Greg F. Gifune Kinder des Chaos

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Inhaltsangabe zu „Kinder des Chaos“ von Greg F. Gifune

Tief in der mexikanischen Wüste lauert die Hölle. In einer verregneten Nacht begegnen die Jungen Phil, Jamie und Martin einem seltsamen Mann, dessen Körper über und über mit Narben bedeckt ist. Er scheint irgendwie mehr zu sein als nur ein Mensch. und als der Tag graut, sind die Kinder zu Mördern geworden und ihre Schicksale haben sich für immer verdunkelt. 30 Jahre später wird Phil zu Martins Mutter gerufen. Sie erzählt, dass Martin seit Jahren geisteskrank ist und sich für einen Gott hält. Mit seinen Anhängern soll er in der Einsamkeit der mexikanischen Wüste leben und immer wieder Menschen töten, um mit ihrem Blut grausige Rituale vollziehen zu können. Obwohl bereits mehrere angeheuerte Detektive verschwunden sind, bittet die todkranke Frau Phil, ihren Sohn zu finden und für ein letztes Wiedersehen nach Hause zu bringen. Famous Monsters of Filmland: 'Unter den Erzählern der dunklen Literatur ist Gifune derzeit der, der am meisten Angst einjagt.' Tom Piccirilli: 'Gifune weiß, wie er dir das Blut in den Adern gefrieren lässt.' Brian Keene: 'Gifune ist, ganz einfach, einer der absolut besten Erzähler der Dark-Fiction.' Ed Gorman: 'Greg Gifune ist wirklich einzigartig. Unter den jungen Thrillerautoren gehört er zu meinen Lieblingen.' Deutsche Erstausgabe. Umschlag in der Festa-Lederoptik

Achterbahn der Gefühle! Genial geschriebener Thriller!

— Power86
Power86

Volle Punktzahl für Gifune :)

— Virginy
Virginy

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Wildfutter

kurzweilig und unterhaltsam

StephanieP

Gray

Obwohl es sich hierbei um einen Kriminalroman handelt, ist dieses Buch doch überraschend lustig.

Leseratte18

Schockfrost

Genial und hyperspannend! Macht Lust auf mehr.

stzemp

Ich soll nicht lügen

Sehr packend, man rätselt bis zum Ende, wer nun die Wahrheit sagt und wer lügt. Jedoch mir ein bisschen zu verworren.

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Der Totensucher

Spannend ohne Längen mit sympathischen Protagonisten. Für meinen Geschmack etwas zu actionbeladen, dennoch klare Leseempfehlung

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  • Achterbahn der Gefühle! Genial geschriebener Thriller!

    Kinder des Chaos
    Power86

    Power86

    16. April 2015 um 21:50

    Was soll ich sagen? :) Ich bin mehr als begeistert. Echt ein Wahnsinns-Buch. Gifune schreibt wundervoll und die Handlung ist der reine Wahnsinn. Das Ende kam total unerwartet. Sowas liebe ich an guten Büchern, wenn am Schluss die Gefühle Achterbahn fahren. Bei diesem Buch, oh ja wurde meine Seele auf eine "Expedition Ge-Force" gesetzt. Gifune ist wirklich einzigartig. Man kann seine Bücher mit keinem anderen Autor vergleichen.

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  • Die Sünden der Vergangenheit...

