Greg F. Gifune Blutiges Frühjahr

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Inhaltsangabe zu „Blutiges Frühjahr“ von Greg F. Gifune

Nach dem Selbstmord von Bernhard wird die gemeinsame Kindheit für Alan, Rick und Donald wieder lebendig – doch anders, als sie die Zeit in Erinnerung haben. Hat Bernhard damals grausame Ritualmorde verübt? Und niemand soll es bemerkt haben? Aber er war doch ihr Freund, sie kannten ihn genau. Lief er wirklich nach der Schule in den Wald und quälte dort junge Frauen zu Tode? Dann erfüllt sich Bernhards letzte, rätselhafte Ankündigung: Es wird ein blutiges Frühjahr geben. Tatsächlich findet man in den Wäldern mehr und mehr verstümmelte Frauenleichen. Alles deutet auf den Toten als Täter. Doch wie sollte so etwas möglich sein … wie?

Düster-melancholische Horrorgeschichte

— Virginy
Virginy

Intensiv, fesselnd und aufwühlend wird mit einem großartigen Schreibstil eine Geschichte erzählt, welche mich manchmal an "Es" erinnert!

— Misteringreen
Misteringreen

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  • Eines der besten Bücher die ich bisher gelesen habe...

    Blutiges Frühjahr
    PeWa

    PeWa

    11. June 2016 um 12:02

    Schon von klein auf kennen sich Alan, Rick, Donald und Bernhard und sind durch dick und dünn gegangen. Umso geschockter sind die Freunde nach Bernhards Selbstmord und die Kindheit kommt wieder hoch. Sie finden in seinen Sachen nicht nur eine Ankündigung auf ein blutiges Frühjahr, sondern nach und nach immer mehr Hinweise, dass Bernhard angeblich Ritualmorde durchgeführt haben soll. Dabei soll er Frauen nicht nur vergewaltigt, sondern auch zu Tode gequält haben. Als dann tatsächlich verstümmelte Frauenleichen auftauchen, reißt es vor allem Alan quasi den Boden unter den Füßen weg.Seine Freunde dachten, Bernhard in- und auswendig zu kennen. Aber wie gut man seine Freunde manchmal eben nicht kennt wird sich noch herausstellen, schließlich erwartet uns ein blutiges Frühjahr...Der Thriller von Greg F. Gifune sticht sofort durch den besonderen Schreibstil hervor. Liest man nur den Klappentext meint man ein typisches Buch dieser Art in den Händen zu halten. Aber weit gefehlt! Das Buch ist kaum spannungsgeladen und rasant und trotzdem möchte man es nicht mehr aus der Hand legen.Der Autor schafft es eine melancholische und düstere Stimmung zu schaffen. Man neigt selbst mit Alan zusammen während des Lesens in eine Art Depression zu fallen und möchte mit ihm Bernhards grausame Taten aufdecken.Die Nerven sind permanent zum zerreißen gespannt, obwohl die Geschichte selbst gar nicht so spannungsgeladen ist und ihre Höhen und Tiefen hat. Man merkt als Leser überhaupt nicht wie man nach und nach immer tiefer in den Sog der Geschehnisse gerissen wird und kann irgendwann einfach nicht mehr aufhören weiterzulesen und dass trotz der ganzen Kälte die einem hochkriecht.Der Aufbau des Thrillers ist passend zum Buchtitel. Die Geschichte ist nämlich in Jahreszeiten aufgeteilt und so wird auch das Geheimnis nach und nach aufgedeckt.Das Buch ist trotz Horror und Dunkelheit, die man während des Lesens spürt auch für zartbesaitete Leser geeignet. Der Roman ist nämlich relativ unblutig und wird erst im letzten Teil eklig.Ansonsten ist der Schreibstil des Autors melancholisch und das Puzzle, das sich nach und nach zusammensetzt wirkt schlüssig und gut durchdacht. Auch die Charaktere sind wundervoll gezeichnet. Man leidet und fiebert als Leser regelrecht mit Alan mit und möchte ihm helfen, die Geschichte möglichst schnell aufzuklären und zuende zu bringen.Ich selbst habe das Buch an heißen Sommertagen gelesen und musste doch frösteln, weil ich einfach eine Gänsehaut von der Stimmung in dieser Geschichte bekam. Ich habe die Geschichte und die ganze Atmosphäre von der ersten bis zur letzten Seite genossen und kann nur mein absolutes Kompliment an den genialen Autor aussprechen. Man meint als Thrillerliebhaber schon alles zu kennen und wird vom "Blutigen Frühjahr" völlig überrascht.

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  • Wieviel wissen wir wirklich?

