Gravity Assist Die Schwarze Harfe

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Inhaltsangabe zu „Die Schwarze Harfe“ von Gravity Assist

An einem entfernten Punkt des Rings der Sterne treffen der junge Prinz Ja’en und die fremdweltliche Shikani aufeinander: er der Thronfolger von Endo, dessen Grossvater ermordet worden und dessen Zukunft angesichts der zerbrechenden Monarchie unabsehbar ist; sie, die einzige des Volkes der Senjasantii, die als Laar ein Königliches Kriegsschiff befehligt. Die beiden verbindet der unbeirrbare Bromen Cossan, geheimnisvoller Vrakaan-Jäger, brillanter Taktiker und Held aus Ja’ens Kindheit; ihm ist Shikani gefolgt, nachdem er die Seuche, an dem ihr Volk so grauenvoll litt, besiegt hatte. Doch noch etwas anderes verbindet Ja’en und Shikani: Es ist der Traum der Schwarzen Harfe, ein metaphysisches Phänomen, in dem sich die Jahrtausende alte Kultur der Senjasantii ausdrückt.

Dies ist Ja’ens und Shikanis Geschichte, von beiden erzählt: ihre Reise durch die Welten des Rings, ihr Kampf in den Weiten des Alls, die politischen Ränkespiele der verschiedenen Endo-Fraktionen, die Gefahren im Vakuum, auf glühend heissen Welten und im Rumpf eisiger Sternenschiffe. Es ist ihre Auseinandersetzung mit aristokratischen Handelshäusern, räuberischen Vrakaanen, Kolonisten aller Couleur und geheimnisvollen Temb’ran-Meistern, ihre Verwirrung darüber, dass Freund und Feind die Rollen tauschen, ihr Versuch zu erkennen, wie der Einzelne einen Unterschied machen kann – wenn er bereit ist, über sich hinauszuwachsen.

Außerordentlich!

— Schmiesen

Man muss sich darauf einlassen, ab dann wird es richtig gut!

— Hiki

Der großartigste Science Fiction Roman des Jahres!

— MarkusN

...

— widder1987

Wow, bin jetzt noch ganz aufgeregt. Ein wahnsinnig tolles Buch

— Sassenach123

Neue Helden, neue Ideen die einem in Abenteur ertränken...

— MalaikaSanddoller

Schwere Kost, die sich aber lohnen kann

— Mohnblut

verzaubern lassen- es lohnt sich!

— bri114

Einfach fantastisch!

— Nyansha

Super spannender Fantasy-Roman

— Vampir989

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  • Durchhalten lohnt sich.

    Die Schwarze Harfe

    Schmiesen

    26. October 2017 um 12:21

    "Friede verlangt nicht nach Konfrontation, sondern Friede ist Konfrontation - als Ausdruck lebendiger Bewegung und Begegnung."Ein außergewöhnliches Werk hält man mit "Die Schwarze Harfe" in den Händen. Allein die hochwertige Aufmachung und die Schwere des fast 800 Seiten langen Buchs lassen Leserherzen höher schlagen. Ein Blick auf den Autor sorgt erst einmal für Staunen: Es handelt sich um ein fünfköpfiges Autorenkollektiv. Wer mehr über Entstehung und "MIttäterschaft" erfahren will, dem empfehle ich dringend die zugehörige Website dieschwarzeharfe.ch. Ein Blick auf diese Seite hat mich nämlich motiviert weiterzulesen. Meine Rezension möchte ich etwas anders aufbauen als sonst und auf einzelne Aspekte gezielt eingehen.Der Einstieg...fiel mir recht schwer. Laar, Pentaar, Senjasantii? Bromen, Shikani, Ja'en? Sarrakadan, Drial-Vehazzi, Rollm'edo? Um Gottes Willen, dachte ich, Namen über Namen, Bezeichnungen über Bezeichnungen, wie soll ich da jemals durchblicken? Doch tatsächlich lichtet sich der Nebel nach dem ersten Teil - nämlich dann, wenn man mit den beiden Ich-Erzählern in die Handlung einsteigt. Attribut: nicht mehr weglegbar.Die Welt...besteht eigentlich aus vielen, vielen Welten, Völkern und Mächten. Die Beziehungen sind komplex, insbesondere auf politischer und wirtschaftlicher Ebene. Jedes Detail ist ausgearbeitet, ich hatte oft das Gefühl, besser über die Elawaia (Ring der Sterne) Bescheid zu wissen, als über die Vorgänge auf dem Planeten Erde. Und es hat mir dort auch wesentlich mehr Spaß gemacht. Zudem sind die physikalischen, mathematischen und raumfahrerischen Aspekte mit einer Präzision erklärt, dass man sich als Leser fragt, wer der fünf Autoren wohl den Physik-Nobelpreis erhalten wird. Zu Beginn mögen Details wie Geschwindigkeiten und Abstände langweilig und überfrachtend wirken, aber im Laufe des Lesens fügen sie sich unabdingbar ins Gesamtbild und machen "Die Schwarze Harfe" zu einem Kunstwerk.Die Charaktere...muss man einfach lieben. Zwei Ich-Erzähler, die fremdweltliche Shikani und der junge Prinz Ja'en, führen uns durch eine Geschichte, wie ich sie noch nicht gelesen habe. Ja'ens Entwicklung vom Kind zum Gelehrten ist faszinierend und eindringlich geschildert. An Shikani habe ich mein Herz verloren, denn sie steht für mich für Besonnenheit, Fähigkeit, wahre Zuneigung, Toleranz, Öffnung für das Unbekannte, Spiritualität, Vertrauen, Weisheit. Ein unglaublicher Charakter, den ich wahnsinnig gerne begleitet habe und den ich mir manchmal an meiner Seite wünschen würde.Auch alle anderen Charaktere, die in den Berichten und im Leben der Erzähler auftauchen, sind bis in die Feinheiten ausgearbeitet und vermitteln einen Eindruck von der Vielfältigkeit der Elawaia. Besonders ans Herz gewachsen ist mir außerdem die Besatzung von Shikanis Schiff, der Schwarz-04, denn ihr Zusammenspiel war für mich an Harmonie nicht zu übertreffen. Die Fähigkeiten jedes Einzelnen wurden gewürdigt und voll zum Einsatz gebracht, nicht zuletzt wegen Bromen Cossan, der Shikani in dieser Hinsicht ausgebildet hat.Bromen bleibt während der ganzen Zeit undurchdringlich. Er ist der einzige Charakter, den ich nicht richtig begriffen habe - aber das liegt wohl daran, dass auch Ja'en und Shikani damit so ihre Probleme hatten. Diese Mystik um Bromen und das Gefühl des Fremdseins macht die Geschichte noch authentischer.Der Plot...ist außergewöhnlich. Viele Akteure werden durch Bromen in einen Krieg verwickelt, dessen Sinn und Zweck zunächst verborgen bleibt. Ja'en und Shikani werden mehr oder weniger direkt in diesen Krieg involviert - Shikani als Laar (Kommandant) der Königlichen Flotte, Ja'en als Thronfolger einer abgesetzten Monarchie. Ihre Reise durch den Ring nimmt den Leser mit zu jedem einzelnen Planeten, sogar ins Zentrum und zu den fremdweltlichen Senjasantii. Nie wirkt es so, als hätten die Autoren krampfhaft versucht, auch noch diese oder jene Welt schnell unterzubringen, im Gegenteil. Jede Station hatte einen Mehrwert für die Charaktere, ihre Entwicklung und die Geschichte. Das hebt "Die Schwarze Harfe" ganz entscheidend von anderen Büchern ab: Die Erkundung des Universums ist kein Selbstzweck, sondern entsteht immer aus einer Notwendigkeit heraus.Die Geschichte wird stark geformt durch die "Träume der Schwarzen Harfe", die Bromen, Shikan, Etani (Ja'ens Mutter) und einige weitere Akteure haben. Sie sind eine Art Zukunftsvision, öffnen allerdings auch den Zugang zur sogenannten "inneren Welt" (im Kontrast zur "äußeren Welt"), ein Konzept, nach dem insbesondere die Senjasantii (Shikanis Volk) leben. Dieses spirituelle Element hat mich persönlich sehr berührt, denn ich erkenne viel Wahrheit hinter dieser Vorstellung. "Die Schwarze Harfe" ist also keineswegs "nur" eine kriegerische Weltraumodysse, im Gegenteil. Hier werden zur Genüge philosophische und metaphysische Dimensionen bedient."Die Schwarze Harfe" lässt mich in ihrer Außergewöhnlichkeit, ihrer Komplexität und ihrer Schönheit begeistert und erstaunt zurück. Habe ich zu Anfang noch gedacht, ich würde das Buch abbrechen, möchte ich mich jetzt kaum von Shikani, Ja'en und Schwarz-04 verabschieden. Gravity Assist ist ein Monumentalwerk gelungen, das Klassikercharakter hat. Ich wünschte, aus diesem Universum gäbe es bald noch mehr zu lesen. 

