Greg Walters

 4.7 Sterne bei 182 Bewertungen
Autor von Die Geheimnisse der Alaburg, Die Legenden der Alaburg und weiteren Büchern.
Greg Walters

Lebenslauf von Greg Walters

"Wer nicht liest, der lebt nur ein Leben. Wer es tut, der lebt tausende." Ich habe schon viele Leben gelebt und zahlreiche Abenteuer zwischen Buchseiten bestanden. Irgendwann hat mir das Lesen nicht mehr ausgereicht und ich habe selber begonnen zu schreiben. Herauskam die Farbseher-Saga um den jugendlichen Magier Leik. Eine High-Fantasy-Buchreihe für Jugendliche ab 12 Jahren und die gesamte Familie. Die vierbändige Farbseher Saga ist inzwischen beendet und hat zahlreiche begeisterte Leser gefunden, außerdem wurden die Bücher als Hörbücher vertont. 

Meine neue Serie "Die Bestien-Chroniken" richtet sich ebenfalls wieder an ein All-Age-Publikum ab 12 Jahren und entführt den Leser_in eine antik-dystopische Welt voller Monster und Magie.

Neben dem Schreiben verbringe ich viel Zeit mit meiner jungen, wilden rotblonden Labradorhündin Lenka. Auf langen Spaziergängen mit ihr kommen mir die besten Ideen.

Botschaft an meine Leser

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Ich freue mich von Ihnen/ euch zu hören.


Euer Greg

Neue Bücher

Bestias

 (2)
Neu erschienen am 09.11.2018 als Hörbuch bei Ronin-Hörverlag.

Bestias

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Die Geheimnisse der Alaburg

Die Geheimnisse der Alaburg

 (85)
Erschienen am 13.10.2017
Die Legenden der Alaburg

Die Legenden der Alaburg

 (39)
Erschienen am 29.09.2017
Die Chroniken der Alaburg

Die Chroniken der Alaburg

 (24)
Erschienen am 13.10.2017
Die Sagen der Alaburg (Die Farbseher Saga)

Die Sagen der Alaburg (Die Farbseher Saga)

 (14)
Erschienen am 21.11.2017
Bestias

Bestias

 (14)
Erschienen am 20.07.2018
Bestias: Die Bestien Chroniken I

Bestias: Die Bestien Chroniken I

 (0)
Erschienen am 18.07.2018
Die Geheimnisse der Alaburg

Die Geheimnisse der Alaburg

 (4)
Erschienen am 03.04.2017
Bestias

Bestias

 (2)
Erschienen am 09.11.2018

Neue Rezensionen zu Greg Walters

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Rinas-Bücherblogs avatar

Rezension zu "Bestias" von Greg Walters

Eine wunderbare Fantasiegeschichte mit tollem Sprecher
Rinas-Bücherblogvor 6 Tagen

Eine wunderbare Geschichte von Greg Walters vertont von einer Stimme , die nicht besser zur Geschichte passen könnte.

Stimme:

Die Sprechstimme fand ich sehr angenehm und es faszinierte mich die verschiedenen Protas so unterschiedlich wie sie waren mit den verschiedensten Stimmen zu versehen.

Sven Reinbold schaffte es mich als Hörer in die Geschichte tauchen zu lassen und mit seiner Stimme Dinge in Szene zu setzen. Die Betonungen waren sehr gut gelungen.

Sicher werde ich mir bei Zeiten diese Geschichte gerne ein weiteres mal anhören, denn sie hat mir sehr gut gefallen.

Zur Geschichte :

Da ich diese bereits als Ebook gelesen habe und es bereits eine Rezi zu gibt, möchte ich nur betonen auch ein 2. Mal  – diesmal gehört hat sie mein Herz erobert.