    Blutiges Frühjahr
    Virginy

    Virginy

    20. October 2014 um 10:51

    Alan, Bernard, Rick und Donald kennen sich seit der Highschool, der Tod ihres gemeinsamen Freundes Tommy hat sie als Kinder noch mehr zusammengeschweißt. Jetzt sind sie Ende 30, hängen alle noch im selben Kaff rum, keiner hat es zu etwas gebracht. Alan ist immer noch Wachmann, wie schon nach Schulabschluß, er tritt in seinem Job auf der Stelle, Rick, die ehemalige Sportskanone ist immer noch der Schönling und schleppt alles ab, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist, wobei ihm sein Job als Türsteher sehr hilft, der große Traum vom Supersportler ist längst geplatzt, auch der ruhige, introvertierte Donald hat es zu nichts gebracht. Bleibt noch Bernard, der ehemalige Marine, der Autohändler, er erlangt zumindest kurzfristig örtliche Berühmtheit durch Selbstmord. Die restlichen 3 plagt ein schlechtes Gewissen, wirklich abgegeben hat sich keiner mehr mit Bernard, obwohl alle wußten, das es ihm nicht gut ging, warum er sich allerdings umgebracht hat, können sie nicht nachvollziehen. Bis einer von ihnen per Post ein Tonband von Bernard erhält, abgeschickt am Tag seines Todes. Danach ist nichts mehr, wie es einmal war. Ein Geständnis, das alle schockiert, denn er erzählt ihnen, das er nie bei der Army war, sondern stattdessen nach New York ging und dort etwas neues für sich entdeckte, den Spaß und die Freude am Morden. Was man anfangs für einen schlechten Scherz hält, nimmt immer mehr Gestalt an, tatsächlich wurden während Bernards Aufenthalt in NY Frauen bestialisch ermordet und die Mordserie endete nach seiner Rückkehr... Vor allem Alan will herausfinden, was wirklich passiert ist, war der schmächtige Bernard tatsächlich ein Serienmörder? Hätte er als Kind die Anzeichen erkennen und darauf reagieren müssen? Alans Reise zurück in seine Kindheit wird zum Horrortrip... Mehr als die Geschichte an sich packte mich Gifunes düster-melancholischer Schreibstil. Wer also nicht unbedingt bis zu den Knien in Blut waten und es etwas ruhiger angehen will, dem sei Gifune wärmstens empfohlen.

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  • Tiefe Freundschaft und mystische Spannung aller King, s "Es"

    Blutiges Frühjahr
    Inkedbooknerd

    Inkedbooknerd

    29. June 2014 um 18:17

    Die vier Freunde Alan, Bernard, Rick und Donald teilen das selbe Leid, die Trauer um ihren verstorben Cliquen-Anführer Tommy.Dieses Schicksal schweißt die vier verbliebenen Freunde fest zusammen und macht sie zu Verbündeten und eingeschweisstem Team bis ins Erwachsenenalter.Doch als sich Bernard plötzlich das Leben nimmt und Selbstmord begeht, scheint sich eine Wendung aufzutun und hinterlässt die drei zurückgebliebenen mit vielen offen Fragen und Rätseln um Bernard.War er wirklich der , für den sie ihn immer gehalten haben.Kann man sich nach solanger und intensiver Freundschaft wirklich so sehr von einem Freund trügen und in die Irre führen lassen ? Viele offene Fragen, vorallem , Warum hat Bernard sich selber umgebracht.Um dem Geheimniss auf die Spur zu kommen, suchen sie seinen Cousin auf, bei dem Bernard die letzte Zeit gelebt hat und machen eine grausige Entdeckung.Als ihnen unter Bernard, s letzten persönlichen hinterbliebenen Habseligkeiten Kassetten mit von ihm aufgezeichneten Tonbandaufnahmen in die Hände fallen, tun sich immer mehr Zweifel und Fragen für die drei auf.Wer war Bernard wirklich ??? Sie machen es sich zur Aufgabe dieses Rätsel zu lösen und ein spannendes Abenteuer in die Vergangenheit beginnt, bei dem sie immer mehr in eine dunkele Macht hineingezogen werden, die von ihnen versucht Besitz zu ergreifen.                                                                                                                                                             Alles in allem ein sehr spannender Roman, der zum Teil gruselig und recht ekelig geschildert wird, aufgrund der vielen blutigen Szenen, die sich um Satanismus, Dämonen und Misshandlungen drehen.Man taucht ein in eine Zeit, die in den 70er Jahren spielt, begleitet die Jungs in Ihren Kindheitserinnerungen und erfährt dabei, wie verknüpft doch damals schon das ein oder andere Geschehen mit Bernards Vorlieben und Handeln im Erwachsenenalter zusammenhängt. Auch sexistische Handlungen kommen wie fast bei jedem Thriller/Horrorthriller auch hier nicht zu kurz.Zeitweise kam mir das ein oder andere etwas zu übertrieben vor, vorallem wenn Alan an seinen Visionen litt,und Bernard oder Es, was auch immer von ihm wiedergeboren wurde aus der Hölle erschien.Aber wie das Cover schon aussagt handelt es sich um einen fantastischen Thriller.Fantastischer Schreibstil, eine tolle Zeit in der die Geschichte spielt.Erinnert mich sehr an King, s " Es" und etwas phantasievoll zum Ende hin.Aber wer weiß,  wozu das Böse letztendlich fähig ist.Von daher absolute Leseempfehlung und von mir 4 von 5 Sterne =)

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  • Ein atmosphärisch dichter Horrorthriller