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    • 2
  • Reise durch die Elawaia

    Die Schwarze Harfe

    Hiki

    14. September 2017 um 01:21

    „Die Schwarze Harfe“ ist etwas ganz Besonderes und definitiv kein Buch für Zwischendurch. Es erfordert Aufmerksamkeit und liest sich nicht „mal eben”, wodurch ein gewisser Anspruch an den Leser gestellt wird.Vor allem die ersten 150 Seiten (von zirka 800) waren eine Herausforderung für mich. Man lernt zunächst das fiktive Universum, seine Spielfiguren und die sich ständig verändernden Verhältnisse kennen, wodurch das Buch fast wie eine Nacherzählung bzw. ein geschichtliches Werk wirkt, was es schwierig für mich gemacht bzw. mich auch nicht wirklich angesprochen hat. Ich denke, dass es vielen so gehen wird, deswegen bitte ich diejenigen einfach durchzuhalten. Es ist es definitiv wert!Danach ändert sich der Stil ein klein wenig, wodurch der Leser aktiver ins Geschehen eingebunden wird. Nach ungefähr 200 Seiten hat man die Charaktere liebgewonnen und man möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Die Schwarze Harfe bietet viele überraschende Wendungen und interessante, bildhafte Planeten und Bewohner.An einigen Stellen hätte man, für mein Befinden, auch etwas kürzen können. Wie beispielsweise der Abschnitt mit dem Kupran, auch wenn die Erfahrungen für Se’en und auch Ja’en wichtig gewesen sind, war es für mich etwas zu lang.Die Charaktere sind allesamt glaubhaft skizziert, auch wenn es kein genau definiertes „Gut & Böse“ gibt und man selber anfangs nicht weiß, ob man der Person trauen kann. Oft wechseln sich die Rollen und vieles ist absolut nicht vorhergesehen. Von den Charakteren sind mir ein paar sehr sympathisch, allen voran Shikani, andere natürlich weniger. Von einigen muss man sich aber leider auch verabschieden, da „beide“ Seiten Verluste einstecken müssen. Eine furchtbare Person ist allerdings dabei, die ich als komplett „böse“ einstufen würde. Hinter dem Buch steckt enormer Aufwand und sprachliches Talent. Dennoch glaube ich, dass das Buch nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die es verdient. Deswegen würde ich mir wünschen, dass jeder dem Buch eine Chance gibt. Durch die bildhaften Beschreibungen kann ich mir die Geschichte auch sehr gut filmisch umgesetzt vorstellen. Das schlichte Cover passt auch hervorragend zur Geschichte und spricht mich total an. Dadurch hebt es sich für mich deutlich von der Masse ab.Fazit: Nach anfänglichem Kampf hat mir „Die schwarze Harfe“ überraschend gut gefallen. Mit viel Wortgewandtheit und Detailverliebtheit bringen uns die Autoren ihre erschaffenen Welten näher. Keine Frage, die Geschichte ist kein leichter Stoff und somit nicht jedermanns Geschmack. Aber Jemand, der anspruchsvolle Sci-Fi sucht, wird hier definitiv fündig!

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  • Atemberaubend!

    Die Schwarze Harfe

    MarkusN

    07. September 2017 um 09:24

    Ich werde hier, im Gegensatz zu den anderen Rezensionen nicht über den Inhalt dieses großartigen Buches schreiben. Es ist, und das kann man ohne Übertreibung sagen, eines der besten seines Genres. Ohne Übertreibung, ohne Honig ums Maul zu schmieren!Die Handlung, davon gehe ich aus, ist weitestgehend bekannt: erzählt wir die wirklich epische Geschichte der Elawaia durch die beiden Protagonisten Shikani und Ja'en. Klingt einfach … ist es aber nicht. Die Schwarze Harfe ist ein Buch für Leser. Und hier sollte sich jeder ernsthaft fragen, ob er denn einer ist. Die Geschichte geht in die Tiefe, spielt mit uns unbekannten Begriffen, Welten … lässt uns eintauchen, reißt uns raus und – ist definitiv nicht für "mal nebenbei" geeignet. Die schwarze Harfe ist ein Buch (abgesehen vom Genre) das den Begriff "Buch" wirklich verdient. Aufgrund der Kleinteiligkeit auf seine eigene Art "bekömmlich" geschrieben, verlangt es Zeit. Nicht nur zum Lesen, sondern vor allem zum Denken! Und das tut gut. Es ist ein Buch bei dem wirklich vieles passt. Da stimmt der Rhythmus, die Länge der Kapitel, der Aufbau, die Abschnitte. Da sitz jeder Charakter und es macht verdammt viel Spaß den Entwicklungen der verschiedenen Personen zusehen zu dürfen. Der Leser erlebt große Schlachten in denen er bei jedem Wasserstofftank, der sich löst mitfiebert – ebenso wie präzise geschriebene taktische Manöver. Im Sternenring, wie auf dem Verhandlungstischen …Es ist ein komplexes Buch, das, bei richtiger Anwendung, dem Leser die Freude am Lesen zurückgibt. Es fesselt. Auf jeder Seite. Und zwingt den Leser aber, bei allen Cliffhangern, das Buch wegzulegen. Nachzudenken, das Gelesene zu reflektieren.Die Schwarze Harfe skizziert eine eigentlich fremde Welt und doch gibt es viele Geschehnisse, die den Fokus dann doch wieder auf unsere eigene lenken. Es ist eine Geschichte jenseits von Gut gegen Böse. Eine Geschichte von Gut gegen/mit Gut. Eine Geschichte, die auf wunderbaren Seiten beschreibt, dass es auf einem Weg nicht immer Sieger geben kann, und dass doch so mancher in der Erinnerung als einer der Größten hervorgeht.So schaffen es die Autoren einen Science-Fiction-Roman vorzulegen, der aus meiner Sicht seinesgleichen sucht. Ein Roman, der kein Bunt oder Allzu-Düster braucht. Ein Roman der eine Geschichte erzählt. Eine Geschichte, die den Leser auf eine ganz besondere Art und Weise berührt. In der inneren, wie in der äusseren Welt!

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  • Die Aufzeichnung aus einer fremden Welt...

