Greg F. Gifune Finstere Nacht

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Inhaltsangabe zu „Finstere Nacht“ von Greg F. Gifune

Für Seth Roman, seinen jüngeren Bruder Raymond und ein paar Freunde sollten es ein paar Tage voller Spaß und Entspannung in einer Hütte in den Wäldern Maines werden. Eine Woche Kartenspielen und Trinken – fernab des stumpfen Arbeitsalltags. Doch als eine junge Frau in ihre Hütte taumelt – die Kleider blutbefleckt – ändert sich ihr Leben für immer. Die Frau bringt etwas mit in die Hütte; alt und tödlich, böse und unmenschlich. Etwas, das Raymond seltsam vertraut vorkommt, einem jungen Mann, den seit seiner Kindheit unerklärliche nächtliche Schrecken verfolgen, die ihn noch als Erwachsenen quälen. Als ein schwerer Schneesturm einsetzt, scheint die Nacht lebendig zu werden und ein unheilvolles Spiel beginnt …

Spannende Geschichte, doch etwas verworren. Lässt viel Interpretationsraum

— Nafreyu
Nafreyu

Abstrakt, verworren, spannend und definitiv nichts für zwischendurch.

— AberRush
AberRush

Eine Geschichte voller subtilem Horror, spannend aber auch stellenweise verwirrend. Unterm Strich aber durchaus fesselnd.

— chuma
chuma

Du suchst ein Buch zum gruseln, das dir das Blut in den Adern gefrieren lässt? ... dann leg dieses hier schnell wieder weg!

— Fiorghra
Fiorghra

sehr guter Beginn - die Erklärung des Unheimlichen hätte besser sein können

— annlu
annlu

zu wenig Spannung, zu viele Wiederholungen

— CreepyCreaturesReviews
CreepyCreaturesReviews

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  • Leserunde zu "Finstere Nacht" von Greg F. Gifune

    Finstere Nacht
    LUZIFER_Verlag

    LUZIFER_Verlag

    Wir eröffnen eine spannende Leserunde zu Greg F. Gifunes Roman Finstere Nacht  Die Bewerbungsrunde läuft bist zum 14.02.2016, Anfang der Leserunde ist der 15.02.2016  Der Verlag stellt 20 E-Books kostenlos zur Verfügung. Allen Rezensenten wird anschließend ein kostenloses E-book aus dem Verlagsprogramm (frei wählbar) geschenkt. Zum Inhalt:  Für Seth Roman, seinen jüngeren Bruder Raymond und ein paar Freunde sollten es ein paar Tage voller Spaß und Entspannung in einer Hütte in den Wäldern Maines werden. Eine Woche Kartenspielen und Trinken – fernab des stumpfen Arbeitsalltags. Doch als eine junge Frau in ihre Hütte taumelt – die Kleider blutbefleckt – ändert sich ihr Leben für immer. Die Frau bringt etwas mit in die Hütte; alt und tödlich, böse und unmenschlich. Etwas, das Raymond seltsam vertraut vorkommt, einem jungen Mann, den seit seiner Kindheit unerklärliche nächtliche Schrecken verfolgen, die ihn noch als Erwachsenen quälen. Als ein schwerer Schneesturm einsetzt, scheint die Nacht lebendig zu werden und ein unheilvolles Spiel beginnt …

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    • 291
  • So gar nicht meins!

    Finstere Nacht
    frenzelchen90

    frenzelchen90

    26. May 2016 um 10:33

    Meine Meinung: Es war seit langem wieder ein Buch, welches mich überhaupt nicht angesprochen hat. Ich hatte Schwierigkeiten mich durch die 500 Seiten zu kämpfen, ohne vorher das Handtuch zu werfen. Laut Klappentext vermutet man einen spannenden Thriller, nur leider kommt es dann ganz anders. Im Mittelpunkt des Buches steht die Verbindung der Brüder Seth und Raymond. Raymond hat seit frühester Kindheit massive psychische Probleme. Angeblich übernehmen Wesen die Gedanken der ganzen Menschheit, und Seth versucht dagegen anzukämpfen. Nach einem Viertel des Buches wurde es für mich einfach nur verworren, unübersichtlich und langatmig. Mein Fazit: Für mich absolut kein Buch! Ich würde es Lesern mit Interesse an Verschwörungstheorien empfehlen

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  • zu wenig Spannung, zu viele Wiederholungen

    Finstere Nacht
    CreepyCreaturesReviews

    CreepyCreaturesReviews

    Greg Gifune hat schriftstellerisches Talent. Er ist kein Autor der derben Töne sondern des leisen, unterschwelligen Grusels. In diesem Buch ist mir das leider viel zu leise und viel zu unterschwellig. Der Klappentext beschreibt die ersten 20 Seiten ganz gut - hier ist das Buch (auch wenn es unaufgeregt und bedächtig daher kommt) spannend. Dann jedoch passiert sehr lange nichts. Ein Jahr nach den Vorfällen inder Hütte haben sich die Jungs verändert. Nicht auf den ersten Blick bemerkbar, aber irgendwas hat sie aus dem Takt gebracht. Dies wird immer wieder in sich wiederholender Form geschrieben. Gifune ergeht sich in Familiengeschichten, sozialen Hintergründen und in sehr wenig Handlung. Bis Seite 200 taucht keine Spur von Grusel auf - und auch ab da nur sporadisch und in angedeuteter Form. Leider viel zu langweilig für einen spannenden und abwechslungsreichen Horror oder Mystery Roman.