Rezi Bestias I von Greg Walters

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alice14072013s avatar

Rezension zu "Bestias" von Greg Walters

"Wahre Stärke ist der Mut, mit dem Herzen zu sehen "
alice14072013vor 12 Tagen

"Sie kamen über uns wie Heuschrecken. Allein in den ersten Stunden starben Tausende. Wehrlos, überrascht. Der Tod ereilte sie in ihren Betten, Küchen, Arbeitsstätten, Wirtshäusern, beim Lieben und beim Weinen." Bestien- Chroniken Tag 1,(Zitat aus dem Buch)

Beklemmung, eine Gänsehaut die sich ganz langsam von meinem Rücken über meinen gesamten Körper zog und Faszination. Das waren meine spontanen Gefühle, die sich bereits mit den ersten Zeilen in mir festgesetzt hatten. Eine Empfindung, die selten eine Geschichte schon von Beginn an in mir auslöst. Meine Nerven waren vom ersten Augenblick an gespannt, meine Wahrnehmung fokussiert und es gab nicht einen Moment, der mich von dieser Geschichte, die danach auf mich wartete hätte ablenken können. "Bestias - Die Bestienchroniken" hatte sein Netz nach mir ausgeworfen und ich war in seiner erschreckenden, aber auch auf verstörende Art anziehenden Welt gefangen. Bis zum nervenaufreibenden Ende.

In einer Welt, in der grausame Bestien den Tod über die Menschheit brachten, haben die Überlebenden Zuflucht in einer letzten Stadt gefunden. Kol, deren Name Hoffnung bedeutet, bietet den Menschen mit seiner magischen Kuppel Schutz vor den Übergriffen der Bestien. Doch unter der Kuppel schwelen Gefahren, die den Bestien in nichts nachstehen. Machtgier, Intrigen, Sklaverei und gnadenlose Gladiatorenkämpfe, die das freudlose Dasein der Bevölkerung erheitern. In diesen Sumpf geraten vier Außenseiter, die sich schon bald fragen müssen, wer die wahre Bestie ist...

"Atme, du musst atmen". Die Worte sind fast schon mein Mantra geworden. Ich kann nicht sagen, wann ich zuletzt einer Geschichte folgen durfte, deren Spannungsbogen sich durchgehend auf höchstem Niveau befunden hat und die gleichzeitig ihrem roten Faden so konsequent stimmig gefolgt ist. Aber das war bei weitem nicht alles, was Bestias für mich zu einem ergreifenden Erlebnis gemacht hat.

 Es ist unfassbar, welche Emotionen mich begleitet haben. Von schockiert, bestürzt, berührt, voller Abscheu bis angsterfüllt, bin ich fast die gesamte Palette meiner Gefühlsregungen durchgegangen. Und ich hätte nie für möglich gehalten, dass ich gleichzeitig das Bedürfnis haben würde zu lachen, während mir ein Kloß im Hals steckte, weil die Situation so hoffnungslos und grausam war.  In Bestias gelingt es Greg Walters nicht nur auf sehr ergreifende Art das Erleben und Empfinden seiner Charaktere so lebendig und transparent zu schildern, dass  wir an ihrer Stelle fühlen, sondern er schafft es, uns durch seine antike Welt die Augen zu öffnen. Wir begegnen menschlichen Abgründen, die uns aufrütteln, weil sie gar nicht so weit weg von der Realität sind. So wenig wir es vielleicht wahrhaben wollen, wir können nicht wegsehen, wenn uns der Spiegel vorgehalten wird. Die Leichtigkeit mit der uns der Autor in ein düsteres Abenteuer schickt, dem wir uns nicht entziehen können, weil es zu einem spannenden Kampf um Leben und Tod wird und uns dabei unsere ureigenen Schwachstellen vor Augen führt, ist mehr als beeindruckend. So steht am Ende nur eine Frage: Vor welcher Bestie müssen wir uns wirklich schützen?

"Wer ist die größere Bestie? Die Monster, die uns überfallen haben, oder wir selbst in unserem gnadenlosen Überlebenskampf untereinander?" Die Bestien-Chroniken - Tag LXII  ( Zitat aus dem Buch)

Klappentext:

Fünf mörderische Bestien, die den Tod über die alte Welt gebracht haben
Vier Außenseiter, deren Leben urplötzlich auf den Kopf gestellt wird
Drei tödliche Spieltage im Amphitheater
Zwei Möglichkeiten: Siegen oder Sterben
Eine letzte Metropole und ihr schreckliches Geheimnis

Tödliche Bestien haben die Macht in der Welt übernommen. Nur in der ewigen Stadt Kol leistet die menschliche Zivilisation noch Widerstand. Geschützt von einer magischen Kuppel, trotzt sie den unnatürlichen Kreaturen. Doch auch innerhalb der Stadtmauern ist es alles andere als sicher, denn dort lauert das gefährlichste aller Wesen - der Mensch.

