Greg Gorman As I see it, dtsch. Ausg.

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Inhaltsangabe zu „As I see it, dtsch. Ausg.“ von Greg Gorman

"Ach, ich wünschte nur, ich besäße dieselbe physische Schönheit wie seine Modelle." So äußert sich Elton John in seinem Vorwort über Greg Gormans Fotos, die er zu Recht in die Tradition der Männeraktaufnahmen von Wilhelm von Gloeden, Herbert List, George Platt Lynes und Bruce Weber stellt. Über dreißig Jahre hinweg hat Gorman nun den neoklassizistischen Stil seiner Schwarzweißfotografien entwickelt, die in minimalistischer Umgebung in hartes Licht getaucht sind und eine stark skulpturale Qualität besitzen. Gorman hat ein Motto, das seinem Band als Titel dient: "As I see it." Seine persönliche Blickvorliebe gilt dem teilweise sehr jungen Männerkörper. Statt muscle power zeigt uns Gorman die sinnliche Komponente des männlichen Aktes. Und die ist nicht im Pectoralis oder Penis, sondern in den Augen zu finden. Es soll sich eine Kommunikation zwischen Modell und Betrachter entwickeln -- "Gedankenaustausch" nennt er sie selbst -- weshalb Gorman auf ausstatterischen Schnickschnack verzichtet und sich ganz auf die Aussagekraft des porträtierten Körpers verlässt. "Vertrauen", so der Künstler, "war in meiner Welt der Fotografie immer das Wichtigste." Dieses Vertrauen ist besonders dann bestätigt, wenn sich Modelle, die noch nie als Aktmodell posierten, dem Fotografen öffnen, mit den Kleidern ihre Angst ablegen und ihrer eigenen Unsicherheit trotzen. Aber natürlich sind auch wie schon in seinem Fotoband Perspectives Profis wie Tony Ward, Christopher Atkins und Alexis Arquette in hochsensiblen Sequenzen zu bestaunen. As I See It ist aber überdies ein Buch, das den mit HIV und AIDS Lebenden gewidmet ist. Diese Hommage ist um so subtiler, als viele der Akte einen Männerkörper zeigen, der noch eine Aura des Unschuldig-Schönen, gar Unberührbaren ausstrahlt. Falls wir selbst jedoch nicht dem gormanschen Schönheits-Ideal entsprechen mögen, so bleibt uns nichts anderes übrig, als Elton Johns Vorschlag zu folgen und die Fotos in unserer Bibliothek zu bewundern. Was wahrlich nicht das Schlechteste ist. --RJ Poole
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