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    • 3
  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2016

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2016 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2016 und endet am 31.12.2016. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2015 bis 31.12.2016 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2016 erscheinen.Eine Liste mit Neuerscheinungen 2016 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2016-1201869567/#userlistglanzente war so lieb, und hat für jedes Team auch nochmal Listen mit den jeweiligen Neuauflagen erstellt. Ihr findet sie hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Krimiliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1208200397/ http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Thrillerliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1210040822/3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Auf vielfachen Wunsch darf hier geplaudert werden: http://www.lovelybooks.de/thema/Plauderthread-zur-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-1077848718/ Team Krimi:  Athene100776  lesebiene27  krimielse  Mira20  glanzente  hasirasi2  Mercado  Bellis-Perennis  Katjuschka  yari  Talitha  Lesezeichen16  dorli  sommerlese  Antek  clary999  wildpony  ChrischiD  janaka  claddy  danielamariaursula  danzlmoidl  buecherwurm1310  tweedledee  Xanaka  Barbara62  mabuerele  TheRavenking  Postbote  buchratte  DaniB83  Maddinliest  Nele75  Lesestunde_mit_Marie  sansol  bibliomarie  claudi-1963  Schalkefan  mistellor Gela_HK MissWatson76 Leserin71 (Matzbach) LibriHolly Wedma Caroas gaby2707 elmidi susawal81 agi507 Shanna1512 Paulamybooksandme DonnaVivi Bambisusuu Gelesene Bücher Januar: 72Gelesene Bücher Februar: 122Gelesene Bücher März: 163Gelesene Bücher April: 111Gelesene Bücher Mai: 180Gelesene Bücher Juni: 128Gelesene Bücher Juli: 112Gelesene Bücher August: 163Gelesene Bücher September: 111Gelesene Bücher Oktober: 147Gelesene Bücher November: 137Gelesene Bücher Dezember: 145 Zwischenstand: 1591 Team Thriller:  Floh  KruemelGizmo  Kasin  Meteorit  AberRush  Leseratz_8  Nisnis  eskimo81  Mone80  lenicool11  lord-byron  hm65  marinasworld  calimero8169  Buchgeborene  MelE  rokat  Inibini  Thrillerlady  BookfantasyXY  zusteffi  DeinSichererTod  krimiwurm  parden  MeiLingArt  DerMichel  Naden  DieNatalie  kn-quietscheentchen  Bjjordison  Artemis_25  heike_herrmann  Nenatie  Claudia-Marina  MissRichardParker  Landbiene   Janosch79  Filzblume  dieFlo  fredhel  (crumb)  Peanut1984 Anni84 kawaiigurl schuermio LillySymphonie little-hope Frenx51 BeaSurbeck Viertelkind Vreny Buecherseele79 ChattysBuecherblog Queenelyza Igela Ambermoon Insider2199 Buchraettin JuliB Helene2014 chipie2909 LisaMariee JoanStef melanie1984 Lisa0312 Gelesene Bücher Januar: 29Gelesene Bücher Februar: 49Gelesene Bücher März: 79Gelesene Bücher April: 69Gelesene Bücher Mai: 98Gelesene Bücher Juni: 60Gelesene Bücher Juli: 149Gelesene Bücher August: 42Gelesene Bücher September: 193Gelesene Bücher Oktober: 118Gelesene Bücher November: 90Gelesene Bücher Dezember: 99 Zwischenstand: 1075

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    • 3931
    kubine

    kubine

    01. April 2016 um 15:35
  • Gruselig aber verwirrend

    Finstere Nacht
    Alex1309

    Alex1309

    12. March 2016 um 07:04

    Den Schreibstil fand ich flüssig und das Buch liest sich wirklich gut. Aber die Geschichte fand ich am Anfang sehr verworren und habe einige Zeit gebraucht, um ins Buch rein zu finden. Die Spannung zum Weiterlesen war aber da und auch die anfänglichen Schwierigkeiten mit der verworrenen Geschichte haben sich im Verlauf des Buches gebessert, jedoch fand ich die gesamte Geschichte Alles in Allem zu verworren und zu unstrukturiert. Das Buch konnte mich stellenweise durchaus fesseln und hat mich an manchen Stellen auch überrascht, aber ich hätte mir eine klarere Struktur gewünscht.

