Grazia Deledda Schilf im Wind

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Inhaltsangabe zu „Schilf im Wind“ von Grazia Deledda

Dem Schilf im Wind vergleichbar sind die Menschen, die uns die Nobelpreisträgerin Grazia Deledda in ihrem Sardinien-Roman vor Augen führt: geduldig, vom Schicksal erfaßt, niedergedrückt und von der Liebe schließlich wieder emporgerichtet.

Auf einem halb verfallenen Landgut inmitten der kargen Landschaft Sardiniens, zwischen Granatapfelbäumen und wilden Kaktusfeigen, verbüßt der Knecht Efix eine geheime Schuld im Dienst der Schwestern Pintor. Doch schon bald werden die Frauen in ihrer trostlosen Abgeschiedenheit, gewissermaßen auf einer Insel innerhalb der Insel, von der Vergangenheit eingeholt. Von dieser archaischen, unwirklichen Welt, mit Kobolden, die ihre Schätze verstecken, und Feen, die auf ihren Webstühlen Goldstoffe herstellen, scheint der Mensch nur widerwillig geduldet zu sein. Eine Fülle lyrischer Motive und eine Spannung, die uns schon auf den ersten Seiten in ihren Bann zwingt, verschmelzen hier auf das Wunderbarste miteinander.

Fast zeitlos, dahinströmend im Rhythmus der Naturgezeiten, wirkt das Geschehen in diesem märchenhaften Werk Grazia Deleddas (1871–1936). Mit seiner elegischen Stimmung vermag es auf eindringliche Weise zu bezaubern. Während zahlreiche andere Inseln des Mittelmeeres seit der Antike im Licht der politischen und kulturellen Geschichte standen, lag Sardinien lange Zeit im Schatten der Weltereignisse. Mit ihrem Werk ermöglicht es Grazia Deledda, die poetische Schönheit ihrer Heimat zu entdecken.

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  • Rezension zu "Schilf im Wind" von Grazia Deledda

    Schilf im Wind

    Anita27a

    22. September 2009 um 17:35

    Der Roman erzählt die Geschichte des Knechtes Efix (Abkürzung von Efisio= Schutzpatron Sardiniens). Efix ist der treue Knecht dreier verarmter adliger Schwestern. Eine große Schuld aus früheren Jahren bindet Efix an das Schicksal der Schwestern. Er bewirtschaftet für sie das verarmte Landgut und aus den Erzeugnissen können alle Beteiligten mehr schlecht als recht leben. Einen Lohn hat Efix schon lange nicht mehr erhalten, aber er fügt sich geduldig in sein Schicksal. Als der Sohn der 4.,einst verstoßenen Schwester auftaucht, setzt Efix alle seine Hoffnungen auf ihn. Er hofft, dass Giacinto dem Gut wieder zu früherem Stolz und Ansehen verhilft. Aber es kommt anders.... Die Geschichte beginnt sehr langsam, ergießt sich in seitenlangen Landschaftsbeschreibungen, ist voll von Mystik, Geistern und Gespenstern. Erst gegen Mitte des Buches hat man sich in die Erzählung eingefunden und die Handlung gewinnt an Spannung. Hat man sich erst einmal auf den altertümlichen und etwas umständlichen Erzählton eingelassen und durchgehalten, dann erfährt man einiges über die karge Bergwelt Sardiniens, über den Stolz und die Eigenheiten der Bewohner. Eine Bereicherung, zumindest für mich.

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  • Rezension zu "Schilf im Wind" von Grazia Deledda

    Schilf im Wind

    Marco

    01. February 2008 um 20:11

    Grazia Deledda verlieh Sardinien eine Stimme, eine kraftvolle poetische Stimme. 1926 erhielt die aus Nuoro stammende Sardin den Nobelpreis. Dreizehn Jahre früher schrieb sie „Schilf im Wind“, der Roman der Ihr der Liebste war. Es ist auch der Roman, der in zahlreiche Sprachen übersetzt und die meisten Leser gefunden hat. Leser die sich bezaubert wurden, die von der Geschichte des Bauern Efix in den Bann gezogen wurden, die mit ihm hoffen, mit ihm trauern oder sich mit ihm freuen.

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