    Blutiges Frühjahr
    tuman7

    tuman7

    05. January 2014 um 21:36

    Fünf Jugendliche - Alan, Tommy, Bernard, Rick und Donald - wachsen als Kinder gemeinsam in einer trostlosen amerikanischen Kleinstadt auf; und auch nach Tommys Tod in jungen Jahren bleiben die übrigen feste Freunde bis ins Erwachsenenalter. Obwohl die Freunde weit unter ihren Möglichkeiten geblieben sind haben sie sich mit dem Wenigen, das si e erreicht haben, als Enddreißiger dauerhaft in der Stadt eingerichtet. Ihr Leben gerät jedoch aus den Fugen, als einer von ihnen, Bernard, Selbstmord begeht und auf einer Kassette dunkle Andeutungen hinterläßt, die auf ein grausiges Geheimnis hindeuten. In der Folge stehen die Verbliebenen vor der Aufgabe, einen ihnen unbekannten Aspekt von Bernhards Persönlichkeit aufzudecken - eine Aufgabe, die sie nicht nur an dem Zweifeln läßt, was sie glaubten über Bernard zu wissen, sondern auch an vielem Anderem, was ihnen zuvor klar und eindeutig erschienen war. Ein großer Teil der Horrorliteratur läßt sich in zwei Kategorien einteilen: In die erste Kategorie gehören in die Werke, in denen die Protagonisten mit Wesen jenseits der uns bekannten Welt konfrontiert werden. Zur zweiten Kategorie gehören die Erzählungen, in denen das in der Wirklichkeit antreffbare Grauen die Helden mit geballter Kraft trifft. "Blutiges Frühjahr" läßt sich keiner der beiden Kategorien zuordnen. Tatsächlich lebt das Buch weniger von seiner Handlung als von seiner Atmosphäre und diese speist sich daraus, daß den Protagonisten und somit auch dem Leser zunehmend die Gewissheit entgleitet, was Wirklichkeit und Einbildung, was Fakt und was Traum ist. Den Helden bleibt schließlich nichts anderes übrig als die Unmöglichkeit anzuerkennen, die Welt nach den exakten Kategorien "real" und "irreal" beurteilen zu können, wenn sie gegen das Grauen, das sie bedroht, bestehen wollen. Für Freunde von atmosphärischem Horror ist Gifunes Buch in jedem Fall empfehlenswert und die das ganze Buch durchziehende unruhige Ungewissheit, in der die Protagonisten ge halten werden, teilt sich dem Leser nachdrücklich mit. Was das Buch jedoch einen Stern kostet ist das letzte Kapitel. Dieses ist zwar auf seine Art ebenfalls beunruhigend und auf seine Art lesenswert und auch überraschend - es scheint mir allerdings überflüssig zu sein, da das vorletzte Kapitel das Buch, meiner Ansicht nach, zufriedenstellend beendet hatte. Daran, daß das Buch wirklich lesenswert ist, ändert diese Entscheidung des Autors jedoch nichts.

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  • Fantastischer, melancholischer Dark-Fiction-Thriller

    Blutiges Frühjahr
    Wolfgang Brunner

    Wolfgang Brunner

    07. May 2013 um 21:35

    Als sich Bernard selbst tötet, stehen seine Jugendfreunde Alan, Rick und Donald vor einem Rätsel. Keiner hätte gedacht, dass Bernard derart große Probleme hatte, um sich das Leben zu nehmen. Ein paar Tage nach seinem Tod erhält einer der drei Freunde einen Brief mit einem Tonband. Die Nachricht stammt von Bernard, der diese ein paar Tage vor seinem Tod aufgegeben hat. Die Worte des Toten verheißen nichts Gutes, deuten sie doch auf verschlüsselte Weise darauf hin, dass Bernard Morde verübt hat. Alan begibt sich zusammen mit seinen Freunden auf eine Reise in die Vergangenheit des Verstorbenen, um zu erfahren, was an der „Beichte“ ihres verstorbenen Freundes wahr ist. Dabei wird auch ihre eigene Kindheit wieder lebendig und je mehr sie jene Zeiten nach Hinweisen über Bernards Leben durchstöbern, desto dunklere Geheimnisse offenbaren sie. Nichts ist mehr, wie es wahr, als die ersten verstümmelten Frauenleichen in den nahegelegenen Wäldern gefunden werden. * Gifune fesselt von der ersten Seite an! Sein Gespür für atmosphärische Dichte ist nahezu unschlagbar und ich fühlte mich von Anfang an direkt im Geschehen. Oft fühlte ich mich bei der Story an die Kurzgeschichte „Stand by me – Die Leiche“ und die Romane „Love“ oder „Wahn“ von Stephen King erinnert. Gifune kopiert aber niemals , sondern hat seinen eigenen, faszinierenden Schreibstil, der immer gehoben und anspruchsvoll daher kommt. Die Charakterzeichnung der Protagonisten ist überzeugend und realistisch, so dass ich oft vergaß, einen Roman zu lesen. Vielmehr gerät man Seite für Seite immer mehr in den hypnotischen Sog einer Geschichte, wie Anne Rice seinerzeit mit „Interview mit einem Vampir“ erschaffen hat. „Blutiges Frühjahr“ ist für mich ein Kultroman, den ich mit Sicherheit noch einmal lesen werde. Wie schon erwähnt, nimmt einen die dichte Atmosphäre gefangen, und wie bei seinen anderen Werken versteckt Gifune geschickt so manch philosophische Bemerkung zwischen den Zeilen eines ruhigen Psycho-Thrillers. * Fazit: Volle Punktzahl für einen spannenden, dennoch sehr ruhigen, melancholischen Thriller, der in seiner sich durch den ganzen Roman durchziehenden Stimmung seinesgleichen sucht. Gifune gehört für mich zu den ganz großen Thriller-Autoren unserer Zeit. Wie schon mit “Die Einsamkeit des Todbringers” begeistert mich sein Schreibstil und seine Ideen uneingeschränkt. Was Nick Cave für den melancholischen Rock bedeutet, ist Greg F. Gifune meiner Meinung nach im Bereich des Dark-Fiction-Mystery-Thrillers. © Cryptanus für Buchwelten 2013