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  • "Nacht. Tiefe Nacht. Finstere Nacht." - Subtiler Horror

    Finstere Nacht
    chuma

    chuma

    Es sollte ein entspannter Ausflug in die Wälder Maines für Seth, seinen Bruder Raymond und zwei seiner Freunde werden: Eine gemütliche Hütte, Kaminfeuer, Kartenspielen und Bier. Doch dann taucht die junge Christy desorientiert, halbnackt und blutbeschmiert auf. Das Mädchen verhält sich seltsam, berichtet zögerlich von einer Entführung und Vergewaltigung sowie dem Mord an ihrem Peiniger. Trotz ihrer Panik bleibt den Männern zunächst nichts anderes übrig als Christy zu beruhigen und bei sich einzuquartieren, denn ein Schneesturm macht die Fahrt in den nächstgelegenen Ort und damit auch jeglichen Kontakt zur Polizei unmöglich. Von einer seltsamen Unruhe beherrscht beschließen sie über Nacht abwechselnd Wache zu halten, doch als der nächste Tag anbricht ist Christy verschwunden und mit ihr Raymond. Eine quälende Angst überwältigt Seth und seine Freunde, denn keiner von ihnen kann sich an die letzte Nacht erinnern - nur an eine tiefe Finsternis und noch dunklere Schatten in ihr. Leseeindruck "Finstere Nacht" ist im Original bereits im Jahr 2006 (Titel "Deep Night") erschienen, wurde viele Jahre später nun endlich Dank dem LUZIFER-Verlag ins Deutsche übersetzt und so dem Leser hierzulande zugänglich gemacht. Die Inhaltsbeschreibung und auch das gelungene Cover versprechen eine düstere Horrorgeschichte, die anfangs durchaus an Stephen Kings "Duddits - Dreamcatcher" erinnert: Eine Hütte in den Wäldern, vier Männer von der Außenwelt abgeschnitten durch einen Schneesturm und das Böse (hier in Gestalt eines unschuldig wirkenden Mädchens), das Einzug hält. Keine Sorge, das sind auch schon alle Parallelen zu Kings Werk, Gifunes Geschichte ist insgesamt etwas anders angelegt. Der Leser, der den schnellen und blutigen Horror bevorzugt, wird hier eher enttäuscht sein, denn ganz nach seiner Fasson spielt Gifune auch hier wieder mit dem subtilen, nicht greifbaren Horror. Träume und Visionen sind die bevorzugten Mittel des Autors, den Leser immer wieder in die Irre zu führen, ihn auf eine neue Fährte zu locken, nur um ihn dann erneut fragend innehalten zu lassen. Und so baut sich die Geschichte sehr langsam und teilweise auch sehr undurchsichtig auf. Nicht unbedingt zum Nachteil der Spannungskurve, denn die ist meines Erachtens durchweg rund, aber sicher dennoch nicht jedermanns Sache. Liest man einen Roman Gifunes, so wird man als Leser irgendwie selbst zu einer Figur in der Geschichte, ohne Rettungsseil und doppelten Boden wird man unbemerkt zum Spielball des Autors, durchlebt dieselben Ängste, Verwirrungen und Zweifel wie der Protagonist. Genau das ist es, was mich an Gifunes Werken immer wieder fasziniert. Der Aufbau ist interessant: Die Geschichte beginnt im Verhörraum einer Polizeistation. Seth sitzt Detective Frank Datalia gegenüber und berichtet von seinen Erlebnissen. Genau wie Frank erfahren wir nun rückblickend, was geschehen ist. Die eigentliche Erzählung wird ebenfalls durch (Kindheits-)Erinnerungen des Protagonisten Seth unterbrochen, die wiederum eng mit Raymond, seinem vier Jahre jüngeren Bruder, gekoppelt sind. Nach und nach entspinnt sich so eine komplexe Geschichte, die sich letztlich als viele Geschichten in einer tarnt. "Was genau möchten Sie mir denn sagen?" "Alles", sagte der Mann, wobei ein leichtes Lächeln seine Lippen umspielte, "und nichts." Übrigens gibt es ein aufschlussreiches Detail, wenn man sich die Einteilung und Benennung der Kapitel genauer anschaut: Alpha und Omega. Die Symbole für Anfang und Ende, für das Umfassende aber auch für Gott und insbesondere für Christus als den Ersten und Letzten. "Umgangssprachlich bezeichnet „A und O“ das Mindeste, das man von einer Sache wissen muss, um sie vollständig zu erfassen." (Quelle: Wikipedia) Wenn man das Buch gelesen hat, so macht diese Verwendung hier durchaus Sinn und ruft (zumindest bei mir) auch einen kleine Aha-Effekt hervor. Die Charaktere, allen voran unser Protagonist Seth, aus dessen Sicht die Geschichte geschildert wird, sind gut ausgebaut und interagieren sehr gut miteinander. Wie im wahren Leben, lernen wir sie nach und nach näher kennen, ihre Schwächen, Stärken und Beziehungen zueinander. Der Autor überreizt hier nichts, bleibt in sicheren Gewässern und hält die Figurenanzahl überschaubar. Hier gibt es nichts auszusetzen. Immer wieder besonders ist Gifunes Schreibstil, obwohl dieser in "Finstere Nacht" nicht ganz so hervorstechend metaphorisch und stellenweise poetisch ist wie beispielsweise in "House of Rain". Dennoch weiß er auch hier zu fesseln und durch die Geschichte zu tragen. "Es gibt in unserer alltäglichen Welt viele Orte, die für die Verdammten, die Verlorenen und die Hoffnungslosen reserviert sind." "Schmerzen sind genau wie der Glaube eine Empfindung, die man zwar mitteilen kann, die aber extrem persönlich ist (...)" Mit der Bewertung dieses Romans habe ich mich dieses Mal etwas schwer getan. Ich kann mich nicht so recht entscheiden, schwanke zwischen 3,5 und 4 Sternen, tendiere aber mehr zu der höheren Bewertung. Gifune hat vieles richtig gemacht, mich aber auch ein wenig zu oft verwirrt, letztlich konnte mich "Finstere Nacht" aber stets fesseln und oft auch überraschen, vor allen Dingen aber zum Nachdenken anregen und so bleibenden Eindruck hinterlassen. Und wenn ein Buch das bei mir auslöst, so ist es eben irgendwie auch besonders. Fazit Dies ist eine Geschichte voller subtilem und leisem Horror, die sich langsam und diffizil aufbaut. Nicht alle Fragen werden beantwortet, vieles wird im Dunkeln gelassen aber genau dadurch wird man als Leser zum Reflektieren und Nachdenken aufgefordert. Wer es mag, sich eine Geschichte auf diese Art zu erarbeiten, dabei einen flüssigen und metaphorischen Schreibstil sowie gut ausgearbeitete Charaktere bevorzugt, der sollte definitiv in die "Finstere Nacht" eintauchen. Doch Vorsicht, die Dunkelheit bringt Veränderung und "Unser Verstand ist das Schlachtfeld (...)".