    Die Schwarze Harfe

    widder1987

    01. September 2017 um 13:38

    Inhalt: An einem entfernten Punkt des Rings der Sterne treffen der junge Prinz Ja’en und die fremdweltliche Shikani aufeinander: er der Thronfolger von Endo, dessen Grossvater ermordet worden und dessen Zukunft angesichts der zerbrechenden Monarchie unabsehbar ist; sie, die einzige des Volkes der Senjasantii, die als Laar ein Königliches Kriegsschiff befehligt. Die beiden verbindet der unbeirrbare Bromen Cossan, geheimnisvoller Vrakaan-Jäger, brillanter Taktiker und Held aus Ja’ens Kindheit; ihm ist Shikani gefolgt, nachdem er die Seuche, an dem ihr Volk so grauenvoll litt, besiegt hatte. Doch noch etwas anderes verbindet Ja’en und Shikani: Es ist der Traum der Schwarzen Harfe, ein metaphysisches Phänomen, in dem sich die Jahrtausende alte Kultur der Senjasantii ausdrückt. Dies ist Ja’ens und Shikanis Geschichte, von beiden erzählt: ihre Reise durch die Welten des Rings, ihr Kampf in den Weiten des Alls, die politischen Ränkespiele der verschiedenen Endo-Fraktionen, die Gefahren im Vakuum, auf glühend heissen Welten und im Rumpf eisiger Sternenschiffe. Es ist ihre Auseinandersetzung mit aristokratischen Handelshäusern, räuberischen Vrakaanen, Kolonisten aller Couleur und geheimnisvollen Temb’ran-Meistern, ihre Verwirrung darüber, dass Freund und Feind die Rollen tauschen, ihr Versuch zu erkennen, wie der Einzelne einen Unterschied machen kann – wenn er bereit ist, über sich hinauszuwachsen. Fazit: Das Autorenkollektiv 'Gravity Assist' begleitet den Leser in den Science-Fiction-Roman 'Die Schwarze Harfe' auf eine intergalatische Reise zu einer fiktiven Sternenwelt mit allen zivilisierten, geistlichen wie technologischen Themenspektrum aus den Geschichten und Abenteuern rundum Star Trek und StarWars, die mit irdischen (historischen) Königsregimeformen ummantelt ist. Das Cover mit seinem weißen 'Streifennetzwerk' kündigt von einer sich stetig im bewegungseinde Hauptstory, die von einer weiblichen und einer männlichen Hauptperson aus der 'ICH'-Erzählperspektive aus zwei verschiedene Blickwinkel ergänzt dargeboten wird. Der Leser kommt von Kapitel für Kapitel ein um ein Ereignis bzw. Erlebnis kreisende zweidimensionales Lesevergnügen, was einerseits mit Raumfahrtdetails über Raum-Zeit-Gefüge, Weltalltransportmittel und dessen Personalebene wie anderseits einen spirituellen Hintergrund und uns bekannten Gesellschaftformen erfüllt ist. Die Tatsache, dass fünf verschiede Personen ein Schriftstück verfassen statt eine Person, spiegelt sich unweigerlich im Endprodukt des knapp 780 Seitenwerkes wieder: Der Leser trifft auf hervorragend recherchierte Schauplätze (vor allem die komplexe 'Raumschiffdarstellungen), lebhafte Handlungsszenerie (,die leider durch die zu oft gewählte 'Doppeltbelebtheit' zu langatmig ist) und gute Charakterbeschreibung, die wiederrum durch verwirrende Dialoge wie teilweise 'unpassende' gewählte Sprache an Glanz verliert. Es ist als ein für die Nachkommen der 'Ring der Sterne'-Bewohner dokumentiertes Zeitzeugnis über gewaltüberschattende Machtschaften und emotionaler Selbstfindung, die im erinnerungssachlichen und sanften Wörter formuliert sind. Das Buch ist im drei unterschiedlich große Teile gegliedert, das eine von alltagvergessene Fantasygeschichte beinhaltet und eine umfangreichen Einstieg in die hochmodere intergalatische Fortbewegungstechnologie ermöglicht, kommt keine wirkliche Packheit auf...3,0 Sterne

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  • Einzigartige Geschichte

    Die Schwarze Harfe

    Lessayr

    15. August 2017 um 19:43

    Der Science-Fiction Roman "Die schwarze Harfe" erschien im März 2017 beim "Edition 381" Verlag. Geschrieben und ausgearbeitet wurde es vom Autorenkollektiv Gravity Assist in 3 Jahren.Zum Inhalt möchte ich nicht mehr sagen. Ich denke man kann bereits viel aus dem Klappentext entnehmen und mit mehr wäre die Gefahr von Spoilern groß. Für mich war dies ein sehr emotionales Buch, was einen sehr gefesselt hat. Es spielt in einer komplexen Welt im Universum "Der Ring". Das Cover verdeutlicht dies durch die Schlichtheit mit den Sternen und die Abbildung im Inneren zeigt den Ring und die einzelnen Galaxien. Für die Orientierung in der Geschichte ist diese sehr hilfreich. So unterschiedlich wie die Welt, sind auch die Charaktere sehr vielschichtig dargestellt. Man wird eingeladen durch den Schreibstil sich die Personen bildhaft vorzustellen, wie sie denken, handeln und besonders wie sie sich fühlen. Es gibt zwei Hauptprotagonisten, der junge Prinz Ja'en und die Shikani. Die Erzählstränge wechseln zwischen den beiden und erzählt ihre Reise in der Welt des Rings. Hier erlebt man die Entwicklung der Protagonisten im Laufe der Jahre (insbesonders bei dem jungen Thronfolger). Im ersten Kapitel gilt: Auch wenn man es nicht sofort verstanden hat, weiterlesen denn es lohnt sich. Der Schreibstil ist allgemein sehr detailreich, insbesondere bei den gefühlvollen Handlungen, die eine Botschaft enthalten und bei den Weltraumschlachten, wo einem die Luft weg bleibt.Über die schwarze Harfe wird im Laufe des Buches immer öfters drüber gesprochen und diskutiert. Hier wird man eingeladen zum mitdenken und raten. Was es damit auf sich hat erfährt man im Epilog, was für mich ein rundum gelungener Abschluss darstellt.Fazit: Dies ist ein Science-Fiction was einem noch sehr lange im Gedächtnis erhalten bleibt und was ich auf jeden Fall mehrmals lesen werde. Ein vielschichtiges Buch das für mich viel vermittelt.

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  • Eine Reise durch den Ring

    Die Schwarze Harfe

    Sassenach123

    13. August 2017 um 09:41

    Eine Reise durch den Ring Die schwarze Harfe wurde erschaffen von Gravity Assist. Wer oder was ist Gravity Assist werden sie sich nun fragen. Gravity Assist ist ein Zusammenschluss von Autoren. Alles begann mit einer Idee von Stefan Bommeli, er wollte die Idee vom Ring der Sterne umsetzten, ein Buch schreiben. Aber so ein komplexes Werk wie "Die schwarze Harfe" war allein fast nicht umzusetzen. So bekam er nach und nach Unterstützung von Tobias Bangerter, Matea Zosak, Berenice Bommeli und Sven Hirsch-Hoffmann. Nun begann das Team alles aus zu besprechen und zu konzipieren, was dabei herausgekommen ist, ist ein komplexes und tiefgreifendes Science-Fiction-Abenteuer der besonderen Art. Science-Fiction der gehobenen Klasse sozusagen. Das Cover des Buches ist dunkel gehalten und ziert eine Sternekarten und spricht mich gut an.Die Geschichte ist eine Reise durch eine ferne Galaxie, anschaulich erklärt durch die Reiseführer, Bromen Cossan, Shikani, Tochter der Senjasantii, Habun Illban Ja'en und Se'en Linnt, um die wichtigsten zu nennen. Bromen ist ein Endoer, der als Offizier in der Flotte der Könige seinen Dienst tut, und wird mit der Zeit der höchste militärische Befehlshaber in dieser Flotte. Shikani ist Angehörige der Senjasantii, das einzige nichtendoische Volk in diesem Buch. Sie ist die erste Angehörige ihres Volkes, die ihren Planeten und ihr Volk verlässt um mit den Endoern durch die Sterne zu reisen. Habun, letzter überblender Nachfahre von der ersten Monarchie der Endoer. Se'en Linnt ist ein Endoer, war früher mit Bromen in der königlichen Flotte. Er wird aber Konsul der Ringhandelsföderation einer Vereinigung aus Händlern und Reedern.Die Geschichte spielt in der Zeit nach der Besiedlung des Raumes. Die Monarchie stagniert, wird von vielen auch nicht mehr als zeitgemäß angesehen. Es gibt Fraktionen von Händlern, religiösen Fanatikern und Monarchisten, die alle an ihren eigen Vorteil denken. Durch die entstehenden Spannungen kommt es zu Konflikten und beginnenden militärischen Auseinandersetzungen. Es gipfelt in der fast kompletten Auslöschung der monarchischen Familie, und einem offenen militärischen Konflikt. Durch das Buch zieht sich die schwarze Harfe als roter Faden. Die schwarze Harfe sind Träume, besonderer Lebewesen, Endoer und Sensajantii, in denen die Zukunft und die Geschicke der Lebewesen und der Galaxie eine zentrale Rolle spielen.Das ist das Grundgerüst der Handlung. Es ist aber eine so komplexe Geschichte, dass ich nicht vorgreifen möchte, und den interessierten Leser empfehle diese Reise selbst anzutreten. Viele Sachen eröffnen sich jedem individuell. Der Stil war am Anfang gewöhnungsbedürftig, komplex und einfach anders, aber von Beginn an fesselnd und spannend. Es entsteht eine Geschichte, die man als Science-Ficton-Fan einfach gelesen haben muss. Ich habe schon vieles in diesem Genre gelesen, und war überrascht etwas derartig Neues zu entdecken.Die schwarze Harfe zieht in die analen der gehobenen Science-Fiction Literatur ein. Ich kann dieses Werk nur empfehlen, es ist eine Bereicherung. Das Buch ist vergleichbar mit einer tollen Reise, auf die man mitgenommen wird, man will am Ende nicht mehr weg. Je näher ich dem Ende des Buches kam, fragte ich mich, ob ich danach jemals wieder so eine gute Reise finden werde. Wünschenswert wären weitere Arbeiten des Autorenensembles Gravity Assist.