    Kinder des Chaos
    Virginy

    Virginy

    10. January 2015 um 04:27

    Nach einem Rummelbesuch am Abend treffen Phil, Martin und Jamie im Wald auf dem Nachhauseweg  auf einen mysteriösen Narbenmann. Kurz davor wurde ein kleines Mädchen ermordet und die 3 sind sich sicher, der unheimliche Mann muß der Mörder sein. Nach einigen Worten und einem Handgemenge ist der Mann tot und die Kinder lassen ihn und seine Habseligkeiten verschwinden. Von diesem Tag an ist nichts mehr, wie es einmal war. Jeder der Jungs geht von nun an seine eigenen Wege. 30 Jahre später: Phil ist Schriftsteller, sein Kindheitswunsch hat sich erfüllt, aber das ist auch schon alles. Erhat seine Heimatstadt längst verlassen, ist geschieden, kommt mit den Unterhaltszahlungen für seine Tochter kaum hinterher und auch dem Alkohol ist er sehr zugetan, aber das Schlimmste sind die Alpträume. Eines Tages taucht eine junge Frau bei ihm auf, die von Martins Mutter beauftragt wurde, ihn zu ihr zu bringen. Phil will um nichts in der Welt zurück nach Hause, aber die alte Dame bietet ihm viel Geld an und so macht er sich auf den Weg. All die bösen, verdrängten Erinnerungen kehren zurück. Von Martins Mutter erfährt er, das dieser nach der Schule durch die Welt gereist ist und immer merkwürdigere Briefe nach Hause schrieb. Inzischen soll er irgendwo wie ein bösartiger Guru in der mexikanischen Wüste leben und seine Jünger um sich versammelt haben. Martins Mutter hat Krebs im Endstadium und möchte, das Phil ihren Sohn nach Hause bringt, für einen beachtlichen Geldbetrag natürlich. Phil hat von Anfang an ein ungutes Gefühl, das natürlich auch nicht besser wird, als er erfährt, das bereits 2 Dedektive an dieser Aufgabe gescheitert sind, einer ist spurlos verschwunden, der andere ist eine Frau und die ist kurz vorm Durchdrehen. Auch von Jamie erfährt er Neues. Der ist Priester geworden, wie er immer wollte, saß dann aber wegen Kindesmißbrauch im Gefängnis und soll nun ausgerechnet in der Nähe von Martin in Mexiko leben. Wie es scheint, hat das Leben alle 3 für ihren Mord als Kinder gestraft, keiner von ihnen hat sich wirklich davon erholt. Und obwohl er von Anfang an weiß, das es ihn ins Verderben führen wird, nimmt Phil den Auftrag und macht sich auf den Weg nach Mexiko, auf eine Reise ins Grauen... Mal wieder ein Gifune und wie immer bewundere ich den melancholischen, düsteren Schreibstil. Es gibt keinen Ausweg in diesem Buch, man weiß, die Figuren laufen in ihr Verderben, vielleicht macht auch gerade das den Reiz aus. Einen Pluspunkt auch für das bitterbösen Schluß, auch wenn er sich am Ende schon etwas abzeichnete. Was soll ich sonst noch dazu sagen? Lest es einfach :)

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  • Albtraumhaft

    Kinder des Chaos
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. August 2013 um 20:53

