Alles verläuft nach Plan, doch in einem einzigen Moment verliert Sarah die Nerven und damit alles, was sie einst besaß. Swift erzeugt eine Spannung, die bis zum letzten Satz auf eine geradezu schmerzvolle Weise trägt und in Atem hält.

War mir zu langatmig.

— literat
literat

Graham Swift ist ein grandioser Erzähler der kleinen, unscheinbaren Dinge. Absolut lesenswert!

— Mrs_Nanny_Ogg
Mrs_Nanny_Ogg

Ich bin kein Krimileser, aber dieses Buch hat mich nicht losgelassen. Alleine die Erzählperspektive ist brilliant.

— Leokadia
Leokadia

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  • Thema interessant aber zu langatmig.

    Das helle Licht des Tages
    literat

    literat

    22. January 2017 um 11:14

    Eigentlich fand ich ja das Thema des Buches echt gut. Da geht es um einen Ex-Polizisten, der nun als Priivatdetektiv arbeitet und sich in eine Auftraggeberin verliebt, die zur Mörderin wird. George sieht sich selbst als gescheiterte Existenz, der vom Leben, von der Liebe enttäuscht als Privatdetektiv eigentlich keine Scheu hat die Not seiner Klientinnen auszunutzen. Dann trifft er auf Sarah, die ihn beauftragt, den Abschied ihres Mannes von seiner Geliebten auf dem Flughafen zu beobachten und ihr zu berichten. Ihr Mann verabschiedet sich tatsächlich und kommt zu ihr Heim. Daraufhin ersticht sie ihn, obwohl sie sich schick gemacht hat, gut gekocht hat und sich auch tierisch gefreut hat, als George ihr am Telefon berichtete, daß ihr Mann tatsächlich auf dem Heimweg ist. Nun stellt sich die Frage, warum? Es geht nicht um Rache, ich glaube, es geht darum, dass sie bei seinem Eintreten erkannt hat, dass nur noch eine Hülle zu ihr zurück gekehrt ist. Sein Herz, seine Gefühle sind mit seiner Geliebten davon geflogen. Das könnte sie wohl nicht ertragen. Liebe, Verrat, Treue sind die Themen dieses Buches, die hat der Autor auch sehr wortreich "gemalt". Gepackt hast mich allerdings nicht,

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  • Grandios erzählte Innenschau eines Detektives

    Das helle Licht des Tages
    Mrs_Nanny_Ogg

    Mrs_Nanny_Ogg

    Die Geschichte, die Graham Swift in seinem Roman "Das helle Licht des Tages" beschreibt ist nichts Spektakuläres und eigentlich ganz knapp in wenigen Sätzen zu erzählen: Ein Detektiv erhält den Auftrag, einen untreuen Ehemann auf seinem letzten gemeinsamen Weg mit seiner Geliebten zum Flughafen zu beschatten, von wo aus sie zurück in ihre alte Heimat fliegt. Der Mann, sichtlich gebrochen, kehrt heim und wird dort von seiner Ehefrau mit einem köstlichen Essen erwartet. Doch kurz danach ersticht sie ihn mit ihrem Kochmesser. Der Detektiv hat sich in seine Klientin verliebt und besucht sie nun regelmäßig im Gefängnis. Was diesen Roman so ungewöhnlich macht, ist die Art des Erzählens. Graham Swift lässt die Geschichte aus der Sicht des Detektives erzählen, am zweiten Jahrestag des Mordes. Man fährt mit ihm zum Friedhof, wo er Blumen am Grab des Ermordeten niederlägt und begleitet ihn schließlich zum Gefängnis, wo er seine Liebe besucht. Ganz vorsichtig erfährt man Stück für Stück mehr von der Geschichte, wir lernen seine Gedanken kennen, die er sich über sein Leben als ehemaliger Polizist macht, über seine gescheiterte Ehe, das Verhältnis zu seiner Tochter. Behutsam tauchen wir ein in die Gedankenwelt dieses Menschen und versuchen zu verstehen, was letztendlich nicht zu verstehen ist: Warum hat die Ehefrau ihren Mann erstochen? Eine Frage, die immer wieder im Buch auftaucht , ist: Wie wählen wir? Es ist eine sehr schöne, mitfühlende und tiefgehende Geschichte und ich kann sie nur empfehlen!

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  • Rezension zu "Das helle Licht des Tages" von Barbara Rojahn-Deyk

    Das helle Licht des Tages
    emeraldeye

    emeraldeye

    15. October 2008 um 12:08

    George, ein Polizist, der es mit seinem Pflichtbewusstsein so genau genommen hat, dass daraus eine Obsession geworden ist, wurde vor Jahren unehrenhaft aus dem Polizeidienst entlassen. Inzwischen arbeitet er als Privatdetektiv und kümmert sich hauptsächlich um betrogene Ehefrauen, mit denen er auch schon mal schläft, wenn er Lust dazu hat. Seine Frau hat ihn schon längst verlassen, eine ehemalige Klientin arbeitet als Sekretärin füri ihn und macht sich nach der einen oder anderen gemeinsam verbrachten Nacht Hoffnungen auf mehr. George hat seinen Hang zu Obsessionen nicht ablegen können. Er hat sich auf das Kochen von Gourmetmahlzeiten verlegt, zu denen er einmal in der Woche seine Tochter einlädt. Sein Leben läuft ruhig und ohne Dramatik vor sich hin. Dann taucht Sarah bei ihm auf. Sie ist mit einem Gynäkologen verheiratet, der sie schon seit geraumer Zeit mit einer 22-jährigen vor dem Balkankrieg geflüchteten Kroatin betrügt. Sie beauftragt George, die beiden zu beschatten..... Graham Swift hat die ziemlich ungewöhnliche Lebens- und Liebesgeschichte eine Mannes in den mittleren Jahren geschrieben, der nicht aufhören kann, nach etwas zu suchen, dem er sich mit allen Sinnen widmen kann. Er scheint geradezu süchtig danach zu sein, sich für etwas aufgeben zu können, das er unendlich viel wichtiger einschätzt als sich selbst. Und je weiter sich das Objekt seiner Obsession von ihm entfernt, desto mehr wird es zum Zentrum seines Lebens, um dass sich seine Gedanken und Gefühle unablässig drehen. Der Rest der Welt ist nur mehr Kulisse für seine Sehnsucht. Und seine Hartnäckigkeit und Hingabe führen ihn tatsächlich ans Ziel. Die Story wird konsequent nur aus der Perspektive von George erzählt. Das ist manchmal ziemlich anstrengend, jedoch authentisch. Andererseits entwickelt sich gleichzeitig ein Sog, der den Leser nicht losläßt. Es ist, als würde man im Kopf von George sein und seinen Gedanken folgen, die zuerst nur zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her springen. Sie zeigen, wer er war und ist und was er wirklich will. Später tritt immer mehr die Zukunft in den Vordergrund und es wird klar, dass er sein Ziel erreichen wird. Die Möglichkeit absoluter Hingabe und damit ewigen Glücks rückt in greifbare Nähe.

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