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    • 3
  • Finstere Nacht - verwirrender Psychothriller

    Finstere Nacht
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. March 2016 um 08:54

    Das Buch Finstere Nacht handelt von einer Gruppe von 4 Freunden, die sich ein Wochenende in einer Hütte mitten im Wald von Maine eine Auszeit vom stressigen Alltag nehmen wollen. Doch keiner ist nach dieser Nacht noch der, der er vorher war.... Die zwei Hauptprotagonisten sind die Brüder Seth und Raymond Roman. Raymond leidet seit seiner Kindheit unter Visionen und steckt dadurch in einem Strudel der Verzweiflung und Gewalt. Seth dagegen, spielte zumindest während ihrer Kindheit, seinen Beschützer und kämpft heute trotzdem mit dem Gefühl, nicht genug für Ray getan zu haben. Als Seth, Ray und zwei Ihrer Freunde diese Nacht in der Hütte verbringen, geschehen seltsame Dinge. Eine blutüberströmte junge Frau rennt auf Ihre Hütte zu. Die Männer nehmen diese mit in die Hütte und lassen sich Ihre Geschichte erzählen während draußen ein heftiger Schneesturm tobt. Mitten in der Nacht ist das Mädchen plötzlich verschwunden, ebenso wie Ray. Dieser taucht allerdings kurze Zeit später wieder auf. Die Geschichte geht ca. ein Jahr später weiter. Keiner kann sich wirklich an diese eine Nacht erinnern. Allerdings ist sich jeder sicher, dass in dieser Nacht etwas passiert sein muss, denn die Männer sind nicht mehr sie selbst. Sie werden von Stimmen, Bildern, Psychosen gequält, die nicht greifbar sind. Krampfhaft versuchen Sie hinter das Geheimnis zu kommen, es aufzuhalten, was auch immer mit ihnen passiert. Aber ist das noch möglich? Fazit: Der Schreibstil ist fantastisch, sehr detailreich und umfassend. Der Spannungsbogen wird das ganze Buch über gehalten, allerdings gibt es in dem Buch sehr extreme Sprünge zwischen den Charakteren, als auch den Zeiträumen. Nach jedem Kapitel ist man ein Stück verwirrter als vorher und kann sich nicht wirklich vorstellen, wohin das ganze führen wird. Die Geschichte lässt einem sehr viel Raum für Spekulationen. Ich für meinen Teil mag es lieber, wenn am Ende alle Fragen beantwortet sind. Es ist ein sehr düsteres Buch, ohne viel Hoffnung und ich fand es schon etwas deprimierend. Das ist allerdings meine persönliche Meinung und sollte niemanden davon abhalten, dieses Buch zu lesen. Mein Ding ist es halt nicht. Daher gibt es von mir, trotz des herausragenden Schreibstils nur 3 von 5 Sternchen.  

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  • Spannend-verwirrender Horror-Mystery-Roman

