Greg F. Gifune Die Einsamkeit des Todbringers

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Inhaltsangabe zu „Die Einsamkeit des Todbringers“ von Greg F. Gifune

Dieser Roman ist ein Psychogramm in schwarz. Greg F. Gifune (geb. 1963) gilt als einer der besten Thrillerautoren seiner Generation«. Neben vielen Erzählungen sind bereits 15 Romane von ihm erschienen. Ihr dunkel-melancholischer Ton hat ihm unter Kritikern und Lesern fanatische Fans gesichert. Er lebt mit seiner Frau und einer ganzen Schar Katzen in Massachusetts/USA. Tom Piccirilli: »Greg F. Gifune weiß, wie er dir das Blut in den Adern gefrieren lässt.« Brian Keene: »Gifune ist, ganz einfach, einer der absolut besten Erzähler der Dark-Fiction.« Robert Dunbar: »Hart, gnadenlos und leidenschaftlich wie die pure Sünde.« Ed Gorman: »Greg Gifune ist wirklich einzigartig. Er bringt Licht in seine Dunkelheit und Dunkelheit in seine Wirklichkeit. Unter den jungen Thrillerautoren gehört er zu meinen Lieblingen.«

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Wieder mega gut. Anfangs zwar etwas verwirrend, aber dieser Knoten löst sich im Laufe der Geschichte. Sehr spannend!

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    Die Einsamkeit des Todbringers

    Virginy

    19. December 2014 um 01:18

    Dignon Malloy ist einsam. Außer seiner Schwester, die eigentlich sein Bruder ist, hat er fast keinerlei Kontakt zur Außenwelt und seit sein Kollege in seinem Beisein erschossen wurde, kann er auch nicht mehr arbeiten. Als er in einem Buchladen ein gebrauchtes Buch mit dem Titel "Mystische Wesen in einer sterblichen Welt" ersteht, findet er darin einen Namen und eine Telefonnummer. Bree Harper heißt die Unbekannte und sofort fühlt er sich zu ihr hingezogen, obwohl er sie überhaupt nicht kennt. Nach langem Überlegen ruft er sie  unter dem Vorwand an, er hätte ihr Buch im Park auf einer Bank gefunden, die beiden verabreden sich in einem Cafè und er ist auf der Stelle fasziniert von ihr. Dann taucht plötzlich Brees Ex auf, macht ihr eine Szene, sie ergreift die Flucht und vergißt ihr Buch. Als er darin stöbert, landet er beim Todbringer und den Sirenen. Sind beides nur mystische Geschöpfe? Sirenen stürzen Männer ins Verderben, ist es wirklich ein  Zufall, das Brees Exfreund ihn vor ihr warnt? Ich habe es, glaube ich, schon mal erwähnt, ich liebe Gifunes düster-melancholischen Schreibstil. In seinen Büchern geht es, im Gegensatz zu anderen Autoren verhältnismäßig ruhig und blutarm zu und trotzdem fühlt man irgendwie darin gefangen. Wer auf Action und Blut steht, sollte die Finger von Gifune lassen, wer sich allerdings auf eine melancholische Reise begeben will, muß unbedingt zugreifen.

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  • Rezension zu "Die Einsamkeit des Todbringers" von Greg F. Gifune