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  • Rezension zu "Blutiges Frühjahr" von Greg F. Gifune

    Blutiges Frühjahr
    steffi_schaaf

    steffi_schaaf

    30. January 2013 um 06:43

    Seit der Kindheit gehen Alan, Rick, Donald und Bernhard durch dick und dünn. Doch dann begeht Bernhard Selbstmord, wählt den Freitod in einer einsamen Kellerwohnung. Geschockt begeben sich die drei verbliebenen Freunde in die Wohnung des Toten, um in den Habseligkeiten nach Erinnerungsstücken zu suchen. Sie denken, dass er sich aus Schwermut das Leben genommen hat, doch dann erhalten sie Post von dem toten Bernhard, eine bespielte Kassette. Diese führt sie zu einem dunklen Geheimnis und in ein „blutiges Frühjahr“. Nachdem ich bereits einige Bücher anderer Festa-Autoren gelesen hatte, fehlte mir jetzt noch einer: Greg F. Gifune So schnappte ich mir eines der angebotenen Werke und machte es mir voller Erwartung auf der Couch bequem. Im Gegensatz zu vielen anderen Rezensenten, die gleich von der ersten Seite an begeistert und gefesselt waren, hat es bei mir ziemlich lang gedauert, ehe ich mich in die Geschichte eingelesen habe. Zu Beginn werden die Charaktere vorgestellt. Drei Männer, die sich seit der Kindheit nie getrennt haben, jetzt so langsam auf die 40 zugehen und mit alltäglichen Problemen zu kämpfen haben. Ohne Besonderheiten, es könnte auch der Nachbar von nebenan sein. Die besprochene Kassette bringt dann endlich Leben in das Buch. Alan kämpft die ganze Zeit schon mit Visionen und Albträumen, die schwer an seiner Psyche kratzen und auch an seinem Leben und seiner Beziehung. Doch er steigert sich immer weiter rein, er möchte einfach die Wahrheit erfahren. Ab da hat mich das Buch dann nicht mehr losgelassen, natürlich will der Leser selber herausfinden, was Bernhard so getrieben hat. Ich fühlte mich zeitweise selbst wie Alan. Die drei Freunde dringen immer weiter in die Vergangenheit ein und kommen bald hinter das Geheimnis von Bernhard, der anscheinend, ohne ihr Wissen, völlig besessen und wahnsinnig war. Der Schreibstil ist klasse, Greg F. Gifune beschreibt wichtige Details sehr genau, und unwichtige Sachen werden kurz und schmerzlos in zwei Sätzen zusammengefasst. Er konzentriert sich auf das Wesentliche. Viel Blut darf man nicht erwarten, der Autor arbeitet mit der Psyche des Lesers und versteckt das Grauen hinter ausführlichen Sätzen. Das Bild im Kopf baut sich auf. Und auch wenn man es regelrecht wegschütteln möchte, man kann es nicht, denn es kommen immer wieder neue hinzu, die einen regelrechten Film abspielen. Er hebt sich mit seinem Schreibstil etwas von den anderen Horrorautoren ab und gibt der Geschichte eine ganz besondere Note. Dieses Buch ist nervenaufreibend und dramatisch, spannend bis zum Schluss, ein reines Lesevergnügen mit abenteuerlichen und grauenhaften Elementen. Ein Autor, der sein Talent sehr gut ein- und umsetzen kann. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte das Buch sämtliche Erwartungen erfüllen und bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung.