    „Kinder des Chaos“ ist eine Neuinterpretation von Conrads „Herz der Finsternis“, doch man muss Conrads Werk nicht kennen, um Gifunes lesen zu können. Joseph Conrad war ein polnischer Schriftsteller, der auf Englisch schrieb. Seine bekanntesten Werke sind die Romane „Lord Jim“, „Nostromo“ und eben die Erzählung „Herz der Finsternis“. Inhalt: Ende des 19. Jahrhunderts, der Flussdampferkapitän Marlow reist im Auftrag einer belgischen Handelskompanie tief in den Kongo. Auf seiner Reise erlebt er unverständliche Wirrnisse, Sinnlosigkeit und eine unvorstellbare Ausbeutung der Einheimischen. Die Reise auf dem Fluss entwickelt sich immer mehr zur Reise in sein eigenes Unterbewusstsein, in ein finsteres Labyrinth von Lüge und Schuld. Marlow trifft auf den berüchtigten Elfenbeinhändler Kurtz. Dieser hat aus seinem Handelsposten ein Zentrum des Bösen gemacht und sich so eine machtvolle Position erschaffen, von der aus er scheinbar frei schalten und walten darf. Der symbolträchtige Text wird immer wieder diskutiert und neu interpretiert, z.B. zu den Themen Postmoderne und Postkolonialismus. „Kinder des Chaos“ gliedert sich in eine Art Prolog und drei Teile. Im Prolog wird erzählt, wie die Jungen Phil, Jamie und Martin in einer regnerischen Nacht einen seltsamen Narbenmann, der kein richtiger Mensch zu sein scheint, töten. In Teil eins ist Phil, der Protagonist, 44, geschieden, hat eine 15-jährige Tochter und ein Alkoholproblem. Er versucht, sich als Schriftsteller über Wasser zu halten und kämpft immer noch mit der Schuld, die er mit der Tat als Junge auf sich geladen hat. Eines Tages erhält er Besuch von einer Frau, die ihn im Auftrag von Martins Mutter, Mrs. Doyle, bittet, zurück in seine Heimatstadt zu kommen und sie zu besuchen; es sei wichtig. Phil hat von seinen Freunden seit Ewigkeiten nichts mehr gehört und ist wenig begeistert, jedoch stimmen die 5.000 Dollar, die die Frau ihm gibt, um. Von Mrs. Doyle, die alt und krank ist, erfährt Phil, dass Martin viel herumreiste, offensichtlich den Verstand verlor und in Mexiko einen merkwürdigen Kult gegründet hat, dessen „Gott“ er nun ist. Mehrere Privatdetektive, die mehr herausfinden sollten, sind verschwunden, und nun ist Phil ihre letzte Hoffnung; er soll nach Mexiko reisen und Martin nach Hause holen. Phil ist erneut alles andere als begeistert, doch schließlich überzeugt ihn wieder das Geld, und er nimmt den Auftrag an. In Teil zwei reist Phil nach Tijuana. Er stellt Nachforschungen an, trifft dabei auf Jamie, und erfährt dabei Unheilvolles über den Kult, der sogar von der Polizei gemieden wird und sich mitten in der Wüste in einer alten Kirche befinden soll. Dorthin führt der berüchtigte Corredor de Demonios, und schließlich heuert Phil einige harte Burschen an, die ihn dorthin bringen sollen. Diese Reise wird zu einem Albtraum und Phil wird mit unvorstellbarer Grausamkeit konfrontiert - spätestens ab hier kommen Horrorfans auf ihre Kosten. In Teil drei schließlich erreicht Phil die Kirche, die den Kult beherbergt, und trifft auf Martin, der ihn schon erwartet. Der finale Part des Buchs schlägt die Brücke zur Tötung des Narbenmannes, dem Ereignis, das über allem schwebt. Außerdem stellt er die in Sachen Grausamkeit bereits albtraumhafte Reise zur Kirche noch einmal in den Schatten, und es geht Gifune-typisch um knifflige Themen wie die Frage nach Gott oder dem freien Willen und damit dem Schicksal. Der Plot schlägt bis in die letzten Seiten noch ein paar Haken und lässt den Leser schließlich betäubt und nachdenklich zurück. Man braucht kein Literaturexperte zu sein, um die Parallelen zu „Herz der Finsternis“ zu sehen: Die Reise in den Kongo bzw. nach Mexiko, die Fahrt auf dem Strom bzw. dem Corredor, der böse Kurtz in seinem Handelsposten, Martin in seiner Kirche, und etliche weitere Details … „Kinder des Chaos“ ist insofern ein etwas untypischer Gifune, als dass das Buch relativ straight ist. Gifune steht (zumindest für mich) für dunkle, melancholische und philosophisch/metaphysische Atmosphäre. Die gibt es auch hier, doch es wird nicht ganz so sehr in ihr gebadet wie sonst. Auch die philosophisch/metaphysische Ebene, die i.d.R. im finalen Part erklommen wird, ist hier nicht so hoch. Insofern ist das Buch also vielleicht etwas massentauglicher. In Bezug auf „Herz der Finsternis“ finde ich das Buch auch gelungen, es passt, dass Gifune sich diesem Werk angenommen hat, wer es liest, wird es verstehen. Gifune ist meiner Meinung nach bei seinen kürzeren Sachen am stärksten (z.B. Die Einsamkeit des Todbringers oder Judas Goat) – bei längeren (z.B. Blutiges Frühjahr. Fantastischer Thriller) kam es mir bisher immer etwas gestreckt vor. Das ist auch hier ein bisschen der Fall, rückblickend finde ich z.B. den Part über Phils Familie etwas lang, daher insgesamt vier Sterne. Alles in allem also ein guter, mal etwas anderer Gifune; direkter und (in der zweiten Hälfte) härter als sonst, außerdem etwas weniger philosophisch/metaphysisch.

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