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  • Buchverlosung zu "Die Schwarze Harfe" von Gravity Assist

    Die Schwarze Harfe

    m_exclamationpoint

    Eine Reise durch den Ring der Sterne Die „Die Schwarze Harfe“, ein Roman, der Science-Fiction und Fantasy verbindet, erzählt von Ja’en, dem kindlichen Thronfolger eines zerfallenden Sternenkönigreichs, der zwischen die Fronten gerät und dabei der fremdweltlichen Shikani begegnet, die vor den Traditionen ihres Volkes geflohen und in die Kriegsflotte eingetreten ist. Für beide beginnt eine gemeinsame Reise durch Krieg, politische Intrigen und Konfrontationen in der äusseren wie der inneren Welt.Die ersten Stimmen auf LovelyBooks sind begeistert. Einige schreiben, dass das Buch am Beginn anspruchsvoll sei, da eine zunächst fremde Welt vorgestellt wird. Viel Lob erhält der Roman dann jedoch für die komplexe, interdisziplinäre Weltbeschreibung, die fein herausgearbeiteten Hauptfiguren, deren innere wie äussere Entwicklung und die durchdachte Mischung realistischer und metaphysischer Elemente; gefallen hat zudem das wachsende Tempo der Geschichte und die sprachliche wie emotionale Kraft, die auch Lesende ausserhalb des Genres anspricht.Mach mit bei unserer Buchverlosung zu „Die Schwarze Harfe“ vom Autorenkollektiv „Gravity Assist“ und lass dich von dieser fantasievollen und ergreifenden Science-Fiction-Neuerscheinung bezaubern!  Mehr zum Buch An einem entfernten Punkt des Rings der Sterne treffen der junge Prinz Ja’en und die fremdweltliche Shikani aufeinander: er der Thronfolger von Endo, dessen Grossvater ermordet worden und dessen Zukunft angesichts der zerbrechenden Monarchie unabsehbar ist; sie, die einzige des Volkes der Senjasantii, die als Laar ein Königliches Kriegsschiff befehligt. Die beiden verbindet der unbeirrbare Bromen Cossan, geheimnisvoller Vrakaan-Jäger, brillanter Taktiker und Held aus Ja’ens Kindheit; ihm ist Shikani gefolgt, nachdem er die Seuche, an dem ihr Volk so grauenvoll litt, besiegt hatte. Doch noch etwas anderes verbindet Ja’en und Shikani: Es ist der Traum der Schwarzen Harfe, ein metaphysisches Phänomen, in dem sich die Jahrtausende alte Kultur der Senjasantii ausdrückt.Dies ist Ja’ens und Shikanis Geschichte, von beiden erzählt: ihre Reise durch die Welten des Rings, ihr Kampf in den Weiten des Alls, die politischen Ränkespiele der verschiedenen Endo-Fraktionen, die Gefahren im Vakuum, auf glühend heissen Welten und im Rumpf eisiger Sternenschiffe. Es ist ihre Auseinandersetzung mit aristokratischen Handelshäusern, räuberischen Vrakaanen, Kolonisten aller Couleur und geheimnisvollen Temb’ran-Meistern, ihre Verwirrung darüber, dass Freund und Feind die Rollen tauschen, ihr Versuch zu erkennen, wie der Einzelne einen Unterschied machen kann – wenn er bereit ist, über sich hinauszuwachsen. Stimmen der Community Es hat mir großen Spaß gemacht. Es hat mich begeistert. Ich habe selten ein rundum so gelungenes gut recherchiertes Buch gelesen. Ich hoffe, dass ich bald wieder etwas von euch lesen darf. –Cornelia_RuoffIch danke dem Team von Gravity Assist, daß ihr mich auf eine Reise mitgenommen habt, die mich sehr berührt hat. Ihr habt wirklich gute Arbeit geleistet und ich wünsche euch (und somit uns Lesern) weiterhin viel Erfolg! –bri114Danke das ich dieses faszinierende und spannende Buch lesen durfte.Ich bin restlos begeistert. –Vampir989 Über das Autorenkollektiv "Gravity Assist" "Die Schwarze Harfe" wurde vom Kollektiv "Gravity Assist" geschrieben, zu dem Stefan Bommeli, Tobias Bangerter, Sven Hirsch-Hoffmann, Berenice Bommeli und Matea Zosak gehören. Drei Jahre haben die Fünf begeistert am Buchprojekt gearbeitet. Mehr Infos zum Entstehungsprozess und den Autoren/innen findet ihr hier.Gemeinsam mit Edition 381 vergeben wir 10 Exemplare von dem Science-Fiction-Geheimtipp "Die Schwarze Harfe"!Was du tun musst, um dabei zu sein? Bewirb dich bis einschließlich 26.07. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und löse folgende Aufgabe: Immer wieder scheint der Weg für Ja’en und Shikani vorgezeichnet zu sein, doch beide wehren sich gegen ihr Schicksal. Was denkst du dazu: Würdest du dir wünschen, dass es in deinem Leben eine feste Bestimmung bzw. eine höhere Aufgabe gibt, oder willst du frei entscheiden und deinen eigenen Weg gehen, wohin auch immer er führt?Ich bin schon sehr gespannt auf eure Antworten und drücke euch allen ganz fest die Daumen! Bitte beachte vor deiner Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen!

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    • 289
  • Leserunde zu "Die Schwarze Harfe" von Gravity Assist

    Die Schwarze Harfe

    Edition381

    Begleite den kindlichen Thronfolger Ja'en und die kriegerische und fremdweltiche Shikani auf ihrer Reise durch die Welten des Rings und auf der Suche nach der eigenen Bestimmung.

    • 233
  • Aller Anfang ist schwer, aber dann versteht man das Universum...

    Die Schwarze Harfe

    MalaikaSanddoller

    25. June 2017 um 21:50

    Am Anfang bin ich nicht sehr gut in die Geschichte eingestiegen. Die vielen Namen, Konstellationen und die andauernd wechselnden Perspektiven haben mich hauptsächlich verwirrt. Da ich nicht gewusst habe, dass es ab dem zweiten Teil nur noch bergauf gehen würde, war die große Seitenanzahl auch ziemlich abschreckend. Dazu kam das Gewicht des Buches, das einen täglichen Transport beinahe unmöglich macht. Dafür ist das Cover aber wunderschön!  Die Farben harmonieren perfekt miteinander und auch graphisch schaut es total interessant aus. Dabei passt es auch noch gut zum Inhalt. Wirklich gelungen. Auch fand ich die Karte des Rings im Buch drinnen sehr hilfreich. Auf diese Weise konnte ich mich ein bisschen orientieren, da ich natürlich noch nie in diesem fiktiven Universum war und mich logischerweise nicht auskannte…Die zwei Hauptprotagonisten waren mir ziemlich schnell sympathisch und ich konnte sehr schnell mit ihnen mitfiebern. An den Schreibstil musste ich mich ein bisschen gewöhnen, aber ich konnte mich schnell einleben.Ich würde sagen, dass das Buch perfekt für Leute ist, die die Zeit haben, sich so voll und ganz in die Welt der Sterne begeben zu können. Für mich war das etwas schwierig, weil ich andauernd aus dieser Welt wieder auftauchen musste…

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  • Keine leichte Reise durchs All...