Meinung:

"Es gibt nicht nur eine Art von Bestien, sondern fünf. Der Nachtvogel kann fliegen und Feuer speien. Der Felsengram ist unglaublich stark, unbesiegbar gepanzert und zermalmt alles zwischen seinen Kiefern. Die Lacernae jagen im Rudel, sind schneller als der Wind und haben messerscharfe Zähne und Krallen. Das Acidum ist klein, rund und hat ein gelbweißes Fell. Die Bestie sieht niedlich aus, allerdings speit sie allen tödliche Säure ins Gesicht, die ihr zu nahe kommen. Unzählige Kinder sind Acidumschwärmen zum Opfer gefallen. Und die fünfte Bestienart ist die gefährlichste von allen und vielleicht nur ein Mythos. Die Menschen, denen wir begegnen, flüstern ängstlich ihren Namen: die weißen Schatten. Die Bestien-Chroniken - Tag D" ( Zitat aus dem Buch )

Dunkel, grausam und hoffnungslos ist die Welt, in die uns Greg Walters schickt. Eine Welt beherrscht von Wesen, die den Menschen über Nacht den Tod brachten. Sie hatten ihnen nichts entgegenzusetzen. Die Bestien zerstörten ihre Heimat, vernichteten ihre Familien, nahmen ihnen den Glauben und zwangen die wenigen Überlebenden zu einem Leben im Verborgenen, voller Angst. Bis einige wenige Menschen beginnen magische Fähigkeiten zu entwickeln, mit deren Hilfe sie fortan überleben können. Aber nicht alle Magier führen die Menschen weise. Doch es gibt eine Siedlung, die die Bestien meiden. Kol, die Stadt auf den sieben Hügeln, deren Name für  Hoffnung steht. Hier finden die Menschen Zuflucht unter einer magischen Kuppel, die die Bestien abhält. Doch das blühende Leben in der Pracht Kols  trügt. Finden die Menschen hier wirklich Sicherheit und Frieden? Oder birgt Kol einen ganz eigenen Fluch? Diese Frage enthüllt sich auf zwei verschiedenen Ebenen. Im aktuellen  Geschehen und in jedem Kapitel vorangestellten Auszügen aus den Bestien - Chroniken, in denen die Geschichte der Menschen niedergeschrieben wurde, seit die Bestien über sie kamen. Es entfaltet sich Schritt für Schritt eine Welt, deren wahrer Schrecken sich uns erst mit der Zeit in seinem vollen Ausmaß erschließt. Und dennoch hat sie eine beängstigende Faszination auf uns. Es ist wie ein Sog, dem man sich nicht entziehen kann, weil man etwas Böses spürt, dem man auf den Grund gehen will, aber dennoch die Gewissheit fürchtet. Angst ist ein starker Magnet.

Welche Assoziation könnte Kol besser beschreiben, als das Rom der Antike. Die Parallelen sind hier nicht zufällig gewählt. Eine Stadt, erbaut auf sieben Hügeln, als Zentrum der Macht, wo die Herrscher und einflussreichen Bürger ein Dasein in Pomp und Verschwendung leben und gleichzeitig ihr eintöniges Leben durch eine zweifelhafte Art der Zerstreuung aufzuwerten suchen. Das Streben nach Herrschaft und Kontrolle ist immens. Sklaverei und Intrigen werden übertüncht durch das gewaltige Spektakel der Gladiatorenspiele in der Arena, in der der Kampf auf Leben und Tod die Menschen von dem Sumpf ablenkt, der in ihrer Stadt herrscht. Ein gewaltiges Mahnmal unter dem Vorwand der Belustigung, das sie daran erinnert, sich den Mächtigen nicht in den Weg zu stellen.