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  • Rezension zu "Blutiges Frühjahr" von Greg F. Gifune

    Blutiges Frühjahr
    SitataTirulala

    SitataTirulala

    09. September 2012 um 12:59

    ENTHÄLT MÖGLICHERWEISE LEICHTE SPOILER! Bernard ist tot. Alan, Rick und Donald können es kaum fassen, als sie die Nachricht erreicht. Die vier sind seit der High School befreundet und obwohl die anderen drei wussten, dass Bernard Probleme hat, hat keiner von ihnen seinen Selbstmord kommen sehen. Als Abschiedsnachricht hinterlässt Bernard eine Kassette, die Rick einige Tage später per Post zugestellt wird - und was Bernard seinen Jugendfreunden darauf eröffnet, wird nicht nur ihre Leben für immer erschüttern. Nach und nach werden Frauenleichen in der Kleinstadt Potter's Cove gefunden. Aber Bernard kann unmöglich etwas damit zu tun haben. Sie als seine ältesten Freunde hätten es doch gewusst? Je intensiver sie sich mit Bernards Selbstmord beschäftigen, desto mehr Erinnerungen kommen zum Vorschein, die die drei längst verdrängt hatten. Erinnerungen an Momente, in denen sie die Augen verschlossen haben, weil Bernard einfach ihr Freund war. Bernard war nicht der, der er vorgegeben hat zu sein und je näher die drei der Wahrheit kommen, umso mehr gerät ihr eigenes Leben aus den Fugen. ---------- Fantastischer Thriller. Hätte ich mir einen Moment länger genommen um diese ZWEI Worte unter dem Titel zu lesen - wo sie ja auch gut leserlich stehen, also wie ich das nicht zur Kenntnis nehmen konnte erschließt sich mir im Nachhinein nicht ganz - hätte ich vielleicht gewusst, was da auf mich zukommt. Aber als ich angefangen habe zu lesen, bin ich von einem klassischen Thriller ausgegangen - und war völlig entgeistert, als sich die ganze Geschichte immer mehr auf Dämonen & Co. zubewegte. Und das nicht im übertragenen, sondern im tatsächlichn Sinne. Nichts desto trotz ist der Roman einfach gut geschrieben. Er lässt sich angenehm und flüssig lesen, Alan ist ein Ich-Erzähler, mit dem man schnell warm wird und der einem nicht nach 50 Seiten schon zum Hals raushängt. Obwohl der Autor einige Szenen eingebaut hat, deren Sinn sich mir auch rückblickend nicht ganz erschließen will, hatte ich doch nie das Gefühl, dass Gifune hier einfach Seiten um der Seitenzahl Willen gefüllt hat. Wie bereits erwähnt hat mich die Entwicklung in Richtung Übernatürliches, Finsternis und Hölle irritiert und vielleicht hätte es beim Schreibstil des Autors, der mir wirklich gefallen hat, ohne Dämonen und Teufel für fünf Sterne gereicht, so bleibt es bei vieren, die dafür aber auch verdient sind. Wer gerne in die Richtung liest, kann mit diesem Buch eigentlich wenig falsch machen.

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  • Rezension zu "Blutiges Frühjahr" von Greg F. Gifune