    Die Einsamkeit des Todbringers

    Wolfgang Brunner

    04. March 2013 um 20:25

    Dignon Malley ist ein Einzelgänger, der zurückgezogen mit seinem Kater Mr. Tibbs in einer namenlosen Stadt lebt und von seinen Kindheitserinnerungen gepeinigt wird. Hin und wieder trifft er sich mit seinem schwulen Bruder, ansonsten beschäftigt er sich mit seinen Gedanken. Eines Tages erwirbt Malley in einem Antiquariat ein Buch mit dem Titel Mystische Wesen in einer sterblichen Welt. Als er am Abend darin blättert, findet er eine Telefonnummer und den Namen Bree Harper auf der ersten Seite. Immer wieder denkt er an die Frau und widersteht der Versuchung, die angegebene Nummer zu wählen. Er kann nicht erklären, wieso ihn der Gedanke an Bree Harper nicht mehr loslässt, bis er sich schließlich entschließt, die Unbekannte einfach anzurufen. Er lernt die hübsche, aber rätselhafte Bree kennen und bemerkt, dass er sich in sie verliebt. Mit der Zeit wird ihm allerdings immer klarer, dass es kein Zufall war, dass er Mystische Wesen in einer sterblichen Welt fand. Fast scheint es, als hätte Bree etwas mit den im Buch erwähnten mystischen Wesen zu tun. Und irgendwie bekommt Malley das Gefühl nicht los, das sie sogar mit seiner eigenen Vergangenheit in Verbindung steht. * Greg F. Gifune ist, laut Brian Keene, einer der absolut besten Erzähler der Dark-Fiction. Dem kann ich mich guten Gewissens anschließen. Gifunes Schreibstil ist sehr gehoben und zieht den Leser bereits ab der ersten Seite in Bann. Die melancholische, keineswegs störende, Atmosphäre zieht sich konsequent durch den Roman und ließ mich immer wieder an einen Film von David Lynch denken. (Der könnte Die Einsamkeit des Todbringers übrigens meiner Meinung nach kongenial verfilmen.) Gifune zeichnet seine Figuren, es sind nicht viele in diesem Roman, liebevoll und stattet sie mit allerhand merkwürdigen, aber durchaus nachvollziehbaren und sympathisch wirkenden, Eigenschaften aus. Malleys Verhalten wirkt an keiner Stelle konstruiert oder falsch. Die Gedanken dieses Einzelgängers sind stimmig und fesseln. Gifunes teils philosophischen Aussagen über die Einsamkeit und Liebe eines Menschen sind grandios und haben mich manchen Satz mehrmals lesen lassen, so gut haben mir diese Formulierungen und Gedanken gefallen. Die Einsamkeit des Todbringers ist ein hypnotisierendes Buch über Einsamkeit, Liebe, Ängste und Hoffnungen. Erst zum Ende kommen Mystik- und Thrillerelemente ins Spiel. Ansonsten erzählt Gifune die Leidensgeschichte eines verlassenen Mannes, der auf der Suche nach Liebe ist und seine Kindheitserinnerungen bewältigen will. * Fazit: Ich vergebe 5 von 5 Sternen für eine fesselnde Geschichte über die Liebe und das Leben. Kafkaesk wird ein von Einsamkeit und Kindheitstrauma geprägtes Leben geschildert, das einen beim Lesen berührt und bestens geeignet für eine Verfilmung durch David Lynch wäre. Gifune ist ein großer Erzähler. © Cryptanus für Buchwelten 2013

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  • Rezension zu "Die Einsamkeit des Todbringers" von Greg F. Gifune

    Die Einsamkeit des Todbringers

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. September 2012 um 09:57

    Dignon Malloy lebt allein mit seinem Kater, und versucht seine Vergangenheit sowie das traumatische Erlebnis, aufgrund dessen er aufgehört hat zu arbeiten, zu verarbeiten. Seine einzige Bezugsperson ist seine Schwester, die in der Nähe lebt und früher sein schweres Schicksal teilen musste. In einem Laden stößt er auf das Buch "Mystische Wesen in einer sterblichen Welt", in dem vorne ein Name eingetragen ist: Bree Harper. Er kontaktiert die Frau, die sich als hübsch, klug und anziehend entpuppt, kaum zu glauben für Dignon. Doch da taucht Brees Ex-Freund auf und warnt ihn. Später bringt er sich um. Dignon hat Träume, und nach und nach kristallisiert sich immer mehr heraus, dass Bree nicht das ist, was sie zu sein scheint. Und er selbst auch nicht ... "Die Einsamkeit des Todbringers" ist das beste Buch, das ich seit langem gelesen habe. Ich fand es sogar einen Tick besser als "Blutiges Frühjahr". Der feine, etwas schwermütige Ton passt perfekt zu der mystischen Geschichte. Das Buch ist nicht sehr dick und ich habe mich selbst dabei ertappt, wie ich langsamer als normal gelesen habe, um länger etwas davon zu haben. Wer kein Adrenalinjunkie ist, gerne mit den Charakteren mitfühlt und Gefallen an einem sehr guten Schreibstil hat, sollte unbedingt zugreifen!