    Finstere Nacht
    Nafreyu

    Nafreyu

    08. March 2016 um 18:07

    Über den Inhalt dieses Buches lässt sich nur sehr wenig sagen, um nicht zu viel zu verraten. Vier Männer verbringen ein Wochenende gemeinsam im Wald, um zu trinken und Karten zu spielen. Kurz bevor der angekündigte Schneesturm aufzieht, platzt auf einmal eine junge Frau in die Szene: blutverschmiert und eindeutig sehr verängstigt. Doch was ab dann geschieht, verändert die vier Männer für immer. Sie verdrängen alle Geschehnisse erfolgreich, doch holen diese sie nach einem Jahr wieder ein... Nachdem ich das Buch beendet hatte, brauchte ich einige Tage, um mir über meine Meinung dazu klar zu werden. Es fiel mir sehr schwer, alles als Ganzes zu sehen und zu bewerten, da ich während des Lesens der teils (bewusst) sehr verworrenen Geschichte immer wieder alle Gedanken, die ich mir bereits gemacht hatte, wieder über den Haufen werfen musste. Fangen wir bei den positiven Aspekten an: Die Story ist super geschrieben. Der Schreibstil ist flüssig und mitreißend; die Spannung reißt nur an wenigen Stellen ab. Die meiste Zeit über möchte man unbedingt wissen, wie es weitergeht. Dazu kommen viele Sprünge in der Zeit und auch Wechsel zwischen Träumen / Visionen und der Realität, die den Leser weiter verwirren und Dramatik mit sich bringen. Die Idee hinter dem Roman gefällt mir sehr gut; ohne zu viel verraten zu wollen, der Leser bleibt bis zum Ende im Unklaren über die eigentlichen Ereignisse und auch danach gibt es Spielraum für Interpretationen. Hier komme ich aber auch schon zu den Punkten, die mich gestört haben. Ich finde es toll, wenn man ein Buch auf unterschiedliche Weise verstehen kann und das ist hier definitiv der Fall. Es lohnt sich das Buch in einer Gruppe gemeinsam zu lesen; ihr werdet sehen, wie verschieden man auf eine Handlung reagieren kann. Aber für mich war eine der beiden Hauptinterpretationsweisen nicht komplett logisch durchdacht, es blieben zu viele Ungereimtheiten. Die andere hingegen wirkte zu gewollt auf mich. Hinzu kamen einige Szenen, die entweder gar nicht zum Rest passten oder mir persönlich zu viele Klischees bedienten. Auch die (Haupt-) Charaktere waren erst ab der Mitte circa wirklich greifbar, ein paar Nebencharaktere wurden eingeführt und kamen erst viel später noch mal kurz vor, dann aber mit wichtigen Aktionen. Da wusste ich bereits nicht mehr, wer sie waren. Dieser Roman ist mein erster von Gifune, und ich werde mit Sicherheit noch einmal einen weiteren lesen, da mir der Schreibstil und die grundlegende Idee eben so gut gefallen haben. Auch der Wechsel zwischen Realität und Traum hat mich tiefer in die Geschichte sinken lassen, wenn sie mich auch gelegentlich stark verwirrt haben. Allerdings, ohne weitere seiner Romane zu kennen und nur abgeleitet von ein paar Kommentaren von Gifune-Kennern in unserer Runde, ist diese Geschichte vielleicht nicht der beste Einstieg. Von daher eine eingeschränkte Empfehlung für dieses Buch. Wer verworrene Stories mit Horror- und Mysteryaspekten mag, ist bestimmt gut bedient. Wer eine "richtige" Horrorgeschichte erwartet, könnte enttäuscht sein. Ich vergebe 3,5 Punkte für einen Roman, der Highlights in Schreibstil und Idee hat, aber leider Luft nach oben lässt in der Umsetzung.

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  • Lass sie raus!

    Finstere Nacht
    AberRush

    AberRush

    „Finstere Nacht“ ist ein Mystery-Horror-Thriller von Greg F. Gifune und es ist auch gleichzeitig mein erstes Buch, was ich von diesem Autor gelesen habe. Charaktere: Im Mittelpunkt dieses Horror-Trips stehen die beiden Brüder Seth und Ray. Man merkt ihnen den Geschwister-Bund an, denn sie versuchen den jeweils anderen vor allem Bösen zu beschützen. Geschickt wird die Psyche der Protagonisten beleuchtet und wir geraten tiefer hinan, als es uns lieb wäre. Minutiös erleben wir die teilweise verstörenden Psychosen und fragen uns die ganze Zeit ob da mehr dahinter steckt. Das Verhalten ist nicht immer fassbar, aber es ist okay, da man sich selbst (hoffentlich) nie in einer solchen abstrakten und angsteinflößenden Welt wiederfinden wird. Daher sind die Reaktionen meist schlüssig, jedoch meiner Ansicht nach nicht unbedingt 100%ig realistisch. 4 von 5 Sterne Plot und Umsetzung: Hier wird meiner Meinung nach viel Potential verschenkt. Was wie ein Horror-Trip beginnt, entwickelt sich zu immer konfuseren Abhandlungen. Man gerät immer mehr vom Hauptproblem der Story weg. Erst zum Ende hin werden wir über die für uns so geheimnisvolle Ausgangsituation aufgeklärt. Dieser Erklärungsversuch fällt für mich aber zu vage und auch unbefriedigend aus. Dem Plot fehlt es an klarer Struktur, was zwar einerseits zum selber denken anregt, auf der anderen Seite so ein Durcheinander ist, dass es eigentlich egal für die Handlung ist, da wir eine Antwort sowieso nicht finden werden, egal wie lange wir darüber nachdenken. Ich hätte mir hier etwas Richtungsweisenderes gewünscht. Jedoch sollte man sich am Ende des Buches entscheiden, wie man den Ausgang gern hätte, denn sonst wäre die Geschichte für einen persönlich enttäuschend. 3 von 5 Sterne Erzählstil: Das muss ich Gifune lassen, er schreibt sehr speziell und eingängig. Es ist wahrscheinlich der Story geschuldet, dass manchen für mich nicht immer verständlich war. Aber im Großen und Ganzen kann man sagen, dass man sich in die Geschichte verlieren kann und das Buch gar nicht weglegen möchte, da die Sprache so bildhaft und flüssig ist. 4 von 5 Sterne Fazit: Auch wenn mich das Werk nicht komplett zufrieden stellt, werde ich mit Sicherheit noch weitere Bücher des Autors lesen um zu sehen wie er seine anderen Geschichten angeht. Wer nicht vor abstrakten Bildern zurückschreckt, tiefe Einblicke in eine kranke Psyche willkommen heißt und auch nicht dem paranormalen abgeneigt ist, könnte hier auf seine Kosten kommen. Das Werk bietet viel Raum für Interpretationen und ist ideal dafür, sich mit anderen Personen darüber auszutauschen. Eingeschränkte Leseempfehlung. 4 von 5 Sterne