„Kol war wie eine Krankheit, die in die Menschen sickerte und immer stärker ausbrach, je länger sie sich hier aufhielten.“ ( Zitat aus dem Buch )

Nur Wenige haben das Privileg in die einflussreichen Familien geboren zu werden, oder an der Schule der Magi  Zauberei zu studieren, um nach bestandener Prüfung bei einer der sieben angesehenen Familien auf eine bedeutende Anstellung zu hoffen. Das Gefälle zwischen Armut und Reichtum ist gewaltig. Doch welches Leben ist erstrebenswerter? Das Leben unter der fadenscheinigen Sicherheit der Kuppel, das dennoch mehr einem großen Gefängnis ähnelt, in dem man gut daran tut, sich nicht gegen die Mächtigen zu erheben? Oder das freie Leben als Barbar im Weitläufigen Land? Frei, aber immer drohenden Angriffen der Bestien ausgesetzt und der Gefahr den Häschern Kols in die Hände zu fallen, die neues Futter für die Bestien in der Arena suchen.

Was für eine hoffnungslose, deprimierende Ausgangssituation, in der die eigentliche Geschichte ansetzt. Aber gleichzeitig so genial konstruiert und faszinierend. Das Setting, das an das römische Imperium erinnert, wird mit Fantasyelementen wie  Magie und den beängstigenden Bestien zu einer einzigartigen Welt verwoben, von der man sich wünscht, es möge einen nie dorthin verschlagen. Und dennoch möchte man dem Geheimnis um die Bestien und den Geschehnissen in Kol auf den Grund gehen. Man kann gar nicht anders.

Hier beginnt das Schicksal von vier Außenseitern, deren Weg wir zunächst an unterschiedlichen Orten folgen dürfen.
Tarl, der Waisenjunge, der auf den Straßen Kols bettelt und vor einer Bande von Straßenjungen fliehen muss. Seine Flucht führt ihn zu Mamercus, einem ehemaligen Gladiator, der sehr schnell die besondere Gabe des Jungen erkennt. Die Fähigkeit eines Fühlenden, der über Emotionen kommunizieren kann. Diese Gabe soll Tarl zum Verhängnis werden, denn der körperlich schwache und mitfühlende Junge wird dadurch für den Kampf in der Arena interessant.
Das Mädchen Ceres stammt aus einfachen Verhältnissen und wurde für die Schule der Magi ausgewählt. Ihr Stottern und ihre Unsicherheit machen ihr jegliche Hoffnung zunichte, auch nur die erste Prüfung zu bestehen. Durch einen fatalen Fehler entdeckt sie die wahre Macht, die in ihr schlummert, besiegelt aber dadurch ebenso ihr Todesurteil, das in der Arena vollstreckt werden soll. Durch Zufall begegnet sie dort Magnus, dem Schmied und Narren der Arena, der mehr in ihr sieht und fortan zu ihrem Freund und Anker wird.
Magnus ist ein kleinwüchsiger Schmied, der schon seit mehreren Saisons als Narr in der Arena auftritt. Ein lustiges Kerlchen, das immer einen frechen Spruch auf den Lippen hat und sich durch seine Kleverness auszeichnet. Sein Mitgefühl und seine Hilfsbereitschaft machen ihn sofort sympathisch. Doch welches Schicksal verbirgt Magnus, das ihn dazu treibt, sich so viele Jahre der Gladiatorenschule zu verpflichten?
Balger ist ein junger Barbar aus dem Weitläufigen Land. Stark, mutig und klug. Auf der Flucht vor Legionären, beweist er seinen besonderen Wert für die Arenakämpfe gegen die Bestien. Balgers Überlebenswille ist groß und sein Handeln waghalsig. Aber seine Schwachstelle ist sein gutes Herz. Nur indem man es ihm bricht, gelingt es seinen brutalen Häschern ihn zu fangen.
So treffen sich ihre Wege schließlich in der Arena und vereinen sich zu einem Schicksal, dessen Bürde sie nur gemeinsam tragen können. Es ist der Beginn eines verzweifelten Überlebenskampfes, aber auch einem Kampf gegen ihre inneren Dämonen. Das Schicksal schweißt sie zusammen, doch wird ihre beginnende Freundschaft auch den Intrigen, die um sie gesponnen werden, den eigenen Gefühlen, Wünschen und dem Verrat trotzen? Vor allem aber stellt sich ihnen die Frage, gegen wen und für was sie wirklich kämpfen. Sind die Bestien wirklich die wahren Monster? ...