    Die Schwarze Harfe

    Mohnblut

    24. June 2017 um 16:51

    Die Schwarze Harfe ist ein Science Fiction Roman über die Politik eines über mehrere Planeten verstreuten Volkes. Nach einem Putschversuch übernimmt das Militär, doch nichts hält die verschiedenen Regierungen mehr zusammen. Mitten in diesen Wirrungen befinden sich Ja‘en, der Enkel des ehemaligen Königs, und Shikani, Befehlshaberin eines der Kriegsschiffe. Während die verschiedenen Parteien ihre Züge setzen, sieht Ja‘en keinen Platz mehr für ihn, für eine Monarchie. Und währenddessen träumen die Spielenden den Traum der schwarzen Harfe: Sie sehen die Zukunft und was werden kann. Das Buch besteht auch mehreren Teilen. Im ersten wird die lange Vorgeschichte beinahe Jahr für Jahr erzählt. In jedes Wort ist Information gestopft, schwer das alles zu erfassen und zu behalten. Teil eins liest sich wie ein spannendes Geschichtsbuch. In ihm berichten Shikani und Ja‘en, die beiden Ich-Erzähler, von Bromen Crossan, dem bedeutenden Militär. Nebenbei wird die Technik, die Kulturen der verschiedenen Planeten und so manches andere erläutert. Es war nicht einfach diesen Stil zu lesen. Leider ist er hundertdreißig Seiten lang. Ich denke, das könnte viele Leser abschrecken. Vielleicht ist es aufgrund des Autorenteams so eskaliert: Der eine will diese Nebenhandlung, dem nächsten sind die Figuren wichtig, der andere hat das größere Ganze mit der Politik im Auge und der andere die verschiedenen Technologien und Völker. Alles musste in diesen ersten Teil. Der Rest des Buches profitiert absolut von der Existenz des ersten Teiles: Er sorgt dafür, dass die Nebencharaktere vielschichtig sind, dass die Technik real und die ganze Welt belebt wirkt. Ohne die Informationen aus dem ersten Teil würde das Buch verlieren, daher kann ich nicht raten, ihn beim Lesen einfach zu überspringen. Dadurch gingen auch wichtige Informationen verloren. Trotzdem würde ich dem ersten Teil allein 0 Sterne geben – einfach wegen seiner Art und Weise. Das hätte nicht so sein müssen. In Teil zwei geht es dann um die Hauptpersonen. Immer wieder wechselt die Perspektive und beide Handlungsstränge waren interessant, mal mehr mal weniger. Ich wollte nie weiter blättern um den anderen Handlungsstrang zu lesen. Ja‘en erzählt rückblickend von sich als Kind, was er erlebt hat, immer wieder gibt es Zeitsprünge und man kann erleben, wie er erwachsen wird, auch wenn klar ist, dass er dies aus der Sicht des Erwachsenen berichtet. Er wächst im Zentrum der Macht völlig machtlos auf. Er wird zu einem intelligenten Gelehrten. Shikani ist eine Außerirdische in dieser Welt, sie entstammt der Rasse der Senjasantii. Wirklich interessant war deren Art zu Leben und deren Ansichten. Sie sieht ein wenig von Außen auf die Welt, ist aber dennoch Laar, also militärischer Befehlshaber eines Kriegsschiffes. Bromen Crossan ist eine wichtige Person in ihrem Leben, sie ist ihm gefolgt und nun dient sie unter ihm. Währenddessen zerfällt die Politik immer mehr. Dieses Buch verzichtet auf theatralische Dialoge und bleibt immer sehr Nüchtern, wenn Personen miteinander sprechen. Wirklich emotional wollte das Buch nur ein oder zweimal sein. Das Buch wurde spannend. Gerade zum Ende hin konnte ich es manchmal kaum aus der Hand legen. Dieses Buch ist keine Kost für zwischendrin. Man muss dieses Buch lesen wollen und sich durch arbeiten.  

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  • Eine verzaubernde Welt

    Die Schwarze Harfe

    Jarven

    13. June 2017 um 03:53

    Als ich schon das Buch in der Hand hielt, war ich fasziniert von dem wunderschönen, anregenden Cover. Es machte Lust auf mehr. Meine Neugierde und Vorfreude auf das Buch wurden auch nicht enttäuscht. Denn dieses Buch verbirgt eine ganz eigene Welt, die sich vor allem durch ihre Vielschichtigkeit und Komplexität auszeichnet. Den ein oder anderen mag das vielleicht abschrecken, vor allem, wenn man zunächst die ersten 100 Seiten liest, da sehr viele Orte und Namen genannt werden. Jedoch sollte man sich nicht davon abhalten lassen das Buch zu lesen, da "die Schwarze Harfe" noch so viel mehr als nur verwirrende Namen und Orte beinhaltet. Es geht um eine Liebesgeschichte in einer ausgedachten Welt, die aber gleichzeitig sich auch mit Familiengeheimnissen, Politik, Kriegsgeschehen und vor allem auch mit ethischen Fragen befasst, wie zum Beispiel das Zusammenleben von Rassen und die daraus resultierenden Konflikte. Es wirkt von den Autoren vollkommen durchdacht. Sie haben feinsinnig auf jedes Detail geachtet, was vor allem auch zu der inneren Logik der Welt beiträgt.  Dadurch wird der Leser nach einiger Zeit vom Author mitgenommen und beginnt eine Abenteuerreise. Abgesehen von der Vielschichtigkeit sind auch die Charaktere sehr gut durchdacht und feinsinnig gestaltet. Es gibt nicht nur gut und böse, sondern auch sie sind viel tiefgründiger gestaltet, als man es aus vielen anderen Büchern kennt. Die Komplexität lehnt sich dabei schon an einen wirklichen Menschen an. Dadurch kann man sich auch sehr gut mit den Hauptfiguren identifizieren und fängt an sie auf ihrer Reise zu begleiten und mit ihnen mit zu fiebern, was sich natürlich auch positiv auf den Spannungsbogen des Buches auswirkt. Abschließend kann ich also sagen, dass ich dieses Buch am Ende des Tages nicht mehr aus den Händen legen konnte. Man hat sich schnell in der neuen Welt heimisch gefühlt und wollte, dass die Reise und das Geschehen weiter geht. Am Anfang musste ich auch ein bisschen kämpfen, obwohl es auch sehr flüssig geschrieben ist, aber es waren doch einfach zu viele Namen und Orte. Jedoch hat sich der "Kampf" gelohnt und ich habe mich in dieses Buch verliebt.

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  • Zusammenfassung erster Rezensionen (Juni 2017)

    Die Schwarze Harfe

    StefanBommeli

    08. June 2017 um 12:01

    Ich möchte einen kurzen Überblick (ohne Spoiler) über die bisherigen Rückmeldungen zur Schwarzen Harfe geben. >> Lob (bisher 5 Sterne) erhält das Buch: -        Für den interdisziplinären Facettenreichtum der Weltbeschreibung sowie die Plausibilität von Handlung und Rahmenbedingungen. -        Für die Charaktere, insbesondere die Entwicklung der Hauptfiguren. Für die «fein herausgearbeiteten» Ich-Erzähler. Für die Ambivalenz der Charaktere, die sich einem simplen gut-böse-Schema entzieht. -        Für die Komplexität der Geschichte: im positiven Sinne anspruchsvoll. Für die «magischen» Elemente, die allerdings sorgsam in die «Realität» eingebettet seien. -        Für die Emotionalität der Geschichte, die viele als mitreissend empfinden; für das Ende und die finale Auflösung. -        Für den «Drive», den das Buch vor allem ab Teil 2 bis zum Schluss entwickelt. -        Das sprachliche Niveau bzw. die flüssige Schreibweise. -        Dass das Buch insgesamt auch Nicht-Sci-Fi-Lesende anspricht. >> Kritik: -        Der Anfang (einige sagen der ganze Teil 1) ist zäh: Viele Beschreibungen, viele Namen und Orte, nur nacherzählte Handlung. Auch einige Lesende, die das Buch insgesamt super finden, mussten am Anfang etwas «durchhalten». -        Das Buch ist – vielleicht weil zu Fünft verfasst – vielschichtig, einige haben das zu kompliziert gefunden und sich z.B. an «zu viel Politik» gestört. -        Die Sequenz in der roten Wüste, die einige sehr mögen, hat anderen überhaupt nicht gefallen oder schien nicht recht zum Rest des Buches zu passen. >> Das Buch sollte demnächst auch via Amazon.de als Taschenbuch bestellbar sein, sorry für die Verzögerung. Bis dahin kann das Buch via www.dieschwarzeharfe.ch bestellt werden.