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    • 2
  • Was ist die Wahrheit?

    Finstere Nacht
    c-bird

    c-bird

    28. February 2016 um 16:40

    Ein paar Tage auf einer einsamen Hütte in den Wäldern Maines. Nichts anderes tun als Bier trinken, Karten spielen und Spaß haben. So lautet der Plan für die Brüder Seth und Raymond sowie deren Freunde Louis und Darian. Doch dann kommt alles anders. Eine junge Frau stolpert durch den Wald auf die Hütte der Freunde zu, die Kleidung blutbefleckt. In der Annahme, dass die Frau Hilfe braucht, nehmen sie die Frau bei sich auf. Noch nicht ahnend, dass sich Leben nach der kommenden Nacht komplett verändert haben wird… „Finstere Nacht“ erzählt die Geschichte von vier jungen Männern, deren Leben nach dieser Nacht sich komplett verändert. Doch was eigentlich in der Nacht passiert ist, dass erfährt man erst spät. Die Geschichte spielt ein Jahr nach dem Vorfall in der Hütte. In wechselnden Perspektiven der vier Freunde bekommt man Stück für Stück Einblick auf die Ereignisse davor. Der Autor springt in der Zeit, erzählt in Rückblenden und lässt auch Visionen der Protagonisten zu. Für den Leser ist es manchmal verwirrend zu erkennen, was hier die Wahrheit oder eine Wahnvorstellung ist. Dennoch sehr spannend geschrieben mit gruseligen Momenten, die einen das Grauen lehren. Getrieben wird der Leser von der Frage, was nun die „richtige“ Wahrheit ist. Die Stimmung ist recht düster, eigentlich sogar bedrohlich. Es gibt immer wieder Wendungen, das hält die Spannung hoch. Das Ende ist irgendwie ein bisschen offen. Hier kann man eigentlich seiner Vorstellungskraft freien Lauf lassen. Es war mein erstes Buch von Greg F. Gifune. Welchem Genre ich es zuordnen würde, ist schwer zu sagen. Horror ist auf jeden Fall mit dabei, aber auch jede Menge psychologische und mysteriöse Elemente. Gruselthriller trifft es wohl am besten. 

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  • spannend aber auch sehr verworren...

    Finstere Nacht
    Schiekolini

    Schiekolini

    27. February 2016 um 16:17

    Vier befreundete Männer machen einen Kurztrip zu einer Hütte in Maine. Dort wollen Sie einfach mal abschalten, etwas trinken und Karten spielen. Während der Vorbereitung gegen den ankommenden Schneesturm rennt ein junges Mädchen blutüberströmt auf die Männer zu. Diese wollen dem Mädchen helfen und lassen sie hinein... Was in dieser Nacht passiert bleibt bis kurz vorm Ende des Buches unklar. Die Männer können sich an nichts mehr erinnern und wollen auch nicht darüber sprechen. Es bleibt aber nicht unbemerkt, dass die vier sich verändert haben und so langsam bricht für jeden der vier die Welt auseinander. Da es mein erstes Buch von Greg F. Gifune ist, kann ich es nicht mit seinen anderen Büchern vergleichen. Allerdings habe ich mir nach dem Klappentext etwas anderes vorgestellt. Stellenweise fand ich die Erzählungen etwas langatmig und zu verworren. Dieses Buch lässt viel Spielraum für eigene Gedanken! Eine Leseempfehlung für Leser die es spannend aber auch sehr verworren mögen.

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  • Leider eher enttäuschend.