Die Geschichte, die der Autor um seine vier "Helden" gesponnen hat ist atemberaubend, sehr komplex und vereint viele herausragende Attribute, die sie zu einem Gesamtkunstwerk machen, das begeistert. Wir folgen grausamen Kämpfen in der Arena, gegen scheinbar übermächtige Bestien. Wir erleben den Kampf um die Freiheit, sowie die Hoffnungslosigkeit und die Tragik des Geschehens unter dem Netz aus Hass, Lüge und Verrat, das um die vier Protagonisten gewoben wird und sitzen am Ende fassungslos da, wenn uns die gesamte Tragweite all dessen bewusst wird, in das sie unwissend gestoßen wurden. Aber immer wieder dürfen wir auch die berührenden Momente von Freundschaft, Mitgefühl und dem füreinander Einstehen in ausweglosen Situationen erleben. Es sind die Momente, die ein Licht in die düstere Welt setzen und darauf hoffen lassen, dass es doch noch Menschlichkeit gibt, die Veränderung bewirken könnte.

" Die Scheibe wurde langsamer. Die Zahlen, die man eben nur verschwommen wahrnehmen konnte, waren jetzt klar zu erkennen. Balger holte jedes Mal schwer Luft, wenn die Eins den knatternden Metallstreifen passierte. Wieder begann die Runde von vorn. Man konnte jetzt erkennen, dass die Scheibe kaum noch eine volle Umdrehung schaffen würde. Plötzlich spürte Balger eine kleine feuchte Hand in seiner. Er brauchte gar nicht hinzuschauen. Tarl, die Nummer Sieben hatte sie genommen. Balger ließ sie nicht los. In diesem Moment waren sie durch das Schicksal der Zahlen vereint...." ( Zitat aus dem Buch )

Die Handlung folgt einem hohen Tempo, das uns permanent den Atem anhalten lässt. Die Geschehnisse um die Protagonisten sind nervenaufreibend, oft unerwartet und brutal. Sie lassen uns um unsere jungen "Helden" zittern und berühren uns auf sehr eindrückliche Art.
Trotz des hohen Erzähltempos lebt die Handlung von ihren detaillierten Beschreibungen und die Bilder stürzen sehr eindringlich auf uns ein. Bilder von Bestien, die einem eine Gänsehaut entstehen lassen. Bilder einer geifernden Meute von Zuschauern in der Arena, die nur darauf warten Blut zu sehen. Bilder von Zerstörung und Tod. Man ist dabei, lebt die Geschichte, sieht und fühlt. Es ist beeindruckend, wie sehr.
Gemeinsam mit den Bildern überfluten uns  die Emotionen. Angst, Verzweiflung, Wut, Abscheu, Hass, aber auch Mut, Hoffnung, Mitgefühl, Rührung und Liebe. Die Palette der Gefühle war bei mir sehr umfangreich. Es war so leicht mich in die vier jungen Menschen zu versetzen, deren komplettes Leben auf den Kopf gestellt wird. Man erlebt ihre Gedanken, Ängste und auch Hoffnungen bis ins Detail. Sie öffnen uns in wechselnder Perspektive ihr Innerstes und lassen uns an all dem teilhaben, was sie beschäftigt. Ich konnte mich mit jedem von ihnen auf seine Art identifizieren. Ich habe ihre Verzweiflung, ihre inneren und äußeren Kämpfe geteilt, habe mit ihnen gelitten und gezittert. Tarl, Balger, Ceres und Magnus sind in dieser Geschichte lebendig geworden. Sie sind mir zu Freunden geworden, die ich nicht wieder gehen lassen möchte. Greg Walters hat sie mit ihren Handlungen, beschriebenen Gedanken und inneren Zwiegesprächen zu realen Menschen gemacht, die trotz ihrer guten Absichten Fehler machen und Schwächen haben dürfen und das hat sie mir sehr nahe gebracht. Mein heimlicher Liebling wird wahrscheinlich immer der leicht wortkarge, verschlossene Balger sein, der ein so weiches Herz hat. Es hat mich sehr beeindruckt, wie leicht er die Bürger Kohls durchschaut. Wie eindrücklich er beweist, dass ein Barbar ihnen in mancher Hinsicht doch weit überlegen ist.