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  • Ein fantastisches Abenteuer

    Die Schwarze Harfe

    bri114

    25. May 2017 um 14:22

    Ich freute mich, als ich dieses Buch endlich in den Händen hielt, versprach doch bereits die ansprechende Covergestaltung und die Beschreibung des Inhalts ein überaus fantastisches Abenteuer, das das Autorenteam auch hielt. Der Schreibstil ist als sehr flüssig und angenehm zu beschreiben, der hohe Spannungsbogen und die Tiefe kann bis zum Schluß aufrecht erhalten werden. Das Fantasygenre wird vor allem durch die schwarze Harfe bedient, ein Stilelement, das lange mysteriös bleibt. Doch auch eine Vielzahl ganz anderer Genre-Elemente wurde hier kunstvoll verwoben, von der Liebesgeschichte über Familiengeheimnisse, Machtgier und Kriegsgeschehen. Das Zusammenleben verschiedener Rassen und Charaktere wird hier erstklassig beschrieben, zumal sie so verschieden sind, daß Konflikte vorprogramiert sind. Als ein wichtiges Thema empfand ich die Freundschaft bis hin zu der Erkenntnis, wem man sein Vertrauen schenken kann... und wie man Frieden erreicht.... und zu welchem Preis. "Die schwarze Harfe" ist recht anspruchsvoll und verlangt von seinen Lesern Konzentration, da das Entdecken einer fremden Welt und das Nachvollziehen von politischen Ränkeschmieden aufmerksames Lesen voraussetzt. Dennoch lohnt es sich unbedingt, sich nicht von diesen anfänglichen Schwierigkeiten abschrecken zu lassen. Besonders empfand ich, wie feinsinnig auf kleinste Details geachtet wurde, so gibt es z.B. eine Karte, die für Verständnis und Orientierung sorgt, da die Vielzahl an Namen zu Beginn u.U. doch etwas verwirren. Wenn man sich ein wenig daran gewöhnt hat fliegen die Seiten nur so dahin und die Geschichte erscheint einem äußerst bildhaft vor Augen. Wie überaus ansprechend dieses neugeschaffene Universum dargestellt wurde!   Allein die Entwicklung der Hauptcharaktere macht dieses Buch zu einem der schönsten, das ich in der letzten Zeit lesen durfte!     

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  • Ein einzigartiges Leseerlebnis