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  • Rezension zu "Die Einsamkeit des Todbringers" von Greg F. Gifune

    Die Einsamkeit des Todbringers

    ManfredsBuecherregal

    09. September 2012 um 19:02

    Dignon arbeitete früher als Lieferant für Tech Metropolis. Doch seit einem Zwischenfall, bei dem sein Partner ums Leben kam, ist er arbeitsunfähig. Zurückgezogen lebt Dignon mit seinem Kater Mr. Tipps in seinem Apartment. Seine einzige Kontaktperson ist sein/e Bruder/Schwester Wilma, ein Transvestit. In einem Buch, das er kauft, findet er den Hinweis, dass dieses Buch früher Bree Harper gehörte, und daneben steht ihre Telefonnummer. In seiner Fantasie stellt Dignon sich vor, wie er Bree kennenlernt. Immer wieder betrachtet er den Eintrag, bis er den Mut aufbringt und sie anruft. Nach einem Treffen fühlt er sich immer mehr in ihren Bann gezogen. Auch ihr Exfreund, der plötzlich auftaucht, kann ihn nicht davon abhalten. Dies ist mein zweites Buch von Greg F. Gifune. Wie schon bei „Sag Onkel“, ist es die Art, wie Gifune die Geschichte erzählt, die einen in seinen Bann zieht. Auch hier ist es eine beklemmende und düstere Stimmung, die den Leser erwartet. Stück für Stück offenbart uns Gifune die ganze Geschichte des Dignon Malloy.

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  • Rezension zu "Die Einsamkeit des Todbringers" von Greg F. Gifune

    Die Einsamkeit des Todbringers

    gurke

    26. July 2012 um 23:47

    Dignon Malloy hat sich mehr oder minder selbst aufgegeben. Er trinkt, nimmt Tabletten, ist grau und lebt in einer düsteren Wohnung und einer noch tristeren Stadt. Sein bester Freund ist sein Bruder, der ein Transvestit ist und sein einziger Ansprechpartner, dem er von seinen Sorgen und Nöten erzählen kann. Und dann verändert ein Buch alles in seinem traurigen Leben. Denn in dem gebrauchten Schmöker steht die Telefonnummer von Bree und er kann nicht anders. Er muss sie einfach anrufen. Der Thriller von Greg F. Gifune sticht sofort durch den besonderen Schreibstil hervor. Das Buch ist kaum spannungsgeladen und rasant und trotzdem möchte man es nicht mehr aus der Hand legen. Der Autor schafft es eine melancholische und düstere Stimmung zu schaffen. Man neigt selbst mit Dignon zusammen während des Lesens in eine Art Depression zu fallen und möchte mit ihm einfach nur helfen. Das Buch ist trotz Kälte und Dunkelheit, die man während des Lesens spürt auch für zartbesaitete Leser geeignet. Der Roman ist nämlich relativ unblutig und wird erst im letzten Teil eklig. Greg F. Gifune besticht auch nicht durch Spannung. Denn das war der Thriller nicht wirklich. Es ist überhaupt sehr faszinierend, mit wie wenig Handlung und Wendungen der Autor auskommt. Vergleichsweise andere Bücher würde man als langweilig abstempelt. Nicht aber wenn der Verfasser Greg F. Gifune heißt. Denn der schafft es wie von Zauberhand den Leser an seine Geschichte zu fesseln. Ansonsten ist der Schreibstil des Autors melancholisch. Die Charaktere sind wundervoll gezeichnet. Man leidet und fiebert als Leser regelrecht mit Dignon mit und möchte ihm helfen, die Geschichte des ominösen Buches möglichst schnell aufzuklären und zuende zu bringen. Ich selbst habe das Buch an heißen Sommertagen gelesen und musste doch frösteln, weil ich einfach eine Gänsehaut von der Stimmung in dieser Geschichte bekam. Ich habe die Geschichte und die ganze Atmosphäre von der ersten bis zur letzten Seite genossen und kann nur mein absolutes Kompliment an den genialen Autor aussprechen. Man meint als Thrillerliebhaber schon alles zu kennen und wird von “Die Einsamkeit des Todbringers” wieder völlig überrascht, wie es typisch für den Autor ist.