">>Barbaren<<, rief Balger plötzlich. >>Ihr seid alle Barbaren.<< >>Er hält uns für einen von seinesgleichen, weil wir so sehr an ihn glauben<<, schrie eine Frau mit hoher Stimme.  Alle im Stadion applaudierten freudig. > Idioten, ihr seid alle Idioten, hätte ich rufen sollen.<" ( Zitat aus dem Buch )

" Alles in Balger sträubte sich gegen das, was nun folgte, aber Decimus hatte ihm unmissverständlich klargemacht, dass er sterben würde, wenn er sich weigerte mitzuspielen. Er ging mit vor Aufregung und Zorn klopfendem Herzen in die Mitte der Arena und hob die Arme in die Höhe. Mit fester Stimme brüllte er in die Stille: >> Audaces fortuna adiuvat.<< Das Publikium stöhnte erstaunt auf. >>Den Tapferen hilft das Glück <<, schob er sogleich die Übersetzung hinterher und verbeugte sich.  Jetzt gab es kein Halten mehr. Begeisterter Applaus brandete auf. Balger verbeugte sich einmal im Kreis, damit alle auch sehen konnten, wie sehr er sich ihnen unterordnete. >> Barbarus hic ergo sum, quia nemo me intellegit <<, flüsterte er. >Ein Barbar bin ich hier, da niemand mich versteht<, das stammte von einem der großen alten Denker. Balger hatte seinen Namen vergessen, aber nie passte dieser Spruch besser, als in seiner aktuellen Situation. Damit war sein Auftritt beendet. bevor er sich aber wieder einreihte, raunte er dem Spielleiter noch ins Ohr: >> Ich weiß es.<< " ( Zitat aus dem Buch )

Was bleibt mir noch zu sagen. Es ist Greg Walters auf begeisternde Art gelungen ein sehr aktuelles Thema in einer bewegenden fantastische Geschichte aufzugreifen, das uns alle sehr nachdenklich stimmen sollte. Er zeigt uns, zu was uns unsere Angst vor einem Feindbild treiben kann, wenn wir unsere eigenen Schwächen aus den Augen verlieren. Wir werden panisch, folgen unbedacht den fadenscheinigen Wahrheiten, die uns falsche Vorbilder und selbsternannte Retter vorgaukeln. Dabei übersehen wir, dass wir dadurch in Abhängigkeiten geraten und uns einer weit schlimmeren Gefahr aussetzen. Es lohnt sich immer die Augen zu öffnen und Dinge zu hinterfragen. Wenn wir zusammenhalten, statt uns gegenseitig zu bekämpfen, sind wir weniger angreifbar. Ein mit dem Herzen sehen und aus Mitgefühl handeln, kann manchmal weit mehr bewegen, als wir ahnen. Selbst wenn man in der Minderheit ist. Freundschaft ist ein starkes Band und gibt einem das Gefühl nicht mehr allein zu sein. Auch, wenn alles zerbricht.

Wahre Stärke entsteht aus dem Mut, mit dem Herzen zu sehen.

Eine besondere Empfehlung möchte ich für das Hörbuch dieser Geschichte aussprechen. Es ist gigantisch. Marco Sven Reinbold liest mit einer Vielfalt in seiner Stimme, die ich so noch nicht erlebt habe. Jede Figur hat eine eigene Klangfarbe und ist damit unverkennbar. Der Sprecher lebt die Geschichte. Er transportiert Stimmungen, Emotionen und die Dramatik auf den Punkt. Ich habe selten ein Hörbuch erlebt, das durchweg so fesseln konnte und so absolut glaubwürdig war. Mir fehlen schon fast die Worte, meine Begeisterung zu beschreiben. Chapeau, eine bessere Inszenierung hätte ich mir nicht wünschen können.