    Die Schwarze Harfe

    Nyansha

    20. May 2017 um 14:04

    „Die schwarze Harfe“ erschien am 1. März 2017 beim Verlag Edition 381 in der ersten Auflage. Der Roman umfasst 784 Seiten. Die Autoren sind eine Gruppe namens Gravity Assist, der Stefan Brommeli, Tobias Bangerter, Berenice Bommeli, Sven Hirsch-Hoffmann und Matea Zosak angehören. Einordnen lässt der Roman sich in das Genre Science Fiction. Klappentext An einem entfernten Punkt des Rings der Sterne treffen der junge Prinz Ja’en und die fremdweltliche Shikani aufeinander: er der Thronfolger von Endo, dessen Grossvater ermordet worden und dessen Zukunft angesichts der zerbrechenden Monarchie unabsehbar ist; sie, die einzige des Volkes der Senjasantii, die als Laar ein Königliches Kriegsschiff befehligt. Die beiden verbindet der unbeirrbare Bromen Cossan, geheimnisvoller Vrakaan-Jäger, brillanter Taktiker und Held aus Ja’ens Kindheit; ihm ist Shikani gefolgt, nachdem er die Seuche, an dem ihr Volk so grauenvoll litt, besiegt hatte. Doch noch etwas anderes verbindet Ja’en und Shikani: Es ist der Traum der Schwarzen Harfe, ein metaphysisches Phänomen, in dem sich die Jahrtausende alte Kultur der Senjasantii ausdrückt. Dies ist Ja’ens und Shikanis Geschichte, von beiden erzählt: ihre Reise durch die Welten des Rings, ihr Kampf in den Weiten des Alls, die politischen Ränkespiele der verschiedenen Endo-Fraktionen, die Gefahren im Vakuum, auf glühend heissen Welten und im Rumpf eisiger Sternenschiffe. Es ist ihre Auseinandersetzung mit aristokratischen Handelshäusern, räuberischen Vrakaanen, Kolonisten aller Couleur und geheimnisvollen Temb’ran-Meistern, ihre Verwirrung darüber, dass Freund und Feind die Rollen tauschen, ihr Versuch zu erkennen, wie der Einzelne einen Unterschied machen kann - wenn er bereit ist, über sich hinauszuwachsen. Gestaltung Der Grundton, der für das Cover verwendet wurde, ist Schwarz. Doch durch die Sternbildkonstellationen in blauen und weißen Tönen erhält es einen mystischen und edlen Zusatz, der das Buch zu einem Hingucker macht. Die Innenseite des Covers zieren der Klappentext, eine grobe Karte des Rings der Sterne, ein kurzes Glossar, eine Zeittafel und Informationen zur Autorengruppe. Auf der Rückseite des Buches befinden sich zwei Auszüge aus den Darstellungen der Protagonisten. Der Buchrücken ist stabil, auch nach der Lektüre von fast 800 Seiten zeigt sich nur ein kaum erkennbarer Riss. Eingeteilt ist der Roman in einen Prolog, drei Teile mit 24 Kapiteln und einen Epilog. Abgetrennt werden diese je durch eine schwarze Seite voneinander, auf der sich kleine Lexikonartikel zu wichtigen Personen, Orten oder Punkten der Geschichte finden. Die Kapitel haben jeweils eigene Namen und werden aus der Sicht von Ja’en und Shikani wiedergegeben. Der jeweilige Sichtwechsel wird durch einen Absatz eingeleitet. Zu Beginn dieser Absätze folgt der fett gedruckte Name und Titel der Figuren. Vor Shikanis Namen befindet sich stets ein schwarzer Kreis, vor Ja’ens eine schwarze Raute. Die Figuren Shikani war eine Protagonistin, mit der ich mich an vielen Stellen identifizieren konnte, an anderen war sie mir so unglaublich fremd, dass es dennoch eine gewisse Faszination auslöste. Ich habe sie – nicht nur aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu den Senjasantii – als sehr erhabene Persönlichkeit empfunden, vor der man immer viel Respekt hat und in deren Nähe man sich wohl auch nie ganz entspannen kann. Wann immer ich ihre Gedankengänge verfolgen konnte, habe ich die Würde gespürt, mit der sie einfach durch das Leben geht. Tatsächlich habe ich sie aber zuerst nicht als Anführerin wahrgenommen, sondern als junge Frau, die ihren eigenen Weg finden muss und dabei möglichst wenig Fehler machen möchte. Ein paar Mal war ich recht frustriert, weil ich das Gefühl hatte, dass sie zu sehr an Bromens Rockzipfel hing. Doch gleichzeitig konnte ich sie einfach absolut verstehen, weil auch er eine Faszination auf mich ausübte, die Shikanis Worte und Entscheidungen wieder verständlicher machten. Doch ich war am Ende nur noch stolz auf sie, als sie an ihren Überzeugungen festhielt, auch, wenn dies bedeutete, sich gegen ihn zu stellen. So bin ich insgesamt froh, dass ausgerechnet sie und Ja’en die Protagonisten darstellen, denen wir bewusster folgen dürfen. Ja’en ist in meinen Augen einer der Charaktere, die sich am meisten entwickelt haben. Es ist für mich kaum zu glauben, dass ich ihn anfangs wirklich lange nur als kleines Kind sehen konnte. Ich habe mit ihm gelitten, mitgefiebert und war auch einige Male wirklich verstimmt. Die Entwicklung vom Kind zum Mann erlebte ich als sehr intensiv, wohl auch, weil wir verschiedene Lebensstadien sehr genau geschildert bekommen. Doch ich konnte beim Lesen nicht nur fühlen, wie er älter wurden, sondern auch, wie er an Wissen gewinnt und lernt, seine eigenen Entscheidungen zu treffen. Gerade zu Beginn habe ich es als eher schlecht für ihn empfunden, sich an Se’en zu halten. Dazu weiter unten mehr. So war ich allerdings auch froh, als er sich von dessen politischen Entscheidungen deutlich distanziert und beginnt, alles zu hinterfragen. Enttäuscht hat er mich einerseits in der Wüste, in der er im Grunde wie ein kopfloses Wesen die einzig erreichbare Frau für erste Erfahrungen genutzt hat. Tatsächlich hätte mir dieser Ausflug wohl besser gefallen, wenn nicht plötzlich von einer Liebesgeschichte gesprochen worden wäre, die in meinen Augen recht weit hergeholt und unpassend für ihn gewesen wäre. Ebenso verstimmt war ich während des Epilogs, er hat sich so lange gegen die Krone gewehrt, dass es mehr als ein paar Seiten gebraucht hätte, seinen Entschluss für sie zu erklären. Als Leserin kann ich mir zwar denken, wie E’eli ihn überzeugt hat, dennoch wäre das ein Bereich gewesen, der für mein Empfinden noch mehr Seitenzahlen hätte einnehmen müssen. Insgesamt war er mir der sympathischste Charakter im Buch. Seine Loyalität war nicht immer ganz klar, ich habe ihn meist als eigenständige Partei gesehen, die einen Zugang zu allen bekommen kann, wenn sie es möchte. Auch das war faszinierend, denn damit hat Ja’en eine außergewöhnliche Gabe. Bromen ist wohl der Charakter, der auf die Figuren und auch auf mich eine einzigartige Faszination ausgeübt hat. Immer von Geheimnissen umgeben, wie ein mächtiger Herrscher es auch sein sollte. Dennoch gab es immer wieder Momente, in denen er einfach so menschlich wirkte, dass man fast schon das Gefühl hatte, ihn doch zu verstehen – bis er wieder alle überrascht hat. Zu Beginn war Bromen nach Ja’en mein Lieblingscharakter. Ich habe in ihm einen fast väterlichen Mentor für alle gesehen, bis er mehr und mehr düstere Züge bekam. Zwar kann ich verstehen, dass viele ihn als Kriegstreiber sehen und ich glaube genauso, dass ihm die Macht letztendlich etwas zu Kopf gestiegen ist. Doch gleichzeitig denke ich, dass er am Ende nicht viele andere Möglichkeiten hatte. Der Ring schrie praktisch nach Führung und irgendwann ist Bromen in diese Rolle hineingerutscht. Er musste eine Vorherrschaft übernehmen und war bestimmt auch nicht immer glücklich damit. Oft genug hat er taktisch kluge Entscheidungen getroffen, die letztendlich aber auf zwischenmenschlicher Ebene nicht vertretbar waren. Ich glaube, dass er im Endeffekt durchaus für Sicherheit und klare Linien gesorgt hat, dabei aber ein Stück weit seine Menschlichkeit einbüßen musste. Im Grunde ist er eine sehr tragische Figur, für die ich durchgehend großen Respekt hatte. Sein Schicksal ist auf so vielen Ebenen genauso tragisch, dennoch kann ich einfach nicht behaupten, dass es ungerecht oder sinnlos war. Es ist eher schwer, sich für ihn ein anderes Ende vorzustellen und auch das fasziniert mich sehr. Se’en ist wohl der Charakter, den ich fast noch mehr als Etani gehasst habe. Zu Beginn habe ich bei ihm ein ähnliches Gefühl wie bei Bromen gehabt, doch irgendwann umgab ihn einfach etwas sehr Düsteres. Bei ihm glaube ich tatsächlich, dass ihm die Macht so zu Kopf gestiegen ist, dass sie ihn letztendlich verschlungen hat. Dass er sich letztendlich zum Wüstenvolk zurückgezogen hat, ist dafür ein weiteres Indiz, denn im Grunde bedeutet dieses Leben nur die Flucht vor dem, was er selbst für sich heraufgeschworen hat. Ich hatte an vielen Stellen das Gefühl, dass er eine Bedrohung für Ja’en ist, weil er ihn manipuliert und nur als Mittel zum Zweck sieht. Im Grunde habe ich deswegen erwartet, dass er ihn irgendwann wirklich seinem Tod überlässt (o.Ä.), wenn er merkt, dass Ja’en nicht so mitspielt, wie er es will. Doch ich habe auch immer angenommen, dass ihn daran hindert, dass Ja’en sein Sohn ist. Umso erstaunter war ich über die Enthüllungen des Epilogs. Etani war für mich ein Charakter, der überflüssig war. Sie neigt in meinen Augen zur maßlosen Selbstüberschätzung und es hat mich deswegen etwas geärgert, dass sie eine Spielende wurde. Ihr einziger, sinnvoller Beitrag zur gesamten Geschichte war im Grunde, dass sie Ja’en geboren hat. Weder als Königin, noch als Hoffnungsträgerin hat sie irgendetwas bewegt, sie war im Grunde nicht mehr als ein Aushängeschild, das in meinen Augen schon verblasst ist, als sie ihren Sohn im Stich gelassen hat. In Zenotron findet man eine sehr kluge und taktisch versierte Antagonistin, die es für mich sogar gut mit Bromen aufnehmen konnte. Viel erfährt man nicht über den Attentat auf König Eto, dennoch verspürte ich immer ein Schaudern, wenn über sie geredet wurde. Ihre Aktionen waren verdammt gut durchdacht, das muss man ihr lassen. Sie war für mich eine Art Schatten, den man immer in der Nähe spürt und bei dem man nie weiß, wann er wieder zuschlägt. Ihre direkten Auftritte waren bedrohlich und kraftvoll, sie hat insgesamt einen deutlichen Eindruck hinterlassen. Erwähnen möchte ich auch die vielen, unterstützenden Charaktere. Es sind zu viele, um sie alle zu nennen, aber das Erstaunliche ist, dass ich ebenso viele von ihnen ins Herz geschlossen habe. Allen voran steht Hamander, deren Ende mich sehr mitgenommen hat. Ich musste ehrlich gesagt sogar das Buch beiseitelegen. Die Nebencharaktere waren alle sehr individuell, hatten Leben in sich und waren immer sehr präsent in meinem Kopf. Ob nun Lek, En’dewa, Ripol, Idri’in, Hibanbo, Lia’en oder die Richter von Almo, ich habe ihre Beiträge sehr genossen und auch die humoristischen Noten als sehr angenehm empfunden. Sie bilden einfach einen willkommenen Kontrast zu den düsteren Kriegshandlungen. Mein persönlicher Favorit nach Hamander war aber Asesiitar, bei dem ich froh war, dass er eine ganze Weile mit dabei sein durfte. Einschätzung des Gesamtrahmens „Die schwarze Harfe“ findet in einem eigenen Universum statt, das nicht nur sehr anschaulich, sondern auch glaubwürdig dem Leser näher gebracht wird. Ich hatte immer wieder den Eindruck, dass nicht nur extrem gut recherchiert wurde, was die physikalischen Gesetzmäßigkeiten des Weltraums angeht, sondern auch, dass für jede Ungereimtheit irgendwann eine Lösung gefunden wurde. An vielen Stellen habe ich Parallelen zum Star Trek und Star Wars Universum erkennen können, aber dies bleibt wohl nicht aus, wenn im Bereich Sterne und Universum schon viel geschrieben und verfilmt wurde. Die Kunst besteht darin, trotzdem etwas ganz Eigenes zu kreieren und ich denke, das ist hier gelungen. Die Geschichte verfolgte einen roten Faden, der deutlich erkennbar war und dennoch viele, spannende Rätsel aufgeworfen hat, die nach und nach logisch aufgedeckt wurden. Die Kriegshandlungen, die vollzogen wurden, haben einerseits ein bedrückendes Gefühl ausgelöst, aber auch eine ernsthafte Spur hinterlassen, die erneut sehr reell wirkte. Dazu passten auch die Verluste wichtiger Figuren, auf deren Tod die Überlebenden angemessen reagierten. Ich konnte gerade bei Shikani den Schmerz spüren, den vor allem Hamanders und En’dewas Tode hinterlassen haben. So hat mich ihr Umgang damit sehr berührt und war für mich psychologisch nachvollziehbar. Ebenso musste ich sehr schmunzeln, als klar wurde, dass der Leser bezüglich der Identität von Ja’ens Vater ein bisschen an der Nase herumgeführt wurde. Ich habe jedenfalls lange mit einer anderen Person gerechnet und war dementsprechend überrascht von der Enthüllung der Wahrheit. Während des Verlaufs der Geschichte wird der Leser nicht nur einmal mit philosophischen und mehrdeutigen Fragen konfrontiert. Es bleibt nicht aus, dass man beim Lesen sich selbst und seine Einstellungen hinterfragt. Der Roman versteht es, den Leser in die Geschichte hineinzuziehen, nicht nur einmal muss man sich fragen, was man selbst für das Richtige hält und getan hätte. Es handelt sich demnach um ein sehr intensives und nachhaltiges Leseerlebnis. Positiv aufgefallen ist mir zudem, dass die Autoren versiert in vielen der Punkte waren, die näher behandelt wurden. Sie haben naturwissenschaftliche Ausbildungen, bezüglich Hamanders Schicksal zu Beginn habe ich ebenso interessiert gelesen, dass Sven Hirsch-Hoffmann eine Fachausbildung zum Augenarzt durchlaufen hat. Im Grunde finden sich für fast alle Organisationen, die im Roman eine Rolle finden, auch eine fachkundige Person im Autorenteam. Obwohl wir uns im Bereich Fiction bewegen, gefällt mir eine gewisse Glaubhaftigkeit und realitätsnahe Schilderung in Romanen immer sehr gut, dies ist hier definitiv gegeben. Kritik Lediglich die eingeflochtene Liebesgeschichte hat mich nicht überzeugt. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass sie dem Grundton der Geschichte nicht gerecht wird und empfand sie eher als Störfaktor, der wie ein Flicken in eine sonst intakte Hose eingefügt wurde. Zwar wurden einige Fragen in der Wüstenepisode beantwortet, dennoch hätte die Gesamtgeschichte in meinen Augen noch mehr Potential ausschöpfen können, wenn man Ja’en nicht in eine solche Liebelei mit Folgen gedrängt hätte. So ist auch der Schreibstil gehoben, er vermittelt die Ernsthaftigkeit und Klugheit, die auch in vielen Figuren widergespiegelt wird. Dies mache ich nicht an der Verwendung von Fachbegriffen und dem Universum zugehörigen Termini fest, sondern an der Art, wie die Geschichte letztendlich wiedergegeben wird. Auf inhaltlicher Ebene fühlt man bei Lesen schlichtweg, wie die Worte eine noch größere Bedeutungsebene eröffnen. Fazit In dem Roman werden viele, wichtige Themen (u.a. die Bedeutung des Kriegs, die Schwierigkeit den eigenen Platz in der Welt zu finden, die Bedeutung von Herkunft uvm.) angesprochen, ohne, dass sich dabei verzettelt wurde. Tatsächlich hat es mich positiv überrascht, dass trotz der vielen Seiten das Niveau gleichbleibend blieb. Es kam weder Langeweile noch Unverständnis auf, ich habe mir eher gewünscht, dass es sogar noch eine Fortsetzung des Romans gibt. Es gibt relativ selten Bücher, die man tatsächlich verfilmt sehen möchte und die einfach einen ganz besonderen Platz in der literarischen Welt verdienen. „Die schwarze Harfe“ gehört für mich auf jeden Fall dazu und ich hoffe, dass der Roman noch an Bekanntheit hinzugewinnt.  Bei mir wird das Buch einen besonderen Platz im Regal finden und ich vergebe gerne 5/5 Sternen!