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  • Rezension zu "Die Einsamkeit des Todbringers" von Greg F. Gifune

    Die Einsamkeit des Todbringers

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    20. March 2012 um 07:38

    Dignon Malloy lebt zurückgezogen und allein mit seinem Kater namens Mr. Tibbs. Sein einziger Umgang ist sein Bruder Wilma / Willi, ein Transvestit und sein ehemaliger Arbeitskollege Jackie, der eines Tages bei einer Auslieferung als Postbote erschossen wurde. Seit diesem Tag ist auch Dignon arbeitsunfähig, er ist tabletten- und alkoholsüchig. Als er eines Tages antiquarisch das Buch "Mystische Wesen in einer sterblichen Welt" kauft, ahnt er noch nicht, dass sich sein Leben ändern wird. Im Inneren des Buches steht der Name Bree Harper und eine Telefonnummer. Lange überlegt er, ob es ein Zeichen ist und er die Nummer wählen soll. Er ruft die Unbekannte an und trifft sich mit ihr. Er ist von der gutaussehenden Frau total fasziniert und möchte sie auch wiedersehen. Da es beim Treffen nicht zur Übergabe des Buches kommt, vertieft er sich in den Inhalt. Kann es sein, dass Bree Harper eine Sirene ist, die andere in ihren Sog zieht und Unglück bringt und was genau hat es mit dem Todbringer auf sich? Welche Rolle spielt er in dem Szenario und war es wirklich Zufall, dass er das Buch erhalten hat? ... Der Roman des Autoren Greg R. Gifune ist mit einem flüssigen und angenehmen Schreibstil geschaffen worden, der sich gut lesen lässt. Der Protagonist lebt zurückgezogen in einer düsteren melancholischen Stimmung, die von einer lieblosen und grausamen Kindheit geprägt wurde. Der Leser erlebt, wie er Bree Harper kennenlernt und leise Hoffnung auf etwas anderes in seinem Leben Einzug hält. Man erlebt mit, wie er sich immer tiefer in eine Beziehung mit Bree verstrickt, aus der es kein Entrinnen zu geben scheint. Der Leser muss in die Geschichte eintauchen, um sie verstehen zu können. Eng verbunden ist der Charakter des Protagonisten mit den Erlebnissen in seiner Kindheit, die so nach und nach offenbart werden. Wie "zerrüttet" der Protagonist wirklich ist, zeigt sich zum Ende des Buches, aber da hat man als Leser den Punkt erreicht, wo es nicht mehr verwundert. Es ist ein beklemmender Psychothriller, den man nicht mehr aus der Hand legen kann, wenn man ihn einmal angefangen hat. Positiv hervorheben möchte ich noch das Foto, das vor jedem Kapitel gezeigt wird. Es ist immer dasselbe Foto wie auf dem Cover zu sehen - ein Steg, auf dem sich eine Frau befindet. Mit jedem neuen Kapitel kommt die Frau scheinbar näher heran.