Fazit:

Wenn das Böse unter der Kuppel der Hoffnung lauert...
Ich habe alles zu der Faszination gesagt, die "Bestias - Die Bestien Chroniken I" auf mich ausgeübt hat. Greg Walters hat hier eine überragend geniale Welt erschaffen, die mit ihrer Emotionalität bewegt, die fesselt und trotz ihres düsteren Themas und all dem Grauen ein Licht in meine Lesewelt gezaubert hat. So sehr ich den Autor für die Schockmomente und meine Beklemmung in vielen Situationen verflucht habe, ich kann nicht anders, als diese Geschichte zu lieben, die mich so sehr berührt. Ich warte schon jetzt sehnsüchtig auf die Fortsetzung.


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anra1993s avatar

Rezension zu "Bestias" von Greg Walters

Spannender Auftakt
anra1993vor 16 Tagen

Mich hatte bereits seine Geschichte Rund um die Helden der Alaburg fasziniert, sodass ich mich sehr darüber gefreut habe, dass es nun eine weitere Reihe von ihm gibt. Hier hatte mich ebenfalls der Klappentext sehr angesprochen.

Wie gewohnt schreibt der Autor sehr flüssig und bildlich. Zu dem fesselnd und mir gut ausgearbeiteten Charakteren. Diese waren wieder einmal sehr unterschiedlich und voller Macken, die die Geschichte auflockernden und nicht das Gefühl gaben, dass jeder Mensch perfekt sein muss. Ich habe seine Helden sehr gerne bei ihren Kämpfen begleitet.

Die Idee gefällt mir sehr gut. Er greift damit die Gladiatorenkämpfe auf. Jedoch sind es sehr harte Kämpfe für junge Menschen, die nicht selten mit dem Tod enden. Auch die Gestaltung der Bestien hat mir gut gefallen. Kreativ und nach Walters Art.

Ich habe wirklich mitgefiebert und gehofft, dass es für die Helden gut ausgeht. Aber wie es nicht anders ist, ist nicht alles Gold was glänzt. Denn das Ende ist einfach super und ich freue mich auf mehr.

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Liebe Fantasy-Fans,
wir laden Euch zu unserer Hörrunde zu unserem Hörbuch "Bestias - Die Bestien Chroniken I" ein.

Tauche ein in die neue antike Fantasywelt von dem Autor Greg Walters:  Fünf mörderische Bestien, die den Tod über die alte Welt gebracht haben
Vier Außenseiter, deren Leben urplötzlich auf den Kopf gestellt wird
Drei tödliche Spieltage im Amphitheater
Zwei Möglichkeiten: Siegen oder Sterben
Eine letzte Metropole und ihr schreckliches Geheimnis

Tödliche Bestien haben die Macht in der Welt übernommen. Nur in der ewigen Stadt Kol leistet die menschliche Zivilisation noch Widerstand. Geschützt von einer magischen Kuppel, trotzt sie den unnatürlichen Kreaturen. Doch auch innerhalb der Stadtmauern ist es alles andere als sicher, denn dort lauert das gefährlichste aller Wesen – der Mensch.

Gelesen wird das Hörbuch von Marco Sven Reinbold, welcher unter anderem in der Red Rising-Serie hochgelobt wird.

Eine Hörprobe findet Ihr bei uns auf der Website, sowie Infos zu Autor und Sprecher: https://www.ronin-hoerverlag.de/bestias-die-bestien-chroniken-1/

Wenn Ihr Interesse habt, bewerbt Euch hier und lasst uns doch wissen, warum Ihr Fantasyfans seid.  Unter den Bewerbern verlosen wir 10 Hörbücher, die als mp3-Downloadlink per Mail versendet werden. Wenn Ihr die Rezension zusätzlich auf eurem Blog posten wollt, könnt Ihr gerne auch eine physische CD zur besseren Bewertung und Präsentation zugeschickt bekommen.

Wir freuen uns auf Eure Eindrücke und Rezensionen zu „Bestias - Die Bestien ChronikenI"



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Für alle bereits existierenden und kommenden Greg Walter Fans gibt es außerdem spannende Neuigkeiten. Bald wird der neue und finale Band der Farbseher-Saga veröffentlicht "Die Sagen der Alaburg"! Also haltet euch bereit und zügelt die Vorfreude. 



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Viel Erfolg
LG 
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