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  • Super spannender Fantasy-Roman

    Die Schwarze Harfe

    Vampir989

    18. May 2017 um 22:19

    Klapptext:An einem entfernten Punkt des Rings der Sterne treffen der junge Prinz Ja’en und die fremdweltliche Shikani aufeinander: er der Thronfolger von Endo, dessen Grossvater ermordet worden und dessen Zukunft angesichts der zerbrechenden Monarchie unabsehbar ist; sie, die einzige des Volkes der Senjasantii, die als Laar ein Königliches Kriegsschiff befehligt. Die beiden verbindet der unbeirrbare Bromen Cossan, geheimnisvoller Vrakaan-Jäger, brillanter Taktiker und Held aus Ja’ens Kindheit; ihm ist Shikani gefolgt, nachdem er die Seuche, an dem ihr Volk so grauenvoll litt, besiegt hatte. Doch noch etwas anderes verbindet Ja’en und Shikani: Es ist der Traum der Schwarzen Harfe, ein metaphysisches Phänomen, in dem sich die Jahrtausende alte Kultur der Senjasantii ausdrückt.Dies ist Ja’ens und Shikanis Geschichte, von beiden erzählt: ihre Reise durch die Welten des Rings, ihr Kampf in den Weiten des Alls, die politischen Ränkespiele der verschiedenen Endo-Fraktionen, die Gefahren im Vakuum, auf glühend heissen Welten und im Rumpf eisiger Sternenschiffe. Es ist ihre Auseinandersetzung mit aristokratischen Handelshäusern, räuberischen Vrakaanen, Kolonisten aller Couleur und geheimnisvollen Temb’ran-Meistern, ihre Verwirrung darüber, dass Freund und Feind die Rollen tauschen, ihr Versuch zu erkennen, wie der Einzelne einen Unterschied machen kann – wenn er bereit ist, über sich hinauszuwachsen.Wir werden in ein fantastisches fremdes Universum verführt.Das Buch hat mich von Anfang an in den Bann gezogen.Der Schreibstil ist leicht und flüssig.Man kommt mit dem Lesen sehr gut voran.Die Seiten fliegen nur so dahin.Einmal angefangen mit Lesen möchte man gar nicht mehr aufhören.Die Hauptprotoganisten wurden sehr gut beschrieben und so konnte ich Sie mir klar und deutlich vorstellen.Es gab sehr viele unterschiedliche Charaktere die sich im Laufe der Geschichte weiter entwickelt haben.Das hat mir sehr gut gefallen.Besonders sympatisch fand ich Ja'en und Shikani.Ich habe Sie gleich in mein Herz geschlossen.Viele Szenen wurden sehr detailliert dargestellt.So wae ich bei der Reise direkt im Geschehen dabei und habe packende und spannende Abenteuer erlebt.Ich habe mitgelitten ,mitgekämpft,mitgezittert und mitgebangt.Einzigartig ist der Schreibstil,welcher so beeindruckend und spannend ist.Dadurch wurde ich förmlich in die Geschichte hinein gezogen.Auch wurden sehr viele unterschiedliche Schauplätze sehr ansprechend und bildhaft beschrieben.So hatte das Gefühll selbst an diesen Orten zu sein und alles mitzuerleben.Die Autoren verstehen es auch gekonnt eine Liebesgeschichte in die dramatische und kriegrische Handlung einzubauen.Dies ist Ihnen hervorragend gelungen und lockert die Lektüre etwas auf.Durch die interessante und atemberaubende Erzählweise wird es nie langweilig und es bleibt bis zum Ende sehr spannend.Bemerkenswert ist auch ein Glossar und eine Zeittafel zum besseren Verständnis,welches sich im hinteren Teil des Buches befindet.Das Cover finde ich einfach faszinierend und traumhaft.Es passt genau zu dieser Geschichte und rundet das brilliante Werk ab.Mir hat das lLesen dieses Buches sehr viel Freude bereitet.Ich wurde in eine faszinierende und aufregende Welt entführt.Ich bin einfach total begeistert.Für Leseliebhaber von Fantasy-Romanen ist diese Lektüre sehr empfehlenswert.

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