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  • Rezension zu "Die Einsamkeit des Todbringers" von Greg F. Gifune

    Die Einsamkeit des Todbringers

    Elmar Huber

    26. September 2011 um 12:40

    - Die erste Erwähnung eines solchen Lebewesens findet sich im antiken Griechenland, wo Geschöpfe, die sich als >Thanatos KatasekevastisTodbringerTodschaffer< bedeutet) existieren sollen, wenn auch in geringer Zahl. Angeblich sind sie recht friedfertige, traurige, isolierte und einsame Wesen. - INHALT Als Dignon Malloy in einem Antiquariat ein Buch mit dem Titel „Mystische Wesen in einer sterblichen Welt“ erwirbt, ändert sich schlagartig das Leben des ehemaligen Lieferfahrers. Besessen von der Signatur der vormaligen Besitzerin - „Dieses Buch gehört Bree Harper“ - beschließt er, Bree Harper ausfindig zu machen. Zwischen beiden beginnt sich eine Freundschaft zu entwickeln und tatsächlich scheint es, als könne Bree Harper Dignon Malloys emotionale Isolation durchbrechen. - Zwar sind Todbringer von Natur aus melancholisch und nicht gewalttätig, dich unter bestimmten Umständen können solche Wesen gefährlich und äußerst unberechenbar sein. - MEINUNG Unter der erdrückenden Last der eigenen Bedeutungslosigkeit lebt Dignon Malloy sein zurückgezogenes Leben. Bezugspersonen sind lediglich sein/e Bruder/Schwester, ein Transvestit, und seine Kollegen bei der Lieferfirma. Als sein dortiger Partner getötet wird, wird Dignon beurlaubt und verbringt fortan seine Alltage nahezu isoliert in der eigenen Wohnung. Man ahnt bereits früh, dass es für Dignons Isolation einen Grund gibt, der in seiner Vergangenheit zu suchen ist. Greg F. Gifune drängt den Leser sanft in diese Richtung. Der Tod der Mutter wird erwähnt und das sein Vater ihm die Schuld dafür gibt, denn Dignons Mutter starb bei dessen Geburt. Das Dignon Maloy allerdings einen weit größeren Schaden davon getragen hat, als zunächst angenommen, enthüllt der Autor erst gegen Ende des Romans. Doch hier hat einen der gleichmäßige Sog des Buches schon zu lange erfasst, um sich gegen das bittere Finale wehren zu können. Immer wieder lässt Gifune die Grenze zwischen gegenwärtiger Realität, Vergangenheit und einer kafkaesken Fantasie-/Traumwelt verschwimmen; Immer wieder verlässt er den linearen Verlauf der Geschichte und spiegelt so die ungeordnete Gedankenwelt seines Protagonisten wieder. Des Öfteren weiß man während der ersten Zeilen eines Absatzes nicht, wo und wann man sich gerade befindet. Obwohl Gifune die Ereignisse aus Dignons Perspektive zeigt, lässt er durchblicken, dass es sich dabei durchaus um eine verzerrte Sicht der Dinge handeln kann. Auch das Finale liefert konsequenterweise keine Aufklärung, welche Wahrheit nun die richtige ist. Das muss jeder Leser für sich entscheiden. Zieht man den Prolog wieder heran, könnte Dignons Sicht der Dinge durchaus die realistische sein. Die deutsche Erstausgabe des Festa-Verlags erscheint als dort als Band 2 der Reihe PSYCHOTHRILLER im Taschenbuchformat. Die Verarbeitung ist wie immer hochwertig ausgefallen. Das Covermotiv spiegelt die melancholische Stimmung des Romans wieder und passt hervorragend zum Prolog. Auch den einzelnen Kapiteln ist dieses Motiv jeweils vorangestellt, wobei hier der Trick angewendet wird, von Kapitel zu Kapitel mehr in das Bild hinein zu zoomen. So entsteht der Eindruck, dass die abgebildete Person immer näher kommt. FAZIT Ein brillanter, monochromer Albtraum, der auf leise Art mit den Erwartungen des Lesers spielt in bewährter Festa-Qualität.

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