    Blutiges Frühjahr
    Buechersuechtig

    Buechersuechtig

    27. May 2012 um 20:43

    DIE GESCHICHTE... Seit ihrer gemeinsamen Schulzeit in Potter's Cove sind Alan, Rick, Bernard, Tommy & Donald beste Freunde und unzertrennlich. Doch dann wird zuerst Tommy als Jugendlicher von einem fahrenden Auto getötet, viele Jahre später erhängt sich Bernard und hinterlässt seinen Freunden eine Kassette, wo er von Ritualmorden spricht und ein "blutiges Frühjahr" ankündigt. War der unscheinbare Bernard wirklich ein brutaler Mörder, der junge Frauen auf grausame Art ermordet hat? Das wollen Rick, Alan & Donald um jeden Preis herausfinden und begeben sich so auf gefährliches Terrain... MEINE MEINUNG: "Blutiges Frühjahr" wurde mir vor einiger Zeit wärmstens empfohlen und da ich dieses Werk wegen seines Titels unbedingt im Frühling lesen wollte, habe ich es mir endlich zugelegt. Als Schauplatz dient die Kleinstadt Potter's Cove in Massachusetts, wo die Freunde aufgewachsen sind. Die Geschichte wird in 4 Teile (Winter, Frühling, Sommer, Herbst) gegliedert und umspannt handlungsmäßig ca. 1 Jahr. Die unterschiedlichen Hauptpersonen sind alle Ende 30 und seit vielen Jahren befreundet. Alan Chance ist seit über 10 Jahren mit seiner Jugendfreundin Toni verheiratet und ihr Leben scheint festgefahren zu sein. Als er auch noch seine Stelle als schlecht bezahlter Wachmann verliert, geht es mit seinem Dasein bergab. Donald LaCroix ist sehr schüchtern, unauffällig und lebt schon seit Jahren allein. Rick Brisco dagegen ist eine ehemalige Sportskanone, der wegen einer Verletzung nun als Türsteher arbeitet und sich wie ein liebestoller Teenager aufführt. Bernard Moore hat sich vor kurzem erhängt und war zuvor Autoverkäufer. Der Ex-Marine war unscheinbar und hatte ein dunkles Geheimnis, das er nun seinen Freunden hinterlässt... Jeder der Freunde ist überaus problembehaftet und hat mit seinem Leben, Sorgen & Ängsten zu kämpfen. Dadurch erscheinen die mitwirkenden Protagonisten facettenreich und interessant. In Rückblenden erfahren wir mehr über die ehemalige Jugendbande und wie sich die ungleichen Freunde entwickelt haben, welche Träume sie als Halbwüchsige hatten und was daraus geworden ist. Weiters versucht Ich-Erzähler Alan mit seinen Kumpels Rick und Donald herauszufinden, ob hinter Bernards tollpatschiger, harmlos wirkender Maske eventuell ein Vergewaltiger und grausamer Frauenmörder gesteckt hat. Dieser Thriller birgt eine total abgedrehte Story über Freundschaft und die Suche nach der bitteren Wahrheit. Die packende Handlung beinhaltet neben Spannung pur auch eine übersinnliche Komponente und ein paar Längen. "Blutiges Frühjahr" ist nichts für zarte Gemüter - hier sind wirklich starke Nerven gefragt, denn sonst kann es leicht passieren, dass sich einem bei manchen Beschreibungen schon der Magen umdreht. Schonungslos wird der Kampf "Gut gegen Böse präsentiert und lässt den Leser fassungslos zurück. Wer allerdings keine Thriller mit Mystery- und Horror-Segmenten mag, könnte hier enttäuscht werden. Allerdings driftet die Sprache manchmal ordentlich ins Obszöne ab, was mir persönlich nicht so richtig zusagt, andererseits aber gut zur Geschichte passt. Denn "Blutiges Frühjahr" wurde mit mystischen, mysteriösen und gruseligen Elementen versehen sowie mit etlichen Sex-Szenen untermalt. Der Plot pendelt zwischen Realität und (scheinbarer) Fiktion hin und her und hat es sich scheinbar zum Ziel gesetzt, den Leser zu verwirren und ihn atemlos zurückzulassen. Leser mit schwachen Augen (so wie ich) sind hier ebenfalls gefordert, denn Schrift ist recht klein. Der Schreibstil von Greg F. Gifune darf sich emotionsgeladen und ausdrucksvoll nennen, so dass man das Buch nur schwer beiseitelegen kann. FAZIT: Dieser Horror-Thriller zieht einen sofort in seinen Bann und lässt den Leser -dank der mitreißenden Handlung, der interessanten Charaktere & der mitreißenden Schreibweise- nicht mehr so schnell los. Noch während des Schreibens der Rezension kann ich kaum glauben, was ich auf den 416 Seiten alles gelesen habe... Wem es nichts ausmacht, dass sich Horror- und Mystery-Elemente untermalt mit saftigen Sex-Szenen in einem Thriller ein Stelldichein geben, der wird dieses Buch lieben. Mir war es allerdings ein wenig zu heftig & übertrieben, weshalb ich "nur" fantastische 4 STERNE vergebe.

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  • Rezension zu "Blutiges Frühjahr" von Greg F. Gifune

    Blutiges Frühjahr
    gurke

    gurke

    17. September 2011 um 21:11

    Schon von klein auf kennen sich Alan, Rick, Donald und Bernhard und sind durch dick und dünn gegangen. Umso geschockter sind die Freunde nach Bernhards Selbstmord und die Kindheit kommt wieder hoch. Sie finden in seinen Sachen nicht nur eine Ankündigung auf ein blutiges Frühjahr, sondern nach und nach immer mehr Hinweise, dass Bernhard angeblich Ritualmorde durchgeführt haben soll. Dabei soll er Frauen nicht nur vergewaltigt, sondern auch zu Tode gequält haben. Als dann tatsächlich verstümmelte Frauenleichen auftauchen, reißt es vor allem Alan quasi den Boden unter den Füßen weg. Seine Freunde dachten, Bernhard in- und auswendig zu kennen. Aber wie gut man seine Freunde manchmal eben nicht kennt wird sich noch herausstellen, schließlich erwartet uns ein blutiges Frühjahr... Der Thriller von Greg F. Gifune sticht sofort durch den besonderen Schreibstil hervor. Liest man nur den Klappentext meint man ein typisches Buch dieser Art in den Händen zu halten. Aber weit gefehlt! Das Buch ist kaum spannungsgeladen und rasant und trotzdem möchte man es nicht mehr aus der Hand legen. Der Autor schafft es eine melancholische und düstere Stimmung zu schaffen. Man neigt selbst mit Alan zusammen während des Lesens in eine Art Depression zu fallen und möchte mit ihm Bernhards grausame Taten aufdecken. Die Nerven sind permanent zum zerreißen gespannt, obwohl die Geschichte selbst gar nicht so spannungsgeladen ist und ihre Höhen und Tiefen hat. Man merkt als Leser überhaupt nicht wie man nach und nach immer tiefer in den Sog der Geschehnisse gerissen wird und kann irgendwann einfach nicht mehr aufhören weiterzulesen und dass trotz der ganzen Kälte die einem hochkriecht. Der Aufbau des Thrillers ist passend zum Buchtitel. Die Geschichte ist nämlich in Jahreszeiten aufgeteilt und so wird auch das Geheimnis nach und nach aufgedeckt. Das Buch ist trotz Horror und Dunkelheit, die man während des Lesens spürt auch für zartbesaitete Leser geeignet. Der Roman ist nämlich relativ unblutig und wird erst im letzten Teil eklig. Ansonsten ist der Schreibstil des Autors melancholisch und das Puzzle, das sich nach und nach zusammensetzt wirkt schlüssig und gut durchdacht. Auch die Charaktere sind wundervoll gezeichnet. Man leidet und fiebert als Leser regelrecht mit Alan mit und möchte ihm helfen, die Geschichte möglichst schnell aufzuklären und zuende zu bringen. Ich selbst habe das Buch an heißen Sommertagen gelesen und musste doch frösteln, weil ich einfach eine Gänsehaut von der Stimmung in dieser Geschichte bekam. Ich habe die Geschichte und die ganze Atmosphäre von der ersten bis zur letzten Seite genossen und kann nur mein absolutes Kompliment an den genialen Autor aussprechen. Man meint als Thrillerliebhaber schon alles zu kennen und wird vom "Blutigen Frühjahr" völlig überrascht.