    Finstere Nacht
    Fiorghra

    Fiorghra

    24. February 2016 um 22:08

    Der Klappentext von Greg F. Gifune`s „Finstere Nacht“ stimmt einen eigentlich auf eine wunderbar gruseligen Horrorgeschichte für kalte Winterabende ein: In einer abgelegenen Hütte in den Wäldern Maines wollen Seth Roman, zwei seiner Arbeitskollegen und sein jüngerer Bruder Raymond vom Alltag abschalten. Was als ein paar Tage mit Trinken, Spaß und Kartenspielen geplant war, endet jäh mit dem Auftauchen einer blutüberströmten jungen Frau und einem Schneesturm. Auf den ersten Seiten geht es dann auch genau um diese Ereignisse, es baut sich auch eine schöne Spannungskurve auf. Dann allerdings gibt es einen Zeitsprung von einem Jahr, womit die Aufarbeitung der Gedächtnislücken und Veränderungen der vier Männer beginnt. Leider ist das dann durchsetzt mit immer denselben Wiederholungen.  Obwohl der Schriftsteller es bei mir durchaus geschafft hat Sympathie für die einzelnen Charaktere zu wecken, war ich davon nach einer Weile einfach nur noch genervt. Stellenweise hatte ich das Gefühl, die Geschichte bewegt sich keinen Schritt vorwärts. Würde man im Buch alle diese Wiederholungen und unnötigen Ausdehnungen weglassen, käme man gewiss nur noch auf etwa 150 Seiten. Was mich dann aber wirklich am meisten gestört hat war, dass die Story sich in eine völlig andere Richtung bewegt, als aus dem Klappentext herauszulesen war. Das ist in etwa so, als wenn man heißhungrig ein blutiges Steak im Restaurant bestellt und bekommt dann ein Tofu-Schnitzel vorgesetzt! Ich möchte an dieser Stelle auch nicht zu viel spoilern, indem ich auf Details zur Auflösung der Geschichte eingehe. Aber ich kann so auch keine gute Bewertung geben, denn ich würde das Buch nicht nochmal zur Hand nehmen, vor allem nicht mit der oben genannten Erwartungshaltung. Gute Ansätze sind zumindest trotzdem vorhanden.

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  • Was lauert in der Finsternis?

    Finstere Nacht
    annlu

    annlu

    23. February 2016 um 07:30

    „Manche Menschen pfeifen im Dunkeln eine Melodie“, antwortete er. „Ich habe stattdessen gelernt zu lachen.“ „Aber keines von beidem hilft.“ Seth Roman, sein Bruder Raymond und zwei seiner Arbeitskollegen wollen einige Tage in einer Hütte in den Wäldern Maines verbringen. Doch dann zieht ein Schneesturm auf und mit ihm kommt eine blutbefleckte, junge Frau mit einer unglaublichen Geschichte zu ihnen. Nachdem sie am nächsten Tag verschwunden ist, beschließen die Männer, die Sache zu verschweigen. Doch das Schweigen nagt an ihnen, Angst und böse Ahnungen verändern ihr Leben. Nach einer kurzen Episode in den Wäldern zeigt die Geschichte die Ereignisse ein Jahr nach dem Vorfall in der Hütte. Meist mit Seth oder Raymond im Mittelpunkt, wird erst einmal ihr Alltag und ihre Lebensgeschichte erzählt. Nach dem spannenden Beginn ist dieser Part nicht wirklich unheimlich. Dennoch zeigen einige Anspielungen und ein Gespräch mit einer Psychiaterin, dass das Leben der Männer nicht mehr dasselbe ist, wie vorher. Gerade Seth fühlt sich an Ereignisse in seiner Kindheit erinnert, die Raymond betreffen. Während die anderen zwar ein eigenartiges, bedrohliches Gefühl verspüren, scheint er mehr zu wissen, ohne dieses Wissen groß preis zu geben. Seine Aussagen bleiben vage und sind eher Anspielungen. Nicht offensichtlich, viel mehr unterschwellig, wird die Angst der Freunde beschrieben. Obwohl einige Szenen aus Träumen erzählt werden und immer wieder auf die Erinnerungen von Seth und Raymond eingegangen wird, fehlten der Geschichte zeitliche Sprünge und lange Zeit das Verwischen zwischen Realität und Traum, wie sie in anderen Erzählungen des Autors vorkommen. Daher hatte ich das Gefühl als würde ich den Faden nie verlieren und die Zusammenhänge recht schnell verstehen. Ich habe schon einige Werke des Autors gelesen und mochte die Szenen eigentlich immer, von denen nicht so ganz sicher ist, ob sie nicht nur der Einbildung der Charaktere entspringen. Hier allerdings konnte ich diesen Szenen, die auch gewalttätig sein können, nicht so viel abgewinnen. Das lag zum Teil daran, dass die Geschichte von Beginn an anders aufgezogen wurde und sich viel mehr in der Realität als in Träumen abspielt. Erst mal daran gewohnt, fand ich die Erzählung sehr gut. Erst nach der Hälfte ändert sich dieser Erzählstil plötzlich und sehr viele fantastischere und düstere Elemente tauchen auf. Das Ganze artet zu einem Verschwörungsszenario aus, bei dem manche Gespräche und Szenen in die Länge gezogen wurden. Das Ende hat mich wieder etwas mit der Geschichte versöhnt, war aber nicht zu hundert Prozent zufriedenstellend. Fazit: Nach dem sehr spannenden und gut geschriebenen ersten Teil nahm die Geschichte sowohl in ihrer Handlung, als auch in ihrem Erzählstil eine Wendung, der ich nicht so viel abgewinnen konnte. Warum dennoch die 4 Sterne-Bewertung? Diese ergibt sich als Mittel aus meiner anfänglichen Begeisterung (bei der ich sicher 5 gegeben hätte) und meiner etwas kritischen Stimmung zuletzt.

