Graham Swift England und andere Stories

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Inhaltsangabe zu „England und andere Stories“ von Graham Swift

»Ein Kaleidoskop aus Menschenschicksalen.« Guardian Warum bricht es einem Vater fast das Herz,als er auf seiner wöchentlichen Einkaufstour eine Packung Fusilli in den Wagen legt? Was geht einem Zwölfjährigen durch den Kopf, bevor er seiner Mutter das Küchenmesser klaut? Was hält eine junge Ehefrau davon ab, das beste Hemd ihres Mannes zu waschen? Es sind Alltagsszenen, fragile Augenblicke und Gefühle, die Graham Swift in den 25 Erzählungen dieses Bandes mit klarer Sprache ertastet wie Gebilde aus sehr dünnem Glas. Vor dem Hintergrund großer gesellschaftlicher Ereignisse und Veränderungen – Krieg, Wirtschaftsaufschwung, Krise – sind es die scheinbar unbedeutenden, fast beiläufigen Begebenheiten, die Duldsamkeit ein Ende setzen, Aufbruch verheißen, Lebenswegen eine neue Richtung geben. Swift erfasst mit seiner Prosa seismografisch genau Veränderungen und spürt der Frage nach, was ein Menschenleben vor dem Zerbrechen bewahrt, was ein Land zusammenhält.

25 kurze Erzählungen, die in ruhiger, klarer Sprache in Momentaufnahmen das verhandeln, was jeden betrifft - das Leben.

— Buecherschmaus
Buecherschmaus

Eine Ansammlung von Banalitäten.

— kvel
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    England und andere Stories
    Buecherschmaus

    Buecherschmaus

    16. June 2016 um 18:09

    25 kurze Erzählungen, alle meist weniger als 10 Seiten umfassend, vereinigt Graham Swift in seinem neuen Buch „England und andere Stories“. Sie erzählen aus unterschiedlichen Zeiten – eine reicht zurück ins Jahr 1649, eine andere trägt die Jahreszahl 1805, sie berichten von den Zeiten der beiden Weltkriege und reichen hinein bis in unsere unmittelbare Gegenwart.Protagonisten sind Männer, Frauen, Kinder, Alte, Weiße und Schwarze. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive oder durch einen auktorialen Erzähler. Manchmal beherrschen Erinnerungen oder Rückblicke die Geschichte, manchmal wird unmittelbar Erlebtes geschildert.Gibt es überhaupt einen roten Faden, der all diese Erzählungen eint?Zum einen ist da natürlich Swifts ruhiger, sorgfältiger Ton. Ob es sich um Alltägliches, die kleinen oder die ganz großen Katastrophen im Leben handelt, immer wird in diesem fast gleichmütigen Ton erzählt, wird Haltung bewahrt, egal was auch passiert, egal, wie es innen drin aussieht, die Protagonisten bleiben seltsam gefasst. Das ist vielleicht das typisch Britische an den Geschichten, die ja nicht zufällig den Titel „England und andere Geschichten“ tragen.Sie alle spielen, auch das eine Gemeinsamkeit, in England, aber das typische, klischeebeladene England der Cottages und Teegesellschaften, der Rosengärtner und leicht exzentrischen Bewohner sucht man – zum Glück – vergebens. Das Leben ist hier genau so wie überall in unserer westlichen Welt, und doch ist es spürbar britisch. Das zu schildern, gelingt Swift sehr gut.Auch wenn die Themen der Geschichten sehr unterschiedlich sind, geht es doch oft auch um Krankheit, um Tod und Verlust. Meist nicht vordergründig, sondern subtil, im Hintergrund. Es geht darum, wie es in einer der Erzählungen heißt, „wie schrecklich es sein kann, einfach auf der Welt zu sein.“Dabei ist das Buch keineswegs düster, aber zutiefst melancholisch. Die Erzählungen laufen nicht auf die berühmte „unerhörte Begebenheit“ hin, meist laufen sie auf gar nichts hin. Sie sind kurze Momentaufnahmen, der Vorhang geht für einen Moment auf, Gedanken, Erinnerungen blitzen auf und verlöschen genauso schnell wieder. Und doch sammeln sich am Ende all diese Bilder zu einer Art Gruppenfoto, das uns Leser bereichernde Einblicke gewährt in das Leben, in England oder überall. Ein Mysterium, immer wieder.

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  • Eine Ansammlung von Banalitäten.

    England und andere Stories
    kvel

    kvel

    27. April 2016 um 00:54

    Inhalt:Dieses Buch ist eine Sammlung von (Kurz-)Geschichten. „Jede dieser Stories fängt ein Szenario ein, das bedeutsam ist für ein ganzes Leben […] Es sind Alltagsszenen aus England, fragile Momente und Gefühle, die Graham Swift mit klarer Sprache ertastet wie Gebilde aus Glas. Swift sammelt Augenblicke, in denen eine Stimmung umschlägt, seismographisch genau erfasst er persönliche und gesellschaftliche Veränderungen und spürt der Frage nach, was Menschen vor Zusammenbruch und Selbstaufgabe bewahrt und ein Land zusammenhält.“ (Auszug aus der Umschlaginnenseite). Meine Meinung: Dies war für mich das erste Werk dieses Autors und ich war schwer enttäuscht. Interessiert habe ich mich für dieses Buch zum einen aufgrund der obigen Inhaltsbeschreibung und zum andern aufgrund der auf dem Buchrücken abgedruckten Lobeshymnen auf das Buch und den Autor:„Ein Kaleidoskop aus Menschenschicksalen […] Das Ergebnis ist eine scharfsinnige, wunderbare Sammlung von Kurzgeschichten.“„Mit einem einzigen Satz sagt Swift oft mehr als manch einer auf einer ganzen Seite.“„Swift ist ein Meister des Unterschwelligen ...“ Irgendwie erwartete ich beim Lesen der Geschichten einen besonderen Erkenntnisgewinn, eine Überraschung im weitesten Sinne oder eine Pointe, wurde aber jedes Mal enttäuscht. Denn die Stories waren in meinen Augen einfach nur banal.Sowohl inhaltlich, es wurden Alltagssituationen beschrieben, in denen ich keine weitere Bedeutung erkennen konnte, als auch sprachlich.Denn der Schreibstil des Autor konnte mich ebenfalls nicht überzeugen auch wenn sich der Stil seiner Beschreibungen mit jeder Geschichte änderte.Inhaltlich handelt es sich oftmals um längliche, innere Dialoge und viele Darstellungen wiederholen sich des Öfteren innerhalb einer Geschichte. Fazit: Langweilig.

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