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  • Rezension zu "Blutiges Frühjahr" von Greg F. Gifune

    Blutiges Frühjahr
    Elmar Huber

    Elmar Huber

    30. August 2011 um 09:52

    - „Meine Reise nach New York war unglaublich. Ich hatte ja keine Ahnung, was für eine perfekte Umgebung es mir für den Anfang meiner Reise bot, aber nach ein paar Tagen war es offensichtlich. Ich betrachtete es als menschlichen Zoo, und ich war der Wärter.“ - INHALT: Trotz ihrer Unterschiedlichkeit sind Alan, Donald, Rick und Bernard seit ihrer Schulzeit Freunde geblieben. Bernards überraschender Selbstmord und die Aufdeckung einer Lüge über seine Zeit nach der High School zwingen sie dazu, sich einige Fragen zu stellen. In Bernards persönlichen Sachen finden die Freunde Hinweise darauf, dass er über weitere Teile seines Lebens gelogen hat, mehr noch, dass er möglicherweise für eine Reihe von Morden verantwortlich ist. Alan erinnert sich zurück an ihre Kindheit und Jugend, wo sich bereits erste Anzeichen von Bernards dunkler Seite zeigten. In akribischer Recherchearbeit deckt Alan schließlich immer mehr von Bernards unbekannter Vergangenheit auf. - „Hört zu, Folgendes ist mir unten in der Dunkelheit aufgegangen: Die Macht, die ich mein Leben lang nicht hatte, lag genau vor mir. Wenn du dich ein wenig entfernst und von der Herde trennst, verändert sich alles. In dem Moment wurde mir klar, dass ich alles tun konnte, was ich wollte.“ - MEINUNG: BLUTIGES FRÜHJAHR gehört zur dankbaren Gattung der Phantastikgeschichten, in denen rationale Ermittlungen mehr und mehr zu einem übernatürlichen Szenario hinführen. Wie Clive Barkers LORD OF ILLUSIONS oder William Hjortsbergs ANGEL HEART bezieht BLUTIGES FRÜHJAHR seinen Sog aus der Aneinanderreihung kleiner Hinweise, die in ihrer Gesamtheit plötzlich nur noch eine phantastische Erklärung zulassen. Zu diesem Zeitpunkt ist der Ermittler selbst bereits so weit in die Ereignisse verstrickt, dass ein Zurück nicht mehr möglich ist. Verzweifelt versucht Alan weiter die Vergangenheit aufzudecken, obwohl ihm bewusst ist, dass dieses Wissen ihn nicht erlösen wird. Unter Alans zunehmenden Abtauchen in Bernards Welt leidet seine Arbeit, die er schließlich verliert, sowie seine ohnehin zerbrechliche Ehe. Auch die Beziehung der Freunde untereinander wird auf eine harte Probe gestellt. Eine sich anbahnende Liebesgeschichte bleibt - entgegen dem Klischee – eine bloße Andeutung. Alles Elemente, die den Roman lebensecht, wenn auch nicht weniger trostlos machen. Als wäre die melancholische und verzweifelte Grundstimmung des Romans nicht schon genug, versteht es Greg F. Gifune, dem Leser zusätzlich wohldosierte Schauer über den Rücken zu jagen. Das übernatürliche Element, dass sich zunächst langsam einschleicht, wäre überhaupt nicht notwendig gewesen, damit der Roman funktioniert, doch Gifune bettet auch diese Puzzleteile ohne Brüche in seine Geschichte ein. Außerdem erlaubt ihm diese Facette, die Geschichte bis vor Bernards Geburt auszudehnen und damit anzudeuten, dass dieser nicht die Wahl hatte, über seine Taten zu bestimmen. Dass der Autor seine Hauptfigur auf dieser hoffnungslosen Schnitzeljagd nach eigenem Belieben mit immer neuen Hinweisen versorgen kann, erlaubt es ihm, gezielt auf- und abschwellende Spannungskurven zu erzeugen. Dabei beweißt Gifune ein intuitives Gespür für bedrohliches Timing. So entwickelt sich BLUTIGES FRÜHJAHR ungewohnt bedächtig, ohne jedoch die erhebliche Grundspannung je zu verlieren. Lediglich der geballte Schrecken des Finales droht die zuvor gewissenhaft inszenierte Spannung zu zerschlagen. Nach einer Kurzgeschichte in NECROPHOBIA 3: ZART WIE BABYHAUT (Festa-Verlag 2010) ist BLUTIGES FRÜHJAHR der erste Roman, der von Greg F. Gifune auf deutsch erscheint. Nach dem „Re-Launch“ 2010 ist Greg Fr. Gifune einer der neuen, vielversprechenden Thriller-Autoren, die im „Haus der Fantastik“ eine deutsche Heimat gefunden haben. In Vorbereitung im Festa-Verlag befinden sich DIE EINSAMKEIT DES TODBRINGERS und SAG ONKEL. Das Cover wird von einem bearbeiteten Stockfoto geziert, das eine passend beunruhigende Stimmung heraufbeschwört. Der Umschlag ist ins sogenannter „Lederoptik“ gefertigt. FAZIT: BLUTIGES FRÜHJAHR ist ein durchgehend trostlos-düsterer Phantastik-Thriller, der sich ungewöhnlich langsam entwickelt und mit lebensechten Figuren überzeugt. Nach Brett McBeans DIE MUTTER ein weiterer Volltreffer eines der neuen Festa-Autoren.