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  • Psychohorror

    Finstere Nacht
    AnjaSc

    AnjaSc

    21. February 2016 um 21:14

    Autor: Greg F. Gifune Buch: Finstere Nacht Zum Inhalt: Für Seth Roman, seinen jüngeren Bruder Raymond und ein paar Freunde sollten es ein paar Tage voller Spaß und Entspannung in einer Hütte in den Wäldern Maines werden. Eine Woche Kartenspielen und Trinken – fernab des stumpfen Arbeitsalltags. Doch als eine junge Frau in ihre Hütte taumelt – die Kleider blutbefleckt – ändert sich ihr Leben für immer. Die Frau bringt etwas mit in die Hütte; alt und tödlich, böse und unmenschlich. Etwas, das Raymond seltsam vertraut vorkommt, einem jungen Mann, den seit seiner Kindheit unerklärliche nächtliche Schrecken verfolgen, die ihn noch als Erwachsenen quälen. Als ein schwerer Schneesturm einsetzt, scheint die Nacht lebendig zu werden und ein unheilvolles Spiel beginnt. Meine Meinung: Louis, Darian, Seth und dessen Bruder Ray unternehmen einen Ausflug zu einer Berghütte um ein Wochenende unter Männern zu verbringen. Sie wollen trinken, pokern und Spaß haben. Leider kommt es völlig anders, ein blutüberströmtes Mädchen, welches im Schnee auf sie stößt, durchkreuzt die Pläne der Männer. Die Freunde nehmen das Mädchen mit in die Hütte um ihr zu helfen, während draußen ein Schneesturm tobt sind alle gemeinsam in der Hütte eingeschlossen. Diese Nacht soll die Männer für immer verändern, nichts ist mehr so wie es vorher war. Die Erinnerungen an die Nacht sind verschwommen und alle haben sich verändert. Wie weit die Veränderungen reichen, was wirklich passiert ist, welches Märtyrium die Freunde durchstehen entblättert sich nur zögerlich im Laufe des Buches. Immer wieder ist man hin und her gerissen ob man an das Böse glaubt, oder ob es nicht einfach eine Psychose bzw. blanker Wahnsinn ist der dort dargestellt wird. Im vorletzten Kapitel schließt sich der Kreis komplett und eine Frage die sich ganz zu Anfang stellt klärt sich völlig selbstverständlich. Die Geschichte spielt hauptsächlich in der Gegenwart, aber durch Rückblenden werden immer wieder Lücken geschlossen. Diese Zeitsprünge halten die Spannung im Buch. Das Ende der Geschichte ist eigentlich auch wieder ein Anfang, oder besser gesagt der Anfang, oder doch nur die Vorstellung eines Wahnsinnigen der seine Taten versucht zu rechtfertigen? In dem Fall hoffe ich, dass der Lauf der Dinge geändert werden kann. Da es mein erstes Buch von diesem Auto war kann ich nichts dazu sagen, ob er sich in gewohnten Bahnen bewegt. Ich würde es es als Psychohorror beschreiben, der eher subtil ein unheimliches Gefühl erzeugt.

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  • Finstere Nacht

    Finstere Nacht
    Virginy

    Virginy

    09. February 2016 um 17:00

    Seth will mit seinen Freunden Louis und Darian ein paar Tage in einer Hütte im Wald verbringen, Kartenspielen und Trinken ist angesagt, im letzten Moment stößt auch noch Seths jüngerer Bruder Raymond dazu. Dort angekommen, zieht ein Schneesturm auf und während sie noch ihre Sachen aus dem Auto laden, taucht ein blutverschmiertes, halbnacktes, gehetztes Mädchen im Schnee auf und hält direkt auf sie zu. Wie sich herausstellt, ist Christy nicht verletzt, das Blut stammt von jemand anderem. In Kurzfassung erzählt sie ihre Geschichte, sie ist per Anhalter mit einem Mann mitgefahren, der hat sie in seine Hütte verschleppt und vergewaltigt, bis es ihr gelang, ihn zu töten und zu fliehen. Aufgrund des Sturmes ist der Weg ins nächste Krankenhaus versperrt, auch die Handys funktionieren nicht und so beschließt man, sich erstmal die Nacht um die Ohren zu schlagen. Irgendwann wird Seth wach, Christy und Raymond sind verschwunden, die Tür steht offen und draußen tobt der Sturm. Man macht sich auf die Suche nach den Beiden, aber wegen der beißenden Kälte und dem Sturm muß man schon bald aufgeben. Raymond taucht später wieder auf, aber niemand weiß, wo er war und wie er überlebt hat. Nach diesem Ausflug geht es den Freunden immer schlechter, sie sehen seltsame Dinge, haben merkwürdige Träume... Irgendetwas ist in dieser Nacht geschehen, aber keiner weiß mehr, was. Und dann kehrt die Erinnerung zurück, langsam und bruchstückhaft... Ich liebe Gifunes Schreibstil, die Geschichte hat mich diesmal jedoch etwas verwirrt, vielleicht hätte ich mir am Wochenende nicht "Shutter Island" ansehen sollen... Das mit Seth und seinen Freunden etwas nicht stimmt, weiß man von Anfang an, die große Frage ist nur, was ist damals passiert. 4 von 5 Sternen gibts von mir für Greg F. Gifunes neuestes  Werk.

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