»Einige von ihnen waren deutlich kleiner als die anderen.
Der Anblick bereitete Tabiaa Übelkeit. Kinder. Sie haben die eigenen Kinder vertrieben, weil der schwarze Regen sie entstellt hat. Sie musste Kasimir recht geben – Menschen waren A*schl*cher.«
Aus "Die Bannbrecher Chroniken - Der letzte Bannbrecher" von Greg Walters
FAKTEN
Das Buch "Die Bannbrecher Chroniken 1 - Der letzte Bannbrecher" von Greg Walters ist bisher ein Einzelband. Er ist im Juni 2026 erschienen und als E-Book, Taschenbuch und Hörbuch erhältlich.
KURZMEINUNG
Eine echte Überraschung! Mit viel Humor und dem Charme einer alten Katzenseele hat dieses Buch sowohl erschüttert als auch Spaß gemacht.
KLAPPENTEXT
Fünfzig Jahre nach dem verheerenden schwarzen Regen, der den Osten des Königreichs Manavien verwüstet und Zehntausende getötet hat, ist Magie für alle Zeit verboten. In der halb zerstörten Garnisonsstadt Goldweiler kämpft die junge Diebin Tabiaa ums Überleben. Als einen riskanten Auftrag in der von Zauberei verseuchten Vorstadt annimmt, trifft sie auf etwas, das es eigentlich nicht mehr geben dürfte: echte Magie. Und auf Hombrus, den letzten Bannbrecher. Ein Mann, der Zauberer jagt, ihre Macht zerstört und keine Gnade kennt. An seiner Seite: Kasimir, ein sprechender Kater mit eigenem Willen.
»Hallo?«, rief Tabiaa erbost. »Ich kann euch beide übrigens hören, denn ich stehe direkt neben euch. Um was geht es hier eigentlich? Dass ich mit irgendso einer Katze sprechen kann?«
»Ja«, antworteten beide wie aus einem Mund.
Der Bannbrecher steckte sein Messer weg. »Nun, dann sei es so. Es ist in diesem Haus für eine Nacht auch mehr als genug Blut geflossen.« Jetzt versuchte er sich an einem Lächeln in Tabiaas Richtung. Er hatte dies offenbar so lange nicht mehr getan, dass die verzerrte Fratze, die er stattdessen hervorbrachte, seinen Kater vor Schreck einen Buckel machen ließ. Tabiaa wich zwei Schritte zurück. »Wie ist dein Name?«, schlug der Bannbrecher daher einen anderen Weg ein.
Fantasy-Abenteuer mit schwarzem Humor und ungewöhnlichen Charakteren.
SCHREIBSTIL &N MEHR
Ich mag die Bücher von Greg Walters ja schon immer. Zum einen, weil er es schafft, Geschichte in Fantasy zu verpacken und ganz ungeniert, aber unauffällig, Wissen zu vermitteln. Aber auch wegen seines fantastischen Worldbuildings. Und hier hat er etwas geschaffen, dass seine ganz eigenen Zutaten hat und ohne "echte" Geschichte auskommt – und das außerordentlich gut! Dafür gibt es eine eigene, die ich richtig klasse finde.
Zunächst muss ich gestehen, dass ich in eine bestimmte Persönlichkeit als Kommentator erst reinkommen musste, aber nach kurzer Zeit war genau das eines der Dinge, die es mir besonders angetan haben. Diese vermeintliche Arroganz und der Schalk im Nacken waren zwischendurch genau richtig zur Auflockerung.
Auch liebe ich dieses Zusammenspiel aus ungeschönter Wahrheit, schwarzem Humor und Charakteren, die man ins Herz schließt. Selbst die Bösewichte bekommen einen Aspekt, bei dem man ab und an schmunzeln muss.
Und da haben wir auch schon den nächsten Aspekt, der dieses Buch für mich so gut macht: Es ist ein einziges Durcheinander aus Graustufen. Hier gibt es oft nicht das einzig Richtige, nichts das einzig Böse. Und trotzdem müssen Dinge getan werden. Entscheidungen müssen getroffen werden. Aber die Charaktere hadern mit sich, überdenken und machen auch Fehler. So wirken sie nahbar.
Und ich musste zwischendrin echt einige Tränen vergießen! Irgendwie fühlte es sich dennoch richtig so an. Warum? Das kann ich leider nicht verraten, das müsst Ihr leider selbst lesen. ;) Das Ende war stimmig, aber aus meiner Sicht haben wir genug Stoff für mindestens einen weiteren Band. Allerdings wäre ich auch durchaus fein damit, wenn die Geschichte nun auserzählt wäre. Nicht alle Geschichten müssen bis zum letzten Schritt begleitet werden.
FAZIT
Eines der besten Bücher in diesem Jahr! Es hatte auf so vielen Ebenen etwas zu bieten und hat wirklich Freude gemacht. So liebe ich Fantasy!
BEWERTUNG
Höchstwertung!
5 von 5 Goldenen Zahnrädchen
©Teja Ciolczyk, 13.09.2026



