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  • Rezension zu "Blutiges Frühjahr" von Greg F. Gifune

    Blutiges Frühjahr
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. May 2011 um 08:54

    Lust auf einen spannenden Thriller, durchsetzt mit knallharten und angsteinflößenden Details, gepaart mit etwas Phantastischem? Dann sollte Gerg Gifunes „Blutiges Frühjahr“ genau das Richtige sein: Schon seit Kindheitstagen sind die vier Jungs Alan, Rick, Donald und Bernard eine Clique und gehen durch dick und dünn. Auch heute noch, nachdem jeder der vier seinen eigenen Weg gegangen ist, nennen sie sich immer noch gute Freunde. Man sollte denken, dass Menschen, die sich seit vielen Jahren kennen und etliche Momente ihres Lebens miteinander geteilt haben, sich bestens kennen und einander einschätzen können. Doch genau diese Tatsache scheint Bernard zu widerlegen: Nach seinem Selbstmord (im Winter) stellen die 3 Anderen heraus, dass Bernard ein Serienmörder gewesen sein soll. Und im Frühjahr sollen sich ihnen noch ein paar grausame Dinge eröffnen… Von der ersten Seite an versteht sich Gifune darin, den Leser völlig in seinen Bann zu ziehen und mit einem solchen Maß an Spannung an das Buch zu fesseln, dass dem Leser endlose Nächte beschert werden. Zum einem durch den Drang immer weiter zu lesen und zum anderen diese nervenzerreisende Story, die es einem eiskalt den Rücken runter laufen lässt. Immer wieder tauchen überraschende Elemente auf, man wird immer wieder von Neuem mit unerwarteten Ereignissen erneut in den Bann des Buches gezogen. Nach solch einer von Spannung durchsetzen Geschichte setzt Gifune noch eins oben drauf und schockiert mit einem sehr gelungenem, als auch spannendem und packendem Ende. Er hat das Talent dem Leser die unvorstellbarsten Bilder in den Kopf zu setzen und dort lebendig werden zu lassen. Mit allen nötigen Details beschreibt er die einzelnen Geschehnisse derart präzise, dass sich einem die Haare aufstellen. Man ist so in die Geschichte vertieft, als wäre man selbst dabei und erlebe selbst das Schrecke. Gifune macht diese Geschichte durch seinen tollen Schreibstil zu einem fast schon realen Erlebnis. Die ausgefeilten und sehr unterschiedlichen Charaktere vervollständigen dabei die einzigartige Geschichte zu einem gelungenem Lesevergnügen. Durch gewisse Erzählstränge kommt man den Charakteren schnell näher und ist fasziniert von ihren unterschiedlichen Charakterzügen. Sehr interessant dabei waren die Rückblicke in die Kindheit der vier Freunde, so dass man deren Entwicklung beziehungsweise das Erwachsenwerden nachvollziehen konnte. Besonders gut gefallen hat mir außerdem, dass man nicht nur durch eine wirklich gute Story unterhalten wird, sondern dass diese auch zum Nachdenken anregt. Das Thema Freundschaft und die Frage, wie gut man sich wirklich kennt, spielen hier eine immer wiederkehrende Rolle, so dass man sich selbst Gedanken über solche Dinge macht. Außerdem war es interessant darüber zu lesen, wie sich der Blick auf gewisse Geschehnisse mit dem Alter verändern kann. Wirken manche Taten für ein Kind noch völlig unschuldig, können sie für einen Erwachsenen schon weit mehr bedeuten. Eine Geschichte, die einen immer wieder von neuem packt und völlig überrascht, gepaart mit einigen sehr interessanten Aspekten zum Thema Freundschaft. Für jeden Freund der Dark-Fiction auf jeden Fall ein Muss.

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